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  • #1

Rund 17 Millionen Kinder weniger in Deutschland ..Ursache?

Einer Hochrechnung nach werden wir in Deutschland in 50 Jahren rund 17 Millionen weniger sein..

Mag sein das die Zahl zu hoch ist..Tatsache ist das immer weniger Babys geboren werden.

Was meint ihr was helfen könnte das wieder mehr Babys zur Welt kommen..??

Liegt die Ursache schon darin das es immer weniger Paare und mehr singles gibt oder liegt es eher an der symthomatik Familienpolitik..Verschiedene Modelle darf man ja inzwischen als gescheitert betrachten..

Bitte um eure Meinungen..

M46
 
  • #2
Hauptursache ist ganz nüchtern betrachtet, dass Verhütung einfach geworden ist. Wer auch nur halbwegs seinen Verstand zusammen hat, der kann heutzutage sicher und zuverlässig verhüten und seinen persönlichen, tatsächlichen Kinderwunsch auch umsetzen. Ich bin sicher, dass auch früher sehr viel weniger Kinder geboren worden wären, wenn nur alle die Kinder bekommen hätten müssen, die sie wirklich gewollt haben. Unser neuzeitliches Problem ist nicht in erster Linie der abnehmende Kinderwunsch, sondern die Möglichkeit, dies auch wirklich umzusetzen.

Ich bin demzufolge fest überzeugt, dass die Hauptursache somit darinliegt, dass sich immer weniger Menschen, insbesondere Frauen, mehrere oder überhaupt Kinder wünschen. Es gibt einfach andere Lebensziele, wie vorallem Karriere, aber auch andere Formen des Lebensglücks als Kinder. Selbst die Frauen mit Familien- und Kinderwunsch wünschen sich oft nur noch ein oder maximal zwei Kinder. Und genau dieser Wunsch kann eben dank Verhütung auch größtenteils umgesetzt werden.

Dritte Ursache ist die stark abnehmende Stabilität von Partnerschaften. Natürlich kommt man erst zu einer Situation mit Kinderwunsch, wenn eine Beziehung stabil und glücklich verläuft und einige Jahre überdauert hat. Häufige Trennungen und zerrüttete Partnerschaften und die Tendenz zu faktischen Lebensabschnittspartnerschaften führt eben zu einer geringeren Basis, auf der überhaupt Kinderwunsch und intakte Famlie entstehen kann.

Ich glaube ebenso, dass all die Schreie und Forderungen nach mehr staatlicher Förderung völlig am Ziel vorbeigehen. Eltern müssen Kinder wollen, sie als Bereicherung empfinden und für eine Familie langjährig einstehen und die Verantwortung tragen wollen. Genau daran hapert es, nicht an Kitas, Betreuungsgeldern, Kindergeld oder ähnlichem Umverteilungsstreben.

Ich bin ferner der Meinung, dass die Welt eigentlich auch gar nicht noch mehr Menschen braucht. Unser Problem sind nicht zu wenige Babys, sondern staatliche Misswirtschaft. Wenn jeder seine eigene Rente einzahlt, ist an jeden gedacht -- aber das geht eben nur bei Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft und wenn niemand in die Kasse greift. Wir müssen weg von Umverteilungsgedanken, hin zu individueller Leistung und persönlicher Eigenverantwortung.
 
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  • #3
Ich m\42 habe vor ca. 5 Jahren beschlossen keinen Nachwuchs zu zeugen.
Die "positive Diskriminierung" nimmt Überhand (Migranten >> Religion, etc. ... Deutschland schafft sich ab).
 
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  • #4
. Wenn jeder seine eigene Rente einzahlt, ist an jeden gedacht -- aber das geht eben nur bei Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft und wenn niemand in die Kasse greift. .

Das ist der größte Trugschluss, dem viele Kinderlose aus Rechtfertigungsgründen aufsitzen. Was nutzt mir den das ganze Geld, wenn niemand mehr da ist, der die notwendigen Dienstleistungen übernimmt?
Oder noch einfacher: Was hat der Millionär auf einer einsamen Insel von seinem Geld?
 
