• #1

Reaktionen auf Affäre mit Paar

Guten Abend, neu im Forum und neugierig auf Antworten.
Ich (41) bin -immer noch- glücklich verheiratet. Das soll auch so bleiben... Glücklich heißt, mein Mann (44) und ich führen eine sehr liebevolle, vertrauensvolle und spannende Paarbeziehung. Unser Familienleben mit drei Kindern ist schön, wir haben beide Vollzeitjobs, die uns Spaß machen und ein freundliches Umfeld. Auch im sexuellen Bereich funktioniert es auch nach vielen Jahren sehr gut, wir haben die gleichen Vorlieben und Vorstellungen. Nun haben wir schon einige Monate eine gemeinsame Affäre mit einem 38jährigem Mann; d.h. die Männer haben Sex mit mir, aber nicht miteinander. Ein Treffen findet niemals nur mit der Affäre und mir statt - wir treffen uns nur als Paar mit dem Mann. Soweit also alles gut eigentlich. Nun ist dieser Mann aber schon lange verheiratet, das war aber nie ein Thema. Wir wissen nichts Näheres über die Ehe, es besteht eine "Diskretionsvereinbarung" und er machte von Anfang an deutlich, dass er die Verantwortung für sein Handeln trägt. Keine Ahnung wie es dazu kam, die Frau hat von dieser Affäre erfahren und er möchte erst einmal keine Treffen, um das Ganze zu klären. Diese Entscheidung können wir nachvollziehen und vor allem akzeptieren. Jetzt bin ich aber nun mal Frau und von Natur aus neugierig... zum Glück aber in der Situation (und sehr dankbar dafür), dass es in unserer Ehe nie Geheimnisse gab und wir sehr offen über alles reden - und auch offen agieren. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr erfahren würdet, dass euer Partner euch mit einem Paar betrügt? Ich weiß nicht genau, warum er das tut - aber ich könnte mir ein sexuelles Defizit (in Form des Wunsches nach mmf-Sex) vorstellen?
 
G

Gast

  • #2
Ich könnte mir vorstellen, dass die Frau sich fragt, mit wem sie da eigentlich zusammen ist. Zumal sie es auch selber rausfinden durfte, dass ihr Mann fremdgeht. Dass es nun mit noch einem Mann dabei ist, wird sie wohl noch mehr auf Abstand treiben.
Oder sie will mal mitmischen, wenn sie sich selber auch schon lange langweilt in ihrer Beziehung.
aber ich könnte mir ein sexuelles Defizit (in Form des Wunsches nach mmf-Sex) vorstellen?
Ja klar, ich auch. Anscheinend gibt es ihm was, Deinen Mann dabei zu sehen, wie er sich mit Dir beschäftigt, und er hat auch was davon mitzumischen. Sonst würde er es ja nicht machen.

An Deiner Stelle fänd ich aber viel spannender, was der Dritte im Bunde bei euch noch so alles macht auf sexuellem Gebiet. Ich glaube nicht, dass ihr die einzigen Seitensprünge seid.
 
P

Provence

  • #3
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr erfahren würdet, dass euer Partner euch mit einem Paar betrügt?
Das würde mich jedenfalls deutlich mehr treffen, als »Fremdgehen« mit einer Frau. Vielleicht, weil ich selbst dem so gar nichts entgegensetzen könnte? Ähnlich ging es mir vor vielen Jahren, als sich ein schwuler Mann sehr für meinen Partner interessierte. Ich kam mir völlig hilflos vor.

Liebe Tulaya, du solltest eurem Liebhaber den von ihm gewünschten Abstand lassen. Nicht versuchen herauszufinden, wie es seiner Partnerin geht - es kann ihr nur sehr schlecht gehen. Da du und dein Mann offensichtlich mit der herbeigeführten Situation gut klar gekommen seid, solltet ihr jetzt Größe zeigen und sein Entfernen wirklich akzeptieren (was du schon erwähntest, nur gehört dann auch dazu, das alles ohne Nachhaken zu beenden).
 
  • #4
Sorry, aber wenn ich erfahren würde dass mein Mann/Freund mich sexuell mit einem verheirateten Paar betrügt dann würde ich erstmal ins Bad gehen und in die Kloschüssel ko...n. Und da wahrscheinlich den ganzen Tag nicht mehr rauskommen. Dieser Betrug wäre so schwer und widerlich dass ich sofort seine Sachen aus der Wohnung schmeissen würde oder sofort ausziehen würde.

Warum sucht ihr euch denn nicht einen ledigen Mann wenn es unbedingt diese sexuelle Variante sein soll? Oder einen Mann dessen Frau weiß was er noch so treibt und der das egal ist. Aber nicht einen der seine Frau hintergeht. Das ist unterste Schublade.

Du hast gesagt dass du mit deinem Mann sehr glücklich bist. Schön für dich, aber ihr habt jetzt aller Wahrscheinlichkeit die "glückliche" Ehe Eures tollen Lovers zerstört...

ICH könnte damit nicht leben.
 
