• #1

Rosa Brille wieder grau? - Zu Ex zurück, was sonst.

Hallo lieben Mitschreiber,

da ich das nun schon öfter gelesen habe, interessieren mich auch konkrete Geschichten dazu.
Es geht um Männer und Frauen, die sich wegen eines anderen von ihrem Partner trennen und nach kurzer oder längerer Zeit wieder zurück wollen.
In einem anderen Thread ist sogar die Rede von der Ehe mit einer anderen Frau, und als der Mann pleite und geschieden war, wollte er zu seiner Ex zurück.
Vielleicht gibt es hier auch Menschen, die es selber so gemacht haben - erst trennen und dann wieder zurück wollen.
Mich interessiert, was in solchen Menschen vorgeht, dass sie meinen, es bestünde noch eine Chance. Wie sehen sie den verlassenen Partner? Was ist eine Partnerschaft für sie?

Und als der verlassene Part: Gab es Anzeichen, dass der Mensch so ist? War die Beziehung vorher eingeschlafen oder eigentlich super? Wer hatte mehr Energie in die Beziehung bzw. den Beziehungsstart gesteckt? Letztere Frage steht für mich in Zusammenhang mit der Frage, ob man das Gefühl hatte, zweite Wahl zu sein, weil der Partner anfangs nicht so richtig wollte und als "die/der Richtige" kam, einfach weg war.

Vielleicht gibt es hier auch Leute, die diese Außenperson waren, wegen der verlassen wurde. Warum ist es gescheitert und der Partner oder die Partnerin zur/zum Ex zurück?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.
 
  • #2
Ich werte dies als emotionale Instabilität. Die meisten Menschen sind emotional schwach und lassen sich von ihren Gefühlen leiten. Je mehr ein Mensch Bezug zum Mainstream hat, desto schlimmer, meiner Ansicht nach. Sie finden mal das gut und dann wieder das. Sie sind labil, schwanken ständig in ihrem Geschmack, ihnen gefällt ständig was neues, sie wechseln häufiger den Partner, usw.

Ich habe das Muster bei mir erkannt und möglichst eliminiert. Ich würde heute nicht mehr zurück zum Ex gehen, sondern meine Gefühle aussitzen, bis es sich gelegt hat. Es ist nicht wirklich Liebe, was einen zurücktreibt, sondern eben Abhängigkeit, Gewohnheit, Faulheit, Gesellschaftsdenken.
 
  • #3
Hallo Void,
ich kenne das zurück zur Ex als ganz kurzes Intermezzo.
Die Neue wurde auch alltäglich, dann war die unkomplizierte Ex wieder kurz interessant. Nur ist die Jagd nach der einen, bei der es sich rundum richtig anfühlt, damit doch nicht zu Ende.
Wenn jemand sich trennt und sofort wieder jemand Neues hat, dann war derjenige doch in der Exbeziehung unzufrieden - und wird es wieder sein. Entweder einfach so nach einiger Zeit oder die (vermeintlichen) Defizite fallen dann auf, wenn wieder jemand Spannendes auftaucht. Vielleicht geht das eben so lange weiter, bis der/die ewig Suchende sich doch einmal angekommen fühlt.
Ich kenne keine einzige Beziehung, die wiederbelebt wurde und bestehen blieb.
 
  • #4
Liebe Void,

schön, daß Deine Frage so einfach zu beantworten ist.

Auf meiner Arbeitsstelle habe ich diese Geschichten sehr oft gehört. Von Männern und von Frauen.

Frauen trennten sich meist, weil sie sich emotional vernachlässigt fühlten oder weil, wie in Deinem Beispiel der Mann kein Geld mehr hatte und eine bessere Partie in Sicht war.
Männer trennen sich meist aus sexuellen Gründen und weil die Frau damit auch keine emotionale Geborgenheit mehr geben wollte oder wegen einer mangelhafter Haus- und Finanzwirtschaft der Frau.

Die Frauen, die wegen des Geldes ihre Männer verlassen haben sind oft zurück, weil der neue Mann sich anfänglich besser dargestelt hatte, als er in Wirklichkeit situiert war.

Männer sind meist zurück zu ihren Frauen, nachdem sie sich sexuell ausgetobt hatten und mit der neuen Partnerin die Phase von Abenteuer und Hormonfeuerwerk verblaßt und der Arbeitsalltag eingekehrt war.

