• #1

Regretting Motherhood / Regretting Fatherhood

So nun um das Thema Kinder(wunsch) zu vervollständigen hier die 3. Frage:

Hat jemand von euch, der Vater/Mutter ist, es schon mal bereut? Ich habe gelesen, es gibt Frauen (und sehr wahrscheinlich auch Männer) die offen zugeben, es zu bereuen, dass sie Mütter/Väter geworden sind. Sie lieben ihr Kind, bereuen aber die Situation echt. Ein schwieriges Thema.

Falls jemand hier ist, dem es so geht, so würde ich mich über einen Erfahrungsbericht/Austausch freuen. Lasst uns lesen ohne zu verurteilen :)
 
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  • #2
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Frauen bereuen. Sicherlich verfluchen sie das Muttersein in einigen Momenten/Phasen, aber grundsätzlich?!
 
  • #3
Du wirst diesbezüglich kaum ehrliche Antworten bekommen! Warum?
Ein rein symbolischer Vergleich:
Ein Porschefahrer wird es kaum zugeben, falls er unzufrieden ist, dies auch zu zugeben!
 
  • #4
Ehrliche Antwort : ich würde nicht wieder Mutter werden. Fehlentscheidung. Ich bin lieber Geschäftsfrau. Lieber nur für mich verantwortlich. Aber, liebe Hormone, bedankt. Ja, unsagbar, doch gibt es einige Frauen, die so denken, es aber nicht raus lassen.
 
  • #7
Ich finde diesen Thread unsäglich.

Wie würdest du dich fühlen liebe @Meltan wenn deine Eltern insgeheim denken würden:

Also die Melanie und ihr Bruder die nerven echt. Hätten wir die nur nicht gekriegt. Für die Mühe und das rausgeschmissene Geld hätten wir uns noch eine dritte Millionenvilla auf den Kanaren kaufen können.

Wie würde sich das anfühlen?

Ich für meinen Teil bin unendlich dankbar meinen drei wunderbaren gesunden Kindern das Leben geschenkt zu haben 🥰.
 
L

lorelai

Gast
  • #8
Ich finde diesen Thread unsäglich.

Wie würdest du dich fühlen liebe @Meltan wenn deine Eltern insgeheim denken würden:
Warum unsäglich?

Das ist sicherlich ein tabuisiertes Thema, dennoch gibt es Menschen die so denken. Und wenn die nicht in einem anonymen Forum was sagen können, wo denn dann bitte?

Wobei ich auch denke, dass viele das nicht zugeben würden, selbst hier nicht. Und auch nicht vor sich selbst.

Warum sollte man sich dann nicht negativ äußern?
Der Porschefahrer würde dann zugeben müssen, die falschen Werte zu leben oder einem falschen Ziel hinterhergejagt zu haben. Das passiert wirklich äußerst selten, ein wenig wie der Concorde Effekt.
 
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  • #9
Ich habe gelesen, es gibt Frauen (und sehr wahrscheinlich auch Männer) die offen zugeben, es zu bereuen, dass sie Mütter/Väter geworden sind.
Ich denke, das hängt auch sehr vom Kind ab.
Tatsächlich sind Kinder die schwer behindert sind, oder stark verhaltensauffällig eine mega Belastung.
Ich denke auch ein eine Familie mit adoptierten Kind, dass von Beginn an schwer auffällig war ( wurde vorher misshandelt ) und dann als Teenager Drogen abhängig war.
Die Ehe kaputt, Jahre nur Stress.
Tatsächlich fragte ich nicht, ob sie es bereut haben.
Aber ich gehe ehrlich gesagt davon aus.
 
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  • #10
Mal die andere Seite.

Ich bereue es nicht, KEINE Kinder bekommen zu haben.

Bereits mit 16 wusste ich, dass ich keine Kinder möchte.
Warum? Das weiss ich nicht! Das war/ist im inneren einfach so da.

Es ist mir bewußt, dass kinderlose Frauen einiges unterstellt wird. Bin allerdings nicht die bitterböse und verhärmte Karrierefrau noch andernfalls egoistisch drauf. Ich wollte einfach keine.
Allerdings bin ich kinderlieb.
 
