• #31
Hallo Leandra,

ich finde Dein Verhalten etwas zickig.

Die Sendung interessiert Dich nicht - er macht den Fernseher aus.

Du ärgerst Dich weil er eingeschlafen ist - Du hättest Deine Zeit besser nutzen können. Du hättest Hausarbeit erledigen können, ein Buch lesen können mit einer Freundin telefonieren können, weil Du in den letzten Monaten keine Zeit für sie hattest oder oder oder. Und der liebe Mann entschuldigt sich...

Du willst keine Regeln, baust aber Abstand auf...

Warum kann nicht alles locker laufen? Du verabredest Dich mit einer Freundin und sagst: am Mittwoch habe ich keine Zeit - sehen wir uns am Donnerstag? Oder er geht zum Training und Ihr trifft Euch erst 2 Tage später.

Das ganze würde ich nicht mal Routine nennen! Hat nicht jemand gesagt: Liebe fängt nach den Flitterwochen an. Eure Flitterwochen = Hormonrausch sind vorbei und jetzt fängt die Liebe, die Langsamkeit. Das ist eine tolle Phase, meiner Meinung nach.
 
  • #32
@ Leandra, so wie ich deinen letzten zwei Posts 29 und 27 entnehmen kann, wird das jetzt aber scheinbar ein Krampf, so wie Du es nun vorhast. So war das alles, glaube ich, nicht gemeint, und hat auch wenig mit sogenannter Tiefenentspannung in einer Partnerschaft zu tun.

Wenn Du jetzt diese Ansagen an ihn machst wie aus Post 27, dann baust Du eventuell eine Blockierung bei ihm auf. Damit verjagst Du ihn auf Dauer...

Du sollst Dich einfach erstmal wieder mehr auf Dich konzentrieren stattdessen und erst, wenn Du wieder deine ureigene Mitte gefunden hast, dann kannst Du wieder normal agieren in Sachen Beziehung. Das Problem scheint nämlich von Dir auszugehen. Werde locker...

Also nicht den Mann heute Abend wieder nachhause schicken. Halte ich für grundfalsch und egal was Du ihm dazu sagst - es sieht nicht nur nach Eingeschnapptheit von Dir aus, sondern es ist sie auch, wenn Du mal ehrlich bist...

Du musst dafür sorgen, dass Deine Gedanken nicht wieder verrückt spielen, wenn er eben aus Versehen, bzw. auch weil sein Unterbewusstsein halt nach ein bissel Ruhe oder Abstand von Dir lechzt - mal eines der ohnehin häufigen Treffen oder die sehr häufigen Nachrichten verpennt... Jeden Tag alle 2-3 h Nachrichten versenden: Ich finde das ehrlich gesagt: krass. Und dabei bin ich jemand, der durchaus auch viel Nähe braucht.

LG
 
  • #33
mal eines der ohnehin häufigen Treffen oder die sehr häufigen Nachrichten verpennt... Jeden Tag alle 2-3 h Nachrichten versenden: Ich finde das ehrlich gesagt: krass. Und dabei bin ich jemand, der durchaus auch viel Nähe braucht.

LG

Also, noch mal zur Klarstellung, damit ich nicht wie eine besitzergreifende Vergewaltigerin aussehe: Die erste Nachricht des Tages kommt stets und immer von ihm (er fängt wesentlich früher an zu arbeiten als ich, deshalb auch die zeitliche Inkompatibilität). Ich antworte, das ist wahr. Manchmal mache ich ein bisschen mehr Worte als er. Meistens fragt er mich dann irgendwann nach zwei Stunden, was ich gerade so mache, ich antworte usw.

Ich lege mich teilweise bekleidet ins Bett (Nachthemd, natürlich nicht das ausgeleiertste und schrottigste im Schrank). Der Sex geht meistens von ihm aus. Genau einmal bisher war es anders herum. Allerdings lasse ich mich gern verführen und bin grundsätzlich nicht abgeneigt - wie auch, ich finde den Mann sexy und bin froh, dass er mein sexuelles Temperament hat.

