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  • #1

Scheidungsrecht

Hallo Forengemeinde,

kürzlich sah ich einen Bericht über das 2008 geänderte Scheidungsrecht und die damit einhergehende Selbstverantwortlichkeit nach der Scheidung für Mann und Frau. Stillschweigend wurde es dann doch wieder abgeändert und man trug den langjährigen Ehen in denen die Frau ausschließlich Hausfrau war wieder Rechnung.
Es ist nun nach wie vor so, war man als Frau nur lang genug verheiratet und zu Hause, hat man eigentlich was den eigenen Lebensunterhalt betrifft keine Sorgen mehr, denn der Ex-Mann trägt alles. Man hat schließlich mit der Verheiratung einen Vertrag auf Lebenszeit gemacht.
Alles andere im Leben ist dem Wandel unterworfen, und wenn der Staat schon solche Gesetze macht, sollte man zugreifen.
In diesem Bericht wurden auch die nachfolgenden Frauen dieser Männer erwähnt, die es zum Teil in solchen Beziehungen nicht lange aushalten, zumal es beim 2.Mal durchweg Frauen sind, die ihre Frau ganz alleine stehen (Geld ist ja schon verplant und diese brauchen das auch nicht). Ob und in wie weit dies nun alleine der Eifersucht oder des Neides (sagt man den Frauen ja gerne nach)geschuldet ist, möchte ich hier nicht beurteilen, ich bin jedoch der Meinung, es hat mit ganz anderen Faktoren zu tun (2. Rang, Wertschätzung, Beziehung zu dritt etc.)
Was ich mich frage ist, wie die zukünftigen Lebenspartner dieser versorgten Frauen damit umgehen? Männer ticken ja in einigen Dingen anders als Frauen. Macht es Männern also nichts aus, wenn sie eine Bindung mit einer Frau eingehen, und zwar unter der Vorstellung, das diese keine Kinder mehr zu versorgen hat, die sich von ihrem Ex aushalten lässt. Oder haben Männer damit auch ein Problem und machen um diese Frauen einen Bogen?

Übrigens, ich bin eine Frau und ehrlich gesagt, Gott sei dank, nicht vom Thema betroffen.

Gruß
w, 43
 
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  • #2
Hallo FS!
Ich bin auch eine Frau und nicht vom Thema betroffen, aber ob das Gott sei Dank stimmt, weiß ich inzwischen nicht mehr. Die neuen Männer dieser Frauen freuen sich ein zweites A...... die haben die Frauen und müssen nichts zahlen, das machen ja die Ex-Männer. Ist doch super, oder? Meinst nicht? Natürlich unverbindlich, heiraten würden sie natürlich nicht mehr, sind ja nicht doof. *lol*
Aber das wirkt sich schon auf uns Gott sei Dank Frauen aus, denn wir bleiben übrig, die Männer nehmen wahrscheinlich lieber die anderen, ist billiger. Fast umsonst, mindestens kostenlos.

Ja, veröffentlichen, sonst bin ich wirklich sauer, und ich bin Megamitglied...
 
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  • #3
Ich bin zwar nicht von der Situation betroffen, würde mich aber selbstverständlich von einer Frau distanzieren, die, trotz bestem Alter und Gesundheit, das Arbeiten kategorisch ablehnt um sich stattdessen von ihrem Ex-Mann finanzieren zu lassen. Das kommt ganz ganz übel an und macht vermutlich auf sehr viele Männer einen unattraktiven Eindruck.

Allerdings sind mir solche Frauen auch noch nicht begegnet.
 
  • #4
Für mich (m) wäre das kein Problem und kein Hindernis.
Wenn die Partnerin ihr eigenes Geld via Unterhalt "verdient." (Oder als Rente/Pension)
anstatt mit Arbeit. Ich bin kein Typ der meint, daß Jeder für sein Geld arbeiten müßte.

Möglich, daß ihr ex-Ehemann sich aufregt: Wozu Unterhalt zahlen, wenn sie mit einem neuen Mann zusammen ist ?
Aber ich heirate diese Frau ja nicht (gar keine Frau) = bin nicht zu ihrem Unterhalt verpflichtet.

Wobei Männer wie Frauen es z.B. ab 50+ schwierig haben, noch eine bezahlte Arbeit zu bekommen.
Man wird in diesem Alter eher entlassen, als eingestellt.
Jüngere sind billiger und williger.
(Dafür sind ältere Mitarbeiter zuverlässiger und trotz ihres Alters wenig krank)

Wären sie nicht verheiratet gewesen, müßte der Staat einspringen, bei Arbeitslosigkeit.
Aber da vh. (gewesen) muß der ex-Partner zahlen, sofern möglich und zumutbar.

Eine Frau sollte 12 Jahre nach der Scheidung plötzlich monatl. Unterhalt wg. ihrem ex-Ehemann zahlen. Weil der nun Sozialhilfe bezog, da bedürftig dafür.
Was hat das noch mit der längst vergangenen Ehe zu tun ? Aber so sind Gesetze.

Jedermann und -frau kann vorher im BGB nachlesen, was auf ihn als Ehepartner und ggf. Geschiedener zukommen kann. (z.B. BGB § 1570 - 1576)
"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie Scheidungsratgeber und Gesetze, oder fragen ihren Fachanwalt für Familienrecht"
Wer dann trotzdem heiratet = seine Sache = sein Problem = selber schuld.

Wenn dieser ex-Ehepartner Unterhalt zahlen muß = seine Sache = sein Pech.
Kommt davon, wenn man heiratet. Es hat ihn ja Keiner mit Gewalt dazu gezwungen ?

Wenn man Brautpaaren vor der Trauung nennen würde, was Alles rechtlich und finanziell auf sie zukommen kann - würde m.E. mindestens die Hälfte der Paare flüchten, statt heiraten.

Da der Staat aber enorm von diesen Gesetzen profitiert, und viel Geld einspart,
wird er nicht explizit auf diese Gesetze hinweisen. Vgl. wie das "Kleingedruckte" in Geschäftsbedingungen - was die meisten Kunden eh nicht lesen.

Wenn ein Partner/in vor der Trauung sagt: Keine Sorge - ich will keinen Unterhalt bei Scheidung.
kann es trotzdem passieren, daß ihn der Staat dazu zwingt. Oder selber vom ex-Ehepartner fordert und kassiert, notfalls pfändet.
Unterhalt des ex-Enepartners ist vorrangig, bevor soziale Leistungen vom Staat.
 
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  • #5
Das entspricht doch nicht den Tatsachen.