  • #5
Manchmal bedenkt man das Naheliegendste gar nicht... Meine bzw. unsere Denke war immer, dass eine Frau mit der Untreue des Partners besser zurecht kommen würde, wenn es sich um ein Paar handelt. Ein Paar ist ja keine Konkurrenz, weil ein "Wegnehmen" nicht so wahrscheinlich ist bzw. Liebesgefühle eher unwahrscheinlicher. Aber das stimmt schon, man hat als Ehefrau dem Paar (gefühlt) weniger entgegenzusetzen - zumindest könnte so ihre Wahrnehmung sein. Ich würde vermuten, dass man es nicht als "Gefahr" wahrnimmt; aber da könnte ich schon sehr falsch mit liegen. Unsere Affäre scheint mit seiner Ehe auch sexuell zufrieden zu sein (war nur mal ein kurzes Thema am Rande), redet NIE schlecht oder abschätzig über sie - aber sie will sein Bedürfnis nach mmf-Sex nicht befriedigen, Thema war vor Jahren dann für sie abgehakt (sie will also definitiv auch nicht "mitmischen"). Für ihn nicht, denn das Bedürfnis wurde übermächtig. Ich glaube daher nicht, dass er noch andere Seitensprünge begeht, wir hatten eine lange Kennenlernphase und er hat diese unerfüllten Wünsche schon sehr lange mit sich rumgetragen.
Wir respektieren natürlich seinen Wunsch und werden nicht nachhaken, aber das Thema beschäftigt mich schon. Es tut mir wirklich sehr leid für beide - er wird wohl in Zukunft sein Bedürfnis unterdrücken, damit wird es ihm wahrscheinlich nicht gut gehen. Sie versteht ihn wohl nicht und fühlt sich zu Recht belogen und betrogen. Unterschiedliche Bedürfnisse, die wahrscheinlich nur sehr schwer unter einen Hut zu bekommen sind :(
 
P

Provence

  • #6
Ein Paar ist ja keine Konkurrenz, weil ein "Wegnehmen" nicht so wahrscheinlich ist bzw. Liebesgefühle eher unwahrscheinlicher.
… aber sie will sein Bedürfnis nach mmf-Sex nicht befriedigen, Thema war vor Jahren dann für sie abgehakt (sie will also definitiv auch nicht "mitmischen"). Für ihn nicht, denn das Bedürfnis wurde übermächtig.
… Unterschiedliche Bedürfnisse, die wahrscheinlich nur sehr schwer unter einen Hut zu bekommen sind :(
Ich steige hier nur noch einmal ein, weil ich merke, dass mich deine/eure Haltung fasziniert (nein, ich muss nicht abko … wie Süsse65). Das liegt ganz sicher (auch) daran, dass du sehr besonnen und beinahe liebevoll bei all deinen Beschreibungen klingst.

ICH hätte wohl das größte Problem damit, dass mein Mann den Anderen »gewähren« lässt, dabei zusehen möchte und nicht eingreift. ICH will einen Partner, der mich (und nur mich) will und dem es wichtig ist, dass auch ich nur ihn haben möchte. Das bedeutet nicht, dass ich es gut finden würde, eifersüchtig überwacht zu werden, aber ich mag dieses wunderschöne Gefühl der Sicherheit/Zugehörigkeit; oder wie immer man es nennen möchte.
 
  • #7
Liebe Suesse65,
eine "Schockreaktion" kann ich sehr wohl verstehen, aber trotzdem meine ich, dass ein Partner grundsätzlich hinterfragen sollte, warum der andere fremd geht. Und unterdrückte Bedürfnisse halte ich auf Dauer für ungesund...
Aber zu deiner Frage, warum es kein lediger Mann oder ein Mann ist, dessen Frau Bescheid weiß?
Das ist recht einfach zu erklären. Es ist nicht leicht, einen Menschen zu finden mit dem es "passt". Ähnlich wie bei der "normalen Partnersuche" soll es nicht irgendwer sein. Unter uns stimmte die Chemie. Er selbst war aktiv auf der Suche und hat uns in vielen Gesprächen vermittelt, er hat die Entscheidung getroffen, seine Bedürfnisse nicht länger zu unterdrücken. Für uns war dass damit in Ordnung, weil ER ist verantwortlich für sein tun. Ehrlichkeit wäre mir persönlich lieber gewesen, aber das ist sein Ding. Ich denke, viele Frauen werten sexuell "abnorme" Wünsche des Mannes sofort und rigoros ab und ignorieren sie - so nach dem Motto "Wenn er mich liebt, hat er solche Bedürfnisse nicht." Das ist m.E.n. eine egoistische und lieblose Einstellung. Damit auseinander setzen und ggf. Alternativen suchen, wäre wohl besser. "Triebhafte Wünsche lassen sich nicht wegreden oder wegdenken." Damit wird ein Fremdgehen u.U. provoziert, im "besten Fall" geht es dem der sich nicht ausleben kann schlecht. Das sind dann auch Frauen, die sich darüber aufregen, dass der Mann lieblos geworden ist, ständig schlechte Laune hat, unzufrieden ist, etc. Wir hatten eine langjährige Affäre mit einem verheirateten Mann, dessen Ehefrau Bescheid wusste und die wir sogar kennenlernen durften (leider wohnen sie jetzt sehr sehr weit weg). Die Frau war sehr entspannt und hat mir auch erzählt, dass sich das "Verhältnis ihres Mannes" positiv auf sein Verhalten und damit auf die Ehe ausgewirkt hat.
Ich persönlich habe Hochachtung vor dieser Frau, ich halte sie für sehr schlau, weitsichtig und liebevoll.
 
