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  • #31
Ja, es schreckt viele Männer ab, vor allem die, die nicht viel über diesen Beruf wissen, wenige kennen, die ihn ausüben und voller Vorurteile und Stammtischmeinungen sind.
Und vielleicht sogar Angst haben vor einer Frau, der sie vermutlich wenig vormachen können.

Nein, ich bin keine Psychotherapeutin, aber ich kenne mehrere. Keine von ihnen hat auch nur im Entferntesten einen an der Waffel, sondern es sind sehr gebildete und gut ausgebildete, lebenserfahrene, verständnisvolle Frauen, die mit sich im Reinen sind - und sehr gute Partnerinnen, denn sie kennen nicht nur die Abgründe der menschlichen (männlichen?) Seele, sondern haben überdurchschnittliches Einfühlungsvermögen, sind sehr tolerant, kennen sich selbst, weisen dem Partner keine Schuld zu, können Gespräche führen, sich gut ausdrücken, hervorragend zuhören, bei Bedarf trösten, raten und helfen.

Fast alle leben in langjährigen, glücklichen Partnerschaften mit Männern, die zu beneiden sind und auch oft beneidet werden.
 
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  • #32
Das ist schon extrem naiv!

Natürlich färbt der Beruf aufs Privatleben und die eigene Psyche ab. Das ist doch bei jedem so.

Wenn man den ganzen Tag nur mit psychisch Gestörten zu tun hat, bleibt das für den Therapeuten nicht ohne Folgen. Es verändert auch seine Psyche.
Wenn er nicht vorher schon gestört war, wird er es nach ein paar Jahren Berufsausübung ganz sicher sein.

Ich bin die von Dir zitierte.

Da ist nix naiv.

Starker Tobak, den Du da von Dir gibst.
Ich muss also demnach davon ausgehen, dass z.B. der langjährige Chefarzt einer großen, sehr gut beleumdeten, psychiatrischen Klinik hier in der Stadt komplett einen an der Waffel hat...
Au weia.....

Im Gegensatz zu einigen hier Schreibenden hat er

a) eine tolle Familie mit berufstätiger Ehefrau und 4 Kindern
b) ist beruflich und gesellschaftlich etabliert
c) kann hervorragend mit Menschen umgehen.

Ich kenne persönlich einen Fleischermeister, der eine Seele von Mensch ist, weder ungehobelt noch grobschlächtig noch sonstwas...
Ach ja, er ist "bloß" Handwerksmeister, was ihn -zu seinem Glück- bei etlichen standesdünkelnden Schreiber hier durchs Raster fallen ließe...

Ich vergaß... Der Mann ist beruflich erfolgreich, sehr fleißig, engagiert sich im sozialen Bereich (Senioren!!!!), hat Frau und Kinder und ist das, was man bodenständig nennt.
Aber wahrscheinlich würde er sich als gestandener Mann gar nicht mit Leuten abgeben, die ihn nur auf seinen Beruf reduzieren ^^
 
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  • #33
Ich habe den Eindruck, viele Männer haben Vorurteile und meinen "analysiert zu werden".
Wie sieht das die Männerwelt wirklich?

Du forschst ja, bist an den Meinungen interessiet. Mit Dir kann man bestimmt gut reden. Frauen finden redende Männer nicht gut, voll unsexy. Wenn das nun selten vorkommt, dann könnte Mann auch mal ein Problem diskutieren. Problem heißt reden um vergessen zu können. Frauen sehen Problem als Müll an und wollen ihn nicht. Du weißt wie der Hase läuft und das fände ich gut als Mann.
 
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  • #34
Also für mich wären:

- Leichenbestatter
- Schlachter
- Gynäkologen
- Prister

ein Problem!
w 34
 
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  • #35
Zeugt es nicht von Intoleranz, davon auszugehen, dass jeder Mensch, der im Bereich Psychologie arbeitet, selbst ein psychisches Problem hat?
Die meisten Klienten von Psychologen sind selbst keine Psychologen.

Sehr scharfsinning. Die meisten Elektriker holen sich aber auch keinen fremden Elektriker ins Haus um den Herd anschliessen zu lassen, usw. das gilt doch für fast (!) alle Berufe.
Ausnahmen ist vielleicht der Herzchirug, der sich nicht selbst operiert....

Viele nennen es Vorurteile, ich nenne es Lebensweisheit, aber es gibt schon eine gewisse Affinität zwischen PsychoXXX und bestimmten Verhaltensweisen wie Glaube an Esoterik/Astrologie usw.
Ich hatte mal eine Freundin mit dem Beruf und kannte über diese deren Bekanntenkreis, auch alle Psycho<irgendwas>. Naja, ich hatte vorher noch nie was von Bachblüten, Schüsslersalzen, Aszendenten, Pendeln, Mondsteinen, usw. gehört, danach glücklicherweise auch nicht mehr....
 
  • #36
Also mich schreckt der Beruf nicht ab, vielmehr das Gegenteil. Bei Psychologen und mehr noch bei Psychotherapeuten habe ich Grund zur Annahme dass sie (bin m, daher eher an der weiblichen Ausprägung interessiert) a) grundsätzlich zur Selbstreflexion. b) Differenzierten Betrachtung von Gefühlen und kognitiven Prozessen fähig und c)allgemein an inneren Prozessen ihrer Mitmenschen interessiert sind.
Alles drei ist für mich absolutes Minimum einer Partnerschaft und da räume ich dieser "Berufsgruppe" einen leichten Vorteil* ein. Mit einer Psychiaterin täte ich mich schon etwas schwerer. Aber das liegt daran, dass mir der biologistische Ansatz sehr fremd ist, auch wenn ich durchaus weiß, dass er bei einigen Krankheiten funktionierende Werkzeuge zur Verfügung stellt. Schwerer heißt hier aber nicht notwendig unmöglich.

*Der eingeräumte Vorteil ist natürlich gleichzeitig ein Vor-Urteil im Wortsinne und müsste sich im Kennenlernen noch verifizieren.
 
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