• #1

Schreckt der Studentenstaus/Ausbildungsstatus Beziehungen ab?

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich studiere Lehramt und bin so gut wie fertig. Ich habe in der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass die Tatsache, dass ich Lehrerin werden möchte den ein oder anderen Menschen ins stocken gebracht hat bzw. gesagt wurde dass ich ja dann wer weis wir klug sein muss. Ich empfinde mich wie jeden anderen Menschen, bin nicht außergewöhnlich, habe meine Schwächen und natürlich auch Zukunftsängste. Ich habe bis dato einen potentiellen Partner kennengelernt der auch in dem Bereich arbeitet. Aber ich hätte gar keine Probleme damit, wenn ein zukünftiger Partner nicht studiert hat. Darauf kommt es meiner Meinung nach in einer gesunden Beziehung nicht an.
Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht? Kann ein unterschiedlicher Ausbildungsstatus die Entwicklung einer Beziehung behindern?
lg
 
  • #2
Menschen werden nicht durch Bildungsstatus abgeschreckt, da kommen ganz sicher noch andere Dinge dazu.
 
  • #3
Meiner Erfahrung nach spielt der Bildungsabschluss für Frauen eine größere Rolle, als es umgekehrt bei Männern der Fall ist. Zumindest habe ich bisher noch keine Akademikerin kennengelernt, die ihre Suche nicht nach studierten Männern ausgerichtet hätte. Dagegen finden sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis durchaus Akademiker, deren Partnerinnen keinen Hochschulabschluss besitzen.

Unter allen denkbaren Selektionskriterien ist dieses eines derjenigen, das ich sogar nachvollziehen kann. Schließlich muss man sich in einer Beziehung ja auch unterhalten können. Wobei natürlich fraglich bleibt, inwiefern ähnliche Abschlüsse gleiches Bildungsniveau garantieren. Da gibt es sicherlich bessere Maßstäbe als das Diplom, den Bachelor / Master, das Staatsexamen oder die Promotion.

Ich persönlich lege da mehr Wert auf andere Dinge. Sozialkompetenz und EQ sind mir bspw. grundsätzlich wichtiger als Bildung und IQ. Aber jedem das seine.
 
  • #4
Dass ausgerechnet Lehrer besonders intellektuell sind, denkt vermutlich niemand. Es ist eher die Angst vor Besserwisserei. Erstaunt hat mich oft hier im Forum, wie schlecht Lehrerinnen wegkommen. Ich habe zwei Freundinnen, die es sind, und keine von beiden bestätigt auch nur im Allerentferntesten die Vorurteile, dich ich hier immer wieder lese (besserwisserisch, grauenhaft schlecht angezogen, mäkelig, bequem ...).
Du schreibst, dass du kein Problem damit hast, wenn ein potentieller Partner nicht studiert hat. Ist es so, dass du bereit bist, downzudaten, weil du meinst, du lernst als Lehrerin keinen ebenfalls studierten Mann kennen? Weil er dich für zu intelligent und gebildet hält?
Du schreibst, dass die Tatsache, dass du auf Lehramt studierst, Männer ins Stocken gebracht habe, weil sie dich für ungeheuer klug halten. Wundert mich. Allein in diesem kleinen Satz von dir, in dem du das erklärst, sind mehrer Fehler (fünf an der Zahl bei flüchtigem Begutachten), was ich von einer Lehrerin nicht erwarten würde.
Ja, das klingt besserwisserisch. Ich bin übrigens keine Lehrerin.
Aber wenn du schon fragst ...
Nein, daran, dass du unerhört einschüchternd wirkst durch deine überlegene Bildung - daran kann es sicher nicht liegen.
Ich will dir nicht auf die Zehen treten; entschuldige bitte, wenn ich das gemacht haben sollte. Vielleicht konnte ich dir helfen und etwas gerade rücken.
 
G

Gast

  • #5
Ich denke, Du wirst es wegen des Berufes schwer haben, nicht wegen Deines Ausbildungsstatusses. Die Lehrer, die ich kennengelernt habe, seit ich aus der Schule raus bin, waren alle anstrengend und unangenehm. Man konnte sich nicht von gleich zu gleich unterhalten, weil sie einem immer die Welt erklären wollen und von Natur aus Recht haben.

