• #1

Raus aus unbewusster "falscher Partnerwahl"- geht das?

Ich hatte zwei langjährige Beziehungen: Variante "Er dominiert mich" und "Ich dominiere Ihn".

Danach wollte ich ganz bewußt einen Partner "auf Augenhöhe" auswählen und tat mir leider diese beiden Varianten gleich wieder an. Nur mit dem Unterschied, dass ich diese Male die Beziehung sehr schnell beendete.

Hat jemand erlebt, dass sie / er aus dieser Schleife herausgefunden hat?
 
G

Gast

  • #2
Du hast schon erkannt, dass es ein unterbewusstes Muster ist, dann hilft meistens eine Therapie (Gesprächstherapie) diese für dich aufzulösen. Dein emotionaler Konflikt im Inneren lässt dich die Situation wieder holen. Ich kann nur sagen es hilft das Alte mal zu kompostieren, dann kann was neues wachsen.
w43
 
G

Gast

  • #3
Hi,

mein Tipp an Dich, eingefahrene Wege kannst Du nur alleine verlassen. Arbeite an Dir..... Sorry, mehr gibt es nicht zu sagen!

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G

Gast

  • #4
Auch wenn meine "Beziehungsfalle" eine andere war...
Ich habe getan, was auch schon Gast #1 geraten hat: einen Therapeuten aufgesucht und eine Gesprächstherapie gemacht. Da ich damals nicht nur schon wusste, dass mich unbewusste Verhaltensmuster antreiben sondern auch, wodurch sie verursacht wurden, war es relativ einfach, dieses Muster zu durchbrechen bzw. mich frühzeitig zu bremsen, wenn ich wieder in das alte Muster zurückgefallen war.

"Arbeite an Dir" ist auch mein Rat. Aber lass Dir ruhig ein wenig dabei helfen! :)
 
G

Gast

  • #5
Von Therapien in solchen Fällen halte ich nichts davon! Lerne selbst aus deinen Fehlern!, sei und werde dir bewußt! m
 
G

Gast

  • #6
Ja, das geht.
Versuch dir ein genaues Bild davon zu machen, wie du es haben willst und konzentriere dich bei deiner Partnersuche nur mehr darauf. Dann steuerst du von selbst darauf zu. Vertraue deinem Bauchgefühl.
 
G

Gast

  • #7
ich glaube einer ist immer der dominantere und einer der unterlegenere. die eigene position kann dann je nachdem von beziehung zu beziehung immer mal wechseln. ich bin z.b. immer die unterlegene in beziehungen und in affären immer die überlegene. ich glaube ein gewisses ungleichgewicht herrscht immer, aber ich hoffe, dass man irgendwann mal jemanden findet, wo es ausgeglichen ist....
 
G

Gast

  • #8
Du hast schon erkannt, dass es ein unterbewusstes Muster ist, dann hilft meistens eine Therapie (Gesprächstherapie) diese für dich aufzulösen. Dein emotionaler Konflikt im Inneren lässt dich die Situation wieder holen. Ich kann nur sagen es hilft das Alte mal zu kompostieren, dann kann was neues wachsen.
w43
Eine Therapie? Wird kaum notwendig sein. Die einfache Lösung besteht darin zu akzeptieren, dass ein Mann seine Frau dominieren möchte.
 
G

Gast

  • #9
Ja, Du kannst rauskommen, wenn Du Dich mal Deiner "Systematik" wirklich stellst, sie nicht als
"wiedrholten Zufall" anguckst. Dazu musst Du vielleicht gar nicht tief graben, sondern evtl. eine systemische Arbeit machen - die braucht halt auch eine Zeit, aber kann Dir auch gleich ein Stück weiterhelfen.
Denn bei dieser Arbeit guckst Du an (sehr abgekürzt gesagt), wie Deine Familienmitgieder zueinander stehen/standen: Sie werden dann durch andere Personen in der Gruppe stellvertretend gefühlt, auch an den Plätzen,den Du ihnen zuweist.
Die Energie, die dabei entsteht, ist enorm: Ich selbst habe nach dreimal Stellen, wo es mir um meine Großeltern ging, die ich nie kennen gelernt hatte (Krieg, verschleppt, verstorben...), dann plötzlich gesehen, dass es um MEIN Leben ging/geht und wie ich in unbewusst in alten Schmerzen hing, so dass ich mir "immerfort" den Part "Du bist nichts wert", "Du wirst nur gesehen, wenn Du tolle Leistungen bringst" auch auf der Partner-Ebene immer wieder (unbewusst)raussuchte und ein wiederholte, immer wieder Schleife...

Schau'mal, ob Du nicht mit der konstruktiven systemischen Arbeit weiterkommen kannst
(ich sag's nur aus eigener Erfahrung)
Alles Liebe für Dich und viel Mut für das,was Du angehen magst!
 
G

Gast

  • #10
Ich kenne das Problem selbst und habe die Tipps daher hier mit Interesse verfolgt. Ich muss aber aus eigener Erfahrung sagen: Trotz bisher 4jähriger Beschäftigung mit Ursachen und Ausprägungen meines Bindungsmusters (erst 1,5J. Gesprächstherapie, dann mehrfaches Familienstellen) ist es grad im Alltag für mich immer noch enorm schwer, den Mustern nicht ständig wieder zu verfallen. D.h. die besten Tipps bieten kein Patentrezept.

Man muss einfach mal vorstellen, dass man sich - selbst wenn man das Vorhandensein solcher Bindungsmuster erkannt hat - nach soundso vielen Lebensjahren eigentlich "umprogrammieren" müsste. Das geht nur in ganz kleinen Schrittchen. Ein solcher Schritt war bei mir z.B., dass ich bei meiner letzten Beziehung immerhin "schon" nach 2 Jahren gemerkt habe, dass der Partner mir nicht wiklich gut tut, sondern eher mein Muster "nicht allein sein, nicht verlassen werden" bedient. Und dass ich es vor allem trotz der Angst vor Einsamkeit gewagt habe, zu meinen Bedürfnissen zu stehen und die Beziehung zu beenden. Schmerzfrei gingt das natürlich nicht ab, aber sich diesen Schmerzen zu stellen, ist Teil der notwendigen Entwicklung.

Liebe FS, hab Mut, Dich Deinem persönlichen Thema zu stellen. Und vor allen Dingen übe Dich in Geduld und besinne Dich erstmal ganz auf Dich selbst, statt von einer missglückten Beziehung in die nächste zu rutschen.

w36
 
  • #11
Hallo,
ich möchte mich bedanken für die Antworten bisher. Bin noch neu im Forum und habe inzwischen entdeckt, dass ich mich rückmelden darf als Fragestellerin;
ich arbeite an meinem Thema. Vielleicht kann ich demnächst selbst noch einmal sagen, was mich entscheidend weitergebracht hat im Alltag und in meinen Bemühungen. Mache gerade tatsächlich eine Gesprächstherapie deswegen.