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  • #61
Der liebe Gott freut sich über jedes Kind. (Beckenbauer, 2004)

54+58@FS
Wenn jemand "entsetzt von meiner Verantwortungslosigkeit" ist, dann würde ich bitte gern hören, was ich denn tun soll. Soll ich das Kind bekommen, in so einer Situation?

Ich denke JA, du solltest zu dir selbst stehen, und du solltest zu deinem Kind stehen. Es gibt weiss Gott schlimmeres, als keinen Partner zu haben. Der Erzeuger deines Kindes ist dein Ex, er ist Vergangenheit, nichts verbindet dich persönlich noch mit ihm, außer dass er zufällig Vater deines Kindes ist. Der Typ hat dich getäuscht, du hast dich in ihm getäuscht, er war ein Fehler sich auf ihn einzulassen, aber es ist geschehen. Nun ist es richtig den Mann in die Wüste zu schicken - du brauchst ihn nicht! Du kannst und sollst im zugestehen seine Rechte und Pflichten als Vater wahrzunehmen, aber du selber hast zukünftig nichts mehr mit ihm zu tun. Lasse dich hierzu bitte auch rechtlich beraten.

Niemand wird mit dem Finger auf dich zeigen, und dich verurteilen. Habe keine Angst, und sei einfach nur eine gute Mutter für dein Kind - die nächsten Jahre wirst du vom sozialen Netz sicher getragen. Sei bitte nicht zu stolz, und nutze alle Möglichkeiten. Mache dich kundig, organisiere deine Schwangerschaft, organisiere die Geburt, organisiere die ersten Wochen und Monate dannach. Und suche Kontakt zu anderen Schwangeren und Müttern, sie werden dir helfen deine Angst vor der Zukunft zu nehmen. Wenn du noch Familie hast, suche ihre Nähe, und binde sie mit ein.

Die Familie brauchst du nicht abschreiben, den Mr. Right, den gibt es mit Sicherheit auch für dich, du bist erst 31 (!). Sobald du den Kopf frei hast, und du bereit bist den Männern wieder Vertrauen entgegenzubringen, dann melde ich hier bei EP dauerhaft an. Dann wirst du feststellen, dass du als Frau mit Baby, durchaus für viele Männer attraktiv bist, und wenn du Glück hast findest du innerhalb ein paar Jahren den Wunschpartner fürs Leben.

Vermeide aber bitte den schlimmsten aller Fehler: Lasse dich von den Bedenkenträgern hier und im richtigen Leben nicht verunsichern, oder verrückt machen! Du bist nicht die erste Frau der Welt die schwanger ist und deren Kerl weggelaufen ist. Lasse dir deine Schwangerschaft nicht schlechtreden, lasse dir die Freude auf dein Kind nicht vermiesen, und lasse dir keine Horrorszenarien für deine Zukunft prophezeien. Nimm dein eigenes Leben in die Hand, genieße deine Schwangerschaft, und freue dich auf dein Baby.

Ich wünsche dir von Herzen Alles Gute!
 
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  • #62
Liebe FS,
Dich verurteilt niemand!! Schau mal, Du hast so viele Antworten bekommen und jeder versucht Dir irgendwie zu helfen, Tipps zu geben! Ich kenne kein Forum, in dem es so viele intelligente und liebe Schreiber gibt, also versuche dir Antworten etwas anzunehmen und darüber nachzudenken! Alle meinen es nur gut und ich bin sicher, dass Du jedem hier sehr leid tust!

Die Idealvorstellung von Familie mit liebendem, loyalen Vater und Ehemann wirst Du mit ihm wahrscheinlich nicht erreichen! Aber vielleicht würdest Du es irgendwann bereuen das Kind nicht bekommen zu haben! Es gibt so viele Alleinerziehende, die es auch schaffen!! Abgesehen davon bist Du 31 und nicht Anfang 20. Vielleicht musste einfach alles so kommen!!

Meine Freundin wurde mit 21 ebenfalls schwanger, von einem Mann, der sie ständig betrogen hat! Ich habe ihr damals geraten abzutreiben! Sie hat das Kind trotz der Schwierigkeiten bekommen und ist jetzt super glücklich! Irgendwann als der Kleine 3 Jahre alt war und ich mit ihm spazieren war, hab ich mich dafür geschämt ihr sowas geraten zu haben. Er ist so unglaublich süß und sie ist richtig happy! Hat sogar studiert, einen Job und irgendwann auch einen Partner gefunden! Bedenke wie viele Männer geschieden sind. Ab 30 ist eine Frau mit Kind sicher kein Auschlusskriterium!!

Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft und hoffe, dass es Menschen gibt mit denen Du reden kannst und die Dir helfen!
 
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  • #63
Liebe FS,

Du willst konkreten Rat, hier ist er:
1. Das Kind austragen und dann zur Adoption freigeben. Selten so einen Blödsinn gehört. Du bist weder eine fürstlich bezahlte Leihmutter noch unfähig, das Kind groß zuziehen.
2. Abtreibung. Das ist Deine sehr private Entscheidung. Ich würde sanft nein sagen.
3. Trennung vom Vater und ae Mutter werden. Das machen Millionen Frauen mit gesetzlicher Rückendeckung und Unterstützung. Mach Dir aber klar, dass Du damit nie eine richtige Familie haben wirst. Klasse Männer lehnen ae Frauen ab.
4. Den Vater in die Pflicht nehmen: als Freund, als Partner und Vater und mit ihm Familie Nr 2 leben. So gut es eben geht. Das würde ich Dir raten. Denk drüber nach.

Beste Wünsche.
 