Anzeichen gibt es immer.
Frauen sind von Natur aus hypergam - sie suchen nach dem besten Partner für die Familie.
Männer sind von Natur aus fortpflanzungstriebig - sie brauchen reglemässigen Sex, gern auch mit mehreren Partnerinnen.

Menschen, die diese Zusammenhänge begriffen haben, hatten keine Probleme mehr damit den alten Partner zurückzunehmen. Sie wußten, daß ein neuer Partner die gleichen Probleme machen würde - oder andere.

Im Allgemeinen waren die sexuellen Probleme einfacher zu lösen, als die finanziellen.

Liebe Grüße
Sommer.
 
  • #5
Mir ist mal sowas passiert, naja ziemlich unbedeutend, ich erzähl's trotzdem, ok ?
Ich war Anfang 20 und damals etwa zwei oder drei Jahre mit meinem Freund zusammen, insgesamt fünf.
Ich war seine zweite Freundin und mit der Frau, mit der er vorher zusammen war, war er noch befreundet.
Die hatte auch einen Freund und manchmal unternahmen wir auch zu viert etwas.
Diese Frau war viel schöner als ich und mein Freund auch, trotzdem war ich mir seiner sehr sicher und auch null eifersüchtig. Wir alle vier gleich alt.

Eines Abends kam ich zu ihm und er machte mit mir Schluß.
Er erzählte, dass er sich gestern mit dieser Frau getroffen habe und die habe ihm klar gemacht, dass wir nicht zusammen passen etc. Er erklärte es drei Stunden lang und ich hörte mir das seltsam emotionslos an.

Dann fuhr ich weg, hielt an einer Telefonzelle und rief meine Freundin an. Sagte, mein Freund habe sich soeben getrennt und ob ich kommen könnte.
Wir redeten dann den ganzen Abend und ich war seltsam gefaßt.

Am nächsten Tag rief mich der Mann wie immer an, war am Telefon fröhlich, nannte mich Schatz. Ich: 'wie Schatz ? Du hast gestern mit mit Schluß gemacht'.
Er stotterte rum, das könne ich doch nicht für ernst genommen haben und so einen Mist.
Ich blieb dabei und verabschiedete mich zügig.

Eine Stunde später stand er mit riesigem Blumenstrauß und knallrotem Kopf vor mir und ich habe ihn wieder 'zurückgenommen'.
Und war auch danach nie mißtrauisch oder eifersüchtig.

Ich habe ihn zurückgenommen, weil da nur ein Tag dazwischen lag, nach einer Woche wäre es sicher zu spät gewesen.
Und ich habe ihn zurückgenommen, weil ich nicht wirklich gecheckt hatte, was an diesemTag vorgefallen war.
Na was wohl ? Er ist, als ich weg war, direkt zu der Frau gefahren, hat ihr erzählt, er habe sich von mir getrennt und dachte, jetzt gehe es mit ihr weiter. Und da hat sie ihm schonend oder auch schallend lachend erklärt, dass er wohl etwas mißverstanden habe.

Bin ich heute mißtrauisch und verbittert und hatte damals recht, so etwas nicht zu checken oder war ich damals naiv und habe heute recht ?

Heute würde ich einen Mann, der mit mir Schluß macht, ganz sicher nicht mehr zurücknehmen, egal, was er erklärt.

w 49
 
  • #6
DAS wollte ich mir nicht zumuten, weshalb ich ein geschlagenes halbes Jahr überlegte und grübelte, ob ich meinen Mann wirklich für eine vermeintlich große Liebe verlasse. Nach dem halben Jahr tat ich es und war mir meiner Sache sicher. Zwei Jahre sind seitdem vergangen und nichts zieht mich zu meinem Ex-Mann zurück. Die vermeintlich große Liebe wurde zur wahrhaftigen großen Liebe. Ich bin stolz und froh, dass ich meinen Kindern ein Hick Hack und ein Hin und Her erspart habe.
Bloß keinen Schnellschuss. Kein Über-das-Knie-brechen. Sich sicher sein, reflektiert sein, emotional mit sich im Reinen sein. Und dann, nach reiflicher Überlegung, eine Entscheidung treffen, von der man auch noch in 20 Jahren sagen kann, dass sie richtig war. Dazu gehört Reife und Stabilität. Und Geduld. Und Sicherheit.
 
