• #1

Scheidung als Makel?

Im Laufe seines Lebens hat man sich bestimmt häufiger als einmal verliebt und genauso auch wieder getrennt. Das sind Dinge, die auf dem Erfahrungskonto verbucht werden, aber nirgends niedergeschrieben oder verdokumentiert wurden.

Mit einer Scheidung, die offiziell auch in Dokumenten verschriftlicht über den Beziehungsstatus informiert, sieht es schon wieder ganz anders aus..

Wie nehmen Sie eine Scheidung im Gegensatz zu einer gescheiterten Beziehung war? Ist das ein Makel und wenn ja warum?
 
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Gast

  • #2
Natürlich ist das ein Makel. Eine Heirat findet nach meiner Ansicht nur statt, wenn die Liebe echt ist und der höchste Beziehungsstatus erreicht. Einen Menschen, der das nach ein paar Jahren wieder vergessen hat (jaja, zur Scheidung gehören immer zwei und jeder ist vom anderen verlassen worden und nicht umgekehrt), den kann ich auch nicht ernst nehmen. Man heiratet doch nicht aus Prinzip oder weil es sich in einer Beziehung so gehört.
Von daher hat bei mir der Geschiedene immer Rang 2 hinter einem Ungeschiedenen. Ich finde, es sollte weniger geheiratet werden aber dafür dann ernsthaft. Dazu wäre ich dann auch definitiv bereit.
 
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Gast

  • #3
Nein. Eine Scheidung ist kein Makel. Bereinigt um romantische Hirngespinste ist es doch so, dass die meisten Menschen ab einem gewissen Alter zum ersten Mal heiraten. Keineswegs, weil sie dann den Menschen gefunden haben, den sie mehr als die Expartner lieben, sondern weil die Auswahl langsam schlechter wird, sie keine Lust mehr zum Wechseln haben oder - klassisch und selbst erlebt, weil die Frau sofort entschieden hat, dass ein gut verdienender Mann durch eine Schwangerschaft von einer Eheschließung zu überzeugen ist. Ein Makel, nämlich Charakterschwäche und Feigheit, ist es, eine kaputte Ehe nicht konsequent zu beenden. Für einige Frauen mag eine Scheidung ein Makel sein, nämlich für die, die sich gern aushalten lassen wollen und befürchten, dass schon zu viel an die Exfrau geflossen ist oder noch fließt, aber an solchen Frauen verliert man ohnehin nichts.
 
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Gast

  • #4
Es ist auf jeden Fall ein Makel! Eine Ehe ist ein sehr schützenswertes Gut, dass man weder leichtfertig eingehen noch aufgeben darf!

m/45
 
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Gast

  • #5
Es ist auf jeden Fall ein Makel! Eine Ehe ist ein sehr schützenswertes Gut, dass man weder leichtfertig eingehen noch aufgeben darf!

m/45
Aber wem haftet der Makel an? Der Frau, dem Mann, Beiden?
Beispiel: Einer der Partner geht jahrelang fremd oder einer der Partner ist gewalttätig in der Ehe. Das Paar lässt sich scheiden. Warum gibt der betrogene und geschlagenen Partner die Ehe leichtfertig auf und wieso wird er dann mit einem Makel belegt?
Bitte um Erklärung !

Ich finde, eine Scheidung allgemein kann kein Makel sein. Man sollte zunächst die Hintergründe kennen und erst dann entscheiden, ob die Scheidung einen Makel darstellt.
 
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Gast

  • #6
Herrje, die Fragestellung allein ist doch schon reine Provokation und die Diskussion darüber in meinen Augen polemisch !
Schaue ich mir die Definition des Begriffs "Makel" doch mal an: "Ein Makel oder Schandfleck ist ein deutlicher Hinweis auf eine Unreinheit oder eine von einer Norm abweichende Eigenschaft oder einen Fehler, die einer Sache, einem Gegenstand oder einer Person anhaftet."
Ist ein Mann oder eine Frau unrein, wenn sie geschieden ist? Ist die Scheidung bzw. das "geschieden sein" angesichts der heutigen Scheidungsrate eine von der Norm abweichende Eigenschaft? Wohl kaum!
Bleibt die Frage nach dem Fehler! Ob die Scheidung ein Fehler ist, dürften wohl nur die Betroffenen selber beurteilen oder fühlen können, und ob der/die Geschiedene zwangsläufig nach der Scheidung zum fehlerhaften Wesen mutiert, wage ich mal zu bezweifeln.
Was für eine Frage!!!
 