Der Exmann kann doch noch immer mit einer neuen Frau Familie mit Kindern gründen und die neue Frau für die Kindererziehung zuhause bleiben und schon ist der gute Unterhalt der 1. Ehefrau ganz schnell dahin.
 
  • #6
Macht es Männern also nichts aus, wenn sie eine Bindung mit einer Frau eingehen, und zwar unter der Vorstellung, das diese keine Kinder mehr zu versorgen hat, die sich von ihrem Ex aushalten lässt. Oder haben Männer damit auch ein Problem und machen um diese Frauen einen Bogen?

Bei Vorliegen einer neuen Beziehung hat der Unterhaltszahlende sehr gute Chancen den Unterhalt zu reduzieren bzw. ganz aus der Verpflichtung zu kommen. Vom Vorliegen einer nichtehelichen Gemeinschaft wird schon ausgegangen, wenn man sich häufig sieht, die Verbindung von außen als stabil betrachtet, man gemeinsam verreist etc. Insofern wird die von Dir erfragte Konstellation „lebenslang alimentierte Ehefrau mit neuem Lebensgefährten“ nicht so häufig vorkommen.
Generell betrifft Deine Fragestellung m. E. nur sehr wenige Fälle von „Alt-Ehen“. Und auch da gibt es keinen Automatismus für lebenslangen Unterhalt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das immens viele Fälle sind. Die Zahl der Scheidungen, auch von Langzeitehen, ist zwar gestiegen, aber auf wie viele Ehen trifft es tatsächlich zu, dass die Ehefrau nie gearbeitet hat und es klar ist, dass sie dies bis zur Rente nie können wird? Das Hausfrauenmodell wurde zwar eine Zeit lang in Westdeutschland gehypt, aber wer konnte sich das wirklich leisten? Spätestens ab den 80er Jahren hat ein Facharbeitergehalt nicht mehr gereicht, um Wohnung, mehrere Kinder, Urlaube und Auto zu finanzieren. Ich glaube es wird mit viel Schaum im Mund über eine verschwindend geringe Anzahl von Fällen geredet. Das sind dann doch meist wirklich eindeutige Fälle, in denen eine Ehe mehr als 30 Jahre gedauert hat, die Frau für Kinder/Familie ihr Studium aufgegeben hat, in der Praxis/Kanzlei mitgearbeitet etc. Die meisten Frauen haben doch mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung- selbst wenn sie dann 25 Jahre in einer Ehe nicht erwerbstätig war, wird doch kein Richter einen 45-jährigen Ehemann zur Alimentierung seiner Ex-Gattin bis zum 65. Lebensjahr (Renteneintritt) verurteilen. Es wird Übergangsfristen geben und dann wird erwartet, dass die Frau arbeitet. Ich würde da nicht so viel Herzblut investieren in Mitleid mit den armen ausgebeuteten Männern. Diese Sache wird eindeutig hochstilisiert.
 
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  • #7
Nun lass mal die Kirche im Dorf und bring nicht alles durcheinander.
Ich gehöre zu den Frauen, die sich nach einer langjährigen Ehe im Jahre 2010 hat scheiden lassen. Ich kann daher wahrscheinlich mehr mitreden als du, die ja "gott sei dank" nicht betroffen ist.

Ich habe mein Leben lang gearbeitet, mit Ausnahme der 6 Jahre Erziehungspause für 2 Kinder. Danach hatte ich eine 3/4 Stelle und habe den kompletten Haushalt gemacht. Das haben wir beide so ganz gut gefunden, denn mein Mann hätte auch keine Lust gehabt, nach seinem Büro-Job noch etwas im Haushalt zu machen. Mit diesem 3/4-Job waren aber für mich alle Chancen auf eine leitende Position vorbei, dazu hätte ich Vollzeit arbeiten müssen.
Mein Exmann hat ca. 1500 mehr verdient als ich, obwohl wir ein ähnliches Studium hatten.

Nach der Trennung habe ich Trennungsunterhalt bekommen und nach der Scheidung hätte ich nachehelichen Unterhalt bekommen - und zwar ganze 300,- pro Monat für 5 Jahre. Danach war Schluss.
Von diesem Geld habe ich mir ein Luxusleben gegönnt, habe 4 x im Jahr Urlaub auf den Malediven gemacht, habe mir einen Porsche geleistet und natürlich eine Putzfrau *Ironie off*

Klar gibt es auch Frauen, die Lebenslang Unterhalt bekommen, aber das sind Ausnahmefälle, z.B. eine 60jährige Frau, die 40 Jahre verheiratet war und deren Mann nie auf die Idee gekommen ist, dass seine Frau einen Beruf ausüben könnte. Er kann nun nicht plötzlich ankommen, dass sie nun mit 60 noch vom Lohn einer Putzfrau leben sollte.

Es geht also nicht generell um Langzeitehen, es geht um Ehen, in denen es eine Abmachung beider Partner war, die besagen, dass ein Partner auf eine berufiche Kariere verzichtet und dafür Haushalt und Kinder versorgt. Wenn ein Paar 1980 geheiratet hat, musste sowohl Frau als auch Mann davon ausgehen, dass bei einer Trennung der Mann Unterhalt zahlen muss. Er wusste das und wenn er trotzdem wollte oder zumindest einverstanden war, dass er der Hauptverdiener ist, dann muss er eben damit leben. Eine Frau, die 1980 auf die Möglichkeit einer eigenen beruflichen Laufbahn verzichtet hat, darf dafür heute nicht bestraft werden.
Wer aber 2008 geheiratet hat, der wusste eben, dass der Unterhalt nur bis zum Kindergartenalter gezahlt wird. Diese Frauen können auch entsprechend handeln und ihre beruflichen Ziele verwirklichen.
 
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  • #8
Es ist nun nach wie vor so, war man als Frau nur lang genug verheiratet und zu Hause, hat man eigentlich was den eigenen Lebensunterhalt betrifft keine Sorgen mehr, denn der Ex-Mann trägt alles.

Wenn er genug verdient, ja. Und ich finde es ein Stück weit richtig, dass die Frau Geld von ihm kriegt, weil sie eben keine Karriere, wie auch immer die ausgesehen hätte, verfolgt.
Solche Frauen wären ja arbeitslos und auf staatliche Unterstützung angewiesen, wenn die Gesetze anders wären. Ich fürchte, das ist nicht im Interesse des Staates.