Ich sage Dir ganz ehrlich, mich schrecken solche Berufe mittlerweile ab. Lehrer und noch schlimmer Professor, da greift erstmal, dass viele Männer sowieso immer schlauer sein müssen als ihre Freundin/Frau und es zu keinem interessanten Wissensaustausch kommt, und dann noch mal der Beruf, der es noch viel schlimmer zu machen scheint. Dieses ständige "ich bin dir überlegen und ich habe recht" ist nervig, ebenso "ich erzähl die mal was über die Welt", und dann ist es am Ende nur eine Meinung ohne geprüfte Fakten.
Ich hab keine Lust, nur um Stress zu vermeiden, meinem Partner immer die Schülerin zu spielen.

Wie es im geschlechtlich umgekehrten Fall ist, weiß ich nicht. Also ob Männer ein ähnliches Problem mit Lehrerinnen als Partnerin haben. Ich hatte früher viel Kundenkontakt und erkenne Lehrerinnen nicht immer, aber wenn eine so typisch Lehrerin ist, dann sofort.
 
G

Gast

  • #6
Wenn ein Mann Sie wegen eines Lehramtsstudiums für besonders klug hält und das nicht ironisch meint, ist er selbst bestimmt kein Akademiker.

Und die Frage, ob ein unterschiedlicher Bildungsstatus die Entwicklung einer Beziehung behindern kann, ist ja wohl naiv.

Ein Hochschulstudium prägt und Nichtakademiker sind meist leicht als solche zu erkennen. Mich würde der fehlende Stallgeruch bei einem Mann empfindlich stören. Und sicherlich gibt es auch Männer, die nicht damit zurecht kommen, dass Frau ihnen forma l- und damit in aller Regel auch faktisch- intellektuell überlegen ist.

Aber warum wollen Sie sich das antun? Gibt es in Ihrer Gegend kaum Akademiker? Dann ziehen Sie doch lieber in die Großstadt.

Viel Glück bei der Suche!
 
  • #7
Liebe FS,
natürlich kann ich nur für mich und meinen Freundeskreis sprechen, ein Ausbildungsstand, in welche Richtung auch immer, schreckt niemanden ab.
Es sind andere, persönliche Eigenschaften- und auch ich achte nur auf Autentizität, Herzensbildung, Lebendigkeit, Empathie, viels. Interessen und dergleichen Dinge mehr.
Was mich stören würde wäre ganz sicher, wenn mein Gegenüber sich schulmeisterlich geben würde, aber das können auch Menschen ohne eine Ausbildung in dieser Richtung.
 
  • #8
Schließlich muss man sich in einer Beziehung ja auch unterhalten können. Wobei natürlich fraglich bleibt, inwiefern ähnliche Abschlüsse gleiches Bildungsniveau garantieren.
Sehr richtig, ich habe unlängst die Erfahrung machen dürfen, dass ein Professor der Linguistik absolut unfähig war, eine normale Konversation (inclusive u. A. auch zuhören, Interesse zeigen, auf ein Thema eingehen usw usw), zu führen. Ich wurde laufend unterbrochen und mit Plattitüden beglückt.
Ein entsprechender Bildungsgrad garantiert also noch lange keine geglückte Kommunikation....
 
  • #9
Die LehrerInnen, ... , waren alle anstrengend und unangenehm. Man konnte sich nicht von gleich zu gleich unterhalten, weil sie einem immer die Welt erklären wollen und von Natur aus Recht haben.
Leider auch meine Erfahrung. Eine riesen große Ausnahme ist eine "Uralt"Freundin, aber sie weiß auch, dass ich sehr geduldig und schwer zu beeindrucken bin. :)

Davon abgesehen habe ich 2 Uniabschlüsse und meine Freundin "nur" Realschule und es klappt prima. Daran kann es sicher (auch bei Dir) nicht scheitern. ;)
 
G

Gast

  • #10
Die spontanen Ängste der Männer würde ich so interpretieren:

- du bist evtl. auch privat oberlehrerinnenhaft
- du bist langweilig
- du bist spießig
- du bist konservativ
- du bist engstirnig, verbohrt (wie die meisten Lehrer)
- weil du Kinder so arg magst, willst du sicher auch bald Kinder
- Lehrer sind in der Regel sehr klassisch orientiert: konservativ, Heirat, Kinder, geregeltes Leben, keine Extreme (ich kenne übrigens nur Lehrerinnen, die sich ebenfalls mit Lehrern oder Erziehern zusammengetan haben)
- der Ruf des Lehrers ist heute ruiniert ala "Was bringen die unseren Kindern in der Schule noch bei? In der Schule lernt man nichts mehr fürs Leben ..."
- ich kenne es sehe so, dass Lehrer heute stark diffamiert werden als Idioten und Nichtskönner, die unseren Kindern zudem eine falsche Richtung geben.
 