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Gast

  • #7
Scheidung war bei mir kein Makel. Ich habe keine Kinder und keine sonstigen Probleme dadurch bekommen.
 
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Gast

  • #8
Trennung oder Scheidung - beides bedeutet das Ende von Beziehungen.

Wer geschieden ist, war in der Lage eine Beziehung auf besondere Art, eben durch eine Hochzeit, offiziell zu machen. Diesen großen Aufwand macht man nicht "nur so", sondern weil man geliebt hat. Das finde ich wertvoll.
Wer mehrmals geschieden ist, erscheint mir allerdings etwas unbeständig und exzentrisch.
 
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Gast

  • #9
Nein, natürlich nicht. Nicht mehr, zum Glück (in den 70er Jahren war das noch anders). Es ist eine Lebenserfahrung wie viele anderen auch. Viele Menschen heiraten mit Mitte/Ende 20 und danach verändert man sich einfach noch einmal so sehr, dass es nach 20 Jahren nicht mehr passt. Dann ist es besser, sich scheiden zu lassen, als den Rest des Lebens unglücklich zusammenzuleben.
Und was wäre ElitePartner ohne die vielen geschiedenen oder noch in Trennung lebenden Mitglieder hier? ;-)
 
  • #10
Scheidung ist kein Makel. Jede Ehe kann scheitern.
Besser Trennung/Scheidung, anstatt eine schlechte Beziehung weiter ertragen, oder gar eskaliert.

Eine Beziehung/Ehe kann sich mit der Zeit verändern. Und sich dann ganz anders entwickeln, als es ursprünglich zum Zeitpunkt der Hochzeit war. Das kann man nicht alles von vornherein erkennen.

Auch wer mehrmals geschieden ist, ist das kein Makel. Sondern im Gegenteil ein starkes Bekenntnis zur Ehe mit Trauschein.

Wichtig ist, daß man aus jeder Beziehung/Ehe lernt, und ggf. die eigenen Fehler nicht nochmal macht.
z.B. auch, wenn man vorschnell geheiratet hat ?
 
  • #11
Ist überhaupt kein Makel.
Dass man zum Zeitpunkt der Eheschließung nicht vorhatte, das Ganze wieder zu beenden, ist wohl klar. In den seltensten Fällen wird sich aus einer Ehe heraus "leichtfertig" getrennt, das ist schon ein anderes Scheitern als in einer nichtehelichen Beziehung.
Ich bin selber geschieden und empfinde SB-Inserenten, die selber geschieden sind, eher positiv als "auf dem gleichen Erfahrungshorizont befindlich".
Sie haben doch auch schon gezeigt, dass sie bereit sind, Verbindlichkeit einzugehen. Und auch, dass ein gewisser Glaube an die Dauerhaftigkeit einer Beziehung in ihnen verankert ist. Kann man auch positiv sehen.
 
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  • #12
Natürlich haftet einem Geschiedenen kein "Makel" an! Im Gegenteil, eine Trennung/Scheidung ist eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit eine problematisch gewordene Beziehung/Ehe zu beenden. Vor einigen Jahrzehnten war das noch anders. Gleichzeitig war es da auch noch anrüchig in einer nichtehelichen Partnerschaft zu leben. Die Zeiten haben sich in dieser Hinsicht zum Vorteil der Betroffenen verändert. Ab einem bestimmten Alter ist fast jede/jeder geschieden, wenn er sich in einer SB auf Partnersuche begibt. Witwer und Ledige stellen dann die absolute Minorität dar.

Heute ist so: niemand muss sich mehr rechtfertigen nur weil er/sie geschieden ist. Rechtfertigen müssen sich dagegen diejenigen, die in einer kaputten Ehe verharren und sich nicht scheiden lassen!
 
  • #13
Sorry EP- selten blöde Frage. Irren ist menschlich, wieso sollte ein klarer Schlusstrich ein Makel sein? Allemal besser als in einer verlogenen, lieblosen Beziehung zu verharren und Fremdzugehen.