  • #5
Die Bevölkerungsentwicklung verläuft eben exponential, ob nun nach oben oder nach unten.
Die Familienförderung ist übrigens auch schon im alten Rom gescheitert. Man konnte die römischen Bürger partout nicht motivieren, zur Zweikindfamilie zurückzukommen. Für Nachwuchs haben die Sklaven und Barbaren gesorgt.
Das ist ein Wohlstandproblem. Kinder machen Mühe. Da die Altersversorgung von der Versorgung der Alten durch die Kinder entkoppelt und an den Staat delegiert ist, stellen Kinder nur noch emotional, nicht mehr materiell die Zukunft dar. Zudem Alleinleben heutzutage sehr komfortabel geworden ist. (Auch da gab es schon früher Familienpolitik. Nach dem siebenjährigen Krieg gab es eine moralische Kampagne gegen die "Hagestolze" - alte Männer, die Junggesellen geblieben waren - sie sollten heiraten und Kinder zeugen, statt ihr Vermögen zu vertun.)
Der heutige Mensch sorgt für sein Alter vor, statt diesen Betrag in ein Kind zu investieren.
Ob das nun gut ist oder schlecht, weiß ich nicht zu bewerten. Ich glaube, die Welt lebt ohne die Deutschen auch weiter.
 
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  • #6
Ich glaube ebenso, dass all die Schreie und Forderungen nach mehr staatlicher Förderung völlig am Ziel vorbeigehen. Eltern müssen Kinder wollen, sie als Bereicherung empfinden und für eine Familie langjährig einstehen und die Verantwortung tragen wollen. Genau daran hapert es, nicht an Kitas, Betreuungsgeldern, Kindergeld oder ähnlichem Umverteilungsstreben.

Sehe ich anders, aber ich bin auch Mutter. Solange wir in Deutschland so eine schlechte Kinderpolitik haben, werden gut gebildete Eltern nicht motiviert, mehr Kinder zu bekommen, weil es für die Eltern sehr viel Stress bedeutet und auch für die Kinder nicht gut ist, wenn man zwischen Beruf, Alltag usw. hin und her switschen muss, wenig gute Betreuungsplätze bekommt (regional abhängig!) und kinderlose Ehepaare steuerlich besser gestellt sind, als AE-Mütter/Väter und/oder andere Paare mit Kindern, egal ob verheiratet oder nicht.

Siehe Diskussion für das Betreuungsgeld, was eigentlich nur den Bildungsfernen Schichten nutzt, aber nicht einer studierten Frau, die sich aus div. Gründen, die hier immer schon wieder diskutiert wurden, einen langen Ausstieg aus dem Berufsleben nicht leisten kann.

Das es in Deutschland immer weniger Kinder gibt, hat auch mit der relativ familienunfreundlichen Arbeitgeber-Politik der Firmen zu tun. Es gibt Ausnahmen, aber die sind noch viel zu wenig. Solange Frauen und Männer Angst haben müssen, ihren Job zu verlieren, oder den Anschluss an Karriere-Möglichkeiten zu verlieren, werden sich nur die Angstfreien Menschen, die eh schon ohne Job sind und auch höchstwahrscheinlich keinen neuen bekommen, ungehindert und mit großer Freude vermehren, damit Geld in die Familienkasse kommt.

w
 
  • #7
Hauptursache ist ganz nüchtern betrachtet, dass Verhütung einfach geworden ist. Wer auch nur halbwegs seinen Verstand zusammen hat, der kann heutzutage sicher und zuverlässig verhüten und seinen persönlichen, tatsächlichen Kinderwunsch auch umsetzen. Ich bin sicher, dass auch früher sehr viel weniger Kinder geboren worden wären, wenn nur alle die Kinder bekommen hätten müssen, die sie wirklich gewollt haben.

So ist es. Ein Blick in die Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung bei DESTATIS sagt auch genau das aus: Der "Pillenknick" führt seit ca. 40 Jahren zu nachhaltig sinkenden Geburtenzahlen. Schon in den 1970ern und 1980ern wurden weit weniger Kinder geboren, als für eine stabile Bevölkerungszahl nötig gewesen wäre (sofern man das als gesellschaftspolitisches Ziel definiert). Wir haben heute also einfach weniger potentielle Eltern als noch vor 20 Jahren. Diese nutzen natürlich auch die Segnungen der Verhütung, aber selbst mit drei Kindern pro Frau könnte der "Bevölkerungsverlust" kaum aufgefangen werden.

