• #1

Routine schleicht sich ein - Rückzugsphase?

Hallo meine Lieben,

hatte hier vor kurzem schon mal einen Beitrag gepostet, in dem ich beschrieb, dass ich mich mit Anfang 50 verliebt habe und diese Verliebtheit auf Gegenseitigkeit beruht. Mein Partner und ich haben diese Phase über knapp 3 Monate sehr intensiv ausgelebt, uns jeden Tag gesehen, hatten mindestens 1x täglich Sex usw. - rosarote Wolken pur. Jetzt merke ich so langsam, wie sich die Routine einschleicht und bin mir unsicher, wie ich damit umgehen soll.

Unsere Arbeits- und Aufstehzeiten sind leider überhaupt nicht kompatibel. In der heißen Verliebtheitsphase war es naturgemäß überhaupt kein Problem, mit wenig Schlaf auszukommen. Wenn ich mal etwas vorhatte, haben wir uns sehr spät abends getroffen. Mein Partner hat in dieser Zeit seine Hobbies vernachlässigt und sich in jeder freien Minute mit mir getroffen, auch morgens zum Frühstück, also nicht nur zum Sex. Jetzt hat er mir signalisiert, dass er manchmal nicht die ganze Nacht mit mir verbringen, sondern gegen Mitternacht nach Hause gehen möchte, um am nächsten Morgen fit für Arbeit und Sport zu sein.

Gestern Abend wäre er fast an meinem Fernseher hängen geblieben (uninteressante Sendung, eigentlich auch für ihn). Habe ihm gesagt, dass ich keine Lust auf die Sendung habe. Er hat dann den Fernseher ausgemacht.

Vorgestern Abend, an seinem freien Tag, hat er unser Date einfach verschlafen (wörtlich). Ich habe ihm gesagt, dass ich es völlig in Ordnung finde, wenn wir uns nicht jeden Tag sehen, aber verärgert bin, wenn ich auf jemanden warte und dieser nicht kommt. Meine Zeit hätte ich auch sinnvoller nutzen können. Er hat sich daraufhin entschuldigt und lief am nächsten Tag zum Frühstück bei mir auf.

Es sind solche Kleinigkeiten, die mich zu der Annahme veranlassen, dass er zur Zeit wieder etwas Abstand sucht. Eigentlich ist das ja normal. Meine Frage, weil ich in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit der Balance zwischen Nähe und Distanz hatte: Wie reagiere ich jetzt am besten? Wie erhalten wir die Lebendigkeit und die Gefühle in unserer Beziehung aufrecht?

Regeln aufzustellen finde ich doof und Spielchen liegen mir nicht. Ich möchte authentisch bleiben. Ich habe ihn ein paar Mal gefragt, ob es ihm zuviel wird und ob wir nicht mal den einen oder anderen Tag auslassen sollen, was er verneint. Wie reagiere ich jetzt am besten?
 
  • #2
Ich war bisher nicht ansatzweise an dem Punkt in einer Beziehung, wo sich Routine hätte melden können. Aktuell ist diese jedoch meine größte Angst.
Meine persönliche Meinung ist, dass wenn man es mit dem einem Partner nicht schafft, der Routine zu entgehen und sich deswegen trennt, passiert das auch bei den folgenden Partnern.
 
  • #3

Du solltest in dem Alter doch entsprechende Lebenserfahrung haben. Bei dem Teenieverhalten ist es nicht so sehr verwunderlich, dass es zu diversen Nervereien führt.

Wieso könnt ihr nicht einfach wie erwachsene Menschen miteinander reden und euch entsprechend auf eure eigenen Dinge konzentrieren und euch weniger sehen - dann bleibt es auch spannend - bzw. stellt sich eine normale Beziehung ein.
 
  • #4
Ach Leandra,

gleiche Frage, gleiche Antwort. Es ist normal, dass sich nach der akuten Schwerverliebtheitsphase mit dem beidseitigen ultimativen Hormonrausch wieder ein normales und gesundes Empfinden einstellt. Das am Anfang erlebte Gefühl der totalen Verschmelzung kann man nicht auf Dauer 24/7 aufrecht erhalten. Das hält a) keiner aus und b) das Leben hat ja auch noch andere Bereiche.

Was genau kritisierst Du denn nun eigentlich an ihm als Person?

Und wenn Du es schon selbst erwähnst ein Nähe-/Distanzproblem in der Vergangenheit gehabt zu haben .. wenn Du von dem Trip jetzt nicht runterkommst dann hast Du definitiv ein Problem an dem Du arbeiten könntest.

An Deinem Partner erkenne ich jetzt kein Fehlverhalten.
 
  • #5
3 Monate lang jeden Tag gesehen, jeden Tag Sex und jede Nacht nur 3 Stunden Schlaf?
Okay, wenn du ihn umbringen willst, dann macht das noch mal 3 Monate!