Hinfallen ist doch keine Schande, Liegenbleiben schon. Ein Makel wirds nur wenn man sich danach in seinem Jammertal verbuddelt.

Eine Heirat findet nach meiner Ansicht nur statt, wenn die Liebe echt ist und der höchste Beziehungsstatus erreicht. Einen Menschen, der das nach ein paar Jahren wieder vergessen hat (jaja, zur Scheidung gehören immer zwei und jeder ist vom anderen verlassen worden und nicht umgekehrt),
Ja doch, weil man mit 20 wirklich schon weiss was echte Liebe ist. Und dass ein Papier einen solchen hohen Status hat glauben nur noch kleine Mädchen im rosa Tütü. Eine wirklich gute Beziehung hängt nun wirklich nicht vom rechtlichen Status ab.
 
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  • #14
Eine Scheidung ist für mich ein No-go, ich würde niemals eine ernste Beziehung mit einer geschiedenen Frau in Betracht ziehen. - Ganz im Sinne von: "Sie tun es immer wieder". Wer sich schon einmal hat scheiden lassen, der tut es das 2. Mal noch viel leichter. Der Grund für die Scheidung ist nicht entscheidend, der ehemaligen Partner trägt angeblich sowieso immer Hauptschuld, das ist immer wieder die selbe Leier.

Eine Scheidung ist der sichtbarste Beweis kein verlässlicher Partner auf Dauer zu sein.

m
 
  • #15
Eine Scheidung als Makel an einem Menschen zu betrachten ist meines Erachtens nach Steinzeitdenken, weil:

1. Menschen entwickeln sich weiter, ev. in verschiedene Richtungen
2. Die Beziehung entwickelt sich weiter und Umstände verändern die Beziehung
3. Wenn Kinder ins Spiel kommen sieht das ganze noch anders aus

Eine gescheiterte Beziehung ist eigentlich dasselbe, nur ohne viel Papierkram und das Wort geschieden. Der Mann steht besser da, die Frau oft, wie vorher. Wird aber viel weniger beachtet, weil es kein ja - Wort und keinen Trauring gab. Die Emotionen sind dieselben.


Also alles eine nicht absehbare Entwicklung und wo wären wir ohne ...?
 
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  • #16
@14
Ja, warum wird denn dann eigentlich geheiratet?
Das Problem ist doch, dass viele Menschen es ganz einfach tun, ohne richtig nachzudenken.
Frei dem Motto, Scheidung ist doch eh' kein Problem, die Heiratsurkunde ist doch nur ein Stück Papier.
Und manche heiraten sogar ein drittes, oder viertes mal...
Die lernen es dann ganz einfach überhaupt nicht!
Mir unbegreiflich.
M41, unverheiratet und somit auch noch niemals geschieden
 
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  • #17
Ich persönlich sehe eine Scheidung als schweren Makel an. Eine Beziehung mit einer geschiedenen Frau wäre für mich ein NoGo.

m.
 
  • #18
Eine Scheidung als Makel zu bezeichnen? In so einem Jahrhundert leben wir nicht mehr. Ich habe mehr Respekt vor Leuten, die sich ein Scheitern eingestehen und einen Neuanfang wagen. So etwas kann einem im Leben auch mehrmals passieren. Keinen Respekt habe ich vor Leuten, die Gewalt, Untreue, Lügen hinnehmen um nach Außen den Schein zu wahren. Die auf Grund von finanziellen Erwägungen zusammen bleiben und sich selber und ihre Kinder ins Ünglück stürzen. . w51
 
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  • #19
Ich persönlich sehe eine Scheidung als schweren Makel an. Eine Beziehung mit einer geschiedenen Frau wäre für mich ein NoGo.

m.
Ich bin dankbar für diese Information. Denn ich wusste nicht, dass es tatsächlich Menschen gibt, die so denken. Aber warum?
Gerne würde ich wissen, ob hier glaubenstechnische Hintergründe vorhanden sind. Eine Ehe kann nämlich auch nur standesamtlich durchgeführt werden und hat somit (abgesehen von der Liebe) eher rechtlichen Hintergrund.
Ich möchte den User auch fragen, ob er die Scheidung einer Ehe in der psychische oder/und physische Gewalt herrschen auch verurteilt.
Meine dritte Frage ist, ob er es als ehrenwerter ansieht, eine morsche oder langweilige Ehe zu erhalten und für's Herz und den Körper zusätzlich eine außereheliche Beziehung einzugehen.