Mich wundert es NULL, wenn kein Mann mehr heiraten wollte. Aber gerade männliche Akademiker z.B. sehen das anscheinend nicht so und haben so schnell wie möglich einen Ring am Finger. Ich kenne nun nur Naturwissenschaftler, keine Ahnung, ob es woanders auch so ist.

ich bin jedoch der Meinung, es hat mit ganz anderen Faktoren zu tun (2. Rang, Wertschätzung, Beziehung zu dritt etc.)

Das liegt doch dann nicht am Geld? Ich meine, man könnte es doch einfach überweisen und eben mit dem leben, was man hat. Wieso Beziehung zu dritt, wenn man geschieden ist, oder 2.Rang?

Ich glaube, dass es kaum einen Mann stört, wenn da Geld vom Ex kommt. Vielleicht oberflächlich, weil er sie selber ernähren will (mein Ex wäre so gewesen), aber letztendlich ist es einfach Geld. Wie gesagt, ich denke, die Frau hat sich das auch verdient, weil sie ihre Lebensziele auf die des Mannes und die Beziehung ausgerichtet hat und er davon profitierte, dass sie sein Anhängsel war. Wie jetzt der Beitrag sein sollte, sei mal dahingestellt.
 
  • #9
Ich hatte, mein Leben lang, ein ähnlich hoher Einkommen, wie mein Ex- Ehemann und bin sehr glücklich darüber, nach der Scheidung keine finanziellen Abstriche machen zu müssen.

Frauen meiner Generation (+/- 60), haben jedoch noch manches Mal, als Hausfrau und Mutter, zu Hause gearbeitet, ohne eigenes Einkommen. Da nützt den älteren Herren das derzeitige Scheidungsrecht offensichtlich herzlich wenig, sie müssen, nach sehr langer Ehe, nach wie vor ihre Ex- Ehefrauen finanziell unterstützen. Von einer Frau dieses Alters verlangt der Richter keine Berufstätigkeit mehr. .

So war es bei einer guten Bekannten, deren Mann sich nach fast 40 Ehejahren von ihr scheiden ließ.
Für mich ist das auch völlig in Ordnung.
 
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  • #10
Wer jetzt noch heiratet, SELBER SCHULD sag ich nur. Ich bin die neue Partnerin eines durch die Nachwirkungen des Scheidungsrechtes quasi entmündigten Mannes und das Einzige, was ich nunmehr noch tue, ich übe mich in geduldigem Toleranztraining, denn das was da "geht" und abgeht, würde ich persönlich nicht glauben, wenn ich es jetzt momentan nicht selbst erleben würde. Ach ja, die Scheidung ist 14 Jahre her und noch eins, die Königsdisziplin erleben Sie, wenn dann noch Kinder im Spiel sind.
 
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  • #11
Liebe FS,
bei den meisten Geschiedenen mit Unterhaltsverpflichtung ist es so, dass beide nicht gut leben können. Das Arztfrauenbeispiel ist statistisch irrelevant.

Ich war vom ersten Tag meines Berufslebens finanziell gut aufgestellt (Informatikerin), keine Kinderpausen, immer voll gearbeitet. Ich bin nach 20 Jahren geschieden, zahle meinem Ex keinen Unterhalt und es gab keinen Versorgungsausgleich. Er verdient zwar weniger, aber genug, dass so eine Regelung per notarieller Scheidungsfolgenvereinbarung rechtlich moeglich war.

Während mein erster Mann sich seine Autos nach Wunsch und auf meine Kosten customizen ließ, kann sein Nachfolger von meiner Großzügigkeit nicht profitieren - die hat der Ex verbraucht. Heute achte ich darauf schadlos zu bleiben. Ein Mann auf Selbstbehaltniveau mit gesplitteten Rentenkonto passt nicht zu meinem aufwendigen Lebensstil. Er bezahlt seine Rechnungen in der Regel selber. Ich will mich nicht einschränken, weil er eine Pluenderungsscheidung hinter sich hat. Daher fallen solche Maenner durch mein Suchraster.
Das hat drei Gründe:
- eher kein Mann kann mit einer besserverdiendenden Frau auf Dauer zurechtkommen. Dass passt weder zum Selbstbild noch zum Rollenkonzept. Maenner sind hierin konservativer als Frauen. Die Maenner erzählen zwar, dass sie damit kein Problem haben, die Lebenserfahrung sieht anders aus.
- unterhaltspflichtige Maenner sind chronisch schlecht gelaunt und rechnen auch im Rentenalter noch, wie gut es ihnen gehen könnte, wenn die verfluchte Ex nicht wäre. Außerdem sind sie selbst zu einer großzügigen Partnerin extrem geizig, aus Angst ausgenommen zu werden. Dass ihr Verhalten irrational ist, sehen sie nicht. Auf so ein endloses Stressprogramm habe ich keinen Bock.
- ich glaube nicht, dass ein Mann der eine Langzeitehe mit einer Hausfrau geführt hat, ein kooperativer Partner ist, der Zuhause mitanpackt, nach dem 50:50-Prinzip. Das kann und will er garnicht. Vor allen Dingen wollte er nie eine kluge und engagierte Frau an seiner Seite, sondern eine abhaengige, bequeme, leicht geistig träge. Der kann mit einer Frau wie mir garnicht aktive Partnerschaft leben und will das auch nicht, sondern nur den finanziellen Vorteil.

Umgekehrt sehe ich es bei den Maennern aehnlich. Kaum eine geschiedene Frau kann gut von den Unterhaltszahlungen leben, d.h. der Mann muss bereitsein draufzuzahlen. Wenige Maenner sind das, die meisten beschränken sich auf Sexaffaeren.
Ich kenne keine geschiedene Exhausfrau, die vom Unterhalt ihres Ex lebt - das reicht bei keiner. Alle arbeiten, meistens in schlecht bezahlten Teilzeitjobs, weil sie nach 20 Jahren Auszeit nichts finden - allein aus dem Grund, weil sie eine Krankenversicherung brauchen. Immerhin zahlt der Exmann dann weniger und steht deutlich besser als sie da. Sie knappst rum, die Rentenbeitraege des TZ-Jobs bringen sie nicht aus der Altersarmut. Er zahlt nun aber auf sein Rentenkonto, sodass er im Alter dann deutlich besser aufgestellt ist als sie.
 