Aber im Ernst: Hier gibt's kein Problem.
Es pendelt sich auf ein normales Distanz-Nähe-Ding ein.
Das passiert, nachdem die ersten 3-6 Rauschmonate vorbei gehen. Mit Routine hat das noch nix zu tun.
Da zählt sowieso nicht, wie oft, sondern wie man die Dinge miteinander tut. Du kannst auch 7mal pro Woche mit jemandem nach Schema-X (stets nach der Tagesschau) Sex haben (das! nenn ich Routine), und mit nem anderen nur 1mal die Woche, dafür aber mit Hingabe, Leidenschaft und Kreativität.
 
  • #6
Moin @Leandra232 ,

ich denke, verstehe das Problem sehr gut, ich wäre für so etwas auch anfällig, ja, bei mir bahnt sich vielleicht etwas Ähnliches an. Prinzipiell will ich viel Nähe in einer Beziehung (ich fände die Meinung anderer Männer dazu interessant - manchmal fühle ich mich da als Ausnahme), aber ich vermeide es natürlich aus allgemeiner Erfahrung, in eine "klammrige" Position zu kommen... derartig doof werde ich nicht noch mal ins Feuer laufen.
Viele werden sich wohl an diesem Punkt aufhängen - ich persönlich finde jeden Tag Sex gut, das nutzt sich nicht irgendwie zwangsläufig ab... das ist wie zusammen frühstücken.

Die technische Ursache für euer Problem scheint mir zu sein, dass ihr gerade nicht zusammen wohnt, dadurch geht viel Zeit für Organisation, Fahrzeit, sich-hübsch-machen usw. verloren, wenn man dann beieinander ist, kann man nicht zwischendurch mal schnell zu seinen Hobbies gucken, weil man die Utensilien nicht dabei hat usw.. Das würde mich bei aller Liebe auch irgendwann schlauchen, ganz davon zu schweigen, dass ich meinen Schlaf einfach brauche.

Redet dein Partner offen und gerne über solche Themen?

manchmal
 
  • #7
Mach´Dich mal locker. Das liest sich sehr verkrampft und kopflastig. Ich finde es normal , dass nach der ersten heißen Verliebtseinsphase, wieder etwas Routine ins Leben kommt, bzw. ich beides leben möchte und auch kann. Meine Hobbys und meine neue Beziehung. Ja, er hat verschlafen, sicher nicht um Dich zu ärgern, sondern weil er einfach müde war. Ich bin auch schon , nach einer intensiven Zeit, über einem Whats App Dialog eingeschlafen,weil sich der Körper irgendwann das holt,was er braucht. Wir haben dann darüber gelacht....und alles ok.
Ihr seid jetzt an dem Punkt, wo das Leben, da man vorher ohne Partner hatte, wieder aufgenommen wird und jetzt zusieht, wie man die Paarzeit integriert. Und wenn mich mal eine Sendung interessiert, da frage ich nach ob´s passt, nehme sie gegebenenfalls auf oder streame sie, schau´auch mal was dem anderen zu liebe an und dann kann ich den Fernseher danach wieder ausschalten.
Ihr solltet Eure Kalender übereinander legen, wer hat wann was . Sport, Freunde etc. Das soll ja nicht alles brachliegen und wäre sicher für Eure Beziehung auf Dauer nicht förderlich.
Es sind solche Kleinigkeiten, die mich zu der Annahme veranlassen, dass er zur Zeit wieder etwas Abstand sucht. Eigentlich ist das ja normal
Ich deute das nicht als Abstand suchen, sondern für eine ganz normale Entwickung einer Beziehung, wo die allererste heiße Phase vorüber ist, die zweifelsfrei genial ist, doch auf Dauer nicht zu halten, geschweige denn körperlich durchzustehen ist.
Dehalb, keep cool , klammere nicht und sprecht Euch ab.
 
  • #8
Hallo @Leandra232 ,

inwiefern genau sind eure Arbeits- und Schlafzeiten denn nicht kompatibel? Wenn es auf Dauer so laufen müsste, dass es ein Umstand ist, sich zu sehen (so kommt es in deinem Post irgendwie rüber), wäre das natürlich ein Problem, aber vielleicht schafft Ihr es ja im Lauf eurer "Beziehung-alltagstauglich-Machung" einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, der es euch beiden ermöglicht, Arbeit/"eigenes Leben" und eben auch gemeinsames Leben unter einen Hut zu bringen.

Was du vom Verhalten deines Partners schilderst, finde ich nicht schlimm. Ich würde an deiner Stelle das Führen von "Problemgesprächen" vermeiden, mich in nächster Zeit auch wieder bewusst auf mein eigenes Leben konzentrieren, um eben nicht anhänglich/stressig zu wirken und (was noch VIEL wichtiger als die Außenwirkung ist) mir innere Unabhängigkeit zu bewahren.
und dann einfach mal abwarten, wie es weiterläuft.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!

