• #31
Hallo Frederika

Sorry, das ist schlichtweg nicht richtig:
Anwalt- und Gerichtsgebühren für 2 Mandanten zusammen bei einem Streitwert von
+ 1 Mio: knapp 8.500,00 Euro
+ 10 Mio: knapp 60.000,00 Euro

Ich hatte nicht einmal annähernd eine Million aufzuteilen, das Ganze nicht als Streitwert verhandelt (das wäre nochmals deutlich teurer geworden) sondern vor dem Termin alles Notariell per nachträglcihen Ehevertrag geregelt. Dabei für mich festgestellt dass ich wohl den falschen Beruf habe. Die Stundensätze eines normalen Anwalts (wir hatten nur einen) sind Atemberaubend.
Alles in allem wars eine der günstigsten Möglichkeiten sich scheiden zu lassen- deutlich über 10T, Die nicht einvernehmliche Scheidung meines Scheidungsgrundes bei weniger Masse mehr als das doppelte.

Ich finds echt abenteuerlich wie hier von Menschen über Scheidungen Fachgesimpelt wird die nie eine mitgemacht haben. Angefangen bei Vorstellungen das sei nach einem Jahr durch bis hin zu den Kosten und Folgen.

Ich wollte die Tür zumachen und auch formell einen Schluss haben- anderen ist das nicht so wichtig. Manchmal ist es in der Tat klüger es nicht zu tun. Versorunsausgleich ist zum Beispiel nur ein Thema wenn beide unterschiedlich verdient hatten, bei einer gemeinsamen Firma ist das völlig unerheblich, die Scheidung aber kann einen Betrieb sehr belasten.
 
  • #32
Ich bin davon überzeugt, nein, ich weiß!, daß ein Getrenntlebender ein zuverlässiger und loyaler Partner sein kann und ein Geschiedener, lediger oder mit mir verheirateter Mann kann ein großer Schlawiener sein. Von vorhandenen oder nicht vorhandenen Papieren ist das sehr viel weniger abhängig, als von dem jeweiligen Menschen! Deshalb empfinde ich diese Vorverurteilung von Getrenntlebenden und die Glorifizierung von "klaren Verhältnissen" als dumm und lächerlich.

Wenn man sich als getrenntlebender nicht scheiden läßt sagt das viel über den Charakter aus und das gibt dem anderen zum Glück die Möglichkeit sich fern zu halten. Dr einzige Grund sich nicht scheiden zu lassen ist, weil man es einfach nicht will und das sagt eben viel über die noch vorhandene Ehe aus und die Gefühle zueinander. alle finanziellen Dinge lassen sich regeln ohne Trauschein und genauso verbindlich. Wenn man geschieden ist hält einen ja nun keiner ab, die ex mit großen Zahlungen zu unterstützen oder Besitzt zu übertragen. Und wenn man sich er scheiden lassen will, wenn ein neuer Partner am Horizont erscheint, dann ist das wie warm wechseln. Getrennt lebend heißt eben verheiratet sein und nicht zusammen leben. Scheidung heißt man ist getrennt und wieder Single. Und wenn jemand eine Scheidung noch nicht durchsteht, na dann werden ja noch viele Gefühle vorhanden sein, sonst würde es einem ja nichts ausmachen. Shön das es ein freies Land ist und jeder sich entscheiden kann mit wem er sich einlassen will und welche Charaktereigenschaften ihm wichtig sind in einer Partnerschaft. Nur dürfen sich die Leute hinterher nicht Beschweren wenn sie enttäuscht werden, denn das war abzusehen.
 
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  • #33
Alles in allem wars eine der günstigsten Möglichkeiten sich scheiden zu lassen- deutlich über 10T, Die nicht einvernehmliche Scheidung meines Scheidungsgrundes bei weniger Masse mehr als das doppelte.

Komisch, die Scheidung meiner Mutter kostetet nur 3 Tausend und andere Scheidungen, wo so gar noch Kinder involviert waren und es nicht gerade einvernehmlich war, auch nur so in dem Rahmen.

