• #61
Ob es das wert ist? Ehrlich keine Ahnung! Die Trennungen, die ich als Außenstehende in meiner Familie erlebt haben waren derart schmerzhaft, dass ich weiß, dass ich das nie ertragen könnte
Dann bleibt dir - als einzig logische Schlussfolgerung - keine Beziehung einzugehen. Hier wirst du 100% Sicherheit darüber erlangen, niemals verlassen, oder anderweitig enttäuscht zu werden.

Es ist nur so schade, dass du das Kind, das du damals warst, selbst so im Stich lässt.
 
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  • #62
Ich denke, am Anfang möchte man noch glauben, dass man den bzw. die andere überzeugen kann.
Sehe ich auch so. Es gibt einem ja auch ein Gefühl, dass man was tun kann bzw. auch irgendwie sowas wie "du bist ihm wichtig, er wünscht sich ja Liebe von dir". Dass man gegen Schatten aus der Vergangenheit kämpft, weiß man doch nicht, wenn man nie mit solchen Problemen so zu tun hatte. Im Kleinen passiert das ja häufiger, dass man mit längst verflossenen Exen und ihren Auswirkungen kämpft. Aber wenn derjenige seine schlechte Erfahrung hinter sich lassen kann und dadurch sein Verhalten des Misstrauens ändert, wird ja alles doch gut. Zumindest, was das betrifft.

Du hast, fürchte ich, so eine Angst davor, was denn dann WÄRE, wenn du liebst und der andere dich auch
Mein Eindruck ist auch, dass der ganz große Flash erwartet wird, der erlösend sein wird und alles "richtig" werden lässt, was bislang schieflief.
Vielleicht ist es auch die Angst davor, dass Liebe und Lieben schrecklich banal aussehen könnte. Ohne Flash, ohne großartige Gefühlsachterbahn am Anfang (die kann durchaus noch kommen). Vielleicht sind es viel zu märchenhafte Erwartungen daran, wie sehr man vom anderen dann behandelt wird, was er in einem auslöst (was ja sowieso nicht geht, wenn man es aus Angst nicht will oder es nicht fühlen kann, weil noch Blockaden da sind).
Und das hier spielt eine große Rolle:

Die Trennungen, die ich als Außenstehende in meiner Familie erlebt haben waren derart schmerzhaft, dass ich weiß, dass ich das nie ertragen könnte.
Klingt so, als hättest Du diese Trennungen und ihre Auswirkungen bei anderen gesehen, aber wie sie die empfunden haben, kannst Du Dir ja trotzdem nur vorstellen, selbst wenn Du diejenigen hast leiden sehen. Du bist ja auch nicht DIESE Leute. Du gehst mit eigenen Empfindungen durch die Welt. Vielleicht wärst Du nicht zerbrochen an den Erfahrungen.

Eines ist aber für mich jedenfalls offensichtlich: Deine Methode, Beziehungen angehen zu wollen, wird zwangsläufig IMMER zum Scheitern führen. Also würde ich mich fragen, ob Du wirklich eine Beziehung BRAUCHST oder Dir nicht lieber das Singleleben schön machen solltest oder aber eine andere Form von Verbindung zu einem Mann suchen solltest, wo es nicht um Liebe geht.

Da ich aber Deinen ganzen Beiträgen entnehme, dass Du Dich danach sehnst, geliebt zu werden, schließt sich hier der Kreis der Unmöglichkeit.
Entweder, Du riskierst, das Trennungsleid der anderen auch mal zu erleben, oder Du hast eben Deine Sparflammenbeziehungen mit den nicht so schmerzhaften Trennungen und mit dem Leid, das Du jetzt gerade erlebst.
 
  • #63
@Hasendompteur,
ich denke, du solltest dich mehr auf dich selbst konzentrieren. Dich selbst lieben lernen. Ab dem Zeitpunkt, wo du es tust, wird sich dein ganzes Leben positiv verändern. Du wirst es den Männern glauben.
Der Weg dorthin ist hart, aber es lohnt sich.

Wenn du es nicht schaffst, wirst du immer Zweifel haben, dann ist es egal, wen du an deiner Seite hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #64
Entweder, Du riskierst, das Trennungsleid der anderen auch mal zu erleben, oder Du hast eben Deine Sparflammenbeziehungen mit den nicht so schmerzhaften Trennungen und mit dem Leid, das Du jetzt gerade erlebst.
Perfekt auf den Punkt gebracht (überhaupt sollte sich @Hasendompteur deine Texte sehr genau ansehen; sie treffen mE ins Schwarze).
Letztendlich ist es eine Entscheidung.

Und da halte ich persönlich es wie der Schriftsteller Samuel Butler: "Es ist besser, geliebt und verloren zu haben, als niemals geliebt zu haben."
 
  • #65
Und da halte ich persönlich es wie der Schriftsteller Samuel Butler: "Es ist besser, geliebt und verloren zu haben, als niemals geliebt zu haben."
So sehe ich das auch.

Und noch eine Sache ist mir eingefallen: Niemand wird in einem Partner die Liebe finden, die er sich von seinen Eltern gewünscht hätte, aber nicht bekommen hat.
Das ist einfach nicht nachzuholen, denn ein Partner will ja kein Kind, um das er sich allumfassend liebend sorgen will, sein Leben so heil wie möglich machen will, dessen Bedürfnisse er über die eigenen stellt und das er liebt, ohne zurückgeliebt zu werden (ein Baby BRAUCHT ja die Eltern, es gibt nichts bewusst zurück und hat auch nicht die Absicht). Ein Partner will einen Partner.

