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Gast

  • #1

Probleme mit der Freundin meines Sohnes. Selbstwert und Benehmen mangelhaft.

Hallo, Sie (20)ist oft schlecht gelaunt, ihre Erziehung lässt auch zu wünschen übrig. So fehlt z.B. das obligatorische "guten morgen" oder das "danke" nach dem von mir zubereiteten Essen. Das Mädchen stammt aus schwierigen Verhältnissen; Scheidung der Eltern, Probleme mit Stiefvater usw. und tut mir sehr Leid. Ich mag sie sehr und möchte die o. angesprochenen Probleme lösen, aber nicht mit der Holzhammermethode. Dadurch würde sie vllt. noch mehr abstürzen. Aber auch weil ich Angst habe, meinen Sohn (22) zu verlieren. Er liebt sie und steht uneingeschränkt zu ihr. Sie wohnen nicht zusammen, sie übernachtet oft bei uns. Meine Frage: kann jemand ein gutes Buch empfehlen ( keine wissenschaftliche Abhandlung!) das ihr quasi unbewusst hilft zu erkennen, wo ihre Schwächen sind, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und Benim-Regeln zu lernen und zu befolgen,sie erkennen kann, dass ihr Verhalten nicht i. O. ist und sie dazu inspiriert, das zu ändern.(w,50)
 
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Gast

  • #2
Ich als Mutter würde erstmal mit dem Sohn reden, was ihm zu so einen Menschen hinzieht, der anscheinend so eine lieblose Erziehung hinter sich hat und sich so zur Mutter verhält.

Ich würde ihn fragen, was er an ihr liebt und würde ihm auch erzählen, was Mutter so empfindet und auch bei der jungen Frau vermisst und zuhören, was er dazu meint, ohne seine Gefühle zu ihr in Frage zu stellen.

Vielleicht hat er ein Helfersyndrom für schwache Frauen, aber da muss Mutter auch schauen, warum sich Sohne-Mann ausgerechnet in so ein Mädel verliebt hat. Ist die Mutter vielleicht zu dominant gewesen und der Sohn jetzt endlich mal ein schwaches Weib hat, wo er der Boss sein kann/will? Oft läuft sowas sehr subtil und im Unterbewußstein ab.

Andererseits würde ich als Mutter meinem Sohn schon sagen, wenn jemand hier bei uns übernachtet und normale höfliche Regeln als Gast nicht einhält, darf nicht noch mal übernachten darf bzw. das dann erstmal Tacheles geredet wird .-).

Die FS sollte sich m.E. nicht einschränken, aus Angst, dass das Mädel noch mehr abstürzt. Die FS kann ja das Gespräch mit dem Mädel selber suchen und ihr liebevoll sagen, was sie als "Hausherrin" erwartet (das Recht dazu hat sie) und ihr dann das Buch, es gibt bestimmt passende Literatur in die Hand drücken. Die FS ist nicht für das persönliche Wohl des Mädels verantwortlich.

Oder einfach die Situation hinnehmen, dass Mädel jeden Morgen fragen, warum es nicht guten Morgen sagt und ob es das Wort DANKE nicht kennt und abwarten. Wenn sie ihren Sohn anders erzogen hat, wird der hoffentlich über kurz oder lang darauf kommen, dass diese Frau für ihn nicht die Richtige ist.

w 47
 
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Gast

  • #3
Mit einem Buch ist das nicht getan. Das Mädel braucht Zeit und Zuwendung und eine therapieartige Unterstützung, da die Erziehung im Elternhaus nicht geklappt hat. Die "Schwiegermutter" hat da oft auch einen schweren Stand.
Du müsstest erst mal ihr Vertrauen gewinnen und konsequent die Grenzen aufzeigen, d.h. ruhig darüber sprechen, was ihre mangelnde Wertschätzung Dir gegenüber bei Dir auslöst und welches Verhalten Du Dir statt dessen wünschst. Und ihr damit zeigen, dass Du sie ernst nimmst und ihre Verantwortung für ihr eigenes Benehmen zutraust. Das darf aber nicht fordernd oder indigniert erfolgen. Natürlich mag das evtl. erst mal Widerstand bei ihr auslösen. Wenn Du sie dann nicht fallen lässt, sondern konsequent bleibst, kann es eine Änderung bewirken und ihr Selbstvertrauen stärken.
Wenn Du dir das zutraust, kannst Du viel Gutes tun. Hältst Du das durch?
 