@FirstLady : Ich muss mal neugierig nachfragen, was du an Routine SO schlimm findest? Also, klar ist es mit zunehmender Routine nicht mehr ganz so spannend, aber dafür ja auch entspannter und weniger das gesamte Leben absorbierend. Also, ich finde aufregende Affären auch prickelnder, aber auf Dauer wär mir das zu anstrengend!
 
  • #9
Einer dieser vielen Beziehungs-Coaches für Frauen, ich hab den Namen vergessen, behauptet: Männer fühlen am Anfang der Beziehung eine starke Verbundenheit mit der Frau und wollen viel Zeit mit ihr verbringen (Verliebtheitsphase). Nach einem Zeitraum von 3-6 Monaten würde sich bei vielen Männern ein Gefühl der Enge und der Ruf nach Freiheit bemerkbar machen, woraufhin sich diese Männer erst einmal von der Partnerin distanzierten.

Viele Frauen würden, wenn sie dies bemerkten, versuchen, den vorigen Zustand zu erhalten, indem sie klammerten und den Mann weiter bedrängten, weil sie Angst hätten, dass der Mann sie verlässt oder stumpf und respektlos wird. Für den Mann sei dieser Distanzierungsprozess aber etwas Natürliches und habe mit Trennungsgedanken erst einmal nichts zu tun. Viele Frauen würden diesen Trennungsprozess aber durch ihr eigenes, unsicheres Verhalten in Gang setzen, indem sie sich aufgrund ihrer Besorgnis nicht mehr wie die lebensfrohe, selbstbewusste Frau benähmen, die der Mann eingangs kennengelernt hatte (Stichwort Respektverlust).

Der Coach rät daher, in dieser Phase cool zu bleiben und den Mann zu spiegeln: sich wieder um die eigenen Hobbies und Freunde zu kümmern und sich emotional etwas zu distanzieren. Somit würde der Mann lernen, dass die Frau ihn nicht beengen oder verschlingen wird, und in ihm würde nun der Wunsch reifen, sich fest mit der Frau zu binden (Liebe).

Ich hab das vor einigen Jahren gelesen und zitiere nur wertungsfrei. Ich hab keine Ahnung, ob es stimmt, weil ich kein Mann bin. Ich hab in den letzten Jahren bei frischen Pärchen mal drauf geachtet, soweit ich Einblicke hatte. Bei allen gab es diese Phase, und einige sind tatsächlich daran zerbrochen.

Ich glaube, es ist wichtig, die Frau zu bleiben, in die der Mann sich verliebt hat. Es gibt diese Geschichten von ganz alten Paaren, in denen der Mann die Frau noch immer liebevoll als das junge Mädel von damals sieht. Ich glaube, diese Frauen haben genau dies gekonnt.
 
  • #10
Wenn du deinen Partner wirklich magst, dann überfordere ihn nicht, der Arme kriegt sonst noch einen Herzinfarkt. Täglich Sex, wenig Schlaf, Hobby und Freunde vernachlässigen - das hält doch keiner auf Dauer aus.

Sprecht einfach ab, wie der Alltag von jedem vor eurem Kennenlernen aussah, wie ihr diesen koordinieren/ kompatibel machen könnt, was du dir an Gemeinsamkeiten und Highlights wünscht. Dann lasst es sacken und findet Stück für Stück einen praxistauglichen Kompromiss. Mit 50 müsstet ihr doch wissen, dass Wolke sieben nicht ewig hält. Entspann dich, zeige Souveränität, akzeptiere auch das Alltagsgrau (Couchabende), fordere nicht, nur weil du derzeit vielleicht durch die Verliebtheit stärker auf ihn fixiert bist als umgekehrt.
 
  • #11
Kein Mensch und ich wiederhole: kein einziger Mensch wird es schaffen, auf Dauer den rauschartigen Zustand einer beginnenden Liebe in das normale Leben hinüberzuretten. Nicht einmal als ich jung war konnte ich alle Nächte durchmachen und mein normales Leben weiter gestalten. Arbeiten und Haushalt muß man ja auch noch schaffen.

Die Anfangsphase ist ein rauschartiger Zustand, den wir und unser Körper auf Dauer gar nicht aushalten könnten. Das ähnelt dem Hormoncocktail eines Drogensüchtigen und soll uns dabei helfen, einen Partner an uns zu binden und in dieser Zeit Nachwuchs zu zeugen. Danach flaut das ganze ab und das Hirn fängt wieder an zu arbeiten, denn das bräuchten wir dann für das Projekt Familie und Aufzucht der Kinder.

Und genau an dem Punkt, an dem der rauschartige Zustand abflaut, da könnte die richtige Liebe entstehen. Die ruhige warme Geborgenheit, die Vertrautheit. Die ist aber nicht mehr so aufregend.

Und ich habe oft festgestellt, dass Menschen, die sich in ihrem Bindungsstil unsicher sind genau an diesem Punkt ins Grübeln kommen, ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht, weil der Rausch verflogen ist. Sie hören oft dort auf, wo es eigentlich erst losgeht.

