• #31
Sonst könnte ich ja auch mit jedem x-beliebigen ins Bett gehen. Tatsächlich kann ich meine Sexpartner an einer Hand abzählen. Das ging deutlich über ein ein mag Dich hinaus. Vielleicht habe ich auch tatsächlich mal geliebt, aber ich habe auch gesagt, dass ich nicht weiß, was Liebe ist. Ich kann es also nicht beurteilen.
Ich hoffe, es ist klar geworden, warum mich das jetzt so getroffen hat.
Das spricht für dich, das du deine Sexpartner an einer Hand zählen kannst, super!
Ich bin absolut kompatibel mit dem was du hier schreibst, ich verstehe dich zu 100%, höre auf dein Bauchgefühl, dann liegst du immer richtig und lass dir bitte nichts anderes einreden! Lieber Single sein, als eine halbherzige Beziehung haben!
 
  • #32
Ehrlich, nein, ich verstehe es nicht.

Du glaubst nicht an Liebe, Du liebst nicht und hängst Dich an der wortwörtlichen Bedeutung auf.

Verstehst Du, dass der Satz, "ich mag Dich sehr" für viele Menschen genau das Gefühl Liebe bedeutet? Außerdem, nach 2-3 Monaten Liebe? Das ist Verliebtheit.


Was würdest Du diesem Mann raten?

Was empfindest Du für ihn? Liebe ja nicht?

W, 51
Verliebtheit ist es ja auch nicht. Ein "ich mag nicht" hat mit Verliebtheit nicht das geringste zu tun. Es ist wie das Gefühl zwischen 2 Freunden, die sich schätzen. Nicht mehr und nicht weniger
Ich empfinde Gefühle für ihn, die über ein "ich mag Dich" erheblich hinaus gehen. Sonst könnte ich nicht intim werden, sonst könnte ich nicht stundenlang mit ihm zusammen sein.
 
  • #33
Liebe FS,

Es kann so oder so sein, denn wir lesen nur was Du denkst und fühlst, alles durch Dich gefiltert.

Ich liebe es am Sonntagmorgen, quasi jeden, rum zu schlunzen, viel nix zu tun und vor allen Dingen Radio zu hören.

Aktuell war Dein Thema Thema im hr.1.de - programm - podcasts- talk

Hör mal rein. Ich bin hin und wieder anderer Meinung, fand es aber recht interessant, auch wenn ein Ratgeber Rat gibt, weil andere Ratgeber, nicht den richtigen geben würden. ;)

Ich höre dann erst mal weiter ...

M52

Anm. der Mod: Link entfernt.
 
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  • #34
Ich glaube, Du musst bei der Wurzel deines Problems ansetzen und eine Therapie machen. Dein Freund spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Dieses Thema wird dich immer wieder packen und unsicher machen.
Manche Männer sagen es ständig, andere nicht. Wichtig ist, wie er dir zeigt, das Du ihm wichtig bist. Taten sprechen Worte! Wenn Dir sein Gefühl für Dich nicht reicht, musst Du Konsequenzen daraus ziehen.

Ich war 19 J verheiratet und mein Ex sagte mir 1 Jahr nach der Trennung, das er mich nie liebte. Er mochte mich und er mochte, wie ich mich um ihn kümmerte. Er mochte, wie ich mich um unsere Tochter kümmerte. Das war ein böser Schlag ins Gesicht, den ich erstmal verarbeiten musste. Aber, dabei habe ich viel über mich gelernt. Und auch meine Fehler gesehen. Ich weiß, das er als Kind auch keine Liebe erfahren hat. Er liebt sich nicht selbst und wird das bei keiner Frau der Welt tun. Eine Therapie verweigert er schon immer.

Dein Problem wird dich immer begleiten. Ein Mensch, der nicht weiß was Liebe ist oder wie sich das anfühlt, kann sich selbst und andere nicht lieben. Es ist traurig, das Du solche Erfahrungen machen musstest. Liebe kann weh tun, aber mit dem richtigen Menschen an der Seite ist es etwas tolles.

Überlege dir eine Therapie zu machen. Deinen Selbstwert kennenzulernen und zu schätzen. Mach dich und deinen Wert nicht abhängig von der Liebe anderer.
 
  • #35
Ich finde, dass du sehr "anstrengend" bist, @ Hasendompteur.
Ich habe diese von dir geforderten 3 Worte noch nie gesagt und mir wurden sie auch noch nie gesagt.
"Ich mag dich sehr" ist doch eine schöne Liebeserklärung.

Ich verstehe dich einfach nicht. Würde mein Mann von mir verlangen, dass ich in Abständen "ich liebe dich " sage, dann würde ich mir "Überfahren" vorkommen. Man zwingt mich zu irgendetwas, um Liebe zu beweisen. Nein, so geht das nicht.

Mir kommt es vor, dass du noch nicht mal diese Zweisamkeit richtig genießt. Du wartest ab, bis er wieder einen kleinen Fehler macht....Und darüber jetzt auch noch mit deinem Freund zu sprechen, halte ich für nicht klug (er ist nicht dein Therapeut). Du müsstest lockerer werden und nicht alles auf die Waagschale legen.

So kann man diese Beziehung auch kaputtkriegen....
 
  • #36
Du hast Not in Dir...

Und deshalb Hand aufs Herz...hast Du ihn gefragt?
Denn vorher war es ein Ich habe Dich lieb...und nicht ich lieber Dich.
Mir würde das nach einem Jahr reichen, wenn auch solche Schritte wie Corona und Honeoffice zusammen passieren.

Wenn es Dir nicht gereicht hat, kann es sein, dass Du nicht nur einen Thread kurz nach dem anderen machst, sondern ihn immer wieder fragst?!

Wie oft kommst Du auf das Thema?

Weißt Du ich sage ich liebe Dich auch nicht vor einem Jahr eher einiges später, wenn die Verliebtheit der tiefen Verbundenheit weicht.

Wie könnte ich Dir das sagen ohne das es Dich unsicher macht.
Obwohl mein: ich mag Dich sehr und mein : hab Dich lieb....wohl viel tiefere Gefühle sind, als jemand der mal eben nach wenigen Wochen: ich liebe Dich sagt.

Ich könnte es Dir zuliebe auch so machen wie @Tom26 es vorschlägt.
Muss ich selbst auch regelmäßig mal durchgelobt werden.

