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Gast

  • #31
Es gibt natürlich auch die Menschen die Ihre Probleme nicht lösen wollen und an einer Ehe festhalten, vielleicht auch unter diesem Aspekt, keinem Makel zu ereilen.
Und dann werden Affären, Seitensprünge, oder einfach auch das nicht-Nach-Hause-Kommen, das Sich-mit-etwas-anderem -mehr Beschäftigen/Auseinandersetzen als gerechtfertigt und richtig dargestellt.
Da wird dann der Affäre vorgeheult, wie schlimm doch der/die da daheim ist, ein Ungeheur, ein Drachen, nimmt sich das Trösterlein mit und kehrt dann aber doch wieder in die Höhle zurück......

Also ich bin trotzdem für eine saubere Trennung/Scheidung (auch mit Kindern, Haus, Hund, Pferd und Yacht!!!!) und trage dann lieber den "Makel" als "die Last der Ehe" !!
 
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Gast

  • #32
Ich finde, dass eine Scheidung mutig und ehrlich ist. Auf keinen Fall ein Makel.

Schrecklich finde ich diese verheirateten Leute, die sich jeden Tag anhassen und nur wegen den Finanzen oder Kindern zusammenbleiben. Als Makel würde ich das jetzt auch nicht bezeichnen, sondern als Unehrlichkeit und Festhalten an einer Lebenslüge. Diese Menschen mag ich nicht.

Bei der Hochzeit hat man ja wohl nicht schon an die Scheidung gedacht, sonst wäre die Hochzeit die Lüge.

Im Mittelalter wäre man zu dem Zeitpunkt der meisten heutigen Scheidungen schon längst tot. Wir leben halt einfach zu lange, entwickeln uns weiter und auch auseinander, dann ist es nur konsequent, wenn man sich scheiden läßt, wenn das Zusammenleben unerträglich wird.

In meinem Alter (ü 50) treffe ich sowieso nur noch auf Geschiedene, auf Frustverheiratete Fremdgänger oder beziehungsunfähige "Dauersingle" mit Mutter im Gepäck.

Da sind mir die Geschiedenen am liebsten.
 
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Gast

  • #33
Gestern rief mich ein Kollege an, den ich seid 16 Jahren gut kenne. Schon damals ahnte ich, dass seine Ehe scheitern wird, ich hatte bei Beiden ein komisches Bauchgefühl und es kam tatsächlich so. Aber diesen Beiden eiern nun seid 4 Jahren rum, wohnen zwar getrennt, einer wartet auf den Anderen, dass er die Scheidung einreicht, wortwörtlich seine Worte, die Teenager-Kinder sind genervt, nee, so einen Mann will ich dann auch später nicht.

Das habe ich meinem Kollegen gesagt, dass es für ihn später schwierig wird, vernünftige Frauen zu finden, die sich mit einen Mann wieder zusammen tun, der nicht zu Potte kam und seine besten Jahre in einer getrennt lebenden Ehe verbrachte, immer dicker wurde, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen, im Interesse aller, um wieder frei zu werden, für eine Frau, die wirklich zu ihm passt.

Mein Kollege hat mich sehr gut verstanden und wurde plötzlich sehr nachdenklich, weil er so eine klare Ansage, die dazu logisch ist, noch nie zu hören bekommen hat.

Aus seine Frage, warum ich immer noch Single bin, sagte ich ihm, genau aus dem Grund, weil solche Männer wie er mir erständig über den Weg laufen, die ihre Beziehungsprobleme nicht sauber, zeitnah, mit Respekt auf die Reihe bekommen.

Für solche Männer bin ich hochinteressant, weil ich solche Probleme nie hatte, immer finanziell selbstständig war, trotz AE-Mutter, also im Gegensatz zu diesen Männern sehr wenig zu klären hatte und daher unkompliziert bin. Ich will aber selber einen unkomplizierten "freien" Mann an meiner Seite, weil gleich und gleich gesellt sich gern.

Ich tröstete meinen Kollegen und sagte ihm, es gäbe so viele Frauen, die so ähnlich wie er ticken würde und das gleiche Leid sich selber machen, das passt doch dann. Er sagte aber dann nur kleinlaut, dass er solche Frauen halt nicht will. Tja.

w
 
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Gast

  • #34
Hallo

es wurde ein Makel weil sie sich beide gestritten haben wie die Besenbinder wer was bekommt.
Ausserdem lief die Kommunikation nur noch über Anwälte.
Die Erziehung des Kindes wurde per email und Excel-Tabellen organisiert.
Der Mann ist nun der Meinung alle Frauen seien schlecht.
Die Frau ist der Meinung er hat ihr das ganze Leben kaputt gemacht.

Nun trete ich als Dritte auf die Bühne. Was soll ich dazu sagen ?
Charakterschwächen wohin man auch blickt !!!
 
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Gast

  • #35
Ja natürlich ist das ein Defizit. Ich weil ich nur einmal im Leben heiraten und das soll dann lebenslang halten und wenn Probleme gibt, dann werde ich alles dafür tun, dass die Ehe trotzdem hält. Und wenn irgendwas nicht passt, muss man es sich in der Ehe eben andereswie schön machen und sich arrangieren. Es ist doch ganz normal, dass alle 7-10 Jahre ein Mensch sich weiterentwickelt in verschiedene Richtungen. Da muss man flexibel sein als Partner.

