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  • #1

Scheidung nach 20, 30, 40 Ehejahren - neuer "Trend" unter Frauen?

Die Schlagzeilen aus der Promiwelt belegen einen Trend: Immer mehr Menschen trennen sich nach langjähriger Beziehung oder Ehe – vorwiegend Frauen. Natascha Ochsenknecht verließ ihren Mann Uwe nach 16 Ehejahren, Iris Berben trennte sich nach 32 Jahren gemeinsamen Lebens, Christine Neubauer zog nach 20 Jahren den Schlussstrich. Dass Paare sich nach langer, gemeinsam verbrachter Lebenszeit trennen, ist relativ neu. Innerhalb von zwei Jahrzehnten haben sich die Scheidungsraten nach dem 25. Ehejahr verdoppelt. Woran liegt das?

Im aktuellen Magazinartikel gehen wir dieser Frage auf den Grund und beleuchten die gesellschaftlichen Veränderungen - aber auch, wie das "Rezept" für eine glückliche Ehe aussehen könnte.

Was sind Ihrer Meinung nach Gründe, warum sich Frauen auch nach einer langen Ehe doch zur Scheidung entschließen? Oder können Sie von eigenen Erfahrungen berichten?

Wir freuen uns auf einen regen Austausch!
 
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  • #2
Frauen haben leider oft sehr hohe, oftmals widersprüchliche und zu allem Übel auch stimmungsschwankende Erwartungen an Männer, gerne in Haltung eines kleinen Mädchens in Erwartung eines Prinzen im wahren Alter von 50plus.

Der beste Mann kann diese nicht erfüllen. Männer sind nicht so. Deswegen sind Frauen vielfach permanent unzufrieden, nörgelig, unerträglich und beenden die Beziehungen, weil es keine äußeren Zwänge mehr gibt. Das tun sie inzwischen mehrheitlich und der Trend wird sicherlich noch stärker! Auch die ältere Generation, deren Kinder außer Haus gehen, wird nun allmählich vom letzten äußeren Zwang befreit. Es bleiben nur die inneren Bänder oder nichts.

Das schlägt jetzt durch, wird sich gesellschaftlich nicht so schnell oder nie wieder ändern und so bleiben. Frauen müssen erst allmählich dazulernen, dass sie ohne Mann, der dann gar nichts erfüllt auch nicht sonderlich glücklicher sind.
 
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Mooseba

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  • #3
In manchen Fällen wäre es sicher ein Fall von Befreiung, wie es z.B. hier besprochen wurde:

http://www.elitepartner.de/forum/trennung-nach-29-ehejahren-27179.html

Man muss das sicher von Fall zu Fall betrachten. Oft sind es nur noch Wohngemeinschaften statt Ehen oder die Frau konnte sich endlich zum Verlassen durchringen, da der Mann jahrelang erfolgreich den Patriarchen gespielt hat.
 
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  • #4
Ich sehe das ganz anders als # 1
Frauen aus der Generation meiner Mutter konnten sich nicht scheiden lassen, sie waren voll und ganz auf den Mann angewiesen und hatten oft keine Aussbildung bzw. keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das stimmt, die Abhängigkeit ist heute nicht mehr gegeben - aber warum "leider" ? Ist es denn wirklich so erstrebenswert, dass Frauen nur beim Mann bleiben, weil sie finanziell von ihm abhängig sind? Sind Männer damit zufrieden?
Warum trennen sich Frauen nach über 20 Jahren? Ganz einfach, weil die Kinder aus dem Haus sind und sie nun endlich aus der Rolle der Hausfrau, Mutter und Versorgerin der Familie herauskommen.

Glaubt nur nicht, dass diese Ehen vorher in Ordnung waren und die Frauen nun nur aus eine Laune heraus die Scheidung einreichen. Diese Ehen sind schon lange zerrüttet. Aber Männer sehen das nicht so tragisch. Sie machen trotzdem ihr Ding, sie haben eine Geliebte, sie fahren mit den Freunden in Urlaub, sie gehen nach der Arbeit noch auf ein Bier in die Kneipe - sie sehen die Frau zu Hause als ein Art Möbelstück, das da ist aber man muss sich nicht darum kümmern.
Und dann kommt der Schock, wenn sich dieses Möbelstück Ehefrau plötzlich erdreistet, ein eigenes Leben leben zu wollen. Plötzlich stellt die Frau Ansprüche. Sie möchte mal wieder etwas mit dem Mann unternehmen, möchte die Beziehung wieder beleben - aber das ist vielen Männern zu anstrengend. Sie leben nach dem Motto "so wie in den letzten 20 Jahren soll es weitergehen".
So, und nun sind die Frauen dann die Bösen, die sich trennen? Von mir aus, ich bin gerne so eine Böse.
Mein Mann war genau so ein Typ, hat zwar mit seinen Freunden alles Mögliche gemacht, mit mir aber nicht. Ich war dann die Nörglerin, die unzufrieden war.

