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  • #1

Richtiges Alter zum "Kinder kriegen"?

In meinem Bekanntenkreis herrscht momentan der absolute Babyboom. Ich selber möchte auch gerne irgendwann einmal Kinder haben. Momentan befinden mein Freund und ich uns allerdings beide in beruflichen Weiterbildungen, die noch ca. 3 Jahre dauern werden. danach steht dann erst nochmal ein Traumurlaub, ein Eigenheim und natürlich die berufliche Neuorientierung und Verfestigung an, um überhaupt eine Basis zu schaffen. Das heißt, dass für mich frühstens mit ca. 33 Jahren der Zeitpunkt gekommen ist um konkret über Familienplanung nachzudenken. Ständig muss ich mir anhören, dass das fürs erste Kind nun doch sehr spät sei usw... Teilweise bekomme ich ansatzweise Gefühle von Torschlusspanik, obwohl ich eigentlich weiß, dass es Quatsch ist. Bin dennoch unsicher... Wie seht ihr das? Wie war das bei euch?
 
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  • #2
Laß Dir nichts einreden. Die ältere Generation Deiner Eltern oder aber aus anderen Kulturen sind gewohnt, Kinder in ihren 20igern zu bekommen. Eine moderne Frau von heute, vielleicht noch mit hohem Bildungsabschluß, bekommt oft ihr Kind zwischen 30 und 40 - oder leider gar nicht. Schau auf die Prominenten (Kronprinzessin Victoria, Verona Pooth) keiner von denen bekommt das Kind U30. Ich glaube, Dein angepeiltes Alter ist schon ganz korrekt. Genieß Deine Freiheit ohne Kind noch bis dahin.

m, 38
 
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  • #3
Ich (w,52) war mit 23 mit dem Studium fertig, dann habe ich ca. 6 Jahre gearbeitet bis ich zum ersten Mal schwanger wurde. Für mich war Ende 20 der ideale Zeitpunkt. Allerdings hatten wir weder Haus, noch "Traum"urlaub, noch Neuorientierung auf unserer Liste der zu erledigenden Dinge bevor ein Kind kommt. Mit einem Kind endet nicht das Leben, es wird einfach nur anders. Wir haben das Haus zeitlich mit der Geburt des zweiten Kindes gekauft und unsere Urlaube waren immer gut. Warum ein "Traumurlaub" vor einem Kind kommen soll, kann ich nicht verstehen.

Meine drei Kinder sind jetzt flügge und es macht Spaß, jetzt viele Dinge zu tun, für die ich in meiner Jugend weder Zeit noch das nötige Kleingeld hatte. Für mich persönlich war es gut, die Kinder in meinen jungen Jahren zu haben, aber das muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Nur Kinder zu bekommen, weil Freunde Kinder bekommen, ist auf jeden Fall der falsche Ansatz.
 
  • #4
Du hast absolut recht: Erst Beruf, Eigenheim und Stabilität, dann Familiengründung. Alles andere ist grober Unfug.

Im übrigen ist sogar schon das Durchschnittsalter der Erstgeburt über 30. Wer also behauptet, das sei spät, hat einfach keine Ahnung von der modernen Gesellschaft. In den 20igern schaffen es heutzutage nur die wenigsten Akademikerinnen, schon Kinder zu kriegen. Frauen mit Ausbildungsberufen haben es da leichter, da sich bei ihnen die stabile Phase schon früher einstellt.
 
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  • #5
Warum ein "Traumurlaub" vor einem Kind kommen soll, kann ich nicht verstehen.

Der Traumurlaub ist eine mehrwöchige Skandinavienrundreise im Wohnmobil - ein langersehnter Traum, auf den wir nebenbei versuchen zu sparen.

Einen Urlaub dieser Art stelle ich mir mit einem Säugling oder Kleinkind schwierig vor. Mit etwas älteren Kindern mag es anders sein. Davon abgesehen wird der Urlaub voraussichtlich in die Zeit fallen, wo aufgrund der neuen beruflichen Einarbeitung noch ein ungünstiger Zeitpunkt für eine Familiengründung wäre.
 
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  • #6
Das kommt doch auch darauf an, wie viele Kinder du willst / ihr wollt. Wenn du noch 5 Kinder bekommen willst, ist Mitte 30 wahrscheinlich zu spät, für eins reicht es allemal.
 
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  • #7
#3 [mod]

Es gibt gebildete Frauen, die bevor sie in das Alter der Risikoschwangerschaft rutschen, gerne Kinder bekommen, vielleicht auch, weil sie mehr als nur ein verwöhntes Einzelkind bekommen wollen. Das ein Eigenheim jetzt zur Voraussetzung einer Familiengründung gehört ist für mich auch völlig neu. Aber sehr wahrscheinlich ist man schon Prolet, wenn man gar kein Interesse an einem Eigenheim hat!