Wenn ich mal abends in der Oper war oder so, bat er mich, um 23 Uhr noch vorbeizukommen. Er wolle einfach neben (nicht mit!) mir schlafen.

Die Frau möchte ich kennenlernen, die da widerstehen kann!

In letzter Zeit, genau genommen in den letzten zwei Wochen, habe ich allerdings das subtile Gefühl, dass sich bei uns etwas eingeschlichen hat, das die ehemals liebevollen und spontanen Gesten in so eine Art Pflichtübung verwandelt und das will ich auf keinen Fall!

Ich weiß nicht genau, was in ihm vorgeht. Vielleicht denkt er, er müsse dieses oder jenes tun, um mir zu gefallen oder mich nicht zu verlieren?

Heute jedenfalls schien er erleichtert zu sein und widersprach nicht, als ich ihm schrieb, er könne mit mir noch einen Tee trinken und dann nach Hause gehen. Dass ich das nicht schlimm fände usw. (Wir sind heute verabredet, weil er mir noch etwas übergeben will / zeitnah muss).

Ich finde es etwas unfair, mich als die männermordende, besitzergreifende Furie mit Verlustängsten zu betrachten, der er hilflos ausgeliefert ist, übertrieben gesagt. An sozialen Interaktionen sind immer zwei Leute beteiligt, auch in diesem Fall.
 
  • #34
Ehrlich gesagt halte ich von solchen Ratgebern nichts. Meiner Ansicht nach IST es ein Spielchen, wenn man sich bewusst zurückhält und den Kontakt drosselt nur, um einen Mann zu manipulieren. Und selbst, wenn der Coach recht hätte: Was nützen einem die ganzen schönen Erkenntnisse, wenn man nicht dahinter steht? Ich möchte authentisch bleiben und deshalb bin ich lieber ehrlich.
Besagten Ratgeber kenne ich nicht, deshalb kann ich dazu konkret nichts sagen, aber ganz allgemein zur Taktik der Zurückhaltung: Meiner Meinung nach besteht der Trick darin, sozusagen sich selbst zu manipulieren. Also beispielsweise: Nicht vorgeben, keine Zeit zu haben, und in Wahrheit nervös rumsitzen und hoffen, dass sich die Taktik auszahlt, sondern tatsächlich was Tolles unternehmen, wo man den betreffenden Mann nicht gebrauchen könnte.
Und diese Taktik zeitigt meiner Meinung nach sehr wohl Erfolge bezüglich der inneren Unabhängigkeit und damit automatisch auch äußeren Wirkung...ungefähr so, wie sein Spiegelbild anzugrinsen, um gute Laune zu bekommen. Das ist ja auch nicht unauthentisch!

An deiner Stelle würde ich es eher so angehen als mit "auf Abstand gehen nach Vorankündigung", weil...ich weiß nicht, ich finde Beziehungsgespräche so anstrengend, krampfig und unabhängig von ihrem Inhalt einengend (vielleicht ist das meine männliche Seite :D ).

Viel Erfolg!

P.S.: Habe jetzt gerade erst die Antwort von @lilithia gelesen, kann ich nur unterschreiben!
 
  • #35
Hallo @Kathyberlin,




Daher würde ich eher sagen, dass dein

nicht richtig ist.
Eher 'Menschen sind Individuen und jeder hat eine individuelle, ganz persönliche Beziehungswahrnehmung'.
Kannst du dich damit auch anfreunden ?
Bitte glaube mir, Männer, die so sind, wie du dich als Frau beschreibst, gibt es massenweise.
Und genauso, wie du nie an solche gerätst, weil die offenbar nicht dein Fall sind, gerate ich immer wieder an die Klammerer, obwohl die nun so ziemlich das Gegenteil dessen sind, was mein Fall ist.
Und dann verhalte ich mich ganz genauso, wie du es bei deinem Freund beobachtest und das ist dann immer der Anfang vom Ende.

w 49
Das ist lustig. Also bei mir ist das Verhalten meines Freundes der Anfang vom Ende oder vielleicht das Ende vom Ende. Einen Klammerer hatte ich auch schon. Das war per se OK, es ging aber bergab, als ausgerechnet der Klammerer mal kurzzeitig den Rückzug angetreten hat. Konsequenz: Ich habe mich getrennt.
 