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  • #12
Für mich muss nicht jede Frau arbeiten gehen. Der Job einer Hausfrau ist für viele Männer auch wichtig.
Hinzu kommt die schleichende Anwandlung, die man immer häufiger sieht: Männer fühlen sich von erfolgreichen Frauen in ihrem Typ bedroht.
Kein Mann will eine Frau, die beruflich über ihm steht und mehr Geld verdient, außer er hat selber nichts.
Viele wollen zumindest eine Frau, die einen beruflich niedrigeren Job als sie haben. Demzufolge müssen sie also damit rechnen, dass die Frau von ihnen abhängig bleibt und ehrlich gesagt, viele Männer genießen die Genugtuung, wenn sie merken, eine Frau ist ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Das Jammern von Leuten, besonders Männern, hat auch immer einen tieferen Sinn: sich selber genüsslich in seinen Qualen suhlen. Das macht Menschen viel mehr Spaß, um Beachtung zu bekommen.

Der Beruf einer Hausfrau ist jetzt nicht schlecht, sofern sie nicht von dem Geld des Mannes schoppen gehen und jeden Monat ins Nagelstudio gehen. Ich halte generell nichts von Frauen, die ihr jeden Monat bei Nagelstudio, Kosmetik, Shopping und Friseur lassen - auch wenn es ihr selbst verdientes Geld ist.
 
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  • #13
Also ich würde sehr gerne so eine Frau heiraten. Sogar bevorzugen.
Bovorzugen heisst nicht dass ich jetzt aktiv danach suche, sondern wenn ich die Wahl zwischen exakt gleichen Frauen hätte mit dem Unterschied dass die eine Unterhalt erhält, die andere nicht. Dann wähle ich die, die Unterhalt kriegt.

Warum? Weil ein kleiner finanzieller Vorteil.

Moralisch gesehen?
Liebe Männer, wir sollten uns nichts mehr vormachen, jeder der heute noch heiratet, hat es nicht anders verdient als bis auf das Existenzminimum ausgenommen zu werden und zu Unterhalt/Zwangsarbeit verpflichtet zu werden ( was auch ja die reale Rechtssprechung in der Schweiz ist. Ich weiss dass Deutschland kennt keine Zwangsarbeit ausspricht. ).
Wir wurden die letzten 20 Jahre in jeder Fernsehfolge gewarnt. Ich arbeite viel mit jungen Männern "zusammen" und es ist bereits tief verankert in ihren Köpfen.
Sie machen Witze über die Ehe, ebenfalls kennen sie die Risiken und lachen Männer aus die frisch heiraten.

Ja, die jungen Männer sind viel emanzipierter als wir (auch in vielen anderen Bereichen).



Würde ich sie heiraten?
Ich heirate generell zwar nicht, aber in diesem Fall speziell nicht, da sonst der finanzielle Vorteil verschwindet.

M
 
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  • #14
Ich habe bei der Scheidung freiwillig auf jeglichen Unterhalt verzichtet, kleine Kinder hin oder her, ich wollte nicht Teilzeit arbeiten und auch kein Geld vom Ex (er war übrigens Arzt und viel wohlhabender als ich). Wir haben vereinbart, dass er ein bissl was für die Kinder zahlt und sind seit jeher beste Freunde. Heute ist er schwerkrank und die Kinder und ich kümmern uns um ihn. Er ist der Vater und ich mag ihn auch 12, 13 Jahre nach der Trennung unglaublich gerne. Geld brauche ich keines von ihm (und ja, ich hätte manchmal gerne mehr Cash im Beutel), um jetzt noch Alimente zu bekommen, müsste ich ihn klagen (er ist wegen einer frühen Demenz schwer verschuldet) und das werden weder die Kinder noch ich tun, selbst wenn es ökonomisch vernünftig wäre.
 
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  • #15
Wer jetzt noch heiratet, SELBER SCHULD sag ich nur. Ich bin die neue Partnerin eines durch die Nachwirkungen des Scheidungsrechtes quasi entmündigten Mannes und das Einzige, was ich nunmehr noch tue, ich übe mich in geduldigem Toleranztraining, denn das was da "geht" und abgeht, würde ich persönlich nicht glauben, wenn ich es jetzt momentan nicht selbst erleben würde. Ach ja, die Scheidung ist 14 Jahre her und noch eins, die Königsdisziplin erleben Sie, wenn dann noch Kinder im Spiel sind.

Ja, wenn die Scheidung schon 14 Jahre her ist, dann hat das mit dem Thema doch überhaupt nichts zu tun. Völlig am Thema vorbei!
Es geht hier um das aktuelle Scheidungsrecht und nicht um das Scheidungsrecht aus dem letzten Jahrhundert.
Dein Partner hat damals bei der Eheschließung doch genau gewusst, was er tut. Er hat nach dem damals aktuellen Eherecht geheiratet und danach ist er auch geschieden worden.
Anders wäre es gewesen, wenn er sich erst 2008 hätte scheiden lassen, dann wäre er wahrscheinlich in die Übergangslösung gekommen. Er hätte auch noch zahlen müssen, aber eben nicht mehr lebenslang.
 
  • #16
Das 2008 geänderte Familien- und Kindschaftsrecht gilt bis heute. Geschiedene Partner sind in der Regel dazu verpflichtet - meist binnen drei Jahren - einer Berufstätigkeit nachzugehen. Der bis dahin fast obligatorische Nachscheidungsunterhalt für denjenigen, der hauptberuflich die Kindererziehung inne hatte konnte steuerlich geltend gemacht werden.Nach der Änderung hat sich der Kindesunterhalt (auch in Relation zu ggf. zu zahlendem Nachscheidungsunterhalt) entsprechend erhöht, der steuerlich nicht geltend gemacht werden kann.Alleinerziehende, die nun mindestens temporär Leistungen der Arge beanspruchen müssen und Kindesunterhalt bekommen, bekommen das 1 1/2 fache des Kindergeldes abgezogen. Die Arge rechnet 100 Prozent Kindergeld an, von den Unterhaltszahlungen werden 50 Prozent des Kindergeldes dem Unterhaltspflichtigen gut geschrieben.Da der Arbeitsmarkt vor allem für Alleinerziehende kaum Möglichkeiten bietet Kinderbetreuung und Job angemessen zu koordinieren, die ohne Kinder getrennt lebenden Partner selten in der elterlichen Pflicht sehen zumindest den eigenen Kindern zu liebe dem anderen das Leben zu erleichtern, indem sie sich angemessen an Betreuung und Erziehung zu beteiligen, stecken Alleinerziehende heut in einer fast aussichtslosen Situation. Sie haben kein Geld, sie haben keine Zeit und die Verantwortung für Kind/er. Die jungen Frauen, die Grips im Kopf haben und das Herz am rechten Fleck und teils als Kinder selbst erfahren haben was für eine Frau heute bedeuten kann zu heiraten und zumindest temporär zur Kindererziehung aus dem Job auszusteigen, stehen dem Thema Job o d e r Familie sehr kritisch gegenüber. Selbst wenn sie wieder ins Berufsleben zurück kehren bedeutet das meist auf einem Jobniveau zu landen auf dem man kaum noch in der Lage ist sich selbst anständig durch zu bringen.
 