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Gast

  • #4
"aber nicht mit der Holzhammermethode. Dadurch würde sie vllt. noch mehr abstürzen. Aber auch weil ich Angst habe, meinen Sohn (22) zu verlieren. "
Das vermute ich auch. Das könnte auch passieren wenn Du Deinen Sohn "bearbeitest"
Ihr Verhalten hört sich pubertär an...
Wenn Du gradlinig etwas versuchst könnte das ein gegenteiliges Ergebniss bringen.
Bringe sie doch in Situationen wo sie irgendwannn um ein echtes "Danke" nicht herum kommt.
Ich denke Du könntest das auf eine intelligente, subtile Art machen.
Einen entsprechenden Buchtitel kenne ich nicht.
Ich würde den beiden unter keinen Umständen ein Buch zu dem Thema geben.
Höchstens um Dich in Deiner Vorgehensweise zu informieren. M 53J
 
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Gast

  • #5
Hier die FS.
@ #1 das Problem habe ich schon - sehr behutsam - des Öfteren angesprochen. Habe mit meinem Sohn darüber gesprochen und klar gemacht, was mir nicht gefällt. Mit ihr direkt habe ich nicht gesprochen, da ich nicht spalten will. Das sie sich daneben benimmt, hat sie vermittelt bekommen von meinem zweiten Sohn und seiner Freundin. Hat aber wenig bewirkt. Ich will nicht harsch vorgehen, da ich selbst vor ein paar Jahren meinen Mann und die Söhne ihren Vater verloren haben. Sein Tod hat alles in der Familie verändert. Ich behaupte, dass ich heute viel besser die Gefühle anderer Menschen verstehen kann und mich in ihre Lage versetzen kann. Deshalb gehe ich so und nicht anders vor. Mit Helfersyndrom hat das alles nichts zu tun. Das ist halt meine Sichtweise und meine Art zu handeln. Trotz dem, danke für Deine Antwort.
@ #2 genau das was Du meinst, versuche ich die ganze Zeit: Vertrauen zu gewinnen und sie behutsam zu ändern. Es ist aber verdammt schwer und tut manchmal sehr weh.
 
  • #6
Bitte überstürze nichts!

Lass die jungen Leute einfach mal in Ruhe genießen, dass sie jung, glücklich und verliebt sind - auch deinem Sohn zuliebe!

Es ist wirklich NICHT deine Aufgabe, der jungen Frau Benimmregeln beizubringen. Dafür sind deren Eltern zuständig! - Und solange dein Sohn mit ihrem Verhalten klar kommt darfst du dich ganz entspannt heraus halten.
 
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Gast

  • #7
@4

Gerade wenn du dich in andere Menschen so gut hineinversetzen kannst, solltest du sie doch zu akzeptieren in der Lage sein und dich eben nicht einmischen.
Ich glaube am meisten hilft es oft, wenn man Menschen einfach nur das Gefühl gibt, dass man sie mag und dass sie gut sind, so wie sind - wenn du wirklich helfen willst.

Wenn nicht, wenn du sie nur versuchst, zu ändern, dann lass es bleiben, das ist nicht deine Aufgabe. Sprich nur das an, was dich konkret stört, z.B. wenn du dich nicht wertgeschätzt fühlst, weil sie dich nicht grüßt - aber nur, wenn es dich verletzt und nicht, wenn du nur denkst, dass sie so sein sollte, weil es sich so gehört und es dich in Wahrheit gar nicht tiefer berührt.
 
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Gast

  • #8
Mein Schwiegersohn kennt auch keine Benimmregeln, hat es offensichtlich von zuhause aus nicht gelernt. Ich habe jedoch niemals versucht, es ihm zu sagen, geschweige denn ein Benimmbuch ihm zu schenken. Aber meiner Tochter habe ich es gesagt, was mich stört - so ganz langsam ändert sich sein Verhalten. Habe jedoch den Eindruck, erst als ich ihn so angenommen habe, wie er ist, konnte er sich ändern... eine alte Lebensweisheit

w
 
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Gast

  • #9
Ist das alles, was Du zu bemängeln hast? Sie kannst Du nicht erziehen. Wenn Du mit Deinem Sohn über diese Sache sprichst und er sich dann an sie wendet, hast Du das Böse-Schwiegermutter-Syndrom mit Sicherheit an der Backe. Sie ist so wie sie ist. Frage sie doch: Und hat es Dir geschmeckt. Vielleicht kommt dann ein: Danke, ja. Vorleben ist wohl immer noch die effizienteste Methode, jemanden zum Umdenken zu bewegen. Deswegen ein Tammtamm zu machen, sorry. Sie stinkt nicht, nimmt keine Drogen, raucht nicht, tut Deinem Sohn gut. Was willst Du mehr. Es ist seine Liebe.
 