Ich finde eine Scheidung als klaren Schlussstrich einer vergangenen Beziehung sehr lobenswert und charaktervoll.
Heuzutage muten viel zu viele Personen ihren neuen Liebschaften ihre alten, kaputten und unabgeschlossenen Ehen zu. Was soll daraus werden? Eine richtige gemeinsame Zukunft ist verbaut und die/der neue Partner/in wird im Gegenzug zur/zum Noch-Gemahl/inl immer ein Fremder sein. Wer sich diese respektlose Bequemlichkeit seitens des "Partners" antun mag...bitte.
 
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  • #20
Eine Scheidung ist für mich ein No-go, ich würde niemals eine ernste Beziehung mit einer geschiedenen Frau in Betracht ziehen. - Ganz im Sinne von: "Sie tun es immer wieder". Wer sich schon einmal hat scheiden lassen, der tut es das 2. Mal noch viel leichter. Der Grund für die Scheidung ist nicht entscheidend, der ehemaligen Partner trägt angeblich sowieso immer Hauptschuld, das ist immer wieder die selbe Leier.

Eine Scheidung ist der sichtbarste Beweis kein verlässlicher Partner auf Dauer zu sein.

m
Aha, wieder so ein ganz Kluger, der jetzt schon weiß, wie sein Leben in 30 Jahren aussehen wird.
Wenn für dich eine Scheidung ein No Go ist, dann muss auch eine Heirat ein No Go sein. Denn nur durch den Verzicht auf eine Eheschließung kannst du eine Scheidung zu 100 % ausschließen. Aber moralisch gesehen ist eine Trennung nach einer langjährigen "wilden Ehe" auch nichts anderes als eine "wilde Scheidung".
Warum solle eine Scheidung der sichtbare Beweis sein, dass der Partner nicht verlässlich ist?
Ich verstehe das wirklich nicht. Der verlässlichste Mensch kann verlassen werden und zwangsweise geschieden werden.
Ein Kollege von mir hat seine Frau, die wirklich ein herzensguter Mensch ist, nach 5 Jahren Ehe und während sie mit dem 2. Kind schwanger war, wegen einer anderen Frau verlassen. Sie wollte die Scheidung nicht, er war ihre große Liebe. Aber sie hatte keine Wahl, er hat die Scheidung natürlich durchgesetzt. Woran machst du nun fest, dass diese geschiedene Frau nicht verlääslich ist?
Ich selbst war 25 Jahre verheiratet. Wir kannten uns vorher 7 Jahre und waren uns wirklich sicher, dass wir bis zum Ende unseres Lebens zusammenbleiben würden. Im Laufe der Jahre haben wir uns aber verändert. Leider nicht gemeinsam in eine Richtung sondern genau entgegengesetzt. Dass wir uns dann nach 25 Jahren im Guten getrennt haben, war einfach die beste Lösung. Aber das hat doch nichts mit fehlender Verlässlichkeit zu tun.
 
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  • #21
Also ich würde eine vergangene Scheidung als "kleinen Makel" werten.
Ein geschiedener Mann würde mich daher nicht abschrecken.
Ich selbst bin jedoch eine absolute "Heiratsgegnerin" und bin daher natürlich auch nicht geschieden. Heiraten ist für mich der totale Quatsch! w43
 
  • #22
Liebe 13

ich schliesse mich der frage von #13 an. Es interessiert mich wie man zu einer solchen Einstellung kommen kann:
Eine Scheidung ist für mich ein No-go, ich würde niemals eine ernste Beziehung mit einer geschiedenen Frau in Betracht ziehen. - Ganz im Sinne von: "Sie tun es immer wieder". Wer sich schon einmal hat scheiden lassen, der tut es das 2. Mal noch viel leichter.
Aha, schon mal gehört dass sich tatsächlich Menschen einseitig aus einer Beziehung verabschieden. Sei es weil Sie den anderen nie geliebt haben, sei es weil sie sich auseinanderentwickelt haben, oder sei es dass einer gewaltätig wird.

