• #1

"Sauer" sein, ist so was ab 40 noch normal ?

Ist es bei älteren Leuten in langen Beziehungen eigentlich normal, dass einer sauer und beleidigt ist, wenn ihm etwas nicht passt ? Gibt es Beziehungen, wo das nicht mehr vorkommt, weil man reifer wurde?
Mir kommt das nämlich mittlerweile kindisch vor. Oft ist es so, dass es nichts bringt sich z. B. zu entschuldigen, wenn mein Partner mal sauer ist bleibt er es einfach und grummelt und macht mir stundenlang Vorhaltungen, die ich mir immer wieder anhören muss. Wenn ich mich dann irgendwie ärgere, potenziert sich der Streit nur.... Mir fehlt so eine Art von Verhalten völlig, daher kann ich es nicht nachvollziehen.
 
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  • #2
Aber hallo, Entschuldigung - sauer sein hat doch mit dem Alter nichts zu tun, sondern vielmehr, um welche Sache es ging! Ich finde es gut, wenn jemand überhaupt sauer werden kann, ich finde es nicht gut, wenn jemand das nur runterschluckt, um nach außen hin so zu tun, als wäre nichts geschehen!
 
  • #3
Konflikte kommen immer vor.
Die Art, wie man damit umgeht, zeigt die Reife.
Wenn er sauer auf dich ist, dann aber einige Stunden später das Gespräch sucht, um den Konflikt aufzulösen, dann ist doch alles ok.
Unreif wäre, wenn er dir gar nicht sagt, warum er sauer ist und Du keine Chance hast, etwas zu verändern.
 
  • #4
Es gibt Leute, die eben gerne sauer sind. Das ist m.E. auch irgendwie hm, wie soll ich es ausdrucken 🤔, eine Art Erpressung. Nach dem Motto, entweder du machst, agierst, denkst und handelst wie ich es dir sage, oder es gibt Ärger. Sicherlich ist man manchmal sauer auf jemanden. Da lass ich diese Leute immer in Ruhe. Wenn sie wieder ruhiger sind, können/ dürfen gerne kommen und sagen was das Problem war. Denn leider habe ich eine alte Glaskugel, die nicht mehr so gut funktioniert 😊.
 
  • #5
Das hast du hier schon x- fach thematisiert, dass dein Freund oft die beleidìgte Leberwurst spielt. Das ist auch ein Machtspiel. Ihr seid ja abhängig voneinander, und da gehört das dazu.
 
  • #6
Das ist mehr eine Frage der Persönlichkeitsstruktur als des Alters bei Deinem Partner.

Und vor allem ist es eine Frage, wie bei ihm mit den Missstimmungen umgegangen werden kann. Manche können aus einer üblen Laune heraus keine sinnhaften Dialoge führen, sondern wollen nur in Ruhe gelassen sein, bis die Gewitterwolke verzogen ist.

Versuch doch beim nächsten Mal die Sache auszusitzen. Kümmere Dich um etwas anderes und warte ab, bis er wieder im Normalmodus läuft.
 
  • #7
Ich interpretiere dieses "sauer sein" eher als Reife. Jemand lässt sich nicht mehr alles gefallen und vergisst nichts, was man ihm antut. Mit 40 wirst du (hoffentlich) keinen mehr finden, der sich unbeschadet auf der Nase herumtanzen lässt oder von seinen Prinzipien ablässt.

Du sagst selbst, du ärgerst dich selbst und das potenziert sich.
Auch ne Lösung:
- aufhören Kompromisse mit falschen Partnern zu machen.
- sich einen weniger temperamentvolleren, weniger spannenderen Partner suchen, der eben etwas ruhiger ist

Es gibt Leute (Betrüger, Lügner), die unterstellen mir auch, ich sei "ja noch immer sauer", weil sie keine 2. Chance kriegen. Sowas lasse ich mir nicht gefallen.

Frage dich lieber vor einer Beziehung, warum du es so lange aushält mit jemanden, der stundenlang oder ewig sauer ist und Streits suchst. Erkennt man nämlich schon recht früh am Anfang. Es gibt Männer, die generell nichts vergessen und es dir immer unterstellen werden, was du getan hast. Das hat aber nichts mit Unreife zu tun, eher mit psychologischen Problemen.
 