  • #36
Uff, beim Lesen deiner derzeitigen Liebesphase wurde mir ganz flau und widerlich. Als über 50-jährige finde ich das Verhalten doch ziemlich kitschig bis sülzig und eben, mich stösst es richtig ab.

Magst du es, dass sich der Partner alle 2-3 Stunden meldet, nebst täglichem sehen und Sex? Schreibt Ihr Euch da immer Liebesbeweise und kuschelige Kosenamen? Du bist die Schönste, die Beste und das Ein und Alles. Immer nur duuuuuu....uuuuu. Ich kriege echt die Krise und kann es kaum ernsthaft glauben, dass dies alles freiwillig passiert.

Viel eher taucht die Vermutung auf, dass beide verliebt sind ins "verliebt sein" und aller Welt und am meisten Euch selbst beweisen möchtet, dass man auch als Ü50 noch richtig heiss und scharf sein kann und es einem erwischen kann wie mit 17.

Mir wäre so ein Verhalten peinlich und wenn es so wäre, würde ich mit niemandem darüber reden und schon gar nicht in einem Forum posten.

Mit Ü50 solltest du keine Ratschläge mehr brauchen um in deinem Liebesleben eine Linie rein zu bringen. In dem Alter ist man doch reif und erfahren genug und in der Lage, solche Situation zu deuten bzw. zu klären. Wie alt muss man werden um mit einem Partner über Anstehends zu reden ohne Schnörkel und Warmlaufen? Mit Ü50 sollte das unkompliziert möglich sein ansonsten es keine Partnerschaft ist sondern ein sich gegenseitiges Hochjubeln und bestätigen. Wo ist das Problem, möchte ich fragen.
 
  • #37
Nicht vorgeben, keine Zeit zu haben, und in Wahrheit nervös rumsitzen , sondern tatsächlich was Tolles unternehmen,
So sieht es auch dieser Ratgeber vor. Das sind m.E. keine Spielchen, sondern das Erhalten des Ichs in einer Paar-Beziehung. Häufig (nicht immer) sind es die Frauen, die mehr Nähe suchen und mehr Bindung brauchen als die Männer. Die meisten Männer beherrschen es ganz gut, sich in einer Beziehung ihre Freiräume zu schaffen.
Wie erhalten wir die Lebendigkeit und die Gefühle in unserer Beziehung aufrecht?
Das war deine Eingangsfrage, und ich kann deinen Wunsch gut nachvollziehen. Viele Beziehungen werden mit der Zeit dröge und zur Gewohnheit, und du möchtest dem vorbeugen.
Wie schon gesagt, wichtig ist, dass die Partner so bleiben, wie sie sich kennengelernt haben. Schließlich haben sie sich deswegen ineinander verliebt. Das schließt alle Mechanismen aus der "Werbungsphase" ein. Als man sich der Zuneigung des anderen noch nicht sicher sein konnte, als man gehofft und vermisst hat, als man sich Mühe gegeben hat.

Wer sich seines Partners allzu sicher ist, wird früher oder später dazu neigen, seine Grenzen auszuloten und zu schauen, wie weit man gehen kann. Das führt unweigerlich zu einem Respektverlust.

Sich des Partners nie ganz zu 100% sicher zu sein, muss nicht heißen, dass man Spielchen spielt. Das lehne ich auch ab. Sich seine Unabhängigkeit zu einem Teil zu erhalten, nicht bedürftig zu werden, den Partner auch mal Sehnsucht und Vermissen erleben zu lassen, anstatt ständig verfügbar zu sein, sind ganz natürliche Verhaltensweisen jenseits von Manipulation, wenn man nach der ersten innigen Phase sein gewohntes Leben zu einem Teil wieder aufnimmt.