A

Ars_Vivendi

  • #11
...dass die Tatsache, dass ich Lehrerin werden möchte den ein oder anderen Menschen ins stocken gebracht hat bzw. gesagt wurde dass ich ja dann wer weis wir klug sein muss.
Das hängt davon ab, wo Du suchst. Der Status "Lehrerin" dürfte bei "Elitepartner" niemanden abschrecken, unter Akademikern allgemein auch nicht, als "Wer weiß wie klug" wird Dich in dem Kreis niemand sehen (erst recht nicht mit so vielen Fehlern)...

Grundsätzlich ist die Suche am unproblematischsten, wenn beide Partner in der gleichen Lebensphase sind. Du hast noch 2 Jahre Referendariat vor Dir, bist also von "fertig" noch ein Stück entfernt. Vermutlich suchst Du besser an der Uni oder unter Kollegen im Referendariat. Unproblematisch sicher auch, wenn Du eher unter Männern mit Studium suchst als ohne. Vor den "lehrerinnentypischen" Verhaltensweisen wie "Besserwisserei" ist ja sowieso schon gewarnt worden...
 
G

Gast

  • #12
Ich habe in der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass die Tatsache, dass ich Lehrerin werden möchte den ein oder anderen Menschen ins stocken gebracht hat bzw. gesagt wurde dass ich ja dann wer weis wir klug sein muss.
Was waren denn das für Menschen, die das sagten? Andere Akademiker haben zu Lehrern meist eine unberechtigte geringschätzende Haltung, weil sie der Meinung sind, dass Lehramtsstudenten das Fach aus mangelnden Fähigkeiten nicht "richtig" studieren.
Was wirst Du für eine Lehrerin? Das Fach spielt ja auch noch eine Rolle. Kunst ist nicht angesehen, Mathe vielleicht doch.

Ich denke, es liegt bestimmt nicht am Studentendasein, sondern an was anderem, was diese Menschen abschreckt. Du müsstest mehr schreiben von den Situationen, dass man ein besseren Bild bekommt.
 
  • #13
Kann ein unterschiedlicher Ausbildungsstatus die Entwicklung einer Beziehung behindern?
Wenn die Chemie, die Kompatibilität, die Aufrichtigkeit, die Authentizität, die Herzensbildung, die Menschlichkeit, die Liebe emotional empfunden und gemeinsam innen wie außen gelebt wird, gibt es keine Behinderung. Ich sehe die Probleme und die größte Behinderung eher im ausschließlich verkopften und adäquaten Ausbildungsstatus! Der Ausbildungsstaus mag zu Beginn über den Kopf interessant sein, hält jedoch keine Beziehung. Eine gute Beziehung geht überwiegend über die Gefühlsebene!
 
  • #14
In dem Nachbarthread über die promovierten Akademikerinnen, hat es jemand auf den Punkt gebracht. Anstatt hier ständig zu fragen, wovor Männer "Angst haben" oder "zurückschrecken", sollten sie sich lieber fragen"Was macht mich attraktiv"?

Oder halten sie die Frage " Haben Frauen Angst vor Hartz4-Männern" nicht auch für lächerlich? Sie werden einfach nicht gedatet und gut ist.

So kann man die Verantwortung vom "bösen Mann" auf den Kern lenken, nämlich sich selber.

Wenn sie meine Traumfrau wären, könnten sie auch arbeitlos sein.
Wenn sie eine Tüte voller Nogos haben, kann "Lehrerin" auch negativ gesehen werden.

Hier wird sich immer singulär an einem Problem aufgehangen (oft ein Nebenschauplatz) um die lange eigene Nogo-Liste (z.B. Figur oder Dinge
wie AE) auszuklammern. "Ich bin eigentlich charakterlich und optisch perfekt,
nur dieser kleine Haken mit dem Lehramt, an dem hängen sich die doofen Männer alle auf". Quatsch.