  • #8
Hi Fs,

natürlich ist es in jedem Alter normal, sauer zu sein.
Ob er sich "normal" verhält oder ungewöhnlich zickig ist, kann das Forum so nicht einschätzen. Zudem sind Menschen unterschiedlich sensibel.

Dass man/frau irgendwann genug von einer Situation hat und das Gespräch dazu erstmal beendet, halte ich für normal.

Was passiert bei Euch in den Stunden, während er beleidigt ist? Es kann schon auch sein, dass Du ihn in der Zeit immer weiter bedrängst.

Mir ist aufgefallen an Deinem Text:
Du musst Dich entschuldigen und Du musst Dir Vorhaltungen anhören?

Was ist da los?

Erpresst er die Entschuldigung von Dir, indem er beleidigt ist? Stichwort: Emotionale Erpressung.

Verhältst Du Dich tatsächlich falsch? Dann musst Du Dein Verhalten ändern! Die Entschuldigung reicht nicht. Das geht nicht, dass Du Dich immer wieder falsch verhältst und meinst, die Entschuldigung reicht.

Du musst Dir Vorhaltungen nicht über Stunden anhören. Entweder stimmst Du zu, oder bist anderer Meinung. Wenn alles gesagt ist, gehst Du aus der Situation. Du sagst, dass Du jetzt nicht mehr darüber sprechen willst. Sollte er weitermachen, gehst Du weg.

Im Streit kommt man manchmal nicht mehr weiter, weil man einfach unterschiedliche Vorstellungen hat. Das Gespräch eskaliert nur immer mehr.
Dann ist es besser, den Streit zu unterbrechen und später mit ruhiger Stimmung darauf zurück zu kommen.
Das hat nichts mit beleidigtsein zu tun, sondern damit dass der Streitpunkt nicht mehr konstruktiv gelöst werden kann und man sich nicht gegenseitig verletzen will
 
  • #10
Sirikit, ich gebe Foristen recht - ewig hier diskutiert und trotzdem passiert ist nichts, obwohl du, glaube ich, schon mal fast nah dran warst, ihn zu verlassen.
Insofern - liebe Foristen, wer die Geschichte noch nicht kennt , lest sie euch durch, die "Alteingesessenen" werden wahrscheinlich sich zurückziehen.
 
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  • #11
Versuch doch beim nächsten Mal die Sache auszusitzen. Kümmere Dich um etwas anderes und warte ab, bis er wieder im Normalmodus läuft.
Das würde ich dir auch raten, wenn du dich nicht trennen willst. Lass ihn doch in der Schmollecke sitzen.
Und ja man kann sauer sein und das Thema dann besprechen. Aber nicht von oben herab so wie er. Mit einem Schuldigen,so wie du. Schau dir mal von Hemschemeier das Video an, 25 Anzeichen einer toxischen Beziehung.
Ich würde dann dazu von dir eine Stellungnahme hören, was zutrifft und was nicht. Es muss auch nix zutreffen, aber ich will, dass du dir Gedanken machst und das Ganze von aussen betrachtest.
 
  • #12
Das ist mehr eine Frage der Persönlichkeitsstruktur als des Alters bei Deinem Partner.

Und vor allem ist es eine Frage, wie bei ihm mit den Missstimmungen umgegangen werden kann. Manche können aus einer üblen Laune heraus keine sinnhaften Dialoge führen, sondern wollen nur in Ruhe gelassen sein, bis die Gewitterwolke verzogen ist.

Versuch doch beim nächsten Mal die Sache auszusitzen. Kümmere Dich um etwas anderes und warte ab, bis er wieder im Normalmodus läuft.

Ich finde das nicht ok, weil er in dieser Zeit aktiv schlechte Stimmung verbreitet, mauert, passiv aggressiv ist (Andeutungen macht) und mich unbewusst dahingehend versucht zu manipulieren, dass ich mich schuldig und klein fühle. Durch die Rolle, in die er dann fällt, entsteht so ein Framing, dass ich ein schlechter Mensch bin und ihm etwas schulde und er jetzt das Recht hat, mich lieblos und kalt zu behandeln und dass das in so einer Situation ok ist. Folglich ist es eine Art emotionaler Gewalt, die er mir antut.

