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  • #1

Scheitern - in welcher Form?

Mit einer Scheidung offiziell scheitern, oder als Paar inoffiziell scheitern und sich mit Affären diskret über Wasser halten..

Welche Form des Scheiterns wählt ihr?
 
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  • #2
Die Scheidung
 
  • #3
...oder als Paar inoffiziell scheitern und sich mit Affären diskret über Wasser halten...

So ein Leben muss man sich erst einmal bildlich vorstellen. Ein trauriges Armutszeugnis. So bedürftig kann ich gar nicht sein. Das ist scheinheilig und verlogen. Ich will weder einen inoffiziellen Partner, noch mich (uns) einfach nur über Wasser halten...

Da freue ich mich doch lieber, dass ich als Single eine zufriedene Partnerschaft mit mir selbst führen kann - und das ganz offiziell!
 
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  • #4
Mit einer Scheidung offiziell scheitern, oder als Paar inoffiziell scheitern und sich mit Affären diskret über Wasser halten..

Welche Form des Scheiterns wählt ihr?

sieh's mal so:
mit einer Scheidung offiziell scheitern = sich die Chance auf ein glücklicheres Leben geben
sich mit Affären diskret über Wasser halten = du wirst untergehen und ertrinken

Frage beantwortet?

Die Frage ist vergleichbar mit: Ich will/kann nicht mehr so weiterleben und wähle den Freitod.
 
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  • #5
Ganz klar und eindeutig: Die Scheidung.

w/50
 
  • #6
Das kommt auf die Umstände an und auf den Punkt, wann man eine Beziehung überhaupt als gescheitert erklärt.
Einen rein romantischen Bund ohne Kinder und gemeinsamen Besitz kann man natürlich scheitern lassen, sobald die Romanze vorbei ist. Ist die Verbindung komplexer im Sinne von Wirtschafts- und Lebensgemeinschaft und geht über den Liebesbund hinaus, wie gemeinsame Immobilen, Kinder, berufliche Abhängigkeiten, die im Scheitern eine Menge Schaden hinterlassen, würde ich mir das sehr überlegen, sofern man sich gewogen ist und die Liebe sich in Freundschaft verwandelt hat.
Ich war noch nie in so einer Lage, dazu bin ich zu sehr auf meine Unabhängigkeit bedacht, allerdings bin ich auch keine Romantikerin, die kopflos Liebesbünde schließt, in der Hoffnung, daß sie ewig halten ohne daß man etwas dafür tun muß.
Ich kann hier nur wieder meine Freundin als Beispiel anführen, die die Scheidung von ihrem Mann im Nachhinein als Fehler betrachtet, weil sie nun mit 3 Kindern allein sitzt und ihr Mann mit der neuen Frau auch sehr unwillig noch mal drei Kinder zeugte (die neue Frau wollte schließlich auch Mutter sein). Auch eine Kollegin und ihr Mann haben sich im Nachhinein extrem verschlechtert und bereuen die Trennung.
 
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  • #7
"sich mit Affären diskret über Wasser halten.."

da kann Frau nur glücklich sein, diesen Mensch nie kennengelernt zu haben.
 
  • #8
da kann Frau nur glücklich sein, diesen Mensch nie kennengelernt zu haben.
a) ist nicht ersichtlich ob FS Mann oder Frau ist
und
b) könnte das auch eine Frage nach gemeinsamer Absprache sein

(44)

FS: inoffiziell mag bequemer und weniger einschneidend in Äusserlichkeiten sein. Ich habe trotzdem die klare Trennung und Scheidung gewählt.
 
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  • #9
Hallo, hier die FS.
Zu mir: ich bin geschieden und mir persönlich ist diese Form des Scheiterns die bevorzugte Variante.
Diese Frage kam mir ganz spontan in den Sinn, als ich mich gedanklich mit "Scheitern" befasste..und das ich im verlieren noch nie gut war.
"Über Wasser halten" habe ich unbeabsichtigt geschrieben.Ohne weiter nachzudenken, was das bei euch auslösen könnte.
ICH stelle es mir halt so vor, wenn man sich für eine Affäre und ein Doppelleben entscheidet, um z.b. ein wirtschaftlich- existenzielles Scheitern zu vermeiden, wenn schon die Paarbeziehung gescheitert ist. Sehr anstrengend, die Fassade nach außen zu wahren und sich im stillen Kämmerlein ununterbrochen mit Scheitern konfrontiert zu wissen.
 