Ich denke, Du, @Hasendompteur , suchst liebende Eltern in Partnern. Und Du versuchst, wie ein Kind diejenigen zu täuschen über Dein wahres Wesen, weil man das als Kind bei Eltern machen MUSS, um zu überleben. Denn man ist ja abhängig.
Von Partnern bist Du es nicht, Du kannst Dich ihnen zeigen, wie Du bist (musst Du sogar, wenn Du willst, dass sie DICH lieben und nicht Dein Fake), und Du wirst überleben, wenn sie Dich dann nicht wollen.

Wer sich verstellt, kann sich auch nicht geliebt fühlen, weil er SICH ja gar nicht zeigt. Der andere MUSS sich in ein Fake verlieben und das lieben. Das klappt auch, weil der Faker sich perfekt anpasst an die Bedürfnisse des anderen, denn der Faker wünscht sich ja auch, geliebt zu werden, und denkt, es so zu erreichen. Nur klappt das nicht und hinterher kann er sagen "DIE haben mich auch nicht geliebt". Die hatten aber auch nicht mal die Chance.

Ich denke, Deine ganze Light-Version bringt genauso viel Kummer. Erst den, den Du jetzt hast mit "ich fühle nicht, ich glaube ihm das nicht, aber ich will, dass er irgendwas sagt, das mir das Gefühl gibt, das ich haben will".
Und dann doch Verlustschmerz, wenn das ganze wieder zerbricht, einfach, weil das so nicht klappen kann, und woraus der Gedanke folgt "ich werde doch niemals glücklich".
Vielleicht wirst Du auch jeden, der Dich liebt UND richtig Dich und nicht Dein Fake kennengelernt hat, für einen Deppen halten, weil Du ja davon überzeugt bist, dass Du nicht liebenswert seiest. "Ich würde nie einem Club beitreten, der mich als Mitglied akzeptiert" (G. Marx)

Es bleibt nur der Weg, sich selbst zu lieben, denn dann verzeihst Du Dir Deine Macken und damit kannst Du auch anderen ihre Macken verzeihen, denn niemand ist perfekt, niemand liebt perfekt. Und Du kannst einem anderen dann auch glauben, dass er Dich liebt, obwohl Du Macken hast. Du liebst ihn ja auch, obwohl er welche hat.

Kein einfacher Weg, aber Du willst ja ans Ziel, sonst hätten wir diesen Thread hier nicht.
 
  • #66
Was müsste denn passieren, dass du dich geliebt fühlst?
Weißt du das?

Wieso weisst du das du dein Kind liebst.
Was ist da anders?

Alles Gute 🍀
Liebe Liviana,
darüber habe ich heute viel nachgedacht. Ich würde mich geliebt fühlen, wenn nicht alles aufgerechnet würde. Wenn jemand mir Gutes tun würde ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Der mich gut finden würde, wenn ich auch mal eine negative Seite von mir zeigen könnte, ohne mich zusammenreißen zu müssen. Wenn er mich gut finden würde, wenn er noch mein "altes" Aussehen (vor den ganzen Korrekturen) kennen und gut finden würde. Es war früher die reinste Zitterpartie, wenn ich mich zum ersten Mal ohne styling präsentieren "musste". Das war immer die ultimative Bewährungsprobe für mich und die Frage "geht er nun oder bleibt er". Nein, ich hatte keine wesentlichen Makel, aber eine viel zu große Nase und ich fühlte mich furchtbar unscheinbar.
Meine Mutter machte keinen Hehl daraus, wie enttäuscht sie über mein Aussehen war. Sie wollte die hochgewachsene, hauchdünne, blonde Tochter. Ich bin aber nur 1,73 m groß und vom Körperbau breitschuldrig.
Dieses Problem gibt es zum Glück mit dem aktuellen Partner nicht mehr. Er lobt mich für meine Schönheit, aber ich frage mich natürlich, was er ohne all die tollen Möglichkeiten der Verbesserung über mich gedacht hätte.......
Eine negative Seite kennt er schon. Ich bin eine Extremshopperin und es fließen pro Monat ca. 2.000 Euro in Kosmetik, Klamotten und alles, was vermeintlich schöner macht. Er versucht mir liebevoll zu sagen, dass das doch nicht nötig wäre und es schreckt ihn nicht ab. Meine letzten Partner meinten, das wäre viel zu viel und meinten mich diesbzgl. erziehen zu wollen.

Die Liebe zu meinem Kind ist unvergleichbar und einzigartig.
Ich würde alles für sie tun und natürlich ohne Gegenleistung. Ich würde mein Leben für sie hingeben. Diese Liebe ist einfach bedingungslos.
 
  • #67
Dieses Problem gibt es zum Glück mit dem aktuellen Partner nicht mehr. Er lobt mich für meine Schönheit, aber ich frage mich natürlich, was er ohne all die tollen Möglichkeiten der Verbesserung über mich gedacht hätte.......
Eine negative Seite kennt er schon. Ich bin eine Extremshopperin und es fließen pro Monat ca. 2.000 Euro in Kosmetik, Klamotten und alles, was vermeintlich schöner macht. Er versucht mir liebevoll zu sagen, dass das doch nicht nötig wäre und es schreckt ihn nicht ab.
Liebe FS, von außen würde ich sagen: Der Mann liebt dich. Er verhält sich unterstützend und liebevoll. Dass er dich vor den OPs nicht kennt, daran kann er ja nichts ändern. Ich wünschte, ich könnte dich mal drücken. Du scheinst ein wirklich toller Mensch zu sein, und kannst es selbst nicht sehen vor lauter Ängsten und Selbstzweifeln. Ich wünsche dir sehr, dass du da vielleicht in einer Therapie endlich einen besseren Zugang zu dir findest und Selbstliebe, ganz wichtig. Ich denke, dann wirst du es erst annehmen können. Dabei hast du es doch verdient!
Das war immer die ultimative Bewährungsprobe für mich und die Frage "geht er nun oder bleibt er".
Ich finde es wahnsinnig schade, dass man über sowas wirklich nachdenkt bei einem neu kennengelernten Mann. Aber aus deiner Sicht verständlich. Aber ich würde da eher denken: Jemand, der geht, weil ich Pickel habe und nicht wie in der Werbung morgens aufwache, der kann mir doch gestohlen bleiben!! Da bin ich ja froh, wenn er geht, wenn er so oberflächlich ist! Er soll mich ja nicht nur für mein Aussehen und das perfekte Styling lieben! Ist mir aber auch noch nie passiert.
 