Meine Erfahrung ist, Kinder sollten dann kommen, wenn man sie ernähren kann, vorher nicht. Das ist aber auch schon alles an Voraussetzung. So wie #2 das sieht sehe ich es auch. Wenn es beruflich etwas länger dauert, finde ich das auch unproblematisch.

Junge Mütter sind übrigens auch für Kinder sehr schön, statt eine 60 jährige Mutter zu haben, die am Abiball für die Oma gehalten wird...
 
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  • #8
Du hast absolut recht: Erst Beruf, Eigenheim und Stabilität, dann Familiengründung. Alles andere ist grober Unfug.
Oder Ausrede von Personen, die es nicht schaffen, alles gleichzeitig straff und organisiert auf die Reihe zu bekommen.

<MOD: Beleidigung entfernt.> Weil das Studium, der Job, das Eigenheim sämtliche Energie absorbiert? Wie weit bist Du denn selbst mit "Beruf, Eigenheim und Stabilität, dann Familiengründung" , um <MOD: Umformuliert, um Beleidigung zu entfernen> so etwas zu äussern? <MOD>

m/42

<MOD: Schreiben Sie einfach IHRE Meinung und greifen Sie keine Teilnehmer persönlich an. Jeder darf seine Meinung zum Thema schreiben, aber doch wohl nicht andere derart persönlich beleidigen! Reißen Sie sich einfach zusammen oder bleiben Sie dem Forum fern.>
 
  • #9
Oder Ausrede von Personen, die es nicht schaffen, alles gleichzeitig straff und organisiert auf die Reihe zu bekommen.
Denke ich nicht -- erst Nesrbau, dann Brüten. Hausbau mit Kleinkind ist hundertmal nerviger als als Paar. Berufliche Ortswechsel und Co werden mit Familie fast unmöglich; 70-Stunden-Wochen und sich richtig reinknien ebenfalls -- denn mann will ja auch seine Familie sehen.

Nein, alles zu seiner Zeit und Familiengründung setzt für mich voraus, dass man dann auch die Prioritäten richtig setzt und man selbst was von seinen Kindern und umgekehrt die Kinder von ihren Eltern haben.

"Straff organisiert" ist auf jeden Fall nicht das Familienleben, das ich mir vorstelle. Wie schrecklich. Am besten mit 6 Wochen in eine Krippe geben und sich "verwirklichen". Oh Gott, wie grausam. Ne, also das brauche ich wahrlich nicht.
 
  • #10
Dei 20er sind nach wie vor die optimalen jahre körperlich, gesellschaftlich und auch beruflich.

Nie wieder kann man sich die Zeit so frei einteilen wie im Studium und wenn die richtige Arbeit beginnt ist der kleine schon aus dem Gröbsten und kann in den Kindergarten.

Gesellschaftlich sind alte Mütter eigentlich sehr traurig, gehen wir mal von 35 und einer Tochter aus, wenn die Tochter auch mit 35 ihr erstes (einziges) Kind bekommt, dann ist die Oma 70 also höchstwahrscheinlich Tod oder in keiner körperlichen Verfassung mehr in der man mit einerm Enkerl herumtoben kann, mit ca. 5 Jahren setzt das Erinnerungsvermögen von Kindern ein also wenn die Oma nicht mindesten 75 wird hat das Kind nie eine Oma gehabt.
Wieviel von euch haben eigentlich Onkeln und Tanten/Cousin o. Cousinen? Die Verwandschaftsgruppe ist nämlich auch gerade am aussterben, da das mit einem Kind nicht geht.
 
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  • #11
Ich denke, dass eine gesunde Basis für eine Familiengründung notwendig ist. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man dem Kind etwas bieten kann (z.B. Teilnahme an Klassenfahrt, Ausflüge (Zoo etc.), Urlaub). Und ich denke auch, dass man vor allem ZEIT für das Kind haben muss. Die hat man definitiv nicht, wenn man damit beschäftigt ist und den Alltag straff organisieren muss, um alles zu schaffen.
Wenn beide Partner in einer Weiterbildung sind, um an ihrer Karriere zu arbeiten, finde ich genau richtig mit der Familiengründung zu warten. Und wenn man es sich als Ziel setzt ein Eigenheim zu schaffen bevor man Kinder bekommt, ist das auch ok.
Letztendlich gehören zum Kinder kriegen auch immer zwei. Von daher sollte man den Zeitpunkt auch gemeinsam ins Auge fassen.
Und das Einzelkinder verwöhnt sind, mag vielleicht hin und wieder zutreffen, ist generell aber ein Vorurteil - meine Meinung. Auch im Zeitraum der Risikoschwangerschaft ist es möglich noch mehrere Kinder zu bekommen. Im Alter von Anfang 30 sehe ich da gar keine Probleme.
 