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  • #17
Ich habe gestern beim Arzt in einer akutelleren Ausgabe vom Focus Beiträge von jungen Müttern gelese, die es toll finden, bei ihren Babys zu bleiben und die staatliche Kinderbetreuung nicht in Anspruch nehmen zu müssen, stolz darauf sind, einen Mann zu haben, der Geld nach Hause bringt und er dafür zu Hause nichts tun muss, weil sie es ja soooo toll findet, alles zu Hause alleine zu wuppen.

Man, mir ist richtig schlecht geworden, weil solche noch für mich naiven jungen Mütter, garantiert spätestens in 10 Jahren, wenn die Kinder am Anfang der Pubertät, anders denken werden, weil da die zweite oder dritte Trennungswelle bei Paaren beginnt.

Das Schlimme an diesen Beiträgen war, dass waren oft studierte Frauen. Wenn die nach zig Jahren wieder ins Berufsleben wollen, weil sie nun getrennt sind, das wird doch dann nichts mehr.

Die Kinder sind die Hausfrau-Mami gewöhnt, sind von Anfang an gepimpert worden, und dann zu einer sehr wichtigen Entwicklungszeit eines Kindes, die Pubertät, ist Mami plötzlich weg, muss aufgrund der Trennung den ganzen Tag arbeiten, der ganze Lebensalltag ändert sich, es werden plötzlich Anforderungen an die Kinder gestellt, die sie nicht kennen und aufgrund der Pubertät gar nicht erfassen können/wollen.

Leute, seid doch nicht so naiv, dass kann nur nach hinten los gehen.

Mein Weg war: nie zu heiraten, zeitig wieder anzufangen zu arbeiten, in Teilzeit, später einen Nebenjob dazu, aber immer relative präsent für das Kind zu sein. Das ist jetzt Ü18, mit gutem Abi und guter Ausbildung. Erst mit Ausbildung, damit es ins wahre Leben reinschauen kann, um richtig erwachsen zu werden. Dann kann es immer noch studieren, ist viel reifer, klüger und weis mehr, was die richtige Studienrichtung ist.

Es gab nur Kindesunterhalt, er war/ist mir nichts schuldig, ich ihm auch nicht, mein Rentenbescheid liest sich somit nicht schlecht, mein Leben mit Kind war zwar anstrengend, aber gut lebbar, unabhängig zu sein, ist ein sehr wichtiges Lebensgefühl, wo man sich m.E. nur gut weiterentwickeln kann, egal ob Mann oder Frau.

Inzwischen würde ich sogar heiraten, aber nur wenn der Mann richtig Kohle hat, damit wir von dem Ehegatten-Splitting gut profitieren,ich könnte endlich aufhören zu arbeiten, wohlgemerkt, dass er mich nebenbei gut rentenversicherungs mässig absichert. Dafür bekommt er meine Witwenrente, falls mir vorher was passiert. Denn diese Rente wird mein Kind nicht bekommen.

Vielleicht finde ich so einen netten Mann, der so ähnlich tickt und wo trotzdem ne Menge Herz&Sexappeal dabei ist.

wÜ50
 
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  • #18
Auch als Mann denke ich, man sollte fair sein. Wenn eine Frau lange im beiderseitigen Einvernehmen zu Hause und nicht berufstätig war, dann habe ich als Mann (oder die Familie) davon profitiert. Dann ist logisch, dass Renten etc. geteilt werden. Es gibt sicher kaum Fälle, in denen Mann dann bis zum Lebensende Zahlungen tätigt und Frau nur das Geld einsteckt. Das sind dann eher Ausnahmen, Scheidung mit Ende 50 oder älter nach 35 Jahren Ehe ohne Berufstätigkeit. Das sollte bald demographisch rausgewachsen sein.

Ob man "zugreifen" muss, ist für mich eine ganz andere Frage, letztlich ein Charaktermerkmal und damit sind wir bei Deinem zweiten Thema, wie reagiert Mann darauf. Da habe ich Erfahrung ;-)

Meine Fast-Ex-Frau hat gerade, nach 2,5 Jahren kinderloser Ehe (ohne großartige Einkommensverluste, weil sie auch vorher schon mit selbstständiger Arbeit praktisch kein Geld verdient hat) und jetzt fast einem Jahr Trennungsunterhalt über ihren Anwalt ausrichten lassen, dass sie gerne nach der jetzt anstehenden Scheidung noch nachehelichen Unterhalt hätte. Ich habe in der Ehe recht schnell gemerkt, dass sie die Heirat mit einem ordentlich verdienenden Mann als "Ruhekissen" betrachtet hat. Vorher, und jetzt wieder, liegt sie ihrem Vater auf der Tasche. Da kann man über den Charakter denken, was man will...

Konsequenz für mich:
- mir kommt keine Frau mehr ins Haus, die nicht in der Lage ist, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Vorher klingt das alles sehr vernünftig, nachher wird jeder Cent herausgeholt. Wenn eine Frau heutzutage keine gescheite Ausbildung hat, ist das nicht meine Schuld. Klar mache ich Abstriche bei AE, es geht um die Grundeinstellung.
- bei "Selbstständigkeit" hinterfrage ich künftig genauer das "gut laufende Unternehmen", nachdem ich diesmal erst bei der ersten gemeinsamen Steuererklärung gemerkt habe, dass "gutlaufend" auch 200 Euro Gewinn ohne Altersvorsorge heißen kann.
- eine Frau, die erkennbar ihren Ex ausnimmt (= ohne klaren Bedarf Unterhalt bekommt und sich nicht selbst um Arbeit bemüht), ist für mich nur noch als unverbindliche Affäre interessant und auch da nur noch, wenn Schwangerschaften ausgeschlossen sind. Wer einmal plündert, versucht es wieder...
- #9 nennt die letzte Konsequenz: Die Ehe hat einen emotionalen und einen juristischen Anteil. Selbser schuld, wer heute noch heiratet.