Allerdings würde es mich mürbe machen, darüber fast täglich zu diskutieren
 
  • #37
es geht nicht darum, dass er mich liebt. Daran glaube ich sowieso nie wirklich, sondern darum das ein "ich mag Dich" extrem wenig ist. Es sollte über ein Gefühl wie ich es für einen guten Freund habe, schon hinaus gehen. Wenn ich sage ich liebe nicht, dann muss es aber zumindest erheblich über ein "ich mag Dich" hinausgehen. Sonst könnte ich ja auch mit jedem x-beliebigen ins Bett gehen. Tatsächlich kann ich meine Sexpartner an einer Hand abzählen. Das ging deutlich über ein ein mag Dich hinaus. Vielleicht habe ich auch tatsächlich mal geliebt, aber ich habe auch gesagt, dass ich nicht weiß, was Liebe ist. Ich kann es also nicht beurteilen.
Ich hoffe, es ist klar geworden, warum mich das jetzt so getroffen hat.
Ich verstehe schon, was du meinst und warum dich das innerlich so aufwühlt und traurig macht. Und tatsächlich glaube ich auch, dass viele Beziehungen wunderbar mit sehr großer Zuneigung allein funktionieren, auch ohne "echte Liebe". Gefühle sind ja auch immer schwer zu definieren. Ist es Liebe, wenn man mit dem anderen zusammen glücklich ist, den Alltag gerne miteinander verbringt und sich aufeinander freut? Verliebtheit/Liebe/große Zuneigung -- wie man was nennt, kommt ja vielleicht auch darauf an, was man selbst schon erlebt und welchen Vergleich man hat.

Meine Frage wäre: Es ist für dich also ok, wenn er nicht "Ich liebe dich" sagt, weil du sowieso Zweifel an eurer "echten" Liebe zuneinander hast, gut. "Ich mag dich" ist dir aber zu wenig. Was sollte er denn deiner Meinung nach sagen, um es richtig zu machen? Wäre denn ein "Ich hab dich lieb" oder "Ich mag dich SEHR" besser für dich? Was sagst du zu ihm?

Ich finde, es kommt auch immer darauf an, wie man etwas sagt. Denn wenn er dich bei dem "Ich mag dich" fest umarmt, dich verliebt anschaut, dir die Wange streichelt, dir einen Kuss gibt, dir noch einen Kuss gibt und dich nochmal fest drückt, dann ist das ja schon ein anderes "Ich mag dich" als das, was man Freunden mal so sagt, oder?

Aber ich kann schon verstehen, dass das "Ich mag dich" sich für dich etwas platt anhört. Es wäre auch nicht unbedingt das, was ich meinem Partner beim romantischen Schmusen oder nach dem Sex sagen würde, dann schon eher ein "Ich hab dich lieb, ganz doll!" oder ein "Es ist so schön mit dir!" Und dann eng umarmen und zärtlich küssen ...

w26
 
  • #38
Ich möchte @Lionne und den anderen beipflichten, mir hat letztes Jahr ein Mann erklärt, dass er mich sehr mögen würde, weil er verliebt in mich ist...er könne ich liebe Dich noch nicht sagen, weil in seinen Augen, die Liebe wachsen muss. Erst wenn die Verliebtheit schwindet und das tragende Gefühl der Liebe sich einstellt. Das er über beide Ohren verliebt war, merkte ich jede Sekunde, ich nahm es als Kompliment.
Du hast mit ihm darüber gesprochen, er versteht deine Herleitung und dein Resümee überhaupt nicht, welche Gefühle Du seinen Worten beimisst. Er staunte Bauklötze oder schaute, wie ein Schwein ins Uhrwerk; warum du unbedingt aus seinem Kompliment seiner Gefühlen, ihm verbal einen Strick drehst, um nach deiner negativen Sicht, Dich selbst hinter einem Freund oder noch hinter einem Haustier ansiedelst. Für ihn ist das ich mag dich (sehr), der Ausdruck seiner Verliebtheit und er hat dir das zu verstehen gegeben, dass Ich liebe Dich ihm wenn überhaupt sehr selten über die Lippen kommen und er mit mögen, ganz ganz viel mehr als für jeden Freund (und Tier) empfindet. Ein sehr mögen, ist in seinen Augen mehr, als was er einem Freund sagen würde, also in seinen Augen eine große Geste und Zeichen seiner Gefühle. Ich denke, Du solltest weniger von Romantik ausgehen, um ihn als sachlichen Menschen zu verstehen, wie sein fühlen sich ausdrückt...
Letztens wurden in den 50iger Jahren der Arbeiterschicht, die Kinder (meist mehrere) meistens nicht liebevoll rundumversorgt und gehegt, sondern einfach durchgebracht, mussten funktionieren und es gab wenig Liebe. Ich weiß nicht wie alt dein Freund ist, aber nicht jeder hatte ein liebevolles daheim und bekam regelmäßig gesagt, wie lieb man sich doch hätte. Vielleicht geht es ihm genauso wie Dir und es deutet auch darauf hin, weil er diese Liebesbekundungen ggü. seinen Kindern selbst nie sagte.
Bevor Du ihm also seine Gefühle in Abrede stellst, fühlen sich seine Kinder von ihm geliebt? Sind sie gern mit ihm zusammen?
Weil die Worte allein sind es nicht und wie oben gemeint manche sagen ein Ich liebe Dich erst nach der Verliebtheitsphase und länger als ein Jahr, dennoch sind sie verliebt. Und dein Freund? Ist er verliebt? Will er dich oft sehen? Will er Dich oft treffen? Viel Zeit mit Dir verbringen? Vermisst er Dich? Deine Stimme? Behandelt er Dich mit Respekt? Hört er Dir zu? All das zählt auch zur Liebe.
Und wenn er dir jetzt nach deinem Hinweis demnächst ein ich liebe Dich ins Ohr haucht, dann ist es wirklich Verliebtheit & Liebesgefühle, da er sich deine Wünsche merkt und Dir Schönes & Freude bereiten möchte, aus tiefen Herzen.
 
  • #39
Oh, und noch eine Idee, die ich gerade habe und die eigentlich immer funktioniert: Sei du selbst die Veränderung, die du gerne hättest! Man kann nicht andere verändern, aber sich selbst. Und dann werden andere darauf anders reagieren.

Versuche doch mal, selbst herzlicher und romantischer zu sein. Seid ihr denn im Alltag zärtlich zueinander? Umarme ihn doch einfach mal beim Kochen spontan von hinten, gib ihm einen Kuss und sag: "Ich hab dich sooo lieb! Danke, dass du bei mir bist!"

Oder küss ihn und sag ihm: "Ach, ich bin so gern mit dir zusammen, du bist toll!" Und dann knutsch ihn noch dreimal ab.