  • #11
Ich habe den thermomix und bin gar nicht begeistert. Das forum ist anonym, warum sollte man etwas schöner darstellen als es ist
Reine konditionelle, unbewusste Programmierung, habe genug Beispiele auch und gerade diesbezüglich!
Warum sollte man sich dann nicht negativ äußern?
Aus Imagegründen tun es diese Leute nicht!
Ich für meinen Teil bin unendlich dankbar meinen drei wunderbaren gesunden Kindern das Leben geschenkt zu haben 🥰.
Es sind nicht alle so wie du!
Es ist mir bewußt, dass kinderlose Frauen einiges unterstellt wird. Bin allerdings nicht die bitterböse und verhärmte Karrierefrau noch andernfalls egoistisch drauf. Ich wollte einfach keine.
Klare bewusste Ansage, finde ich gut!
 
  • #12
Ich finde diesen Thread unsäglich.

Wie würdest du dich fühlen liebe @Meltan wenn deine Eltern insgeheim denken würden:

Also die Melanie und ihr Bruder die nerven echt. Hätten wir die nur nicht gekriegt. Für die Mühe und das rausgeschmissene Geld hätten wir uns noch eine dritte Millionenvilla auf den Kanaren kaufen können.
Vielleicht denken sie so? Vielleicht sind die beiden wirklich nervig, die Ehe der Eltern ist gescheitert und beide sind der Ansicht, dass das Leben ohne Kinder schöner, abwechslungsreicher oder angenehmer gewesen wäre. Was sollte daran "unsäglich" sein? Jeder von uns trifft im Leben Entscheidungen, die sich vielleicht später als falsch herausstellen. Warum sollte man das nicht zugeben und darüber berichten?
Ich für meinen Teil bin unendlich dankbar meinen drei wunderbaren gesunden Kindern das Leben geschenkt zu haben 🥰.
Das ist ja nun hinreichend bekannt und Du betonst es in jedem Thread...
 
  • #13
Hat jemand von euch, der Vater/Mutter ist, es schon mal bereut?
Wir bereuen es jeden Tag 🙄

Dummerweise haben wir damals nicht das Kleingedruckte gelesen sonst hätten wir noch rechtzeitig von unserem Umtausvhrecht Gebrauch gemacht. Nun ist es zu spät. Das Kind in den Brunnen gefallen. Die Suppe ausgelöffelt.

Bei ihrem letzten Wettkampf war sie nur die drittbeste ihres Vereins. Diese Mistkröte. 🐸

Ich hatte überlegt sie einfach am Bahnhof stehen zu lassen und die Schlösser auszuwechseln. Selbst der Trainer hätte sie nicht vermisst. Aber wer soll sie nehmen?

Schaff Dir bloß keine Kinder an @Meltan. Die stellen immer nur komische Fragen. 🤐
 
  • #14
Ich würde niemanden verurteilen , der so denkt . Da steckt meist eine große Verzweiflung hinter . Wenn dein Kind eine psychische , körperliche Erkrankung hat oder schwer behindert ist , wenn man womöglich noch alleinerziehend ist dann kommt man jeden Tag an seine Grenzen . Und fühlt sich wie ein loser . Und bereut womöglich Mutter oder Vater geworden zu sein . Es gibt nämlich bei kranken Kindern nicht die Selbständigkeit und Entlastung mit den Jahren wie bei normal entwickelten . Ich denke hier in den westlichen Industrieländern bricht die Familie immer mehr weg und Familien werden total alleine gelassen . Und dann dieses olle , nicht zeitgemäß Bild , dass Mütter sich immer gerne aufopfern sollen und dass das ihre Bestimmung ist . Habe ich vor allem von Männern so gehört .
Wenn eine Mutter sich selbst achtet wird sie Grenzen setzen und gut für selbst sorgen . Das hat noch keinem Kind geschadet .
Ich bereue meine Kinder nicht . Mein Sohn hat mir zwar als Teenager meine Lebensqualität genommen durch seine Eskapaden , aber schließlich war es irgendwann abgeschlossen und die Mühe hat sich gelohnt . Habe auch eine Freundin , deren Sohn mit 22 nicht die Kurve kriegt . Schwierig sowas .
Es ist nicht alles schwarz oder weiß.
 
