• #1

Psychologie: Frauen erscheinen als Sexobjekte? Eure Meinung!

Hier der betreffende Spiegel-Artikel:
http://www.spiegel.de/gesundheit/ps...-der-wahrnehmung-als-sexobjekte-a-835984.html

Ich frage mich als was Frauen denn sonst wahrgenommen werden wollen?

Der Mann schaut bei einer Frau immer, ob sie dazu taugt Nachwuchs zu gebären und aufzuziehen. Die Frau guckt beim Mann immer darauf, ob er als Beschützer und Ernährer taugt. Das ist in der Natur des Menschen verankert und lässt sich auch nicht weg-erziehen. Sollte man diese natürlichen Triebe unterdrücken, führt das zu Depressionen und anderen seelischen und körperlichen Krankheiten.

Welche Beleidigung kränkt eine Frau mehr? "Du bist dumm" oder "Du bist fett"? Und dann sollten sich die Frauen mal fragen, ob sie für die Weise wie sie betrachtet werden, nicht teilweise selbst verantwortlich sind. Wenn ich im Sommer durch die Fußgängerzone gehe und 13-jährige Mädels bauchfrei in hautengen Hotpants & Kleidern, durchschimmernden Strings und dünnen Tops sehe, zusätzlich noch behängt mit billigem Modeschmuck, ist es doch klar, dass schon junge Mädchen in Richtung wandelnde W....vorlage erzogen werden.

Viele Frauen wollen anscheinend auch nur Sexobjekt sein. Zumindest versuchen sie optisch und kleidungsmäßig eine auf verführerisch zu machen! Und sie genießen es sichtlich :=D

Grüße und Danke für die Teilnahme an der Diskussion!
Femanzipiert
 
  • #2
Ich stimme absolut zu. Der Hinweis auf die Kleidung der meisten Frauen trifft voll ins Schwarze.

Ich denke, dass viele Frauen sich eigentlich geschmeichelt fühlen, wenn sie von Männern als geiles Sexobjekt wahrgenommen werden. Das heißt nichts anderes, als dass sie besonders attraktiv und sexy sind. "Sexobjekt" wird zwar oft als abwertend wahrgenommen, aber dieser Begriff bedeutet eben auch "Attraktivität", "Verführung", "Sexiness" und "Erotik".

Eine weitere Konnotation des Begriffs hat mit männlicher Dominanz zu tun: Die Frau wird vom Mann (nur) als Sexobjekt gesehen; der Mann benutzt die Frau (nur) für sein eigenes Vergnügen. Manche Frauen finden ein solches dominantes Verhalten erregend, vor allem, wenn die Frauen eine Neigung zur Unterwürfigkeit haben. Feministen sehen das natürlich anders.
 
  • #3
Ich bin weder Psychologe, noch kenne ich mich mit deren Erhebungsmethoden aus. Aber die Schlussfolgerung, die aus dem Experiment gezogen wurde, halte ich für sehr fragwürdig.

Dass Männer leicht bekleidete Frauen vergleichsweise besser wiedererkennen, selbst dann, wenn sie auf dem Kopf stehen, ist eigentlich keine große Überraschung. Und soweit ich weiß, checken auch Frauen, noch bevor sie sich der Bewertung der Männer zuwenden, unterbewusst zunächst die weibliche Konkurrenz ab. Kein Wunder also, dass sich beide Geschlechter auf die Fotos der Frauen konzentrierten bzw. diese besser in Erinnerung behielten. Zumal die Fotos wohl nur kurz gezeigt wurden, d.h. nicht viel Zeit zur Memorierung blieb.

Daraus den Schluss zu ziehen, Frauen werden als Objekte wahrgenommen, nur, weil auf dem Kopf stehende Gebäude ebenfalls leichter wiedererkannt werden, halte ich für eine ziemlich gewagte Interpretation.

Aber Du liegst meiner Meinung nach richtig bzgl. der Wahrnehmung der Geschlechter: Frauen und Männer wollen von ihrem Pendant natürlich auch als Sexobjekte wahrgenommen werden. Die wenigsten möchten aber nur auf diese Facette reduziert werden.

Bei Frauen ist der Drang nach sexueller Aufmerksamkeit eben naturgemäß stärker ausgeprägt, weil sie das "lockende Geschlecht" sind.
 
G

Gast

  • #4
FS! Hast Du Dir überhaupt den Artikel durchgelesen oder nur die Überschrift?!?