Gut, vielleicht wohnst du auch in dem teueren Teil von Düsseldorf oder München, wo eh alles teuerer ist, als woanders.

w 48
 
  • #34
@32
Komisch, die Scheidung meiner Mutter kostetet nur 3 Tausend und andere Scheidungen, wo so gar noch Kinder involviert waren und es nicht gerade einvernehmlich war, auch nur so in dem Rahmen

Gabs da Vermögen aufzuteilen? Das ist das teure an der Sache! Die Notar- und Anwaltsgebühren rechnen sich nach dem Vermögenswert und sind festgelegt. Kosten überall dasselbe. Ich hatte keinen SchickiMicki-Anwalt aber wenn Du 20 Jahre Vermögensaufbau verteilen musst wirds halt teuer.
 
  • #35
Sorry, das ist schlichtweg nicht richtig: Ich hatte nicht einmal annähernd eine Million aufzuteilen,
Was auch immer an Deinem einzelfall anders war oder inwiefern du Dich hast über den Tisch ziehen lassen, kann ich nun auch nicht sagen, aber Anwaltskosten in Abhängigkeit vom Streitwert kann man einfach in Tabellen nachschlagen lassen und die sind auch als Online-Rechner verfügbar. Einfach mal googlen. Wer weiß, welche Zusatzkosten bei euch seltsame Begleitumstände verursacht haben.
 
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  • #36
ich habe schon seit 6 jahren den status "getrennt lebend"


nachdem ich hier die statements lese fühle ich mich plötzlich wie ein sehr sehr schlechter mensch.
#
ich bin aber zuversichtlich, daß dieser zustand nicht lange anhält.

mich würde ja interessieren, wie lange die damen und herren die hier so wettern verheiratet waren und was die trennung gekostet hat und wie sie jetzt zu den ex-partnern stehen.

etwas verteufeln was man selber nie erlebt hat, ist eine ganz einfache nr.

w53
 
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  • #37
Wer in aller Welt möchte mit jemanden liiert sein, der noch mit jemand anders verheiratet ist? Also so abgestumpft kann man doch gar nicht sein.

Wer? Na, jede Menge Männer und Frauen leben glücklich und zhufrieden mit Menschen zusammen, die auf dem Papier noch nicht geschieden sind. Meine Freundin (eben noch nicht in Trennung, weil ihr Mann blockiert), lebt inzwischen seit 3 Jahren mit ihrem Lebensgefährten zusammen und sie sind glücklich. Der Mann hat übrigens aus reiner Bosheit den Termin schon 3 x platzen lassen. Es ging angeblich um das Sorgerechtsregelung, die er erst anerkannte, dann wieder nicht, dann wollte er ihr keine Abfindung für ihren Anteil am Haus zahlen, da es angeblich nichts mehr wert war, dann wollte er eine Versöhnung haben. Aber eigentlich alles nur um es ihr schwer zu machen, weil sie ihn verlassen hatte. Er hatte sie übrigens geschlagen und hat nun damit zu kämpfen, dass er die Macht über sie verliert.
 
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  • #38
Es ist aus meiner Sicht recht leicht nachzuvollziehen: Manche Menschen möchten eine Ehefrau/einen Ehemann UND zusätzlich einen Liebhaber/eine Liebhaberin. Ich lasse mich auf eine solche Konstellation nicht ein, aber es gibt anscheind genug andere, sonst würde es nicht so viele davon geben. Nun, jede/r wie sie/er meint glücklich und gelungen zu leben..

w/49
 
  • #39
Ich geh mal davon aus, daß Frederika keine Juristin ist und bin überrascht, daß sie so gut Bescheid zu wissen glaubt.

Der Streitwert setzt sich aus mobilem und imobilem Vermögen zusammen + Jahresgehälter (Kinder gehören weder zum einen noch zum anderen) und ist hinsichtlich der Gerichtsgebühren klar festgelegt.
Anwälte haben keine festgelegte Gebührentabelle, ein guter Scheidungsanwalt einer renomierte Kanzlei kostet natürlich mehr als einer der gerade die Uni verlassen hat....

Wer in einem solchen Fall Wert darauf legt, den billigsten Anwalt und die billigste Scheidung durchzuziehen, hat vermutlich nicht das Problem, daß es viel zu verteilen gibt.