  • #68
Ich bin eine Extremshopperin und es fließen pro Monat ca. 2.000 Euro in Kosmetik, Klamotten und alles, was vermeintlich schöner macht. Er versucht mir liebevoll zu sagen, dass das doch nicht nötig wäre und es schreckt ihn nicht ab. Meine letzten Partner meinten, das wäre viel zu viel und meinten mich diesbzgl. erziehen zu wollen
Das klingt doch gut. Vielleicht hast du auch Angst, dich gefühlsmässig einzulassen. Wer sich nicht gefühlsmässig einlässt, kann nicht verletzt werden,nicht wahr. Kann jederzeit aufstehen und gehen.
 
  • #69
Es war früher die reinste Zitterpartie, wenn ich mich zum ersten Mal ohne styling präsentieren "musste". Das war immer die ultimative Bewährungsprobe für mich und die Frage "geht er nun oder bleibt er". Nein, ich hatte keine wesentlichen Makel, aber eine viel zu große Nase und ich fühlte mich furchtbar unscheinbar.

Ich bin eine Extremshopperin und es fließen pro Monat ca. 2.000 Euro in Kosmetik, Klamotten und alles, was vermeintlich schöner macht.
Diese Probleme mit dem eigenen Aussehen bzw. den Schönheitswahn und die Shoppingsucht oder allgemein die Minderwertigkeitskomplexe und Elternthematik würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall therapeutisch aufarbeiten! Das hört sich für mich wirklich extrem ungesund an.

Denn wenn du keine entstellenden Makel hattest (schlimme Narben etc.), was kann denn an deinem Gesicht so furchtbar gewesen sein, dass ein Mann, der dich kennt und schätzt, nur deswegen wegrennen sollte? Was hast du alles verändert? Schminkst du dich sehr stark und traust dich ohne Schminke nicht aus dem Haus? Ich kann das irgendwie nur sehr schwer nachvollziehen, wie man sein natürliches Gesicht nicht mögen kann, das finde ich total traurig. Kaum ein Gesicht ist doch wirklich "hässlich". Klar, die meisten von uns sind keine Models mit perfekten Proportionen, aber das eigene Gesicht ist doch was Schönes, Individuelles, spiegelt deinen Charakter ...

Und auch mit der Shoppingsucht ... Wer es sich locker leisten kann, ok. Aber trägst du die ganzen Sachen auch wirklich?

Kann es sein, dass du immer mit sehr oberflächlichen Menschen zusammen warst und das Gefühl hattest, ihren Ansprüchen nicht zu genügen?

Das liest sich so traurig und anstrengend. Ich genieße es sehr, zu Hause auch mal im Hänger-Penner-Look mit unordentlichen Haaren, ungeschminkt (sowieso immer) und vielleicht sogar Schlaffalten oder Augenringen oder kleiner Hautunreinheit rumlaufen zu können, ohne dass mein Partner was sagen würde. Mich stört das bei ihm ja auch nicht. Die meisten Paare, die ich kenne, zeigen sich einander auch "ungestylt" und alltäglich-zerknautscht. Natürlich sollte man sich nicht gehen lassen und auch mal hübsch machen für den Partner, aber zu Hause will ich mich frei und entspannt fühlen und so angenommen werden, wie ich bin. Und ich behaupte mal, dass Männer in der Regel auch wissen, dass Frauen auch nur Menschen sind und nicht immer in jeder Situation "top" aussehen. Ich glaube, eine Frau mit Makeln und natürlicher Art ist oft sogar ziemlich beliebt, weil entspannt im Umgang. Und wenn sie nicht perfekt ist, muss der Mann es auch nicht sein, ist dann auch entspannter für ihn.
w26
 
