• #1

Profilangabe "Kinder vorstellbar" bei Männern ü50

Meine Frage richtet sich an die Frauen in der Runde:

Wie geht ihr damit um, wenn Männer ab 50 sich Kinder "grundsätzlich vorstellen" können? (Oder ausdrücklich wünschen.)

Auf mich macht das keinen vorteilhaften Eindruck und ich beantworte Partneranfragen dieser Herren nicht. Nach meinem Gefühl würde ich womöglich an einen Mann geraten, dem es offensichtlich piepegal ist, ob er seinem Kind einen Uralt-Vater zumutet. Wenn es schlecht läuft, hat die (mutmaßlich junge) Kindsmutter den Mann zugunsten eines Jüngeren verlassen und das "Kind" hat mit 30 einen Pflegefall an der Backe... in dem Alter, wo es selbst in der Familienplanung steckt und die Unterstützung seiner Eltern gut gebrauchen kann.
Auf die Persönlichkeit und die Prioritäten eines solchen Mannes wirft das nach meinem Empfinden kein gutes Licht.

PS: In vorangegangenen Beiträgen habe ich gelesen, dass mit "grundsätzlich vorstellbar" bereits vorhandene/mitgebrachte Kinder gemeint sein könnten. Klingt irgendwie wie Nobse Blüms sichere Renten....

Liebe Grüße von Frau F
 
  • #2
Also ich beantworte mittlerweile schon fragen, aber ich wünsche ihm dann alles Gute bei der Suche, weil für mich generell Kinder gar nicht in Frage kommen. Da ist es egal ob er 20 oder 50 ist.

Ob das für ihn mal ein Problem wird, ist damit nicht mehr mein Problem. Ich lasse ihm die Einstellung und möchte dann auch, dass man meine Einstellung zur Kinderlosigkeit akzeptiert. Erst wenn das nicht klappt, dann kommt Blockung.

Kinder sollten für mich generell für mich als Frau nur bis 35 bekommen werden und als Mann bis 30.
 
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  • #3
Ich möchte das Vaterwerden nicht vom Alter abhängig machen. Ein 50Jähriger kann für ein Kind ein liebevoller Vater sein und einen Grundstein für einen guten und stabilen Charakter legen. Davon profitiert das Kind sein Leben lang, selbst wenn der Vater mit 70 ins Gras beißt. Die Weichen werden in den ersten 12-16 Jahren gelegt. Wenn ein Kind hier Liebe und Geborgenheit erfährt, kann wer weiß was passieren im Leben, seine erfahrene Stabilität wird es für alles stark machen. Es wird beziehungs- und konfliktfähig sein. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Pfund, mit dem man sein Leben lang wuchern kann, in allen Bereiche, beruflichen wie privaten. Wie vielen Kindern von jungen Vätern mangelt es daran? Es ist einfach keine Frage des Alters, sondern der charakterlichen Eignung als Vater.

Wer schon mit 30 sagt, er möchte nie Kinder haben, sollte auch bitte schön keine bekommen. Ich gehe davon aus, dass hier ein Fall von lieblosen Eltern und fehlender Liebe und Zuwendung vorliegt. DAS würde man seinen Kindern vermachen, deshalb ist es richtig, auf Kinder zu verzichten. Wer aber in der Lage ist, ein Kind mit Liebe und Geborgenheit in den ersten Jahren zu versehen, der sollte auch mit 50 noch Vater werden.
 
  • #4
würde ich womöglich an einen Mann geraten, dem es offensichtlich piepegal ist, ob er seinem Kind einen Uralt-Vater zumutet.

"zumuten"?

"zumuten" tut ein Großteil der Bevölkerung, dass Kinder ohne beide Elternteile aufwachsen, weil sie sie zu Scheidungswaisen machen. Das Argument, das es darum ginge, Kinder etwas zuzumuten, oder nicht zuzumuten ist doch nur vorgeschoben. In Zahlen gemessen haben Probleme mit zu alten Vätern doch gar keine Relevanz!

Ich bin zwar "erst" 46, aber bis ich (nochmal/wieder) eine Frau gefunden habe und wir Kinder bekommen, bin ich auch schnell 50 ...und beim 2. Kind vielleicht auch schon 5x. Jedenfalls werde ich bis Mitte-Ende 50 meinen Wunsch nach einer Familie mit Kindern nicht aufgeben.

Übrigens trage ich keine Schuld daran, denn ich habe im Bezug auf Partnerschaft, Durchhaltevermögen und Loyalität schon mal alles bewiesen, was man beweisen kann; mehr als 99,9% hier im Forum!

