G

Gast

  • #1

Scheidung. Wie ging es Euch? Was habt Ihr daraus lernen können?

Hallo liebe Community,

ich wollte einfach mal fragen, wie es denen erging, die sich scheiden lassen.
Die die sich trennten oder trennen - unabhängig aus welchem Grund - aber ihren ehemaligen Partner oder die ehemalige Partnerin immer noch auf einer Art und Weise,,,da lieben.

Gehen oder gingen Euch auch die alten Erinnerungen die guten Tage durch den Kopf..

Wie seid Ihr damit umgegangen und was habt Ihr daraus gelernt?
Hat sich in der Zukunft etwas geändert für Euch?

Ich meine alle schreiben in anonymen Foren so gelassen und schon oft auch gehässig.

Doch wir wissen alle wie es in einem aussieht.
Ich würde mich wirklich über ehrliche Aussagen freuen...

Alles Liebe Euch.
 
G

Gast

  • #2
Im ersten Moment war ich nur erleichtert, das allesvorbei ist. Ich habe mir abends einen Rotwein gegönnt und noch einmal über meine Ehe (Jahre später über meine gescheiterte Beziehung) nachgedacht. Über die guten wie auch die schlechten Zeiten. Ein wenig wehmütig und traurig wurde ich schon.

Aber dann habe ich mir gesagt: Hey - was soll es? Ich habe mich dadurch zum positiven weiterentwickelt. Ich wusste, das mein Ex-Mann über die Trennung hinweg kommen würde. Ich habe mein Leben umgekrempelt, habe mich in der wenigen Freizeit (Vollzeitstelle und Überstunden)intensiver um meine Tochter gekümmert und muss sagen, es ist mir geglückt.

Bei der Beziehung danach, war es nicht anders (außer, dass das Kind schon erwachsen war). Dahabe ich mich sogar noch beruflich und örtlich verändert. Aber genau war der beste Schritt in meinem Leben. Lebe zwar 500 KM von meiner Tochter und meinem Bruder entfernt, aber bin glücklicher denn je.

Vielleicht ist es anders, wenn man verlassen wird. Denn als Verlassender hat man sich ja schon lange innerlich vom Partner getrennt. Und man trennt sich ja in der Regel auch nicht wegen Kleinigkeiten.

Die Trennungen habe ich niemals bereut und würde jederzeit wieder so handeln. Es hat mich stärker und selbstbewusster gemacht.

w, 50
 
G

Gast

  • #3
Dass ein Zusammenleben mit einem Menschen nach einer bestimmten Zeit nicht mehr geht, liegt doch ganz einfach in den verschiedenen und veränderten Persönlichkeitsentwicklungen und Punkt. Der eine entwickelt sich in die eine Richtung und der andere in die andere Richtung oder/aber einer bleibt stehen und der andere geht eben weiter. Ausgenommen sind die Menschen, die das Zusammenleben als reine Zweckgemeinschaft sehen, für mich käme jedoch eine solche Konstellation niemals in Frage, dann bleibe ich lieber alleine! Ich habe nach langer Zeit der Beobachtung und neg. Hinnehmens die Scheidung eingereicht und ich bin aus der Hölle in den Himmel gekommen, lebte danach sehr glücklich, frei und einfach wunderbar bis heute. Was ich daraus gelernt habe? Niemals heiraten sondern ganz einfach so lange zusammen leben, so lange es gut geht und wenn es nicht mehr gut geht, einfach sich trennen ohne Gesetzeinfluss etc. pp., das rate und empfehle ich jedem Menschen. Scheidungen sind so unnötig wie ein Kropf, wenn also keine Heirat stattfindet, so kann es auch keine Scheidung geben, so einfach ist das! Aus seinen eigenen Fehler sollte man lernen, das ist klug. Weise ist jedoch, aus den Fehler anderer lernen, da man nicht so alt wird, um alle Fehler selber zu machen. (m)
 