Ich kenne einige Menschen, die eine lange und gute Beziehung haben. Aber ich kenne kein einziges Paar, das nach mehreren Jahren noch genauso rauschartig unterwegs ist und bei dem nicht doch irgendeine Routine eingespielt hat.
 
  • #12
Liebe FS,

vorerst einmal **Kompliment***, dass du Wolke 7 so beständig und ohne Luftnot überstehen kannst. Mich würde das entsozialisieren und entmaterialisieren ;-).
Wenn aus der Verliebtheit Liebe werden soll, dann gehört das andere unbedingt dazu. Freiräume, die Kraft zum arbeiten und andere Interessen und Hobbys, sowie Freunde.
Hilfreich wäre es, wenn du für dich klären könntest, warum du ein so hohes Nähebedürfnis hast und unruhig wirst, wenn dein Partner auch anderen Bedrüfnissen nachgeht.
 
  • #13
Es sind solche Kleinigkeiten, die mich zu der Annahme veranlassen, dass er zur Zeit wieder etwas Abstand sucht. ..... Wie reagiere ich jetzt am besten? Wie erhalten wir die Lebendigkeit und die Gefühle in unserer Beziehung aufrecht?

Regeln aufzustellen finde ich doof und Spielchen liegen mir nicht. Ich möchte authentisch bleiben.

Liebe FS,
ja er sucht etwas Abstand, weil eure Beziehung ihn so ausblutet, wenn er einen kompletten Tag verschläft. Er hat die Kraft nicht mehr, die Beziehung so weiterzuführen, wie es für Dich der Idealzustand ist und er hat noch ander Interessen im Leben als Dich. Das ist auch kein Wunder mit 50+ und darf/soll so sein.

Wenn Du keine Spielchen spielen willst, dann lass' das mit der Rückzugsphase, denn das sind Spielchen. Und wenn Du Zuverlässigkeit willst, wirst Du Regeln aufstellen müssen, andernfalls wirst Du dauerhaft erleben, dass wie schon passiert, der Mann Dich einfach versetzt.
Es wird nicht funktionieren,mehr Distanz herzustellen und das ohne Regeln, wenn Du nicht in Deiner Wohnung sitzen und dauerwarten willst.

Die Lebendigkeit der Gefühle bleibt nur erhalten, wenn die Treffen nicht zum täglichen Zwang werden, weil Du außer der Beziehung keinen Lebensinhalt mehr hast. Mit 50+ solltest Du interessenmäßig etwas breiter aufgestellt sein.
Sucht euch freie Tage aus, an denen ihr getrennte Wege geht und jeder seine Interessen außerhalb der Beziehung pflegt: geh' selber zum Sport, triff' Freundinnen, fröne Deinen Hobbys. Das funktioniert nur, wenn man diese Zeiten zusammen verabredet, ergo Regeln. Andersfalls drohnen Frust, enttäuschte Erwartungen.
 
  • #14
Was du derzeit erlebst, ist in meinen Augen völlig normal und hat nichts mit abnehmenden Gefühlen, sondern mit zunehmender Erschöpfung zu tun.

Frage nicht, ob er mal einen Tag Pause möchte, sondern lege Du einen, besser zwei Tage Pause pro Woche ein. Zwinge ihn sozusagen zu seinem Glück, es wird auch deines sein.
 
  • #15
Prinzipiell will ich viel Nähe in einer Beziehung (ich fände die Meinung anderer Männer dazu interessant - manchmal fühle ich mich da als Ausnahme), aber ich vermeide es natürlich aus allgemeiner Erfahrung, in eine "klammrige" Position zu kommen... derartig doof werde ich nicht noch mal ins Feuer laufen.

Ich habe das für mich so gelöst, dass ich sehr bewusst darauf achte was ist "Wir" und was ist "Ich". Eine Balance von Anfang an ist für mich unerlässlich. Nun ja, ich bin auch nicht verliebt, aber sehr vertraut.

Dann ist die Gefahr auch gering, dass das passiert:

Einer dieser vielen Beziehungs-Coaches für Frauen, ich hab den Namen vergessen, behauptet:

... siehe dort ...

Somit würde der Mann lernen, dass die Frau ihn nicht beengen oder verschlingen wird, und in ihm würde nun der Wunsch reifen, sich fest mit der Frau zu binden (Liebe).

Dem kann ich ohne Weiteres unter den Annahmen und wenn nicht obiges berücksichtigt wird zustimmen und kann der FS auch nur empfehlen sich wieder intensiver eigenen Interessen zu zuwenden. Ein "Fehlverhalten" beim Freund der FS und eine "Fehlentwicklung" (in) der Beziehung erkenne auch ich nicht.
 