Der Grund für die Scheidung ist nicht entscheidend, der ehemaligen Partner trägt angeblich sowieso immer Hauptschuld, das ist immer wieder die selbe Leier.
Nun, das passt genau in dieses Statemant

Eine Scheidung ist der sichtbarste Beweis kein verlässlicher Partner auf Dauer zu sein.
Solche Ansichten sind vor allem der Beweis dafür in Schubladen und Kategorien zu denken. Also haben wir gescheiterten und wieder aufgestandenen den Vorteil dass wir und mit solchen Manschen nicht mehr beschäftigen müssen.

Weisst, wer nicht auf den Baum klettert kann auch nicht runterfallen. Aber er kennt auch nicht die Aussicht da oben und muss sich mit dem Fallobst begnügen. Ein Fehler zu korrigieren zeugt von weitaus mehr verlässlichkeit als mit einer Lüge zu leben.
 
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Gast

  • #23
Die Scheidung an sich ist sicherlich kein Makel. Die daraus resultierenden Umstände und der Anlass für die Scheidung kann die Betroffenen allerdings in ein "makelhaftes Licht" rücken. Nicht selten liest man beispielsweise im Forum, dass alleinerziehende Mütter und Väter Schwierigkeiten bei der erneuten Partnersuche haben. Zudem geht eine Scheidung häufig mit finanziellen Einbußen auf beiden Seiten einher, was diese Personen auch nicht attraktiver macht. Und auch die emotionale Belastung fordert ihren Tribut.

Eine Trennung wegen häuslicher Gewalt, Alkoholismus oder eines Seitensprungs des Partners ist für mich absolut nachvollziehbar. Wenn nun aber ein Vater / eine Mutter die eigene Familie verlässt, um mit der Affaire glücklich zu werden, dann wirkt er / sie auf mich nicht sonderlich sympathisch. In meinen Augen wird er / sie also mit einem Makel behaftet sein. Gleiches gilt für Menschen, welche der Ehe nur einen geringen Wert beimessen. Beispielsweise habe ich eine Bekannte, die gerade ihre zweite Scheidung ausfechtet und bereits die dritte Ehe plant.
 
  • #24
Weisst, wer nicht auf den Baum klettert kann auch nicht runterfallen. Aber er kennt auch nicht die Aussicht da oben und muss sich mit dem Fallobst begnügen. Ein Fehler zu korrigieren zeugt von weitaus mehr verlässlichkeit als mit einer Lüge zu leben.
Völlig richtig!

Natürlich muss man den Einzelfall betrachten!

Hat jemand zwei oder drei Mal ziemlich spontan geheiratet, zwei Kinder von verschiedenen Partnern, kümmert sich kaum darum, hinterlässt verbrannte Erde nach jeder Beziehung... Zum Weglaufen!

Hat jemand überlegt und im besten Glauben geheiratet, Kinder bekommen und dann um eine immer schwieriger werdende Beziehung lange gekämpft, bis es irgendwann nicht mehr ging... Warum nicht, den Menschen kann frau sich näher ansehen.

Wenn hier verkündet wird, jeder geschiedene Mensch sei ein No-Go, zeugt das nur von borniertem Schubladen-Denken und institutionalisierter Unverbindlichkeit. Diese ledigen Parade-Männer und -Frauen können gerne unter sich bleiben und in lockeren Beziehungen leben bis zum Ende - kein Problem.
 
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Gast

  • #25
Es ist ein Makel. Ich werte Heirat in heutiger Zeit als Mangel von Intelligenz, fehlende Weitsichtigkeit oder starke Gläubigkeit/Naivität.
Beides Dinge, die nicht in mein Weltbild passen und ich am Partner belächeln würde. Einen solchen Mann würde ich zum Frühstück verspeißen, weil er mir geistig gar nicht das Wasser reichen kann.
 
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Gast

  • #26
Es ist ein Makel. Ich werte Heirat in heutiger Zeit als Mangel von Intelligenz, fehlende Weitsichtigkeit oder starke Gläubigkeit/Naivität.
Beides Dinge, die nicht in mein Weltbild passen und ich am Partner belächeln würde. Einen solchen Mann würde ich zum Frühstück verspeißen, weil er mir geistig gar nicht das Wasser reichen kann.
Menschen wie du machen diese Zeit.
Wer bist du, dass du anderen Menschen derartige Frechheiten vorwerfen kannst.