F

FA04

  • #4
Hallo FS, ich bin nun seit kurzem geschieden. Ich habe damals Kinder genommen und aus gemeinsamen Haus ausgezogen. Es war nicht plötzliche Entscheidung, ich habe mich innerlich zu dem Zeitpunkt von mein Mann komplett verabschiedet. Für mein Exmann war das ein Schock, er hat nie geglaubt, dass ich irgendwann gehe und werde immer mir alles gefallen lassen. Er dachte, er wird immer derjenige, der nach sein belieben kommt und geht und zeigt mir damit das er unzufrieden ist. Wir waren jung, als wir geheiratet haben, ich 20 er 22. Sein Antrag hat er nur quasi ausgesprochen, ich wollte ihn so unbedingt, war sehr verliebet. Verliebt war er auch, nur Lieben haben wir in der Ehe nicht gelernt. Man sagt "das Geheimnis der Liebe besteht darin, einen Menschen immer noch zu haben wollen, obwohl man ihn bereits hat...." Dazu gehören nun immer zwei. Sehr oft wird Verliebtheit mit Liebe verwechselt, erste geht und wenn die andere nicht kommt dann läuft alles falsch. Es ist ein wahre Luxus heut zu Tage mit dieselben Partner alt zu werden, sich öffnen können, :) fallen lassen, Vertrauen schenken, ehrlich sein. Man verlangt nach Respekt und Treu. Man kann nach so was nicht verlangen, man verdient es! Wenn zwei LIEBEN einander, haben Augen nur für sich zwei, dann kommt es von sich selbst und bleibt. Ich habe oft so ein Gefühl, dass Menschen nur vor sich hin sagen, dass sie Nähe wünschen, Freundschaft suchen etc., und bei den ersten Stolperstein schicken dich jenseits, zu Psychotherapeuten oder Psychologen. "Ich bin doch kein seelische Mülleimer" Ich freu mich, das ich sehr gute Freunde habe, welche zu mir rennen, wenn es schlecht geht, wenn es gut geht, wenn jemand glücklich ist und ich weiß, das mir genau so mit meine Freunde geht. So soll es auch in der Ehe sein, ich bin so ein Alles oder Nichts Typ. Ich gebe von mir alles was ich geben kann. Ich wollte Kinder und Familie, mein Mann war dafür nicht bereit. Ich habe sein Freiheit nie eingeschränkt, dafür aber komplett meine aufgegeben. Seine Freunde haben ihn immer dafür beneidet, haben das immer offen gesagt. Nur wenn eine alles von sich gibt und nichts zurück bekommt, wird es nicht ewig gehen. Man kann reden, man kann auf andere angehen und zu Eheberatung gehen, es bringt nichts wenn die Liebe nicht vorhanden ist. Nach 20 Jahre bin ich AM und froh darüber. Es waren gute Momente, man behält sie im Erinnerungen, mit dem Zeit blenden sie Schlechte weg. Aber man muss zu sich selbst ehrlich sein und sich selbst eine Chance auf Glück und Liebe geben, wir leben schließlich nur einen Mal. W41
 
G

Gast

  • #5
Dass ein Zusammenleben mit einem Menschen nach einer bestimmten Zeit nicht mehr geht, liegt doch ganz einfach in den verschiedenen und veränderten Persönlichkeitsentwicklungen und Punkt.

Was ich daraus gelernt habe? Niemals heiraten sondern ganz einfach so lange zusammen leben, so lange es gut geht und wenn es nicht mehr gut geht, einfach sich trennen ohne Gesetzeinfluss etc. pp., das rate und empfehle ich jedem Menschen. Scheidungen sind so unnötig wie ein Kropf, wenn also keine Heirat stattfindet, so kann es auch keine Scheidung geben, so einfach ist das!
Das kann ich so unterschreiben. Ergänzend: in meinem Fall war es nicht mal die Auseinanderentwicklung, sondern die zu schnelle Heirat.

Ich denke auch, der juristische Part der Ehe ist unnötig und hinderlich. Wenn man sich liebt, bleibt man zusammen, wenn nicht mehr, sollte man sich ohne großes Theater trennen können. Das Trennungsjahr und die Regelung der Scheidung sorgen in der ohnehin angespannten Endphase der Beziehung dann nur nochmal für mehr Spannungen.
Ohne juristische Bindung hätten wir uns vermutlich nicht mal getrennt. Ich bin durch die gerade laufende Trennung mit bevorstehender Scheidung da schlauer geworden. Der "Anreiz" der gesparten Steuern wiegt die entstehenden Probleme nicht auf. In einer gleichberechtigten Beziehung auf Augenhöhe ist die Eheschließung unnötig. Man kann ja aus romantischen Gründen irgendein Ritual durchführen, wenn man das möchte.