Wie alt sind sie? Was wiegen sie? Kinder? Objektiv hübsch? Das sind Fakten für Männer.
 
  • #15
Oh, als ich anfing, deinen Post zu lesen, hatte ich gedacht, deine Sorge zielt darauf ab, dass du den Männern nicht gut genug sein könntest.
Dass jemand eine Lehrerin ablehnt, weil er fürchtet, sie könne ihm überlegen sein, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Joa...das mit dem schlechten Image von Lehrern, wie hier schon einige Vorposter erklärt haben, könnte eher ein Problem sein.

Ansonsten würde ich mir da nicht allzu viele Sorgen machen.
Wenn ein Mann dich nicht so toll findet, liegt es sicher eher an etwas anderem.

w 48
 
  • #16
Aber ich hätte gar keine Probleme damit, wenn ein zukünftiger Partner nicht studiert hat.
Du nicht, aber er. Und es hat auch nichts mit dem Bildungsniveau zu tun, sondern mit ganz allgemeinen Schwierigkeiten im Umgang mit Lehrern. Zum Beispiel der Feriendruck nach dem Motto „du gehst arbeiten, und was soll ich den ganzen Tag tun?” respektive „wenn du nicht arbeiten müßtest, könnten wir jetzt dieses-und-jenes tun.” Oder dieser berufstypische Drang, alles und jedes zu korrigieren, selbst wenn es noch gar nicht falsch gemacht wurde: kaum hast du die Haustür von außen einen Spalt breit geöffnet, kommt schon "zieh' deine Schuhe aus." Wenn Du etwas erklären mußt, kommt es mehr auf die Art Deiner Vermittlung an als auf den Inhalt ("was meinst du mit «dreiviertel acht?»" - nach 40 Jahren in diesem Dialekt-Kontinuum). Und natürlich darfst Du als Partner nie, nie, nie etwas besser wissen, sonst hängt sofort der Haussegen schief.
 
  • #17
Hallo Murmel,

also, ich bin in der selben Situation wie Du, habe damit aber bislang keine negativen Erfahrungen gemacht. An der Uni hatte ich eher immer ein wenig das Gefühl, dass man als Lehrämtler von Kommilitonen nicht immer ganz für voll genommen wurde, wenn man in studiengangsgemischten Lehrveranstaltungen neben jenen saß, die ein Fach "voll" studiert haben (Master of Arts o.ä.). Weiß noch, dass es auch einmal diese schöne StudiVZ-Gruppe gab "Lehrämtler sind die Hauptschüler an der Universität".

Hier auf EP hat meine Angabe nicht dazu geführt, dass ich keine Post von anderen bekommen habe. Ich denke es hängt viel mehr davon ab wie man sich insgesamt präsentiert, ob man einen offenen, fröhlichen Eindruck vermittelt oder eben jenen, der ins Klischee spielt "OMG, das wird bestimmt so 'ne biedere Schrulle, die mir morgens all ihre pädagogisch weniger wertvollen Ergüsse auf den Tisch schüttet und mir immer mit Lämpels erhobenem Zeigefinger vor der Nase herumfuchteln wird".
Ich habe unter meinen Fächern außerdem auch eins, dass viele auf den ersten Blick schließen lassen könnte, ich sei bestimmt prüde oder aber ich bekomme zu hören, dass sich heutzutage ja nur noch wenige dafür interessieren würden und ob und inwiefern mein Fach für mich eine persönliche Bedeutung habe. Auch hier: alles eine Frage, wie man sich präsentiert und was man ausstrahlt. Sei einfach liebenswürdig, dann ist das total nebensächlich. :)

Ich könnte mir - auf Deinen Threadtitel bezogen - vorstellen, dass manche Männer fürchten, man könne in einer Beziehung Ansprüche entwickeln, besagte Ausbildung vom Partner finanziert zu bekommen.

Zu der anderen Diskussion hier, die ich nur überflogen habe. Ich denke mir ehrlich nichts dabei, wenn mich hier jemand anschreibt, der weder Abitur, geschweige denn einen Hochschulabschluss hat. Auch hier: da zählt für mich nur die Sympathie als erster Eindruck und wie ich angeschrieben werde. Wenn es etwas ernstes werden soll, ist mir schon wichtig, dass irgendwo ein gemeinsames Grundinteresse da ist und ich mit meinem Gegenüber reden kann. Das mache ich aber nicht vom Abschluss abhängig und der andere scheint es ja immerhin versuchen zu wollen, sonst hätte er sich sicher nicht die Mühe gemacht, mir etwas zu schreiben. Ich bin da offen. Wäre schön, wenn das jeder so handhaben würde.
 