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, daß gerade Frauen großen Wert darauf legen, auch finanziell, nicht zu kurz zu kommen (vor allem gegenüber ihrer Vorgängerin). So gesehen kann ich nachvollziehen, warum es sooo wichtig ist, daß der neue Partner keine "Altlasten" hat. Er soll geschieden sein, keine Kinder haben, keinen Unterhalt bezahlen = er soll seine Arbeitskraft und sein Vermögen 100%ig der neuen Partnerin zukommen lassen.
Ob das der richtige Weg zum Glück ist? Irgendwie hatte ich mir das mit der großen Liebe anders vorgestellt.
 
  • #40
Was auch immer an Deinem einzelfall anders war oder inwiefern du Dich hast über den Tisch ziehen lassen

nochmals, jetzt auch für Dich: Die reine Scheidung ist das eine, da stimmen die Honorare die Du aufzählst. Bei einer Scheidung kommt aber noch was dazu- die Vermögensaufteilung. Wer es da- wie die meisten- versäumt hat vor der Ehe einen Ehevertrag aufzusetzen der muss das quasi nachträglich tun und Notariell beglaubigen lassen. Und das ist nunmal bei vorhandenen Vermögen deutlich teurer als hätte man es jung und arm bei der Eheschliessung getan... Hinterher war ich schlauer.

Wenn dann noch eine der PArteien meint einen Rosenkrieg anzetteln zu müssen werden die Anwälte richtig reich.

Ich hab übrigens die Honorare selbstverständlich von einem befreundeten Prozessanwalt überprüfen lassen- die hatten leider Ihre Richtigkeit.

Du kannst das so rechnen wie beim Hauskauf- lass Dir von keinem erzählen es seien 3,5% Nebenkosten. Es gibt da eine unendlich lange Liste von kleinen Behördenrechnungen- bei einer Scheidung ist das ähnlich. Schätzkosten, oder Finaanzauskünfte, dort eine kleine Genehmigung, hier eine Formulargebühr.....Ist leider nicht nur die Anwaltsgrundgebühr- schön wärs.
 
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  • #41
Wenn ALLES, aber auch wirklich ALLES geklärt ist, nur EIN Anwalt benötigt wird, dann berechnen sich Anwaltungs- und Gerichtskosten rein nach jeweils 3 Monatsgehältern als Grundlage. Dann kann es eben auch sein, dass die Scheidung NUR 3.000 oder sogar weniger kostet. Sind Vermögensdinge zu klären, besteht einer der Parteien darauf, immer wieder den Anwalt zu konsultieren und Dinge aus der Versenkung zu holen, die dann immer und immer wieder neu berechnet werden, wird es für BEIDE zwangsläufig allein aufgrund der Anwaltskosten teurer.

Und mal eben Immobilienvermögen zu trennen - wenn ggf. dann einer ausgezahlt werden müsste (die Barmittel aber nicht vorhanden sind) das sind einfach Themen, die nicht jeder mit einer Zwangsversteigerung beantwortet wissen möchte.

Wer während und nach einer Trennung dann noch immer fair miteinander umgeht, ist der wahre, charakterlich einwandfreie Mensch. Nicht der schnell geschiedene, der möglicherweise seinen Expartner über den Tisch gezogen hat... w/42
 
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  • #42
Die meisten Damen hier haben anscheinend unheimlich Angst, finanziell zu kurz zu kommen. Wenn ihr aber die zweite Frau seid dann müsst ihr euch damit abfinden, nicht alles zu bekommen was ihr euch wünscht. Warum sollte ein Mann sein Lebenswerk aufs Spiel setzen, unvernünftige Entscheidungen treffen?

<MOD: Grobe Frechheiten entfernt. Reißen Sie sich zusammen oder bleiben Sie dem Forum fern.>
 
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  • #43
@41: Es geht nicht um Geld, da ist bei einem geschiedenen oder verheirateten/getrennt Lebenden ohnehin "nicht viel zu holen", wie Du es den Damen hier unterstellst. Es geht um Gefühle, die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft und eine lebenswerte Gegenwart. Mit einem Mann, der mit einer anderen Frau verheiratet ist, können und wollen ich und viele andere das einfach nicht. Freue Dich doch darüber, dann bleiben mehr verheiratete Männer für Dich, sofern Du eine Frau bist. ;-) Und solltest Du ein verheirateter Mann sein, jeder hier gönnt Dir Deine Ehefrau plus Freundin.