  • #16
Ich kann #10 mona nur beipflichten. Bei durchlesen deiner Post konnte ich nicht glauben, dass du schon 50 Jahre alt bist. Hast du noch nie in einer langjährigen Beziehung gelebt?
Dieser Rausch am Anfang ist wundervoll, wird aber zwangsläufig abgelöst und noch dazu von etwas noch Wundervolleren, wenn man zueinander passt. Dabei rückt man physisch zwar von einander ein wenig weg, verfolgt wieder seine Hobbys, man trifft sich wieder mit Freunden, aber das Gefühl zueinander wird beständiger, tiefer und vertauensvoller. Das ist viel schöner und bedeutet nicht, dass der langweilige Altag die Überhand gewinnen muss und diese Partner sich miteinander langweilen müssen. Dafür braucht aber jeder seine Freiräume, um spannend für den Partner zu bleiben.
 
P

Papillon

Gast
  • #17
Den Ratgeber den Jana meint kenne ich auch, den Namen muss man nicht unbedingt wissen. Aber es ist auch etwas Wahres daran. Ein Freund sagte mal bzgl des Ausgehens ohne den Partner "Die Kunst in einer Beziehung ist den anderen auch mal Laufen lassen zu können, wenn er dann zu Dir zurück kommt ist es doch gerade schön und ein Liebesbeweis". Recht hat er, probiere es. Ich finde Du klammerst dich zu sehr an den ersten Monaten. Du brauchst doch auch mal Schlaf! Ich meine wenn er ein Date verschläft, dann zieht mal schnell die Notbremse, körperlich hält das niemand auf Dauer aus.
Nutze die Freiräume für Dich mache z.B. einen Kurs, vor ihn hast du doch auch deinen Tag sinnvoll gestaltet, oder?
Dann schaue in Ruhe, ob wirklich eure Tagesabläufe so kollidieren, wie es sich jetzt für dich anfühlt. Vielleicht findest du in deiner Ruhephase besser Ideen wie und wann man sich besser organisieren kann. Gleichzeitig bekommt er auch Zeit über euch nachzudenken. Jeder ganz individuell, dann kann man gemeinsam einen Schaltplan entwerfen. Aber jetzt in Panik ausbrechen (du befindest dich auf dem besten Weg dorthin) ist viel zu früh. Du erreichst das Gegenteil und fängst an zu klammern.
 
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  • #18
Jetzt merke ich so langsam, wie sich die Routine einschleicht und bin mir unsicher, wie ich damit umgehen soll.

Diesen Post hätte ich vor einiger Zeit selbst schreiben können. Mit meinem Freund war ich sicher drei Monate auf Wolke Sieben. Wir haben uns jeden Abend gesehen und teilweise bis in die Puppen geredet, so dass ich nonstop übermüdet war.

Dann kam nach und nach der Realitätscheck. Er hatte mehr Zeit für seine Tochter und hat sich in dieser Zeit dann bei mir überhaupt gar nicht gemeldet. Ich war in der Warteschleife. Oder er änderte seine Pläne. Dates im wörtlichen Sinne zu verschlafen kam auch schon vor (Klassiker: Einschlafen vor dem Fernseher). Manchmal ist er abgetaucht, weil er sagte er sei depressiv. Der Sex wurde weniger, und immer öfters ging die Initiative von mir aus. Auf Reisen meldete er sich manchmal überhaupt gar nicht. Oft ging er nicht ans Telefon, wobei er das generell macht, nicht nur bei mir. Oft ist er einfach nur zu faul aufzustehen!

Ich habe mich ausgenutzt und übergangen gefühlt. Ich wurde so wütend, dass ich Schluss machen wollte, schon mehrfach, durchgezogen habe ich es aber (zum Glück?) nicht. Und nun ist er schon wieder abwesend. Hat versprochen, sich jeden Tag zu melden, ist aber komplett offline.

Ich habe darüber mit meinem besten Freund gesprochen. Er sagt ich hätte einen Knoten im Kopf und soll mal runterkommen, während meine weiblichen Freundinnen sagen, ich hätte Recht und sollte Schluss machen. Er würde mich ausnutzen, und ich hätte einen besseren Mann verdient.

Fazit: Möglicherweise haben Männer und Frauen eine unterschiedliche Beziehungswahrnehmung. Dein Freund sieht im Zweifel das Problem gar nicht, während Du selbst auf 180 bist. Ob man das mit Reden lösen kann? Fraglich. Fakt ist: Du wirst dieses Problem im Zweifel beim nächsten Mann auch haben. Männer und Frauen sind unterschiedlich, die Erwartungen sind unterschiedlich, wo Erwartungen sind, gibt es Enttäuschung, und vielleicht muss man das irgendwo akzeptieren und Gelassenheit üben (Memo an mich selbst ...). Frauen drehen sich sehr stark um die Beziehung und beziehen das Verhalten oft auf sich persönlich. Mein bester Freund rät mir zu Buddhismus.

Ich denke ein Problem ist auch, dass wir Frauen irgendwie das Gefühl haben, wir müssen uns schnell entscheiden (ständiges Gefühl, dass die Zeit davonläuft).
 