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  • #12
Gesellschaftlich sind alte Mütter eigentlich sehr traurig, gehen wir mal von 35 und einer Tochter aus, wenn die Tochter auch mit 35 ihr erstes (einziges) Kind bekommt, dann ist die Oma 70 also höchstwahrscheinlich Tod oder in keiner körperlichen Verfassung mehr in der man mit einerm Enkerl herumtoben kann, mit ca. 5 Jahren setzt das Erinnerungsvermögen von Kindern ein also wenn die Oma nicht mindesten 75 wird hat das Kind nie eine Oma gehabt.
Wieviel von euch haben eigentlich Onkeln und Tanten/Cousin o. Cousinen? Die Verwandschaftsgruppe ist nämlich auch gerade am aussterben, da das mit einem Kind nicht geht.

Na, das ist sehr positiv gedacht. Gerade in den 20igern geschlossene Partnerschaften haben noch nicht die Stabilität, weil man sich persönlich stark ändert. 50% aller Ehen werden geschieden, bei Unverheirateten sieht es noch schlimmer aus. Da sehen die Kinder weder Vater noch Großeltern des Vaters. Da nützt es Dir auch nicht, mit 20 ein Kind bekommen zu haben. Der Trend geht heute eindeutig zur Erstgeburt ab 30, die FS sollte sich nicht verrückt machen lassen.

m, 38
 
  • #13
Der Trend geht heute eindeutig zur Erstgeburt ab 30

Nur weil es im Trend ist, bedeutet es nicht, dass es auch gut ist. Paare trennen sich in jedem alter und wenn man seit 15 jahren zuammen ist und sich dann kinderlos mit 35 trennt... wem genau ist dabei geholfen, da könnte das Kind schon 10-12 Jahre alt sein und sogar noch Geschwister haben.. und vieleicht hätte dei Beziehung dann sogar noch ein paar jahre länger gehalten oder wäre ganz anders verlaufen.
Spekulationen bringen in dem Fall nicht aber es gibt Fakten, die Einstellung hat in Österreich zu einer Geburtenrate von 1,4 geführt und wenn man davon die Migrantenkinder abzieht bleiben stolze 0,8 Kinder pro österreichischer Frau über... in Deutschland wird das nicht viel anders sein.
 
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  • #14
Denke ich nicht -- erst Netsbau, dann Brüten. hausbau mit Kleinkind ist hundertmal nerviger als als Paar. Berufliche Ortswechsel und Co werden mit Familie fast unmöglich; 70-Stunden-Wochen und sich richtig reinknien ebenfalls -- denn mann wil ja auch seine Familie sehen.
<MOD: Stichelei entfernt.>

Mein Sohn hat die ersten 10 Jahre seines Lebens in 5 Ländern auf drei Kontinenten verbracht. Kann eigentlich keine Schäden an ihm erkennen und sooo kompliziert war das auch nicht. Für Hausbau hat man Handwerker und Architekt, die hauen einem eine vernünftige Bude in 5 Monaten hin (ebenfalls eigene Erfahrung). Eine 70 Stunden-Woche überlasse ich Leuten mit schlechtem Zeitmanagement.
"Straff organisiert" ist auf jeden Fall nicht das Familienleben, das ich mir vorstelle. Wie schrecklich. Am besten mit 6 Wochen in eine Krippe geben und sich "verwirklichen". Oh Gott, wie grausam. Ne, also das brauche ich wahrlich nicht.
Wiederum eine ungerechtfertigte Unterstellung. Man organisiert seinen Tagesablauf straff und organisiert, DAMIT man Zeit mit seinen Kindern verbringen kann. Die mit Kindern verbrachte Zeit ist NICHT straff organisiert..finde den Unterschied!