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  • #64
<MOD: Bitte keine Nebenthemen!>

Liebe FS, Ich war / bin in einer ähnlichen Situation wie Du (mit dem Unterschied, daß ich von Familie 1 zum Zeitpunkt, als ich schwanger wurde, nichts wußte - aber das tut ja nicht wirklich was zur Sache). Mein Sohn ist mittlerweile 1 Jahr alt, und das beste, was mir passieren konnte.

Ich möchte Dir Mut machen, darüber nachzudenken, das Baby auch alleine zu bekommen!
Alleinerziehend zu sein ist natürlich nicht, wie man sich einen Familienstart idealerweise vorstellt, aber die Realität zeigt: es geht, und als Mama alleine zu sein ist 1.000x mal besser als von Anbeginn in einer verkorksten Beziehung.

Die Aussage, als Mama mit Kind nie wieder einen Partner zu finden, halte ich für totalen Quatsch! Im Gegenteil, ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich nun nicht mehr als Frau für kleine Abenteuer oder zum Verarschen gesehen bzw. "mißbraucht" werde, sondern sich nun eher Männer mit ernsthaften Beziehungsabsichten für mich (bzw. "uns") interessieren.

Ich wünsche Dir alles Gute!
 
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  • #65
Liebe FS,

also ich würde mich erst einmal rechtlich beraten lassen. ich weiß, dass du evtl im Moment dazu wenig Kraft hast, aber wenn du deine rechtliche Situation kennst, wird es Dir besser gehen.

Wie ich aus deinen Worten höre, hast du dich bereits gefühlsmäßig für das Kind entschieden.
Ich würde keinen Abbruch machen, wenn du dir das Kind eigentlich wünschst, denn das ist ein Schritt, den du nie wieder rückgängig machen kannst. Das Herz schlägt schon, auch wenn es erst 1cm groß ist.

Ein Kind ist immer auch ein Geschenk, und zwar ein großes. Das solltest du nicht vergessen. Es ist nicht nur ein Problem, sondern der Mensch, den du am meisten in deinem Leben lieben wirst. Und einen SS-Abbruch bereuen viele Frauen ein Leben lang. Nicht alle, aber du hörst dich so an, als ob du es einfach nicht könntest. Lass Dich beraten! Geh zu Profamilia, die haben auch kostenlose Familienanwälte, falls du dir keinen eigenen Anwalt leisten kannst. Was sagen deine Eltern dazu? Kannst du sie mit ins Boot ziehen?

Was sagt der Vater konkret dazu? Alleinerziehend bekommst du nach dem Erziehungsjahr einen Krippenplatz für dein Kind, am WE kann sich auch der Vater mal ums Kind kümmern.
Ob du wirklich alleinerziehend sein wirst, weißt du doch nicht einmal. Aber auch da gibts schlimmeres. Und dass die "tollen" Männer keine Alleinerziehenden wollen, ist nur eine Behauptung. Viele der angeblich "tollen" Männer machen ja gerade ihre Frauen zu Alleinerziehenden. Und meine Freundinnen mit Kind, die einen neuen Partner haben: ich muss sagen, das sind wahre Schätze, die keine Angst vor Verantwortung haben.

w, 39
 
  • #66
Ich möchte Dir Mut machen, darüber nachzudenken, das Baby auch alleine zu bekommen! Alleinerziehend zu sein ist natürlich nicht, wie man sich einen Familienstart idealerweise vorstellt, aber die Realität zeigt: es geht
Natürlich geht es! Jeder muss selbst wissen, ob er das will oder nicht. Eine Frau hat heutzutage die freie Wahl zwischen Austragen und Abbruch und diese Wahl sollte sie auch frei ausüben.

Wir können hier alle nur sagen, wie sie persönlich reagieren würden. Ich finde es toll, dass Du Dich für das Kind und Alleinerziehung entschieden hast.

Ich würde mich 100%ig für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, anstatt so einen Vollpfosten als Vater meines Kindes zu haben und ihn niemals wieder aus dem Leben zu bekommen. Das wäre für mich nicht lebenswert und eben für mich persönlich auch nicht die Vorstellung von Familie und Erziehung. Ich finde diese Sache mit Patchwork und Halbgeschwistern, menschlich völlig unzurechnungsfähigen Verpissern als Vater absolut nicht ertragbar.

Die Aussage, als Mama mit Kind nie wieder einen Partner zu finden, halte ich für totalen Quatsch! Im Gegenteil, ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich nun nicht mehr als Frau für kleine Abenteuer oder zum Verarschen gesehen
Dann hast Du sehr großes Glück gehabt und ich drücke Dir die Daumen, dass das so bleibt. Die Tatsachen sprechen nämlich gegen Deine Aussage. Hier im Forum und auch in vielen anderen Berichten zum Thema betonen immer wieder Männer, dass Alleinerziehende leichter rumzukriegen sind und sie sie besonders oft als Abenteuer ausnutzen. Das ist menschlich verachtenswert, aber leider tägliche Realität.

Die überwältigende Mehrheit der Männer möchte keine Alleinerziehende als neue Partnerin -- aus durchaus vielfältigen, nachvollziehbaren Gründen. Der Marktwert einer Alleinerziehenden ist drastisch niedriger. Ich habe mich auf Single-Veranstaltungen aber auch mit Kolleginnen und Freundinnen oft darüber unterhalten. Alles tolle Frauen mit Kind und sie alle berichten das gleiche: Sie werden aufgrund von Aussehen und Charme oft angeflirtet und das Interesse sinkt in 90% der Fälle auf Null, sobald sie erwähnen, dass sie ein Kind haben. Die restlichen 10% würden nichts gegen Sex haben -- aber ob sie wirklich eine Partnerschaft wollen? Genau da ist sich jede dieser Alleinerziehenden jedesmal wieder unsicher und muss um etliches wachsamer und vorsichtiger sein.