  • #19
Ich glaube, ich weiß, was mit der Fragestellerin los ist: sie hat Verlustängste und checkt das Verhalten ihres Partners immer dahingehend ab, ob es Anzeichen dafür gibt, dass er sich distanziert.

Woher ich das weiß? Mir geht es genau so. Ich habe mir teilweise schon den Kopf darüber zerbrochen, was sein könnte, wenn mich mein Partner statt 10 Mal nur 5 Mal in einer Stunde küsst, oder wenn er mal 10 Meter läuft ohne mit mir Händchen zu halben.

Habe ich Recht Leandra?
 
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  • #20
3 Monate lang jeden Tag gesehen, jeden Tag Sex und jede Nacht nur 3 Stunden Schlaf?
Ja da biste Platt, aber wie! Ich kenn das. War bei uns nicht anders irgendwie. Aber wenn man langsam mit der Zeit wieder auf der Erde ist und andere immer noch in den Wolken hängt, wird es immer Probleme geben. Manchen gelingt es gemeinsam runter zu kommen. Andere wiederum eben nicht. Und dann kommen die Fragen auf. Er/Sie liebt mich nicht mehr. Blödsinn. Einer von beiden ist nur schon etwas weiter gegangen auf dem Weg des Lebens. Menschen die 50 Jahre zusammen sind und Glücklich sind haben das auch nicht ( mehr). Nach einer Zeit wird man Teil des anderen. Man spürt er/sie ist immer da auch wenn man gerade nicht zusammen hängt. Das würde doch erdrücken. Jeder braucht doch auch Zeit für sich alleine. Jeder hat auch noch ein Leben. Ein eigenes.
m45
 
  • #21
Das war bei mir bzw. uns genau so. Ich hätte ganz am Anfang sogar erst mal etwas mehr Distanz bevorzugt. Bis dann diese Phase mit dem ständig aufeinanderhängen so richtig angefangen hat, verging ca. ein Monat. Dann hatte ich mich daran gewöhnt und ein paar Monate später ging mein Partner wieder seinen Hobbys nach, war abends zu müde um nach der Arbeit zu mir zu kommen, wollte ohne mich mit seinen Kumpels was trinken gehen, etc...
Das hat mich anfangs dann auch oft beschäftigt und ich hatte die gleichen Gedanken wie du. Das lustige war, dass mein Partner aber auch eingeschnappt war, wenn ich mal einen Tag für mich sein wollte oder nicht bei ihm übernachten konnte.

Dass du nicht klammern solltest, wurde hier ja jetzt oft genug gesagt. Das ist aber eher etwas unterbewusstes und daher nicht immer so einfach umzusetzen, wenn man generell dazu neigt. Ich denke momentan werden bei dir Verlustängste ausgelöst, die dich in unnötige Panik versetzen. Du solltest mal versuchen ganz bewusst euer Miteinander zu analysieren. Ich denke du wirst merken, dass ihr immer noch genug Paar-Zeit habt, Zärtlichkeiten austauscht, usw. Wahrscheinlich stellst du auch fest, dass es eigentlich gar nicht so oft vorkommt, dass er nach Distanz sucht.
Überlege doch einfach mal, was du vor eurer Beziehung so den ganzen Tag gemacht hast. Plane bewusst wieder Hobbys ein oder einfach nur mal Zeit zum alleine Faulenzen oder Bude aufräumen. Dir wird wenn du selbst beschäftigt bist auffallen, dass er auch deine Nähe sucht.
 
  • #22
Wow, ich bin gleichermaßen beeindruckt wie irritiert. Drei Monate pausenlos jeden Tag sehen (nebst jeden tag Sex), das wäre mir viel, viel,viel zuviel! Da hätte ich mich längst freigestrampelt, wenigstens mal hin und wieder einen Abend oder einen Tag mal für mich alleine, mit oder ohne meine Freunde bräuchte ich einfach. Da fehlt einem ja jede Luft zum atmen. Mit "Routine einschleichen" hat das wenig zu tun, eher damit, einen gesunden Rhythmus zu finden, der für beide passt, ohne dass es erdrückend oder zuwenig wird. Das posting#8 von @Jana_09/15 enthält viel Sinnvolles zu der Situation, meiner meinung nach.
m44
 
  • #23
Ich glaube, ich weiß, was mit der Fragestellerin los ist: sie hat Verlustängste und checkt das Verhalten ihres Partners immer dahingehend ab, ob es Anzeichen dafür gibt, dass er sich distanziert.

Woher ich das weiß? Mir geht es genau so. Ich habe mir teilweise schon den Kopf darüber zerbrochen, was sein könnte, wenn mich mein Partner statt 10 Mal nur 5 Mal in einer Stunde küsst, oder wenn er mal 10 Meter läuft ohne mit mir Händchen zu halben.

Habe ich Recht Leandra?
Dass stimmt sicherlich, und ich kann das total nachempfinden. Es ist halt nicht einfach, vom Gefühl völliger Verschmelzung loszulassen. Und 'Loslassen' ist wahrscheinlich das entscheidende Stichwort, das zur Heilung beiträgt.
 