Leider führen "Plünderungsscheidungen" (#10) dazu, dass auf beiden Seiten das Vertrauen ins andere Geschlecht doch erheblich beschädigt wird. Denn letztlich gibt es neben dem finanziellen Schaden noch den emotionalen, der sich auf alle künftigen Beziehungen auswirkt.

Das ist sicher eines der Probleme, warum Partnersuche im mittleren Alter so schwierig ist und der Hauptschaden bei solchem Verhalten. Ich bin sicher nicht "geplündert", aber ein netter Sportwagen oder ein paar wirklich tolle Reisen gemeinsam mit einer anderen Partnerin wären im Nachhinein besser angelegtes Geld gewesen.

m, 46
 
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  • #19
Gegenüber Frauen, die sich ein schönes Leben mit den Unterhaltszuwendungen Ihres Ex-Ehemannes machen, obwohl sie selbst gesund und damit arbeitsfähig sind, kann ich nur grenzenlose Abscheu empfinden.
 
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  • #20
Im Bekanntenkreis habe ich den Eindruck, dass es die meisten Männer nicht im Geringsten stört, wenn die neue Liebe Ehegattenunterhalt bezieht. Und das, obwohl sie selbst furchtbar über die eigene Ex und ihre Unterhaltsansprüche abledern... Mir scheint da eine gewisse Genugtuung im Spiel zu sein, dass ein anderer Mann auch bluten muss.
Ein Bekannter (54) ist seit einem Jahr mit seiner Freundin zusammen und schimpft furchtbar, dass sie so wenig Unterhalt bekommt. Sie wohnt mit 15-jähriger Tochter im Ehehaus und arbeitet 10-15 h die Woche ungelernt Teilzeit, womit sie sich bereits überfordert fühlt. Er möchte gerne mit ihr zusammenziehen und macht sich keinerlei Gedanken darum, von was die Frau eigentlich leben soll, wenn dann ihr Ehegattenunterhalt stark gekürzt wird oder wegfällt. Er bezahlt ihr schon jetzt unheimlich viel, Restaurantbesuche, Urlaube, Schmuck ect. Muss wohl wahre Liebe sein?

Ich will mich nicht einschränken, weil er eine Pluenderungsscheidung hinter sich hat. Daher fallen solche Maenner durch mein Suchraster.
Das hat drei Gründe:

Du hast klasse und umfassend aufgeführt, warum auch ich als finanziell autarke und berufstätige (nie verheiratete) Frau einen großen Bogen um Unterhaltszahler mache!

Ich möchte zu Deinen drei guten Gründen noch einen hinzufügen:

-Seine Kinder. Der Klassiker ist ja der ältere (45+) Akademiker mit noch sehr jungen Kindern. Einerseits hat man dann alle zwei Wochen seine Kinder zum Bespaßen da, was für die "Zweitfrau" mit schon erwachsenen oder gar keinen Kindern eine gewaltige Einschränkung sein kann. Andererseits ist er finanziell trotz eigentlich gutem Gehalt oft am Selbstbehalt, da er neben dem dauerhaften Ehegattenunterhalt oft noch für viele Jahre Kindesunterhalt abdrückt. Für seine üblichen 2 bis 3 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren. Davon ausgehend, dass Akademikerkinder sehr wahrscheinlich auch studieren, ist der Mann im Schnitt bis zum 25.Lebensjahr dieser Kinder unterhaltspflichtig. Finde ich schon irre, dass viele solche alten Väter dann selbst von ihrer (durch Versorgungsausgleich stark geschmälerten Rente) Kindesunterhalt zahlen müssen, bis sie fast 80 sind...

w 53
 
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  • #21
Ein Bekannter (54) ist seit einem Jahr mit seiner Freundin zusammen und schimpft furchtbar, dass sie so wenig Unterhalt bekommt. Sie wohnt mit 15-jähriger Tochter im Ehehaus und arbeitet 10-15 h die Woche ungelernt Teilzeit, womit sie sich bereits überfordert fühlt. Er möchte gerne mit ihr zusammenziehen und macht sich keinerlei Gedanken darum, von was die Frau eigentlich leben soll, wenn dann ihr Ehegattenunterhalt stark gekürzt wird oder wegfällt. Er bezahlt ihr schon jetzt unheimlich viel, Restaurantbesuche, Urlaube, Schmuck ect. Muss wohl wahre Liebe sein?

w 53

So eine Geschichte kenne ich drei Mal in meinem Umfeld. Es sind "interessanter" Weise auch Frauen, die beruflich gerade so klarkommen, aber nie alleine autark sich selbst finanziell versorgen könnten. Oft sind es leicht labile Frauen und die haben alle total taffe gerne zahlende neue Männer, die sich gerne kümmern und die Frau bemuttern, dabei es charaktlerlich auch noch nette Kerle sind.

Für mich als Frau, die sich immer selbst durch eigene Hände und ihr Kind 18 Jahre lang selbst finnziert hat, interessieren sich solche Männer nicht. Bei mir können sie nicht den großen Macker, Versorger, tollen Kerl, der sich nur über Geld definiert, raushängen.

Ich verstehe bloss nicht, warum Männer über solche Frauen lästern, aber gleichzeitig solche Frauen als Partnerin nehmen, denn diese Frauen waren nicht lange Single.

Ich weiss, ich sollte sehr an mir arbeiten, mich kleiner und hilfloser machen und mich labiler zeigen. Ich bin mir sicher, dann klappt es auch mit der Liebe. (Ironie)

w
 
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  • #22
Ehrlich gesagt glaube ich kaum, dass ich als Mann in diese Lage kommen werde. Im Grunde finde ich Frauen, die ihr Leben lang nicht gearbeitet haben und dann nach der Scheidung lebenslang Unterhalt von ihrem Ex bekommen, nicht sonderlich attraktiv. Es gibt zwar Frauen, die dieses Lebensmodell anstreben, aber ich denke, dass es immer mehr Frauen gibt, die lieber unabhängig sind. Zumindest hoffe ich das.

Umgekehrt wollte ich auch nicht zu einem Mann degradiert werden, dem gerade noch das Lebensminimum bleibt, weil er nach einer Scheidung so viel zahlen muss, dass es für nicht mehr reicht als eine armselige Einzimmerwohnung mit privaten ereignisarmen Leben aufgrund chronischem Geldmangels. Von daher kam Heiraten für mich nie in Frage. Das das nicht verkehrt war, habe ich bei einigen Bekannten und Freunden gesehen, die jetzt geschieden sind. Das war sowohl für den Mann als auch der Frau, wenn sie sich nicht einigen konnten und der Hass mitgespielt hat, finanziell eine Vollkatastrophe. Von den seelischen Schäden mal ganz zu schweigen. So wie ich hier von einigen Männern lese, scheine ich mit meinen Gedanken nicht alleine zu sein. Die beiden Damen haben die negativen Auswirkungen auf die Männer sehr gut beschrieben und ich kann es auch nachvollziehen, solche Männer nicht zu wählen. Das ist in etwa so ähnlich wie eine Ex, die nichts arbeiten mag und monatlich ihren Unterhalt greift. Damit meine ich nicht die 60 jährige, die keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat.
 