Fakt ist, dass Alleinerziehende zwar durchaus schnell wieder einen Kurzzeitpartner finden, aber nur wenige Beziehungen zu einer dauerhaften und erfüllenden Partnerschaft führen, am ehesten noch, wenn beide Kinder haben.
 
  • #67
@ FS:

1) Ich denke die Prämisse muß sein daß das Kind nicht getötet wird - es kann nichts für seinen Vater.

2) Wenn es am Leben bleibt hat es einen Anrecht auf seinen Vater, allerdings nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und anhand der Rechtsprechung. Du machst Dir Gedanken ob Du dem Kind mehr geben willst - warum ? Auch Du und Dein Glück ist zu berücksichtigen.

3) Du wirst Mutter, freu Dich auf Dein Kleines und Du wirst, auch wenn das Kind auf der Welt ist, einen Weg finden (müsen) deinen Kopf emotional vom Kindsvater zu trennen, dies kann (und muß) eine jede Geschiedene Mutter - Du kannst das auch.

4) Und deswegen (3.) vermenge die Dinge nicht. Du hast mit Deinem Ex ein gemeinsames Ereignis erlebt, das ihr beide irgendwie verbockt habt, was aber auch zu gemeinsamem Glück führt - der Liebe für das Kleine, das Strampeln im Bauch und das Aufwachsen. Nur weil die Zeugung des Kleinen ungeplant war und weil das Ereignis gemeinsam verursacht wurde, heißt das nicht, daß Ihr nur wegen dem was Euch anno dazu mal passiert ist, dauerhaft gemeinsam an einander gekettet seit, im Gegenteil. Du bist einfach die single Mama und punkt.

Hak ab daß das Kind ungewollt war und werd einfach eine single mama ...
 
  • #69
1) Ich denke die Prämisse muß sein daß das Kind nicht getötet wird - es kann nichts für seinen Vater.
Es handelt sich um einen Embryo. Sie ist in der 7 SSW, also etwa 5 Wochen nach der Zeugung. Da von einem Kind zu reden, ist reine Tränendrüsendrückerei.

Prämisse könnte ebenso gut sein, sich nicht das eigene Leben endgültig zu verpfuschen und auf ewig mit so einem Vollpfosten verbunden zu sein, dessen Vater- und Erzeugerqualitäten stark bezweifelt werden dürfen. Von so einem Spacken möchte ich wahrlich kein Kind austragen müssen. Wir können froh sein, dass es heute diese Wahlfreiheit gibt.

Prämisse könnte ebenso sein, sein eigenes Leben zu leben und seine eigenen Lebensträume zu verfolgen. Ein anderer wird es nämlich nicht für einen machen! Ich wünsche mir auf jeden Fall eine erfüllte und vollwertige Partnerschaft.

Prämisse könnte ferner sein, seine eigenen Ideale zu leben und in meinem Falle wäre das eine intakte Familie.

________________________

MOD: An alle: Endgültig Schluss mit einer erneuten Abbruchsdiskussion. Bitte zurück zur konkreten Titelfrage!
 
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  • #70
Natürlich geht es! Jeder muss selbst wissen, ob er das will oder nicht. Eine Frau hat heutzutage die freie Wahl zwischen Austragen und Abbruch und diese Wahl sollte sie auch frei ausüben.

Wir können hier alle nur sagen, wie sie persönlich reagieren würden. Ich finde es toll, dass Du Dich für das Kind und Alleinerziehung entschieden hast.

Ich würde mich 100%ig für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, anstatt so einen Vollpfosten als Vater meines Kindes zu haben und ihn niemals wieder aus dem Leben zu bekommen. Das wäre für mich nicht lebenswert und eben für mich persönlich auch nicht die Vorstellung von Familie und Erziehung. Ich finde diese Sache mit Patchwork und Halbgeschwistern, menschlich völlig unzurechnungsfähigen Verpissern als Vater absolut nicht ertragbar.
Fakt ist, dass Alleinerziehende zwar durchaus schnell wieder einen Kurzzeitpartner finden, aber nur wenige Beziehungen zu einer dauerhaften und erfüllenden Partnerschaft führen, am ehesten noch, wenn beide Kinder haben.

Hallo liebe Schreiberin,

ich finde es gut, dass Du offen gegenüber Schwangerschaftsabbrüchen bist. Nicht jedem Kind ist damit gedient, geboren zu werden. Bei meinem sehe ich es auch schon darunter leiden, was denn Papa für ein Mensch ist. Macht hier und da mal ein Kind, und bald werden es bestimmt noch mehr werden. Da werd ich nicht die letzte sein! Klar, Kinder sind sehr süss. Aber das allein darf kein Grund sein, sie in eine ungünstige Konstellation hineinzugebähren, denke ich. Das Thema ist heikel.

Ich habe mich noch nicht bewusst für's Alleinerziehen entschieden, wie es hier erwähnt wurde. Ich riskiere vielleicht einfach, dass es meine Chance auf ein Kind war. Aber es muss nicht auf Krampf geboren werden. Ich kann mir auch überhaupt nicht mehr vorstellen, mit diesem Mensch als Vater ein Leben lang verbunden zu sein und ihm eines Tages mein Kind mitgeben zu müssen, damit es mit all einen anderen Kindern spielt, die bis dahin vielleicht auf der Welt sind. Bisher liegen wir bei einem Halbbruder :-S

Meine Entscheidung liegt nicht mehr bei 50% / 50% und es ist so schwer. Schwer ist es auf jeden Fall nicht, dem Kindsvater die Tür vor der Nase zuzuknallen. Das war seine Chance, eine Familie mit mir zu haben!

Zum Thema Marktwert: Fakt ist, dass Frauen, die von einem anderen Mann (oder anderen Männern) bereits ein Kind haben, nicht attraktiver für neue Partner werden. Da kann ich zumindest jetzt von meinen Patchwork-Erfahrungen sprechen. Vielleicht ist es mit größeren Kindern weniger schwierig einen Partner zu gewinnen als mit einem Säugling.
 