G

Gast

  • #8
Es wird Dir wenig weiterhelfen, aber ich als Mann finde MMF-Sex total eklig. Hatte früher mal eine Freundin, die noch früher... habe daraufhin (es kam noch mehr dazu) damals die Beziehung beendet. Das Bild hatte mich seinerzeit noch so lange verfolgt, bis meine Gefühle für diese Frau vollkommen erloschen waren.
 
G

Gast

  • #9
Tja, leider ist es so, dass man mit den wenigsten Menschen offen über seine Sexualität reden kann. Man kann natürlich eine ansonsten stabile und liebevolle Beziehung bachab schicken, indem man erwähnt, dass man mal gerne mehr machen würde als Blümelisex in immer derselben Stellung. Mein Ansatz war, es vorsichtig zu probieren, aber wenn man schon bald auf Granit stößt, dann muss man sich halt überlegen: Die nächsten 50 Jahre Missionar unter der Decke, Trennung von einer, mit der man ansonsten wunderbar zusammenpasst und die man auch liebt, oder eine Affäre in einer Konstellation, bei der ein Auffliegen oder Fremdenlieben unwahrscheinlich ist. Hier im Forum wird immer gerne "Trennung" geschrien, von Leuten allerdings, die wohl größtenteils schon lange Single sind.
YMMV.
 
  • #10
Liebe FS,
das letzte, was ich als betroffenen Frau in dieser Situation bräuchte wäre Dein Mitleid über meine belastete Beziehung.
Die belastete Beziehung hätte ich nicht, weil ich den Mann exakt in dem Moment mit einem Never-come-back-Ticket vor die Tür setzen würde, in dem ich von seinem Doppelleben erfahre.
Fremdgehen ist eins, selbst darin bin ich toleranzfreie Zone, aber sexuelle Perversionen, zu denen gehört für mich Dein mmf-Modell stehe ich noch viel toleranzfreier gegenüber.
Ich nehme mir die persönliche Freiheit, der Liberalität in miener Beziehung Grenzen zu setzen. Er kann machen was er will, alle anderen auch, solange ich als Partnerin darin nicht verstrickt bin.

Es ist mir unbegreiflich, wie Du auf den Gedanken kommst, die Beziehung sei weniger gefährdet, nur weil er eine Affäre mit einem Paar hat. Du könntest ihn mir nicht wegnehmen, weil ich so einen Mann nicht haben will.
Ich binde Dir noch 'ne Schleife drum und zahle das Porto, damit ich ihn loswerde.
 
  • #11
Also mal abgesehen davon, das so was für mich nie Frage käme, habe ich da grad ein kleines Verständnisproblem. FS, Du schreibst,
d.h. die Männer haben Sex mit mir, aber nicht miteinander.
Was hat denn dann Eure "Affäre" eigentlich für eine Neigung? Nur das ein anderer dabei zusieht oder was? Er ist ja dann nicht mal bi. Das hat doch nach meinem Verständnis nichts mit MMF zu tun. Und bei Deinem Mann muß es ja dann genau so sein.
Und ich als die Frau von ihm wäre -wenn sie zuvor keine Ahnung von seiner "Neigung" gehabt hat- zuerst auch mal am Boden zerstört. Denn erstens ist er fremdgegangen und zweitens wird sie sich sonst was ausmalen, wie es da zwischen Euch zugegangen ist. Auch wenn er ihr tausendmal beteuert: Wir sind doch nur abwechselnd über die Frau drüberger..., mit ihm ist da nichts gelaufen.
Also ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.
 
  • #12
Erst einmal zum Verständnisproblem. Es gibt durchaus nicht wenige Männer, die definitiv nicht bi sind und es trotzdem reizvoll finden, sich mit einem anderen Mann zusammen um eine Frau zu "kümmern". Ja, zuschauen, sich anderweitig verwöhnen lassen, während ein Mann und eine Frau Sex miteinander haben.
Schade, dass Neigungen, die scheinbar abseits der Norm liegen, gleich als pervers und abartig betitelt werden. Ich respektiere es, wenn jemand mit unseren Neigungen nichts anfangen kann, es für sich selbst ablehnt, aber erwarte das umgekehrt auch.
Zum Beitrag vom Gast:
Ich gebe dir völlig recht. Entscheidend ist, wie wichtig Sexualität ist. Bei uns spielt sie eine große Rolle in der Beziehung - wohlgemerkt neben ganz vielen anderen Aspekten. Und da dieser Punkt so wichtig ist, würde sich bei uns beiden ein Unterdrücken von Bedürfnissen negativ auf die Beziehung auswirken - die Liebe geht vielleicht. Ein Partner, mit dem ich nicht offen über alles sprechen kann, auch Sexualität, käme für mich nicht in Frage. Nur so kann man doch u.U. auch Wege und Kompromisse finden, die für beide gut und schön sind.
Danke Provence, schönes Statement :) Dir reicht Exklusivität in einer Beziehung - das ist wertvoll. Bei uns ist es anders. Mein Mann genießt es, zu sehen, wenn ein anderer Mann mich verwöhnt - er schaut mich gerne an, nicht nur beim Sex. Er küsst und hält mich in diesen Situationen, auch das gibt Sicherheit und Geborgenheit. Wenn auch für viele nicht verständlich
 