Wenn du mehr Gefühle, Komplimente und Zärtlichkeit zeigst, öffnet er sich vielleicht auch mehr und macht es dir nach. Vermutlich wird das sogar seine Gefühle für dich steigern.

Es ist ja immer ein Geben und Nehmen. Oder: Wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück.

Wenn du selbst eher kühl und rational bist und nicht unbedingt an Liebe glaubst, dann ist es ja nicht verwunderlich, dass er sich ähnlich "abweisend" und "zurückhaltend" verhält. Wenn du dagegen liebevoller wirst und deine Zuneigung direkter und häufiger zeigst, dürfte das auch was bei ihm verändern.
w26
 
  • #40
Ich sehe das explizit umgekehrt, wer Liebe nicht fühlt, kann es auch nicht aussprechen, das trifft für alle hier zu, die den Unterschied nicht erkennen wollen, zwischen, ich liebe dich und ich mag dich!
Wenn man richtig liebt dann frage ich mich was an den 3 Worten so schwer sein soll das zu sagen. Allerdings zählen für mich auch Taten. Wenn man damit übertreibt wirkt es auch unglaubwürdig.
 
  • #41
Wer die drei Wörter nicht sagen kann, der liebt nach meiner Meining wahrhaftig nicht, er erfüllt vielleicht lediglich den Zweck, nicht alleine sein zu können oder aus wirtschaftlichen Motiven und wenn er die drei Worte jetzt nicht sagen kann, er wird er sie in zwei Jahren erst recht sagen können! Eine alte Weisheit sagt, so wie man beginnt so endet es!
Liebt er dann seine Kinder nicht, wenn er ihnen das auch nicht sagt, wie er ihr ja erzählt hat? Mein Vater hat das auch noch nie zu mir gesagt und trotzdem weiß ich es und brauch es nicht zu hören.
Dagegen: Mein Ex hatte es mit "ich liebe dich" sehr eilig und hat mir das auch noch gesagt, als er mich betrogen hat, zwei Stunden, bevor er sich getrennt hat usw.
Ich hab gar kein Problem damit, "ich liebe dich" zu sagen, aber manchen fällt das eben schwer oder sie zerdenken es, schreiben doch hier auch manche. Die drei Wörter bedeuten für manche eine unüberwindbare Hürde, während der nächste sie gedankenlos benutzt.
 
  • #42
es geht nicht darum, dass er mich liebt. Daran glaube ich sowieso nie wirklich, sondern darum das ein "ich mag Dich" extrem wenig ist. Es sollte über ein Gefühl wie ich es für einen guten Freund habe, schon hinaus gehen. Wenn ich sage ich liebe nicht, dann muss es aber zumindest erheblich über ein "ich mag Dich" hinausgehen. Sonst könnte ich ja auch mit jedem x-beliebigen ins Bett gehen. Tatsächlich kann ich meine Sexpartner an einer Hand abzählen. Das ging deutlich über ein ein mag Dich hinaus. Vielleicht habe ich auch tatsächlich mal geliebt, aber ich habe auch gesagt, dass ich nicht weiß, was Liebe ist. Ich kann es also nicht beurteilen.
Ich hoffe, es ist klar geworden, warum mich das jetzt so getroffen hat.
Da sind so viele Widersprüche drin, dass eine Beziehung für dich offenbar nicht möglich ist. An Liebe glaubst du nicht, aber mögen ist zu wenig. Was gibts dann noch? Egal was er tut, deine Zweifel kann er sowieso nicht ausräumen. Wenn er “ich liebe dich” sagen würde, glaubst du ihm doch sowieso nicht, selbst wenn er es von selbst sagen würde und schon gar nicht, wenn du es einforderst.

Du hast irgendwie keinen Zugang zu deinen Gefühlen und machst es deshalb an seinen fest, über die du möglichst negativ spekulierst. Sagst du ihm denn, dass du ihn liebst? Sicher nicht, wäre ja auch gelogen. Sorry, ich sehe hier auch wie viele andere, dass du es fast vorsätzlich selbst kaputt machst.

Aus deinem vorigen thread:
„Er ist ein wunderbarer, lieber Mann, der meinen Humor teilt und auch ähnliche Ziele hat, aber ich bin mir immer wieder über SEINE Gefühle unsicher. Ich weiß nicht, wie sich Liebe anfühlt. Ich weiß nicht, ob er wirklich mich als Person meint, oder ob er einfach nur irgendwelche Eigenschaften an mir schätzt, die die Beziehug mit mir für ihn attraktiv erscheinen lässt.“

Das kannst du nur selbst beurteilen. Aber ich würde es nicht an dieser Wortmeldung festmachen. Mein Freund und ich sagen uns das übrigens auch nie. Wir sagen uns nicht mal, dass wir uns mögen. Das ist so selbstverständlich, dass mans nicht besprechen muss.
Verliebtheit ist es ja auch nicht. Ein "ich mag nicht" hat mit Verliebtheit nicht das geringste zu tun. Es ist wie das Gefühl zwischen 2 Freunden, die sich schätzen. Nicht mehr und nicht weniger
Interessanter Freudscher Verschreiber, du meintest sicher "ich mag dich".

Ich denke, du willst nicht und suchst einen Ausstiegsgrund. Brauchst du nicht. Wenn du nicht mehr willst, ist es eben so.

Aber beklag dich nachher nicht, dass du einen guten Mann abgeschossen hast, der dich wirklich gern mochte und du ihn auch.
 
  • #43
Ach Mädle,

am liebsten würde ich deinen Freund anrufen und ihm sagen

"Horch zu - du hast eine richtig tolle Frau für dich gewonnen. Allerdings - einen Haken hat sie. Du musst sie ab und zu in den Arm nehmen und ihr auch sagen, dass du sie liebst. Sie braucht das wie dein Auto Sprit. Mach halt einfach - dir tut es nicht weh und ihr hilft es, diese Unsicherheit zu überwinden. Sie kann das und sie macht das. Aber ab und zu braucht sie eben den starken Arm, an dem sie sich festhält. "

Schreib drüber - Was der alte Tom dir zu sagen hat .... drucke es aus und gib es ihm. So musst du ihm das nicht erklären .... und ich bin mir sicher, er wird schallend lachen und "sein Zauberstab wird dir die Liebe zeigen".
Top! Von A bis Z ein ganz klasse Beitrag, @Tom26! Chapeau!

Ja, liebe FS, mach genau das! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Außer vielleicht: Nimm das bitte mit den "Ich liebe Dich"-Worten, die wir Frauen ja alle so gern hören und die Männer so oft einfach nicht sagen wollen, bitte nicht zu ernst! Sie sagen Dir ja nicht: "Ich liebe Dich nicht!". Ich würde mich also an Deiner Stelle über seine "Ich mag Dich"-Worte freuen! DAS gesagt zu bekommen von einem Mann ist schon viel Wert!