Keine Mensch hat ein Problem damit vom anderem Geschlecht als Sexualpartner angesehen zu werden - also wenn er Hetero ist.

Das was Du als die Grundbedürfnisse der Menschen bei der Fortpflanzung aufzählst, hat nichts damit zu tun, ob man deswegen einen Menschen nur als ein Objekt empfindet. Kein Mann würde die Mutter seiner Kinder als Gegenstand sehen.

Im Artikel geht es darum - warum nackte Männer und Frauen sowohl von Männer als auch von Frauen verschieden wahrgenommen werden.

Eine Frau könne auch nackt auf der Straße rumlaufen, es hat trotzdem kein Mensch das Recht sie als Objekt, welches keine Gefühle und Bedürfnisse hat, zu betrachten. Weil so behandelt man nur Gegenstände.

Ein Mann egal wie nackt und attraktiv er ist, möchte ja auch nicht nur als Penisfortsatz angesehen werden. Gut die hässlichen Männer würden gerne so gesehen werden. Aber von denen ist nicht die Rede.
 
  • #5
Noch zwei zusätzliche Kritikpunkte am Experiment:
  • Die Anzahl der ProbandInnen ist mit 78 Personen relativ gering. Fraglich, ob man somit ein repräsentatives Ergebnis erzielen kann.
  • Der Artikel verliert leider kein Wort über die Bedingungen der Kontrollgruppe. Vermutlich müsste man das Experiment doch mit anderen Probanden und Fotos von komplett bekleideten Männern und Frauen durchführen, um sicherzustellen, dass keine generelle Tendenz zur Objektivierung von Frauen besteht. Würden Männlein und Weiblein auch bekleidete Frauen besser wiedererkennen, müsste doch die Interpretation zur Kategorisierung der Frau als Sexobjekt hinfällig sein?
 
  • #6
Ich noch mal ... Das Thema scheint mich zu beschäftigen, also danke für die interessante Frage.

Viele Frauen wollen anscheinend auch nur Sexobjekt sein. Zumindest versuchen sie optisch und kleidungsmäßig eine auf verführerisch zu machen! Und sie genießen es sichtlich :=D

Also vorausgesetzt, ich bin nicht mit der groben Kasperklatsche gepudert, bzw. habe den Artikel richtig verstanden, scheint hier ein Missverständnis deinerseits vorzuliegen.

Meines Erachtens will die Erhebung nicht darauf hinweisen, dass Frauen teils alleine auf ihren Körper reduziert werden (= Sexobjekt). Das würde wohl jeder bestätigen können, der schon einmal Werbung gesehen hat.

Nein, die belgischen und US-amerikanischen Forscher wollen herausgefunden haben, dass halbbekleidete Frauen in der Wahrnehmung tatsächlich als Gegenstände repräsentiert werden (= leblose Objekte).

Möglicherweise ist dem ja auch so. Aber eine Studie, die solch krasse Schlüsse zieht, wüsste ich gerne zwei- bis dreimal überprüft.
 
  • #7
Meine Theorie ist, dass in der jungen, attraktiven Phase die meisten (nicht alle) Frauen maximal mit ihren Reizen spielen und auch als sinnliche, verführerische Sexobjekte gesehen werden wollen (und dies auch werden) ab einem bestimmten Alter aber verfliegen diese Reize und diese Frauen (die große Mehrheit) wollen eben nicht mehr als Sexobjekt gesehen werden, wobei sie aber eigentlich damit nicht sich selbst meinen, sie selbst werden ohnehin nicht mehr so sehr als solches betrachtet, sie wollen, dass Männer auch die anderen sexy Mädels nicht mehr als solche wahrnehmen.
Ist doch bei den (meisten) Männern das gleiche, jünger definiert man sich mit Muskeln, Sport und Schürzenjagd, sobald die Luft dann im Alter dünner wird behauptet man das wäre bei einem Mann nicht so wichtig, es ginge mehr um "Lebenserfahrung" und ein echter Mann soll einen Bauch haben...beides gleich lächerlich. :)
M30
 
  • #8
Ich betrachte das mal von dieser Seite aus:
In jungen Jahren liegt der Schwerpunkt der Geschlechter auf Paarung und ggf. Fortpflanzung. Damit ist es eigentlich nachvollziehbar, daß der Schwerpunkt oder der primäre Paarungsantrieb sexueller Natur ist. Natürlich ist es richtig, wenn man hier von Sexobjekten sprechen kann, wobei diese auch Männer sind. Im Zuge des Genderismus/Feminismus wurde dieser an sich korrekte Begriff negativ belegt. Dabei hört man speziell von jungen attraktiven Frauen, daß sie genau als das betrachtet werden wollen. "Ich will von Dir begehrt werden! Begehre mich! Benutze mich!"