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Gast

  • #10
@1 Total falsch!
Es ist das Leben des jungen Mannes - was Du schreibst, ist das sicherste Mittel, den Sohn total zu vergraulen.

Fragestellerin: lass Deinem Sohn, die junge Frau kennenzulernen, ohne Dich in irgendeiner Form einzumischen! Der Beitrag von #8 trifft es völlig.
Akzeptiere die junge Frau und lebe guten und höflichen Umgang untereinander vor! Sei offen für sie und schaue auf ihre positiven Seiten. Auf diese Art wird sie sich angenommen fühlen und ganz von sich aus in der Lage sein, sich Schritt für Schritt zu ändern.

Genau dieser Weg hat mir bei der Freundin meines Sohnes geholfen - kein Gemecker und Genörgel und dauerndes Kritisieren.
 
  • #11
Ich finde ja auch, dass gutes Benehmen sehr angenehm ist. In diesem Fall würde ich aber nichts sagen. (Es sei denn, sie würde dich beleidigen; da ist die Grenze.)

Es wird nur Mißstimmung geben. Die Junge Frau und evtl. auch dein Sohn, werden erst recht blocken.

Warum bist du so scharf auf ein Danke? Bekommt sie das Essen nur, weil du gern das Danke hören möchtest oder weil du es gern gibts? Niemand zwingt dich dazu. Ein Danke ist immer schön und höflich, aber es zu erwarten ist egoistisch. Außerdem - wie oft hören wir ein Danke, bei dem wir genau wissen, dass es gar nicht ernst gemeint, sondern nur höflich war? Ich kann auf diese unechten Danksagungen gut verzichten.

Sag doch einfach zuerst laut und deutlich 'guten Morgen' und hänge ihren Namen noch dran. Damit sprichst du sie direkt an, was ja eine Antwort geradezu fordert. Wenn du mehr als 2 x keine Antwort bekommst, dann kannst du ja mal fragen, warum sie nicht mit dir reden möchte.

Sie ist noch sehr jung und ich denke, mehr als reden, hilft, wenn in eurer Familie gutes Benehmen vorgelebt wird.

Überlege genau, wie oft bei euch wirklich am Tage Danke, Bitte usw. gesagt wird? Wirklich immer, wenn es angebracht ist? Ich kann mir vorstellen, dass mich das auch nerven könnte. Es kann doch sein, dass dich das nur deshalb stört und dir auffällt, weil sie nicht zur Familie gehört.

Du solltest dir gut überlegen, was du tust. Ein Buch ist total falsch. Du hast die Wahl, sie erst einmal so anzunehmen, wie sie ist oder du sagst deinem Sohn, dass du so ein Benehmen nicht duldest und sie nicht mehr bei euch haben möchtest.

Lebt ihr vor, wie es richtig ist und lasse die beiden ihre junge Liebe genießen. Mische dich nicht ein. Auch, wenn sie noch sehr jung ist, Erwachsene kann man nicht mehr erziehen - das können sie nur noch selbst, indem sie ihr Verhalten von alleine ändern WOLLEN.

Alles Gute
 
  • #12
Misch dich da nicht ein. So gewinnst du ihr Vertrauen bestimmt nicht sondern ganz im Gegenteil. Alleine dein Ansatz, dass du sie ändern willst sorgt dafür, dass du nur deinen Sohn verlieren wirst. Mit der Höflichkeit kann ich ja verstehen, aber das kannst du mit deinem Sohn besprechen. Stört ihn das denn auch oder fällt das nur dir auf? Hier scheint mal wieder eine Mutter die ihren Sohn nicht groß werden lassen will und auf der Freundin rumhackt. Wenn du ihr Verhalten wirklich unerträglich findest, dann sag es deinem Sohn und stell ihn vor die Wahl, entweder sie benimmt sich oder sie kann nicht mehr kommen. Wenn du die Konsequenz nicht ziehen willst, hör auf dich zu ärgern und freu dich für dein Sohn das er eine Frau gefunden hat, die er liebt
 
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Gast

  • #13
Dieses Buch, oder besser gesagt diese eierlegende Wollmilchsau die du suchst gibt es nicht. Und ich finde auch nicht, dass es angebracht ist sich ungefragt um ihren Selbstwert zu kümmern.