Geschiedene Männer haben auffällig häufig Schulden. Schulden sind für mich ein NO-Go. Wer heiratet, war meist schon früh dabei und hat in den 20ern von himmelhochjauchzender Liebe geschwärmt und wollte möglichst alles möglichst sofort. Das hätte ich damals schon sagen können, dass das nicht hebt. Die sieht heute 10 oder 20 Jahre später nicht mehr so himmelhochjauchzend aus. Plus Kinder sind ja dann meistens auch noch da. Für mich als Singlefrau ohne Altlasten habe wirklich was besseres verdient. Keine Eltern wünschen sich für ihr Kind solche Partner.

w
 
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Gast

  • #36
Das glaube ich nicht. Ein größerer Makel scheint mein "Fall" zu sein. Ich war nie verheiratet, also ledig und habe zwei Kinder. Das können manche Leute in unserer ach so modernen Welt immer noch nicht glauben, dass es das gibt. Wären wir verheiratet gewesen und ich geschieden, so wäre das absolut normal und keiner würde nachfragen.
 
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Gast

  • #37
Hallo

ich finde es ist schon etwas worüber ich wissen sollte. Die sexuellen und sonstigen Konflikte gehen mich nichts an, aber ich möchte schon begreifen mit was für einem Menschen ich zu tun hätte.

Bei EP lernte ich bei Kontakten Männer kennen die:

- ihre Frau aus dem gemeinsamen Haus geklagt hatten
- sich arm gerechnet hatten um ihren Kindern nicht soviel Unterhalt zahlen zu müssen
- sich mit der Ex nicht einigen konnten was für die Kinder nötig und richtig ist
- die böse über ihre Exfrau sprachen
- die sich um jeden Kaffeelöffel bei der Haushaltsauflösung mit ihr gerangelt hatten
-die einfach bis heute nicht begriffen haben wieso eine Frau sie verlassen hat und das auch gar nicht begreifen wollen
-Männer die ihre Frau verlassen haben weil Sex mit einer anderen Frau (oder sogar mehreren Frauen gleichzeitig !!!) aufregender war


In diesen Fällen ist ein geschiedener Mann ein Mängelwesen, ja. Aber nicht weil er geschieden ist. Sondern weil nach der Scheidung keine Entwicklung und Läuterung eingesetzt hat. Viele sind eingeschnappt, stur, unbarmherzig, gefühlskalt, lakonisch bis zynisch geworden. Die Scheidung hat tiefe Spuren hinterlassen, die Männer leben seelisch in ungeordneten Zuständen. Ich weiss nicht wieso ich mir das antun soll ?
 
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Gast

  • #38
Eine Scheidung ist keinesfalls ein Makel. Nur für Menschen die vor Dünkeln kaum denken können.

Ich bezweifle, das sich Paare aus einer Laune heraus trennen sprich scheiden lassen. Vielmehr ist dies in der Regel ein langer Prozess, den sich die meisten sehr gut überlegen. Ebenso, wie sie vor der Eheschließung ernsthaft über die Ehe gemacht haben.

Ich bin geschieden. Lieber geschieden als ein Leben in einer lieblosen Ehe, in der beide neben her leben. Wo auch Gespräche und gemeinsames Arbeiten an der Beziehung nichts fruchten. Warum soll man den Rest seines Lebens unglücklich sein? Und auch seinen Partner ins Unglück stürzen? Vielleicht eine offene Ehe führen, um ja nie geschieden zu werden?

Ne - solche intoleranten Menschen, die Geschiedene als Menschen 2. Klasse abstempeln, sind m.M. heuchlerisch und unehrlich. Wenn sie einen Menschen kennen lernen, fragen sie dann gleich ob man geschieden ist?

w, 50
 
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Gast

  • #39
Das denke ich auch, wenn ich geschieden bin, bin ich "gekennzeichnet".
Aber ich kann nicht mehr. Es ist mir egal, denn meine Freiheit ist jetzt wichtiger! Ich will die Scheidung, weil ich zu große Achtung vor der EHE habe, weil wir es nicht sind und ich keine Lüge mehr leben und unglücklich sein will.
 
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Gast

  • #40
Ich schaue mir den Menschen , den ich vor mir habe, dann weiß ich, ob es ein "Makel" ist. Bei dem einen ist so, bei dem anderen nicht. Bestimmte. Charaktere sind dafür prädestiniert , ausschließen kann es niemand. Es gibt auch sehr schwere nicht absehbare Umstände, die Ehe zum Zerbrechen bringen können. Davor ist niemand gänzlich gefeit.

W30
 
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  • #41
Ich bin selber sehr offen und unverklemmt. Es wäre dein Bier, was du meinen Eltern/deinen Schwiegereltern als Argumentation sagst, warum du schon mal geschieden bist!

Dass das bei niemand gut ankommt und du dich dieser unangenehmen Lage stellen musst, und dann verdammt gute Gründe haben musst, um nicht blamiert zu sein, ist dir wohl klar? Ältere Generationen verstehen es beiweitem nicht und sind nicht so tolerant, wie du es gerade brauchst, warum man sich scheiden lässt. Du müsstest dir vermutlich auch schlimme Vorurteile über dich anhören müssen. Man wird hintenrum halt immer denken: "der hat seine Frau betrogen... dem wurde es in der Ehe zu bunt... der ist abgehauen... der ist zu labil für eine Ehe....oder seine Frau hat den Taugenichts rausgeschmissen" Positiv ist eine Scheidung sicher nicht. Man heiratet normal nur einmal fürs Leben und frühere Generationen haben das durchgestanden - komme was wolle.