  • #7
Ja, so eine Geschichte habe ich auch zu bieten. Ich mache es sehr kurz, denn ich bin nicht stolz darauf:

Ich verließ meine Freundin für eine heißere Frau, eine Sportlerin, die ich unbedingt haben wollte. Ich machte Schluß, baggerte 3 Wochen an der Sportlerin und schließlich bekam ich sie auch. 6 Monate genoß ich die Zeit mit der Dame um danach festzustellen, dass sie mich nervt. Die Anziehung beiderseits verflog und bevor sie Schluß machen konnte tat ich es. So komisch es klingt, aber ich war verletzt, dass sie nicht mehr zu 100% zu mir stand. Sie war daraufhin extrem verletzt und lief mir noch wochenlang hinterher. Doch da war ich schon wieder längst bei der Ex und tröstete mein verletztes Ego. Nicht mehr und nicht weniger! Wow...

Heute sehe ich das mit komplett anderen Augen und fühle für meine Ex. Es tut mir leid, aber anders ging es damals nicht (ich war 19). Man wird halt älter, weiser, gefestigter und reflektierter...

m 32
 
  • #8
Servus Void,

auch wenn bei uns kein anderer Mensch im Spiel war...

ich wurde verlassen, vor ca. 1,5 Jahren (ich wollte eine Bedenkzeit). Nicht aus mangelnder Liebe oder wegen eines anderen. Die Probleme waren an anderer Stelle zu finden. Die längste Umarmung unserer 11 jährigen Beziehungen hatten wir am Tag unseres Abschieds. Es lief nicht mehr alles rund. Nun hatte ich diese Jahr für ein paar Monate eine neue Freundin, diese Beziehung konnten wir wegen unterschiedlichen Kinderwunsches nicht fortsetzen. Was ich aber sehr schnell gemerkt habe, ist die Tatsache, dass auch wenn vieles zunächst entspannt lief, auch hier der Alltag eintritt. Der Sex war super (zuvor nicht, was hauptsächlich an mir lag). Und jetzt? Jetzt sehe ich meine Frau wieder sehr häufig, teilw. fast täglich und stelle zwischen ihr und mir fest, dass wir uns einfach total gut verstehen. Die Mängel müssen wir bei uns selber suchen und würden sie mit Sicherheit auch mit Freunden ausgleichen können.
Genutzt hat mir die Auszeit sehr viel. Ich hatte nicht wirklich viele Beziehungen, aber diese mehrmonatige hat mir in bestimmter Hinsicht die Augen geöffnet und ich wüsste nun sehr wohl, wenn es ein zurück gäbe, was ich (wir) besser machen könnte.
Wenn ich wegen eines anderen verlassen worden wäre, könnte ich vllt. nicht so denken. Aber zeigt so etwas nicht immer einen Mangel auf, einen Mangel, den man dennoch beheben könnte. Kommunikation (schlechte während der Beziehung) ist meines Erachtens der Schlüssel zum Mißerfolg (Erfolg) - und auch nach dem Verlassen. Leider verhindert unser Ego sicherlich oft eine zweite Chance

LG

M 46
 
  • #9
Kann ich auch mitreden. Mein Mann verließ mich nach 25 Ehe Jahren für eine 20 Jahre jüngere Frau,ich bin 14 Jahre jünger als mein Ex Mann.
Das ganze ging ein halbes Jahr,dann hat die Dame ihn raus geschmissen und er wollte zurück zu mir und den Kindern.
Ich war zu verletzt und viel zu Enttäuscht, habe mich scheiden lassen.
Heute nach 10 Jahren,bin ich mit einem gleichaltrigen Mann sehr glücklich zusammen.
Mein Ex ist alleine und ein Pflegefall.
Tja so kann es auch laufen.
 
  • #10
Moin @void ,

ich hatte hier ja auch schon ein wenig über das Thema „zurück zur Ex“ gefragt und geplaudert…. insofern hier auch ein kurzer Sachstandsbericht: Inzwischen kann ich es mir immer weniger vorstellen, dass da vielleicht noch mal was draus wird, die Ex ist zu einer bloßen Option unter mehreren geworden, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn es mal wieder passen sollte, wenn wir beide irgendwann bereit für eine Neuaufnahme der Verhandlungen sein sollten, why not. Ganz entspannt.