Frauen sehen das leider zu erheblcihen Teilen eher anders, insbesondere die, die eben nicht wirklich auf Augenhöhe sind...

m, 46
 
G

Gast

  • #6
ich wollte einfach mal fragen, wie es denen erging, die sich scheiden lassen.
Die die sich trennten oder trennen - unabhängig aus welchem Grund - aber ihren ehemaligen Partner oder die ehemalige Partnerin immer noch auf einer Art und Weise,,,da lieben.
Wenn ich meinen Ex-Partner noch lieben würde, hätte ich mich nicht getrennt. Die Trennung ging von mir aus und das aus wichtigen Gründen. Ich glaube, es macht einen sehr großen Unterschied, ob man selbst geht oder der Partner sich trennt.

Erinnerungen an die guten Tage gehen mir trotzdem manchmal noch durch den Kopf. Und es bleibt eine gewisse Wehmut darüber, dass es sehr unschöne Zeiten gab, die zum Ende geführt haben. So etwas wünscht sich niemand für sich selbst und auch nicht für seinen Ex-Partner. Wenn man einen sehr langen Weg durch Höhen und Tiefen miteinander gegangen ist, dann werden die Erinnerungen daran und viele Fragen dazu einen bewusst oder unbewusst auch weiterhin begleiten. Ich halte es für sehr wichtig, dass man sie zulässt.

Wenn man nach einem gewissen Abstand dann eine neue Partnerschaft eingeht, wird man über diese Lebensphase noch einmal anders denken. Man stellt fest, dass man sich sehr verändert und weiter entwickelt hat. Dass man neue Ziele lebt und bessere Erfahrungen macht. Das schafft weiteren emotionalen Abstand. Besonders, wenn die neue Partnerschaft sehr viel glücklicher verläuft.

Wie ich damit umgegangen bin... mich hat das Ende der Beziehung zunächst so durchgerüttelt, dass ich mir professionelle Unterstützung geholt habe. Ich habe mir sehr viel Zeit für die Aufarbeitung der ganzen Geschichte und die Trauerarbeit genommen.

Was ich daraus gelernt habe: das würde Romane füllen. Auf jeden Fall sehr viel für meine persönliche Entwicklung sowie meine Stärken und Schwächen in einer Partnerschaft.

Und auch: Mir den nächsten Partner sehr viel gründlicher auszusuchen :)

w, 53
 
G

Gast

  • #7
Ich bin seit 1996 getrennt und seit 2000 geschieden. Es ist somit alles schon sehr lange her. Und ich habe sehr viel gelernt in diesen Jahren - über mich selbst. Meine Sichtweise auf die Vergangenheit hat sich in dieser Zeit auch mehrfach geändert, in Abhängigkeit von den neuen Lebenserfahrungen die der Trennung folgten. War ich zu Ehezeiten als "Nur-Hausfrau" völlig abhängig und vom guten Willen meines Ex abhängig, leicht einzuschüchtern, willig bis demütig, bin ich heute ein selbsbewußtes Geschöpf das alle realistisch gesteckten Ziele mit eiserner Disziplin erreicht hat. Es war eine sehr harte Zeit die mich psychisch, physisch und materiell oftmals an den Rand des Zusammenbruchs katapultierte. Die eigenen Grenzen stets überschreitend, verlieh mir dieses kritische Lebensereignis ungeahnte Kräfte, Selbstvertrauen und daraus resultierend, inneres Wachstum.
Heute blicke ich mit sehr viel Gelassenheit zurück, erkenne den verborgenen Sinn dieser dramatischen Zeit und befürworte die damalige Scheidung. Das Wichtigste in meinem aktuellen Leben ist meine uneingeschränkte Freiheit und meine Kinder. Es wäre mir unvorstellbar einen Mann in mein Leben zu lassen der eine derart prominente Stellung in meinem Leben einnehmen würde, wie es in meiner Ehe der Fall war. Nach einem Lebenspartner steht mir nicht der Sinn, eher nach einem Freund mit dem ich die angehmen Seiten des Lebens stundenweise teilen kann.