In jedem Haushalt, in jeder Familie gibt es gewisse Regeln, diese sind für alle Familienmitglieder so selbstverständlich, dass sie manchmal erst auffallen wenn sie ein Gast nicht einhält. Sich für das Essen zu bedanken ist Beispielsweise auch in meiner Familie üblich und wenn es jemand nicht tut fällt es zumindest unangenehm auf.
Offensichtlich ist es bei der Familie des Mädchens keine Regel und auch wenn du es gewöhnt bist kannst du es ihr nicht zum Vorwurf machen- sie hat es schließlich nicht gelernt.

Du bist das Oberhaupt der Familie, sozusagen die Hausherrin und hast in deinem Haushalt gewisse Regeln festgelegt. Wenn du willst, dass sie sich an diese hält dann musst DU ihr das sagen. Ihr vorzuwerfen, dass sie es nicht macht ohne ihr gesagt du haben was du erwartest- was hast du denn erwartet? Sie handeln nach den Regeln ihres Elternhauses und solange du ihr nicht klar machst wie das bei dir ist wird sie weiter so handeln. Sag beispielsweise so etwas wie : "Ich freue mich, dass du dich bei uns wohl fühlst und so gerne kommst. Bei uns ist es üblich sich für das Essen zu bedanken (sich beim Eingang die Schuhe auszuziehen,....) und ich möchte, dass auch du das tust." Das hat nichts mit nicht willkommen zu tun sondern ist ein freundliches Hinweisen auf Regeln die sie nicht von alleine wissen kann. Du kannst nicht erwarten, dass dein Sohn ihr das mit der gleichen Ausdrücklichkeit vermittelt.
Wenn du willst, dass deine Regeln eingehalten werden, dann musst du mit einem gewissen Selbstbewusstsein dafür eintreten- bei deinen Söhnen hast du das ja auch getan.

Auch wenn des dem Mädchen vielleicht unangenehm sein wird wenn du ihr das so offen sagst, solange du ihr danach auch das Gefühl gibst, dass es nichts persönliches ist und sie sich, wenn sie sich an die Regeln hält in einem sicheren Rahmen bewegt und nicht ständig beobachtet wird und auf dem Prüfstand steht wird sie sich schnell daran gewöhnen und es dir nicht übel nehmen.
Es steht dir natürlich zu im geheimen du beten, dass dieser Kelch an dir vorüber geht, aber solange du nicht den Eindruck hast, dass dein Sohn sich durch sie stark negativ verändern steht es dir nicht zu deinem Sohn eine Partnerin wieder auszureden. Er ist erwachsen und hat das Recht seine Freundin frei zu wählen- und mal ehrlich, wie hättest du reagiert wenn dir deine Mutter mit 22 sagt, dass ihr die Wahl deines Partners nicht passt?
Die Regeln festzuachen und durchzusetzen ist DEINE Aufgabe- wälze das nicht auf deinen Sohn ab weil es dir unangenehm ist. Wenn es in einer Klasse gewisse Regeln gibt wird der Lehrer ja auch nicht von seinen Schülern erwarten, dass diese das einem neuen Schüler klarmachen sondern ergreift selbst das Wort.
 
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Gast

  • #14
Es ist zwar sehr angenehm, wenn jemand die Benimmregeln beherrscht, aber nicht jedem ist dies gegeben. Mehr noch als die Einhaltung dieser Regeln finde ich interessant, ob dieser Mensch einen guten Kern hat. Und das scheint ja der Fall zu sein. Sieh am besten über die fehlende Etikette hinweg, auch wenn es - verständlicherweise - schwer fällt. Es ist doch einfach schön, dass diese junge Frau Menschen wie Dich und Deinen Sohn gefunden hat.
 