Wie @Cho Oyu schreibt - ganz wichtig ist dabei, dass wir einander nicht für andere verlassen haben. Es gab keinerlei schlimme Verletzung zwischen uns.

manchmal
 
  • #11
Ich kann zu dem Thema 2 Varianten bieten:
1. der Exmann will zurück
2. ich wollte einen anderen Ex zurück

1. Mein Exmann hat mich betrogen und ich habe mich von ihm gegen seinen Willen scheiden lassen. Bis auf den benötigten sexuellen Abwechslungsreichtum gefiel ich ihm wohl als Ehefrau. Im Trennungjahr und den ersten 2 Jahren nach der Scheidung hatte er diverse Kurzzeitbeziehungen, was mir egal war, das wir getrennt waren.
In der Zeit versuchte er immer wieder Kontakt aufzunehmen, ich vermied das. Irgendwann änderte ich meine Telefonnummern und war nicht mehr für ihn erreichbar. Wenn er persönlich vorbei kam, ließ ich ihn vor der Tür stehen.
Seit einiger Zeit versucht er es wieder. Ich nehme an, altersbedingt läuft das mit den anderen Frauen nicht mehr so und nächstes Jahr steht die Umfinanzierung des Hauses an. Dieser Satz zeigt meine Haltung ihm gegenüber an: ich habe zu ihm keinerlei Vertrauen. Er hat mich belogen und betrogen. Wenn er zu mir zurück will, dann kann ich mir nicht sicher sein, dass es auf Basis positiver Gefühle ist, sondern dass er nur seinen Vorteil sucht.
Das ist ein KO für einen Neustart mit dem Ex.
Darüber hinaus will ich keinen sexuell verwahrlosten Mann, der alles ausprobieren musste, was bereit war.

2. Neuer Mann, Jahre nach der Scheidung. Ich habe mich nach 2 Jahren getrennt, weil ich Fernbeziehung nicht konnte und absebar war, dass es aus beruflichen Gründen weitere 15 Jahre Fernbeziehung (800 km) bleiben muss. Es gab keinen Trennungsgrund an dem Mann. Meine immer noch bestehende Zuneigung zu ihm hat verhindert, dass ich zu einem anderen wirklich guten und willigen Mann in Verbindung gehen konnte.
Nun 5 Jahre später bot sich für mich die Chance Jahre vor der Regelaltersrente die Chance zum Berufsausstieg und zur regionalen Umorientierung. Ich nahm zu ihm wieder Kontakt auf und es läuft beidseitig als hätte es keine Unterbrechung gegeben. Er hat auch keine andere Frau gefunden (wir haben ähnlich hohe, schwer erfüllbare Ansprüche).
Nun werde ich noch 1,5 Jahre mein laufendes Projekt beenden und diese Fernbeziehung führen (Treffen jedes WE) und wenn so weiterläuft mitten aus Hamburg in eine süddeutsche Kleinstadt ziehen.
Fazit: zurück zum Ex geht, wenn es im Zuge der Trennung keine gegenseitigen persönlichen Verletzungen gab, sondern nachvollziehbare Sachgründe.
 
  • #12
Liebe void, deine Frage ist hast du sehr schön formuliert, so subtil ironisch, gefällt mir.

In dem meisten Fällen wird es wohl so sein, dass es keinen Sinn macht, den Kandidaten zurückzunehmen. So auch in meinem Fall vom letzten Sommer. Meine Flamme war nach langer Ehe ein knappes Jahr getrennt lebend, fing mit mir eine Liason an bzw. suchte Ablenkung. Seine Frau hatte sich von ihm getrennt, nachdem er sich nicht mehr um sie bemühte, ihren Bemühungen für gemeinsame Aktivitäten und Projekte überdrüssig geworden war, sich durch ihren beruflichen Erfolg und ihre Beliebtheit zurückgesetzt fühlte, sich heimlich sexuelle Abenteuer und neue Spannung wünschte und selbst die Paarberatung blockierte. Er betrachtete seine Ehe als Ruhekissen, war beleidigt, als es ihm entzogen und sämtlicher Besitz verkauft und aufgeteilt wurde. Nachdem der die erste Verliebtheit zu mir verflogen war, ihm langsam dämmerte, dass keine vernünftige Frau sich gern als Rückversicherung und sexuelles Abenteuer zur Verfügung stellt, klopfte er halbherzig bei ihr wieder an. Sie nahm ihn jedoch nicht mehr zurück. Ich glaube, sie ist ohne ihn besser beraten. Ich habe auch keine Lust mehr auf Kontakt zu ihm, obwohl er regelmäßig um mich herumschleicht.

Mit Sicherheit gibt es auch andere Fälle. Doch das geht nur als Neuanfang mit schonungsloser Ehrlichkeit, verzeihen, eigene Fehler erkennen und dem Willen bzw. der Fähigkeit es in Zukunft besser zu machen.
 