  • #70
Lieber Hasendompteur , ich kann dich ja verstehen , weil ich mich auch als Kind ungeliebt gefühlt habe . Dabei denke ich dass meine Mutter mich auf jeden Fall geliebt hat , mich nur nicht verstehen konnte mit meinen vielen Emotionen . Ich fühle mich auch schnell ungeliebt . Aber jetzt sind wir erwachsen . Und du musst dir dringend Hilfe holen . Dieser Schönheitswahn und diese Ausgaben für Kosmetik hören sich ungesund an. Du bist nicht frei und gefangen . Du weißt nicht ob du den Mann genügend liebst und fühlst dich zeitweise unwohl mit ihm, er soll aber soll Liebesschwüre äußern. Ein halbes Jahr ist nicht lange , wieso lässt du den Dingen nicht seinen Lauf ? Rufe morgen bei einem Therapeuten an, am Besten bei einem männlichen . Ein erfahrener , souveräner empathischee Therapeut könnte dir weiter helfen ganz zu werden. Im Übrigen weißt du gar nicht ob du nie geliebt worden bist . Ich denke dass deine Wahrnehmung verzerrt ist . Ich habe mich in der Schwangerschaft von meinem damaligen Partner getrennt und es hat ihn schwer getroffen. Wenn ich ihm sagte , dass wir uns nicht geliebt haben , dann meint er nach 20 Jahren immer noch ich solle für mich sprechen und nicht für ihn. Er habe mich geliebt , ich hätte es aber nie sehen können . Und vielleicht hat er auch recht damit . Daher werde gesund und dann wird sich auch deine Wahrnehmung ändern. Letztendlich ist es auch wichtiger zu lieben als geliebt zu werden. Ich bin so oft reingefallen und habe mehr gegeben als bekommen aber ich schäme mich nicht . Im Gegenteil ich freue mich über mein enpfindsames Herz, dass lieben kann. Liebe ist ein Risiko . Wir werden verletzt werden, aber daran sterben wir nicht . Lass dir keine kostbaren Lebensjahre rauben und übernehme Verantwortung für dein Leben . Und lass dir auf jeden Fall helfen . Im Fall deines Partners würde ich es nicht mehr erwähnen . Ich würde es nicht ansprechen. Denn wenn er darauf hin die beliebten drei Worte sagt würdest du es auch nicht wertschätzen können , weil du denken würdest, du hättest ihn dazu genötigt . Alles Liebe ! Sei nicht dein schlimmster Feind !
 
  • #71
Eine negative Seite kennt er schon. Ich bin eine Extremshopperin und es fließen pro Monat ca. 2.000 Euro in Kosmetik, Klamotten und alles, was vermeintlich schöner macht.
Wow, das ist echt viel Geld. Und es scheint nicht mal zu helfen, dass du dich wirklich besser fühlst.

Ich glaube nicht, dass es dir hilft, dich äusserlich permanent zu optimieren, solang du innerlich nur „endlose Wüste“ siehst.
 
  • #72
Es gibt hier ein paar Frauen, die grundsätzlich bei jeder Frau nur gut zureden, dass es passt, obwohl FS der Meinung ist, dass es nicht passt! Du solltest ausschließlich auf dein Bauchgefühl hören, sonst auf nichts!
 
  • #73
Hallo Ihr Lieben,

da bin ich schon wieder. In meinen letzten Thread hatte ich ja über meine Unsicherheit bzgl. meiner neuen Beziehung gesprochen. Wie Ihr wisst bin ich bisher in Beziehungen nie geliebt worden. Jetzt habe ich es aber sozusagen auch wortwörtlich gesagt bekommen, und es hat mich irgendwie schockiert. Wir sind ja jetzt ein knappes halbes Jahr zusammen und verbringen dank homeoffice 4 Tage die Woche miteinander. In dieser Zeit teilen wir praktisch alles miteinander, also auch das Bett. Gestern sagte er mir dann, dass er mich sehr gerne mag. Ich weiß nicht, warum, aber es hat mich irgendwie total schockiert. Wie gesagt, ich weiß, dass ich noch nie von einem Mann geliebt worden bin, aber nur mögen finde ich extrem wenig. Er verstand mein Problem nicht, sagt, dass das nun mehr wäre als man z. B. einem Freund sagen würde und er seinen Kindern ja auch keine Liebeserklärung machen würde. Er fand es erstaunlich, dass ich meinem Kind häufig sage, dass ich sie über Alles liebe. Lange Rede, kurzer Sinn. Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Das schlimmste ist das Deja Vu. Im Elternhaus ungeliebt und in Beziehungen auch. Und jetzt bekomme ich es auch noch gesagt. Als man es mir in den alten Beziehungen sagte, war es auch nicht die Wahrheit, aber die gesagte Wahrheit ist irgendwie auch schmerzhaft. Versteht Ihr was ich meine? Was soll ich bloß tun?

Vielen herzlichen Dank für Eure lieben Ratschläge und Antworten!
Ich denke das kommt mit der Zeit da die Beziehung noch frisch ist! Vielleicht hat Er auch Angst zu sagen dass Er ,dich liebt weil Er es einmal zu oft sagte und damit auf die Nase gefallen ist!Ich würde jetzt nicht darauf bestehen und erstmal abwarten! Trotzdem würde ich mir über meine Rolle in der Beziehung bewusst sein.Was erwartet ihr beide? Welche gemeinsamen Ziele habt ihr?Sag ihm das Du verletzt bist aufgrund der Aussage.Reden hilft immer!
 
  • #74
Meine Mutter machte keinen Hehl daraus, wie enttäuscht sie über mein Aussehen war.
Deine Mutter war wahrscheinlich selbst sehr unzufrieden mit ihrem Leben und hat sich ebenfalls nicht gemocht/geliebt. Das hatte überhaupt nichts mit dir zu tun. Deine Größe ist nämlich ideal. Hättest du so ausgesehen, wie sie es sich gewünscht hätte, hätte sie andere Kritikpunkte gefunden.

Schau dir die Leute an, die schlechte Stimmung verbreiten, dass sind alles Menschen, die unzufrieden/unglücklich sind. Bei glücklichen und zufriedenen Menschen habe ich es noch nie erlebt!
 
  • #75
Diese Probleme mit dem eigenen Aussehen bzw. den Schönheitswahn und die Shoppingsucht oder allgemein die Minderwertigkeitskomplexe und Elternthematik würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall therapeutisch aufarbeiten! Das hört sich für mich wirklich extrem ungesund an.

Denn wenn du keine entstellenden Makel hattest (schlimme Narben etc.), was kann denn an deinem Gesicht so furchtbar gewesen sein, dass ein Mann, der dich kennt und schätzt, nur deswegen wegrennen sollte? Was hast du alles verändert? Schminkst du dich sehr stark und traust dich ohne Schminke nicht aus dem Haus? Ich kann das irgendwie nur sehr schwer nachvollziehen, wie man sein natürliches Gesicht nicht mögen kann, das finde ich total traurig. Kaum ein Gesicht ist doch wirklich "hässlich". Klar, die meisten von uns sind keine Models mit perfekten Proportionen, aber das eigene Gesicht ist doch was Schönes, Individuelles, spiegelt deinen Charakter ...