<MOD: Diskussion der Moderation nicht gestattet.>

<MOD: Bitte keine Signaturen über Alter und Geschlecht hinaus! Registrieren Sie sich, wenn Sie wiedererkannt werden möchten!>

m42
 
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  • #15
Zum Thema Traumurlaub:
Ein guter Freund von mir war mit seiner Frau und der 6 monatigen Tochter ein Dreiverteljahr in Indien unterwegs.
Es war einfach nicht anders zu planen. Das Kind war ein "Unfall" und das Sabbatjahr in seiner Firma, in der er eine Führungsposition hatte, war nur zu dieser Zeit möglich.
Ich finde es völlig schwachsinnig, mit dem Leben sozusagen "abzuschließen" indem man alle Sachen, von denen man glaubt, daß sie schön sind, vorher erledigt.
Auf diese Art und Weise ist es tatsächlich frustrierend und einengend, eine Familie zu gründen.
Ich habe meine Tochter mit 23 bekommen und dabei studiert. Klar war das anstrengend, ich konnte mir weder die Nächte um die Ohren schlagen, wie meine Komilitonen, noch ein Auslandssemester machen.
Aber jetzt, mit Mitte 40, bin ich frei. Ich habe Zeit, Kraft und Energie, etwas völlig neues anzufangen und freue mich auf meine Enkel und darauf, daß ich meine Tochter unterstützen kann. Das ist einfach nur genial.
 
  • #16
Dei 20er sind nach wie vor die optimalen jahre körperlich, gesellschaftlich und auch beruflich.
Körperlich: Stimmt.
Gesellschaftlich: Derzeit nicht, aber wünschenswert wäre es möglicherweise.
Beruflich: Ganz und gar nicht! Faktisch einfach falsch.

Nie wieder kann man sich die Zeit so frei einteilen wie im Studium und wenn die richtige Arbeit beginnt ist der kleine schon aus dem Gröbsten und kann in den Kindergarten.
1. Sorry, aber die intensiven Studiengänge gestatten so eine Zeiteinteilung nicht. "Semesterferien" sind vorlesungsfreie Zeiten, nicht Ferien; 60-Stunden-Wochen und mehr bei Diplom- und Doktorarbeit der Normalfall und Praktika kommen so, wie sie kommen, nicht wie man sie sich einteilt. Zumindest in den anspruchsvollen Studiengängen wie Naturwissenschaft muss man schon voll dabei sein und nicht parallel Kinder kriegen.

2. Auch findet man in dem Alter ja gar keinen Partner, der schon Kinder mit einem möchte!

3. Wie soll man das Finanzieren? Auf Kosten der Allgemeinheit Kinder kriegen? Das wäre doch auch Mist!

Nein, Akademikerinnen müssen erst ihr Studium beenden, den Berufseinstieg erfolgreich durchlaufen und können dann anfang 30 Kinder kriegen -- vorausgesetzt, sie haben bis dahin eine stabile Partnerschaft und die Umstände passen.

Fakt ist aber leider eben auch, dass sich der Mensch zwischen Studium und Beruf noch einmal sehr stark weiterentwickelt und verändert. Daher scheitern sehr viele Partnerschaften im Übergang Studium zu Beruf.

Auch die nötige innere Reife wird bei vielen Akademikern erst mit dem Berufseinstieg erreicht. Studentenleben ist einfach keine Basis für Stabilität und Verantwortung, für Reife und Familie.
 
  • #17
Schon wieder so ein Thema, wo sich angegiftet wird! Wie oft hatten wir das hier eigentlich schon?

Fakt ist, jeder sollte das für sich allein entscheiden....schließlich muß er später selbst mit seiner eigenen Misere zurecht kommen!

Ich gebe jedoch eines zu bedenken! Sollte der Traumurlaub auch mit einem Wohnmobil nach Skandinavien stattfinden und sorgsam geplant werden.....wenn der und ein Hausbau zunächst erst einmal im Vordergrund stehen, könnte es durchaus sein, daß man ohne Kind glücklicher würde.
 
  • #18
Meine Schwester hatte während ihres Mathematik/BWL-Studiums zwei Kinder in die Welt gesetzt und sogar noch geheiratet. Inzwischen hat sie drei Kinder. Alles eine Frage der Organisation. Heute ist sie froh, sich so entschieden zu haben, da ihre Kinder fast erwachsen sind und sie in den besten Jahren. Selbstverständlich haben sie und ihr Mann auch ein Haus gebaut. Merkwürdig ist wohl, daß meine Schwester und ihr Mann inzw. 20 Jahre verheiratet sind und sich über 25 Jahre schon kennen.
 
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  • #19
um überhaupt eine Basis zu schaffen.

Wie war das bei euch?

Die beste BASIS für ein Kind ist, das es erwünscht ist!

So war das bei mir. Alles andere ist Zubrot wie man so schön sagt.

Es ist dein Leben und nicht das deiner Bekannten. Es soll ja auch Frauen geben, die gar keine Kinder bekommen und damit zufrieden sind.