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  • #10
Wie traurig, dass du überhaupt solche Gedanken hegst. Deine Ehe ist gescheitert. Was willst du denn da noch beschönigen? Steh dazu, bring alles sauber zu Ende und dann fang neu an, meinetwegen mit deiner Affäre. Alles andere ist doch Betrug in reinster Form (vor allem Selbstbetrug). Sind dir andere Leute wirklich wichtiger als du dir selbst? Was soll das denn bringen vor anderen Menschen eine Ehe zum Schein aufrecht zu erhalten?
 
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  • #11
Hier die FS,
Ich besetze solche Gedanken ans Scheitern nicht mit traurigen Gefühlen, sondern setze mich nüchtern damit auseinander, abundan..
Letztlich war die Scheidung eine Entscheidung, mit der ich mich im Alltag, ( bei Behördenformularen z.b.) immer wieder offiziell als "Gescheiterte" zu erkennen geben muss...sozusagen die Hose runter lassen muss.

Ein -nur im geheimen- gescheitertes Ehepaar kann durch diskrete Beziehungsgeschichten, Affären den Schein nach Aussen wahren. Aber wie schaut es innerlich aus?
Ich glaube, das ist doch sehr zermürbend...vielleicht viel Energie-zehrender, als eine Scheidung mit dem offiziellen Stempel "Gescheitert" - "Note 6" - "Sitzen-geblieben".

Und nur am Rande: NEIN, ich suche keinen Freifahrtschein für eine Affäre. Ganz im Gegenteil.
Ich wüsste nur gerne, wie andere mit Scheitern umgehen und ihr Scheitern lösen, oder wird es unter den Tisch gekehrt?
 
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  • #12
FS,

heute sind so viele Menschen geschieden, dass es keine Schmach ist, auch geschieden zu sein. Deine Zeilen wirken auf mich, als ob du noch relativ unreif bist.

Ist es nicht eher gut, wählen zu können, die Möglichkeit zu haben sich zu entwickeln, sich zu hinterfragen, warum die Ehe nicht hielt, was man in Zukunft besser machen könnte usw?

w 48
 
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  • #13
Ich habe mir auch schon überlegt wieso wir als Gesellschaft soviel Wert auf den Familienstand legen. Geschieden heisst ja auch alleinstehend, das wäre die aktuelle Daseinsform. Geschieden bezieht sich auf die Vergangenheit.
Ich denke der Gesetzgeber möchte nach wie vor die heile Familie mit Trauschein wegen der Zahlungen und dem Unterhalt der Kinder, deswegen hält man in unserem Bewusstsein diese Werte wach. "Geschieden" = gescheitert. Man könnte auch definieren "alleinstehend" = nie versucht, 6 setzen.
Geschieden klingt nach alter Verpflichtung, nach Geschichte, nach Belastung womöglich.
w43
 
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  • #14
Das Wichtigste ist doch, dass du selbst mit deinem Status gut umgehen kannst. Wenn du dir natürlich selbst immer vorhältst "Ich bin geschieden, gescheitert, hab es eben nicht geschafft... ", dann strahlst du das auch aus. Willst du dein ganzes Leben lang diesen "Makel" mit dir herumtragen? Wohl kaum. Dann mach einen Schnitt und steh dazu. Was du vor dir selbst verantworten kannst, wird dich irgendwann auch nicht mehr belasten.
 
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  • #15
Auch wenn es am Anfang schwierig ist: die Scheidung. Das Ausharren habe ich zuerst auch versucht. Das macht sehr sehr unglücklich und unzufrieden. Nach der Scheidung habe ich wieder aufgeatmet und bin wieder glücklich geworden. Einen wertvollen Partner kann man nicht lange als Zweitbeziehung halten und nur in Freundschaft mit dem Ehegatten (die meistens auch nicht mehr besteht ) und mit den verblassenden Erinnerungen an ehemals bessere Zeiten funktioniert man irgendwann nur noch - wenn überhaupt. Leben ist anders.
 
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