Daß sowas den von der Natur nicht besonders begünstigten Frauen nicht paßt, liegt auf der Hand. Trotzdem setzt die Werbeindustrie auf "sex sells". Da nützen keine ideologisch motivierten Umdeutungen. Letztendlich punkten Frauen in erster Linie mit ihrem Äußeren, was sie dann auch unbewußt zur Schau stellen oder mit Make-Up und Düften zusätzlich betonen.

Allein die Beschränkung auf die rein geistig-ideelle Ebene wird für ein aktives Paarungsbedürfnis nicht reichen. Passives Paarungsbedürfnis gibt es auch, aber das existiert mangels besserer Alternativen.
 
P

Provence

  • #9
Bei Frauen ist der Drang nach sexueller Aufmerksamkeit eben naturgemäß stärker ausgeprägt, weil sie das "lockende Geschlecht" sind.
Das ist eine hübsche These (oder etwas unglücklich ausgedrückt?). Ich glaube es ist eher umgekehrt: ihr Drang nach sexueller Aufmerksamkeit zieht (manchmal) die Bezeichnung »lockeres Geschlecht« nach sich ...
 
  • #10
Dem stimme ich mit meinen reichhaltigen Welterfahrungen zu 100% zu, ohne Abstriche zu machen! Ja, es ist so! Frauen verkaufen sich über ihre Weiblichkeit, Männer fallen darauf rein, da sie weitaus mehr Lust auf Sex haben, als Frauen! (m)
 
G

Gast

  • #11
Ich halte die Studie auch für fragwürdig. Meiner Ansicht nach greift sie außerdem zu kurz. Diverse Studien aus z. B. Marktforschung und Werbung scheinen mir mehr Gewicht und Aussagekraft zu haben.

Ich denke, dass viele Frauen sich eigentlich geschmeichelt fühlen, wenn sie von Männern als geiles Sexobjekt wahrgenommen werden. Das heißt nichts anderes, als dass sie besonders attraktiv und sexy sind. "Sexobjekt" wird zwar oft als abwertend wahrgenommen, aber dieser Begriff bedeutet eben auch "Attraktivität", "Verführung", "Sexiness" und "Erotik".

Eine weitere Konnotation des Begriffs hat mit männlicher Dominanz zu tun: Die Frau wird vom Mann (nur) als Sexobjekt gesehen; der Mann benutzt die Frau (nur) für sein eigenes Vergnügen. Manche Frauen finden ein solches dominantes Verhalten erregend, vor allem, wenn die Frauen eine Neigung zur Unterwürfigkeit haben. Feministen sehen das natürlich anders.

Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass Frauen sich dieser Wirkung durchaus bewusst sind und sie zum Teil hemmungslos zum Teil unbewusst einsetzen. So könnte der scheinbar dominante Jäger in Wahrheit ebenso ein zielstrebig in die richtige Richtung dirigiertes Opfer sein.
 
W

wahlmünchner

  • #12
Sowohl der Versuchsaufbau als auch die These, das Objekte auf dem Kopf besser erkannt werden und deshalb die nackte Frau ein Objekt sein soll, halte ich für völlig sinnbefreit.
Da müsste man viel mehr reinbringen ob zB komplexere Gebäude im Vergleich miteinander noch so gut unterschieden werden können... Wie viele Sekunden der Blick auf die Frauen und Männer stattgefunden hat und wohin: Körper oder Gesicht . ( Gesichter erkennt man kopfstehend schlechter als Körper )Ob ev die Frauen sehr verschieden in der Färbung ( Hautfarbe , ev bunte Unterwäsche war) auf dem Foto war und deshalb besser zu erkennen...
Die Frage ist auch: was für einen Nutzen hätte es etwas als Objekt ( seelenlos) zu betrachten, was tatsächlich lebendig und ev auch wehrhaft ist.. Glaube nicht an einen wahren Kern in diesem Versuch
Sorry aber auch eine Versuchsgruppe von unter 100 Personen ... Es ist alles sehr schlecht aufgebaut.
Was jetzt der Fragenaufbau der FS betrifft:
Was hat deine Frage mit dem Artikel zu tun?
Es geht um die Wahrnehmung der Menschen, die angeblich unbekleidete Frauen nicht als Lebewesen sondern als Objekt ( leblos) einordnet.
Meine Frage an dich: glaubst du das?