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Gast

  • #15
Du sagst, Du hast Angst, Deinen Sohn zu verlieren. Genau das wird passieren, wenn Du anfängst an der Liebe Deines Sohnes herumzunörgeln. Mir scheint hier eher, DU hast hier ein Problem. Bist Du eifersüchtig? Könnte unbewusst aus Deinem Beitrag herüberspringen. Du hast Deinen Mann verloren und willst jetzt nicht noch Deinen Sohn verlieren. Schwächen bei ihr erkennen? Für mich liegt ganz klar auf der Hand, dass Du diejenige bist, die Schwäche und Selbstwertgefühl stärken müsste. DU willst doch erwachsen genug sein. Nimm sie so wie sie ist. Alles Andere bringt nur Streit und letztendlich bringst Du Deinen Sohn auch noch gegen Dich. Nicht sie ist der Auslöser für Deine - möglicherweise - anderen Probleme, Ängste, Sorgen. Sei froh, dass das Herz Deines Sohnes Schmetterlinge trägt.
 
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Gast

  • #16
Liebe Fragestellerin, also ich kann mich sehr gut in Deine Lage versetzen, ich fühle mit, und ich glaube fast ganz genau zu wissen, was in Dir vorgeht, gerade auch wenn Du sagst, es tut manchesmal so weh!

Zunächst mein Rat, Du musst lernen dass Kinder grausam sein können, Du musst lernen an Dich zu denken, Du musst lernen los zu lassen und Du musst das Mädchen sein lassen wie sie ist. Deine Aufgabe war es, für Deine Söhne da zu sein und jetzt solltest Du akzeptieren dass sie anfangen ihr leben zu leben, und freie Entscheidungen treffen, ob diese auf Dauer dann gut sind, müssen sie selbst herausfinden, sprich sie müssen ihre Erfahrungen selbst sammeln, so ist es das Leben.

Ich habe selbst einen Sohn. sein Vater ist gestorben als er sieben Jahre alt war. Nun wir waren damals schon geschieden, aber von jetzt an, meinte ich Vater und Mutter in einem ersetzten zu müssen.Das heißt, ich sprühte vor Verantwortung, sei es am Arbeitsplatz oder meinem Sohn gegenüber.

Nein ich hatte gar keine Zeit "Glucke" zu sein, da ich immer in Vollzeit berufstätig war, aber für mein Kind war ich da, wenn es sein musste, konnte ich da auch zur"Löwin" werdem, habe ihn aber zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Menschen erzogen.

Gut erzogen, gutaussehend, groß gewachsen, und mit einer positiven beruflichen Perspektive standen dann nicht nur die "Mädels" da, sondern sage und schreibe auch gleich ein "Schwiegervater".

Mein Sohn damals über 20 Jahre alt, lernte ein Mädchen aus der Pfalz kennen, deren Vater meinte gleich beim ersten Mal, "den hätte ich gerne als Schwiegersohn" , gesagt getan, das Töchterchen und ihr Vater wurden zur "Klette"

Bei mir zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung erzogen, konnte er sich ihrem "Griff" nicht entziehen!

Alle zwei Wochen verbrachte sie seine Freundin das Wochenende ab Freitagnachmittag bei uns in Stuttgart. Wenn ich am Freitagabend von der Arbeit kam, ständig das gleiche Bild, sie saß gelangweilt im Sessel und ihre erste Frage an mich, "was gibt es zu essen" Oh fein, antwortete sie mir, während ich in die Küche stürzte um für Sohn und Freundin zu kochen.

Nun mir erging es ähnlich wie Dir, irgendwo hatte auch ich Angst meinen Sohn zu verlieren, irgendwo wollte man zumindest eine Freundin an der Seite des Sohnes mit der man sich versteht, aber weit gefehlt, sie tat alles um mich zu provozieren, und je mehr sie mich provozierte um so besser wurden meine Nerven!

Nein ein Dankeschön gab es auch nie, wenn sie sich am Sonntagabend wieder auf den Heimweg machte. Und wenn sie am Sonntagmorgen eine Stunde lang das Badezimmer benutzte, ohne Rücksicht, machte sie sich breit, und ich kam nicht dagegen an. Jahre später dachte ich, ich hätte sie hochkant hinauswerfen sollen. diese Frau entpuppte sich tatsächlich so wie ich sie eingeschätzt habe, kalt, berechnend, total verzogen, und hochgradig egoistisch.