Und falls es ihm auch in Zukunft schwer fallen sollte, diese Worte, die Dir ja wichtig zu sein scheinen, über seine Lippen zu bekommen, sag ihm scherzhaft, Du würdest Dir wünschen, dass er dies ein Mal pro Woche auf einen kleinen Post-it-Zettel schreibt und Dir irgendwo hin klebt (an Deine Kaffeetasse, an Deinen Spiegel, an Deine Hausschuhe,...)! Mach(t) ein Spiel draus und geh selbstbewusst davon aus, dass er Dich SEHR, SEHR, SEHR gerne mag!
 
  • #44
es geht nicht darum, dass er mich liebt. Daran glaube ich sowieso nie wirklich
Warum befasst Du Dich dann überhaupt mit dem Mann und bist mit ihm zusammen? Das ist doch Selbstzerstörung der ganz hohen Schule, die Du betreibst.
Wenn ich nicht glaube, dass ein Mann mich liebt, dann verplempere ich meine Zeit nicht mit ihm und lass mir von solchen inneren Kämpfen wie Du sie führst nicht die Energie rauben.
Was soll der Unfug?

Wenn ich sage ich liebe nicht, dann muss es aber zumindest erheblich über ein "ich mag Dich" hinausgehen.
Wischiwaschi, Laberrabarber. Was soll er denn konkret sagen, damit Du das vermeintliche "drüber hinausgehen" meinst zu haben? Du merkst schon, ich habe Mühe es noch in Worte zu fassen, so vage/undeutlich bist Du.

ihr kennt euch erst seit Kurzem. Jeder habt ihr bereits ein ganzes Leben ohne einander gelebt, d.h. Du kannst garnicht wissen, wie er solche feinen Unterschiede auf die Du bestehst ausdrückt und er kann sie vermutlich garnicht ausdrücken, weil "ich mag Dich sehr" bei ihm (bei mir auch) unmittelbar vor "ich liebe Dich" kommt.

Vielleicht habe ich auch tatsächlich mal geliebt, aber ich habe auch gesagt, dass ich nicht weiß, was Liebe ist. Ich kann es also nicht beurteilen.
Ich hoffe, es ist klar geworden, warum mich das jetzt so getroffen hat.
Nee, ist mir absolut nicht klar geworden, was Du meinst.
Es klingt für mich nach: "lief grad so gut, da muss ich mir fix ein Problem klöppeln, damit es mir bloss nicht gutgeht" - furchtbar anstrengend solche Menschen, die immer alles kaputtt machen müssen, aber selber damit natürlich nie was zu tun haben.

Du weißt nicht, was Liebe ist, aber immerhin weißt Du, das Du nicht geliebt wirst. Das ist so überzeugende Logik, ganz hohe Geisteskunst - zu hoch für mich. Ich bin raus.
 
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  • #45
Was mir dazu aber noch einfällt - und ich hatte das neulich in anderem Zusammenhang: Dreht sich der nächste Thread dann um die Frage "Er sagt mir jetzt, dass er mich liebt, aber ich glaube, er tut das nur, weil ich es angesprochen habe"...?
Ich wollte es nicht sagen, aber genau das habe ich gedacht. Es kann sich unwürdig anfühlen, darum bitten zu müssen, und ja, es hat meist keinen Wert mehr, wenn es nicht von selbst kam.

Wenn man sich selbst nicht liebt, kann ein anderer sowieso sonstwas beteuern, man glaubt es immer noch nicht. Vielleicht für einen Moment, aber unterm Strich bleibt das ursprüngliche Misstrauen bzw. eigentlich ja WISSEN, dass es nicht stimmt, dass man es eingefordert hat oder dass es morgen schon vorbei sein kann, wenn derjenige wen trifft, den er besser findet. Oder wenn man sich ganz zeigt, wie man ist.
 
  • #46
Es sollte über ein Gefühl wie ich es für einen guten Freund habe, schon hinaus gehen
Das sind aber Deine Maßstäbe bzgl. Gesagtem und Gemeinten. Er empfindet das vielleicht anders und sagt das nicht für einen guten Freund so.

Ich habe den Eindruck, Du liebst ihn nicht, aber willst geliebt werden. Ja, Du sagst, das sei nicht so, weil Du es sowieso nicht glauben kannst und vor allem, weil Du selbst denkst, dass Dich niemand lieben kann, weil Du Deine Vergangenheit nicht hinter Dir lassen kannst, aber unterm Strich klingt es für mich so, als würdest Du es doch wollen. Du willst geliebt werden, Du willst es glaubhaft vermittelt kriegen und Du willst es selbst erfahren, wie es sich anfühlt, wenn Du einen Mann liebst.

So wirkt das auf mich, ich finde es legitim, sich das zu wünschen. Was aber nicht sinnvoll und auch nicht fair ist, ist eine halbherzige Beziehung einzugehen und dann anzufangen mit dem Diskutieren, dass einem nicht richtig irgendwas anderes als "ich liebe dich" gesagt wurde, was aber eigentlich "ich liebe dich" meinen soll.

Er scheint mE selbst ein Problem zu haben mit der Liebe. Kann vielleicht auch nicht lieben, weiß nicht, wie es sich anfühlt.

Ich denke auch, einer, der Dich liebt, würde dieses Misstrauen Deinerseits ihm gegenüber schwer aushalten. Er würde sich mehr und mehr zurückziehen müssen, um nicht dauernd verletzt zu sein von Deinem Unverständnis ihm ggü, wenn er Dir versucht, irgendwie Liebe zu zeigen, und davon, dass Du einforderst, wie es zu passieren hat.
Wenn Du ihm jetzt auch noch erzählt hast, dass Du Dich sowieso nie geliebt fühlst, hast Du ihn vielleicht auch "eingeschüchtert". Wenn ich Angst haben müsste, der Lüge bezichtigt zu werden, wenn ich "ich liebe dich" sage, oder wüsste, der andere winkt ab und sagt "ja, danke, sehr nett, aber ich kann es nicht glauben", würde ich es auch nicht sagen. Man geht bei sowas ein, wenn man ein gefühlvoller Mensch ist.
Aber er ist das ja nun anscheinend nicht. Er versucht Dir zu erklären, was los ist. Und wenn Du ein rationaler Mensch bist und nicht einer, der sich das bloß vormacht und nur seine Gefühlsbedürfnisse verleugnet, weil er denkt, sowieso nie Liebe zu kriegen und zu fühlen von einem Partner, dann würde Dir so eine "Liebeserklärung" doch eigentlich reichen, hätte ich gedacht. Aber da Du ein Drama empfindest bei seiner zurückhaltenden oder vielleicht auch ehrlichen Art, weil er wirklich wenig empfindet, würde ich schon sagen, dass Du das volle Programm willst, aber immer das Gegenteil behauptest, weil Du sowieso nicht erwartest, dass Dich jemand lieben kann. Das ist ähnlich wie mit den Trauben, die zu sauer sind.