Die andere Sache ist, das Frauen ihren Selbstwert oft von Lob ihres Aussehens beziehen. Ja, sie wollen wahrgenommen und respektiert, wenn nicht sogar hofiert werden.
Ganz bestimmt nicht gegen ihren Willen benutzt und ausgebeutet .
Oder glaubst du wirklich, dass Frauen benutzt werden und als unmündiger Mensch betrachtet werden wollen?
 
W

wahlmünchner

  • #13
Ach ja:
Du bist dumm ist einer der zerstörerischsten Sätze die sich in der Kindheit in einem Menschen festsetzen können.
Gegen Fett kann etwas getan werden... Aber dumm fühlen können sich noch fertige Professoren
 
  • #14
Das ist eine hübsche These (oder etwas unglücklich ausgedrückt?). Ich glaube es ist eher umgekehrt: ihr Drang nach sexueller Aufmerksamkeit zieht (manchmal) die Bezeichnung »lockeres Geschlecht« nach sich ...

Nein nein, nicht "lockeres", sondern "lockendes Geschlecht". ;)

Damit wollte ich lediglich sagen, dass Frauen als umworbenes Geschlecht (= passiv) stärker darauf bedacht sein müssen, ihre sexuellen Reize durch Make-up, Kleidung, etc. hervorzuheben, um werbende Männer (= aktiv) anlocken zu können. Selbstredend ist die sexuelle Selbstdarstellung in der Regel nur ein Puzzleteil der Gesamtpräsentation.
 
G

Gast

  • #15
Zitat von Femanzipiert:
Ich frage mich als was Frauen denn sonst wahrgenommen werden wollen?
Nicht als Objekt. Wirst du als Objekt wahrgenommen, bist du nur Mittel für irgendeinen Zweck für irgendwen. Zum Sex, wegen des Geldes usw.

Du machst den Fehler, den viele machen, und denkst Dir, Frauen ziehen sich so an, damit DU erregt wirst (wenn Du ein Mann bist). Du bist aber sicher meist gar nicht gemeint.
Das ist genauso wie Menschen sich von Menschen provoziert fühlen, die anders als üblich angezogen sind (Transvestiten z.B.). Die machen es für sich, weil sie sich so gefallen, nicht um Dich zu ärgern.

Die Frage ist jetzt, warum sich Frauen, die sich aufreizend anziehen, genau so gefallen. Und da denke ich schon, dass sexy aussehen, also dem anderen Geschlecht in den Schritt funken, DER Punkt ist.
Aber das Primäre dabei ist: als Konkurrenz mit den anderen Frauen und für die paar Typen, von denen diese Frauen Selbstbestätigung bekommen wollen oder die sie wirklich als Partner/Sexgespielen/... haben wollen. Nicht jeder, der in den Ausschnitt glotzt, ist gemeint, und dann natürlich sauer, wenn er ne Abfuhr kriegt.
Kennst Du nicht den Ausspruch, dass Frauen sich nur für andere Frauen anziehen. Da steckt durchaus Wahrheit drin.

UND: Eine Frau muss sich gar nicht so anziehen, um sexy gefunden zu werden. Das wissen die meisten Frauen aber nicht. Jeans und Shirt reicht aus, man sieht nicht billig aus, als würde man nur um Beischlaf werben, und Männer, die NUR auf Objekt-Sex aus sind, lassen einen zumindest in dieser Hinsicht in Ruhe. (Dass man trotzdem noch Objekt werden kann, das ohne eigene Bedürfnisse die Wünsche eines Partners erfüllen soll - und das nicht im Sinne von Sex, sondern als hingebogene perfekte Partnerin - steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Aber das erleben auch viele Männer in ihren Partnerschaften, wenn sie erstmal "das Halsband um haben".)

Zitat von Femanzipiert:
Welche Beleidigung kränkt eine Frau mehr? "Du bist dumm" oder "Du bist fett"?
Keine. Seine Meinung darf jeder gern haben und wenn er keine Manieren hat, auch laut aussprechen. Aber seine Meinung hat keine Relevanz für mich, denn: Wer ist das?
 
G

Gast

  • #16
Wie alt bist du? Ich bin 33. Ich habe diverse Phasen in meinem Leben hinter mir.

Es ist doch ganz einfach: will ich einen Mann scharf machen, schmeiß ich mich als Sexobjekt in Schale.