V.m46
 
  • #5
Moin,

das ist doch immer wieder ein schönes Bashing-Thema - "alter verantwortungsloser Sack will junge Frau schwanger machen". Hier schwingen viele Ressentiments mit - die seltsamen Absichten der Männer, die eigentlich sowieso nur wandelnde Pflegefälle sind... so läuft es doch in der Praxis nicht - man lernt jemanden kennen, lieben und überlegt dann, wie man mit dem wunderbaren Thema "Kinder" umgehen will, was man sich zutraut...

PS: In vorangegangenen Beiträgen habe ich gelesen, dass mit "grundsätzlich vorstellbar" bereits vorhandene/mitgebrachte Kinder gemeint sein könnten.
Ja, würde ich auch so lesen, aber auch auf mögliche weitere eigene beziehen...
Ich kann nur von mir selbst ausgehen - meine Kinder hatte ich in jugendlichem Alter bekommen, erfolgreich und begeistert großgezogen und mich im Guten von meiner Ex getrennt... dochja, ich könnte mir weitere Kinder in den 50ern vorstellen. Inwiefern das einen "unvorteilhaften Eindruck" macht - wäre es denn vorteilhafter, wenn ich mich kinderfeindlich zeigen würde, diese Vorerfahrung nicht hätte?

Auf der Sachebene finde ich es befremdlich, wenn angesichts der "typischen" Familien- bzw. Eheprobleme ausgerechnet auf dem Alter des Vaters in spe herumgehackt wird. Ich könnte mir weiterhin vorstellen - bin aber gerade zu faul zum recherchieren - dass ältere Väter sogar überdurchschnittlich gute Quoten aufweisen können, was harmonische, fördernde, konstante Lebensumstände für ihre Kinder betrifft.

manchmal
 
  • #6
Für mich (w,52) sind Männer, die eine Frau zwischen 35 und 55 suchen, und auch noch vielleicht ein weiteres Kind wollen, sofort raus. Das heisst nicht, dass ich ihre Einstellung schlecht finde, aber irgendwie passt dann ihre Lebensplanung nicht so in meine. Entweder sie suchen eine jüngere Frau mit Kinderwunsch oder eine Ü50-Frau, mit der sie eben nur Partnerschaft ohne weitere Kinder wollen. Das sind doch zwei völlig verschiedene Leben, die man da führen will.
Klar weiss ich, dass ich in meinem Alter nicht mehr so die große Auswahl bei Männern haben, aber bei solchen Profilen möchte ich auch nicht die Notlösung für den Mann sein, weil er nix jüngeres gefunden hat.
 
  • #7
Leben und Leben lassen, lautet zu diesem Thema meine Devise. Meiner Meinung nach wird da viel zu viel künstlich hoch geputscht. Es gab schon immer späte Elternschaft - nur waren es früher halt eher Nachzügler und es gab nicht so viele späte Eltern wie heute.

Wenn es schlecht läuft, hat die (mutmaßlich junge) Kindsmutter den Mann zugunsten eines Jüngeren verlassen und das "Kind" hat mit 30 einen Pflegefall an der Backe...
Ja, stimmt, kann passieren. Es soll tatsächlich aber auch Menschen geben, die mit Mitte 30 sterben - Autounfall, Krebstod u.a. - und dann noch kleine oder sehr junge Kinder zurücklassen. Genauso soll es immer mehr "fitte Alte" geben, die noch nicht mit Mitte 70 so "uralt" wirken wie einst unsere eigenen Großeltern.
Natürlich kann es sein, dass ein Kind später Eltern tendenziell eher "Waise" wird als ein Kind junger Eltern - aber bitte, diese "Kinder" sind dann auch schon Ende 20, Mitte 30. Aber das ist ein Alter, in dem man erwachsen sein sollte - und der Tod der Eltern einen wohl - normalerweise - nicht mehr derartig aus der Bahn wirft wie in Kindertagen.

dem es offensichtlich piepegal ist, ob er seinem Kind einen Uralt-Vater zumutet
Ab welchem Alter ist denn jemand für dich ein "Uralt-Vater", liebe FS? Und wieso gehst du wie selbstverständlich davon aus, dass das Alter des Vaters für das Kind eine Zumutung darstellt?