  • #18
Danke für die Antworten.
Die Fächerkombination ist Sozialwissenschaften (Schwerpunkt Wirtschaftspolitik) und interkulturelle Pädagogik. Diese Besserwisserei ist eine Sache, die ich persönlich gar nicht mag. Das ist natürlich mehr oder weniger der Job, aber privat brauche ich das nicht.
Die Tatsache, dass es für einen Partner ein Problem darstellen könnte, habe ich so natürlich noch nicht gesehen.

Wenn die Chemie, die Kompatibilität, die Aufrichtigkeit, die Authentizität, die Herzensbildung, die Menschlichkeit, die Liebe emotional empfunden und gemeinsam innen wie außen gelebt wird, gibt es keine Behinderung. Eine gute Beziehung geht überwiegend über die Gefühlsebene!
Ja das ist und war für mich auch immer entscheidend.

Was waren denn das für Menschen, die das sagten? Andere Akademiker haben zu Lehrern meist eine unberechtigte geringschätzende Haltung, weil sie der Meinung sind, dass Lehramtsstudenten das Fach aus mangelnden Fähigkeiten nicht "richtig" studieren.
Was wirst Du für eine Lehrerin?
.
Es waren eher Männer, die nicht studiert haben und sich diesen Job niemals vorstellen könnten. Dass wir Lehramtsstudenten einen schlechten Ruf haben ist korrekt.
Wenn ein Mann Sie wegen eines Lehramtsstudiums für besonders klug hält und das nicht ironisch meint, ist er selbst bestimmt kein Akademiker.

Und die Frage, ob ein unterschiedlicher Bildungsstatus die Entwicklung einer Beziehung behindern kann, ist ja wohl naiv.

Ein Hochschulstudium prägt und Nichtakademiker sind meist leicht als solche zu erkennen. Mich würde der fehlende Stallgeruch bei einem Mann empfindlich stören. Und sicherlich gibt es auch Männer, die nicht damit zurecht kommen, dass Frau ihnen forma l- und damit in aller Regel auch faktisch- intellektuell überlegen ist.

Aber warum wollen Sie sich das antun? Gibt es in Ihrer Gegend kaum Akademiker? Dann ziehen Sie doch lieber in die Großstadt.

Viel Glück bei der Suche!
Sehr interessant was du schreibst. Besonders die Prägung durch das Studium. In einer Großstadt wohne ich nicht wirklich :D. Ich studiere in der nächstgrößeren Stadt im Ruhrpott.



LG und THX. Die ein oder andere Antwort hat mir sehr geholfen ;)
 
G

Gast

  • #19
Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich studiere Lehramt und bin so gut wie fertig. Ich habe in der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass die Tatsache, dass ich Lehrerin werden möchte den ein oder anderen Menschen ins stocken gebracht hat bzw. gesagt wurde dass ich ja dann wer weis wir klug sein muss. Ich empfinde mich wie jeden anderen Menschen, bin nicht außergewöhnlich, habe meine Schwächen und natürlich auch Zukunftsängste. Ich habe bis dato einen potentiellen Partner kennengelernt der auch in dem Bereich arbeitet. Aber ich hätte gar keine Probleme damit, wenn ein zukünftiger Partner nicht studiert hat. Darauf kommt es meiner Meinung nach in einer gesunden Beziehung nicht an.
Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht? Kann ein unterschiedlicher Ausbildungsstatus die Entwicklung einer Beziehung behindern?
lg
Lehrer erfahren im allgemeinen eher eine Art Geringschätzung, weil sie "nur" Lehramt studiert haben. Auch wenn Du Mathematik als Hauptfach haben solltest, ist das mit einem richtigen Mathe-Studium in keiner Art und Weise vergleichbar. Ist eben "nur" Lehramt. Das realisieren Lehrer meistens erst sehr spät im Berufsleben. Die Lehramtsstudenten haben noch eine hohe Meinung von ihrer Ausbildung. Viele sind aus Schule und Uni niemals richtig heraus gekommen. Im Bekanntenkreis habe ich mehrere Lehrerinnen, sowohl Grundschule als auch Gymnasium. Keine von denen bildet sich auf ihren Beruf irgendetwas ein. Einige haben nicht-studierte Partner und machen menschlich einen guten Eindruck. "Prestige" ist mit Lehramt definitiv keines verbunden!
 