Will ich Abstand und Respekt von den Schmierlingen und Nervensägen, kleide ich mich männlich und will Härte und Distanz ausstrahlen.
Der Wechsel gelingt mir heute sehr gut. Ich bin meistens androgyn unterwegs, weil ich von der Bevölkerung Abstand suche, nach der Form: "sprich mich bloß nicht an!".

Als was ich gesehen werden will? Als nichts. Ich bin für meine Umwelt weder existent noch greifbar. Ich schaue, dass ich mich von den Männern von denen ich nichts will, strikt distanziere.

Sexobjekt sein kostet persönliche Energie. Von Männern wird man degradiert, nicht für voll genommen, als das Püppchen gesehen, das nichts zu sagen hat oder man muss sexuelle Witze unter der Gürtellinie dulden, die verletzen. In der Partnerschaft wird man als Dummchen hingestellt und respektlos behandelt. Als junge Frau in den 20ern hat man damit viel zu kämpfen, das noch weite Trangweite bis über die 30er hat, wenn man nicht schafft, aus seiner braven-Mäuschen-Rolle rauszukommen.
Weitere nachteile: Jeder Schmierling will was von einem und denkt, er ist der große Macker. Wenn der Mann scharf ist, ist das ja ok, aber 99,9% aller Männer sind das nicht. Dann fangen MÄnner an, einen als Schlampe zu betitelt, oder dass man mit ihnen im Bett war. Ruf ist schnell geschädigt als Sexobjekt. Das geht an die persönliche Substanz. Es ist nicht einfach eine Frau zu sein.

Es ist nur bedingt ein Kompliment, partout und übermäßig als "geile Bombe" angesehen werden. Die Nachteile überwiegen.
 
  • #17
Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, muss ich sagen, dass 99% aller Frauen beim Flirt, ah was, eigentlich bei jedem privaten Kennenlernen, eher mit ihren weiblichen Reizen kokettieren als mit Ihrer Intelligenz, Bildung oder gar Charakter und Werten. Ich sehe beim Flirtverhalten der Geschlechter - mit Ausnahme der gestiegenen Initiative und des Konsum- und Anspruchsdenkens der Frauen - keine großen Veränderungen in den letzten drei Jahrzehnten. Die Männer prahlen weiterhin mit Stärke (physisch, finanziell,...) und Erfolg (beruflich, finanziell, ...) und die Frauen weiterhin...na, ihr wisst schon.
Natürlich gibt es Ausnahmen, aber wie weit spiegeln sie die Gesellschaft wieder?
 
  • #18
Dumm empfinden nur die Dummen als Beleidigung.

Eine der wichtigsten Lebensregeln:
"Sage keinen Dummen, daß er dumm ist."

An dieser Weisheit ist mehr dran als man denkt. Der wirklich Dumme ist so dumm, daß er nicht einmal weiß, daß er dumm ist.

Schlimmer sind dann schon so gedankenlose Äußerungen wie "Du siehst scheiße aus." oder "Du bist nicht tageslichttauglich."
 
G

Gast

  • #19
Für Frauen geht es um was anderes.

Die "schönen Frauen" und Sexobjekte vertuscheln meist etwas: ihre Schüchternheit, ihre Hemmungen, ihre Bildung, ihre Ängste, ihr Selbstbewusstsein, ihre persönlichen Defizite.

Ich wurde früher als Sexobjekt gesehen und habe diesen Teil an mir besonders gepflegt. Warum? Ich hatte eben oben genannten persönliche Defizite. Ich habe gestottert, ich konnte mich nicht richtig artikulieren, ich war ein Mitläufer und Ja-sager, ich habe zu leise geredet, ich war schüchtern, ich hatte nichts über mich zu erzählen. Ich hatte nichts, um mich in der Geselleschaft anders durchsetzen oder einen Partner zu finden, der mich persönlich interessant findet, als durch meine Optik. Meine Optik war Bombe. Das hat gewirkt, wo ich persönlich stagniert habe. Aufgrund meiner Art fand mich jeder Mann langweilig, aber die Optik hat immer gezogen - zumindest fürs Bett. Für nähere Kennenlernen kamen dann die eigentlichen Probleme zum Vorschein.
Die Optik ist also die Eintrittskarte für viele Dinge.

w
 
  • #20
Diverse Studien aus z. B. Marktforschung und Werbung scheinen mir mehr Gewicht und Aussagekraft zu haben.