Heute geht es mir richtig gut, ich muss noch nicht zuhause versauern. Mein Mann heult und jammert, dass niemand mehr da ist, der ihn versorgt.
 
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  • #5
Ich sehe es genau so wie #3!

Diese Frauen hätten sich am liebsten schon vor längerer Zeit scheiden lassen! Jedoch war das noch vor 20, 30 Jahren kaum möglich, da eine Scheidung "moralisch verwerflich" (eine Schande!) war und viele Frauen noch finanziell vom Mann abhängig waren und nicht "einfach gehen" konnten.

Die Ehen dieser Frauen waren schon längst nicht mehr in Ordnung, nur wussten diese Frauen eben bislang keinen Ausweg aus der unglücklichen Ehe (auch wegen der Kinder).
 
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  • #6
Liebe 3
Diesen Spruch kenn ich gut, als ich in meiner Ehe zusammen brach, schrie mein Mann:,, wenn du gehst kannst du mich nicht versorgen".
Ich frage mich immer noch, was in seinem Gehirn ab ging.
Er sagte:,, das er mich und die Kinder zerstören wird, das er dafür sorgen wird, das wir ganz unten sind".
Heute bin ich froh, das ich diesen Schritt gegangen bin.
Ich werde bald meine Weiterbildung machen anschl. Berufsbegleitende Studium.
Mit ihm habe ich nur Mitleid und mehr für seine neue.
Wenn Männer ihre Frauen nicht als Partner, sondern Menschen über die sie nur Macht ausüben sehen, wird es nie gut gehen.
LG
 
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  • #7
In meinem engsten Freundeskreis sieht es so aus, dass 7 von 10 Frauen geschieden sind. Bald werden es 8 sein, das bin ich nach mehr als 1/4 Jahrhundert mit meinem Mann. Bei allen ist der Trennungsgrund, dass der Mann eine oder mehrere Affären hatte. Vielleicht liegt es am Alter, dass uns Treue in einer Partnerschaft sehr wichtig ist. Keine von uns hat ihre Ehe einfach weggeworfen. In irgendeiner Form hat jede von uns, um eine zweite, eine dritte oder mehr Chancen gekämpft. Wobei "gekämpft" vielleicht das falsche Wort ist. Jede hat versucht ihre Ehe zu retten.

Ich lese oft, dass in einer Ehe ja eh schon der Wurm drin war, wenn einer fremdgeht. Dazu muss ich sagen: ich persönlich glaube nicht an eine perfekte Ehe. In einer langen Beziehung macht jeder Fehler und eine Partnerschaft überlebt nur durch ständiges gegenseitiges Bemühen. Erst wenn eine Seite aufhört zu verzeihen und jedes Bemühen einstellt, stimmt eine Partnerschaft wirklich nicht mehr. Meine Sichtweise.

In meinem Umfeld, scheint die Scheidung nach vielen Ehejahren jedenfalls eher ein männlicher Trend zu sein.

Vielleicht ist Treue (und damit Vertrauen) heute aber auch einfach nicht mehr hip und wir - damit meine ich mich und meine Freundinnen :) - sollten uns auf andere Werte besinnen.

w/44
 
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  • #8
Vorhin hatte ich gelesen > Er hat nämlich immer alles bestimmt und das wollte er auch wieder mit mir so tun.< Dies bezog sich zwar auf eine neue Partnerschaft, die dadurch erst gar nicht zu Stande kam.
Aber genau das ist es. Wie oben geschrieben, die Frau soll/ muss funktionieren.