Wir haben aber Kinder und das geht nicht. Disfunktionales Verhalten schön und gut, aber nur, solange man daran arbeitet, es zu verändern und eine Besserung, sei sie auch langsam sichtbar.
 
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  • #13

Tja, wie wird man reifer? Sicher nicht passiv wie ein Wein, der seine Jährchen im Keller rumsteht. Biologisch alt wird jeder automatisch, aber menschlich reif...? Halte ich für einen Erkenntnisprozeß; da muß schon auch was von einem selbst kommen. Manche werden halt alt und bringen ihre Fehler bloß in ein System, das sie dann fälschlicherweise für Reife halten; gibt darüber ein schönes Gedicht von Fontane. Manche sind im Alter noch unausstehlicher, als sie vorher waren, weil sie ihre Stachligkeit im Laufe eines langen Lebens richtig entfaltet haben, statt sie zu mildern. – Ich war auch ein Schmoller; bin jetzt 38, und es bedurfte mehrerer trauriger Verluste (an Mädchen) und einigen Nachdenkens, ehe ich mir selbst auf die Schliche kam. – Schöner Text zum Thema ist die Novelle "Pankraz, der Schmoller", von Gottfried Keller.
 
  • #14
Hi Fs,

natürlich ist es in jedem Alter normal, sauer zu sein.
Ob er sich "normal" verhält oder ungewöhnlich zickig ist, kann das Forum so nicht einschätzen. Zudem sind Menschen unterschiedlich sensibel.

Dass man/frau irgendwann genug von einer Situation hat und das Gespräch dazu erstmal beendet, halte ich für normal.

Was passiert bei Euch in den Stunden, während er beleidigt ist? Es kann schon auch sein, dass Du ihn in der Zeit immer weiter bedrängst.

Mir ist aufgefallen an Deinem Text:
Du musst Dich entschuldigen und Du musst Dir Vorhaltungen anhören?

Was ist da los?

Erpresst er die Entschuldigung von Dir, indem er beleidigt ist? Stichwort: Emotionale Erpressung.

Verhältst Du Dich tatsächlich falsch? Dann musst Du Dein Verhalten ändern! Die Entschuldigung reicht nicht. Das geht nicht, dass Du Dich immer wieder falsch verhältst und meinst, die Entschuldigung reicht.

Du musst Dir Vorhaltungen nicht über Stunden anhören. Entweder stimmst Du zu, oder bist anderer Meinung. Wenn alles gesagt ist, gehst Du aus der Situation. Du sagst, dass Du jetzt nicht mehr darüber sprechen willst. Sollte er weitermachen, gehst Du weg.

Im Streit kommt man manchmal nicht mehr weiter, weil man einfach unterschiedliche Vorstellungen hat. Das Gespräch eskaliert nur immer mehr.
Dann ist es besser, den Streit zu unterbrechen und später mit ruhiger Stimmung darauf zurück zu kommen.
Das hat nichts mit beleidigtsein zu tun, sondern damit dass der Streitpunkt nicht mehr konstruktiv gelöst werden kann und man sich nicht gegenseitig verletzen will

Auf die Fragen :

Ja ich verhalte mich tatsächlich falsch ! Oft wird mir alles zu eng und ich bin impulsiv und explodiere kurz -nicht laut aber aggressiv sage zb einen Satz wo unterdrückte Wut mitschwingt, zb wenn ich schlafmangel habe und tagelang Kinderbedingt keine Zeit für mich, keinen Rückzug. Dann fahre ich ihn mal an weil ich mir von ihm mehr erwarte als er geben will, also dass er auch mal für Ruhe sorgt und Ordnung sorgt. Ist jetzt für mich aber kein Trennungsgrund sondern einfach vor allem meine Überforderung . Also lassen wir mal stehen es ist "gerechtfertigt".