Es gibt keinen Grund Frederika und andere so aggressiv anzugehen, nur weil sie, ebenso wie ich, keine Liebesbeziehung mit verheirateten Personen eingehen.

w/49
 
  • #44
#42

ich bin eine Frau - übrigens geschieden und mit einem ebenfalls geschiedenen Mann liiert. Den hätte ich allerdings auch als Getrenntlebenden genommen!

Es steht jedem frei, keine Beziehung mit Getrenntlebenden einzugehen.
Mich stört nur wenn Getrenntlebende dank ihres Statuses grundsätzlich vorverurteilt werden. Ich denke, daß es jeder Mensch und jede Situation verdient hat, objektiv und vorurteilsfrei betrachtet zu werden.
 
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  • #45
Alle Beispiele, die hier genannt wurden, warum getrennte Ehepartner sich auch nach Jahren nicht scheiden lassen sind für mich die Bestätigung, warum man "getrennt Lebende" eben von vornherein als potentiale Partner ausschließen sollte.
Eben weil diese sich von der alten Beziehung überhaupt nicht entgültig lösen WOLLEN, egal ob aus emotionalen oder materiellen Gründen - wer keine Beziehung zu dritt eingehen will, wo der Ex- (oder besser Noch-Ehepartner) stets Teil der Beziehung sein wird, der hält sich ausschließlich an ledige, bzw. bereits geschiedene Kandidaten.

Wer sich nicht scheiden lassen will, der WILL eben das alte Leben mit dem Ex-Partner nicht restlos und entgültig aufgeben und hinter sich lassen, der WILL unbedingte Teile dieser Beziehung (und sind es auch nur materielle Vorteile) behalten.

Danke, aber für eine Beziehung zu dritt bin ich mir zu schade.

w(42)
 
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  • #46
Es steht jedem frei, keine Beziehung mit Getrenntlebenden einzugehen.
Mich stört nur wenn Getrenntlebende dank ihres Statuses grundsätzlich vorverurteilt werden. Ich denke, daß es jeder Mensch und jede Situation verdient hat, objektiv und vorurteilsfrei betrachtet zu werden.

Nein, werden sie nicht. Jedenfalls habe ich dem Status "getrennt" (der erst später herauskam), erst keine Bedeutung geschenkt.

Heute sehe ich das anders:
Ich möchte nur einen bereits fertig Geschiedenen. Auch wenn ich nicht unbedingt heiraten muß bzw. will.
Mir ist es einfach lieber, wenn es keine Unklarheiten gibt, die man mühseelig strategisch geschickt hinterfragen muß (liegt mir nicht) bzw. die frei interpretierbar wären.

Ich würde die Frage anders stellen:
Partnersuche erst nach abgeschlossener Scheidung?
 
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  • #47
Wer sich nicht scheiden lassen will, der WILL eben das alte Leben mit dem Ex-Partner nicht restlos und entgültig aufgeben und hinter sich lassen, der WILL unbedingte Teile dieser Beziehung (und sind es auch nur materielle Vorteile) behalten.

Danke, aber für eine Beziehung zu dritt bin ich mir zu schade.

w(42)

Wenn Kinder im Spiel sind, dann wird es mit oder ohne Scheidung keinen Partner geben, der sein Vorleben restlos aufgeben wird. Er wird IMMER Kontakt zur Mutter und den Kindern haben. Und welche neue Partnerin das unterbinden will oder gar finanzielle Abtretungen an Kinder oder Exfrau verkleinern will, die ist vielleicht doch keine gute oder bessere Partnerin.

w, 39
 
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  • #48
45 an 36: Ja, das soll ja auch so sein.
Aber wenigstens sind alle anderen Formalitäten geklärt und somit besser durchsetzbar, wenn sie querschiesst. Das ist was anderes, als erst alles auszukämpfen, bis es dann endlich zur Scheidung kommt.
 
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