Aber irgendwann will frau das nicht mehr. Dazu hatten sich nur die abhängigen oder zu gutmütigen oder mit zu (vergeblicher) Hoffnung ausgestattenen Frauen über lange Zeit bereit gefunden. Möglicherweise der Kinder wegen.

Ich bin immer berufstätig, daher nie abhängig gewesen. Vielleicht bietet so eine Frau ein besseres Gegengewicht. Was meint ihr?
 
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  • #9
an die 1: Frauen lernen heute dazu, dass sie nicht zwangsweise bei einem Mann bleiben müssen und dass in vielen Fällen "alleine" sein besser ist als in einer Beziehung, in der gelogen, betrogen, die Ehefrau als selbstverständlich gesehen wird usw. Doch, Frauen können ohne Mann teilweise wahnsinnig viel glücklicher sein als verharrend in einer schlechten Ehe.

In meinem Umfeld wirft keine Frau die Ehe leichtfertig hin, eine jede hat mehr oder minder lange versucht, die Beziehung zu halten. Aber irgendwann verzeiht man den Seitensprung nicht mehr, ist man nicht mehr nur die Putzfee, das selbstverständliche Möbelstück, läßt sich nicht mehr niedermachen - und dann geht Frau. Warum sollte sie auch bleiben? Die Kinder sind aus dem Haus, Frau ist immer noch attraktiv und aktiv, was der eigenen Mann meist nicht mehr wahrnimmt.

Wäre es denn so viel besser aus Zwang, aus Gewohnheit zu bleiben? Wohl kaum, das kann doch kein Mann ernsthaft wollen.
 
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  • #10
Ich denke die Gründe für eine Scheidung sind vielfältig.

Auch wenn es ein abgedroschener Spruch ist, aber an den Gründen für eine Scheidung haben meist beide, einen nicht unbeträchtlichen, Anteil. Nur will das im Eifer des Gefechtes keiner mehr wahrhaben.

Jedoch fallen, zumindest nach deutscher Rechtssprechung, Frauen im Falle einer Scheidung viel weicher als Männer (Stichwort: Unterhalts-/Versorgungsausgleich) da meist die Männer die Vollversorger wahren.

Dann könnte evtl. ein gewisser Anreiz bei den Frauen fehlen auch einen Neuanfang zu wagen, wenn diese finanzielle Absicherung nicht wäre. Hätten Männer diese finanzielle Absicherung, würde sich evtl. auch viele von ihren Frauen scheiden lassen ...
 
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  • #11
Jedoch fallen, zumindest nach deutscher Rechtssprechung, Frauen im Falle einer Scheidung viel weicher als Männer (Stichwort: Unterhalts-/Versorgungsausgleich) da meist die Männer die Vollversorger wahren.

Das stimmt definitiv nicht! Ansonsten würde die Zahl der AE-Mütter, die geschieden sind oder verlassen wurden und dann von H4 leben müssen, nicht ständig steigen.

Die gesetzlichen Regelungen zu Unterhalts/Versorgungsausgleich sind verändert worden und heutzutage machen die wenigsten Frauen einen finanziellen Reibach, wenn geschieden wird. Außerdem ist der Anteil an berufstätigen Frauen viel höher, als du hier zu wissen glaubst.

w 48
 
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  • #12
Es ist für eine Frau aufgrund der ungerechten Scheidungsgesetze einfacher, sich von einer Ehe zu trennen, weil sie dadurch meistens finanziell mehr bekommt, als sie jemals selbst hätte erwirtschaften können, egal, ob es um Rentenanwartschaften, Zugewinn oder Unterhalt geht. Vor der Trennung sind noch viele Träume vorhanden, wie schön das Leben ist, wenn der Mann zuhause nicht mehr stört, danach habe ich bei Frauen schon viel Katzenjammer erlebt. Während sie vorher immer gestöhnt haben, wie schwer ihr Leben ist, weil sie den Haushalt überwiegend versorgt haben, während der Mann "nur" das Geld herangeschafft hat, bejammern sie danach, dass sie keinen Mann mehr finden, der bereit ist, sie auszuhalten und mittelfristig wieder arbeiten sollen. Bei meiner Exfrau war es genauso. In der Ehe war sie unzufrieden, danach wussten sie, wie bequem und sorgenfrei ihr Leben war. Das hat dazu geführt, dass sie versucht hat, mich zurückzugewinnen, obwohl sie vor der Trennung gesagt hatte, sie hätte mich sowieso nie geliebt.
 