Ich bedränge ihn während der Stunden (Tage, Wochen, je nachdem wie es sich aufshaukelt) überhaupt nicht. Aber wenn ich mich normal weiterbenehmen und vorsichtig und nett mit ihm umgehe, kommen von ihm dann immer wieder kleine Bösartigkeiten. Gemurmelte Sticheleien, er kommentiert irgendwas damit, dass ich leider alles verdorben habe, ein schlechter Mensch bin, der immer keift usw. Ohne Ende. Er provoziert geschickt.

Er fordert keine Entschuldigung. Er ignoriert alles, was von mir kommt, womit ich mein Verhalten einsehe und auf ihn zugehe. Er WILL den Konflikt am Laufen halten. Ich entschudige mich oft einfach um klarzustellen, dass ich nicht ganz hinter meinem Verhalten stehe . Wobei ich auch ganz gerne mehr Entgegenkommen hätte, gemeinsam daran zu arbeiten.
 
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  • #15
Sirikit, ich gebe Foristen recht - ewig hier diskutiert und trotzdem passiert ist nichts, obwohl du, glaube ich, schon mal fast nah dran warst, ihn zu verlassen.
Insofern - liebe Foristen, wer die Geschichte noch nicht kennt , lest sie euch durch, die "Alteingesessenen" werden wahrscheinlich sich zurückziehen.

Ich sehe durchaus einen Fortschritt. zb hat er jahrelang sich so viel zurückgezogen, dass er dann keinen Sex wollte, daher Sexentzug als Strafe. Das ist irgendwie aufgeflogen bzw. ich habe erkannt, dass es zu gemein von ihm ist . Es kommt nicht mehr so weit, dass ich wirklich glaube, er liebt mich nicht mehr, will mich verlassen und deswegen weine. Das ist jahrelange Geschichte, es ist liebevoller geworden. Zweitens war ich früher viel impulsiver und überforderter. Mein Energielevel ist immer noch eher mäßig, daher ich brauche beinahe 4-5 h am Tag für mich für selfcare, Joga, Gemütliches usw., um nicht unrund zu werden aber mein Leben wurde doch geordneter, ich gepflegter und aktiver und lebensfroher und wenn ich aus dem Ruder laufe, schreie ich nicht mehr herum .
 
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  • #16
Jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden. Mir wurde hier auch schon vorgeworfen ich wäre immer sauer. Natürlich ist es kindisch wenn man wegen jeder Kleinigkeit sauer ist. Aber trotzdem sollte man in einer Beziehung bzw in einer Ehe auch ansprechen dürfen was einem nicht passt.
Oft ist es so, dass es nichts bringt sich z. B. zu entschuldigen, wenn mein Partner mal sauer ist bleibt er es einfach und grummelt und macht mir stundenlang Vorhaltungen, die ich mir immer wieder anhören muss.
Das kommt auch darauf an was vorgefallen ist. Wen. Es wegen einer Kleinigkeit ist ist es natürlich kindisch. Es gibg allerdings auch solche die einem beispielsweise richtig verletzen und dann meinen man müsste sich nur entschuldigen und schon wäre alles wieder gut.

Meine Ex war beispielsweise so eine. Sie hat mich oft richtig beleidigt. So Sachen wie A... Loch. Irgendwann war es mir zu blöd. Angenommen du wirst auf die übelste Art und Weise beleidigt. Ich denke kaum, dass du eine Entschuldigung einfach so annehmen würdest.

Ich bin übrigens der letzte der eine Entschuldigung nicht annehmen würde. Ich habe genau so meine Fehler. Ich habe kein Problem damit zu verzeihen. Mir wurde auch schon meine Fehler verzeihen.

Tom26 hat es schon mal in einem anderen Thread angesprochen. Wenn man verzeiht sollte man das jemand nicht ständig wieder aufs Butterbrot schmieren.
 