So wie du es beschreibst, scheint er tatsächlich gedacht zu haben, er müsse weiter so viel leisten, um dich zu halten. Mit deiner Aussage hast du m.E. schon alles richtig gemacht. Er fühlt sich entlastet, und wenn alles gut geht, wird bei ihm alsbald das Vermissen einsetzen, und er wird sich auf dich freuen, anstatt von zuviel gemeinsamer Zeit belastet zu sein. Ich denke, du bist schon auf einem guten Weg.
 
  • #38
Für diejenigen, die es interessiert, eine kleine Aktualisierung, wie der gestrige Abend ablief:

Mein Freund kam, brachte mir die Sachen, trank mit mir eine halbe Tasse Tee und forderte mich ganz selbstverständlich auf, mit ihm zusammen schlafen zu gehen. Nach Hause gehen wollte er nicht (wobei ich ja auch nicht wirklich wollte, dass er geht) und der Abend verlief harmonisch, wie üblich und war sehr schön. Er sagte, er würde sich schon melden, wenn es ihm zu viel wird.

In zwei Wochen fange ich wieder mit Sport an (durfte ein paar Wochen krankheitsbedingt nicht), habe letzte Woche einen Vortrag besucht und habe 1-2x monatlich kulturell etwas vor (alleine bzw. mit einer Freundin). Man kann also nicht sagen, dass ich alleine nichts unternehme. Allerdings haben wir uns bisher immer nach meinen Verabredungen spät abends getroffen. Meistens treffen wir uns bei ihm. Früh morgens gehe ich dann nach Hause (10 Min. Fußweg) und mache meinem Sohn (13) Frühstück. Vielleicht sollte ich nach meinen Verabredungen einfach mal schnurstracks nach Hause gehen und alleine schlafen...
 
  • #39
Dann war der gestrige Abend doch ganz gut. Ein Paar muß eben nach dem Hormonrausch lernen, sich zu synchronisieren, die Tagesabläufe und das gemeinsame Leben miteinander abzustimmen. Ein gesundes Maß an Gemeinsamkeit, an Nähe und Distanz und das optimal aufeinander abgestimmt.

Ich finde es sehr positiv, dass er zu Dir gekommen ist, obwohl er müde war und Dich aufgefordert hat, mit ihm zusammen schlafen zu gehen. Genau diese Alltäglichkeiten sind es nämlich, die eine Beziehung ausmachen. Ein Mann, der sich nicht so sehr für die Beziehung interessiert, wäre da nämlich zuhause geblieben, es sei denn, er hätte nur Sex gewollt und wäre danach gleich wieder gegangen.
 
  • #40
Trotzdem, ich bleibe bei meiner Aussage, dass zb. alle 2-3 h sich per Handy irgendwelche Nachrichten zu schicken - und das dauerhaft, also täglich, immer, das ist schlicht too much.

Da ist doch klar, dass es Druck macht und es wirklich keinen Freiraum gibt. Ich verstehe da voll und ganz, dass man sich da ganz fix mal ein bissel Abstand herbeisehnt. Ohne die Beziehung an sich in Frage zu stellen.

Das wird in einer normalen Beziehung sicherlich auch noch zunehmen, dass man sich Freiräume schafft. Und es ist normal, sage ich.

Ganz ehrlich: Dieses alle 2-3 h Geschreibe a la "Wie gehts" , "Was machst Du grade"...ect...geht das nicht einfach irgendwann mächtig auf den Sack? Das ist zuviel Nähe...oder keine wirkliche Nähe...

Da muss sich die TE sich meiner Meinung nach einer Komplettüberholung in Sachen Nähe und Abstand in einer Beziehung unterziehen.

Weil ich denke, wenn man alle 2-3 h Nachrichten dauerhaft als normal empfindet, dann ist da auch viel zu viel Klammern in der Beziehung sonst vorhanden...