Es ist wie es ist: Der Schrumpfungsprozess wurde vor 40 Jahren eingeleitet und wird kaum umkehrbar sein. Die Politik sollte sich lieber darauf konzentrieren, wie sie vor diesem Hintergrund den Staatshaushalt, die Sozialkassen etc. vorbereitet. Die Menschen leben länger, sind länger fit, können im Durchschnitt länger arbeiten - mit diesen positiven Faktoren kann man da arbeiten...
 
  • #8
weil es für die Eltern sehr viel Stress bedeutet und auch für die Kinder nicht gut ist, wenn man zwischen Beruf, Alltag usw. hin und her switschen muss
Richtig, eine Mutter muss sich die ersten drei Jahre volltags um ihr Kind kümmern. Alles andere schadet den Kidnern massiv und ist ein absoluter Irrweg.

kinderlose Ehepaare steuerlich besser gestellt sind, als AE-Mütter/Väter und/oder andere Paare mit Kindern, egal ob verheiratet oder nicht.
Das Gegenteil trifft zu. Doppelverdiener ohne Kinder zahlen die Hauptlast der Solidargemeinschaft.

Das es in Deutschland immer weniger Kinder gibt, hat auch mit der relativ familienunfreundlichen Arbeitgeber-Politik der Firmen zu tun.
Falsch, denn wie erklärst Du dann, dass es früher bei noch viel schlechteren generellen Arbeitsbedingungen so viel mehr Kinder gab? Vor 30, 50, 100, 150 Jahren? Es liegt definitiv nicht an den Bedingungen, sondern am Kinderwunsch und der Möglichkeit, ihn auch tatsächlich durch gute Verhütung planvoll umzusetzen.

Solange Frauen und Männer Angst haben müssen, ihren Job zu verlieren, oder den Anschluss an Karriere-Möglichkeiten zu verlieren
Man kann im Leben nicht alles habe, alles andere ist Illusion. Führung und Karriere ist nicht mit Kindern vereinbar.

Die zentrale frage muss eher sein, ob Karriere statt Familie wirklich glücklich macht. Warum wollen Frauen unbedingt 60-Stunden-Wochen als mittlere Führungskraft, statt glücklich ein Kind zu erziehen? Macht das im Nachhinein wirklich glücklich? Schaut man auf eine tolle Karriere bis zu knappen Mitte der Hierarchie wirklich soviel zufriedener zurück, wenn man 80 ist als auf Kinder?
 
  • #9
Die zentrale Frage zu Beantwortung der Veränderung zwischen "früher gabe es viele Kinder" und "heute kriegen die meisten weniger Kinder" muss einfach sein, was sich in dieser Zeit geändert hat. So geht man klugerweise heran: mit Logik, Verstand und Analyse.

Erste Teilfrage muss dann meiner Meinung nach sein: Wollte man damals wirklich soviel mehr Kinder oder hat man sie nur bekommen, weil es keine sichere Verhütung gab? Ich denke, dass auch damals sehr viele Familien lieber weniger Kinder gehabt hätten und ein bis zwei auch damals den meisten genügt hätten, wenn es nur sicher möglich gewesen wäre. Großfamilien waren nicht der Traum, sondern einfach nur das Schicksal mangels probater Verhütungsmethoden.

Wenn dem so wäre, dann läuft heute gar nichts schief, sondern die Menschen sind nur endlich in der Lage, ihren wahren Kinderwunsch auch tatsächlich umzusetzen.

Wir müssen mal davon wegkommen, das alles als Politikum zu sehen und dem "System" die Schuld zu geben. Entscheidungen für oder gegen ein Kind fallen beim Individuum, nicht beim System. Es geht um Wünsche und Lebenswirklichkeit von einzelnen Frauen und Männern.
 