G

Gast

  • #20
Liebe FS,
wenn Dich jemand als Lehramtsstudentin für "wer weiß wie klug hält" musst Du aber sehr weit nach unten daten.
Unter Akademikern wird Dir das garantiert nicht passieren, da gilt das Lehramtsstudium als nicht besonders anspruchsvoll.
Klartext: es reicht intellektuell oder motivational nicht für ein Vollstudium mit anspruchsvoller Berufstätigkeit in den gewählten Fachrichtungen. Ich würde das nicht auf alle übertragen, es soll welche geben, die wirklich Lehrer wegen des Berufes werden wollen, nicht wegen Verbeamtung oder Ferienzeiten. Ich kenne allerdings nur eine Grundschullehrerin mit dieser Motivation - sie ist Menschenfreund und bildhübsch dazu.

Was ich aus dem Bekanntenkreis kenne: Lehrer sind oft unangenehm, weil sie versuchen, ihr gesamtes Lebensumfeld dauerhaft zu beschulmeistern, ohne echte Ahnung vom Leben zu haben. Ein kleiner Mittelstufen-Chemielehrer kann nunmal nicht mit einem Forscher bei Beiersdorf mithalten. Aber das merkt man im Gespräch nicht, er belehrt ihn.
Ich berate als Consultant Regierungsbehoerden, aber glaub' mir, jeder Lehrer glaubt es besser zu können als ich. Deswegen date ich als Akademikerin keine Lehrer - nicht weil sie mir zu klug sind.

Mag sein, dass ich im Einzelfall mal jemandem Unrecht tu', aber auf die Masse passt das Vorurteil und wie ich lese, bin ich nicht die einzige, die nach schlechten Erlebnissen mit der Fachgrupe so denkt.

Wenn Du den Männern zu schlau bist, such' Dir einen Klügeren, am besten, solange Du noch an der Uni bist. Da sind die Chancen am höchsten.
 
N

nikki

  • #21
Was waren denn das für Menschen, die das sagten? Andere Akademiker haben zu Lehrern meist eine unberechtigte geringschätzende Haltung, weil sie der Meinung sind, dass Lehramtsstudenten das Fach aus mangelnden Fähigkeiten nicht "richtig" studieren.
Das stimmt. Ich denke, andere Akademiker werden sich einer Lehrerin intellektuell sicherlich nicht unterlegen vorkommen. Ich denke es liegt dann eher an den Vorurteilen, die dem Lehrerberuf anhaften (langweilig, konservativ, spießig, besserwisserisch, Beamtentum etc. etc.), dass derjenige ggf. mit Dir nichts zu tun haben will.
Bei Nicht-Akademikern kann das natürlich anders sein, aber da wir uns im Forum von "ElitePartner" befinden gehe ich davon aus, dass Du auch einen Akademiker suchst? Oder lernst Du besonders viele Nicht-Akademiker kennen?
 
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G

Gast

  • #22
Wie alt bist du denn überhaupt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen/Männer Probleme mit Studentinnen haben, die mit über 20 noch nicht auf eigenen Beinen stehen (geldtechnisch und beruflich).
Ist halt leider ein Problem unserer schwachen Gesellschaft.
Viele Männer haben zudem Angst, eine klügere Freundin zu haben.
 
  • #23
Hallo,
also ich habe in meinen ü40 Lebensjahren ganz klar und fast ausschließlich die Erfahrung gemacht, dass es, wenn Mann stolz von seinem Beruf/ Karriere erzählt, auf uns Damen schon einen positiven Eindruck macht. Erzählt Frau stolz von ihrem Beruf/ Karriere dann wird es oft als Angeberei empfunden....und dies, Achtung: sowohl von Männern als auch von Frauen!
Woher kommt das wohl.. ?.... hmmmm, da sitzen wohl noch die traditionellen Sichten und Erziehungsmuster drin würde ich mal sagen. Man stelle sich eine nette 60iger Jahre Ehe vor....er: Handwerker.... sie: Studienrätin....
Weiter muss ich wohl nix sagen