LG
 
  • #41
Wieso findest du 3x in der Woche sehen wenig? Und wieso muss man sich jeden Tag stündlich schreiben? Das ist ja nicht mehr normal!? Man hat doch auch anderes zu tun?!
Wenn ich Sprechstunde habe oder mit den Kids unterwegs bin, schreibe ich oft den ganzen Tag nicht und ich antworte auch nicht auf jede Nachricht.
Ich will nicht jeden Pups von meinem Freund wissen, mir ist es egal, ob er jetzt Mittagessen geht oder ob er jetzt ein Meeting hat.
Ich habe mein eigenes Leben und bin ein eigener Mensch und brauche ab und zu meine Ruhe - und zwar GANZ - ohne SMS, ohne Telefon, ohne persönlichen Kontakt.
Mich würde so ein Mensch, der Panik bekommt oder gar beleidigt ist, wenn ich mal keinen Sex will oder mal 2 Abende alleine verbringen will total einengen.
Ich habe dann nicht zwingend etwas anderes vor, aber manchmal will ich mein Bett für mich alleine, alleine fernsehen, alleine aufwachen, alleine sein - Stille! Niemand fasst mich an, niemand will was.
Aber vielleicht habe ich auch einfach ein anstrengenderes Leben!?
Ich hatte so intensiven Kontakt nur während des Studiums, als ich noch nicht gearbeitet hatte und tagsüber und abends jede Menge Zeit hatte.
Aber so als erwachsener Mensch?
Ich finde es auch krampfig, jemandem zu schreiben: "Wir sollten mehr Abstand haben". Das klingt gleich nach Problem.
Reicht es nicht, wenn du ihm nachmittags schreibst: "Wünsche Dir noch einen schönen Abend - bis morgen - Kuss!"
Oder reicht es nicht, wenn du ihm am Mittwoch schreibst, dass ihr Euch am WE seht?
So schwingt ja gleich mit, dass du unglücklich bist, dass du ihn nicht sehen kannst, es aber wohl besser ist.
Das würde mich auch schon wieder nerven - damit kommst du in so eine bedürftige Rolle.
 
  • #42
@FirstLady : Ich muss mal neugierig nachfragen, was du an Routine SO schlimm findest? Also, klar ist es mit zunehmender Routine nicht mehr ganz so spannend, aber dafür ja auch entspannter und weniger das gesamte Leben absorbierend. Also, ich finde aufregende Affären auch prickelnder, aber auf Dauer wär mir das zu anstrengend!
Weil eins zum anderen kommt: erst geht man nicht mehr aus, dann hat man keinen Sex mehr, dann küsst man sich nicht mehr, dann umarmt man sich nicht mehr...
 
  • #43
Realistisch gesehen wird sich irgendeine Form von Routine einstellen wenn man längere Zeit zusammen ist. Wenn man da ein Problem mit hat und mit Routine nicht umgehen kann(will), dann muß man wohl auch mal öfter den Partner wechseln. Ich habe schon alleine lebend so meine Routinen...und im Leben als Paar gibt es dann auch welche. Mich persönlich stört das nun gar nicht und ich finde es lebenserleichternd über bestimmte Dinge gar nicht sprechen zu müssen.

Dass nun der neue Freund nicht immer über Nacht bleiben will oder mal ein Date verpennt...das hat ja mit Routine nichts zu tun sondern mit Luft holen. Und ich denke, wenn die Arbeitszeiten und generell der Lebensrhythmus/Tagesablauf so verschieden ist, könnten - das ist aber wieder Routine- "Regelungen" über gemeinsame Tage und getrennte helfen dass beide ihre Erholungszeiten haben. Müssen ja keine festen Tage sein. Wobei sich das bei regelmäßigen festen Terminen (Sport, Abend mit Freunden) doch gerne einschleicht.
 