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  • #71
Liebe FS,

Du willst konkreten Rat, hier ist er:
1. Das Kind austragen und dann zur Adoption freigeben. Selten so einen Blödsinn gehört. Du bist weder eine fürstlich bezahlte Leihmutter noch unfähig, das Kind groß zuziehen.
2. Abtreibung. Das ist Deine sehr private Entscheidung. Ich würde sanft nein sagen.
3. Trennung vom Vater und ae Mutter werden. Das machen Millionen Frauen mit gesetzlicher Rückendeckung und Unterstützung. Mach Dir aber klar, dass Du damit nie eine richtige Familie haben wirst. Klasse Männer lehnen ae Frauen ab.
4. Den Vater in die Pflicht nehmen: als Freund, als Partner und Vater und mit ihm Familie Nr 2 leben. So gut es eben geht. Das würde ich Dir raten. Denk drüber nach.

Beste Wünsche.

Adoption würde für mich auch nicht in Frage kommen. Da würde ich dann eher die Verantwortung für das Kind annehmen, als es anderen zu überlassen.
 
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  • #72
@ FS:

1) Ich denke die Prämisse muß sein daß das Kind nicht getötet wird - es kann nichts für seinen Vater.

2) Wenn es am Leben bleibt hat es einen Anrecht auf seinen Vater, allerdings nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und anhand der Rechtsprechung. Du machst Dir Gedanken ob Du dem Kind mehr geben willst - warum ? Auch Du und Dein Glück ist zu berücksichtigen.

3) Du wirst Mutter, freu Dich auf Dein Kleines und Du wirst, auch wenn das Kind auf der Welt ist, einen Weg finden (müsen) deinen Kopf emotional vom Kindsvater zu trennen, dies kann (und muß) eine jede Geschiedene Mutter - Du kannst das auch.

4) Und deswegen (3.) vermenge die Dinge nicht. Du hast mit Deinem Ex ein gemeinsames Ereignis erlebt, das ihr beide irgendwie verbockt habt, was aber auch zu gemeinsamem Glück führt - der Liebe für das Kleine, das Strampeln im Bauch und das Aufwachsen. Nur weil die Zeugung des Kleinen ungeplant war und weil das Ereignis gemeinsam verursacht wurde, heißt das nicht, daß Ihr nur wegen dem was Euch anno dazu mal passiert ist, dauerhaft gemeinsam an einander gekettet seit, im Gegenteil. Du bist einfach die single Mama und punkt.

Hak ab daß das Kind ungewollt war und werd einfach eine single mama ...

Ich kann mich leider nicht auf das Kind freuen, so sehr ich es versucht habe. Es ist ein Teil von ihm, und er lässt mich damit allein. Das Vater wird immer eine Rolle spielen, das kann ich ihm nicht verbieten und darf ich auch nicht. Darunter werde auch ich leiden, was sich dann auf das Kind übertragen wird. Ein Kind zu gebähren, was von vornherein ein "Scheidungskind" ist, finde ich gewagt. Wenn es in eine intakte Beziehung hineingeboren und dann trennen sich die Eltern - das ist etwas anderes...
 
  • #73
ich finde es gut, dass Du offen gegenüber Schwangerschaftsabbrüchen bist.
Ich bin offen für Wahlfreiheit, für Selbstbestimmung, für Eigenverantwortung. Jede siebte Schwangerschaft wird abgebrochen, es ist nichts katastrophales oder unmögliches, sondern einfach eine Option, die Du hast und die Du in Deine Überlegungen einbeziehen solltest. Genauso, wie Du auch Alleinerziehung überdenken und in betracht ziehen solltest und es ja auch gewissenhaft tust.

In solchen Angelegenheiten kann ich nur zwei Hilfen geben: Ich kann einerseits sagen, was ich selbst tun würde und warum: Ich würde abbrechen. -- Andererseits kann ich die Konsequenzen der möglichen Entscheidungen nennen, z.B. mit dem Vollpfosten auf ewig verbunden zu sein oder auf die Chancen auf eine intakte Familie zu verzichten, die Chancen auf eine vollwertige Partnerschaft zu senken.

Du hast jetzt wirklich vielen verschiedenen Perspektiven und Teilnehmern völlig unterschiedliche Meinungen gehört und das finde ich gut: Du kennst alle Argumente für und wieder und kannst jetzt einige Tage darüber schlafen und nachdenken und musst dann ganz alleine eine Entscheidung fällen.

Ein Hinweis noch: Falls man die Schwangerschaft abbrechen möchte, dann so früh wie möglich. Es wird nur schwieriger, in jeder Hinsicht.

Mit einem Abruch erhältst Du Dir die Chance auf eine zukünftige erfüllte Partnerschaft und eine intakte Familie. Du bist erst 31 und hast noch alle Chancen der Welt. Du kannst es fast nur besser treffen als so.
 
  • #74
Ich habe in meinem Beitrag in diesem speziellen Fall auch dazu geraten, die Möglichkeit einer Schwangerschaftsunterbrechung in Betracht zu ziehen, obwohl ich sonst der Letzte wäre, der dazu anraten würde.

Das steht jedoch nicht im Fokus der Betrachtung, sondern die schier grenzenlose Naivität einer über 30jährigen, nach mal gerade drei Monaten Bekanntschaft ein Kind trotz des Wissens um die Familie des Mannes zu erlauben.

Genau das kann ich nicht begreifen.
 