Genauso wie Depressionen vererbbar sind oder Alkoholismus. Alles Dinge, die mit über 30 rasant zunehmen.
Depressionen und Alkoholismus sind per se nicht vererbbar, das ist Quatsch. Bestimmte genetische Veranlagungen, die die Entstehung u. a. dieser Erkrankungen begünstigen, scheinen es zu sein. Das ist bei einem 25-jährigen Mann mit Schizophrenie, Depression o.ä. übrigens auch so. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder älterer Väte derartige Erkrankungen entwickeln, steigt, ja. Aber von rasant kann hier kaum nicht die Rede sein. Das ist mit späten Müttern und Trisomie 21 wohl ähnlich - wenn man sich die absoluten Zahlen anschaut, relativiert sich einiges.

Ältere Eltern legen oft mehr Gelassenheit an den Tag, leben in gesicherteren wirtschaftlichen Verhältnissen. Ich empfehle insgesamt einfach mehr Gelassenheit - und weniger Moralisieren.
 
  • #8
PS: In vorangegangenen Beiträgen habe ich gelesen, dass mit "grundsätzlich vorstellbar" bereits vorhandene/mitgebrachte Kinder gemeint sein könnten. Klingt irgendwie wie Nobse Blüms sichere Renten..
Wieso soll das eine Lüge sein? Sicherlich muss eine Mann Ü50 damit rechnen , dass eine Frau Kinder mit die Beziehung einbringt. Das ist doch ein sehr häufiger Fall.

Soll er diesen Frauen dann alle ausschließen?
(Denn so liest es sich doch, wenn er im Profil keine Kinder wünscht, oder?)

PS
Außerdem kann man in den heutigen Zeiten des Niedrigzins lernen, dass Blüm viel mehr recht hatte, als wir damals glauben wollten
 
  • #9
Es gibt genug 50 plus Männer im Netz, die mit kleinen Kindern dastehen. Meiner Freundin (ebenfalls 50 plus) passiert das oft genug, dass sie von solchen Männern angeschrieben wird.

Die wurden von ihrer (meist jüngeren) Freundin, die sie nach ihrer langjährigen Ehe hatten, stehengelassen und sind jetzt in diesen fortgeschrittenen Alter mit Kleinkindern gesegnet.

Das tut sich doch keine Frau an.

Das ist dann, was in Folge mit manchen "älteren Vätern" passiert...
 
L

Lena_34

Gast
  • #10
Es ist schon faszinierend, welche Ausprägungen die Katalogmentalität in den SB annimmt. So eine kleine Anmerkung, die alles Mögliche bedeuten kann (der Mann würde mitgebrachte Kinder akzeptieren, möchte auch bei Jüngeren punkten, wünscht sich vielleicht wirklich noch eine Familie etc.) führt zum Ausschluss. Es muss ja ein schlimmer Mensch sein, wenn er sich dem hypothetischem Kind "zumuten" würde. Jeder wie er mag natürlich, aber meine Welt ist das nicht.

Prinzipiell finde ich, dass man(n) für eine Vater- und Mutterschaft psychisch gefestigt sein muss. Das hat weder mit dem Alter zu tun, noch mit der beruflichen Situation, dem Hausbau und den Finanzen. Ich sehe absolut kein Problem damit, wenn Mann oder Frau im fortgeschrittenem Alter Eltern werden wollen. Lieber so, als möglichst jung und dann nicht wissen, was mit dem Kind denn nun machen soll und dass man doch eigentlich doch lieber auf die Piste will. Und zum Pflegefall kann jeder jederzeit werden.
 
  • #11
ich finde "Kinder vorstellbar" nun nicht so schlimm.... Könnte ja sein, dass er eine Frau Anfang 40 kennenlernt, die aber gerne noch ein Kind hätte.
Und außerdem heißt für mich "Kinder vorstellbar" auch, dass dieser Mann dann grundsätzlich nichts gegen Kinder hat, also ist ein LEBEN mit Kindern für ihm vorstellbar und es kommt für ihn auch eine Frau MIT Kindern in Frage - so würde ich es zumindest verstehen.
Dass man mit 50 keine Kinder mehr in die Welt setzt steht für mich außer Diskussion - natürlich nicht!
 
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  • #12
Manche scheinen in den Profilangaben schon nach "Fehlern" regelrecht zu suchen und irgendein Staubkorn findet sich immer. Ein Mann der ü50 noch Kinder denkt, why not? Darf man ab einem gewissen Alter keine Wünsche mehr haben? Du hast eben andere Vorstellungen und gut ist, da muss man doch nicht die Wunschvorstellungen anderer sezieren und ausdiskutieren.
 
  • #13
Und hier die FS.