  • #13
Es wäre doch vielleicht kein Problem, wenn dieser Mann Single wäre, denn im Grunde genommen hat er seine Frau mit einer anderen Frau betrogen! Mit dem Unterschied, dass dieser Frau (also du) ihr eigener Mann dabei zugeschaut hat!

Mir als seiner Ehefrau, würde es genauso wie Vikky gehen! Und auf dein Mitleid verzichte ich gerne! Eigentlich hättet ihn ihr für eure MMF-Konstellation ablehnen und noch länger nach einem Singlemann suchen sollen, denn ihr habt bei seinem Betrug an seiner Ehefrau "mitgeholfen". Oder aber der Mann hätte sich, bevor er seine Frau betrügt, trennen sollen.

Das wäre sowohl für ihn als auch für sie das Beste. Denn sicherlich ist der Mann heute nicht glücklich und möglicherweise bereut er es, das getan zu haben.

Nein, nicht immer und nicht allen bringt es Glück und Erfüllung alle sexuellen Fantasien auszuleben - dann nicht, wenn mindestens eine Person tief verletzt wird und darunter sehr leidet. Und das tut sie sicherlich! Euch hat es nur Befriedigung und Glück gebracht aber ihm und ihr, wenn er ansonsten seine Frau wirklich liebte?
 
  • #14
Ehrlichkeit wäre mir persönlich lieber gewesen, aber das ist sein Ding. Ich denke, viele Frauen wäre denn sexuell abnorme wünsche des Mannes sofort und rigoros ab und ignorieren sie - so nach dem Motto "Wenn er mich liebt, hat er solche Bedürfnisse nicht." Das ist m.E.n. eine egoistische und lieblose Einstellung. Damit auseinander setzen und ggf. Alternativen suchen, wäre wohl besser. "Triebhafte Wünsche lassen sich nicht wegreden oder wegdenken." Damit wird ein Fremdgehen u.U. provoziert, im "besten Fall" geht es dem der sich nicht ausleben kann schlecht.
Natürlich hat jeder Mensch sexuelle Fantasien aber nicht jeder Mensch will alle auch ausleben. Es ist eine Sache, ob ein Mann mit seiner Frau über seine sexuellen Wünsche, Fantasien und Bedürfnisse spricht, ob er sie unterdrückt oder ob er fremdgeht, ohne vorher mit seiner Frau darüber geredet zu haben. Du und dein Mann wisst also gar nichts darüber, ob er mit seiner Frau überhaupt darüber geredet hat? Ich vermute, dass er das nicht getan hat und dass er heimlich auf der Suche nach einem Paar war, um seine Fantasien auszuleben. Es ist nicht seine Ehefrau egoistisch, sondern hatte sie vermutlich keine Chance zu entscheiden, ob sie seinen sexuellen Fantasien zustimmt und ihm die Freiheit lässt, sie ohne sie auszuleben oder wenn seine "triebhafte Wünsche" so stark waren und auf Ausleben drängten, so hatte sie keine Chance für sich selbst zu entscheiden, ob sie mit ihrem Ehemann trotzdem zusammen leben will!

Wer ist also hier wirklich egoistisch? Sie oder er? Ich meine er, weil er heimlich seine triebhaften Fantasien ausgelebt hat und gleichzeitig seine Ehefrau behalten wollte! Alles nur zu seinem Vorteil! Doch welche Vorteile hat sie, wenn sie damit nicht umgehen kann und sich eine exklusive monogame Beziehung wünschte? Gar keine! Möglicherweise hat er seine Ehe damit in den Sand gesetzt. Außerdem sind ihre Bedürfnisse weniger wichtig als seine? Muss eine Frau gegen ihren Willen einem Mann zustimmen damit er ihr nicht fremdgeht? Wiw müssen denn die Fantasien eines Mannes sein damit die Frau zustimmt? Wer entscheidet welche Fantasien harmlos sind und welche nicht? Jeder Mensch hat eine Toleranz- und Schmerzgrenze und ein liebender Partner respektiert die Grenzen seiner Partnerin und wenn er tatsächlich nicht auf die Erfüllung seiner sexuellen Fantasien verzichten kann, trennt er sich bevor er seine Partnerin verletzt!
 