  • #17
Wenn du einen Fortschritt sehen würdest, hättest du hier nicht geschrieben, es wäre dir bewusst, dass ihr beide keine einfachen Menschen seid, es zuviel davor passiert ist und es einfach viel Zeit braucht, damit sich was ändert. Aber dich bedrückt irgendwas. Du weiss dich, wie dein Partner ist, warum wunderst du dich darüber , dass er so ist, wie er ist?? Ich glaube , es geht dir um "Belohnung" - schaut her, wieviel Mühe ich mache, warum bekomme ich nichts dafür.
Bevor du irgendwas machst, muss du wissen a) wie das Ergebnis aussehen soll, b) welche Schritte dazu führen und c) ist es machbar bzw. spielt dein Partner mit, schließlich kannst du die Beziehung nicht allein führen bzw. allein dafür kämpfen.
Also, was genau ist dein Anliegen??
 
  • #18
Sauer sein finde ich normal. Aber wie Dir hier schon viele schreiben: Wie geht man damit um.
Kann Dein Mann sagen "lass mich in Ruhe für ne Weile" oder nicht. Und kannst Du es akzeptieren, wenn er in Ruhe gelassen will, oder brauchst Du, dass Deine Entschuldigung sofort angenommen wird, alles wieder gut ist, damit Du Dich wieder wohlfühlst.

Manche Menschen brauchen erstmal Abstand, um sich wieder in den Griff zu kriegen. Andere sind schneller, sie explodieren kurz, wenn der Konflikt dann aus der Welt sein sollte, kann man gleich wieder einen Witz reißen und alles ist gut. (Ist der Konflikt noch da und der Witz sagt aus, dass das Problem nicht ernstgenommen wird, geht es allerdings weiter mit der Diskussion.)

Am besten passen natürlich Leute zusammen, die das ähnlich empfinden und "handhaben".

Was unreif ist, ist, wenn sich einer wünscht, dass er NICHT in Ruhe gelassen wird, und der andere sich tausendmal entschuldigen soll oder als Objekt für passive Aggressivität herhalten soll.

Ich denke, die Frage ist: Wie löst man Konflikte, kann man sagen, was man braucht (Abstand oder Nähe) nach einem Konflikt. Ist man in der Lage, wieder auf den anderen zuzugehen. Hinterherkriecher oder Leute, die zu stolz sind, einen Fehler zuzugeben oder sich zu entschuldigen, haben schlechte Karte dabei. Und die, die den Konflikt noch ausweiten, indem sie weiter destruktives Verhalten zeigen, um den anderen dazu zu bringen, dass er den ersten Schritt wieder machen möge, sind oft irgendwann ganz raus, weil es ja immer schlimmer wird mit ihrem Verhalten. Und das scheint Dein Mann auch zu machen. Er will ja nicht in Ruhe gelassen werden, säuert sich aus und kommt dann freundlich wieder auf Dich zu, er fängt an, destruktiv zu Dir zu werden, statt sich um Harmonie zu bemühen.
 
  • #19
Ich finde das nicht ok weil er in dieser Zeit aktiv schlechte Stimmung verbreitet, mauert, passiv Aggressiv ist (Andeutungen macht) und mich unbewusst dahingehend versucht zu manipulieren dass ich mich schuldig und klein fühle.

No one can make you feel inferior without your consent.

Lass das einfach an Dir abperlen.

Disfunktionales Verhalten schön und gut, aber nur solange man daran arbeitet es zu verändern und eine Besserung, sei sie auch langsam sichtbar ist.

Leicht gesagt, schwer getan. Verhaltensmuster zu ändern, ist meist das Schwierigste. Die meisten Konflikte in der Arbeitswelt basieren auf nichts anderem.

Mein Rat ist, wie gesagt, sich eine pragmatischere Umgehensweise und ein dickeres Fell zuzulegen.
 
  • #20
Na ja sauer werden ist eine Sache aber "bocken" schweigen und nichts klären in meinen Augen das Problem.

Und da kann ich nicht mitreden, dass sich das innerhalb einer langjährigen Beziehung ins Positive ändert.
Hab diese nicht ..

Eher die Erfahrung, dass es in jünger noch ging und in Älter nicht mehr.

Deshalb meine Frage....war Dein Partner immer so?
Dann stört Dich heute etwas, was Du lange toleriert hast.

Gleichzeitig kannst Du ihn nicht ändern aber Deine veränderte Einstellung dazu klar machen.
Dann kann er es sich überlegen und Du für Dich, ob Du Konsequenzen ziehst, wenn es nicht passiert.