  • #15
Ich habe eine Freundin die offen bereut, ein Kind zu haben.
Sie wollte nie eines, ihr Mann schon. Sie hat sich überreden lassen, er trennte sich dann und sie sitzt mit dem Kind da. Er nimmt seine Vaterpflichten nicht wahr, zumindest zahlt er aber.
Aber sie muss sich immer ums Kind kümmern, er kommt zu keiner Schulfeier, Elternsprechtag, mal in Sport fahren - nichts.
Er bezahlt und damit ist sein Teil seinem Gefühl nach erfüllt.
Wohlbemerkt - er wollte das Kind, sie wollte keines.
2 meiner Freundin hatten bereits ein Kind/Kinder und es passierte noch ein Unfall - sie bereuen nicht die gewollten Kinder sondern die Unfälle da das ganze Leben nochmals 10 Jahre zurückgeworfen wurde. In einem Fall musste nochmals umgezogen werden da die Wohnung zu klein war usw.

Wenn jemand kein Kind will dann kann sie das verhindern bzw muss sie es nicht mehr bekommen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Ich kenne allerdings niemand der nie Kinder haben wollte, diese nie bekam und das bereut. Diese Gruppe der gewollt kinderlosen sehe ich als die glücklichste in meinem Freundeskreis und in der Familie.

Die ungewollt kinderlosen sehe ich als die unglücklichste Gruppe und da habe ich wirklich Mitleid damit - obwohl ich das Trara um Kinder selber nie verstanden habe. Sie tun mir leid, manche definieren sich nur über Kinder und wenn das nicht gegeben ist, dann ist das wirklich schlimm.
 
  • #16
Habe 3 Kinder. Ich würde auch noch mehr bekommen. Natürlich denke auch mal : scheiße, was hast du dir eingebrockt oder ohne Kinder wäre alles einfacher. Einfacher und leerer wäre mein Leben. Und wenn sie Babys sind und heulen und man null Zeit für sich selbst hat, habe ich auch schon gedacht, dass es die Hölle ist. Aber das ist nur Minutenweise so. Ich bin dankbar dafür die Kinder zu haben. Ich musste 3 Kinder zu Grabe tragen (während der SS gestorben). Da wurden mir die Augen geöffnet, dass Kinderglück nicht selbstverständlich ist.
 
  • #17
Wir bereuen es jeden Tag 🙄

Dummerweise haben wir damals nicht das Kleingedruckte gelesen..
Hahaha, Kimi - du Granate 😂😂😂
Ich hoffe dein Text versteht hier keiner falsch.

Ganz am Anfang nach der Geburt war ich völlig fix und alle mit der Welt, der plötzliche Schlafmangel, ständig wollte er an die Brust trinken, abends stundenlang geschrien wie am Spieß - da hab ich mir manchmal echt gewünscht dem zu entkommen oder gedacht „man war das einfach als er noch in meinem Bauch war.“
Für mich war diese Zeit sehr hart.
Es war erst eine Umstellung, man muss sich daran gewöhnen, dass man weniger Zeit für die eigenen Befindlichkeiten hat.
Ich habe mich irgendwann damit abgefunden, dass ich rundum die Uhr für dieses kleine schöne Wesen verantwortlich bin, dass ich keine Zeit mehr habe länger zu duschen, alleine zur Toilette zu gehen, in Ruhe zu essen etc. es ist Normalität und juckt dich mit der Zeit nur noch wenig.
Irgendwann weinte er nicht mehr, er entwickelte sich total schnell und macht mich immer wieder aufs Neue unendlich stolz, er ist so schön anzusehen - er war so ein süßes Baby (für mich ist er immer noch ein Baby, er nennt sich selber sogar Baby 🥰) es gibt so viele schöne Augenblicke mit ihm.
Erst neulich stand er am Weihnachtsbaum, hat sich in der silberfarbenen Weihnachtskugel gesehen und winkte fröhlich und sagte dabei „Hi,Baby“
so so niedlich und lustig zugleich.
Wir hatten Pizza selber gemacht und ich fragte ihn ob er helfen möchte, sofort lief er los holte seinen Hocker, stellte diesen an die Küchentheke und fing an zu helfen und fröhlich zu erzählen, wie kann man nur so niedlich sein?
Ganz oft wenn er etwas zu essen hat möchte er dieses mit mir teilen oder bringt dann mehrere Teile mit, für jeden eins - sogar „Wau,wau“ wird nicht vergessen 😌