Ich danke allen (Herren), an die sich meine Frage nicht richtete...

Meine Frage richtet sich an die Frauen in der Runde:

für ihre Ansichten zu Aspekten, nach denen ich nicht gefragt hatte.

Es ist, als hätte man einen Knochen auf den Flur geworfen.

Soll er diesen Frauen dann alle ausschließen?

(Denn so liest es sich doch, wenn er im Profil keine Kinder wünscht, oder?)

Nein - tut es für mich überhaupt nicht. Und so meinen es die Männer auch nicht, die dies in ihr Profil setzen. Die Damen hier werden das bestätigen.

Ältere Eltern legen oft mehr Gelassenheit an den Tag, leben in gesicherteren wirtschaftlichen Verhältnissen.

Na unbedingt!! Ich bin ganz dieser Meinung und sehr froh darüber, selbst ebenfalls etwas später begonnen zu haben. Aber was ist nun "älter"? 30? 45? Oder 60? Jeder von uns hat ein Bauchgefühl -- und meins sagt, dass in dem Moment, wo locker 2 komplette Generationen zwischen Eltern und potentiellem Kind liegen, eine Grenze erreicht ist. Aus vielen und teils recht unterschiedllichen Gründen.

die eigentlich sowieso nur wandelnde Pflegefälle sind...

Das ist eine wirklich SEHR freie Interpretation meines Eingangsposts.

wäre es denn vorteilhafter, wenn ich mich kinderfeindlich zeigen würde, diese Vorerfahrung nicht hätte?

Ist DAS die Alternative? KinderFEINDLICH? Wie ich schon sagte: ein Mann, der "möchte keine Kinder" ausgewählt hat, bringt lediglich zum Ausdruck, dass er keins MACHEN will. In vielen Fällen handelt es sich um Männer, die bereits eigene Kinder haben. Es wäre widerspüchlicher Unsinn, Kinderfeindlichkeit zu unterstellen.

dass ältere Väter sogar überdurchschnittlich gute Quoten aufweisen können, was harmonische, fördernde, konstante Lebensumstände für ihre Kinder betrifft.

Unterstreiche ich gern.

Ein "älterer" Vater ist für mich jemand, der lieber entspannt 20 Jahre vertreichen lässt, statt mit 20 (oftmals überfordert) Vater zu werden. Lässt er weitere 20 Jahre verstreichen, ist er (amS) nicht mehr nur "älter". Aber das ist MEIN Empfinden; geschuldet meinen Erfahrungen und Wahrnehmung.


Liebe Grüße von Frau F


Mod-Kommentar: Bitte beachten Sie, dass es Ihnen nicht freisteht Teilnehmer des Forums auszuschließen. Wir freuen uns stets über Diskussionen zwischen beiden Geschlechtern. Vielen Dank für Ihr Verständnis im Voraus.
 
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  • #14
Ich fände die Aussage "grundsätzlich vorstellbar" prinzipiell nicht schlimm, im Gegenteil:

Zum einen würde ich es auch so auffassen, dass bereits vorhandene Kinder willkommen sind.

Zum anderen finde ich es absolut ok, wenn bspw. ein 50jähriger Mann mit einer jüngeren, sagen wir Anfang 30jährigen Frau ein Kind kriegt.
Die höheren Risiken bei einem älteren im Vergleich zu einem jüngeren Vater sind meines Wissens wesentlich weniger "dramatisch" als bei älteren Müttern im Vergleich zu jüngeren, und klar - eine ganz typische Vaterrolle wird ein so alter Vater im Vergleich mit einem meinetwegen 30jährigen wohl nicht einnehmen, aber für mich ist es am wichtigsten, dass nicht beide Elternteile "alt" sind. Mutter 30 und Vater 50 fände ich ok - dann überschneidet sich die Vater- zwar ein bisschen mit der Opa-Rolle, aber was soll's...heutzutage gibt es viele Kinder, die nur mit ihrer Mutter aufwachsen und wo dann zB ein Opa die Rolle der wichtigsten männlichen Bezugsperson innehat.
 
  • #15
@FrauFausG
"We ich schon sagte: ein Mann, der "möchte keine Kinder" ausgewählt hat, bringt lediglich zum Ausdruck, dass er keins MACHEN will."
Aha da haben wir sie endlich!
Die eine Zentralinstanz, die einzig und alleine den Sinn und die Aussagekraft dieser Profilangabe einzuschätzen weiß. Diejenigen die diese Profilanagbe setzen (wir Männer) haben leider keine Ahnung davon. Danke für die Aufklärung!
 