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Mooseba

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  • #13
Die gesetzlichen Regelungen zu Unterhalts/Versorgungsausgleich sind verändert worden und heutzutage machen die wenigsten Frauen einen finanziellen Reibach, wenn geschieden wird.
Wenn es so ist, begrüßt du das sicherlich. Denn als Frau bist du ja bereits dank deines Geschlechts eine reife Person.
Jedoch fallen, zumindest nach deutscher Rechtssprechung, Frauen im Falle einer Scheidung viel weicher als Männer (Stichwort: Unterhalts-/Versorgungsausgleich) da meist die Männer die Vollversorger wahren.
Ich denke, dass das nach 30 Jahren Ehe, wo man die Wörter "Erziehung" und "Sorgerecht" nur noch vom Hörensagen kennt, weil die Kinder aus dem Haus sind, nicht mehr der Fall ist. Da würde man sich doch friedlich und fair einigen können. Wenn die Frau dennoch auf das Maximale, was sie juristisch erreichen könnte, besteht und keine Einsicht zeigt, dann soll sie auch gehen. Dann waren es nicht wirklich weitblickende und reife (!) Überlegungen, die sie sich zur Trennung haben entschließen lassen, sondern Rache und Genugtuungssucht treiben sie. Dann darf der Mann ruhig sagen: "Geh mit Gott, aber geh!"

(m,30)
 
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  • #14
Auch ich kann diesem Gast 9 nicht zustimmen. Oder sollte ich sagen mein Bruder => Richter !!

Er sagt: Armut in Deutschland ist geschieden und alleinerziehend......
 
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  • #15
Es ist für eine Frau aufgrund der ungerechten Scheidungsgesetze einfacher, sich von einer Ehe zu trennen, weil sie dadurch meistens finanziell mehr bekommt, als sie jemals selbst hätte erwirtschaften können, egal, ob es um Rentenanwartschaften, Zugewinn oder Unterhalt geht.

Bei meiner Exfrau war es genauso. In der Ehe war sie unzufrieden, danach wussten sie, wie bequem und sorgenfrei ihr Leben war. Das hat dazu geführt, dass sie versucht hat, mich zurückzugewinnen, obwohl sie vor der Trennung gesagt hatte, sie hätte mich sowieso nie geliebt.

Erst gesten habe ich im Fernsehen einen interessanten Bericht in der Sendung Monitor gesehen, wo ganz klar dargestellt wurde, dass seit 2008, wo das Scheidungsgesetzt refomiert wurde, die Zahl der Frauen mit/ohne Kinder steigen, die nach der Scheidung von H4 leben müssen bzw. ergänzend H4 beantragen mussten.

Davon sind auch Frauen betroffen, die langjährig schon verheiratet waren und für eine jüngere Frau "ausgetauscht" worden sind.

Dein Fall ist nicht schön, aber er zählt zu den Einzelfällen. Von seinem Fall auf alle Scheidungen zu verallgemeinern und dann hier noch bissig und nicht genau recherchiert zu haben, spricht nicht für eine gute Souveränität und dem abschliessen deiner Ehe.

w
 
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  • #16
Erst gesten habe ich im Fernsehen einen interessanten Bericht in der Sendung Monitor gesehen, wo ganz klar dargestellt wurde, dass seit 2008, wo das Scheidungsgesetzt refomiert wurde, die Zahl der Frauen mit/ohne Kinder steigen, die nach der Scheidung von H4 leben müssen bzw. ergänzend H4 beantragen mussten.

Davon sind auch Frauen betroffen, die langjährig schon verheiratet waren und für eine jüngere Frau "ausgetauscht" worden sind.