  • #24
Bind erst jetzt dazu gekommen, wieder reinzuschauen. Anscheinend ist hier ein Missverständnis entstanden. Ich mache niemandem einen Vorwurf, meine Frage war rein sachlich gemeint. Ich wundere mich, ehrlich gesagt, dass das so angekommen ist.
 
  • #25
Ohne die Antworten gelesen zu haben:
Ich bin 10 Jahre jünger und finde, dass du dich benimmst , wie eine bockige 20jährige, die noch nie eine Beziehung hatte.
Wie wäre es mit etwas Tiefenentspanntheit?
Kein Mensch kann sich täglich treffen und gar täglich Sex haben!
Wie wäre es, wenn ihr mal KEINEn Sex habt, wenn ihr Euch trefft? Sondern zusammen fernseht? Oder auch er mal alleine? Why not?
Und wenn er ein Arbeitsleben neben seinem Liebesleben hat, dann lass ihn doch mal unter der Woche Luft holen! Es reicht doch auch, wenn man sich alle 2-3 Tage sieht.
Ich würde nicht mal ein Drama machen, wenn ich meinen neuen Freund am WE nicht sehen könnte.
Es kommen noch neue Wochenenden.

Klammer doch nicht so?
Und wenn er Lust auf TV hat, dann lass ihn doch - vielleicht genießt er es, dass du irgendwo in der Nähe bist, auch wenn du nicht bei ihm sitzt.

Ich kenne so intensive Sexzeiten auch, aber wenn das immer so weitergehen würde, hätte die Menscheit das Rad noch nicht erfunden. Lass ihn doch mal Luft holen - und dich auch!

Er zieht sich nicht zurück - es ist alles ok so wie es ist.
Nach 3 Monaten lernt man den eigentlichen Menschen kennen - mit all seinen lieben und auch weniger lieben Eigenschaften.
Beziehungsfähig ist man dann, wenn man nicht nur SEINE eigenen Vorstellungen durchdrücken will, sondern auch seinen Partner leben lässt.

Vielleicht will er nächstes WE mal mit seinen Freunden ausgehen - oder gar ein Wochenende mit Männern verreisen - ohne Dich?
Was dann?
Vielleicht hat er auch mal ne Woche keine Lust auf Sex - stellst du dann alles in Frage?

Manche Frauen richten, sobald sie einen Mann haben, ihr ganzes Leben auf diese Person ab. Und wehe, dieser Mann hat dann was Anderes vor (wagt es, andere Menschen IHR vorzuziehen!).... mach mal mehr dein eigenes Ding und bedenke, dass man jemanden leichter lieben kann, wenn man(n) ihn auch mal vermissen kann - ich habe das Gefühl, du erdrückst den Mann.
 
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  • #26
@Moona: So schlimm ist es bei mir noch nicht...

Habe zwar Verschmelzungsphantasien, will aber auch kein altes Ehepaar werden und eigene Interessen habe ich auch...

Und @teresa41: Genau das habe ich heute morgen gemacht (ohne Eure posts zu lesen). Hab gesagt, er soll heute abend schön nach Hause gehen. Ich möchte in meinem Alter weder mit jemandem zusammenziehen noch heiraten und ich spüre, dass das, was den anderen sonst so faszinierend und liebenswert macht, sonst in der persönlichen Wahrnehmung auf der Strecke bleibt. Allerdings bin ich auch nicht dafür, Regeln aufzustellen. Wenn man einen festen Sport- oder anderen Termin hat: Klar doch. Aber Regeln wie: Nur 3x in der Woche sehen oder so finde ich doof.
 
  • #27
Viele werden sich wohl an diesem Punkt aufhängen - ich persönlich finde jeden Tag Sex gut, das nutzt sich nicht irgendwie zwangsläufig ab... das ist wie zusammen frühstücken.

Ich finde jeden Tag Sex eine Horrorvorstellung! Nicht, weil ich Sex nicht mag - ich kann auch 5Mal Sex am Tag oder in der Nacht ne ganze Woche durch ;-) - ist super!
Aber dieses "wir müssen-jeden-Tag-Sex-haben", um die Güte der Beziehung zu bestätigen irgendwie krampfig und unnormal. Es gibt Phasen, da hat man viel Sex und welche mit weniger Sex - es gibt sogar Phasen, da hat man gar keinen Sex - Schön, wenn man gerne Sex hat, aber kein Mensch will jeden Tag Sex - es gibt stressige Berufstage, es gibt Tage, an denen ist man einfach müde und ausgelaugt, da will man seine Ruhe und möglichst nicht angesprochen werden, geschweige denn angefasst... die hat jeder mal...
Wenn ich mir dann vorstelle, da kommt dann abends mein Freund/Mann und will seinen Sex abholen, weil es ja immer so war, hätte ich gleich die ganze nächste Woche keine Lust mehr - und ich habe wie gesagt sehr gerne viel Sex... aber nur, wenn es entspannt und spontan ist. Und nicht, weil wir heute noch nicht "gefrühstückt" haben und es noch auf der to-do-List steht....
 