  • #15
Wenn du und dein Mann das nächstemal MMF-Sex praktizieren möchtet, dann schaut Euch bitte nach einem wirklichen Single-Mann um und nicht nach einem liierten Mann. Gerade DU als Frau hättest dich vielleicht mal ein bisschen in die andere Frau hineinversetzen können und nicht egoistisch deinen seltsamen Trieben folgen.

Und Sorry, die Männer die mich in meinem Leben lieben und geliebt haben wollten NIEMALS mich mit einem anderen Mann teilen. NEVER EVER!!!
Auch ich als Frau die meinen Partner über alles liebt würde NIEMALS zusehen können wie er eine andere Frau liebkost und mit ihr schläft. Das würde mich umbringen.
 
  • #16
ICH hätte wohl das größte Problem damit, dass mein Mann den Anderen »gewähren« lässt, dabei zusehen möchte und nicht eingreift. ICH will einen Partner, der mich (und nur mich) will und dem es wichtig ist, dass auch ich nur ihn haben möchte. Das bedeutet nicht, dass ich es gut finden würde, eifersüchtig überwacht zu werden, aber ich mag dieses wunderschöne Gefühl der Sicherheit/Zugehörigkeit; oder wie immer man es nennen möchte.
Mir ginge es genauso, auch ich wäre eigentlich von ihm enttäuscht und hätte erwartet, dass er eingreift und verhindert, dass ein Mann sich mir sexuell nähert gerade weil er nur mich liebte und wollte, dass ich nur mit ihm die Sexualität aus Liebe aber nicht aus Eifersucht oder Besitzgefühl teile. Ich hätte mich gefragt: liebt er mich denn wirklich ausreichend oder ist er mit mir in einer Partnerschaft nur um nicht alleine zu sein aber will die Sexualität mit verschiedenen Frauen ausleben? Ich würde an seine Liebe zweifeln.
 
G

Gast

  • #17
Ich kann deine Haltung nicht nachvollziehen. Du lebst also in der von dir beschriebenen Bilderbuch-Ehe, in der alles rund läuft, und alles offen kommuniziert wird. Bei dieser Affäre standest du im Mittelpunkt, zwei Männer habe sich um deine Bedürfnisse gekümmert, hatten auch nichts miteinander, so dass bei dir Eifersucht nicht aufkommen konnte.
Vielleicht hilft dir es dir, dich in die Situation der Ehefrau reinzuvversetzen, wenn du dir folgendes vorstellst:
dein offen kommunizierender Mann hat ein kleines Geheimnis, dass du zufällig erfährst, und zwar nicht von ihm:
er hat seit Monaten eine Äffäre mit einem anderen Frau, mit einem andern Mann oder mit einem Paar. Völlig egal mit wem, was und mit wie vielen, er hat hinter deinem Rücken sexuelle Aktivitäten, und zwar nicht mit dir,wahrscheinlich weil er einfach noch ein paar unbefriedigte Bedürfnisse hat. Ohne dass mit dir zu kommunizieren und ohne dir die Chance zu geben, für dich zu entscheiden ob du damit leben kannst oder nicht.
Wie würdest du dich fühlen?
 
G

Gast

  • #18
Um was geht es dir eigentlich? Willst du seine Frau wirklich verstehen oder suchst du nach Rechtfertigungen dafür, dass Euer aller Verhalten ok war? Ihr seid wissentlich eine Affäre mit einem verheirateten Mann eingegangen, dessen Frau nichts von euren Arrangement wusste.
Damit seid ihr in meinen Augen nicht aus der Verantwortung raus, nur weil der Ehemann alles auf sich genommen hat. Ihr habt wissentlich mit an dem Betrug der Ehefrau mitgewirkt. Dass Euch nicht ganz wohl war, merkt man schon daran, dass ihr Euch gesagt habt,ach ist nicht so schlimm für sie, da wir als Paar keine Gefahr darstellen, dass er sie verlässt. Sexuell hat er sie in jedem Fall mit Euch betrogen, da ist völlig egal, auf welche Sexualpraktiken ihr steht. Und was für sie schlimm ist, entscheidet sie und nicht andere.
Auch dass er dieses Thema wohl schon mal mit ihr besprochen hatte und sie nicht mitmachen wollte, ist es für ihn kein Freifahrschein, es hinter ihrem Rücken zu betreiben. Wenn sein Bedürfnis so groß ist, dass er es ausleben will,hätte er die Auswirkungen auf die Ehe vorher mit ihr besprechen können und dann hätte sie entscheiden können, ob die mit ihrem Mann noch zusammenleben möchte oder nicht.
Ihr könnt nicht von anderen Leuten Toleranz einfordern, ohne dass diese mitentscheiden können.
Ich würde übrigens gerne mal wissen, ob du auch tolerant wärst, wenn dein eigener Mann mal gerne seine Bedürfnisse mit anderen Frauen ausleben würde.
 