Vielleicht mag er mich irgendwann nicht mehr, vielleicht werden sich unsere Wege im Leben irgendwann teilen, vielleicht werden wir uns zerstreiten, man kann dies nie sagen, ich möchte alles für ihn tun um ihn auf das Leben vorzubereiten, ihn zu einen tollen Menschen erziehen, der gut mit seinen Mitmenschen umgeht, der sich seiner selbst bewusst ist, zu sich steht, der das machen kann was er möchte und seine Ziele die er sich setzt erreicht, dabei möchte ich ihn begleiten, unterstützen und für ihn da sein. Mamas und Papas sind irgendwann doof das verstehe ich (Pubertät), doch so lange er mich noch nicht doof findet, werde ich dies in vollen Zügen genießen, auch wenn die Erziehung mich manchmal an meine Grenzen bringt.

Ich bereue es nicht Mutter zu sein, ich finde es toll Mutter zu sein, einen so wundervollen Sohn zu haben, er ist das beste was mir im Leben passiert ist, niemals würde ich diese Erfahrung missen wollen. 🥰
Ich bin sehr dankbar dafür diese Erfahrungen machen zu dürfen, dieses ist nicht selbstverständlich - ich würde es nicht anders wollen. Es ist eine der schönsten Aufgaben sich um ein Kind zu kümmern, zumindest für mich. ❤️

W 27
 
  • #18
Danke liebe @Moon für deinen schönen Erfahrungsbericht.

Ich finde es sollten auch Frauen zu Worte kommen dürfen, die es lieben und geliebt haben ihre Kinder aufzuziehen, und für die es überhaupt ein großes Geschenk und Wunder ist Leben zu gebären und das Baby mit seiner Brust selber ernähren zu können und es aufwachsen zu sehen - und zu staunen wie schnell sie wachsen und was für tolle Erwachsene sie werden.

Ich jedenfalls freue mich schon sehr auf eventuelle Enkelkinder 🥰.
 
  • #19
Ich finde diesen Thread unsäglich.

Wie würdest du dich fühlen liebe @Meltan wenn deine Eltern insgeheim denken würden:

Also die Melanie und ihr Bruder die nerven echt. Hätten wir die nur nicht gekriegt. Für die Mühe und das rausgeschmissene Geld hätten wir uns noch eine dritte Millionenvilla auf den Kanaren kaufen können.

Wie würde sich das anfühlen?

Ich für meinen Teil bin unendlich dankbar meinen drei wunderbaren gesunden Kindern das Leben geschenkt zu haben 🥰.
Das wissen wir. Das ist ein anonymer Threat, hier darf man ungeschönt die Wahrheit sagen. Und es gibt Menschen, die nicht so denken wie du.
 
  • #20
Ich finde es sollten auch Frauen zu Worte kommen dürfen, die es lieben und geliebt haben ihre Kinder aufzuziehen, und für die es überhaupt ein großes Geschenk und Wunder ist Leben zu gebären und das Baby mit seiner Brust selber ernähren zu können und es aufwachsen zu sehe

Das war aber überhaupt nicht die Frage - und hier im Thread interessiert das auch keinen. Es war nämlich explizit die Frage, ob es hier welche gibt die es BEREUEN.
Und Beiträge wie deine Sorgen nur dafür, warum über solche Themen weiterhing geschwiegen wird. Genauso wie über Fehl- und Totgeburten.