Dein Fall ist nicht schön, aber er zählt zu den Einzelfällen. Von seinem Fall auf alle Scheidungen zu verallgemeinern und dann hier noch bissig und nicht genau recherchiert zu haben, spricht nicht für eine gute Souveränität und dem abschliessen deiner Ehe.

w

Ich bin der Auffassung, vorbei ist vorbei. Ich würde gern mit der Ehe abschließen, meine Exfrau glaubt aber, ein Recht auf weitere lebenslange Versorgung zu haben, allerdings habe ich sie keineswegs gegen eine jüngere, sonderen eine ältere ausgetauscht, die ein etwa gleich hohes Einkommen wie ich hat, weil sie sich nicht zu gut zum Arbeiten ist. Ein Einzelfall bin ich überhaupt nicht. Ich habe mehrere Mitarbeiterinnen, die getrennt oder geschieden sind und Unterhalt von ihrem Exmann bekommen. Ich habe ihnen, weil ich Personalbedarf hatte, eine Teilzeitstelle angeboten. Keine wollte sie haben. Es war ihnen zu stressig. Das gleiche Spielchen kenne ich von Bewerberinnen, die aus irgendwelchen Gründen Bewerbungen vorweisen müssen. Eine Stelle wollte bisher noch keine.
 
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  • #17
@11: ja genau, so kenne ich das auch. Und eine andere Frau könnte als Beamtin jederzeit ihre Kinder an den Vater abgeben, der darauf wartet und 25% mehr arbeiten als derzeit, sie würde dann sogar mehr verdienen als an Kinderunterhalt verloren geht, aber streubt sich dagegen mit allen Mitteln. Was die Kinder wollen und sagen ist ihr egal.
 
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  • #18
@8: Natürlich ist es besser allein als mit einem schrecklichen Partner. Das schöne für Frauen ist, dass die Männer sie danach normalerweise auch allein lassen. Bei Frauen ist deutlich anders, die machen ständig Krieg nachdem die Beziehung zu Ende ist und können es nicht ertragen, dass es Nachfolgerinnen gibt.

Seitensprung ist nicht zu verzeihen. Weder seitens Frau noch seitens Mann. Die Statistik sagt, die Frauen haben längst überholt bei den Seitensprüngen. Warum? Weil sie inzwischen eben auch längst unabhängig sind. Und Seitensprung ist eben nicht "allein sein ist besser", sondern das ist zwei Männer sind besser als einer.

Keiner soll aus Zwang oder Gewohnheit bleiben. Es wäre nur gut, wenn viele Frauen ihre Perfektionsansprüche runterschrauben würden auf ein Niveau, dass Männer im allgemeinen auch erfüllen können.
 
  • #19
Armut in Deutschland ist geschieden und alleinerziehend......
Alles relativ.

Ich habe kürzlich das Gesamteinkommen einer alleinerz. Mutter mit einem Kind (10) ausgerechnet. (war nicht vh.)
"Hartz-4" = Alg-2 inkl. Warmmiete + Unterhalt + Kindergeld für das Kind + Freibetrag des Einkommens von vier Putzstellen (stundenweise) = 1.430,- Euro//Monat "netto"
Minus 470,- Euro Warmmiete/Monat = 960,- Euro Haushalt. Das ist nicht üppig, aber m.E. auch nicht "arm". Außerdem GEZ-befreit, und für den Tafelladen berechtigt = viel Geld gespart.

Auch die Partnersuche scheint für alleinerz. Mütter nicht mehr so schwer zu sein, wie früher.
Selbst dort stoße ich tlw. immer öfter auf hohe Ansprüche, große Arroganz, und tlw. Egoismus.
Der Partner soll das alles ertragen, dazu die Nachteile wegen der Kinder, usw.
Ich hörte + kannte einen gutverdienenden Mann, der das alles mitmachte. (ich wars nicht)
 
  • #20
Wenn man den falschen Partner/in hat - dann sollte man sich trennen können.
Um seine restliche Lebenszeit besser zu verbringen, anstatt "zwangsweise" weiter.

Die Möglichkeit und das Recht auf Scheidung, halte ich sogar für ein Menschenrecht.
Warum weiter mit einem Menschen zusammen leben (müssen), oder zumindest "auf dem Papier" verheiratet,
den man nicht mehr mag ?

Bei den genannten Promis könnte ein weiterer Faktor wichtig sein. Sie arbeiten m.W. selber, und brauchen dafür persönlich und psychisch "den Rücken frei". z.B. als Schauspieler ist das ein persönlich besonders intensiver Beruf. Da kann man nicht noch den "lästigen" Eheparter am Hals haben.
Eine Beziehung/Ehe sollte eine Bereicherung, und keine Belastung sein.

Scheidung nach längerer Ehe. Mag der Eine als Egoismus betrachten - der Andere als Befreiung ?
"Ich habe dir die besten Jahre meines Lebens gegeben - aber jetzt jagst du mich davon.
Ich kann mein Alter und Lebenszeit aber nicht zurückspulen".