NIemand wird Dich durch seine Liebe erlösen können. Um es einem anderen glauben zu können, musst Du es erstmal selbst so sehen, dass Du liebenswert bist, statt es einzufordern.

Tut mir leid, wenn das jetzt hart klang, aber ich kann es nicht anders sagen.
 
  • #47
Liebe FS,

leider muss ich den anderen Foristen Recht geben - Du zertrittst gerade ein sachte wachsendes Pflänzchen. Man kann meiner Meinung nach noch überhaupt nicht sagen, ob das einmal Liebe werden kann zwischen euch - möglich ist es, hängt aber nach meiner Erfahrung in keiner Weise davon ab, was wer wann sagt.

Meine beiden langjährigen Partner/Ehemann vor meiner jetzigen Ehe haben mich quasi verzweifelt geliebt, obwohl es nach meiner Sicht in schwerwiegenden Punkten nicht passte zwischen uns. Es dauerte JAHRE, bis sie mich loslassen konnten, eigentlich eher Jahrzehnte.

Gesagt haben sie es beide nie. Nicht ein einziges Mal.

Was spürst Du denn bei Deinem Partner? Oder kannst Du Deiner Wahrnehmung nicht trauen?
 
  • #48
liebe FS, mach genau das! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Genau das hatte ich ja auch so ähnlich geschrieben, was auch zutrifft, wenn sie ihn liebt. Jetzt lies mal den Beitrag #42 von @Matrix . Ich hatte @Hasendompteur s Frage nicht aufmerksam genug gelesen. Hatte sie aber gefragt, ob sie diese drei Worte schon mal an ihn gerichtet hat. Kam da eigentlich eine Antwort? Auch @Vikky s Beitrag findet meine volle Zustimmung.
 
  • #49
Guten Morgen Ihr Lieben,

herzlichen Dank für Eure lieben Atworten. Auch für jeden "Kopfwascher" bin ich sehr dankbar und die haben mich natürlich auch zum Nachdenken angeregt. Ja, vielleicht ist es einfach die unterschiedliche Definition, die jeder von den Worten "ich liebe Dich", "ich mag Dich" etc. hat. Andererseits kann ich das ganze auch umdrehen und fragen, warum fühlt sich der Großteil der Menschen, auch die Teilnehmer in diesem Forum, so schnell geliebt? Ich würde das gerne können und so empfinden, unterstelle aber auch, dass sich viele auch viel vormachen und sich viel ersparen würden, wenn nicht alles so "unreflektiert" (sorry, ich finde gerade keine andere Umschreibung) schlucken würden. Ich bin bei Weitem nicht immer mit dem IM einer Meinung, aber ich behaupte mal hier, dass viele Beziehungen zu rosig betrachtet werden. Wie oft lese ich hier wir sind ja so glücklich, aber ......
Ist es also richtiger wie mein Enpfinden? Ist das Erwachen nicht viel böser? Muss man nicht mehr hinterfragen, um sich auch selbst zu schützen? Ich weiß es ehrlich nicht, möchte aber diese Sichtweise auch zu bedenken geben. Ich bin ein extrem (zu extrem!?) nachdenklicher Mensch. Das ist sicher unschön, aber ich kann auch nichts dafür. Aber mal ehrlich, wie leer wäre dieses Forum, wie viel weniger gescheiterte Beziehungen gäbe es, wenn man eventuell Gefühle etc. mehr reflektieren würde.
Ja, meine Männer haben mich nicht geliebt, aber es hat mir die Trennungen ungeheur erleichtert. Ich weiß nur, wie Elternliebe geht (zu meiner Tochter), nicht wie Paarliebe. Daher bin ich auch schnell verunsichert und misstrauisch. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviele ganz schnell Single wären, wenn die erste Krise kommt und dann aus allen Wolken fallen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #50
Ich denke auch, einer, der Dich liebt, würde dieses Misstrauen Deinerseits ihm gegenüber schwer aushalten.

Ich denke, am Anfang möchte man noch glauben, dass man den bzw. die andere überzeugen kann. Dass sich das Misstrauen legt, dass es, weil man selbst empfindet, gut werden kann.

Bis man realisiert
Er würde sich mehr und mehr zurückziehen müssen, um nicht dauernd verletzt zu sein von Deinem Unverständnis ihm ggü, wenn er Dir versucht, irgendwie Liebe zu zeigen, und davon, dass Du einforderst, wie es zu passieren hat.
Dass das Misstrauen nie aufhört, immer etwas Neues kommt, dass man selbst dabei kaputt geht.

Es sind gute Männer, die das versuchen, die optimistisch sind, die glauben... Oft sind es Frauen, die sowas auch glauben.

Es macht die Person kaputt, und die, der Andere wird sich nie ändern.

Hasendompteur - solange Du Deine Glaubenssätze nicht korrigierst,
- ich bin nicht liebenswert
- alle Welt ist böse
- Liebe gibt es nicht
- Partnerschaft ist Abhängigkeit
- ich bin unattraktiv (daher die sorgsam Schminke, Natur geht nicht)

Und Du nicht mit Deiner Mutter und mit Deiner Schwester abgeschlossen hast, wird es nichts werden.

Ich bin damit auch raus, weil ich weiß, dass Du meine Meinung nicht hören willst.

W, 51
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  • #51
Ich würde das gerne können und so empfinden, unterstelle aber auch, dass sich viele auch viel vormachen und sich viel ersparen würden, wenn nicht alles so "unreflektiert" (sorry, ich finde gerade keine andere Umschreibung) schlucken würden. Ich bin bei Weitem nicht immer mit dem IM einer Meinung, aber ich behaupte mal hier, dass viele Beziehungen zu rosig betrachtet werden. Wie oft lese ich hier wir sind ja so glücklich, aber ......

Glaubst Du es dann, wenn man sagt, dass man zufrieden ist, sich geliebt fühlt?
Ich weiß, wie sich für mich Liebe anfühlt. Ich weiß, wenn ich liebe.