Wichtig ist aber auch Deine eigene Kommunikation zu reflektieren
 
  • #21
Wir haben aber Kinder und das geht nicht. Disfunktionales Verhalten schön und gut, aber nur solange man daran arbeitet es zu verändern und eine Besserung, sei sie auch langsam sichtbar ist.
Und? Tut er das? Oder nur du?
Beide müssen dran arbeiten.
Ansonsten: nicht drauf reagieren, dein Ding machen. Er ist es gewohnt, dass du dich irgendwann provozieren lässt und reagierst. Sitz es einmal aus und reagier nicht mehr drauf. Du hast nichts zu verlieren.
 
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  • #22
Ich finde das nicht ok weil er in dieser Zeit aktiv schlechte Stimmung verbreitet, mauert, passiv Aggressiv ist (Andeutungen macht) und mich unbewusst dahingehend versucht zu manipulieren dass ich mich schuldig und klein fühle. Durch die Rolle in die er dann fällt entsteht so ein Framing dass ich ein schlechter Mensch bin und ihm etwas schulde und er jetzt das recht hat mich lieblos und kalt zu behandeln und das in so einer Situation ok ist. Folglich ist es eine Art emotionaler Gewalt die er mir antut.
Ich habe nur eine einzige Frage, warum bleibst du bei einem solchen Menschen, bitte nenne nicht das Argument Kinder, Kinder leiden in der Situation weitaus mehr als du glaubst, du tust ihnen also keinen Gefallen wenn du bleibst, sie werden eines Tages vermutlich auch so werden, weil sie euren Umgang in der Partnerschaft als ganz normal sehen, trenne dich, damit Ruhe einkehrt, Punkt.
 
  • #23
Na herzlichen Dank du Nachwuchstalent ... grins

Sauer sein - ja, ist normal. Ab und zu. Und du gibst deinen Beitrag zu seiner Sauertöpfigkeit ja durchaus zu.

Mein Rat - alles nicht so eng sehen. Ihr nehmt euch beide viel zu wichtig. Und könnt anscheinend ohne den Theaterdonner nicht.
Bestimmt nicht zielführend ist es auch, ihn zu bedrängen, ihm Gewalt und was weiss für Unsinn vorzuwerfen. Und klar, wenn er sauer ist hat er keine Lust auf Sex.

Wir haben eine Vereinbarung - ohne Versöhnung wird nicht geschlafen. Haben wir bisher nur einmal gebraucht .... und prompt beide am nächsten Morgen verschlafen.
 
  • #24
Ich finde nicht, dass es in deinem Thema um "sauer sein" geht. Hier geht es um "nachtragend sein".

Niemand würde ernsthaft von einem Menschen verlangen, nicht mehr wütend sein zu dürfen. Wut ist eine gesunde Emotion. Wenn man aber stunden- oder sogar tagelang auf einem Konfliktthema herumreitet, und den anderen permanent damit provoziert, dann ist das einfach mal eine Charakterschwäche, die ich mir keine 14 Tage mit angucken würde. Dieser Mann wäre spätestens nach dem 3. Vorfall Geschichte bei mir. Sowas geht gar nicht. Den würde ich verbal so rund machen, dass er sich dreimal überlegt, wie er in Zukunft seine Emotionen unter Kontrolle behält und an wem er sie auslässt. Mit mir würde er diese Spielchen nicht lange durchziehen. Interessant, dass er das überhaupt nötig hat, sich ständig über die FS provozierend zu erheben. Und die FS lässt sich offenbar kleinmachen. Warum weiß nur sie.
 
  • #25
Gibt es Beziehungen, wo das nicht mehr vorkommt, weil man reifer wurde?

Ich denke, Menschen reagieren unterschiedlich auf ihre Erfahrungen.

Manche werden toleranter und akzeptieren einfach, dass Partnerin oder Partner anders sind, natürlich in gewissen Grenzen, aber in dem Bewusstsein, dass es 100% eben nicht gibt (oder nur selten).