  • #16
Ich fände die Aussage "grundsätzlich vorstellbar" prinzipiell nicht schlimm, im Gegenteil:
Für mich hört sich die jedes Mals nach nicht Fisch und nicht Fleisch an. Dieses "grundsätzlich vorstellbar“ habe ich aber auch schon bei vielen weiblichen Profilen gelesen und somit ist es kein alleiniges Recht der Männer darauf.
Einfach nur Wischi-Waschi.
In vorangegangenen Beiträgen habe ich gelesen, dass mit "grundsätzlich vorstellbar" bereits vorhandene/mitgebrachte Kinder gemeint sein könnten. Klingt i
Eventuell auch nur ein taktisches Problem, um sich damit keine Chancen im Vorfeld auszuklammern.

Wenn es nur um die Kinder der potenziellen Partnerin geht, dann könnte man dies auch so schreiben.
Beim eigenen Kinderwunsch – NEIN und
bei "dass besondere an mir“ – dass ich keine eigenen Kinder mir wünschen, aber ich nichts dagegen hätte, wenn die potenzielle Partnerin bereits Kinder hat.

Damit wäre dann jede Mutmaßung hinfällig.

Das System bei EP gibt ja leider keine Antwortmöglichkeit "eigene Nein, aber Kinder der Partnerin welcome“ und somit muss man halt ein wenig kreativ agieren. Bei den Antworten auf der 2. Seite ist ja keine Zeichenbegrenzung vorhanden und wenn ja, dann habe ich diese Grenze noch erreicht und das soll was heißen, da ich sehr gerne und viel schreibe.
 
  • #17
Geht es nur mir so, oder möchte die FS hier eigentlich nur ihre persönliche Interpretation mutmaßlicher männlicher Motive zur Schau stellen (und am besten auch recht zahlreich bestätigt bekommen)? Wobei besagte Schlüsse ja ausschließlich anhand einer aus drei Worten bestehenden, im profil voreingestellten Auswahloption getätigt wurden.
Nachdem also 5x Männern hier seitens der Fs prinzipiell Charakterlosigkeit und eine Schmerzbefreitheit beim sich-selbst-Zumuten gegenüber dem eigenen Kind attestiert werden, wage ich mal einige Erweiterungen dieser doch sehr erhellenden Sichtweise komplettiere die Konzeption zum Umgang mit 50+x Männern.

50+x Männer, die sich "Kinder nicht vorstellen oder wünschen" sind nämlich ganz sicher egoistische Kinderfeinde und sollten von Frau daher auch prinzipiell gemieden werden. Ich mein, wer nicht mal bereit ist, sich Kinder VORSTELLEN zu können? Wer weiß, wie kaltherzig und lieblos dieser dann mit Frau umspringt.

50+x Männer, die sich gar nicht vorsorglich äußern zu diesem Punkt, sind aber fraglos die allerschlimmsten. Nicht nur, dass sie ganz sicher rückgratbefreite Waschlappen sind, die einfach keine Stellung zu beziehen vermögen. Sondern sie haben offensichtlich auch etwas zu verbergen. Nämlich entweder ihre Schmerzbefreitheit oder aber ihre Kinderfeindlichkeit. Schließlich kann Mann sich Kinder entweder vorstellen oder Mann kann es nicht. Da gibt es keinen dritten Weg.

Die einzige plausible Schlussfolgerung aus all dem ist, dass die geneigte partnersuchende Frau den Kontakt zu 50+x Männern am besten gänzlich unterlässt, denn wie ich hier ja soeben überzeugend argumentiert habe, offenbart bereits die Kinderfrage, dass sich da schlicht nichts Brauchbares für Frau finden lassen kann.

m44
 
  • #18
Meine Frage richtet sich an die Frauen in der Runde:

Wie geht ihr damit um, wenn Männer ab 50 sich Kinder "grundsätzlich vorstellen" können? (Oder ausdrücklich wünschen.)

Grundsätzlich vorstellbar ist doch eine entspannte Formulierung. Nicht wie Valmont, der unbedingt ein Kind will.
Grundsätzlich vorstellbar heißt doch, dass der 50jährige Mann nichts gegen Kinder hat, fremde Kinder willkommen sind und falls die Frau ein eigenes will, wäre er unter gewissen Umständen auch mit von der Partie.
Für mich hört sich dann positiv an.
Es muss hier eigentlich auch keine Diskussion darüber entbrennen, ob ein Mann mit 50 noch ein Kind zeugen darf/sollte, denn das war ja eigentlich so gar nicht die Frage.