Ich kann Dir sagen, Liebe, Geliebtwerden - ist das Gefühl, es sind viele kleine Gesten, das Gefühl des Wirs, der Bindung, ein Glücksgefühl, wenn ich ihn sehe, eine Wärme... Ich brauche keine Worte, ich fühle. Ich spüre, was er aussendet.
Ohne Aber, ohne Zweifel.
Er ist wie er ist, ich bin wie ich bin. Mit allen unseren Eigenheiten - zu Liebe gehört auch, das ganze Paket zu sehen und zu lieben, die, den anderen nicht passend machen wollen, sondern genau so wert zu schätzen.

Und ich bin vorsichtig. Verliebtheit kann schnell gehen, ist aber gerne flüchtig.
Liebe wächst, und braucht den Raum, die Zeit und die Pflege.

Aber Du wirst es nicht glauben.

Was aber verliert man, wenn man sich Liebe nur einbildet?
Es ist doch egal, ob ich liebe oder denke zu lieben... die Psyche macht keinen Unterschied.

Übergriffig ist es aber, einer/m anderen zu unterstellen, nicht wirklich, richtig zu lieben...

W, 51
 
  • #52
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviele ganz schnell Single wären, wenn die erste Krise kommt
Du solltest dir weniger Gedanken um die Anderen machen, als um dich selbst! Ja, hier im Forum liest du viel vom Scheitern, aber genau dafür ist das Forum (auch) da. Doch wieviel Prozent aller Liebenden bzw. sich Trennenden schreiben hier? Verschwindend wenige. Und von denen lässt du dich verunsichern?

Du glaubst, wenig von der »Paarliebe« zu wissen - und woran liegt das wohl? Du WILLST nichts davon wissen, deshalb suchst du, wann immer sich endlich mal eine positive Erfahrung für dich anbietet, sofort nach dem Schild »Exit«.

Du weißt nicht, was Liebe ist, aber immerhin weißt Du, das Du nicht geliebt wirst. Das ist so überzeugende Logik, ganz hohe Geisteskunst - zu hoch für mich.
Das trifft es auf den Punkt. Auch ich kann deiner Logik nicht mehr folgen ...
 
  • #53
Andererseits kann ich das ganze auch umdrehen und fragen, warum fühlt sich der Großteil der Menschen, auch die Teilnehmer in diesem Forum, so schnell geliebt?
Liebe Hasendompteur,
Es liegt in der Natur der Sache, dass die meisten Menschen ihre eigenen Maßstäbe und Erfahrungen anderen erstmal unterstellen.
Nur denken und fühlen Menschen auch durchaus verschieden.
Stell dir das mit Musik vor. Ein bekanntes Lied wird gespielt.
Einige werden schöne Gefühle dadurch haben, andere sind genervt weil sie zum gefühlt tausendsten Mal hôren.
Und manche haben schlechte Erinnerungen gemacht, als das Lied lief und fühlen sich durch die Erinnerung daran schlecht.

Sämtliche Gesten, Worte und Situationen finden in uns einen Wiederhall.
Und neue Situationen werden mit alten Erfahrungen abgeglichen.
Mein Eindruck ist bei dir geht's an schmerzhafte Erinnerungen.
Du wurdest schon verletzt. Nun ist die Möglichkeit da sich einzulassen und fallen zulassen in eine Beziehung.
In dir kommen alte Ängste hoch.
Es liegt an dir und deiner Einschätzung (wir kennen die Situation und den Mann ja nicht) ob sich Trennung oder Einlassen für dich mehr lohnen würde.
Mein Eindruck ist, du willst schon, aber bevor dich wieder eine Situation verletzten könnte, schmeißt du lieber selbst hin. Nur sicher bist du dir da auch nicht. Deshalb die Fragen hier.

Auch ich empfehle professionelle Unterstützung beim Anschauen alter Wunden.

Und Liebe empfinden. Hm. Viele trennen Liebe und Verliebt sein. Auch ich. Für mich kann Liebe nur da sein, wo der erste Rausch verflogen ist und sich beide mit Ecken und Kanten sehen.
Das ist aber meine eigene Definition. Weshalb ich nachvollziehen kann, wenn du meinst , du glaubst es eh nicht, wenn es jemand sagt.
Ich fand es auch eher süß wenn mir ein Mann nach paar Wochen sagen wollte, er liebt mich. Du kennst mich doch gar nicht, sagte ich dann. Ist es das was du dir da auch denkst?
Aber was hab ich für ein Recht jemanden seine Gefühle auszureden?
Solange du dich aber nicht wirklich zeigst, wirst du dich nie geliebt fühlen.
Was müsste denn passieren, dass du dich geliebt fühlst?
Weißt du das?
Manchen Frauen reicht es schon wenn der Mann mächtig spitz auf die ist und sie glauben, der andere ist total verliebt.
Andere fühlen sich geliebt, wenn sie unterstützt werden vom anderen.
Wieso weisst du das du dein Kind liebst.
Was ist da anders?

Alles Gute 🍀
 
  • #54
warum fühlt sich der Großteil der Menschen, auch die Teilnehmer in diesem Forum, so schnell geliebt?
Das ist zum einen gar nicht so, und zum anderen gibt es Menschen, die schnell fühlen, dass SIE lieben. Das hast Du ja auch nicht, also kann nicht mal die Illusion aufkommen, dass der andere genauso fühlen könnte.
unterstelle aber auch, dass sich viele auch viel vormachen und sich viel ersparen würden
Müssen sie vielleicht nicht, weil sie gelernt haben, damit umgehen zu können. Sie sind nicht schon vorher voller Angst, dass sie irgendwann Schmerz empfinden werden, sondern riskieren es. Sie können es sich leisten, es zu riskieren, weil sie WISSEN durch Erfahrung, dass sie nicht dran kaputtgehen. Sie müssen nicht vorher schon alles abtöten, einfrieren oder ignorieren, und DARAN leiden. Denn daran leidet man auch.

wenn nicht alles so "unreflektiert" (sorry, ich finde gerade keine andere Umschreibung) schlucken würden
Das ist ein Irrtum, dass das per se unreflektiert ist. Das KANN sein. Aber der eigentliche Punkt ist nicht, etwas vorher schon aus Angst vor Schmerz zu ersticken, sondern zu lernen, mit einem Liebesschmerz irgendwie umgehen zu können. Es zu begreifen, dass nicht jede Liebe gegenseitig sein könnte, dass eine Beziehung trotz Liebe nicht funktionieren könnte auf Dauer, dass Menschen Liebe anders ausdrücken usw.. Die ganzen Erkenntnisse, die einer nicht machen kann, wenn er vor Angst vor Kummer lieber alles gleich sein lässt oder in die Tonne schmeißt.
ich behaupte mal hier, dass viele Beziehungen zu rosig betrachtet werden
Und? Es ist eine Weile Glück, dann nicht mehr. Wenn man hinfällt, muss man wieder aufstehen. Bleibt man lieber gleich liegen in seinem gewohnten Kämmerchen, um gar nicht erst zu fallen, liegt man sich wund und sieht nichts als die Zimmerdecke. Geht man zwei Schritte vor die Tür und wählt mit "das wird sowieso nix" den nächsten, der zu dieser Einstellung die passende Gegeneinstellung hat, ja, dann wird das sowieso nix.
Wer im Zimmerchen bleiben will, der will das so. Das finde ich in Ordnung. Aber wer drauf wartet, dass in dieser Sicherheit des Zimmers irgendwas anderes passiert als "Zimmer", hat es nicht verstanden und sehnt sich nach was, das er nur außerhalb und vermutlich auch in Verbindung mit Leiden erleben kann.
 