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  • #75
Ich bin sehr erstaunt wie viele hier zu einem Schwangerschaftsabbruch raten! Auch wenn ich selbst in deiner Situation wäre, würde ich mich nun auf des Kind freuen, auch ohne intakte Familie. Auch wenn die Zukunft wohl nicht ganz so einfach ist. Das wäre auch für mich so. Mit einem Schwangerschaftsabbruch können viele Frauen nicht umgehen. Ich könnte es nicht. Spätestens wenn ich dann gewollt Mutter würde, hätte ich ein schlechtes Gewissen. Und würde mir immer darüber Gedanken machen.

Übrigens Steve Jobs war ein ungewolltes Kind,... die Mutter war nicht in der Lage es bei sich zu haben. Den Vater wollte es ebenso nicht. So wurde das Kind zur Adoption freigegeben. Heute würde ein solches Kind wohl abgetrieben... Steve Jobs war seiner leiblichen Mutter sehr dankbar, dass sie es nicht getan hat. Und erlebte eine glückliche Kindheit
w33
 
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  • #76
@75
Ich bin genauso überrascht über die vielen Ratschläge zum Schwangerschaftsabbruch.
Das wird die FS schon ganz alleine entscheiden und sie sollte sich nicht von irgendwelchen Aussagen verwirren lassen!

Es könnte ihr einziges Kind sein, dass sie heiß und innig lieben könnte. Niemand kann voraussehen, wie sich das Leben entwickelt!
Weshalb sollte sie nach einem Abbruch die Chance auf eine intakte Familie haben und warum sollte sie auf jeden Fall alle bzw. bessere Chancen der Welt haben? Das weiß niemand vorher!

Vielleicht ist es genau andersherum der Fall. Ich kenne einige Frauen in diesem Alter, die mit Kleinkind wieder in festen Partnerschaften leben und inzwischen verheiratet sind. Nicht alle Menschen bzw. Männer sind Egoisten, sondern haben das Herz am rechten Fleck.

Schlimmstenfalls bereut sie einen Abbruch in wenigen Jahren und ist mit Mitte/Ende 30 immer noch kinderlos und unglücklich.

Das Leben lässt sich eben nicht immer planen und sorgt für Überraschungen! Und das ist zum Teil auch gut so!

Liebe FS, bau keinesfalls auf diesen Mann, aber wie auch immer Du Dich entscheiden solltest, ich wünsch Dir alles Gute!
 
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  • #77
Auch wenn es theoretisch möglich ist, ein ungeplantes Kind eines halben Id.... auszutragen und großzuziehen, ist es doch eine extreme emotionale Gratwanderung.
Ich spreche aus Erfahrung, weil ich genau das gemacht habe :) Allerdings war ich mit dem Mann schon 5 Jahre liiert, als ich schwanger wurde. Heute stehe ich zu der Entscheidung, genieße diese wunderbare 12jährige Tochter mit all den Stärken und Schwächen ihres Vaters und natürlich meinen... Auch als AE habe ich meine Ziele erreicht, d.h. einen akademischen Abschluss und bin zufrieden mit unserem Leben. Es gibt Momente, in denen ich mir ausmale, wie mein Leben vielleicht wäre, hätte ich mich zur Abtreibung entschieden. Den Termin hatte ich schon, habe ihn zweimal verschoben und dann endgültig abgesagt. Also war es richtig so, und alle Fragen nach dem "Was wäre wenn" führen ins Nirgendwo.
Es ist so alles ein bisschen anstrenger und schwieriger. Aber es geht.

Trotzdem könnte ich die FS sehr gut verstehen, wenn sie sich gegen das Kind entscheidet. Für sie wäre es leichter.

Als Mutter dieses Kindes musst Du jedenfalls stärker sein, als Du jemals warst.
Triff eine gute Entscheidung für Euch!
 
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  • #78
@ 76

Und ich kann nicht verstehen, wieso sich so viele in einer solchen Situation auf Biegen und Brechen für das Kind entscheiden.

Es gibt wichtigeres und auch noch anderes im Leben als jedes Kind, das man haben könnte zu empfangen - egal unter welchen Voraussetzungen und wie es dazu kam.

Mag ja sein, dass Steve Jobs unerwünscht war, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man tatsächlich den nächsten Albert Einstein ungewollt zur Welt bringt ist auch nicht gerade groß. Nicht mal dann, wenn man das ganze geplant hat. Auch wenn so manche Mutter gar nichts anderes sehen will.

Ich kenne kaum Alleinerziehende Mütter, die ich um ihre Kinder und um ihre Situation beneide.
Und verhältnismäßig viele von denen haben ganz gewaltige Probleme mit sich und der ganzen Situation und auch mit ihren Kindern, und zwar deutlich mehr als Mütter mit familiärer Unterstützung oder in intakten Familien, auch wenn sie die hinterher doch noch so über alles lieben.
Als AE Mutter kann man auch ganz schön verzweifelt sein und es bereuen oder zumindest ganz schön vergrätzt sein, dass man es auf vielen Gebieten deutlich schwerer hat und man sich zusätzlich noch viele Möglichkeiten schon alleine organisatorisch und psychisch verbaut, weil da einfach die nötigen Ressourcen fehlen und man eben doch nicht Superwoman ist wie man mal geglaubt hat, denn immerhin war man ja so stark und hat sich FÜR das kind entschieden. Aber was solls - dann hat man sich eben guten Gewissens für das Kind geopfert.
Nur: Wenn ich mir deren Kinder anschaue, dann bin ich mir auch nicht so sicher, ob es den Kindern denn wirklich gut tut, wenn ihre Mütter AE sind.

Aber das muss jeder selbst wissen, ob er sich denn wirklich darauf einlassen will und es auch tatsächlich kann.
Sich irgendwelche verblümten Zukunftsperspektiven oder höhere Bedeutungen da rein zu phantasieren, wie es denn vielleicht mal sein könnte, noch dazu sich gleichzeitig ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen oder es sich sogar noch selbst zu tun, ist in dem Moment aber auch ein schlechter Ratgeber für eine objektive Entscheidung.
 