  • #13
Ich werte dies als emotionale Instabilität. Die meisten Menschen sind emotional schwach und lassen sich von ihren Gefühlen leiten.

Das kann ich bestätigen... am für mich naheliegendsten Beispiel: mein Dad...

Er hatte alles, was er sich erträumt hatte: einen sicheren, gutbezahlten Beruf, eine schicke, moderne, große Wohnung, neue Möbel, Auto, sein Hobby (fotografieren mit teurem Equipment), eine hübsche, auch nach der Geburt des Kindes attraktiv und zierlich gebliebene Ehefrau, die ihm daheim den Rücken freigehalten hat als das Kind noch sehr klein war, regelmäßigen Sex mit seiner Ehefrau, sein Wunschkind, eine kleine Familie und ein schönes, gepflegtes Zuhause, das Essen stand pünktlich auf dem Tisch, wenn er heim kam, kleinere Reisen und Ausflüge mit der Familie, eine große Familie auch von Seiten der Gattin, wo sich alle untereinander gut verstanden und unterstützten...

Also, alles in allem super Leben, das die meisten sich wohl so wünschen... bis dass der Esel sich dann auf's Glatteis begab, weil es ihm zu gut ging!

Seine Arbeitskollegin, einige Jahre älter als er selbst, aber gut erhalten und sexy-hexy, auf Vamp gestylt, Kinder schon aus dem Gröbsten raus und geschieden, hatte Lust auf "Frischfleisch", wackelte ein bischen mit den Hüften und klimperte mit den Wimpern, und schon war es um meinen Vater geschehen... er pflegte dann ein nebeneheliches Verhältnis.

Geliebt hatte er die Frau nicht, geliebt hatte er meine Mutter und seine Familie (Kind, Frau,...), aber er war ein schwacher Mensch und hat infolgedessen seinen Gefühlen nachgegeben.

Meine Mutter hatte irgendwann genug und reichte dann endgültig die Scheidung ein... da merkte der Herr Vater dann irgendwann, dass es einem immer nur so vorkommt, als sei auf der anderen Seite vom Zaun das Gras grüner...

Er lebte dann mit der Geliebten, bei der er einzog, als Ehefrau und Kind weg waren, den Alltag, und siehe da, die Gefühle ließen recht bald nach... Ich stand neben dem Telefon als er anrief (die Ehe war gerade geschieden), und meine Mutter bat, ob sie es nicht noch einmal miteinander versuchen wollen...

Er war wieder zu Verstand gekommen, hatte realisiert, was er verloren hatte.... (meine Mutter wollte dann allerdings nicht mehr, sie hatte schon einen anderen Mann kennengelernt, bei dem wohnten wir und die beiden haben dann später auch geheiratet und blieben es auch jahrzehntelang; mein Vater hingegen hat sein Leben versemmelt...)
 
  • #14
Ich kann nur über die gegenteilige Erfahrung schreiben.

Zurück zum Ex, nie eine Option.

Wenn ich eine Beziehung beendete, dann war es überlegt, dann gab es für mich gute Gründe dafür.
Ich denke, dass ich auch genügend Engagement in Rettungsversuche steckte, versuchte, Dinge zu verändern, zu kommunizieren. Ob das klar genug war, die Versuche zielführend genug, kann ich auch in Nachgang nicht beurteilen.
Nur war die Trennung immer ein schleichender Prozess, und damit für mich endgültig. Die Gefühle verschwunden, und faszinierender Weise konnte ich meine ExPartner an einem gewissen Punkt nicht mehr riechen, absolut irreversibel.

Mit jemanden, der sich von mir trennt, hätte ich genauso wenig einen Neuanfang gewagt, würde ich auch künftig nicht.
Entweder war es für ihn ein Prozess, dann ist es nicht stimmig - fängt allein mit der Kommunikation an. Entweder redet er nicht, oder ich verstehe seine Signale nicht, oder beides...

Oder es ist wirklich eine spontane Aktion, aber dann wäre für mich das Vertrauen vollständig verloren.
Wobei ich nicht an "spontan" glaube, eine stabile, gute Partnerschaft löst man nicht aus einer Laune heraus auf, dann passt irgendetwas nicht - und wenn es mit dem Charakter desjenigen zu tun hat.
"Spontan" würde bedeuten, er ist einfach unbeständig, braucht neues, neue Impulse, ist innerlich auf der Suche nach etwas, was er dann bei / mit mir nicht findet.
Mit so jemanden würde ich keine Partnerschaft führen wollen.
 
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