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  • #55
Daher bin ich auch schnell verunsichert und misstrauisch.
Perfekt erkannt.
Mein "Telefonat" wäre nur eine Art erste Hilfe.
Lernen musst du, seine Gesten und Blicke, sein Lächeln und seine Berührungen zu lesen.
Viele Männer sind nicht soooo fürchterlich wortgewaltig. Und auch keine Schlagersänger. Im Roman muss alles verbal ausgedrückt werden. Real nicht.
Genau da ist das Problem zwischen Mann und Frau oft angesiedelt. Frauen mögen die umständliche Art und Weise der Beschreibung in der klassischen Literatur, das komplizierte und ausufernde Denken von Philosophen wesentlich lieber als Männer. Wir mögen oft amerikanisch - ein prägnanter Satz statt 1000 Seiten Geschwafel.
"Life's what you make it" - du entscheidest, ob du dem Glück eine Chance gibst. Lacht dein Mann dich an oder aus, weil auch du nicht immer perfekt bist ? Für dich ist klar, dass du ausgelacht wirst. Für meine V ist klar, dass ich sie immer und sowieso anlache. Du meinst, auch in perfekt bist du nicht gut genug. Und das wird dir immer wieder sehr viel kaputt machen. Also - ändern.
 
  • #56
Andererseits kann ich das ganze auch umdrehen und fragen, warum fühlt sich der Großteil der Menschen, auch die Teilnehmer in diesem Forum, so schnell geliebt? Ich würde das gerne können und so empfinden, unterstelle aber auch, dass sich viele auch viel vormachen und sich viel ersparen würden, wenn nicht alles so "unreflektiert" (sorry, ich finde gerade keine andere Umschreibung) schlucken würden.
Du überträgst deine Angst auf alles, und dein Misstrauen. Ich würde dir wirklich empfehlen, dass mit einem Therapeuten richtig aufzuarbeiten, denn ich denk auch: Egal, was für ein Mann da noch kommen sollte, niemand kann dir von außen die Selbstliebe geben, die du verdienst, und dir glaubwürdig versichern, dass er dich liebst. Du wirst immer alles blockieren, nicht glauben, zweifeln. Das ist für beide in einer Partnerschaft dauerhaft sehr anstrengend und macht viel kaputt.
Liebe ist für mich persönlich nichts, was nicht kaputtgehen oder wehtun darf. Ich lasse es gern zu, auch wenn am Ende meiner ersten Beziehung so schlimmer Liebeskummer stand. Das hat nichts mit unreflektiert zu tun. Lieben ist für mich etwas Schönes, etwas, bei dem ich merke: Ich lebe! Und sollte es mal so sein, dass der andere mir was vormacht, dann ist das eben so, beim nächsten Mal wird es wieder anders sein. Du hast, fürchte ich, so eine Angst davor, was denn dann WÄRE, wenn du liebst und der andere dich auch; Angst davor, dass das dann wieder kaputtgehen kann. Aber das ist schade, es nimmt dir etwas unglaubliches Schönes im Leben. Liebe heißt leider nicht immer, dass eine Beziehung dauerhaft besteht, keine Probleme auftreten, man zueinander passt.
Mein Freund und ich sagen uns selten, dass wir uns lieben, aber ich merke es in allem, was er tut - weil ich ja weiß, wie ich mich verhalte, wenn ich jemanden liebe. Das sind die ganzen Kleinigkeiten im Alltag, wie man den anderen anschaut, wie wohl man sich in der Gegenwart des anderen fühlt. Dafür braucht es die drei Worte gar nicht.
 
  • #57
Ja, es ist richtiger als Deins bzw. kann man es nicht vergleichen, weil Deins nur für Dich richtig ist, weil Du zu einer anderen Sichtweise noch nicht bereit bist.
Du stehst noch immer vor dem selben Tor wie damals, als Du Liebe gewollt hast und nicht bekamst. Die anderen gehen durch und LERNEN, wie man unterscheidet, wann man liebt, wie es aussieht, wenn ein anderer einen liebt, dass Liebe und Beziehung was verschiedenes sind, dass man Kummer "überlebt", dass sich Partnerwahlkriterien ändern, dass Lieben und Brauchen was anderes ist usw.. Das lernst Du alles nicht, weil Du es nie riskierst.

Muss man nicht mehr hinterfragen, um sich auch selbst zu schützen? Ich weiß es ehrlich nicht, möchte aber diese Sichtweise auch zu bedenken geben
Denkst Du, das ist den Leuten nicht bewusst, wenn sie auf die Nase gefallen sind? Daher hier viele Threads, wo FSn umdenken durch die Erfahrung anderer und sich nicht mehr vormachen, geliebt zu werden oder zu lieben, sondern benutzt zu werden, abhängig zu sein oder eben, im schönsten Fall, zu erkennen, dass der andere sehr wohl liebt, aber es ANDERS ausdrückt. Das wäre mE vermutlich auch Dein Thema.

Deine Sichtweise aus dem letzten Zitat wird hier täglich mehrfach praktiziert. Und wenn einer rückfällig wird, ist das auch normal. Dann dreht er noch eine Runde in diesem Lernkarrussell. Aber so kommt man nur weiter, indem man irgendwann daraus aussteigt und vielleicht ins nächste kommt. Nennt sich Lebenserfahrung machen. Du drehst Dich noch im selben "ich wurde nie geliebt und deswegen mache ich xy". Ohne zu sehen, dass xy Dich nicht weiterbringt.

Dieses Gefühl haben viele, aber sie kamen weiter als Du. Durch Nachdenken und dann Handeln oder durch "learning by doing". Den Schritt hast Du bislang mE nicht gemacht, sondern lieber noch eine Runde gedreht. Brauchst Du so, aber Du kommst nicht dran vorbei auszusteigen, wenn Du nicht immer am selben leiden willst.
 