G

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  • #79
Da ich selbst einen Abbruch jungen Jahren hatte, kann ich aus dieser Sicht sagen, dass es lebenslang Schmerzen bereitet, das getan zu haben.
Nicht ständig, aber immer wieder in Lebenskrisen, die jeder hat.
Ich würde Dir sowohl zu einer Beratung bei einer Organisation raten, und zwar so rasch wie möglich!
Als auch Dich der Familie gegenüber zu offenbaren.
Welches Verhältnis hast Du zur Familie?
Gibt es Geschwister?
Wie sieht Dein Freundeskreis aus?
Unter AE entstehen aus meiner Erfahrung, da ich heute, nach Scheidung AE bin, recht tragfähige Freundschaften.-
Ich würde es nicht vielen erzählen ,sonst machst Du Dich nur verrückt-schon hier gehen die Meinungen ja weit auseinander-
1 oder 2, zu denen Du ein gutes Gefühl hast, und den Mut dazu aufbringen kannst.
Ich würde heute , wäre ich in solch einer Lage, versuchen die Realität ein zu schätzen:
welche Möglichkeiten habe ich weiter zu arbeiten?
wer kann mir wie... helfen?
welche finanziellen Reserven gibt es?
wie kann ich die nächsten Jahre mir vorstellen mit kleinem Kind zu leben?
Das Kind ist entstanden-es gehört sich , es ist sein Leben-
der Mann , der es erzeugt hat-hat mit dafür zu sorgen, zumindest materiell, dass es gross wird!
Ich wünsche Dir Mut und Kraft, einen realen verständnisvollen Menschen, der Dich bei Deiner Entscheidung unterstützt.-
Die schlechteste Version aus meiner Sicht heute: es verheimlichen, mit niemand darüber sprechen.
Das hast Du ja zumindest hier bereits getan-aber das ist zu wenig, Leute, die Dich kennen, Dir zur Seite stehen musst Du jetzt in den Vertrauen ziehen.
Alles Gute für Dich
w51
 
A

Angie

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  • #80
Ich bin mindestens ebenso erstaunt, wieviele Leute der FS zu einem Dasein als Alleinerziehende raten. Das ist mindestens genauso leichtfertig. Es ist beileibe kein Vergnügen, ein Kind ganz alleine großzuziehen, und von ihrem Freund wird sie keinerlei Unterstützung erwarten können. Er ist ganz offensichtlich verlogen und extrem verantwortungslos und wird nicht einmal imstande sein, sie finanziell zu unterstützen. Die Chancen sind daher groß, in die Hartz IV Schiene zu rutschen und dort eine ganze Zeitlang zu bleiben, denn eigenes Geld in Form von Ersparnissen scheint sie ja nicht zu haben. Wozu soll das gut sein, um Himmel willen, wenn sie die Möglichkeit hat, die Schwangerschaft abzubrechen und ihr Leben neu zu sortieren.
Ich hätte nicht die geringste Lust, von einer solchen bindungsunfähigen und verantwortungslosen Flachzange ein Kind in die Welt zu setzen und großzuziehen. Der scheint eh zu der Spezies einsamer Wolf zu gehören, der sich gerne rumtreibt und jeder Frau ein Kind anhängt, ohne sich großartig kümmern zu können und zu wollen. Ihr werft der FS verantwortungslosigkeit und Leichtsinn vor. Der Typ ist mindestens genauso verantwortungslos wie sie. Im Gegensatz zu ihr hat er nämlich schon ein Kind und weiß, wie der Hase in Zukunft laufen wird. Das hat ihn in keinster Weise davon abgehalten, ihr einen Haufen Mist zu erzählen und ungeschützten Verkehr zu haben. Anstatt ihn mit einem kräftigen Tritt in den Orbit zu schießen, wird sie immer wieder mit ihm zu tun haben und vermtlich maßlosen Stress erleben.

Liebe FS, mach noch in dieser Woche die entsprechenden Termine beim Arzt und der Beratungsstelle fest. Jede Woche zählt. Die Feiertage kannst du noch mal nutzen, um dir die ganze Sache durch den Kopf gehen zu lassen. Aber mach die Termine fest und organisiere dich entsprechend, sonst ist es zu spät. Absagen kannst du auch am Tag des Abruchs noch, aber wahre alle Optionen.
Alles Gute für dich!
 
G

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  • #81
Irgendwie kann ich nicht verstehen, wieso hier versucht wird , der FS einzureden, dass sie sich mit Kind ihr Leben und ihre Chancen verbaut. Hallo? Die FS ist 30+, wenn ich richtig gelesen habe. Wäre sie 13, könnte ich das ja noch verstehen. Aber mit Anfang 30 hat man normalerweise eine abgeschlossene Ausbildung/Studium und einen Beruf. Da müsste man auch eigentlich in der Lage sein, ein Kind aufzuziehen.
Was wäre denn ohne Kind besser? Sie würde vielleicht schneller wieder einen Partner finden, das gebe ich gerne zu. Aber das sagt noch nichts über die voraussichtliche Qualität der Partnerschaft, ob sie von Dauer ist und ob das ganze als heile Familie endet. Und welchen Zeitrahmen soll die FS sich denn setzen? Sie wird auch nicht jünger, die Wahrscheinlichkeit, an einen netten Mann zu geraten, der (wirklich) eine Familie gründen will und dann überhaupt schwanger zu werden, nimmt stetig ab.
 