Das ist ein sehr interessanter Einwand. Die Werbung setzt schon seit Jahrzehnten erfolgreich halbnackte Damen als angestrebtes Ideal ein, um insb. bei der weiblichen Zielgruppe Bedürfnisse zu wecken. "Kauf Produkt xy und du wirst so begehrenswert, wie die hier gezeigten Models" heißt doch das unterschwellige Motto.

Da wohl niemand der Repräsentation eines (leblosen) Objekts nacheifern würde, scheint zumindest im Falle der Frauen schlüssig, dass sie die Models sehr wohl als Personen wahrnehmen. Vielleicht sogar in der Rolle eines Vorbilds oder einer Identifikationsfigur.
 
G

Gast

  • #21
Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, muss ich sagen, dass 99% aller Frauen beim Flirt, ah was, eigentlich bei jedem privaten Kennenlernen, eher mit ihren weiblichen Reizen kokettieren als mit Ihrer Intelligenz, Bildung oder gar Charakter und Werten.
Warum wohl? :D
Ich kenne eine, die mit Intelligenz punkten wollte. Kannst du knicken, dass Männer darauf abgefahren sind. Sie wollen schon ne Intelligente, aber nicht eine, die damit kokettiert.
Es MUSS über die Optik gehen, und da hatte sie nach Meinung des Typen, den sie toll fand, nur große Brüste zu bieten. Das und ihre Gefühle für ihn nahm er mit als jahrelange Affäre, seine Freundinnen dagegen waren weibchenhafte Tänzerinnentypen, die sich gern stylten und teilweise recht eitel daherkamen.

Es ist aber ein Unterschied, ob man Sexobjekt ist oder ein ansprechendes Äußeres hat. Das Sexobjekt kann den Rock nicht kurz genug haben und schreit es in die Welt hinaus, um als sexy bemerkt zu werden. Die sexy Frau muss sowas nicht tragen, um sexy gefunden zu werden und kann trotzdem mit weiblichen Reizen punkten.
 
G

Gast

  • #22
Das sind Männer, die ständig an Sex denken und alles als sexuelles Signal interpretieren, nicht junge Mädchen. Das ist ein folgendschweres Mißverständnis.

Junge Mädchen, die bauchfrei in Hot Pants und High Heels durch die Fußgängerzone stolzieren, wollen Aufmerksamkeit, wollen schön sein, die denken dabei hauptsächlich daran, schöner auszusehen als ihre Freundinnen, als Models o.ä. - An Sex denken die meisten da gar nicht und bedenken auch meist nicht, dass sie Männer damit aufgeilen.

Ein Mädchen, das tief dekolltiert herumläuft, hat bemerkt, dass ihr Busen schöner, auffälliger ist als der anderer Mädchen und zeigt ihn deshalb, so wie andere ihre sehr langen Haare usw.

Dass es jungen Mädchen darum geht was modern ist und nicht was sexy ist, sieht man ja an manchen Modeerscheinungen, die Männer gar nicht sexy finden, wie dicke, klobige Fellschuhe, klobige Plateauschuhe, lange Röcke usw., die tragen Mädchen aber trotzdem, wenn sie modern sind. Da ist es völlig egal, ob die Mode sexy aussieht, Hauptsache etwas ist IN. Das widerlegt ja wohl eindeutig die These, dass Mädchen als Sexobjekte gesehen werden wollen und sich deshalb so kleiden!

Mädchen gehen mit der Mode, die wenigsten wollen als Sexualobjekte gesehen werden. Das denken Männer nur, weil sie sich in ihrer Permanentgeilheit nichts anderes vorstellen können!
 
  • #23
Ich hatte mal einen Freund, der gestand mir, dass ihm am ersten Date mein "sexy Arsch" sofort aufgefallen wäre.

Die Beziehung ist auseinander heute. Nicht deswegen, aber er hielt mich wirklich für dumm. Das gab er mir auch oft zu spüren. Mein äusseres gefiel ihm bis zum Schluss. Ich möchte allerdings auch für anderes geliebt werden als für schöne Augen oder einen schönen Arsch. Für die Genetik hat man nichts getan.
 
  • #24
Irgendwie habe ich das Gefühl, daß da seitens einiger der heute so "modernen" Frauen die Realitäten verdrängt werden. Ihre "Blütejahre" werden der Karriere geopfert und anschließend sind sie für die meisten Männer nicht mehr so interessant. Obwohl sie reifungsmäßig wesentlich mehr bieten können sollten, eifern sie optisch den 20 bis 30j. Frauen nach, was dann schon sehr albern rüberkommt. Daß akademische Grade sexuelle Reize nicht ersetzen, wird ignoriert. Dann geht das hier häufig zu lesende Gejammer los. Die weibliche Konkurrenz steht schon bei Fuß, wenn es sich um einen interessanten Mann handelt. Da kann es leicht passieren, daß eine Jüngere oder Hübschere den Fuß schon in der Tür hat, bevor die Ü40 noch nicht ans Ende ihrer NoGo-Liste angelangt ist.