Also, das wir Mädels endlich so aufholen können, dürfen und müssen, ist eine ganz junge Entwicklung, und die Männer müssen sich noch ein wenig emanzipieren, dann wird das gelingen, dass sie nicht mehr sooo eingeschüchtert sind die Kerle :)
 
  • #24
Wie alt bist du denn überhaupt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen/Männer Probleme mit Studentinnen haben, die mit über 20 noch nicht auf eigenen Beinen stehen (geldtechnisch und beruflich).
Ist halt leider ein Problem unserer schwachen Gesellschaft.
Viele Männer haben zudem Angst, eine klügere Freundin zu haben.
Ich bin 26. Naja ich wohne noch zu Hause, aber das wird sich spätestens zum Ref. ändern. Ich finanziere mich komplett alleine, ohne jegliche Unterstützung, aber für eine eigene Wohnung reicht es zur Zeit nicht. Naja aber wenn es daran liegt dann will man auch nicht ;). Das bedeutet ja noch lange nicht, dass ich unselbstständig bin. Ich gehe zwischen 15-20 Stunden die Woche arbeiten, gebe hier Geld ab, bezahle meine Krankenversicherung und die Verpflichtungen, die sich durch die Uni ergeben aus eigener Tasche, und es passiert nicht selten, dass ich mehr Geld zu Hause abgebe als es am Anfang abgesprochen war. Wenn ich dann als unselbstständig gelte ist das eine Verschiebung des Weltbildes, finde ich :D. Schwache Gesellschaft ... guter Ausdruck ;)
 
  • #25
Hallo,
also ich habe in meinen ü40 Lebensjahren ganz klar und fast ausschließlich die Erfahrung gemacht, dass es, wenn Mann stolz von seinem Beruf/ Karriere erzählt, auf uns Damen schon einen positiven Eindruck macht. Erzählt Frau stolz von ihrem Beruf/ Karriere dann wird es oft als Angeberei empfunden....und dies, Achtung: sowohl von Männern als auch von Frauen!
Woher kommt das wohl.. ?.... hmmmm, da sitzen wohl noch die traditionellen Sichten und Erziehungsmuster drin würde ich mal sagen. Man stelle sich eine nette 60iger Jahre Ehe vor....er: Handwerker.... sie: Studienrätin....
Weiter muss ich wohl nix sagen

Also, das wir Mädels endlich so aufholen können, dürfen und müssen, ist eine ganz junge Entwicklung, und die Männer müssen sich noch ein wenig emanzipieren, dann wird das gelingen, dass sie nicht mehr sooo eingeschüchtert sind die Kerle :)
Total interessant was du sagst. Der Lehrerberuf war für mich immer eine Berufung, ich wollte niemals aufgrund bekannter Vorurteile Lehrerin werden (Verbeamtung, 3 Monate Ferien -> LACH :D usw. ...). Naja aber wenn man mich fragt, welchen Beruf ich ausübe oder später ausüben möchte sage ich das wohl auch ;). Danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, da habe ich noch nie dran gedacht :).
 
G

Gast

  • #26
Ich bin 26. Naja ich wohne noch zu Hause, aber das wird sich spätestens zum Ref. ändern. Ich finanziere mich komplett alleine, ohne jegliche Unterstützung, aber für eine eigene Wohnung reicht es zur Zeit nicht. Naja aber wenn es daran liegt dann will man auch nicht ;). Das bedeutet ja noch lange nicht, dass ich unselbstständig bin. Ich gehe zwischen 15-20 Stunden die Woche arbeiten, gebe hier Geld ab, bezahle meine Krankenversicherung und die Verpflichtungen, die sich durch die Uni ergeben aus eigener Tasche, und es passiert nicht selten, dass ich mehr Geld zu Hause abgebe als es am Anfang abgesprochen war. Wenn ich dann als unselbstständig gelte ist das eine Verschiebung des Weltbildes, finde ich :D. Schwache Gesellschaft ... guter Ausdruck ;)
Anscheinend hast Du Dir aber viel Zeit gelassen. Mit 26 war ich schon längst Referendar und hatte als Mann zusätzlich zum Studium auch noch meinen 15-monatigen Wehrdienst abgeleistet. Während des Studiums habe ich auch immer gejobbt.
 