Und ja, davon gibt es viele. Auch eine Freundin von mir. 37, zwei Kinder (Zwillinge) die heute 8 Jahre alt sind. Sie sagte schon mehrfach, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte um sich anders zu entscheiden, würde sie es tun.
 
  • #21
Ich finde diesen Thread unsäglich.

Wie würdest du dich fühlen liebe @Meltan wenn deine Eltern insgeheim denken würden.
Ich verstehe schon, dass du dir Kinder gewünscht haben, es genossen hast und die Kinder toll rausgekommen ist. Das ist super :)


Dass Eltern die Elternschaft bereuen gibt es halt wirklich. Das darf man ihnen auch nicht wirklich übel nehmen. Und klar ist das hart, vor allem als Kind. Meine Mutter zum Beispiel hat 1Mal zugegeben, dass sie sich hätte trennen sollen, es aber nicht geschafft hat, da sie dachte sie schafft es alleine mit meinem Bruder nicht. Dann war aber ich schon unterwegs. Sie hat mich immer total geliebt, ich hatte nie das Gefühl, dass ich ein Unfall bin. Trotzdem war ich wohl nicht 100% ein Wunschkind. Und das gibt es sehr sehr oft. Hier drin haben auch ein paar Leute gesagt, dass sie ungewollt schwanger geworden sind, das Kind aber heute über alles lieben.

Meine Mutter liebt mich über alles. Sie kam nach Australien, als ich ihr gesagt habe, mir geht es dort nicht mehr gut und ich fühle mich komisch. Dort drüber wurde ich krank. Sie hat IMMER für mich geschaut, mein ganzes Leben lang. Mehr Fürsorge kann man sich gar nicht wünschen. Sie hat viel Geld für mich ausgegen, Zeit, war IMMER da. Absolut IMMER. Ich bin mir ganz sicher, dass sie mich ÜBER ALLES liebt. Es ist sogar so, dass sie zu sehr auf mich fixiert ist und das eher die Psychose gefördert hat (laut Ärzten fördern Mütter die sehr auf ihr Kind fixiert sind Psychosen).
 
  • #22
Es kann ja auch sein, dass man es nicht für sich, sondern für sein Kind bereut.

Bei mir war ja auch eher der Vater die treibende Kraft, dann war er aggressiv und überfordert. Und auch wenn ich mit allem allein war, häufig am Limit, habe ich nicht meinen Sohn an sich bereut, sondern dass ich ihn mit diesem Mann bekommen habe. Einfach, weil ich meinem Kind was anderes gewünscht hätte. Eine intakte Familie, mittags selbstgemachtes Essen statt Mensafraß. Keine Betreuung bis 16 Uhr, die hier absolut furchtbar ist, er wäre viel lieber mittags wie seine Freunde heimgegangen und war die gesamte Grundschulzeit unglücklich im Hort. Auch die Coronazeit mit Homeschooling hätte man zu zweit besser auffangen können, wenn ich den Kindsvater damals besser ausgesucht hätte. Aber ich denke, es ist sinnlos, darüber nachzudenken. Ob es wirklich besser gelaufen wäre, kann mir keiner sagen.

Ich hatte auch meine Momente, wo ich dachte, ich hätte es ohne Kind leichter gehabt, aber deshalb bereue ich seine Existenz nicht. Die Vorpubertät war die Hölle, aber nun kommt langsam der Mann zum Vorschein, der er mal werden wird, und ich glaube, da gehts bei ihm in die richtige Richtung.

Mir fällt nichts ein, womit ich mein Leben hätte sinnvoller füllen können als mit ihm. Trotzdem bin ich auch froh, dass er bald erwachsen sein wird, und dann gibt es wieder mehr andere Dinge für mich.
 