Und wenn ein Kind willkommen ist, schafft man manches, was sonst eigentlich nicht geht.

w,39
 
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  • #20
Liebe FS,
deine Denkweise ist völlig richtig.
Ich (w42) habe auch studiert, dann ein paar Jahre gearbeitet und dann geheiratet und Kinder bekommen. Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass man nach der Elternzeit, wieder zurück in seinen Beruf kann, auch teilzeit. Einen Teilzeitjob zu bekommen, ist normalerweise kaum möglich.
Auch hat man sich finanziell ein Polster geschaffen. Man kann den Kindern einfach mehr bieten und steht auch selbst mehr auf festen Beinen.
Auch ist man als Eltern mit Ü30 absolut nicht zu alt. Es gibt sogar heutzutage viel Ü40 Mütter.
 
  • #21
2. Auch findet man in dem Alter ja gar keinen Partner, der schon Kinder mit einem möchte!
3. Wie soll man das Finanzieren? Auf Kosten der Allgemeinheit Kinder kriegen? Das wäre doch auch Mist!
Es gibt Männer wie Sand am Meer, die da schon Kinder haben wollen, ich suche schon seit ich 25 war nach eine passenden Partnerin und habe da schon mehr verdient als die meisten Akademiker je werden.
Nein, Akademikerinnen müssen erst ihr Studium beenden, den Berufseinstieg erfolgreich durchlaufen und können dann anfang 30 Kinder kriegen -- vorausgesetzt, sie haben bis dahin eine stabile Partnerschaft und die Umstände passen.

Fakt ist aber leider eben auch, dass sich der Mensch zwischen Studium und Beruf noch einmal sehr stark weiterentwickelt und verändert. Daher scheitern sehr viele Partnerschaften im Übergang Studium zu Beruf.

Auch die nötige innere Reife wird bei vielen Akademikern erst mit dem Berufseinstieg erreicht. Studentenleben ist einfach keine Basis für Stabilität und Verantwortung, für Reife und Familie.

Nach dem Berufseinstieg vergehen wieder 1-3 Jahre dann ein Jobwechsel und wieder 1-3 Jahre nach Deiner Rechnung ist der Richtige Zeitpunkt nie !!

Mit der Reife kommt mit dem Kind und wenn sie nicht kommt, dann wäre sie auch später nicht gekommen. Dafür gibt es endlos Beispiele. Bei uns hat jede nennenswerte weibliche Führungskraft ihr erstes Kind Anfang-Mitte 20 bekommen und was soll man denen jetzt erzählen ...es geht nicht?

Bei einer guten Partnerschaft entwickeln sich die Partner zusammen weiter und nicht auseinander, was übrigend auch unterstützt wird mit einem gemeinsamen Ziel... zb ein Kind zu einem anständigen Menschen zu erziehen.
Natürlich kann es auch schief gehen, aber das kann und tut es Alters- und Umstandsunabhängig.
 
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  • #22
@#15 Frederika
naja, vielleicht hast du woanders Naturwissenschaften studiert und promoviert. Ich hatte weder während des Studiums noch bei der Diplomarbeit, und ebensowenig während der Promotion 60h/ Woche.
Ich habe das auch in Regelstudienzeit geschafft.
Während der Promotion habe ich genug Geld verdient, um Kinder zu ernähren.

Meiner Meinung nach sollte jeder Kinder kriegen, wenn er so empfindet und nicht aus rationalen Gründen entscheiden. Später hat man nämlich auch nicht mehr Zeit. Irgendwann muss man die Eltern pflegen usw.
Und das mit dem Eigenheim ist ja auch ganz interessant. Wie will man das in etwa 5 Jahren denn zusammensparen, selbst mal als Berufsanfänger 2500-3000€ netto vorrausgesetzt. Irgendwie rechne ich immer ganz anders.
 
  • #23
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie man Studium/Beruf und Familie eintakten kann. Es ist mir schleierhaft, wie man immer nur ein einziges Modell als das Nonplusultra hinstellen und alle anderen Wege abschätzig herunterputzen kann. Gerade bei Akademikern bin ich immer wieder über über so einseitige und schwarz-weiß gezeichnete Sichtweisen verwundert.

Ich kenne Paare, die während des Studiums (Anfang 20) oder der Promotion (Mitte 20) ihre Kinder bekommen haben. Ich kenne Paare, die direkt nach dem Berufseinstieg (Frau Ende 20 oder Anfang 30) mit dem Nachwuchs begonnen haben. Und ich kenne auch Paare, die sich erst einmal ein paar Jahre lang eine gefestigte Stellung im Beruf erarbeitet haben, bevor sie (mit Mitte/Ende 30) Kinder gezeugt haben.
Natürlich haben diese Paare sich allesamt Gedanken um ihre persönliche Lebensplanung gemacht und die für sie optimale Entscheidung getroffen. Die kann offenbar sehr unterschiedlich ausfallen, da sie eben nicht allein vom Beruf, sondern auch von der sonstigen Situation des Paares und von seinem Umfeld abhängt.