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  • #10
Man wird hierzulande ziemlich unter Druck gesetzt, wenn man Kinder nicht nur austragen, zur Welt bringen, sondern auch einige Jahre persönlich in ihrer Entwicklung begleiten möchte.

Es gibt einige Frauen in meinem Bekanntenkreis, die deswegen bewußt auf Kinder verzichten, weil sie sich nicht dauernd anhören wollen, sie hätten doch studiert und es müßte mehr in ihrem Leben geben, als 'nur' für ihre Kinder da zu sein.

Als Mutter weiß ich: Kinder und Karriere ist nicht gleichzeitig machbar, es kommt zwangsläufig etwas dabei zu kurz. Man muß Prioritäten setzen - in die eine oder andere Richtung.

Ein Land ist erst dann wirklich kinderfreundlich, wenn Menschen sich frei entscheiden können, ob sie mit Kindern auch ihre Karriere weiter verfolgen wollen oder diese lieber hinten an stellen und erst einmal ganz für ihre Kinder da sein wollen, OHNE das dies in irgend einer Weise negativ kommentiert wird. Davon sind wir leider meilenweit entfernt.
 
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  • #11
Als Mutter weiß ich: Kinder und Karriere ist nicht gleichzeitig machbar, es kommt zwangsläufig etwas dabei zu kurz. Man muß Prioritäten setzen - in die eine oder andere Richtung.

Kind und Karriere kann ja schon bedeuten, dass die Frau es geschafft hat, nach der Babypause wieder in ihren Beruf zurück gehen zu können und nur Teilzeit arbeiten zu können, was nicht überall möglich bzw. vom AG angeboten bzw. gefördert wird.

Diese Karrierefrauen mit 60 Stunden-Wochen haben doch meistens eh keine Kinder. Wir reden hier also über Otto-Normal-Mütter, die es schon oft nicht leicht haben.

w
 
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  • #12
Gegenfrage nach dem Lesen der Beiträge:
Warum haben denn die Franzosen eine wachsende Bevölkerung? Haben die keine Pille?
Unterschiedliche Lebenseinstellungen können es nicht sein.

Dann wird es ja wohl doch an der besseren Familienpolitik der Franzosen liegen.
 
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  • #14
Ich halte das ganze Gesülze von wegen "schlechte Kinderpolitik (fehlende Kinderbetreuung)" etc. - zumindest in Deutschland - für absolut vorgeschoben von den meisten neu-modernen, deutschen Frauen.

Wer Kinder habe möchte muss sich irgendwann entscheiden: Kind oder Karriere.
Top-Karriere mit Kindern gibt es in den seltensten Fällen.
Und hier müssen Frauen dann eben auch rechtzeitig Prioritäten setzen. Entweder das einer oder das andere.

Ich denke, dass gerade deutsche Frauen - unter falsch verstandener Emanzipation und sehr verbissen - auf Gedeih und Verderb sich nur über ihren Beruf und ihre ach so tolle Karriere definieren.
Frauen die sich heute nach einer gewissen Zeit im Beruf bewusst für Kinder und gegen eine weitergehende Karriere entscheiden werden doch von vielen ihrer eigenen Artgenossinnen nur müde belächelt.

Nein, nein - die individualisierte, neu-moderne, deutsche Frau hat vor über 40 Jahren die Entscheidung getroffen: Karriere ist wichtig (bin ja schliesslich ein ganzer "Mann" und kann eh' alles besser - das muss ich auch jeden Tag jedem beweisen) und möchte ich nicht zulasten von Kindern aufgeben - ansonsten sieht sie sich ja anderen Karrierefrauen gegenüber unter Rechtfertigungszwang.

Die Wahrheit ist, das Frauen in vielen anderen Ländern eine entspanntere Einstellung zu sich selber, Kindern, Beruf und eben auch Emanzipation haben.
 