  • #58
Glaubst Du es dann, wenn man sagt, dass man zufrieden ist, sich geliebt fühlt?
Ich weiß, wie sich für mich Liebe anfühlt. Ich weiß, wenn ich liebe.

Ich kann Dir sagen, Liebe, Geliebtwerden - ist das Gefühl, es sind viele kleine Gesten, das Gefühl des Wirs, der Bindung, ein Glücksgefühl, wenn ich ihn sehe, eine Wärme... Ich brauche keine Worte, ich fühle. Ich spüre, was er aussendet.
Ohne Aber, ohne Zweifel.
Er ist wie er ist, ich bin wie ich bin. Mit allen unseren Eigenheiten - zu Liebe gehört auch, das ganze Paket zu sehen und zu lieben, die, den anderen nicht passend machen wollen, sondern genau so wert zu schätzen.

Übergriffig ist es aber, einer/m anderen zu unterstellen, nicht wirklich, richtig zu lieben...

W, 51
Nein, ich unterstelle nichts. Wie ich erwähnt habe, gibt es mehrere Sichten auf die Dinge und Empfindungen. Die Dinge, die einer als "ich werde geliebt" empfindest, muss ein anderer nicht so empfinden und umgekehrt. Es ist keine Unterstellung. Es ging mir nur um unterschiedliche Empfindungen in Bezug auf ein und dieselbe Sache. Ja, Dein Partner liebt Dich. Ich habe genau die Dinge erlebt, die Du oben aufgezählt hast, aber eben Zweifel, die sich dann ja auch bestätigt haben. Das war mein (!) Erlebnis. Es hat natürlich nichts mit dem Epfinden anderer zu tun.

Und hier gebe ich Dir 100 % Recht:

Was aber verliert man, wenn man sich Liebe nur einbildet?
Es ist doch egal, ob ich liebe oder denke zu lieben... die Psyche macht keinen Unterschied.

Ich habe mir diese Frage schon oft gestellt und meine Psychologin hat mich das auch gefragt. Ich kam nur zu einer Antwort: die Trennung sind halt weniger bitter. Ob es das wert ist? Ehrlich keine Ahnung! Die Trennungen, die ich als Außenstehende in meiner Familie erlebt haben waren derart schmerzhaft, dass ich weiß, dass ich das nie ertragen könnte.
 
  • #59
Ich bin ein extrem (zu extrem!?) nachdenklicher Mensch.
Du bist mE ein Mensch, der Angst hat vor seinen Gefühlen und sich das schönredet mit "ich bin nachdenklich".

Du bist sicher nachdenklich, aber es bringt Dir nichts, das ist der Punkt. Es schadet Dir in dem Moment, wo Du es benutzt, um Deine Verzagtheit beim Erfahrungmachen schönzureden.

Das soll kein Vorwurf sein, das kommt aus Angst und wer Angst hat, will sich immer weiter schützen. Ist vielleicht auch noch nicht so weit, es anders zu machen. Aber rede das nicht schön mit "ich bin nachdenklich". Du hast Angst und Du willst nichts riskieren. Dann würde ich aber auch sagen, lass es sein mit Partnersuche und kümmere Dich um Deine Angst.

Andere hier sind auch sehr nachdenklich im Gegensatz zu denen, die in eine Beziehung rennen, ein gutes Bauchgefühl schneller haben oder instinktiv immer das Richtige für sich tun. Nur TUN die alle irgendwann was, weil ihr Nachdenken gebracht hat, ihre Probleme zu erkennen, statt sie zuzudecken, indem sie sich diese Eigenschaft "nachdenklich sein" zu einer Tugend deklarieren, obwohl sie zu nichts geführt hat auf dem Gebiet der Gefühle. Das geht auch nicht. Irgendwann muss man welche erleben und hat dann neue Grundlagen zum Nachdenken.

Ja, meine Männer haben mich nicht geliebt, aber es hat mir die Trennungen ungeheur erleichtert

Kann es nicht auch sein, dass Du sie nicht liebtest, und das hat es erleichtert?

Ja, bei Leidenserfahrung sollte über Partnerwahl nachgedacht werden. An dem Punkt bist Du mE auch gerade, weil Du gleich von vornherein mit Nichtliebe in die Beziehung gingst. Man könnte sagen: Das hättest Du Dir dann, wenn Du drüber RICHTIG nachgedacht hättest, auch sparen können. Du leidest doch jetzt auch, nur eben an was anderem als die, die Du für unreflektierter hältst.

Ich weiß nur, wie Elternliebe geht (zu meiner Tochter), nicht wie Paarliebe.
Meiner Ansicht nach ist Liebe Liebe. Das fühlt sich nicht anders an, wenn man es auf das Gefühl runterbricht, es kommen nur ganz andere Gefühle dazu, wenn es ein Kind ist, Freund, Geschwisterkind oder eben ein Partner. Aber das Gefühl ist das Gefühl. Bei anderen als dem Partner gibt es keine VERliebtheit, nichts Sexuelles, keine Aufregung, andere Erwartungen.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviele ganz schnell Single wären, wenn die erste Krise kommt und dann aus allen Wolken fallen würden.
Für Dich ist Dein Weg richtig, sonst wär er anders. Aber Dich hier generell als reflektierter hinzustellen, weil die anderen Leidenserfahrungen machen, ist sinnlos. Die können mit solchen Leidenserfahrungen umgehen, Du könntest es nicht. Und Du machst gerade Leidenserfahrungen, die die anderen nicht haben wollten. Dein Weg ist ja keineswegs leidensfrei.
 
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  • #60
Liebe FS,

um das mal zusammen zu fassen:
Du willst die drei "berühmten Worte" hören. Würde er sie sagen würdest du es nicht glauben.
Was soll dein Partner da deiner Meinung nach tun?

In einem anderen Thread schreibst du, dass du nicht weißt wie sich Liebe anfühlt (von Liebe kann nach sechs Monaten noch nicht die Rede sein).
Auch hast du geschrieben, dass du dich mit ihm langweilst.
Man bekommt den Eindruck, dass du diejenige Person in dieser Konstellation bist, die keine aufrichtigen Gefühle entwickelt hat. Kann das sein?
Hinzu kommt, dass da noch viele unverarbeitete Dinge in dir herum schwirren, die du erstmal bearbeiten solltest, bevor du dich wieder mit jemandem zusammen tust. Denn wirklich drauf einlassen kannst du dich mE nicht.
 
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