Wenn ein Mann um die 50 eine so viel jüngere Frau (noch) findet, dann ist er in der Regel auch relativ solvent und kann eine Familie gut ernähren inklusive kleinerer und größerer Annehmlichkeiten und dann hat das Kind eben einen alten Vater, aber dafür ein schickes Leben.
Ein Freund von mir hat mit 49 auch das dritte Kind bekommen - die Kleine kommt jetzt in die Schule und er hat schon dran zu knapsen, dass viele sagen "der Opa holt dich ab".... für sein Alter sieht er gut aus, aber eben nicht wie Mitte 30.
Aber die Formulierung an sich finde ich kein Ausschlusskriterium für MICH als Frau und das auch, obwohl ich zwar Kinder habe, aber keine mehr will.
Ich bin total froh, dass ich die anstrengende Kleinkindzeit hinter mir habe und meine Kinder selbständiger werden. Das Leben kommt langsam zurück! :)
 
  • #19
Ein Freund von mir hat mit 49 auch das dritte Kind bekommen - die Kleine kommt jetzt in die Schule und er hat schon dran zu knapsen, dass viele sagen "der Opa holt dich ab".... für sein Alter sieht er gut aus, aber eben nicht wie Mitte 30.

Im Kontext von EP ist der durchschnittliche Vater, bei der Einschulung seines 3. Kindes, aber auch schon lange keine Mitte 30 mehr!

Eine Akademikerin ist bei der Geburt ihres ersten Kindes inzwischen auch schon 30. Der Partner ist statistisch etwas mehr als 4 Jahre älter (bei Nichtakademikern etwas weniger, bei Akademikern etwas mehr). Er ist also bei der Geburt im Schnitt 34 und bei der Einschulung des ERSTEN Kindes runde 40.

Bei der Einschulung des DRITTEN Kindes ist er im statistischen Durchschnitt also deutliche 4x!

Ich finde 10 Jahre älter (der beschrieben Mann ist ja jetzt ca. Mitte 50), als der statistische Durchschnitt, jetzt nicht wirklich weltbewegend!

V.m46

PS: Die zitierten "Mitte 30" sind von der Realität übrigens ungefähr genauso weit weg, wie die Mitte 50 ;)
 
  • #20

Frei formuliert oder als angeklickte Standardantwort? Letzteres kann in der Tat bedeuten, dass der Mann auch offen für vorhandene Kinder der Frau ist.

Abgesehen davon gibt es zwar Menschen mit radikalen Sichtweisen wie
Kinder sollten für mich generell für mich als Frau nur bis 35 bekommen werden und als Mann bis 30.
aber auch solche beiderlei Geschlechts, die irgendwann merken, dass sie doch noch Kinder möchten. Single-Frauen gehen dann zu künstlicher Befruchtung über oder werden "zufällig" mit "irgendwem" schwanger, Männer suchen sich eine geeignete Partnerin. Die größeren Einflussmöglichkeiten liegen hier eindeutig bei den Frauen.
Letztlich ist doch nur wichtig, dass zwei Menschen im Hinblick auf Kinder die gleiche Sichtweise haben.

Wenn es schlecht läuft, hat die (mutmaßlich junge) Kindsmutter den Mann zugunsten eines Jüngeren verlassen und das "Kind" hat mit 30 einen Pflegefall an der Backe... in dem Alter, wo es selbst in der Familienplanung steckt und die Unterstützung seiner Eltern gut gebrauchen kann.

Wenn es gut läuft, werden die beiden "alten" Eltern weit über 90 und die Kinder haben eine glückliche Familie (wie bei einem guten Freund von mir) ohne Pflegefall. Der Standardfall dürfte auch eher sein, dass die Kindsmutter "mutmaßlich" eher über Mitte 30 als "jung" ist.
Wenn es schlecht läuft, verlässt die 25jährige Mutter den 28jährigen "Idealmann" (oder umgekehrt), das Kind wird in den Scheidungskrieg hineingezogen, der Vater landet vor 50 im Pflegeheim (ein anderer guter Freund von mir) und die Kinder haben schon vor 20 einen Pflegefall "an der Backe" oder überhaupt keinen Vater mehr.

Es gibt keine Garantie, dass irgendwas im Leben "gut" läuft, wenn man sich an irgendwelche Regeln hält.

Auf die Persönlichkeit und die Prioritäten eines solchen Mannes wirft das nach meinem Empfinden kein gutes Licht.