G

Gast

  • #27
Anscheinend hast Du Dir aber viel Zeit gelassen. Mit 26 war ich schon längst Referendar und hatte als Mann zusätzlich zum Studium auch noch meinen 15-monatigen Wehrdienst abgeleistet. Während des Studiums habe ich auch immer gejobbt.
Hahaha und schon geht es los. Merkst du, was du da gerade machst?
Du vergleichst dich -ungefragt!- mit der FS und ihren Leistungen, wertest ihre ab und deine auf. Dabei betonst du noch mal, dass du als Mann aufgrund deines Wehrdienstes mehr geleistet hast und natürlich gejobbt hast und überhaupt. Du als Mann bist also besser als sie als Frau. Wieso siehst du die Fs, obwohl sie altersmäßig so gar nicht deinem Raster entspricht, automatisch als Konkurrenz? Heute ist die Wehrpflicht übrigens abgeschafft, dafür empfielt sich für beide Geschlechter ein "soziales Jahr" :) Ist wohl schon eine Weile her, dein Studium.
 
G

Gast

  • #28
Anscheinend hast Du Dir aber viel Zeit gelassen. Mit 26 war ich schon längst Referendar und hatte als Mann zusätzlich zum Studium auch noch meinen 15-monatigen Wehrdienst abgeleistet. Während des Studiums habe ich auch immer gejobbt.
Bist Du jetzt deswegen ein besserer, wertvollerer oder begehrenswerterer Mensch? Ist das Vorteile finanzieller Art haben oder eine Sache nicht in kürzester Zeit abschließen etwas Schlechtes? Gibt es vielleicht auch Menschen, die keinen geraden Lebensweg haben könnten, nicht weil sie verpeilt und faul sind, sondern weil andere Umstände sie dazu zwingen, den geraden Weg auch mal zu verlassen? Sollte man von sich ausgehen und denken, dass alle die gleichen Voraussetzungen im Leben haben und nur unfähig sind, es so zu machen wie man selbst, was natürlich richtig ist?
 
  • #29
Anscheinend hast Du Dir aber viel Zeit gelassen. Mit 26 war ich schon längst Referendar und hatte als Mann zusätzlich zum Studium auch noch meinen 15-monatigen Wehrdienst abgeleistet. Während des Studiums habe ich auch immer gejobbt.

Ich denke dass solltest du nicht beurteilen. Mal unabhängig davon, dass es auf die Schulform ankommt, gab es andere Dinge, die es nicht gerade leicht gemacht haben in der Regelstudienzeit fertig zu werden. Ich kenne niemanden, der es in der Regelstudienzeit geschafft hat, kann also nicht nur meine Schuld sein ;). Außerdem gibt es Fächer die sich leicht und schnell studieren lassen und andere sind etwas komplizierter. Habe ein schweres Fach und ein leichtes Fach. Keiner meiner Freunde ist vor 30 fertig geworden. Die Jüngste war 29. Und kommt wohl auch drauf an wann man studiert hat. Das Universitätssystem befindet sich in einem derartigen Umbruch, dass es allein für Germanistik an unserer Uni 16 verschiedene Studiengänge gibt. Dann gibt es den Wechsel von Staatsexamen in das Bachelor/Master - System und in Wirtschaft wurden selbst die in eine neue Studienordnung geworfen, die noch nach der alten Studienordnung studiert haben. Ich will mich hier nicht beschweren und irgendwie weichen wir gerade vom Thema ab, aber man muss jeden Studenten individuell betrachten und wann und wie jemand fertig wird hat auch etwas mit privaten Umständen zu tun.
Und dann gibt es ja die Lehrer die sagen: Wer vor 30 fertig ist, ist selber Schuld :D Das denke ich allerdings nicht ;)
 
A

Ars_Vivendi

  • #30
Also, das wir Mädels endlich so aufholen können, dürfen und müssen, ist eine ganz junge Entwicklung, und die Männer müssen sich noch ein wenig emanzipieren, dann wird das gelingen, dass sie nicht mehr sooo eingeschüchtert sind die Kerle :)
Die Entwicklung ist jetzt zarte 30 Jahre alt und sollte damit in der Mitte des Lebens angekommen sein. Ist sie aber nicht, weil viel zu viele Frauen da noch keinesfalls emanzipiert sind und wirklich gleichwertige Ausbildungen und Karrieren anstreben.

Die FS dürfte auch das Problem haben, dass ihre Fächekombination eher abschreckend ist, nicht das Lehramt.