Auch mein Sohn stand total hinter ihr, also nützt reden nichts, man kann tun und machen was man will, als Mutter ist es tatsächlich so, am besten man hält sich weitgehend heraus und macht gute Mine zum bösen Spiel.

Wie heißt es doch so schön, Liebe schützt vor Torheit nicht. und diese Erfahrung haben wir vielleicht auch schon selbst gemacht, oder sehen immer wieder wie diese sogenannte Liebe, sich plötzlich in Nüchternheit verwandelt.

Mein Sohn hat sich nach 10 Jahren von dieser Frau getrennt, ohne meinen Einfluss, hat er seinen Fehler erkannt, sprich es ist seine Lebenserfahrung, die ihn aber wie so viele Männer teuer zu stehen kommt, und schade finde ich dass meine Enkelin nun auch zur Scheidungwaise wird.

Sie meine Schwiengertochter hat auf jeden Fall alles getan, um unser ehemals gutes Verhältnis zu zerstören, es gibt solche Menschen, die nur zerstören, und nur an sich selbst denken!

Also FS noch einmal, lass das Mädchen so sein wie sie ist, Du wirst sie nicht ändern!

Und falls du es fertig bringst, dann gibt es eben einmal kein Frühstück, oder Essen, mit 20 sollte sie doch imstande sein, auch einmal einen Kaffee zu kochen. Bitte nicht falsch verstehen, das klingt hart, aber ich habe selbst eineinhalb Jahre lang meine Schwiegertochter bekocht und verwöhnt, mit dem Resultat, dass sie mich nur ausgespielt hat. Und wie weh das oft getan hat, wenn man versucht ein ganz normales Miteinander aufzubauen, aber man stößt nur auf Granit.

Fange an Dir selbst Gutes zu tun, Dir selbst die Nächste zu sein und lass Deine Söhne ihre eigenen Erfahrungen machen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute, und mach das Richtige für Dich!
 
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Gast

  • #17
Du Ärmste,
Dass gerade Dir so etwas passieren muss. Jetzt hast Du Dir so Mühe gegeben mit der Erziehung Deines Sohnes und nun kommt er mit sowas.

Sei bitte vorsichtig, dass Du nicht zur Horror Schwiegermutter wirst.
Alle unsere Kinder haben Partner die in einem anderen Umfeld aufwachsen. Das sind keine Duplikate von unseren Kindern.
Selbstverständlich steht Dein Sohn zu seiner Freundin.Das gehöhrt sich auch so.
Wir lieben auch Partner, die ebenso ihre Macken haben.

Nicht nur Dein Sohn muss sich von Euch trennen, sondern auch Ihr als Eltern müsst lernen zu
den Entscheiden der Kinder zu stehen. Er wird erwachsen !

Ich bin ganz sicher, wenn Dein Sohn Deine Erziehung verstanden hat, wird er über Kurtz oder Lang, sich selber stören und seiner Freundin in seiner Sprache mitteilen was Anstand ist.

Habe selber sechs Kinder die bei uns sind. Sehr oft sind wir zehn oder zwölf am Tisch. Auch ich bemühe mich um die Anstandsformen meiner Kinder. Habe jedoch oft das Gefühl, dass das Wort Danke ein Fremdwort ist.
Aber alle kennen es und wenn nötig wird es auch gebraucht. Nur oft ist es so cool, unnahbar zu sein.
Versuche es doch mal mit Lachen. Das verwirrt mehr als Diskusionen über vergessenen Anstand.
Und was das Mädchen nie gelernt hat, kann es jederzeit dazu lernen. Wir lernen auch jeden Tag.
 
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Gast

  • #18
Liebe FS,
vielleicht solltest auch du etwas toleranter sein und akzeptieren, dass die Umgangsformen in Familien verschieden sind. Die Mutter meines Exfreundes war auch der Ansicht dass ich nicht zu ihrem Sohn und der Familie im allgemeinen passe, sie wollte dass ich offener ihr gegenüber werde und wollte eine Freundschaft erzwingen. Das Ende der Geschichte war, dass ich mich getrennt habe. Mein Ex hat es seiner Mutter übrigens nicht gedankt. Dein Sohn muss sie akzeptieren und lieben, deine Meinung spielt dabei keine Rolle. Sollte ihn etwas stören kann er es selbst ansprechen, er ist schließlich erwachsen.
w, 27
 
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Gast

  • #19
Wieso kocht die FS für den Sohn und seine Freundin?