Oder:"Ich habe in diese Ehe investiert. In der Erwartung lebenslang einen Partner/in zu haben.
Wie soll ich in meinem Alter + Einkommen nochmal in einen anderen Menschen investieren ?"

Ehe ist nicht "zwei Ringe + Trauschein", sondern etwas, was man täglich aufs Neue pflegen und beweisen sollte. Und sich als (Ehe)partner so wertvoll und interessant erhalten, daß der Andere weiter überzeugt ist:
"Den will ich - und keine/n Anderen"
 
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  • #21
Ich finde das schrecklich das laut statistik 70% von Trennungen sind Frauen, warum?? weil sie mehr von Männern erwarten, wir schauen gerade aus und frauen umgeben sich mit kurven in einer Bez. haben höhe ansprüche, es gibt nicht den perfekten Mann, es gab nie und wird nie geben, wenn man den jenigen Liebt dann sollte man seine fehler auch akzeptieren wenn viele Frauen das nicht können, sollen eine Lesbische Beziehung anfangen!! Dann habt ihr das gleiche denken und vorstellungen über bez.
 
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  • #22
Auch mein jetziger Ex-Mann und ich haben uns im 30. Ehejahr vor 12 Jahren getrennt. Der Grund war einfach, dass wir uns unterschiedlich entwickelt und somit auseinander gelebt haben. Ihn interessierte -gesprächsweise- nur noch Fußball und die Sportschau, ich habe mich weitergebildet und Kariere gemacht. Irgendwann habe ich festgestellt, dass wir nur noch wie Geschwister nebeneinander herlebten und aber eigentlich nichts oder kaum noch etwas zu sagen hatten. Auf leisen Sohlen war auch die Liebe entschwunden. Als ich ein klärenden Gespräch erbeten habe, ist er ausgezogen. Dennoch haben wir uns nach 14 Tagen mit einem RA zusammengesetzt und einen Ehevertrag gemacht, in dem alles geregelt wurde (Kauf desHausanteils durch mich, Verzicht auf Unterhalt und Versorgungsausgleich). Auch heute würde ich nichts Negatives über meinen Ex-Mann sagen; allerdings kann ich guten Gewissens in den Spiegel schauen, weil wir uns gegenseitig fair behandelt haben. Und ich finde, so sollte es auch sein, schließlich hat man ja in jungen Jahren mal aus Liebe gehandelt.

Nach 8 Jahren als Single, in dem ich mir mein Leben sehr interessant und unabhängig eingerichtet hatte (ich war immer vollzeitig berufstätig und konnte gut für mich alleine sorgen), habe ich mich bei EP angemeldet und....... meine große Liebe gefunden! Seit 6 Monaten sind wir verheiratet und sehr, sehr glücklich miteinander.

Wir müssen uns nichts mehr beweisen, sind fast gleichaltrig, können in Ruhe gemeinsam altern und stehen somit nicht in einem unsinnigen Wettstreit miteinander (was unweigerlich passiert, wenn ein älterer Mann glaubt, eine Frau, die altersmäßig seine Tochter sein könnte, würde ihn schmücken und als Jungbrunnen dienen) und wollen noch möglichst viele Jahre miteinander verbringen. Vielleicht gibt uns das Alter die Gelassenheit, tolerant miteinander umzugehen.

Unsere Freunde beneiden uns um unser Glück und auch darum, wie liebevoll wir miteinander umgehen, was teilweise schon dazu geführt hat, dass auch andere Paare in unserer Gegenwart nicht mehr die "harschen Töne" pflegen, die man oft in langjährigen Ehen beobachten kann.

Alles in allem, war es für uns Beide ein Glücksfall, dass unsere jeweiligen Ehen nach fast 30 Jahren zerbrochen sind (auch mein jetziger Mann ist nach 30 Jahren Ehe geschieden worden) und wir uns dann gefunden haben. Dafür sind wir sehr dankbar. Hätten wir seinerzeit den Mut zur Trennung nicht gehabt sondern die Ehe -ohne gute Gefühle füeinander- weiterhin "verwaltet" statt sie liebevoll mit Leben zu erfüllen, dann könnten wir dieses große Glück jetzt nicht erleben!
 
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