Wenn also für Dich, liebe FS, der passende Zeitpunkt mit Anfang oder Mitte 30 da ist, dann ist das vollkommen in Ordnung so. Auch, wenn es bei anderen Paaren anders ist.
 
  • #24
Ich persönlich bin der Meinung, dass Frauen nach 40 keine Kinder mehr bekommen sollten (wegen Risikoschwangerschaft), Männer sollten m.E. nach 50 nicht mehr (wegen des Alters). Der Rest ist von mir aus gesehen heutzutage so individuell verschieden, dass man darauf keine pauschalen Antworten geben kann (und soll). Wenn Du, wie Du schreibst, das erste Kind mit (frühestens) 33 vorgesehen hast, so empfinde ich das keinesfalls als zu spät. Vom Babyboom im Bekanntenkreis würde ich mich mal gar nicht erst anstecken lassen - und allfällige Bemerkungen von wegen "wann kommt denn das erste?" o.dgl. würde ich sofort und unmissverständlich abstellen! Im Übrigen finde ich es gut, wenn ihr so umsichtig plant - es gibt genug Leute, die es andersrum machen, d.h. die zuerst handeln und dann erst im Nachhinein (evtl.) darüber nachdenken, ob sie richtig gehandelt haben...
 
  • #25
Dreiunddreißig ist als Alter für die Geburt des ersten Kindes kein Problem. So alt war ich auch.

Einen idealen Zeitpunkt gibt es definitiv nicht. Irgendetwas paßt immer ausgerechnet nicht. Dessen sollte man sich bewußt sein. Als Faustregel würde ich sagen: Je mehr Kinder Du haben willst, desto eher solltest Du anfangen damit. Ich empfinde den Berufsabschluß und drei Jahre Berufstätigkeit als ideal. Hausbau und Traumurlaub ist kein Kriterium. Ein Haus sollte nur gebaut werden, wenn man vorher genug Eigenkapital auf die hohe Kante legen konnte (wenigstens 25%). Eigenkapital kann man am besten ohne Kinder anhäufen (mehr arbeiten, weniger ausgeben).

Die meisten Frauen warten heutzutage viel zu lange - meist auf den perfekten Zeitpunkt.
 
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  • #26
Rein vom Alter her mag 33 ideal sein für eine Schwangerschaft. Aber wozu warten, wenn man jetzt bereits den passenden Partner gefunden hat?

Vom Bekanntenkreis und vom gegenseitigen Babysitten wäre JETZT der ideale Zeitpunkt.
Für Freundinnen ist es super, gleichzeitig schwanger zu sein und gleichzeitig den Kinderwagen zu schieben.
Die Kinder kennen sich, die Mamis und Papis kennen sich, man hat die gleichen Phasen und passt gegenseitig auf die Babies auf.
Dein Kind wird in 5 Jahren alleine aufwachsen, die anderen Kinder kommen dann schon in die Schule.

Wenn Ihr Hausbau und Campingurlaub als Argumente gegen ein Kind vorschiebt, werdet Ihr in 5 Jahren andere Gründe finden, weshalb es gerade mit Kind nicht passt.

Was soll das denn mit dem Haus? Ein Kind kann super in einer Mietwohnung oder im gemieteten Haus aufwachsen. Hauptsache, die Eltern lieben sich und das Kind. Durch finanzielle Nöte und Engpässe beim Hausbau sind schon viele Paare getrennt worden. Egal ob Kinder oder nicht, Finanzprobleme sind Beziehungskiller.
Gemeinsame Schulden halten eine Beziehung nicht zusammen.

Wenn ein Mann generell ein Kind will aber JETZT noch nicht, in 2 - 3 Jahren wäre es besser, klingen bei mir die Alarmglocken.
Irgendwann bist Du 40 und Dein Mann bekommt ein Kind mit einer 25-Jährigen. Hab ich im Bekanntenkreis bereits mehrfach erlebt.
In 2 - 3 Jahren ist die Beziehung häufig wegen einer anderen Frau beendet.

Ihr werdet Euren Bekanntenkreis verlieren. Familien verkehren mit Familien, Singles mit Singles, Pärchen mit Pärchen. So ist meine Erfahrung.
 