A

Angie

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  • #82
@ 81
Und du meinst ernsthaft, dass sie wegen all der Gründe, die du hier anführst, von einem verlogenen Vollpfosten ein Kind kriegen sollte? Abgesehen davon, bedeuten weder ein abgeschlossenes Studium noch Ausbildung automatisch, dass sie imstande ist, Job und KInd problemlos zu wuppen, zumal der Vollpfosten mit Sicherheit keine finanzielle Unterstützung leisten kann /wird. Er hat nämlich bereits eine Familie zu versorgen.
 
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  • #83
Irgendwie kann ich nicht verstehen, wieso hier versucht wird , der FS einzureden, dass sie sich mit Kind ihr Leben und ihre Chancen verbaut. Hallo? Die FS ist 30+, wenn ich richtig gelesen habe. Wäre sie 13, könnte ich das ja noch verstehen. Aber mit Anfang 30 hat man normalerweise eine abgeschlossene Ausbildung/Studium und einen Beruf. Da müsste man auch eigentlich in der Lage sein, ein Kind aufzuziehen.
Was wäre denn ohne Kind besser? Sie würde vielleicht schneller wieder einen Partner finden, das gebe ich gerne zu. Aber das sagt noch nichts über die voraussichtliche Qualität der Partnerschaft, ob sie von Dauer ist und ob das ganze als heile Familie endet. Und welchen Zeitrahmen soll die FS sich denn setzen? Sie wird auch nicht jünger, die Wahrscheinlichkeit, an einen netten Mann zu geraten, der (wirklich) eine Familie gründen will und dann überhaupt schwanger zu werden, nimmt stetig ab.

Welcher Mann interessiert sich für eine Frau mit Kind? Das sind wenige Ausnahmen. In ihrem Alter gibt es genügend kinderlose Frauen. Und die sind erste Wahl. Bleibt nur ihr Glück zu wünschen!
 
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  • #84
Ich meine, ein Kind ist kein Austauschartikel, den man man so eben aus sich herauskratzen läßt - um dann mit einem anderen Mann "es nochmal" zu versuchen.
Das Kind kann nichts dafür, dass es entstanden ist - und es wäre nicht richtig, es hierfür nun büßen zu lassen!
Stell Dir vor, es wird ein total nettes Wesen - ein hübsches und freundliches Kind, welches nur den "Fehler" hat, den "falschen Vater" zu haben? Das ist kein Abtreibungsgrund! Das Kind ist zu 50 Prozent von Dir - es kann nichts dafür, dass es entstanden ist. Wenn Du es nicht möchtest, dann kannst Du es immer noch zur Adoption freigeben - aber es für seine Existenz bestrafen mit dem Tod - das ist nicht fair...
 
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  • #85
Hallo,

ich wollte mich nochmal zu euren zahlreichen Beiträgen äußern:

Leider bin ich immernoch nicht sicher. Mit dem Vater des Kindes herrscht momentan Funkstille und darüber bin ich auch recht dankbar. Sehr viel geholfen hat er mir nicht in der Zeit...

Für Di habe ich den OP-Termin für den Abbruch...ob ich ihn wahrnehmen, weiß ich nicht. Mit fällt es sehr schwer, dass Kind wegzumachen. Sehr schwer. Aber ein Kind von einem "Vollpfosten" zu bekommen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter durch die Gegend schwängert und ein Haufen Halbgeschwister zeugt, der das Kind dann wahrscheinlich in dieses Gebilde integrieren möchte, wann immer er Besuchsrecht hat...das ist keine schöne Vorstellung für eine schöne Kindheit. Ich werde meinem Kind nicht Geborgenheit einer Familie mit diesem Mann geben können. Ich bin in einer intakten Familie aufgewachsen, mein Vater hatte nicht hier und da Kinder und meine Mutter hatte auch keine Kinder von verschiedenen Männern. Und das schmerzt. So sehr, dass ich mich zu einem Abbruch hingerissen fühle.
 
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  • #86
Hört doch mal auf, der FS einzureden, dass sie ein Kind nicht alleine aufziehen könnte oder dass Alleinerziehende keinen Mann mehr abkriegen würde! Ich hab Mich vom Vater meiner 13 jährigen Tochter auch getrennt als ich schwanger war. Er wollte kein Kind... Hat sich dann aber nach der Geburt zu einem verantwortungsbewussten, liebevollen Vater entwickelt. Und ich lebe seit mehreren Jahren wieder in einer wundervollen Beziehung. Auch davor konnte ich Mich über mangelndes Interesse von Männern nie klagen, aber ich habe damals nicht gewollt.
Hier wollen einem gewisse Schreiber/innen weismachen, als AE wäre man zweite Wahl. Das ist Unsinn, denn wer wirklich liebt, Wird nicht seinen Wunschpartner wie im Katalog bestellen wollen, sondern denjenigen so annehmen, wie er ist, in mit oder ohne Kind, mit abstehenden Ohren, zu dick, zu dünn, mit Mannerhandtasche und was sonst noch alles als wertminderbd angesehen Wird hier. Wer so denkt, bleibt halt dann einfach allein, ist wahrscheinlich auch besser so!
 
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  • #87
Ich meine, ein Kind ist kein Austauschartikel, den man man so eben aus sich herauskratzen läßt - um dann mit einem anderen Mann "es nochmal" zu versuchen.
Das Kind kann nichts dafür, dass es entstanden ist - und es wäre nicht richtig, es hierfür nun büßen zu lassen!
Stell Dir vor, es wird ein total nettes Wesen - ein hübsches und freundliches Kind, welches nur den "Fehler" hat, den "falschen Vater" zu haben? Das ist kein Abtreibungsgrund!