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  • #15
Wenn unsere Bevölkerung etwas zurückgeht wäre das m.E. für die Umwelt sogar wünschenswert.
Und wenn wir hier nicht mehr genug sind, laden wir doch gebildete chinesische Frauen zur Einwanderung ein. Das fördert hier die Zahl der vermehrungsfähigen gebildeten Frauen und sorgt dafür, dass in China kleine Mädchen nicht mehr abgetrieben werden oder in Heime gesteckt werden.

m52
 
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  • #16
Meine Meinung dazu: Was derzeit von Familien verlangt wird, ist für Menschen einfach nur noch erschöpfend und macht psychisch krank; davon gibt es immer mehr.
Ich habe mein Leben entschleunigt, mein Kind geht mittlererweile auf eine Freie Schule. Nicht mehr die Arbeit ist mein Lebenszweck, sondern das Leben selbst ist es.
So lange Menschen sich trietzen und zwiebeln lassen, wird zum einen keine Stimmung zum Kinderkriegen aufkommen, zum anderen haben die Menschen heute solche unglaublichen Existenzängste, und das in einer Zeit, in der es uns so gut geht wie nie zuvor.
Ich selbst durfte als Kind noch in Ruhe wachsen und hatte Zeit zum Träumen und Ausprobieren. Es gab keine "Frühförderung" und keine "Baby-im-Bauch-Englisch-Lektionen", sondern das Leben war ruhiger und entspannter. Geld war nicht das Wichtigste, wir hatten nie welches, dafür aber Hühner, Kaninchen und einen großen Garten, der uns mit Obst und Gemüse versorgte. Im Sommer waren wir den ganzen Tag draußen, es gab keine verplanten Nachmittage mit Lernen und "Förderung", wir durften noch Kinder sein und unsere eigenen Erfahrungen machen.
Genau dies hatten meine großen Kinder nicht, da ich mich durch mein Umfeld leider habe kirre machen lassen. Meine Tochter bekam im Abitur ein Burn-Out und Drehschwindelattacken.
Ich habe sofort drei Gänge zurückgeschaltet und unser ganzes Leben überdacht. Es kann doch nicht Sinn und Zweck sein, als Vollzeitarbeitsdrohne nur noch nach einem festumrissenen Tagesplan zu leben? Ich konnte mich nicht einmal mehr morgens an meine Träume erinnern.
Inzwischen habe ich alles zurückgefahren. Unter diesen Umständen hätte ich mir eine sehr große Familie und noch mehr Kinder vorstellen können. An unserer Freien Schule sind viele Eltern mit vielen Kindern, und alle sehen um soviel glücklicher aus als die Kinder, die ich in staatlichen Schulen durch meine Kinder kennenlernte. Bei uns lernen Kinder noch Handarbeit, Stricken, Häkeln, Filzen, später Werken und Schreinern. Und jeder kann sich noch einen Knopf annähen, wenn mal einer abfällt. Man lebt bewusster, muss nicht ständig etwas Neues kaufen, es zählen andere Werte. Ich schätze, wenn mehr Menschen aus der Tretmühle aussteigen und merken, dass man nicht ständig konsumieren muss, sondern seiner Sachen auch pfleglich behandeln kann, dass man viele Jahre an ihnen Freude hat - und dass dann auch noch das Geld ausreicht - ich glaube, dann bekommen auch mehr Menschen wieder Kinder.
Entschleunigt leben, weniger Krimskrams kaufen (der doch noch herumsteht), mehr kochen und auch einkochen, Vorräte schaffen, Freude an der Familie haben, ZEIT haben, keine FreizeitverPFLICHTungen, den Fernseher ABSCHAFFEN (der weckt nur falsche Begehrlichkeiten in Form von Werbung) und sich darauf besinnen, dass man Kleidung auch selbst herstellen kann - dann kann man das Leben genießen und bekommt bestimmt mehr Kinder :)
Liebe Grüße in die Runde,
w/48
Solange man sich aber von Presse und den Medien irre machen läßt, so
 
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  • #17
Der eigentliche Grund ist der Sozialstaat. Früher bedeuteten Kinder Wohlstand. Heute leider das Gegenteil. Zu teuer. Und sehr teuer im Falle einer Scheidung.
Durch die gesetzliche Rente und das Sozialsystem wurde der Generationenvertrag abgeschafft. Hartz4, Rente und Pensionen bekommt man auch ohne Kinder.
 