  • #27
Die beste BASIS für ein Kind ist, das es erwünscht ist!
So war das bei mir. Alles andere ist Zubrot wie man so schön sagt.
. . .
Und wenn ein Kind willkommen ist, schafft man manches, was sonst eigentlich nicht geht.
w,39

Genau, ebenso stimme ich anderen Kommentaren, insbesondere Gast #25 zu.

Gut, bei mir lief es auch so geordnet, wegen der Umstände und nicht der "Karriere" .
Mit 23 Diplom (5J. studiert), danach 4 Jahre gearbeitet und promoviert, also auch schon Geld verdient. Firmenwechsel. Ein Jahr später geheiratet, mit 28 das erste Kind, mit 30 das zweite.
Die Rückkehr in den Beruf war zuächst gegeben. Später, als Mutter mit zwei kleinen/schulpflichtigen Kindern sehr schwer - oft wegen der Kinder, trotz Ehemannes.
Zum Glück war ich mit Mitte 40 noch nicht ZU alt, um schließlich doch wieder eine interessante und verantwortungsvolle Arbeit zu bekommen.

Hausbau erst mit Kindern, berufliche Umorientierung wegen Arbeitslosigkeit mit Kindern.
Man kann nie alles durchplanen und berücksichtigen, manches ist schwer, aber machbar.

Haus muss nicht sein - siehe #25, ich habe ebenso mehr Ehen deswegen scheitern sehen. Es sind meist die überzogenen oder unrealistischen Erwartungshaltungen derer, die in einem Eigenheim aufgewachsen sind, möglich noch verwöhnt und fern der Realität.
Urlaub mit Kindern toll, ansonsten hatte ich während meiner Promotionsjahre auch ganz normall Urlaub und Reisen.

Studium mit Kind funktioniert auch, sind meist Paare, von denen sich einer später noch für ein Studium entscheidet, diese sind definitiv ergeiziger und reifer.
Manche werden ohne Familie nie reif und verantwortungsbewusst.

Also bis Anfang 30 halte ich für günstig.
Für (viel) später gebe ich folgendes zu bedenken.

Frau hat sich abgerackert für Beruf/Karriere (Hausbau,...), hat sich an Erfolg und Bestätigung im Beruf gewöhnt.
Vielleicht körperlich ausgepowert, nicht mehr so belastbar,

Psychische und soziale Umstellung auf Mutterrolle (ohne tägliche Anerkennung) fällt viel schwerer. Wochenbettdepressionen häufiger als bei jüngeren.

Wiedereinstieg in den Beruf kann erst später als bei jüngeren Muttis erfolgen, vielleicht erst Ende 40 , ergo fällt ebenso wieder schwerer als den jüngeren Muttis.
Es kann auch sein, man gehört dann schon zu den Alten, die keiner mehr will. (auch mit Promotion oder steiler Karriere).

Sorry Frederika, Deine Argumente überzeugen mich überhaupt nicht, das sind nicht haltbare Totschlagargumente und ein falsch oder richtig gibt es auch nicht.

Statistiken bilden die Gegenwart und Vergangenheit ab, mehr nicht. Ob das Ergebnis gut oder schlecht für die Gesellschaft ist, zeigt sich manchmal erst später, manchmal verschließt man einfach nur die Augen vor den Tatsachen bzw. zieht die falschen Schlussfolgerungen - die Kalamität der Alterstruktur in Deutschland.

Und nach der Statistik oder nach Trends zu leben, muss niemand. Jeder sollte das Beste aus seinem Leben machen.
 
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  • #28
...wann ist der richtige Zeitpunkt?.. Ich denke der ist sehr individuell!!! Also ich finde das angestrebt alter perfekt, aber ich denke, es ist dann perfekt/ i.O. wenn die FS innerlich diesen Wunsch verpsürt und nicht, dann, wenn "alle" anderen Kinder bekommen! Denn das kann indivuell verschieden sein!Und was für den einen so stimmt, ist für den anderen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht richtig! Also liebe FS höre auf Dich und Dein Gefühl!!! Es geht ja schließlich um Dich und dein Kind das abhänig von Dir ist! -und nicht um irgendwelche Meinungen!!!