  • #19
Ich bin tolerant, wenn mein Mann seine Bedürfnisse auslebt... bzw. bereits ausgelebt hat. Wir reden viel, setzen uns auseinander, suchen ggf. nach Alternativen oder Kompromissen. Wohlgemerkt BEVOR irgendetwas passiert. Das "erspart" uns gegenseitiges Belügen, ist aber auch nur möglich, weil wir den anderen in seinen Bedürfnissen ernst nehmen und nicht sofort aburteilen. Ich kenne aufgrund dieser Vorgehensweise nicht das Gefühl von Eifersucht oder die Angst des Nicht-genügens. Unsere Affäre HAT mehrmals versucht, seine Bedürfnisse bei seiner Frau zur Sprache zu bringen - schon vor Jahren. Sie hat dieses Bekenntnis "abgewürgt", als für sie indiskutabel hingestellt und ihn damit nicht ernst genommen.
 
  • #20
Natürlich ist das für seine Frau vollkommen indiskutabel, denn für normal tickende Menschen IST ES absolut indiskutabel seinen Partner den man liebt sexuell mit einem anderen Menschen teilen zu wollen.

Würdest du es auch so toll finden wenn es dein Mann mit 2 Frauen treibt, also mit dir und noch einer (verheirateten) Frau? Wärest du dann auch so tolerant? Ist ja auch sooooo toll wenn der eigene Mann es vor deinen Augen es einer anderen besorgt......

Echt, mich schüttelt es....Liebe ist für mich was anderes....
 
G

Gast

  • #21
...damit hat die Ehefrau ihre Meinung ja deutlich zum Ausdruck gebracht: sie hält davon nichts! Ihr Mann hätte dann nach wie vor die Möglichkeit gehabt zu sagen, dieses Bedürfnis ist ihm wichtiger als die Bedürfnisse seiner Ehefrau oder die Aufrechterhaltung seiner Ehe und dass er es demnächst ausleben wird...dann hätte sie zwei Möglichkeiten gehabt- sie toleriert es-oder eben nicht und trennt sich von ihm...
Für mich hört es sich nach wievor so an, als hätte die Ehefrau ja selbst Schuld, weil sie sich in dieser Frage so wenig kompromissbereit zeigt und nicht nach Alternativen sucht-offensichtlich ist ihr sexuelle Treue in einer Ehe wichtig und dann gibts darüber hinaus eben keine Alternativen.
Genauso wie ihr Ehemann offensichtlich gerne eine
spezielle Sexvariante möchte, die ihm wichtiger ist als nur Sex mit seiner Ehefrau. Zwei unvereinbare Bedürfnisse, unabhängig von moralischer Wertung.
Manche Dinge sind eben einfach nicht verhandelbar, hier gehts ja nicht um die Frage des nächsten Urlaubszieles - sondern um grundlegene Bedürfnisse, die lassen sich nicht einfach so verändern.
Die Gedanken hättet ihr Euch vorher machen können, wenn Euch Offenheit und Kommunikation so wichtig ist-indem ihr Euch einen Bettpartner sucht, der es in seiner Beziehung genauso hält bzw. wo das Einverständnis der Ehefrau vorliegt!
 
  • #22
Liebe Tulaya man kann genauso gut sagen, der Mann hat den Wunsch und das Bedürfnis seiner Ehefrau nach einer sexuell monogamen Ehe auch gar nicht ernst genommen. Ist sein Bedürfnis nach fremdem Sex in einer Dreierkonstellation wichtiger und bedeutsamer als Ihr Bedürfnis nach exklusivem Sex? Hat er sie wirklich auch ernst genommen? Im Gegenteil er hat sich heimlich über ihren Wunsch und Bedürfnis hinweggesetzt nach dem Motto: "du nimmst meine sexuellen Fantasien nicht ernst und respektierst sie nicht also habe ich Recht, dich heimlich zu betrügen".

Stell dir jetzt vor dein Mann hat ein sexuelles Bedürfnis und ein Wunsch mit dem du absolut nicht klarkommst und du nicht möchtest, dass er das tut, es findet sich gar kein Kompromiss aber seine Fantasie drängt dermassen auf Erfüllung, dass er hinter deinem Rücken und heimlich es doch tut!

Wie würdest du dich dabei fühlen, wenn du es erfährst? So könnte er dir vorwerfen: "du respektierst und nimmst meine Bedürfnisse und Wünsche nicht ernst" und du könntest ihm ebenfalls vorwerfen: "ich habe dir schon mehrmals erklärt, dass damit für mich die absolute Toleranzgrenze erreicht ist und ich nicht damit klarkomme und nie klarkommen werde, wenn auch du mich ernst nimmst, so kannst du darauf verzichten oder wenn du nicht kannst, so können wir uns trennen".

Die Menschen, welche in einer Beziehung leben müssen wissen. dass der Partner nicht eine Wunscherfüllungsmaschine ist und dass nicht jeder Wunsch eines Menschen in Erfüllung geht und auch nie gehen wird.
Auch ich wäre lieber gesund geblieben, statt heute einen Rollstuhl zu benutzen.

Oder anders ausgedrückt: die Freiheit eines Menschen endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt.
Das Leben ist voll von Begrenzungen, wir können nicht grenzenlos das tun was uns gefällt, ohne dafür einen Preis zu bezahlen.
Jetzt scheint mir, dass dieser Mann auch einen hohen Preis dafür zahlen muss!
 