Ich käme nie auf die Idee, zwei volljährige junge Menschen von vorne bis hinten zu bedienen und zu betüdeln. Sind die beiden körperbehindert?

Du kannst mal über zwei Wochen verreisen und Deine Räume zusperren. Dann können die beiden mal sehen, wie weit sie ohne Dich als Dienerin kommen.
Küche, Bad und sein Zimmer können offen bleiben. Du kaufst natürlich nichts ein, am besten sollte nicht mal ein Päckchen Spaghetti im Haus sein. Dann können die beiden sehen, was auf den Tisch kommt.

Wie kann eine Frau und Mutter sich so verhalten wie # 15?
Mit mir als Mutter hätte der Sohn andere Ansprüche an seine Freundin gehabt. Vor allem hätte ich die junge Frau zum Geschirrspülen und aufräumen in die Küche gebeten. Selber schuld, kann ich nur sagen.

Kinder können und sollen ab dem 10. Lebensjahr im Haushalt mithelfen. Die meisten Kinder sind ab 13 auch fähig, komplette Mahlzeiten zuzubereiten. Als Mutter hat man auch die Pflicht, seinem Kind die Fähigkeiten zum Überleben beizubringen.
Die Frauen hier scheinen Mutterschaft mit Dienerschaft zu verwechseln.
 
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Gast

  • #20
Das arme Mädchen. Da hatte sie schon eine schwierige Situation zu Hause, und dann noch so eine Schwiegermutter! Du wirkst sehr arrogant auf mich. Ein Buch, damit sie sich zu benehmen weiß - damit hättest du bei mir absolut ausgespielt, sowohl als meine Mutter als auch als meine Schwiegermutter.
Es ist nicht deine Sache, es geht dich nichts an. Lass die jungen Leute in Ruhe und glaube an deinen Sohn. Wenn du ihn wirklich so gut erzogen hast, dann wird er aus seiner Liebsten mit der Zeit eine nette, lebensfrohe und starke Frau machen. Und dazu braucht weder er noch sie ein Buch.
Gutes Benehmen ist nicht alles. Wenn dir an dem "Guten Morgen" oder "Danke" so viel liegt, dann zeig es ihr durch Vormachen. Was hindert dich daran, sie am Morgen offen und freundlich mit "hast du gut geschlafen, ich wünsche dir einen schönen, guten morgen" zu begrüßen? Wenn du es ihr freundlich und ohne Arroganz vorlebst, wird sie mehr lernen als durch blöde Bücher.

Als ich noch sehr jung war, hatte ich einen Freund aus sehr, sehr gutem Haus (adelig). Meine Eltern waren eher einfache, aber gute Menschen. Bei den Besuchen bei den Eltern meines Freundes war mir schnell bewusst, dass das völlig andere Welten sind. Aber seine Mutter hatte soviel Herzlichkeit, dass sie es mir nie spüren lies und ich so nach und nach an das "neue" Benehmen gewöhnt habe.

w 58
 
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Gast

  • #21
Liebe FS, hier ist der Zug der Erziehung ist längst abgefahren, es ist allerhöchste Zeit, noch auf den der Beziehung aufzuspringen.- Respekt und Wertschätzung beruhen immer auf Gegenseitigkeit -vielleicht lässt du ja "quasi unbewusst" die Freundin deines Sohnes spüren, dass du sie nicht wirklich schätzst? Deine Formulierungen lassen schon eine gewisse Geringschätzung durchblicken. Statt ihr irgendwelche Regeln und Grenzen aufzeigen zu wollen, sei doch lieber klar, direkt und als Person greifbar und zeige deine eigenen Grenzen auf- nicht als " das macht man so , obligatorisch", sondern, was du dir wünschst oder auch nicht akzeptieren möchtest. freundliche, klare Worte inclusive eventueller Konsequenzen für das eigene Handeln helfen da sicherlich mehr als der verzweifelte Versuch, junge Erwachsene umerziehen zu wollen- weg von den Allmachtsfantasien ;-)
Teilt doch mal die Pflichten des Kochens -z.B., statt sich über Undankbarkeit zu ärgern...oder kocht und genießt gemeinsam.
alles gute für eure Beziehung