Ehrenwert sind jene, die sich voller Bewusstsein für jemanden entscheiden und vor aller Welt sagen: ja, das ist der Mensch mit dem ich leben möchte und dem im Fall des Falles alles anvertraue. Mag sein, dass dies Idealisten sind, aber in heutiger Zeit brauchen wir gerade das.
 
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Gast

  • #27
Hallo

es passt zu EP das anzusprechen, denn angeblich sind ja hier mehr als die Hälfte schon über 45 und da werden viele Geschiedene drunter sein. Eventuell sogar mehrfach geschieden.

Aus der Sicht der noch nie Geschiedenen, w, 43:

1) Ich hinterfrage immer wie es zu der Scheidung kam. Mir ist wichtig zu begreifen wieso es nicht funktionierte und woran es mangelte. Mir wäre z.B. ein Mann der fremdgegangen ist bis seiner Frau der Kragen platzte nicht als Lebenspartner genehm. Der soll bitte andere Frauen "verbraten".

2) Familiensinn, Familienwunsch oder zumindest die Lust am Paarsein. Es heiraten so viele Menschen denen das gar nichts sagt. Ich möchte einfach sicher sein einen familienorientierten Menschen mit Verantwortungssinn an meiner Seite zu finden und keinen, der Familie und Bindungen generell als Ballast oder Bremsklotz für seine allseitigen Umtriebe betrachtet.

3) ein Geschiedener ist dann ganz schlecht wenn er sich nie wieder verheiraten möchte. Dieses "nie wieder" habe ich öfters von frisch geschiedenen Männern gehört und mich dann getrennt. James Bond meint: sag niemals nie. Männer, seid mal cooler. Ihr wisst doch gar nicht was in 15 Jahren ist.

4) Der Umstand vor den Behörden als "geschieden" erfasst zu sein ist an sich gar kein personenstandrechtlicher Makel, nein.

5)Geschiedene müssen sich oft einen neuen Freundeskreis aufbauen. Je nachdem in welchem Alter die Scheidung stattfindet kann das ganz schön haarig und zäh werden. An geschiedenen Männern ohne Sozialkontakte hätte ich gar kein Interesse aus Angst die klammern zu sehr.
 
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Gast

  • #28
Nein. Eine Scheidung ist natürlich kein Makel. Das mögen religiöse Fundamentalisten anders sehen, aber deren Weltbild war mir schon immer herzlich egal.

Eine Scheidung ist nichts weiter als das Ergebnis einer gescheiterten Beziehung und damit de facto synonym.

Was daran ein Makel sein soll, erschließt sich mir nicht. Aber ich lebe auch nicht im 18. Jahrhundert sondern bin der Auffassung, daß jeder Mensch das Recht auf Selbstbestimmung hat. Das schließt z.B. ein, daß niemand gezwungen werden darf, den Terror eines anderen Menschen zu erdulden.

M 49
 
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  • #29
3) ein Geschiedener ist dann ganz schlecht wenn er sich nie wieder verheiraten möchte. Dieses "nie wieder" habe ich öfters von frisch geschiedenen Männern gehört und mich dann getrennt. James Bond meint: sag niemals nie. Männer, seid mal cooler. Ihr wisst doch gar nicht was in 15 Jahren ist.
Warum sollen Männer "cooler" sein? Damit sie in 15 Jahren zusätzlich zu Psychoterror und Zickenkrieg noch mal Unterhalt zahlen dürfen? Warum sollten sie das tun? Wer nicht in der Lage ist, aus Fehlern zu lernen, der ist nicht "cool" sondern strohdumm. Daß es einige Frauen gibt, die es explizit auf solche lenk- und ausnehmbaren Exemplare abgesehen haben, ist nicht verwunderlich aber bezeichnend.
 
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Gast

  • #30
Nein, es ist ein "Makel" (wenn man das überhaupt so nennen will), wenn jemand in einer für ihn unguten Situation bleibt, nur weil er Angst hat, einen Makel zu bekommen, wenn er sie ändert.
Insbesondere, wenn es um die Ansichten anderer Menschen geht, die dann mit dem Finger auf einen zeigen würden. Das ist ein Makel: deren Meinung wichtig zu finden.