  • #23
Das kann ich dir sagen. Es fühlt sich nicht gut an, aber man kommt drüber weg oder zerbricht dran mehr Möglichkeiten gibt es ja nicht.
Meine Mutter wollte zwar ein Kind, aber nicht mich so wie ich war (zu unnormal).
Den Kontakt zu meinem Vater (der oft genug gesagt hat dass ohne mich sein Leben viel besser gelaufen wäre etc. ) habe ich schon vor Jahren abgebrochen. (Nicht nur deswegen, da war schon noch mehr)
Sollte ich mal für ihn zahlen müssen, werde ich das machen aber das war’s dann.
Außerhalb deiner Blase kommt es also durchaus öfter vor dass Menschen Kinder bereuen oder mit dem Kind wie es ist unzufrieden sind. Das ist einfach Lebensrealität.
Nur zugeben ist selten.

Ich selber bereue es nicht Kinder bekommen zu haben. Ich wollte eine Familie weil ich halt selber keine hatte, und bin froh dass ich das so gemacht habe.

Und auch relativ früh mit Mitte 20. würde jetzt mit 40 keine Kleinkinder mehr haben wollen es ist doch sehr anstrengend (wobei bei mir noch eine chronische Krankheit dazu kommt da ist man natürlich eh schon weniger belastbar)
 
  • #24
Ich finde diese Fragestellung sehr merkwürdig. Erstens befremdlich....was soll diese Frage auf Englisch?? Wir sind in einem deutschsprachigen Forum. Soll das besonders abgehoben klingen?? Zweitens, und das ist meine ganz persönliche Meinung natürlich, es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass eine Mutter bzw ein Vater ein Kind "bereut". Es gibt bei uns genug Möglichkeiten, eine Mutterschaft bzw Vaterschaft zu verhindern bzw zu regeln und sich Unterstützung zu beschaffen, falls frau/man sich überfordert oder eingeschränkt fühlt.
Sehr schräg.
W ü50 glücklich mit 3 inzwischen erwachsenen Kindern
 
  • #25
Ich finde diese Fragestellung sehr merkwürdig. Erstens befremdlich....was soll diese Frage auf Englisch?? Wir sind in einem deutschsprachigen Forum. Soll das besonders abgehoben klingen?? Zweitens, und das ist meine ganz persönliche Meinung natürlich, es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass eine Mutter bzw ein Vater ein Kind "bereut". Es gibt bei uns genug Möglichkeiten, eine Mutterschaft bzw Vaterschaft zu verhindern bzw zu regeln und sich Unterstützung zu beschaffen, falls frau/man sich überfordert oder eingeschränkt fühlt.
Sehr schräg.
W ü50 glücklich mit 3 inzwischen erwachsenen Kindern
Anmassender geht es ja wohl kaum.. Erstens gibt es in deutscher Sprache kein Pendantwort dazu und der Begriff/Phänomen stammt aus dem englischsprachigen Raum, so wie viele Anglizismen wie z. B. Chat.
Zweitens liegt es nicht in deiner Kompetenz, den Menschen zu befehlen, wie sie sich zu fühlen haben. Du verurteilst im ernst die Frauen, die postnatale Depressionen entwickeln oder über Frauen, bei denen trotz Kinderwunsch sich keine Muttergefühle einstellen? Sicher, dass DU eine gute Mutter bist, wenn du nicht mal in der Lage bist, dich in anderen Menschen rein zu versetzen oder wenigstens andere Meinung zu akzeptieren??
 
  • #26
Ganz klares "Nein". Habe meine Mutterschaft nie bereut, egal wie dicke es als AE auch gekommen ist.
Das einzige was ich zeitweise bereue ist, dass ich mich aufgrund negativer erfahrungen mit dem kindsvater nie mehr getraut habe, weitere kinder zu bekommen.
 
  • #27
Mir fällt nichts ein, womit ich mein Leben hätte sinnvoller füllen können als mit ihm. Trotzdem bin ich auch froh, dass er bald erwachsen sein wird, und dann gibt es wieder mehr andere Dinge für mich.
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn Menschen den mehr oder weniger einzigen Sinn in ihrem Leben darin sehen, Nachwuchs zu bekommen. Ich finde es traurig, so ein beschränktes Leben führen zu müssen. Was macht man dann, wenn es mit Kindern nicht klappt?
 