Und auch mit der Shoppingsucht ... Wer es sich locker leisten kann, ok. Aber trägst du die ganzen Sachen auch wirklich?

Kann es sein, dass du immer mit sehr oberflächlichen Menschen zusammen warst und das Gefühl hattest, ihren Ansprüchen nicht zu genügen?

Das liest sich so traurig und anstrengend. Ich genieße es sehr, zu Hause auch mal im Hänger-Penner-Look mit unordentlichen Haaren, ungeschminkt (sowieso immer) und vielleicht sogar Schlaffalten oder Augenringen oder kleiner Hautunreinheit rumlaufen zu können, ohne dass mein Partner was sagen würde. Mich stört das bei ihm ja auch nicht. Die meisten Paare, die ich kenne, zeigen sich einander auch "ungestylt" und alltäglich-zerknautscht. Natürlich sollte man sich nicht gehen lassen und auch mal hübsch machen für den Partner, aber zu Hause will ich mich frei und entspannt fühlen und so angenommen werden, wie ich bin. Und ich behaupte mal, dass Männer in der Regel auch wissen, dass Frauen auch nur Menschen sind und nicht immer in jeder Situation "top" aussehen. Ich glaube, eine Frau mit Makeln und natürlicher Art ist oft sogar ziemlich beliebt, weil entspannt im Umgang. Und wenn sie nicht perfekt ist, muss der Mann es auch nicht sein, ist dann auch entspannter für ihn.
w26
Liebe Innana,
ich gebe zu, dass ich durch das homeoffice gar nicht mehr die Gelegenheit habe alle Klamotten zu tragen. Und mir ist auch bewusst, dass das nicht unbedingt ein gesundes Einkaufsverhalten ist. Daran möchte ich auf alle Fälle arbeiten.
Ich kann mich auch durchaus ungestylt vor einem Mann zeigen, also mit legeren Klamotten, aber ohne make-up habe ich damit einen Riesenproblem und die alte Nase hätte ich nie akzeptieren können. Gott sei Dank habe ich ein ganz tolle Kosmetikerin, die mir ein wunderschönes, dezentes permanent makeup verpasst hat. Dadurch muss ich mich zum Glück nie mehr ganz natürlich zeigen. Und Falten sind ja heutzutage zum Glück problemlos eliminierbar.
 
  • #76
Die Liebe zu meinem Kind ist unvergleichbar und einzigartig.
Ich würde alles für sie tun und natürlich ohne Gegenleistung. Ich würde mein Leben für sie hingeben. Diese Liebe ist einfach bedingungslos.
Ich würde die Liebe zum Kind nie mit der Liebe zu einem Erwachsenen vergleichen. Schon allein deshalb, weil ein Kind das Recht hat, bedingungslos geliebt zu werden, egal, was es macht. Du bist seine Mutter. Eine Partnerschaft funktioniert so aber nicht. Wenn mein Partner eine Null-Toleranz-Seite von sich zeigt (kannst irgendwas Beliebiges einsetzen), hat das Konsequenzen wie eine Trennung. Das steht aber bei einem Kind in der Form nie zur Debatte.
Du kannst die verpasste Liebe deiner Eltern nicht nachholen. Arbeite es auf, mit therapeutischer Hilfe, trauere, und dann richte den Blick nach vorne. In einer Beziehung bist du eben nicht das Kind, sondern eine Erwachsene. Beide schauen sich das an, ob es passt. Das machst du doch auch. Das ist erwachsen. Ein Kind dagegen liebst du, wie es ist (im Idealfall, jetzt leider nicht bei dir in deiner Kindheit).
Ich hatte in meiner Übergangsphase einmal eine kurze Beziehung mit so jemandem, der sich von seinem Vater nicht geliebt gefühlt hat und eine traumatische Trennung im Kindesalter hinter sich hatte.
Ich sag's mal so: Das Loch war nicht zu stopfen. Seine Unsicherheiten und seine Ansprüche waren maßlos. Übrigens ganz ähnlich wie deine. Hat sich an einzelnen Formulierungen aufgehängt, wollte dauernd Bestätigung und Liebesschwüre, etc. Das war nicht meines. Er selbst war wirklich sympathisch, attraktiv, clever. Aber mental unerträglich. Ich habe mich verabschiedet. Es nie bedauert.
Das gebe ich dir auch zu bedenken: Du hast es in der Hand. Was du willst, wirst du dir formen. Mit deinen (destruktiven) Gedanken. Kann es sein, du kannst das nicht (zulassen), glücklich sein, laufen lassen, mal schauen?
 