Andere werden immer festgefahrener, weil sie dann "genau wissen, was sie wollen", "lassen sich nichts mehr gefallen" und reagieren dann eben auch immer gleich sauer und beleidigt.
Und, wie immer, gibt es den Rest dazwischen, der mal so und mal so reagiert. Ich glaube aber auch nicht, dass das ein reines Altersproblem ist. Wir lesen hier ja auch oft genug von explodierenden jüngeren Menschen.
 
  • #26
Konflikte kommen immer vor.
Die Art, wie man damit umgeht, zeigt die Reife.
Wenn er sauer auf dich ist, dann aber einige Stunden später das Gespräch sucht, um den Konflikt aufzulösen, dann ist doch alles ok.
Unreif wäre, wenn er dir gar nicht sagt, warum er sauer ist und Du keine Chance hast, etwas zu verändern.
Ich kann eigentlich nur zustimmen. Ich bin normalerweise auch immer dafür, dass man auch sagt warum man sauer ist. Es gibt allerdings auch Situationen da muss man nicht unbedingt den Grund sagen. Also wenn es offensichtlich ist warum man sauer ist und der andere es sich eigentlich auch denken kann. Da würde ich es auch nicht einsehen den Grund zu sagen. Beispielsweise bei einer Beleidigung. Da würde man sich doch dann auf gut deutsch gesagt wie der letzte Depp vom Dienst vorkommen.
 
  • #27
Also wenn es offensichtlich ist warum man sauer ist und der andere es sich eigentlich auch denken kann. Da würde ich es auch nicht einsehen den Grund zu sagen. Beispielsweise bei einer Beleidigung.

Ich finde das schwierig. Oft ist nicht für beide offensichtlich, was für einen sonnenklar ist. Spätestens auf Nachfrage sollte man in einer Beziehung eine offene und ehrliche Antwort bekommen.
 
  • #28
Ja ich verhalte mich tatsächlich falsch ! Oft wird mir alles zu eng und ich bin impulsiv und explodiere kurz -nicht laut aber aggressiv sage zb einen Satz wo unterdrückte Wut mitschwingt, zb wenn ich schlafmangel habe und tagelang Kinderbedingt keine Zeit für mich, keinen Rückzug. Dann fahre ich ihn mal an weil ich mir von ihm mehr erwarte als er geben will, also dass er auch mal für Ruhe sorgt und Ordnung sorgt. Ist jetzt für mich aber kein Trennungsgrund sondern einfach vor allem meine Überforderung .
Natürlich ist Schlafmangel nicht angenehm. Man kann von jemanden der Schlafmangel hat nicht erwarten, dass er bestens gelaunt ist. Wenn du von ihm mehr Unterstützung haben willst ist das natürlich dein gutes Recht. Wäre es da aber nicht besser ihn freundlich zu bitten dir zu helfen und dich zu unterstützen. Ich gebe zu es kostet schon Nerven wenn man einem Erwachsenem immer sagen muss was zu tun ist. Trotzdem ist es immer besser es freundlich anzusprechen anstatt ihn anzufahren. Wenn er nie von alleine drauf kommt kann ich es natürlich verstehen.
 
  • #29
Oft ist es so, dass es nichts bringt sich z. B. zu entschuldigen, wenn mein Partner mal sauer ist bleibt er es einfach und grummelt und macht mir stundenlang Vorhaltungen, die ich mir immer wieder anhören muss. Wenn ich mich dann irgendwie ärgere, potenziert sich der Streit nur.... Mir fehlt so eine Art von Verhalten völlig, daher kann ich es nicht nachvollziehen.
Ich sehe hier inkompatible Charaktere. Man kann nicht erwarten, dass Entschuldigungen angenommen werden. Die stundenlangen Vorhaltungen seinerseits bedeuten, dass Deine Entschuldigung nicht angenommen wurde, Du ihn nicht verstehst, Du Dein Verhalten nicht änderst; deshalb muss er sich wiederholen. Du scheinst eher der aktivere, jedoch unueberlegt handelnde Part zu sein, der viel macht, und vielleicht daher auch mehr "falsch" macht. Er ist eventuell eher der nachdenklichere, überlegtere Part, der sich eher zögerlich verhält. Eine Lösung wäre, gerade die Eigenschaften des anderen, die sich im Konfliktverhalten zeigen, zu schätzen und zu nutzen zum Vorteil der Beziehung, nicht einfach zu akzeptieren oder gar zu ignorieren. Ob ihr das könnt, weiss ich nicht. Du schreibst, dass Du sein Verhalten nicht nachvollziehen kannst, da es Dir "fehlt"; ich denke, Dir fehlt das Verständnis fuer ihn. Ihm fehlt wohl das Verständnis fuer Dich und die Kinder und vielleicht auch dafuer, was seine Rolle an Aufgaben beinhaltet.
 