N

Nordlicht444

Gast
  • #28
Ich kann es absolut verstehen, dass man die Mutterschaft bereut. In der Werbung zeigen sie nur strahlende Eltern und Babys, nur enge Freundinnen geben wirklich zu wie anstrengend es ist. Persönlich bereue ich meine Mutterschaft nicht, dass liegt aber nur an den Umständen. Ich habe eine 8jährige Tochter und bin alleinerziehend. Jetzt gibt es schöne Zeiten und auch anstrengende, wobei ich nur Teilzeit arbeite und Papa und Oma auch auf sie aufpassen (deshalb sehe ich mich nicht wirklich als alleinerziehend). Im ersten Jahr nach der Geburt haben die anstrengenden Zeiten die schönen Augenblicke deutlich überwogen. Ich kann mich ehrlich gesagt kaum daran erinnern (war die ganzen Jahre so), was wohl an dem Schlafmangel liegen muss. Wenn man feiern geht und in der einen Nacht kaum schläft, ist es eine Sache, aber ein Jahr lang eine ganz andere Sache. Damals dachte ich mir, dass ich mich gegen ein Kind entscheiden würde, wenn das 18 Jahre lang so wäre wie im ersten Jahr, aber das Kind entwickelt sich weiter. Ich dachte mir auch, dass ich keine Ressourcen hätte um mich um ein älteres Geschwisterkind zu kümmern und es auch mit eigener Krankheit nicht schaffen würde.

Wenn ich AKTUELL kinderlos wäre und die Entscheidung für/gegen ein Kind treffen müsste, würde ich mich definitiv gegen Kinder entscheiden. Es ist ja absehbar, dass in den nächsten Jahren/Jahrzehnten eine wirtschaftlich schwerere Zeit auf uns zukommt (und ich bin ein optimistischer Mensch). Das führt dazu, dass Menschen eher mehr arbeiten müssen, d. h. mehr Stress, weniger Zeit für die Kinder, mehr Sorgen.

Meine Tochter ist in der zweiten Klasse und ich bin froh, dass ich ihr Kraft geben konnte in der Coronakrise. Als sie in der ersten Klasse war und im Herbst die Coronazahlen stiegen, erklärten ihr Lehrer die Veränderungen in der Schule und sie war total fertig, hat geweint und ich musste sie trösten. Homeschooling war auch schwer, obwohl sie leistungsstark ist. Sie hat die Schule sehr vermisst und ich bin oft dankbar, dass sie derzeit gehen kann. W, 35
 
  • #29
Reue empfindet man normalerweise für einen Fehler. Wie kann aber etwas natürliches wie Kinder bekommen als Fehler gesehen werden?
Es gibt natürlich Menschen, die IMMER dort sein möchten, wo sie gerade nicht sind. Dafür gibt es bestimmt individuelle Gründe. Aber für mich gilt, dass ich im Großen und Ganzen meine Entscheidungen nicht bereue.
Non, je ne regrette rien 😊.
 
  • #30
Ich finde diese Fragestellung sehr merkwürdig. Erstens befremdlich....was soll diese Frage auf Englisch?? Wir sind in einem deutschsprachigen Forum. Soll das besonders abgehoben klingen?? Zweitens, und das ist meine ganz persönliche Meinung natürlich, es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass eine Mutter bzw ein Vater ein Kind "bereut". Es gibt bei uns genug Möglichkeiten, eine Mutterschaft bzw Vaterschaft zu verhindern bzw zu regeln und sich Unterstützung zu beschaffen, falls frau/man sich überfordert oder eingeschränkt fühlt.
Sehr schräg.
W ü50 glücklich mit 3 inzwischen erwachsenen Kindern
Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Englischen, nur darum habe ich es so geschrieben. Es ist nicht, um besonders hervor zu stechen oder so...es kann heutzutage eh fast jeder gut Englisch.

Das ist schön! Es gibt halt auch Leute, die es schon bereuen...das ist ja auch nicht als "Hassthread gegen Kinder" gedacht sondern als offener anonymer Austausch ;)
 
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