  • #44
Ich finde es auch krampfig, jemandem zu schreiben: "Wir sollten mehr Abstand haben". Das klingt gleich nach Problem.
Reicht es nicht, wenn du ihm nachmittags schreibst: "Wünsche Dir noch einen schönen Abend - bis morgen - Kuss!"
Oder reicht es nicht, wenn du ihm am Mittwoch schreibst, dass ihr Euch am WE seht?
So schwingt ja gleich mit, dass du unglücklich bist, dass du ihn nicht sehen kannst, es aber wohl besser ist.
Das würde mich auch schon wieder nerven - damit kommst du in so eine bedürftige Rolle.
Ich finde Deine Vorschläge aber auch krampfig, ehrlich gesagt. Wenn man frisch verliebt ist, will man dem anderen nahe sein. Das ist OK. Es stellt sich nur die Frage, wie beide mit ausreichendem Wohlfühlfaktor in ihr Gleichgewicht finden können. Männer sind wie gesagt oft nicht so problembewusst wie Frauen. "Einfach locker bleiben" oder es zumindest versuchen. Und liebe Leandra232 ich würde mir eventuell wirklich von einem Therapeuten helfen lassen. Es kann sehr entlastend sein, seine Verlustängste und Sorgen mit einer neutralen Person zu teilen. Das Problem ist Angst, und das ist auch mir bekannt. Möglicherweise hast Du auch in anderen Bereichen Angst. Es gibt angstlose selbstsichere Menschen und Menschen, die unsicher sind, oft weil sie total sensible Antennen haben. Aber die Antennen geben eben auch oft mal eine Fehlwarnung ab. Der Zeitfaktor spielt auch eine Rolle, aber man kann auch nach Jahren noch in eine Vertrauenskrise geraten, weil man sich nicht selbst vertraut.
 
  • #45
Ich finde Deine Vorschläge aber auch krampfig, ehrlich gesagt. Wenn man frisch verliebt ist, will man dem anderen nahe sein. Das ist OK.
Also ich bin auch gerade frisch mit einem Mann zusammen, also frisch verliebt.
Und deswegen SMSen wir nicht alle 2-3 Stunden und sehen uns auch nicht täglich.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, meinen neuen Freund nicht täglich zu sehen. Und JA - wir vermissen uns auch mal oder verbringen das halbe WE im Bett, aber auch wenn man verliebt ist, muss man sich nicht ständig sehen oder Kontakt miteinander halten. Dein Freund hat ja gar nicht die Möglichkeit, dich zu vermissen, denn du bist ja immer da und präsent...!
Kennst du den Song von Ina Müller "Ich ziehe aus"? Da beschreibt sie auch den Zustand des Zuviels an Nähe. Wenn du so weitermachst, landet ihr genau da.
Ich finde eine Mischung aus Nähe und Distanz perfekt und wir verabreden auch nicht sofort, wann wir uns wiedersehen, wenn wir uns verabschieden.
Lass ihn doch mal selber ankommen. Ich habe das Gefühl, dass du ohne ihn gar nicht mehr existent bist.
Ein zuviel an Nähe kann auch zerstören.
Aber ich brauche auch mal Zeit für mich alleine - vielleicht bin ich da einfach anders.
 
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  • #46
Also ich bin auch gerade frisch mit einem Mann zusammen, also frisch verliebt.
Und deswegen SMSen wir nicht alle 2-3 Stunden und sehen uns auch nicht täglich.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, meinen neuen Freund nicht täglich zu sehen. Und JA - wir vermissen uns auch mal oder verbringen das halbe WE im Bett, aber auch wenn man verliebt ist, muss man sich nicht ständig sehen oder Kontakt miteinander halten. Dein Freund hat ja gar nicht die Möglichkeit, dich zu vermissen, denn du bist ja immer da und präsent...!
Kennst du den Song von Ina Müller "Ich ziehe aus"? Da beschreibt sie auch den Zustand des Zuviels an Nähe. Wenn du so weitermachst, landet ihr genau da.
Ich finde eine Mischung aus Nähe und Distanz perfekt und wir verabreden auch nicht sofort, wann wir uns wiedersehen, wenn wir uns verabschieden.
Lass ihn doch mal selber ankommen. Ich habe das Gefühl, dass du ohne ihn gar nicht mehr existent bist.
Ein zuviel an Nähe kann auch zerstören.
Aber ich brauche auch mal Zeit für mich alleine - vielleicht bin ich da einfach anders.
Alle Menschen sind unterschiedlich, und deshalb muss man in einer Beziehung zu einem Modus Vivendi finden, der beiden passt. Meine beste Freundin ist frisch verliebt und tickt TOTAL ANDERS als ich! Sie hat völlig andere Erwartungen und ein ganz anderes Kommunikationsverhalten. Und daran ist so mancher Beziehungsbeginn von ihr gescheitert. Sie hat Männer in die Wüste geschickt und umgekehrt. Es ist nicht immer leicht, die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden.
 