Bemerkenswert fand ich auch, daß Ü40-Frauen schreiben, daß sie keine Altenpflegerinnen werden wollen. Auf solche Ideen kommt keine Ü20, wenn sie sich in einen Ü40-Mann verliebt. Sie liebt ihn und das reicht ihr.
 
  • #25
Frauen kleiden sich nicht aus reinen Zweckmäßigkeitserwägungen heraus anders als Männer. Jeder enge Rock, jedes Kleidungsstück was obenrum auch nur irgendwie körperbetont ist, zielt ja auf die sexualisierte Präsentation des eigenen Körpers ab. Wieso können Frauen nicht eine normale Hose und ein normales Hemd tragen? Sogar "schlichte" Blusen sind so geschnitten, dass sie die Kurven betonen - warum ist das so? Frau will eben zeigen was sie hat und das finde ich auch gut (klar!) :love::=))

Aber dann soll man sich auch nicht beklagen, wenn man auf die Dinge reduziert wird, die man dem Gegenüber direkt unter die Nase hält. Wer so oft sein Aussehen und seine Reize einsetzt, um etwas zu erreichen, muss halt damit leben, dass er irgendwann darauf reduziert wird. Jede Strategie, Ziele zu erreichen, hat eben ihren Preis. Wäre ja auch noch schöner, wenn es anders wäre.
 
  • #26
Angenommen: FKK-Strand nur mit nackten Frauen. Keine von ihnen fühlt sich dabei als Sex-Objekt. Erst dann, wenn ein Mann auftaucht.

Nacktheit. Solange die Mädchen keinen Busen haben, fühlen sie sich "oben ohne" nicht als nackt. Und erst recht nicht als Sex-Objekt.

Frauen und Bekleidung, Kosmetik etc.: Wann und wie entstehen deren Vorlieben ?

Wenn ein Mädchen mit Barbie-Puppen spielt, dann hat sie in diesem Alter noch kein Interesse, sexy auszusehen. Sondern die Barbie-Puppen vermitteln eine Form und Ausdruck von Weiblichkeit. Die man auch als sexy bezeichnen könnte, aber diese Mädchen (noch) nicht als sexy empfinden.

Erst später in der Pubertät kommt die Entwicklung der sexuellen Komponente hinzu. Aber dann spielen die Mädchen nicht mehr mit Barbie-Puppen, sondern kleiden und verschönern sich selber.

Islamische Länder und ggf. deren rigide Kleidungsvorschriften für Frauen. Die Frauen werden damit m.E. vor sexuellen Übergriffen geschützt, aber sie fühlen sich in ihrer Weiblichkeit stark eingeschränkt und gehindert. Die sie dann zuhause in geschlossenen vier Wänden ausleben. (z.B. westliche Kleidung, Damenschuhe mit hohen Absätzen, Kosmetik, etc. Weil außerhalb dürfen sie es dort nicht.

Wenn Frauen sich betont weiblich anziehen, schminken etc., dann meistens um sich betont weiblich zu fühlen. Das Ziel: Sexuell anziehend auf Männer wirken, kommt auch vor, aber nicht immer oder nicht immer primär.

Viele Frauen mögen es, auch mal betont sexy zu wirken. Und die erregten Blicke der Männer zu "spüren." Aber in diesem Moment haben sie nicht unbedingt auch den Wunsch nach Sex. Da irren viele Männer.

Wenn sogar ich als Mann das kapiere, dann sollten es die anderen Männer auch kapieren. Aber das ist leider oft zuviel verlangt. Und wer halt "schwanzgesteuert" ist, dem interessiert nichts Anderes, als seine Bedürfnisse.
 
G

Gast

  • #27
Wenn sogar ich als Mann das kapiere, dann sollten es die anderen Männer auch kapieren.

Bernd, selbst ich als Frau, habe nicht immer so viel Verständnis für das Verhalten einiger Frauen - wo Du ihnen Honig ums Maul schmierst und ihre Situation angeblich nachfühlen kannst. Dann erwartest Du von all den anderen Männern, dass sie sich in das Seelenleben der Frau einfühlen können?