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  • #30
Ich finde euer Ansatz hier zu klären ob ich schuld bin oder etwas falsch mache, er Entschuldigungen nicht annimmt weil ich mich zu schlecht ändere usw. ist ja eigentlich nicht zielführend.

Es gibt Reaktionsweisen die einfach nie sinnvoll oder angebracht sind, und das wollte ich hier klären. Es wäre ja beispielsweise auch nicht angebracht, wenn man über 40 wäre und der Partner sagt etwas Gemeines, dann deswegen eine Stunde laut zu heulen und weinend im Kreis zu gehen. Für ein Kind in der Trotzphase eventuell normal, für einen Erwachsenen nicht. Von dieser Perspektive aus wollte ich die Situation beleuchten.

Grundsätzlich denke ich, ich fühle mich oft alleinegelassen. Wir haben tagelang Streit und ich denke mir, dann er müsste doch irgendeiner Verantwortung für die Situation übernehmen, statt mich immer mehr abzulehnen und mir Vorwürfe zu machen. Schwierig ist es, weil jeder diese Sichtweise teilt. Alle, Kinder, Freunde, mein Partner geben mir die Schuld, wenn immer ich mich aufrege und Stress mache, Harmonie zerstöre.

Zb hat sich der Konflikt, wegen dem ich hier begonne habe zu schreiben, sich inzwischen in ca. 6-7 Tagen extrem hochgeschaukelt, aber eigentlich merkt das kaum wer, weil wir in ca. 48 h nur 5 min relativ ruhig "streiten". Es wirkt dann so, als würde ich alle 2 Tage unberechenbar gemein oder grob sein (während wir dazwischen ganz harmonisch oder entspannt und froh wirken, weil wir ja mit den Kindern unseren Konflikt vergessen).

Irgendwann ging es los, ich war unfreundlich, er verärgert. Ich will mich sofort versöhnen und er verweigert das, weil er Zeit braucht. Dann vergeht zb 1 Tag, das Leben geht weiter mit Stress, wir haben zb Besuch, er ist angeregt und gutgelaunt, ich nicht so sehr.

Ich warte auf wieder "mehr Nähe", habe Alpträume vom Alleingelassenwerden, nach 24 Stunden, wenn alle relativ gut drauf sind, rege ich mich wieder auf, werfe ihm an den Kopf, er wäre wie ein Teenager und kümmert sich nicht darum, dass wir Familienzeit haben. Nachdem so was in einer Woche öfter passiert ist, hat sich seine Meinung über mich so verschlechtert, dass er mich seit ein paar Stunden nur noch extrem unfreundlich und distanziert behandelt, stimmungsmäßig hat es Minusgrade und wenn ich am Sofa sitze, setzt er sich demonstrativ weit weg auf den Sessel. Gesagt hat er mir außerdem, ich hätte keinerlei Selbstrespekt, weil sonst würde ich ihn nicht so respektlos behandeln und schaut mich an wie einen aussichtslosen Fall.

Er sieht null Verantwortung bei sich, und wenn ich mit Agumenten komme wie "ich habe dir schon gestern früh gesagt dass es mir zu viel sein wird, wenn wir Gäste haben, ohne uns richtig versöhnt zu haben, werde ich nicht glücklich sein" bringt das überhaupt nichts, weil er mich inzwischen als aussichtslosen Fall sieht... Ich denke eigentlich, dass es schon meist einen Grund hat, wenn ich mich ärgere, aber meine Position halt eine sehr schwache ist und ich ausgesprochen langsam mit meinen Anliegen weiterkomme.
 
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