Damit dürftest Du grundsätzlich sogar unter Frauen relativ einsam dastehen. Die meisten Menschen dürften Persönlichkeit insgesamt nicht nach einer Einzelaussage beurteilen. Im Allgemeinen sind Menschen, die wohlüberlegt im etwas fortgeschrittenen Alter Kinder in die Welt setzen, verantwortungsbewusst und stehen auf beiden Beinen. Für Frauen, die selbst keine Kinder möchten, fallen diese Männer einfach bei der Partnersuche heraus, umgekehrt ja genauso.
Ich denke, das "schlechte Licht" ist hier, so wie in zahlreichen anderen Fällen auch, schlicht eine Frage der persönlichen Sichtweise und nicht zu verallgemeinern ...
 
  • #21
Danke für die Beiträge... Vor allem Tini_HH, Queen-Cersei und Lebens_Lust bringen mich dazu, meine eigene Sicht zu überdenken.

Liebe Grüße von Frau F : )
 
  • #22
Ich finde deine Betrachtung sehr negativ. Auch bei jüngeren Männern mit Kinderwunsch könntest du Geschichten kreieren, was alles schief gehen könnte, so wie du es hier bei 50 jährigen machst.

Dass ein 50 jähriger sich noch Kinder vorstellen kann, finde ich legitim. Wenn er sich entscheidet, mit einer jüngeren Frau gemeinsam ein Kind zu wünschen, auf ihre Inititative hin, finde ich das sogar sympathisch. Im Gegensatz zu jemandem bspw., der schon Kinder hat, mit einer jüngeren Frau zusammenkommt und stur keine mehr bekommen will.

Insgesamt finde ich 50 jährige auch nicht so alt. Für ein Kind hat jedes Alter Vor- und Nachteile und manche finden immer Gründe, warum jemand zu jung oder zu alt ist, solche Bedenkenträger finden immer etwas.

Es hängt natürlich ganz von der Frau ab und davon, was sie will, ob sie so etwas bei einem potentiellen Partner gut findet oder nicht.
 
  • #23
Wieso soll das eine Lüge sein? Sicherlich muss eine Mann Ü50 damit rechnen , dass eine Frau Kinder mit die Beziehung einbringt. Das ist doch ein sehr häufiger Fall.

Soll er diesen Frauen dann alle ausschließen?
(Denn so liest es sich doch, wenn er im Profil keine Kinder wünscht, oder?)

PS
Außerdem kann man in den heutigen Zeiten des Niedrigzins lernen, dass Blüm viel mehr recht hatte, als wir damals glauben wollten
Ich muss lachen. Macht doch Eure Ausschließeritis mit Euch selbst aus. Ich hatte das seinerzeit als ü50 auch bejaht mit dem Kinderwunsch ("vielleicht", sofern ich mich richtig erinnere) - weil ich nicht a priori eine AE mit einem Kind ausschließen wollte, nicht, weil ich selbst noch welche hätte unbedingt zeugen wollen...
Aus Schaden wurde ich klug: AEs hatten dann recht bald schlechte Karten bei mir, und der Grund entfiel. Längst ist der Grund der Suche entfallen... grins. Wer mich (wegen so einer Angabe, die man jederzeit im Gespräch hätte klären können) ausgeschlossen hatte - hatte eben Pech gehabt. Ganz einfach.
 
  • #24
Frühe oder späte Elternschaft möchte ich nicht bewerten, eigentich Rat das nicht ganz die Frage.

Die Frage Kinder im Profil finde ich in dieser Form schwierig, weil man es durchaus auch auf mögliche, bereits vorhandene Kinder beziehen kann.

Also bei "Nein, ich möchte keine Kinder", potentielle/r Partner/in möchte keine/n Partner/in mit eigenen Kindern, etc.

Bei Ja gehe ich allerdings von einem Wunsch nach eigenen Kindern aus, dieser Mann kommt dann für mich nicht in Frage, ich will keine mehr.
Grundsätzlich vorstellbar ist für mich eine neutrale Aussage, eher das Signal , da mag einer Kinder. Ob er tatsächlich noch (mal) eigene will kann man ja im direkten Kontakt fragen.

Ich sebst bin in meinem Profil den Weg gegangen, Nein zu sagen, und woanders klar zu sagen, dass vorhandene Kinder dazu gehören.

Zum Thema späte Eltern, mal die Meinung meiner Söhne (19/21).