  • #47
Liebe Foristies,

ich habe inzwischen mit meinem Freund gesprochen und er hat mir glaubhaft versichert,dass er momentan genau dasselbe Bedürfnis nach Nähe hat wie ich und dass er sagen wird, wenn er mal einen Abend für sich allein verbringen will. Er will nicht ohne mich schlafen - that´s it. Anscheinend ist die heiße Verliebtsheitsphase doch noch nicht zu Ende. Bei den SMSen halte ich mich inzwischen etwas zurück.

Mir ist klar, dass das nicht immer so bleiben kann und wird, habe aber großes Vertrauen, dass die Beziehung hält, selbst bei zeitweise eintretender Distanz.

Menschen ticken halt unterschiedlich. Als wir gerade vier Wochen zusammen waren, musste ich mich einer größeren Unterleibs-OP unterziehen, was zur Folge hat, dass wir bis übernächste Woche im Bett nicht alles dürfen, was wir eigentlich wollen. Vielleicht stachelt das die Leidenschaft und Phantasie ja zusätzlich an.

Während meines zweiwöchigen Krankenhausaufenthaltes besuchte mich mein Freund jeden Tag, wusch meine Wäsche etc., obwohl ich das nicht von ihm erwartet habe und er viel arbeitet. An diesem Punkt hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass sich die Beziehung in Nichts auflöst, eingetreten ist aber eher das Gegenteil. Seitdem habe ich unendliches Vertrauen zu ihm.

Es ist eine komische Sache, wenn man frisch verliebt ist und der Geliebte einen in so einer peinlichen Lage sieht (im Krankenhaus musste ich zeitweise einen Katheder tragen). Ich wollte ihn eigentlich so nicht sehen, aber er hat mich überzeugt, dass er mich liebt und mich heil und gesund zurückhaben will. Vielleicht spielt das auch eine Rolle. Dadurch ist so eine emotionale Turbo-Dynamik in die Beziehung gekommen, die normalerweise nach so kurzer Zeit wohl nicht eintritt. Es war halt eine Ausnahmesituation und in der befinden wir uns anscheinend immer noch.
 
  • #48
Ich verbringe heute meinen ersten Abend seit Wochen alleine zu Hause und - was soll ich sagen - die Initiative ging von mir aus! Er hat aber sofort zugestimmt. Ich hätte heute morgen fast verschlafen und meinen Sohn zu spät in die Schule geschickt. Da ist mir klar geworden, dass ich mal eine Mütze voll durchgehendem Schlaf brauche. Samstag Abend werden wir uns auch nicht sehen, weil ich bei einer Theaternacht bin.

Ich bin heute froh, dass ich zu Hause bin, konnte mir aber eine Gute-Nacht-SMS nicht verkneifen. Er antwortet nicht und ist nicht online, also schläft er - gut so!

Scheint sich also alles doch irgendwie zu normalisieren...
 
  • #49
Ich bin heute froh, dass ich zu Hause bin, konnte mir aber eine Gute-Nacht-SMS nicht verkneifen. Er antwortet nicht und ist nicht online, also schläft er - gut so!

Scheint sich also alles doch irgendwie zu normalisieren...
Ich denke nicht, dass er um 20.44Uhr schon geschlafen hat, aber vielleicht genießt er es auch mal wieder, ein wenig Freiheit zu haben. Außerdem sollte man auch seinen Bekanntenkreis nicht ganz vernachlässigen und Männer brauchen ja immer ab und zu mal einen Männerabend.
Scheint ja eine revolutionäre Sache für Dich zu sein, einen Abend alleine zu verbringen!? Macht Dich aber auf lange Sicht attraktiver.
 
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