  • #77
Schon allein deshalb, weil ein Kind das Recht hat, bedingungslos geliebt zu werden, egal, was es macht. Du bist seine Mutter.
Bin völlig anderer Meinung!
Ein Partner der nicht bedingungslos und nicht wahrhaftig geliebt wird und deshalb auch nicht liebt, sollte sich niemals für mehr hinhalten und/oder für mehr benützen lassen, egal für was! Punkt.
Eine Partnerschaft funktioniert so aber nicht.
Nur so funktioniert eine Partnerschaft, jede andere Einstellung wird die Beziehung irgendwann brechen! Nur eine beidseitige und wahrhaftige Liebe wird alles überstehen!
In einer Beziehung bist du eben nicht das Kind, sondern eine Erwachsene. Beide schauen sich das an, ob es passt. Das machst du doch auch. Das ist erwachsen.
Erwachsene Menschen gehen aus verschiedenen Gründen zusammen, weil sie vielleicht nicht alleine sein können und/oder wirtschaftliche Zweckvorteile haben und/oder eine Familiegründung mit Kinder etc., wollen, meist ist das nur einseitig angepasst ohne wahrhaftige Liebe, auch und gerade wenn es nicht passt! Alle Beziehungen, die in die Brüche gehen, haben schon von Anfang an nicht gepasst, dazu die wahrhaftige Liebe gefehlt! Viele Frauen, bleiben trotzdem beim Mann, bis es dann doch nicht mehr geht, meist sind dann schon große Probleme und auch Kinder da, so läuft es doch sehr oft!
Ein Kind dagegen liebst du, wie es ist (im Idealfall, jetzt leide
Ein Partner sollte genau so geliebt werden, genau so wie er ist, natürlich beidseitig, während des Kennenlernes und in der Verliebtheitsphase finden Frauen den Mann cool, da aber viele Frauen den Mann nach der Verliebtheitsphase anders machen wollen, ihn kritisieren, ihn verändern wollen, der Mann das aber nicht mitmachen möchte, weicht er aus, sucht eine andere Frau, geht fremd, genau deshalb gehen viele Beziehungen schief, wir lesen das sehr häufig hier, leider ist das den meisten Frauen heutzutage immer noch nicht bewusst!
 
  • #78
Ich bin ein extrem (zu extrem!?) nachdenklicher Mensch. Das ist sicher unschön, aber ich kann auch nichts dafür. Aber mal ehrlich, wie leer wäre dieses Forum, wie viel weniger gescheiterte Beziehungen gäbe es, wenn man eventuell Gefühle etc. mehr reflektieren würde.
Ich gehöre auch zu den sehr analytischen und nachdenklichen Menschen, ist in gewissen Kontexten sehr hilfreich aber in anderen steht es einem massiv im Wege.
Ich bin aber inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass man Gefühle nicht reflektieren sollte weil das auch gar nicht so wirklich geht. Man kann die Reaktionen auf Gefühle reflektieren und versuchen zu Ergründen wo sie herkommen oder was sie auslöst aber die Gefühle selbst kann man nicht reflektieren denn sie sind kein kognitives Gebilde, das in unserem Großhirn entsteht sondern sie haben meist ihren Ursprung im limbischen System und das ist dem kognitiven nur bedingt zugänglich.
Wir können aber positive Gefühle zerdenken indem wir sie solange hin- und herwenden bis sie von negativen Gefühlen /Ängsten überlagert und von diesen verdrängt werden. Damit macht man sich das Leben aber selbst nur schwer. Ich denke es liegt in der Natur von positiven Gefühlen, insbesondere solchen die sich aus der Verbindung zu anderen Menschen ergeben, das sie enttäuscht werden können und man dann verletzt ist.
Die Alternative wäre aber diese positiven Gefühle sobald man sie bemerkt mittels negativer Gefühle aus Angst vor Verletzung wegzudrücken. Man verweigert sich dem positiven Gefühl aus Angst es könnte es ein schnerzliches Ende nehmen in dem man gleich den Schmerz wählt, die Möglichkeit des positiven Schönen läßt man außen vor. Das ist so ein bißchen wie aus Angst vor dem Tod Suizid zu begehen.
 
  • #79
Ich hatte jetzt ein ausführliches Gespräch mit meinem Partner. Er erklärte mir, dass er tatsächlich Angst hätte, seine Gefühle komplett zuzulassen, denn er würde ständig denken "es wäre alles zu schön um wahr zu sein". Er hätte Angst, mich wieder zu verlieren und frage sich, wo denn der Haken ist. Ich muss diese Aussage erst mal sacken lassen und weiß noch nicht so ganz, was ich damit anfngen soll. Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem.....
 
  • #81
Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem

Da bagatellisierst Du, sorry.

Es gibt genug Leute, die vorsichtig mit Gefühlen sind, langsam dabei sich einzulassen.
Nach 3 Monaten NICHT zu sagen - Ich liebe Dich - ist gesund.
Er kennt Dich nicht bzw. kaum.
Sein Instinkt ist anscheinend gar nicht verkehrt.

Er kennt Deine ganzen Rucksäcke nicht, Deine Gedanken, Deine Geschichten. Er weiß nicht, wie abfällig Du Dich über Liebe äußerst, er ahnt nicht, irre wenig Du Dich selbst magst, bzw. ablehnst.

Dein Einkaufsverhalten, Schönheitskorrekturen, Umgang mit Botox, die Ablehnung Deinerselbst, wenn Du nicht die perfekte Fassade aufgeschminkt hast.
Deine Leistungsbezogenheit, das Verhältnis zu Deiner Mutter, das nun nach ihrem Tod noch schwieriger zu klären ist, die Ablehnungen insgesamt.

Wenn Du nicht irgendwann anfängst, Dich mit dem Menschen hinter Deiner Fassade auseinander zu setzen, wird es Dir über kurz oder lang im die Ohren fliegen.
Der Erhalt solcher Fassaden und das Wegdrücken dieser Gefühle kostet so viel Energie, das trägt nicht ewig.
Und je länger Du damit wartest, desto schlimmer wird der Zusammenbruch.

Aber ich weiß, dass Du es weder lesen willst, noch glauben.
Solange das System funktioniert, lässt man es.

Und natürlich ist es bei Dir ganz anders.
Ich habe gelernt, es gibt viele mit solchen Geschichten.
Und ich weiß, dass je länger man wartet, desto schwieriger wird es mit dem Aufstehen, das gelingt bei weitem dann nicht mehr jedem.