  • #23
Ziemlich abstoßen diese Geschichte.

Also ich möchte nicht in der „Suppe“ eines anderen Mannes schwimmen. Die ahnungslose Frau tut mir leid. Ich hoffe sie trennt sich und findet einen Mann wie mich der nicht so verpornosiert ist. Auch ich lege wert auf Treue … ist wohl eher altmodisch und spießig. Für mich seit ihr somit der letzte Dreck … hoffe man darf es hier mal zum Ausdruck bringen. Aber bei solch einer Frage darf man auch gerne ehrlichen Gegenwind kassieren … mich schüttelt es.

M
 
  • #24
Zuerst möchte ich bemerken, dass es klar inakzeptabel ist, andere Menschen als den letzten Dreck zu bezeichnen - ehrlicher "Gegenwind" wird anders, nämlich sachlich und ohne Beleidigungen produziert... All denen danke, die meine Frage beantwortet haben, nämlich: Wie würdet ihr euch fühlen/reagieren, wenn..." Moralische Wertungen unseres Verhaltens sind mir da eher unwichtig, jeder soll auf seine Art glücklich werden - ganz gleich ob monogam oder auch nicht. Ich möchte trotzdem noch einmal ganz provokant in den Raum stellen, dass die wenigsten Männer für Monogamie gemacht sind - auch wenn sie das (ihren) Frauen gerne verkaufen... und heimlich untreu sind. Aus dieser Erfahrung heraus bevorzuge ich das offene Modell und kenne auch keine Eifersucht.
 
  • #25
"... man kann genauso gut sagen, der Mann hat den Wunsch und das Bedürfnis seiner Ehefrau nach einer sexuell monogamen Ehe auch gar nicht ernst genommen. Ist sein Bedürfnis nach fremdem Sex in einer Dreierkonstellation wichtiger und bedeutsamer als Ihr Bedürfnis nach exklusivem Sex? Hat er sie wirklich auch ernst genommen? Im Gegenteil er hat sich heimlich über ihren Wunsch und Bedürfnis hinweggesetzt nach dem Motto: "du nimmst meine sexuellen Fantasien nicht ernst und respektierst sie nicht also habe ich Recht, dich heimlich zu betrügen".

Du hast sicherlich recht und ich finde, sein Bedürfnis ist genauso wichtig wie ihres. Wenn ich aber das Thematisieren der Bedürfnisse meines Partners im Keim ersticke und auch noch moralisch als "schlecht" bewerte, dann ist das keineswegs hilfreich. Im Endeffekt bleibt entweder "Alternativen und Kompromisse finden" oder "Trennung". Ich finde mit meinem Partner seit fünfzehn Jahren immer wieder Alternativen und Kompromisse in ALLEN Bereichen - auch wenn es sich hier vielleicht nicht so anhört, das ist harte Arbeit (manchmal), lohnt sich aber.
 
  • #26
Ich finde es immer wieder interessant, wenn bei Fragen, die in ihrem Kern moralische Grundsätze berühren, die Erörterung von genau diesen ausgeklammert werden soll.

Meine Meinung dazu: alleine das spricht Bände.
 
P

Provence

  • #27
Ziemlich abstoßen diese Geschichte.
Die ahnungslose Frau tut mir leid. Ich hoffe sie trennt sich und findet einen Mann wie mich der nicht so verpornosiert ist. ... Für mich seit ihr somit der letzte Dreck … hoffe man darf es hier mal zum Ausdruck bringen. Aber bei solch einer Frage darf man auch gerne ehrlichen Gegenwind kassieren … mich schüttelt es.
Hier kommt er, der Gegenwind: Doch der geht gegen dich, lieber Sebastian. Ich lebe zwar eine andere Konstellation, als Tulaya, dennoch kann ich ihre Haltung respektieren. Deinen Ausbruch dagegen finde ich überzogen, du würdest mich als »nicht so verpornosierter Mann« (dein Eigenlob) zu Tode langweilen! Aber nun würde ich auch einen anderen Menschen nicht als »letzten Dreck« bezeichnen, auch dich nicht.

So ahnungslos wie du meinst, war die Ehefrau des Affären-Partners offensichtlich doch nicht: sie hat sich jeder Diskussion verweigert - das ist etwas anderes. Ich muss doch mit einem Menschen, den ich liebe, auch reden, seine Gedanken und Wünsche ernst nehmen. Vielleicht hätte sich ihr Mann dann ganz anders entschieden? WIR wissen das nicht - und sollten deshalb auch nicht die Dreckkübel ausleeren!
 