Was sicher kein Mensch möchte, ist als Gegenstand, als ein Objekt betrachtet zu werden, die zu Befriedigung der eigenen Bedürfnisse benutzt werden.

Gut es gibt Menschen, die stehen drauf beim Sex auch benutzt zu werden aber nicht von jeder X beliebigen Person.
 
G

Gast

  • #28
Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, muss ich sagen, dass 99% aller Frauen beim Flirt, ah was, eigentlich bei jedem privaten Kennenlernen, eher mit ihren weiblichen Reizen kokettieren als mit Ihrer Intelligenz, Bildung oder gar Charakter und Werten. Ich sehe beim Flirtverhalten der Geschlechter - mit Ausnahme der gestiegenen Initiative und des Konsum- und Anspruchsdenkens der Frauen - keine großen Veränderungen in den letzten drei Jahrzehnten. Die Männer prahlen weiterhin mit Stärke (physisch, finanziell,...) und Erfolg (beruflich, finanziell, ...) und die Frauen weiterhin...na, ihr wisst schon.
Natürlich gibt es Ausnahmen, aber wie weit spiegeln sie die Gesellschaft wieder?

Bitte ich (w, blond, langhaarig und -beinig, aber nicht besonders aufgehübscht) habe das versucht! Mir ging das übliche Geschleime der Herren auf die Nerven und ich wollte vernünftige Gespräche führen - und hatte sogar die passenden intellektuellen Gesprächspartner. Leider hatte ich den Eindruck, "Mann" hört mir gar nicht zu.... Das Einzige was "Mann" wollte war mich zu betatschen.
Ich habe nachgelesen und erfahren, dass "der Mann an sich" im Angesicht der Weiblichkeit gar nicht anders kann als kopfmäßig auf "Jäger" umzuschalten.
 
  • #29
Lieber FS,
die wenigsten Frauen wollen als Sexobjekt von allen Männern angegiert werden, oft noch nichtmal von einem.
Selbst mit 15 habe ich mich nicht sexy zurecht gemacht, um Jungs anzugraben. Ich wollte auch damals schon zuerst als Mensch gewertschaetzt werden. Das Interesse eines ausschließlich sexuell motivierten Mannes empfinde ich als Beleidigung, insofern habe ich keinen Grund diesen primitiven Trieb eines Schmierlings bei ihm auch noch anzuheizen.

Während die meisten Männer sich hier beschweren, wie unsexy deutsche Frauen sind, machst Du ein Megafass auf, als wäre die Innenstadt nur von Freizeitnutten bevölkert - hmmm, ich sehe nur alle paar Tage mal eine und ich bin jeden Tag in einer Millionenstadt unterwegs.
Ich gebe den Männern recht, die über Jack Wolfskin-Jacken und bequeme Schuhe jammern, weil unsexy, aber massenhaft vertreten. hotpants sind im Hochsommer deutlich weniger zu finden. Daraus kann man schlussfolgern, dass die meisten Frauen keinerlei Wert darauf legen, die Männer anzuheizen und die 13-jaehrigen wissen doch garnicht was sie tun.

Da hast Du eine Schlagzeile aber fett aufgeblasen, überdimensioniert und gehst voll an der Realität vorbei.

Ein Mann, der einer Faru zum unpassenden Zeitpunkt (zu früh) erklärt, dass er heiß auf sie ist, holt sich meistens eine ruede Abfuhr ab, ohne die Chance auf eine Kurskorrektur - siehe auch den Parallelthread des Mannes, der mit einer Küssgrafik seine Chancen versemmelte.
Die wenigsten Frauen wollen auf Sexualobjekte für bruenstige Männer reduziert werden. Wenn Du das beim Dating versuchst wirst Du elend Schiffbruch erleiden, wenn Du nicht ein ganz besonderer Hottie bist.
 
G

Gast

  • #30
FKK-Strand nur mit nackten Frauen. Keine von ihnen fühlt sich dabei als Sex-Objekt. Erst dann, wenn ein Mann auftaucht.

Es gibt Untersuchungen, die ich jetzt leider nicht belegen kann, nach denen sich keine Frau am FKK-Strand als Sexobjekt fühlt, wohl aber an einem textilen. Am FKK-Strand sind alle nackt und keiner giert irgendwohin.
Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn der einzige Mann am FKK-Stand angezogen wäre, aber wenn er nackt ist, fühlt sich keine Frau als Sexobjekt, denke ich.
 
Top