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  • #23
Na dann solltest du dich doch freuen, dass du von dieser Problematik nicht betroffen bist!

Doch woher rührt denn dein explizites Interesse an dieser Thematik? Liebäugelst du etwa mit einem Mann der eine unterhaltsberechtigte Ex-Frau in die Beziehung mit einbringt? Wie dem auch sei, es ist seine Altlast nicht die deinige. Du bist ja selbständig und ernährst dich auch selbst und bist nicht auf irgendwelche Zuschüsse deines Partners angewiesen. Wo also siehst du ein Problem?
Vielleicht solltest du dich intensiver mit dem Scheidungsfolgenrecht auseinander setzen, um zu begreifen, warum manche - nicht alle - Ex-Ehefrauen einen sowohl zeitlich als auch der Höhe nach, unbegrenzten Unterhaltsanspruch haben. Dieser resultiert aus dem von beiden Partnern gewählten Ehemodell und den damit verbundenen negativen Folgen - für beide Ehepartner, im Fall der Trennung, und nicht nur für den Mann, wie hier so gerne propagiert wird.
Eine Frau die 15, 20 oder noch mehr Jahre zugunsten der Familie ihren Beruf aufgab, wird im Falle der Trennung ins berufliche Abseits katapultiert. Sie hat den Anschluss verloren, ihr Wissen ist veraltet, Weiterbildungen nicht wahrgenommen, Aufstiegsmöglichkeiten verpasst, bestenfalls könnte sie noch einen schlecht bezahlten Hilfsarbeiterjob ergattern. Von verpassten Karrieren wird hier nicht gesprochen, sondern von ganz normalen beruflichen Entwicklungen, die der berufstätige Ehegatte selbstverständlich alle genossen hat.
Insofern ist es völlig in Ordnung, dass der Mann diese Nachteile in Form von Unterhalt auszugleichen hat! Das ist der Hauptgrund weshalb Nur-Hausfrauen Unterhalt beziehen und nicht auf den Arbeitsmarkt zurück geworfen werden können.
Ich bin zudem stets amüsiert darüber wenn hier so häufig von "ausgebeuteten" Ehemännern schwadroniert wird. Im Rahmen einer Zugewinngemeinschaft behält er von allen innerhalb der Ehe erworbenen Vermögensgütern genau 50%. Die anderen 50% verbleiben bei der ungeliebten Gattin.
Aber wahrscheinlich ist ihm dies zu wenig und ER will ALLES! Ebenso verhält es sich mit in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften. Jeder bekommt genau 50%. Wo also liegt die Ausbeutung?

Liebe Fragestellerin, du solltest von unterhaltsverpflichteten Männern die Finger lassen! Diesem Lebensmodell bist du im tiefsten Innern nicht gewachsen. Denn es erfordert eine gehörige Portion Achtung, Respekt und Toleranz.
 
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  • #24
Das ist so eine Generationensache.
In meiner Generation (heute 20 bis 30) ist die Versorgerehe nicht mehr üblich. In der Generation meiner Großmutter war das noch anders.

Demzufolge sehe ich das aktuelle Scheidungsrecht als besser an.
Die Exfrau meines Freundes, geschieden nach neuem Recht, bekam nur zeitlich begrenzt Unterhalt für sich.
Nach Scheitern der Ehe ist sie letztenendes wieder auf dem Stand vor Ehe, finanziell gesehen. Und das ist auch richtig so, denn das ist der Stand, den sie sich selbst erarbeiten kann. Ich sehe keinerlei Grund, warum der Stand wie während der Ehe dauerhaft hätte für sie finanziert werden sollen.
Eine lebenslange Versorgung finden Menschen in meinem Alter einfach nicht mehr zeitgemäß und wir hinterfragen stark, warum ein einzelnes Kind in der Pubertät noch Vollzeitbetreuung benötigen soll, dafür hat heute keiner mehr Verständnis.

Probleme treten dann auf, wenn ein gescheitertes Paar mit dem alten Versorgermodell sich jeweils neue Partner sucht, diese aber wirtschaftlich selbstständig sind. Da prallen Welten aufeinander. Ich könnte mir daher eine Beziehung zu so einem Mann nicht vorstellen, er wäre besser mit einer unterhaltsabhängigen Frau bedient.

w
 
M

Mooseba

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  • #25
Das ist so eine Generationensache.
In meiner Generation (heute 20 bis 30) ist die Versorgerehe nicht mehr üblich. In der Generation meiner Großmutter war das noch anders.
Ja, das sagen junge Frauen heute gern - bis sie Kinder haben.

Und von wegen das neue Scheidungsrecht ist gerecht. Unter Schwarz-Gelb gab es leise eine bedeutende Veränderung bzw. einen Rückschritt: http://www.focus.de/finanzen/recht/mehr-geld-fuer-langer-verheiratete-ehe-dauer-soll-sich-im-scheidungsunterhalt-widerspiegeln_aid_873099.html
 
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  • #26
Es ist mehr als unattraktiv, wenn eine Frau sich aushalten lässt. Es mag zwar auf den ersten Blick billiger für den neuen Lebensgefährten sein, auf Dauer aber sicher nicht, weil die Frau sich grundsätzlich aushalten lassen will und damit offenkundig kein Problem hat. In einem anderen Beitrag wird das sogar als Zeichen der Wertschätzung des Mannes von einer Frau schöngeredet. Nun denn, dann werden die Professionellen sehr geschätzt. Frauen, die sich nicht komplett selbst versorgt haben (auf dem Niveau, das sie durch ihren eigenen Beruf sicherstellen konnten), habe ich nach erster Ehe mit einer Goldgräberin verzichtet. Nicht aus Geiz. Ich bin in zweiter Ehe mit einer sehr erfolgreichen Frau verheiratet und profitiere ganz bewusst nicht von ihrem Einkommen. Ich mag einfach keine Frauen, die keinen Selbstwert haben.
 
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  • #27
hier die FS:
Guten Tag,

vielen Dank für Eure Meinungen.