  • #28
Moin @Leandra232 ,

Redet dein Partner offen und gerne über solche Themen?

manchmal

Hmmm, ich weiß nicht...

Ich denke, Beziehungsdiskussionen nerven Männer doch eher, oder? Vor allen Dingen, weil ja nicht wirklich etwas Schlimmes los ist.

Ich werde ihm heute Abend (wo ich ihn nach Hause schicken werde; wir sind fast Nachbarn, dies nur zur Info) einfach sagen, dass mir die Beziehung mit ihm sehr viel wert ist, dass ich es aber momentan besser fände, ein bisschen Abstand einzubauen. Habe heute schon damit angefangen. Sonst haben wir uns ca. alle 2-3 Stunden geschrieben, heute schon weniger.

Mein Verstand sagt mir, dass das richtig ist. Ich möchte niemanden unter Druck setzen und jemanden, den ich mag, noch viel weniger. Emotional fällt mir das schwer, aber nicht so schwer, wie es mir als junger Mensch gefallen ist.

Die Auszüge aus dem Buch im Internet von dem Beziehungscoach, der hier angesprochen wurde, habe ich auch gelesen. Ehrlich gesagt halte ich von solchen Ratgebern nichts. Meiner Ansicht nach IST es ein Spielchen, wenn man sich bewusst zurückhält und den Kontakt drosselt nur, um einen Mann zu manipulieren. Und selbst, wenn der Coach recht hätte: Was nützen einem die ganzen schönen Erkenntnisse, wenn man nicht dahinter steht? Ich möchte authentisch bleiben und deshalb bin ich lieber ehrlich. Wer damit nicht klar kommt, ist bei mir sowieso irgendwie falsch, schätze ich mal...
 
  • #29
Hallo @Kathyberlin,
das was du unter #17 beschreibst, kenne ich nur zu gut.
Ich bin vollkommen anders als du.
Schon beim Lesen bekomme ich Beklemmungen, ich bin hier in der Rolle deines Freunds.

Ich habe erst hier im Forum davon erfahren, dass auch Frauen so sind, wie du es beschreibst, und Männer dann so reagieren, wie du es beschreibst.
Bis ich hier mitlas, dachte ich immer, dass nur Männer klammern und Frauen sich entsprechend entziehen, denn so habe ich es immer erlebt.

Daher würde ich eher sagen, dass dein
Fazit: Möglicherweise haben Männer und Frauen eine unterschiedliche Beziehungswahrnehmung.
nicht richtig ist.
Eher 'Menschen sind Individuen und jeder hat eine individuelle, ganz persönliche Beziehungswahrnehmung'.
Kannst du dich damit auch anfreunden ?
Bitte glaube mir, Männer, die so sind, wie du dich als Frau beschreibst, gibt es massenweise.
Und genauso, wie du nie an solche gerätst, weil die offenbar nicht dein Fall sind, gerate ich immer wieder an die Klammerer, obwohl die nun so ziemlich das Gegenteil dessen sind, was mein Fall ist.
Und dann verhalte ich mich ganz genauso, wie du es bei deinem Freund beobachtest und das ist dann immer der Anfang vom Ende.

Wenn du komplett Herr deiner Gefühle und Taten wärst, also wie eine Maschine funktionieren könntest, würde ich dir Empfehlungen geben, wie du dein Verhalten ändern kannst, um deinen Freund nicht wegzutreiben.
Aber das ist total illusorisch. Denn wie wir alle, kannst du nicht aus deiner Haut. Jedenfalls nicht dauerhaft und nicht in Zufriedenheit.
Dich zu verbiegen hat ja keinen Sinn.
Und da der Zustand eurer ersten Monate, der deiner Idealvorstellung von einer Beziehung entspricht, nicht mehr zurückkommen wird, wird es wohl eher nicht so lange mit euch halten.

Die einzige Hoffnung, dieser Misere zu entkommen, ist, einen Mann zu finden, mit dem es paßt.
Der genauso viel Nähe will wie du.
Ja, das gibt es, ich habe viele von ihnen getroffen.
Ich habe ( jahaaa, ich langweile die Stammleser, sorry ) mit 47 Jahren einen Mann gefunden, mit dem ich kompatibel bin.
Es ist möglich.

w 49
 
  • #30
Im Übrigen ging ja die Nähe nicht nur von mir aus. Kann sein, dass er glaubt, dass ich erwarte, dass er jede freie Minute mit mir verbringt. Das tue ich aber nicht. Ich fand es bis dato einfach schön und es fällt mir etwas schwer, mich von dieser Beziehungsphase zu verabschieden - aber nicht so schwer, dass ich meinen Verstand verliere.
 
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