Entschuldigung, aber hier den Gutmenschen rauszuhängen und sich gegen Tötung eines Fetus unter Auslassung der Lebenssituation der Mutter auszusprechen ist wohl komplett fehl am Platz.
Es geht um ihr Leben und die Konsequenzen einer Entscheidung für oder gegen das Kind in dieser unschönen Lage. Sie schreibt ja, dass sie sich Mutterschaft anders vorstellt, und dann soll sie sich die Möglichkeit geben, dies mit einem anderen Partner zu leben. Und wenn es Einstein oder Steve Jobs nicht gegeben hätte, so würde die Welt sich doch weiterdrehen....
Ich habe mich auch erst für einen Abbruch und später für ein Kind entschieden. Es gibt Situationen, das steht man als AE-Mutter einfach so elend da, dass es kaum zu ertragen ist. Ein Kind mit diesem Lebensgefühl aufzuziehen kann es zu einem Kämpfer werden lassen, oder auch zu einem Loser, und man selbst verbringt saure, entbehrungsreichen Jahre. Das wiegt so stark, dass ich eine Abtreibung total in Ordnung finden. Es wird trotzdem wehtun, aber wenn man sich innerlich in Dialog mit dem Kind begibt, kann man zu eine friedlichen Abschluss gelangen.
 
G

Gast

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  • #88
Die Entscheidung bleibt natürlich voll und ganz der Schreiberin überlassen, beide Ansätze sind absolut nachvollziehbar. Ich selber habe keine Kinder (bin 42), aber gerade deshalb habe ich inzwischen eine andere Meinung zum Schwangerschaftsabbruch als früher, wo ich viel liberaler dachte. Mancher gesundheitliche Schuss vor den Bug ändert den Blickwinkel, aber vor allem habe ich mit zunehmenden Jahren ein anderes Gefühl zu dem Thema bekommen. Vom rationalen Aspekt her finde ich es total verständlich zu sagen, ich stelle den "Urzustand" wieder her und starte neu durch. Ich habe Respekt vor dir, FS, dass du dir die Entscheidung nicht leicht machst, und ich lese heraus, dass du das Kind eigentlich grundsätzlich gern hättest, es nur nicht in diese bescheidene Situation hinein gebähren möchtest, weil du Angst hast, du könntest zu spät merken, es war falsch.

Ich möchte dir nicht raten, es zu bekommen. Aber der Urzustand exisitiert halt nicht mehr. Mit Mitte 20 oder 30 hätte ich mich NIE getraut, ein Kind allein zu bekommen - sonst hätte ich wahrscheinlich eines. Jetzt, mit 42, hätte ich genug Lebenserfahrung, Kraft und Reife FÜR MICH zu entscheiden, es zu bekommen, wenn es mir passieren würde. Du wirst mit deinem Kind schnell eine Einheit sein, und die Liebe zu dem Wesen lässt dich viel aushalten, du wirst schnell reifer werden und vieles abgeklärter sehen. Klar ist AE nicht einfach, ich habe einen konkreten Fall in meinem Freundeskreis vor Augen, wo ich immer wieder entsetzt bin, wie instabil und pseudo-liberal das Mädchen aufwächst, weil die Mutter aus lauter schlechtem Gewissen ihre Tochter als Prinzessin behandelt (inkl. rosafarbenem Kinderzimmer mit Krönchen an der Wand). Dieser Fall ist für mich keine Basis für ein Kind, erwachsen zu werden.

Und genau da habe ich auch mein Problem: vom Bauch her und so, wie du klingst, würde ich dir Mut machen wollen. Ich würde mir sehr wünschen, du wärst auch eine Frau, die an dieser Aufgabe wachsen könnte und nicht so eine wie meine Bekannte, die selber ihr Leben lang nie Halt finden wird. Genau hier würde ich die Entscheidung festmachen. Klammere die leider vorhandene Familie deines Ex vom Kopf her aus bei deiner Entscheidung. Höre in dich hinein, ob du allein glaubst die Kraft zu haben (wobei, so allein wirst du nicht sein, Schwangerschaftskurs, Krabbelgruppe, ein Mama-Netzwerk hat man schnell). Das sollte die Basis sein. Liebst du Kinder per se, wolltest du grundsätzlich welche? Dann hast du auch eher genug Kraft für dieses.

Nichts im Leben passiert ohne Grund. Und wenn es nur ist, dass du daran reifen solltest. Die Schwangerschaft ist dir jetzt "passiert". Aber die Entscheidung, wie es jetzt weitergeht, kannst du absolut eigenverantwortlich treffen. Sieh es als Chance, hab keine Angst!
 
  • #89
Ich habe mich für mein Kind auch unter - wie sagt man heute so schön - "suboptimalen" Umständen entschieden. Auch ich habe sehr geschwankt damals. Die Entscheidung habe ich allerdings nicht bereut.

Die FS kann sich entscheiden wie es ihr paßt - für beide Argumentationen gibt es stichhaltige Gründe. Ich möchte jedoch auch noch anmerken, daß viele Frauen fälschlicherweise annehmen, man könne beliebig oft und quasi auf Kommando bis vierzig schwanger werden. Das ist falsch. Natürlich gibt es besonders "fruchtbare" Frauen - ich kenne allerdings auch welche, die trotz häufigen Probierens nur alle fünf Jahre schwanger geworden sind
Ich kenne auch mindestens zwei Frauen, die in ihren endzwanziger Jahren unter suboptimalen Bedingungen schwanger geworden sind, abgetrieben haben (weil: man hat ja noch alle Welt vor sich!) und heute vierzig sind - alleinstehend und kinderlos.
Wenn Du, FS, den Erzeuger mit so viel Abneigung siehst, daß Du befürchten mußt, sein Kind als sein Abbild nicht zu mögen, dann ist eine Abtreibung in Betracht zu ziehen. Wenn Du körperlich fit, im Beruf etabliert bist und es schaffst, auf eine freundschaftliche Ebene mit dem Erzeuger zu treten, dann solltest Du es bekommen.

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MOD: Wir schließen damit das Thema und bedanken uns bei allen Teilnehmern!
 
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