Bei dem Beitrag von Gast 22 musste ich doch etwas schmunzeln. Besonders aufgefallen sind mir die Worte "explizit" und "liebäugeln". Wie man das aus meinem Beitrag heraus lesen kann, erschließt sich mir nicht. Vielleicht kurz dazu, unterhaltspflichtige Männer sind definitiv sicher vor mir :), und ich interessiere mich für allerlei Dinge ohne das ich darin involviert bin.
Ich lebe und arbeite nun im 8. Jahr mit meinem Freund zusammen; wir leiten zusammen eine Firma und wir führen eine richtig gute Beziehung. Wir sind ein gleichberechtigtes Team, jeder von uns kann kochen, putzen, bügeln, Auto waschen, Überweisungen tätigen, Unkraut jäten etc. Und wenn einem von uns etwas passieren sollte, sind wir beide in der Lage uns weiterhin selbst zu versorgen. Manchen gelingt die Vorausschau im Leben, den anderen halt nicht.
Vielleicht klappt es deshalb auch in der Erotik über die Jahre so wunderbar.

So Long. Einen schönen Tag wünscht die FS
 
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  • #28
Offensichtlich hast du, liebe(r) Fragesteller den Bericht im Fernsehen nicht gründlich genug gelesen. Geschiedene Partner, die keine kleinen Kinder zu versorgen haben, müssen mit Recht nach zwei Jahren für ihren Unterhalt arbeiten gehen.

Es ist übrigens ein von verlassenen Männern gerne verbreitetes Märchen, dass die "faule (Haus)frau" in der Ehe sooo profitiert hat. Man(n) wie Frau weiß heute ganz genau wie das Spielchen läuft.

Die Haus-oder Teilzeit arbeitende Frau war nicht nur Dienerin, Gebärmaschine, Putzfrau, Bügelfrau und Köchin, an ihr hängt auch meinst die gesamte Planung, Ausführung und Organisation.

Der Mann verdient durch den Status Ehemann nicht nur mehr Kohle, er provitiert auch in sämtlichen "sozialen Punkten": Beförderung in der Arbeit "Verheiratete Männer mit Status Haupt/Alleinverdiener, gerne auch mit Kinder im Anhang bevorzugt". Das selbe gilt bei Rationalisierungen, Versetzungen, Kündigungen. Das ist der verheiratete Mann der allerletzte.

Geschiedene Männer werden von ihren nachfolgenden Freundinnen meist aus einem einzigen Grund verlassen: Ihr Sozialverhalten ist mit den Anforderungen einer Partnerschaft auf Augenhöhe meist nicht mehr kompatibel. Auch wurden nur die wenigsten geschiedenen Männer "einfach so" "für einen Jüngeren" und "ohne Grund" verlassen.
 
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  • #29
Ja, das sagen junge Frauen heute gern - bis sie Kinder haben.

Und von wegen das neue Scheidungsrecht ist gerecht. Unter Schwarz-Gelb gab es leise eine bedeutende Veränderung bzw. einen Rückschritt: http://www.focus.de/finanzen/recht/mehr-geld-fuer-langer-verheiratete-ehe-dauer-soll-sich-im-scheidungsunterhalt-widerspiegeln_aid_873099.html

Dann lies doch mal richtig. Es geht um langjährige Ehen, in denen die Frau Hausfrau ist. Was bitte verstehst du daran nicht?
Wenn eine Frau Kinder hat (an denen übrigens der Mann nicht ganz unbeteiligt ist), und sie aus irgendeinem Grund (z.B. Krankheit des Kindes, beidseitiges Übereinkommen, fehlende Arbeitsmöglichkeit) über viele Jahre nicht arbeiten kann, dann ist es doch verständlich, dass der Mann nach einer Scheidung nicht einfach sagen kann "mir egal, dass du keinen Job hast, ich zahle nichts".

Wenn ein Paar heiratet, dann sollte so etwas abgesprochen werden. Aber ein Mann kann nicht erwarten, dass seine Frau 10 Jahre zu Hause bleibt und auf eine eigene Karriere verzichtet, weil er gerne ein Hausmütterchen hätte - und dann, nach 10 Jahren kann sie ja zum Putzen gehen, weil der Herr keine Lust hat, Unterhalt zu zahlen.

Versetz dich doch mal in die Lage einer Frau (falls du genügend Fantasie hast):
Du hast studiert, 2 Jahre gearbeitet, bekommst ein Kind. Der Mann meint, dass du zu Hause bleiben sollte und sein Kind und den Haushalt versorgen soll. Nach 10 Jahren verlässt er dich. Was machst du dann? Das 8jährige Kind zurückgeben und einen Traumjob im erlernten Beruf ergattern, obwohl du 10 Jahre Entwicklung im Job verpasst hast? KLar, DU schon.
 
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  • #30
@ 28: Ich habe noch keine Frau getroffen, die auf "Karriere verzichtet" hat. Die meisten Frauen waren unwillig, sich den Tag mit geregelter Arbeit von morgens bis abends zu versauen und haben sich fortan "Hausfrau" genannt oder sie haben normal weitergearbeitet. Haushalt und Kindererziehung werden in den Ehen, in denen die Frau auch arbeitet, genauso geleistet.

Wo bitte sind denn die Männer, die zuhause gern eine nichtarbeitende Frau haben? Man kann und konnte sie schon vor zwanzig Jahren mit der Lupe suchen. Es ist ein bestimmter Typ Frau, der sich zwar für eine Putzfrauenlaufbahn entscheidet und sie meistens eigenmächtig durchsetzt - sehr beliebt ist das Sichkündigenlassen nach Ablauf der Elternzeit -, aber vom weitaus höheren Lebensstandard, den der voll arbeitende und ganz gut verdienende Mann sicherstellt, einseitig profitiert. Nur nach der Trennung ist die Putzfrauenlaufbahn nicht mehr gut genug.

Wer sich gegen Arbeit entscheidet, muss in jedem anderen Bereich für die Zukunft mit Abstrichen im Lebensstandard rechnen, nur Frauen, die auf Arbeit verzichten, nicht. Skandalös ist doch, dass Frauen, die immer gearbeitet haben, im Schnitt eine geringere Rente als nach langjähriger Ehe geschiedene "Hausfrauen" haben. Ein Superanreiz für Leistungsverweigerung und eine unverantwortliche Hypothek für die nächste Generation, die die fehlenden Rentenbeiträge ihrer Mütter auffangen muss. Ist das Mutterliebe?
 
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