w,60
 
G

Gast

  • #8
Die Trennung war schwer u. man hatte viele Zweifel.
Weil man viel hinter sich lässt u. was schmerzt, sind die Erinnerungen.
Weil ich viel Sport gemacht habe, war es für mich es angenehmer, damit zurecht zukommen.
Nun bin ich zufrieden mit der Scheidung u. der Schmerz lässt langsam nach.
Ich war bis zur Scheidung, sehr angespannt u.danach ging es.
Ein neues Kapitel beginnt u. ich habe gelernt was Freunde sind.
Ich habe ein neuen Freundeskreis u. komme auch so mit neuen Leuten in Kontakt.
Es ist ein übersichtlicher Freundeskreis u. das reicht auch.
Man muss zwar immer u. immer wieder an die schönen u. schlechten Zeiten denken u. auch
immer wieder an die Kinder, aber die Erfüllen mir mit ihrer Anwesenheit u. ihrer lieben Art immer
u. immer wieder eine tolle Zeit u. geben meinem Leben einen Sinn.
Viele Menschen fragen sich immer wieder, was ist der Sinn, des Lebens? Für mich, meine Kinder.
Aber es gibt auch einsamme Stunden oder Tage u. die sind manchmal sehr schlimm.
Nicht schön.
Und wenn ich irgendwann eine neue Frau kennen lernen sollte, dann hoffe ich, das wir eine schöne
lange Zeit miteinander verbringen können.
Ein nachteil hat die Sache, man wird im alter als Mann, ich denke auch als Frau, wälhlerrischer u.
das macht es nicht einfach.

m37
 
G

Gast

  • #9
Ich war der, der sich getrennt hat und zwar nachdem ich meine Exfrau eine ganze Weile mit einer anderen Frau, meiner Ehefrau, "betrogen" hatte. Ich hätte meine Exfrau nie betrogen, wenn ich sie geliebt hätte noch hätte ich sie verlassen. Beides halte ich für den Normalfall. Für mich war kein Moment der Trauer da, weder bei Einreichung des Scheidungsantrags noch im Termin, nur das Gefühl, dass die unglückliche Zeit (zu diesem Zeitpunkt war es schon viel besser als in der Zeit unter einem Dach) bald ganz vorbei ist. So war es auch. Ich habe versucht, mich von meiner Exfrau zivilisiert zu verabschieden und ihr alles Gute zu wünschen, was nicht möglich war, habe meine Freundin von der Arbeit abgeholt und bin mit ihr spontan einige Tage ans Meer gefahren. Dort habe ich ihr einen Heiratsantrag gemacht. Seitdem., und das liegt schon lange zurück, bin ich sehr glücklich. Wer sich trennt, hat erkannt, dass er mit der Heirat einen Fehler gemacht hat. Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn der Fehler korrigiert ist.
 
G

Gast

  • #10
Eine Scheidung ist doch nichts anderes als eine normale Trennung von einem Menschen. Man sollte froh sein, dass man heute die Möglichkeit dazu hat. Zumindest ich bin ein Mensch, der heilfroh ist, wenn er sich von einem Menschen aus ehemaliger jugendlicher Dummheit endlich mal loslösen konnte. Natürlich denkt man immer noch ein paar Jahre lang an die Vergangenheit zurück, aber das legt sich auch einges Tages. Das Leben ist einfach zu kurz, um mit einem Menschen zusammenzubleiben, der einen unglücklich macht, diskriminiert oder misshandelt hat. Auch trotz Liebe muss man irgendwann mal die Zügel seines eigenen Lebens in die Hand nehmen, und sich trennen. Auch Liebe bleibt realistisch gesehen nicht ewig bestehen. Das vergeht eines Tages. Man kann sich wieder neu verlieben.
 
G

Gast

  • #11
Meine Scheidung war nach einem langjährigen Rosenkrieg inklusive Dreiecksbeziehung wie eine Befreiung. Ich war erleichtert und froh, meine Frau mit ihrem Lover endlich nicht mehr sehen zu müssen.