Ich wünsche Dir alles Gute. (und bin damit auch raus...)

W, 51
 
  • #82
Er erklärte mir, dass er tatsächlich Angst hätte, seine Gefühle komplett zuzulassen, denn er würde ständig denken "es wäre alles zu schön um wahr zu sein".
Solche Menschen sind nicht imstande, eine Beziehung gut und harmonisch zu führen!
Er hätte Angst, mich wieder zu verlieren und frage sich, wo denn der Haken ist. Ich muss diese Aussage erst mal sacken lassen und weiß noch nicht so ganz, was ich damit anfngen soll. Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem.....
Mir Angst hat jemand zu verlieren, der verliert denjenigen garantiert!
Das ist lediglich die Ausrede für seine Unfähigkeit, weil er innerlich blockiert ist von Verletzungen und somit kann er sein Herz nicht öffnen für dich, solange ein Mensch sein Herz nicht geöffnet hat, wird aus keiner Beziehung etwas werden können, ein Riesenproblem vieler Beziehungspartner! Wer große Enttäuschungen und starke Verletzungen in sich trägt, der sollte wirklich das erst einmal alleine in Ordnung bringen, sonst überträgt er sein Problem auf seinen Beziehungspartner, das Problem verdoppelt sich, die Beziehung endet gewiss!
 
  • #83
Er hätte Angst, mich wieder zu verlieren und frage sich, wo denn der Haken ist. Ich muss diese Aussage erst mal sacken lassen und weiß noch nicht so ganz, was ich damit anfngen soll. Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem.....
Fange doch an dich ihm gegenüber authentisch zu verhalten und ihn auch daran teilhaben zu lassen was in dir vorgeht.
Ich weiß es ist sehr schwer und kostet mich auch jedes Mal "Überwindung" meinem Partner gegenüber auch meine Schattenseiten zu offenbaren. Du musst ja nicht direkt den ganzen Berg über ihn auskippen, aber Bröckchen für Bröckchen.
Er spürt doch auch, dass irgendetwas bei dir los ist wovon er nichts weiß und auch deine Zweifel. Da fällt es natürlich schwer sich zu öffnen und Gefühle zuzulassen.
Ja natürlich besteht die Gefahr verletzt zu werden... Die Angst habe ich nach meinem letzten Fiasko auch, aber ich denke auch, dass es sich lohnt sich dieser Angst zu stellen und überwinden zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #84
Menschenskinder

Macht ihr doch etwas Mut. Es heisst
MUT ZUR VERÄNDERUNG
Ja, jetzt hat sie endlich einen Freund. Nun müssen wir ihr aufzeigen, dass damit die Aufgabe noch nicht erledigt ist. Nach vorne schauen erhöht die Chancen sich zu entwickeln.
Ich halte es für gut, dass der Erste Schritt gegangen wurde. Nun kommt der zweite ....
Ja Hasendompteur ... Frauen werden nicht wegen einer roten Nase, einer versauten Frisur oder abgebrochenem Fingernagel verlassen. Sondern wegen dem ewigen Theater um solche Lappalien. Das nervt ....

Du willst eine Chance ? Dann gib ihm eine ...

Versuch es .....
 
  • #85
Ich hatte jetzt ein ausführliches Gespräch mit meinem Partner. Er erklärte mir, dass er tatsächlich Angst hätte, seine Gefühle komplett zuzulassen, denn er würde ständig denken "es wäre alles zu schön um wahr zu sein". Er hätte Angst, mich wieder zu verlieren und frage sich, wo denn der Haken ist. Ich muss diese Aussage erst mal sacken lassen und weiß noch nicht so ganz, was ich damit anfngen soll. Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem.....
Ich bin sehr erfreut von dir zu lesen.
Und freue mich, dass ihr ehrliche Wege einschlagen wollt🙃
Ich finde es ist doch gut, wenn ihr beide prinzipiell angetan seit von einander.
Behandelt euch gut und sorgsam, damit das zarte Pflänzchen der Zuneigung wachsen kann.
 
  • #86
@Hasendompteur überfrachtet diese Beziehung mit ihren Erwartungen. Um mit so einem Trauma fertigzuwerden (keine bedingungslose Liebe erfahren zu haben als Kind), muss sie eine Therapie machen, aber wirkt eher beratungsresistent. Ich persönlich habe auch den Eindruck, dass der Typ ziemlich sympathisch wirkt, aber sie sollte auch aktiv was gegen ihre tiefsitzenden Probleme unternehmen, parallel dazu.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #87
Wenn Du nicht irgendwann anfängst, Dich mit dem Menschen hinter Deiner Fassade auseinander zu setzen, wird es Dir über kurz oder lang im die Ohren fliegen.
Der Erhalt solcher Fassaden und das Wegdrücken dieser Gefühle kostet so viel Energie, das trägt nicht ewig.
Und je länger Du damit wartest, desto schlimmer wird der Zusammenbruch.

Aber ich weiß, dass Du es weder lesen willst, noch glauben.
Solange das System funktioniert, lässt man es.

Und natürlich ist es bei Dir ganz anders.
Ich habe gelernt, es gibt viele mit solchen Geschichten.
Und ich weiß, dass je länger man wartet, desto schwieriger wird es mit dem Aufstehen, das gelingt bei weitem dann nicht mehr jedem.

Ich wünsche Dir alles Gute. (und bin damit auch raus...)