Beide absolut entsetzt, können sie sich für sich gar nicht vorstellen, und würden sie nicht haben wollen.
Meinen Großen fragte ich erst vor 2Tagen, und er stellte sich vor, er wäre mit einer Mutter unterwegs, die irgendwo zwischen 60-65 wäre...Ich bin 47.
Ihr leiblicher Vater ist übrigens 62, der Kontakt ist inzwischen Null, ihr Vater ist der Stiefvater, jetzt 50.

Wie sich nämlich Kinder fühlen mit Eltern, die im Alter von Großeltern sind, fragt keine /r.
Die Vorzüge (?) finanzielle Sicherheit, etc. konnte mein Jüngerer absolut rekapitulieren, er konnte sich bei dieser Frage genau vorstellen, wie es mit älteren Eltern wäre - genau das Bild, das hier so euphemistisch gezeichnet wird.
Er brachte aber die anderen Seiten dazu, damit war für ihn diese Variante absolut uninteressant.

Für beide gibt es zusätzlich den Gedanken, relativ / normal junge Eltern, und dafür in einigen Jahren für die eigene Kinder Großeltern, die fit sind.
 
  • #25
an einen Mann geraten, dem es offensichtlich piepegal ist, ob er seinem Kind einen Uralt-Vater zumutet.
Typisch weibliches Verhaltensmuster nach dem Motto: von allen möglichen Interpretation suche ich mir die für den Mann Unvorteilhafteste heraus, um ihn dann aufgrund eben dieser Deutung zu verabscheuen.

Wo steht denn, daß die Kinder, die für den Mann vorstellbar sind, erst noch geboren werden sollen? Angenommen, die Frau wurde mit knapp 40 Mutter, dann könnte dieses Kind 10 Jahre später einem gleichaltrigen Mann durchaus willkommen sein. „Kinder vorstellbar” bringt diese Grundhaltung exakt auf den Punkt.

Was bitteschön soll daran verwerflich sein?
 
  • #26
Zum Thema späte Eltern, mal die Meinung meiner Söhne (19/21).

Beide absolut entsetzt, können sie sich für sich gar nicht vorstellen, und würden sie nicht haben wollen.
Deine Söhne sind eben anderes gewohnt, was soll die subjektive Meinung zweier Jungs aussagen? Deine Kinder haben, wie du schreibst, noch nicht einmal Kontakt zu ihrem leiblichen Vater, inwiefern können diese also das Alter des leiblichen Vaters einschätzen?

Ich kenne (erwachsene) Kinder älterer Eltern, die es wiederum genauso wie ihre Eltern machen wollen, weil sie das so kennen und die Vorzüge gutheißen.

Dass manche nicht über ihre eigenen Verhältnisse hinaus blicken können, ist nichts neues. Genauso ist es mit sehr jungen Eltern, auch dort finden manche Gründe, warum die noch nicht reif für Kinder seien. Finde ich genauso unsinnig. Jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile. Ich glaube, es ist nicht einmal notwendig diese aufzuzählen, am Ende zählt der Charakter der Eltern und ob es liebevolle Eltern sind. Unsinnig, dass sich da irgendwer rechtfertigen oder vergleichen müsste.

Manchen 50 jährigen kann ich mir als außerordentlich liebevollen und vorbildhaften Vater vorstellen im Gegensatz zu manchen verantwortungslosen und unreifen jüngeren, die von nichts eine Ahnung haben und sich nur um sich selbst und ihre Gefühlswelt kreisen (natürlich trifft das wie immer nicht auf alle zu). "Störrische Alte" fände ich andererseits nicht so super als Eltern. Es kommt auf den individuellen Charakter an, in jedem Alter.
 
  • #27
Hier noch mal die FS :)

Wie ich vor ein paar wenigen Posts schon sagte, bin ich nach etlicher konstruktiver Kritik und geäußerter Sichtweisen der Meinung, dass ich in der Tat meinen eigenen Blickwinkel verändern sollte.
"Erstmal" hat sicher jeder von uns eine Meinung zu einem Thema. Wenn man sich ihrer SO sicher wäre, würde man sie (vor allem hier) wohl kaum äußern -- und damit "Angriffsfläche" bieten bzw. wissentlich eine Kontroverse heraufbeschwören. Dass ich auch Meinungen hören werde, die meiner Eigenen nicht nur entgegenstehen sondern diese sogar verändern könnten, war mir bewusst. Und Sinn der Sache.
Ziel erreicht :)
 
  • #28
@ FrauFausG: Glückwunsch. Nicht jede(r) hier hat die Größe dazuzulernen - statt nur nach Bestätigung der eigenen Vorurteile zu suchen.
 
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