G

Gast

  • #28
Tulaya, wenn du mit dienem Partner eine offene Beziehung lebst und damit glücklich bist, ist es doch schön für dich.
Dieses Modell ist aber nicht für alle Menschen gemacht.
Es gibt auch Menschen, die Treue wollen und das auch leben können.
Dann gibt es natürlich auch diejenigen, die von Treue sprechen und was anderes leben.
Und wieder kommt für mich da der Vorwurf rüber, wär die Ehefrau mal offener und kompromissbereiter gewesen, hätte ihr Mann nicht heimlich fremdgehen müssen.
Gerade wenn du offene/polyamore Beziehungen propagierst, weisst
du ja dass das oberste Prinzip der Polyamorie für alle Beteiligten
Transparenz ist. Das hat aber in diesem Fall nicht stattgefunden.
Man kann auch die Ehefrau nicht zu irgendwelchen Kompromissen zwingen, die wider ihre Natur sind.
Wenn ich mir in solche offene Beziehungen jemanden hereinhole, der offensichtlich nicht das offene Beziehungsmodell mit seiner Ehefrau lebt, sondern statdessen einen heimlichen Fremdgänger-was die Polyamoristen ja so verabscheuen- ist doch der Ärger vorprogrammiert. Dann muss ich eben jemanden nehmen,
der das in seinem Beziehungsumfeld abgeklärt hat. Jetzt aber der Ehefrau zu sagen, Männer sind nun mal nicht monogam, wärste mal toleranter hättest,du jetzt noch ne glückliche Ehe finde ich ziemlich anmaßend. Wenn dir so am Wohl der Ehefrau gelegen wäre, hättest du ja zu ihrem Mann sagen können: bitte kläre das erst mit deiner Ehefrau, bevor wir zur Tat schreiten...oder ihr sucht Euch gleich jemanden der frei ist...
Im Grunde schreibst sagst du uns ja allen: Männer sind nun mal nicht monogam, richtet Euch mal lieber auf Kompromisse ein, dann habt ihr auch ne bessere Beziehung. Gut, das ist deine Lebensphilosophie. In dem Spannungfeld zwischen Treue und Untreu bewegen wir uns alle, auch die Frauen, Lösungen können aber nur individuell sein.
 
  • #29
Ich möchte trotzdem noch einmal ganz provokant in den Raum stellen, dass die wenigsten Männer für Monogamie gemacht sind - auch wenn sie das (ihren) Frauen gerne verkaufen... und heimlich untreu sind.

Hast du den Nachbar-Thread "Die Jagdliste der Frauen gelesen"? Da behauptet die FS, dass Frauen sich genauso verhalten würden wie "intensiv sexuelle" Männer, wenn sie nur ganz und gar ehrlich zu sich wären ...
Insofern halte ich diese These für ausgemachten Quatsch. Es gibt hier genügend Männer, die eine solche Aussage wahrscheinlich als Beleidigung auffassen würden. Monogam ist man aus Überzeugung, dafür braucht es keine Veranlagung. Wer nicht monogam sein will, der ist es auch nicht. Wer sich dafür entschieden hat, wird es auch durchziehen. Und da wir uns in vielen anderen Dingen auch nicht mehr gemäß unserer eigentlichen "Veranlagung" verhalten (dann müssten wir nämlich z.B. täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen), verstehe ich nicht, warum man bei der Sexualität plötzlich eine Ausnahme macht.
 
  • #30
Viele Männer rechtfertigen ihre Untreue mit der Biologie (Evolution), doch sind es auch viele treu und haben kein Bedürfnis nach sexueller Abwechslung mit anderen. Ich nenne mal meinen Vater als auch meine Cousins und andere, die ich kenne.

Auch die Präriewühlmause leben eine monogame Partnerschaft ihr Leben lang - als ein Beispiel, dass Promiskuität nicht biologisch im Menschen verankert ist. Abgesehen davon hat aber der Mensch neben seinen sexuellen Bedürfnissen auch andere wie z.B. das Bedürfnis nach emotionaler Bindung! Das Bedürfnis nach Bindung ist uns angeboren (siehe John Bowlby Kinderpsychiater).

Und auch Menschen die eine polyamore Beziehung leben scheitern unweigerlich fruher oder später. Meine Meinung und ist ganz klar, dass die Menschen sich selbst belügen indem sie glauben das es funktioniert, es kommt zu emotionaler Verletzung, Eifersucht usw.

Das resultiert nicht aus einem Besitzanspruch an den anderen sondern resultiert aus dem Bedürfnis und dem Wunsch eines jeden Menschen seinem Partner das liebste und wertvollste zu sein und er selbst für die Partnerin. Wer - und das ist nur der Homo Sapiens - zu Liebe fähig ist, so hat, wenn er liebt nur seinen Partner/seine Partnerin im Herzen und kein Platz für zwei. In einer polyamoren Beziehung können die Bindungshormone Oxytozin nicht ausgeschüttet und die Bindung an eine Person stärken. Darum gehen polyamor lebende Paare irgendwann auseinander und kehren in eine spätere Beziehung in die Monogamie zurück.
Das ist nur ein Modell welches in der Theorie tatsächlich sehr gut funktioniert aber nur in der Theorie!

Das ist eine Tatsache und hat nichts mit Moral zu tun! Auch die 68-er scheiterte an der freien Liebe, weil sie nicht lebbar ist. Wer das glaubt oder denkt macht's sich selbst etwas vor und belügt sich selbst.
 
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