W, 51
Liebe Lionne69, Du irrst Dich gründlich. Ich weiß sehr wohl, dass Du mit Deinen Ausführungen genau ins Schwarze triffst. Ich habe nur noch keinen Weg gefunden, mich mit dem Mensch hinter der Fassade auseinander zu setzen bzw. habe ich Angst davor, weil es mir momentan im Vergleich zu früher ganz gut geht. Ich habe Angst, dass ich wieder in dieses tiefe Loch falle, aus dem ich immer nur mit gößter Mühe rausgefunden habe. Außerem frage ich mich, ob ich wirklich viel korrigieren kann mit meinen 46 Jahren auf dem Buckel. Ich habe nun einen Therapeuten, dem ich sehr vertaue und ich habe ihn gefragt, warum wir eigentlich nie über meine Vergangenheit reden. Er sagte, dass es keine Rolle spiele, woher die Probleme kommen, sondern vielmehr zu lernen, richtig mit den Symptomen umzugehen. Komplett möchte ich mich mit der Vergangenheit auch nicht mehr auseinander setzen. Da würde ich in diesem Leben nicht mehr fertig. Es gibt dort noch Dinge, die ich selbst diesem Foum nicht anvertraut habe wg. den manchmal doch sehr bissigen Kommentaren einiger (zum Glück sehr) wenigen Foristen. Die trage ich ohnehin mein ganzes Leben mit mir rum, aber damit habe ich mich komischerweise abgefunden
 
  • #88
Ich habe nun einen Therapeuten, dem ich sehr vertaue und ich habe ihn gefragt, warum wir eigentlich nie über meine Vergangenheit reden. Er sagte, dass es keine Rolle spiele, woher die Probleme kommen, sondern vielmehr zu lernen, richtig mit den Symptomen umzugehen. Komplett möchte ich mich mit der Vergangenheit auch nicht mehr auseinander setzen. Da würde ich in diesem Leben nicht mehr fertig. Es gibt dort noch Dinge, die ich selbst diesem Foum nicht anvertraut habe wg. den manchmal doch sehr bissigen Kommentaren einiger (zum Glück sehr) wenigen Foristen. Die trage ich ohnehin mein ganzes Leben mit mir rum, aber damit habe ich mich komischerweise abgefunden
Ich kann das gut nachvollziehen. Eine Therapie, in der man die ganze Vergangenheit aufarbeitet, ist extrem anstrengend und hart, das habe ich im Umfeld auch gesehen. Ist dann deine Therapie eher eine Art Verhaltenstherapie, nehme ich an?
Das Problem ist, dass man damit aber bei schweren Problemen oft nur die Fassade kitten kann. Natürlich ist das immer eine Überlegung, ob es einem so, wie es jetzt ist, reicht, oder ob es sich nicht doch noch lohnen würde, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Du bist ERST 46 Jahre als, d.h. es könnte gut sein, dass dies erst die Hälfte deines Lebens ist. Wenn du dir überlegt hast, dass es dir reicht, die Probleme oberflächlicher anzugehen, also eher das "damit umgehen", dann ist das natürlich deine Entscheidung. Was ich mich frage, ist, ob das dann aber ausreichen wird, um Liebe annehmen zu können und Selbstliebe zu entwickeln - und auch einen Partner lieben zu können.
Hat dein jetziger Partner das Problem mit der Angst vorm Fallenlassen auch vorher schon, oder ist das zumindest teilweise die Reaktion auf dein Verhalten? Ich kann mir vorstellen, dass deine Art, in der Beziehung viel Liebe zu fordern, gleichzeitig misstrauisch zu sein und die Liebe selbst auch nicht geben zu können, den anderen sehr unsicher machen kann. Wenn ich merke, der andere kann sich nicht fallenlassen, dann wäre ich auch vorsichtig.
 
  • #89
Dein Einkaufsverhalten, Schönheitskorrekturen, Umgang mit Botox, die Ablehnung Deinerselbst, wenn Du nicht die perfekte Fassade aufgeschminkt hast.
Deine Leistungsbezogenheit, das Verhältnis zu Deiner Mutter, das nun nach ihrem Tod noch schwieriger zu klären ist, die Ablehnungen insgesamt.
Ja, das sind alles Mechanismen, die darauf abzielen, nicht abgelehnt zu werden. Das daraus resultierende Problem ist, dass man niemanden so ganz an sich ranlassen mag, weil dann könnte er ja hinter diese Fassade schauen. Da macht ja Nähe aus ...
Man kann die Reaktionen auf Gefühle reflektieren und versuchen zu Ergründen wo sie herkommen oder was sie auslöst aber die Gefühle selbst kann man nicht reflektieren denn sie sind kein kognitives Gebilde, das in unserem Großhirn entsteht sondern sie haben meist ihren Ursprung im limbischen System und das ist dem kognitiven nur bedingt zugänglich.
stark formuliert 👍🏻 Gerade wenn es sich um Bindungstrauma handelt, sind kognitive Ansätze wenig hilfreich, weil nicht das passende Werkzeug. Ich schätze mal, dass die FS die falsche Therapieform für sich gewählt hat.
 
  • #90
Anscheinend haben wir beide ein ganz ähnliches Problem.....
Wäre doch aber gar nicht ungünstig. Ihr könntet euch schrittweise öffnen, keiner erwartet vom anderen, dass er mehr tut. Ihr könnt Regeln finden, die euch Sicherheit geben und versteht, wenn der andere Fragen fragt, die einen sicheren Menschen verwirren würden.

Ich finde gut, dass Du drüber geredet hast. Sieht ja so aus, als würde es sich zusammen entwickeln können.

Es klang jetzt für mich nicht so, als würde er nur Deinetwegen vorsichtig sein, weil Du so zögerlich bist. Ich glaube, wenn das so wäre, hätte er nach so langer Zeit, die ihr euch schon kennt, längst die Geduld verloren.
 
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