@Zu den Antworten möchte ich mich mal so äußern, die meisten sind ok. allerdings finde ich es schon sehr seltsam, dass hier der FS zum Vorwurf gemacht wird, weil Sie sich und ihrem Partner den Wunsch nach einer gemeinsamen Basis bzw. "Lebenstraum" erfüllen mag!!! Ist es denn egoist isch, wenn mann erst mal in die Parterschaft investiert?-Ich denke, wenn erstmal der Alltag/Kin(er) da sind, kann man in ev. Krisenzeiten auch da mal davon zehren!!! -mal drüber nachdenken-
Außerdem finde ich es sehr verantwortungsvoll, so mit dem Thema umzugehen! -Denn ich nehme mal an, dass einige der Beiträge ich hab mein Kind auch währe nd des Studiums aufgezogen und hab das auch gut hinbekommen- ungeplante Schwangerschaften waren!?-tja schön, dass ihr es so toll hinbekommen habt, aber ich denke im Vorfeld Planen ist auch nicht schlecht oder?...
Und wenn hier eine zb. 18 jähre posten würde: hey hab keinen Plan keinen Schulabschluss, Ausbildung et c. will aber mit meinem Freund ein Kind oder bin Schwanger, wür den alle drüber herfallen und über die unverantwortlichkeit dessen herzeihen- Ich glaub keiner würde mehr sagen: hey wie toll endlich eine junge Mutter!!!
 
  • #29
Die Schwangerschaften meiner Schwester waren geplant. Es ist kaum anzunehmen, daß ein Akademikerpaar ungeplante Schwangerschaften riskiert. Der völlig rationale Gedanke war einfach der, daß sie aus gesundheitlichen Gründen bis 27 ein Kind haben wollte und die Zeit nach der Niederkunft mit ihrer Diplomarbeit verbrachte. Außerdem gab es auch einen Vater, der selbst als Doktorand genügend Zeit hatte, sich um die Kinder (ein weiteres kam danach) zu kümmern. Weiterhin gab es Großeltern, die das junge Elternpaar tatkräftig unterstützten.
 
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Vicky

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  • #30
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie man Studium/Beruf und Familie eintakten kann. Es ist mir schleierhaft, wie man immer nur ein einziges Modell als das Nonplusultra hinstellen und alle anderen Wege abschätzig herunterputzen kann. Gerade bei Akademikern bin ich immer wieder über über so einseitige und schwarz-weiß gezeichnete Sichtweisen verwundert..

Das sehe ich genauso. Es gibt in der Tat viele verschiedene Modelle und alle haben mal mehr, mal weniger Vor- und Nachteile. Schaffen kann man es in jedem Alter, wenn man nur will.

Klar ist es schön wenn man als Paar schon ein schönes großes Eigenheim mit Garten und toller Lage da stehen hat und sich dann, wenn das Kind kommt, auf dieses konzentrieren kann. Aber einem Kind ist es - vor allem in den ersten Jahren (wo es ja auch erst mal kaum was versteht) - ja total schnuppe, ob die Wohnung gemietet oder Eigentum ist oder ob alle im großen Eigenheim wohnen. Meine Güte, früher haben Familien oft mit 6 Kindern in kleinen Häuschen gewohnt, wo heute maximal eine 3-köpfige Familie wohnen würde. Die meisten der Leute damals waren deswegen aber nicht unglücklich, sondern sie haben gelernt zu teilen, auf andere Rücksicht zu nehmen, nicht nur an sich selbst zu denken, sie waren nie allein und einsam usw. Sie haben Gemeinschaft mit allen Vor- und Nachteilen gelebt.

Gerade Akademikerinnen tappen leider häufig in die "das geht alles noch besser - Falle". Studium und Auslandssemester, erfolgreich im Beruf sein, viele tolle Fernreisen gemacht haben, viele Freunde und Hobbys haben, das Eigenheim muss schon stehen und mindestens zur Hälfte abbezahlt sein, der Partner muss perfekt sein und der Zeitpunkt ebenfalls. Sie haben gelernt, dass alles planbar, organisierbar und machbar ist. Ihr ganzes Leben, ihr Lebenslauf ist stetig optimiert worden. Nun, da man beschlossen hat, der perfekte Zeitpunkt für ein Kind sei da und der Partner ist zwar nicht perfekt aber ok, nun soll sich doch auch eine Schwangerschaft postwendend einstellen. Viele erleben nun zum ersten Mal, dass eben nicht alles nach Plan läuft und sind, obwohl sie dies eigentlich rational wußten, total vor den Kopf geschlagen. Und irgendwann ist die Frau nicht mehr fruchtbar und der Mann, dem zuliebe die Frau immer die Realisierung ihres Kinderwunsches nach hinten verschoben hatte, zischt zu einer 25-Jährigen ab, die dann tatsächlich und komischerweise postwendend schwanger ist.

Wäre es da nicht besser gewesen, zu einem unperfekteren Zeitpunkt ein Kind zu bekommen statt für immer ohne eigenes Kind zu leben?
 
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