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  • #18
Wozu soll man als Mann sich noch eine Familie wünschen ??

Man sieht seine Kinder eh nicht aufwachsen, weil der Dame nach 8-10 Jahren der Stress vom Zuhause rumhocken zu viel wird.
Und man spätestens ab diesem Punkt eh nurnoch ein Zahlpapi ohne Rechte und mit viel Pflichten ist.
Für die Frauen heutzutage ist es einfacher sich einen neuen Mann zu suchen, als sich mit Beziehungsproblemen auseinander zu setzten.
Viele Frauen verwechseln ihre Männer mit Pausenclowns, die ihnen zu jederzeit wann immer sie es wollen, eine erstklassige Show liefern sollen, nur damit es der gnädigen Dame nicht langweilig wird.
Wer kann sowas schon sein Leben lang durchhalten ?
 
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  • #19
Warum sollten denn mehr "Babys zur Welt kommen"? Natürlich kann nur bei entsprechender Einwohnerzahl die Staatskasse funktionieren. Aber wenn jeder arbeiten geht und möglichst für sich selbst sorgt, ist das doch keine Sache. Ob Deutschland nun weiter existiert oder nicht interessiert doch eigentlich nicht.

w29
 
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  • #20
Frauen die aus Ihrem Leben beruflich was machen wollen, bekommen eher spät bis weilen wohl gar keine mehr. Männer die dann nach unten daten und dann Frau heiraten die nach der Geburt der Kinder lieber zu Hause bleibt ´bzw auch muss ist dann bei Trennung ( heute fast jede 2 Ehe) finanziell ruiniert nach deutschen Scheidungsrecht. Was dann wiederum dazu führt, dass die Frauen die erstmal sich eine Karriere aufgebaut haben nun mit einem solchen Mann für die Familielenplanung nix mehr anfangen können.( Lösung wäre hier Ältere Frau- jungerer Mann ??? )

Ich bin der Meinung, dass dies eher die Mittelschicht betrifft. Der Oberschicht tun viele Kinder und Scheidung nicht weh und die Unterschicht hat eh nix zu verlieren- ganz im Gegenteil, die gewinnt vorrübergehend durch die Anzahl von Kindern.

Vielleicht liegt es ja auch an unsrem materiellen Reichtum auf den wir alle getrimmt und manipuliert werden. Denn schauen wir in andere Länder ( nicht nur Afrika usw. ) gibt es ja immernoch mehr Kinder als in Deutschland, bedingt auch durch eine soziale Familienpolitik, die Frauen auch eine färe Chance gibt Kind und Job zu vereinbaren ohne sich aufzurauchen.

Tja, philosophieren darüber könenn wir viel, nur ändern wird sich wohl so schnell nix.

w42
 
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  • #21
Na, weltweit gibt es ja zuhauf Kinder, Jugendliche und Junge Leute, die man jederzeit importieren kann, könnte. Seit vielen Jahren wird z.b ein Teil des explosiven Bevölkerungswachstums in der Türkei in die westlichen Länder kanalisiert.. Im Prinzip gibt es nur zu wenige Deutsche Kinder, aber da die Nationalstaaten immer mehr abgeschafft werden und jedes Nationalgedankengut diffamiert und gebrandmarkt wird, dürfte das in der Öffentlichkeit kein Thema werden.
 
  • #22
Das Problem hat vielschichtige Ursachen:

- funktionierende Verhütung: Jeder bekommt nur noch so viele Kinder, wie er sich wünscht.
- größerer Druck auf Arbeit: Globalisierung; Dauerflexibilität; Endlos-Überstunden; Wochenendarbeit - es hat deutlich zugenommen, ständig fühlt man sich, als sei man in Dauer-Bereitschaft - das meiste davon ist als Familie mit Kind nicht lebbar; Generell: schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie (ich rede bewußt nicht von Karriere!)
- bis zu drei Kinder sind mit Berufstätigkeit der Mutter machbar; ab drei Kindern kann eine Frau ihren Beruf an den Nagel hängen, was sie nur selten wollen
- hohe Scheidungsraten
- die Existenz von mannigfachen Lebensmodellen, Lebensentwürfen, Möglichkeiten des Ausprobierens, der Selbstverwirklichung (beruflich und privat) - vieles will an ausprobieren, vieles davon geht mit Kind nicht, doch die Welt um einen herum bleibt spannend
- erheblich größere Schwierigkeit als früher, einen Partner zu finden. In meinem Bekanntenkreis war das das Hauptproblem. Einen Kinderwunsch hatten fast alle Frauen - aber sie haben entweder keinen Partner gefunden oder ihn zu spät kennengelernt. So kommen z.B. statt 10 Kindern nur 2 auf die Welt. Vielleicht ist es ja auch so, daß durch den Wegfall verbindlicher Verhaltensregeln die Mißverständnisse zwischen den Geschlechtern zugenommen haben?
- stärkere Konsumneigung, Hedonismus
 
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  • #23
Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt, während sie bis dahin tausende Jahre gebraucht hat, um sich auf ca. 2,5 Milliarden aufzubauen - dann in nur 50 Jahren verdoppelt! Tendenz steigend, da immer mehr Menschen auch immer mehr Geburten bedeuten!
Weltweit gesehen ist das Gleichgewicht zwischen Geburten und Todeszahlen zu Gunsten der viel höheren Geburtenzahlen völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Grund dafür ist der rasante medizinische und technische Fortschritt. Durch ihn überleben inzwischen auch in den Entwicklungsländern immer mehr der geborenen Säuglinge, die früher gestorben wären, und in den Industrie-Nationen werden aus dem selben Grund die Menschen immer älter, während hier die Säuglingssterblichkeit ja schon seit 50 Jahren sehr gering ist und immer jüngere Frühgeburten am Leben erhalten werden ... usw.

Weltweit gesehen ist also der dramatisch zunehmende Bevölkerungsanstieg das eigentliche Problem, und nicht der Fakt, dass in den, verhältnismäßig kleinen, Industrie-Nationen weniger Kinder geboren werden!

Ich frage mich immer, was für ein großes Brett man vor dem Kopf haben muss, angesichts der real existierenden Globalisierung, nicht zu begreifen, dass die wahre "Bedrohung" nicht in sinkenden, sondern in steigenden Geburtenzahlen liegt! Wie kann man nur annehmen, die weltweit ansteigenden Bevölkerungsmassen würden uns hier nicht tangieren! Sie tun es doch schon lange! Dass die "Deutschen" vielleicht irgendwann aussterben, ist dabei wirklich ein kleines, unbedeutendes Problem!

w45
 
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  • #24
Frauen die aus Ihrem Leben beruflich was machen wollen, bekommen eher spät bis weilen wohl gar keine mehr.

Ich bin Beispiel dafür.
w, 43

War nie wirklich abgeneigt gegen Kinder (wollte sogar 4, fand große Familien immer toll), wichtig war mir aber als Basis eine langjährige Beziehung, wo beide Partner sich auch nach Jahren noch sicher sind zusammen eine Familie gründen zu wollen.

Trotzdem war es mir gleichzeitig wichtig, dass ich im Falle einer Trennung (ich bin Realist genug um zu wissen, es GIBT keine Garantie für ewige Liebe) meinen Job und Kinderbetreuung unter einen Hut kriege.

Mein Opa starb sehr früh, ich habe bei meiner Oma gesehen wie es ist, wenn eine Frau im Alter alleine ist und nur über eine sehr, sehr kleine Rente verfügt - so wollte ich niemals enden.

Zwei Dinge haben mich letztendlich davon abgehalten meine eigene Familie zu gründen.
Zum einen der Unwille der Männerwelt sich auf EINE Frau DAUERHAFT festzulegen, auch nach abklingen der Verliebtheitsphase bereit zu sein Verantwortung zu übernehmen und Verpflichtungen einzugehen, eben sich dafür zu entscheiden sich ernsthaft und dauerhaft festzulegen.