Ich war aber auch sehr traurig, dass meine Ehe gescheitert war und habe mich wie ein Versager gefühlt. In dieser Zeit habe ich viel an die "guten Momente" gedacht. Ehrlich gesagt, ist das aber alles nur eine Art Selbstmitleid... Es hat ein paar Monate gedauert, bis ich damit meinen Frieden machen konnte, dann habe ich mich aufgerappelt und endgültig einen Haken daran gemacht.

Ich denke, nach einer langjährigen Beziehung ist es normal, wenn man eine Weile braucht, bis man sich mit der Situation abgefunden hat und sein neues Leben sortieren konnte.

Für mich war irgendwann klar, dass die Frau, die ich liebte und heiratete, nicht mehr existiert. Ich hing nur noch an Erinnerungen, aber nicht mehr an dem Menschen selbst. Und auch Liebe vergeht, wenn sie nicht mehr genährt wird.
 
G

Gast

  • #12
Liebe FS,

auch ich kann mich in die Reihe der fast "Geschiedenen" einreihen. Bei mir ist die ganze Sache noch recht frisch, d.h. ich befinde mich noch im Trennungsjahr und die Scheidung wird in den nächsten Wochen eingereicht.

Einerseits war ich sehr erleichtert, als ich den letzten Schritt gegangen bin und meinen Ehemann vor die Türe gesetzt habe, ABER ich denke noch oft an die "guten" Zeiten zurück. Diese guten Zeiten gab es aber nicht wirklich, denn ich wurde unsere gesamte Beziehung hinweg (12 Jahre, davon 7 Jahre verheiratet) betrogen. Für diese Einsicht bin ich wahrlich durch die Hölle gegangen, aber es hat sich gelohnt sich selbst einzugestehen, dass der Lebensabschnitt mir diesem Mann zu Ende ist.
Erst wenn man das geschafft hat, ist man bereit für was Neues..... Das ist ein sehr langer Weg und auch ich habe noch Tage an denen ich meinen noch "Ehemann" wieder gerne an meiner Seite hätte..... Besonders schlimm sind Feiertage, Geburtstage oder Hochzeitstage...die mit diesem Menschen in Verbindung gebracht werden. Auch bestimmte Rituale, die Einzug gehalten haben aufgrund des langen Zusammenseins...fehlen mal mehr oder weniger. Ich kann aber sagen, dass diese Erinnerungen langsam verblassen und nicht mehr so intensiv da sind. Und es ist auch nicht schlimm wenn diese da sind, denn das ist ja meine Vergangenheit - ein abgeschlossener Lebensabschnitt.

Was hat sich geändert? Ich muss dazu sagen, dass es aus meiner Sicht relativ schwierig war, nach so einem privaten Totalschaden wieder Vertrauen in einen anderen Menschen fassen zu können. Jahrelang betrogen zu werden und nichts zu merken das war ein riesen Schock. Mein ganzes "Weltbild" ist zerrüttet worden. Ich habe einen Besen und eine Schaufel genommen und angefangen aufzuräumen. Schritt für Schritt.......und siehe da, der Himmel ist wieder blau, das Gras grün und die Sonne wieder gelb!!!!!!! Ich werde noch einige Zeit brauchen bis ich das alles verarbeitet habe, aber ich bin zuversichtlich das ich das hinbekomme und bis dahin genieße ich jeden Tag!

w(35 Jahre)
 
G

Gast

  • #13
Tatsächlich? Wir wissen das? Woher und warum?

Rund 80% der Scheidungen laufen als mehr oder minder brutaler Rosenkrieg ab. Sind Kinder vorhanden, werden diese dann sehr schnell zum Spielball geschiedener Eltern.
Das sind erst einmal die Fakten.

Willst Du Dich nun über die 80% oder die 20% austauschen?

Ebenso kann ich nicht verstehen, wie ich für mich persönlich aus einer Vielzahl erhoffter Antworten MEIN Inneres dabei erfahren sollte. Das ist doch alles recht absurd - völlig individuelle Situationen, jede Beziehung völlig einzigartiger Individuen verlief anders und nun sollen die unterschiedlichen Wirkungen Licht ins eigene Dunkle bringen???

Wahrscheinlich stehst Du kurz vor dieser Entscheidung - passiv oder aktiv - und möchtest für Dich einschätzen können, was Dich "dann da so erwartet".