Zum zweiten die katastrophale Möglichkeit in meiner Gegend (kein Ballungzentrum, 100 km bis zur nächsten Großstadt, nördliches Bundesland mit sehr schlechter Infrastruktur) eine Kinderbetreuunug zu finden die über 8-15 Uhr hinausgeht.
Absolut inkompatibel mit meinen Arbeitszeiten - ich habe erlebt, wie jede Menge Frauen in meiner Branche nach dem Erziehungsurlaub nicht mehr zurück kamen, weil Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsmöglichkeiten null miteinander vereinbar waren.

Die Vernunft hat letztendlich gesiegt (oder die Angst vor "Sozialfall" war zu groß, wenn die Beziehung mal scheitern sollte?) und ich blieb schließlich kinderlos.

Was nützt es mir, wenn mein Arbeitgeber mir meinen Arbeitsplatz 3 Jahre lang frei halten muß, wenn ich danach trotzdem nicht zurück kann, weil es zu den in meiner Firma üblichen Arbeitszeiten keine kompatiblen Kita-Zeiten gibt?
 
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  • #25
Weil es einfach Frauen - wie mich - gibt, die keine Kinder MÖGEN und deshalb auch keine WOLLEN! Ich weiß nicht, wieso dies immer noch ein Tabuthema ist. Wenn ich Kinder sehe, verspüre ich nur ein Gefühl: Abneigung. Und vielen anderen Frauen geht es genauso, nur trauen sie sich nicht, dies offen auszusprechen, weil sonst von anderen gleich wieder die Moralkeule geschwungen wird.
 
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  • #26
Das Gegenteil trifft zu. Doppelverdiener ohne Kinder zahlen die Hauptlast der Solidargemeinschaft.


?

Laut aktueller OECD-Studie ist nicht nur die Abgabenlast in Deutschland extrem hoch, sondern es wird auch festgestellt, dass kinderlose Topverdiener am meisten von unserem Steuersystem profitieren.
Eine einschätzung, die ich durchaus teilen kann, da ich früher dazugehörte, jetzt aber Kinder habe.
 
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  • #27
Was nützt es mir, wenn mein Arbeitgeber mir meinen Arbeitsplatz 3 Jahre lang frei halten muß, wenn ich danach trotzdem nicht zurück kann, weil es zu den in meiner Firma üblichen Arbeitszeiten keine kompatiblen Kita-Zeiten gibt?

Gut, in deinem Fall wäre ein Umzug aus der struktur schwachen Gegend in jungen Jahren angebracht, aber letztendlich ist es ein Beispiel dafür, warum viele gut qualifizierte Frauen in Deutschland keine Kinder bekommen können bzw. sich aus fremd bestimmten Gründen dagegen entscheiden.

w 49
 
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  • #28
Und vielen anderen Frauen geht es genauso, nur trauen sie sich nicht, dies offen auszusprechen, weil sonst von anderen gleich wieder die Moralkeule geschwungen wird.

[mod] Ich kenne aus meinem Umfeld nur Frauen, die traurig sind, aus welchen Gründen auch immer, kein Kind zu haben. Inzwischen kenne ich 10 Frauen zwischen 40 und 46 Jahren,, alle im mittleren bzw. oberen Bildungsbereich, alle keine H4-Empfängerinnen, die nicht Mutter geworden sind. Die Gründe dafür sind oft im Fehlen von verantwortungsbewussten und emotional reifen Männern begründet.

w 49
 
  • #30
[mod] Ich kenne aus meinem Umfeld nur Frauen, die traurig sind, aus welchen Gründen auch immer, kein Kind zu haben. Inzwischen kenne ich 10 Frauen zwischen 40 und 46 Jahren,, alle im mittleren bzw. oberen Bildungsbereich, alle keine H4-Empfängerinnen, die nicht Mutter geworden sind. Die Gründe dafür sind oft im Fehlen von verantwortungsbewussten und emotional reifen Männern begründet.

w 49


genau, ist ja auch viel einfacher vor der eigenen Person zu verantworten wenn man einen Suendenbock gefunden hat anstatt sich bis ans Lebensende sagen zu muessen wie doof man selbst war und immer andere Prioritæten hatte, und jetzt doof aus der Wæsche guggt weil einem ein wichtiger Teil im Leben (mal drueber nachdenken was Leben ist) fehlt.
 
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