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Gast

  • #61
Auf mein Kind würde ich keineswegs verzichten wollen, diesen Mann aber - den würde ich aus meinem Leben streichen. Der hat Dich benutzt und will als unreifer Student seinen lockeren und unverbindlichen Spaß auf Kosten anderer, und später als Arzt Leben retten ? Wohl eher Geld verdienen und Prestige ernten. Dafür verlangt er das sein Kind untergeht ? Unglaublich was für Menschen es gibt.
 
  • #62
Vielleicht macht Dir meine Geschichte Mut, aber auch ich würde sagen, dass dieses Forum kein Entscheidungsfinder sein kann. Es kann Dir nur Hinweise geben, auf was Du in Dir selber hören kannst...
Also wirklich eine sehr schöne Geschichte aber bitte... gleich Drillinge?!? Nach dem Motto es ist so verrückt da muss es stimmen.

Mal durchrechnen. Du warst 23 als die Kinder kamen, ein Jahr Pause. Du hast ein Teil deines Studiums im Ausland verbracht, alleine mit drei Kindern (Kinder werden auch nie krank). Nach deinem Studium tingelst du erst durch die Weltgeschichte. Ach ja arbeitest jahrelang nur halbtags UND ach wunder mit 39 Jahren bist Oberärztin. Nur doof, dass es auch Menschen gibt, die wissen, dass nach einem Studium die Assistenzzeit kommt und die dauert normal ca. 6 Jahre, bei Halbtags... pfff... ja... naja... Vor allem die Nachtdienste... oder hat dich jemand davon befreit? Ja und mit 39 als Oberärztin ein wildes Partyleben? Ja... ich glaube, ich kenne die falschen Ärzte, die haben da nicht wirklich viel Zeit und Nerv in dem Alter dafür. Ach du hast dein Doktortitel vergessen zu erwähnen, den du sicher mit Auszeichnung bestanden hast und die vielen Veröffentlichungen damit du dich als Ärztin für deine Stelle etablieren konntest.

Also auf VOX ging mal eine Staffel über die Assistenzärzte der MHH und ihren ach so leichtem Alttag. Da wurde oder wird über Frauen berichtet, die Kinder haben und den Job als Ärztin meistern und die MHH hat eine recht gute Kinderbetreuung und sie waren von deiner Überflieger Geschichte weit weg.

Das einzige, wo ich dir recht geben muss, ist, dass keine Frau auf ein Forum bei so einer Sache hören sollte und für sich selber entscheiden sollte.

Ach ja zu den Drillengen, so eine Schwangerschaft ist fast immer mit eine Frühgeburt verbunden, also sorry, ich glaube dir deine Geschichte nicht, wenn man jemanden aufbauen will und ihm helfen will, dann bitte nicht so.
 
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Gast

  • #63
Als 23 jährige Studentin mit Kleinkind die Ihr "ding machen will" ist Dein "Marktwert" z.B. geringer als der einer 23 jährigen mit abgeschlossener Ausbildung ohne Kind die nicht unbedingt Ihr "ding machen will"...

Du wirst also Abstriche bei der Partnerwahl machen - Mehr nicht und auch nicht weniger.

Ausgenommen der Glücksfall trifft ein und Du findest den "richtigen" Partner der auch in Dir die richtige Partnerin sieht. Dieser Glücksfall ist jedem - und natürlich auch Dir ! - zu wünschen.

M45
Das ist doch Humbug!
Vielleicht lernst du dadurch, dass du ein Kind hast, dafür auch weniger Blender kennen, die dich nur als Trophy Wife missbrauchen, aber an dir als Person gar nicht interessiert sind!
Abstriche bei der Partnerwahl? Du wirst viel mehr Männer kennen lernen, die es ernst mit Dir meinen!
Seit ich getrennt bin und Kinder habe, ziehe ich auch ernsthaftere Männer an. Und die sind ALLE gutaaussehend und erfolgreich, was allerdings sicher auch am Alter liegt (35-43).
Als ich noch 28 und Single war, aber schon fertige Ärztin, waren die Männer, die interessiert waren nicht besser!
Entweder waren sie abgeschreckt von einer hübschen jungen Ärztin (und es wäre besser gewesen, wenn ich gesagt hätte, ich sei "nur" Physiotherapeutin oder Krankenschwester) oder es waren Männer, für die sowieso nur studierte und gut aussehende Frauen in Frage kommen, die v.a. mit mir angeben wollten, aber nie so wirklich fragten, wer ICH eigentlich bin, was ICH will, es ging immer nur um den Herrn der Schöpfung und seine Bedürfnisse! So ein Kind trennt vielleicht auch die Spreu der Männer vom Weizen!

Nein, liebe FS - ob du dein Kind bekommst oder nicht, entscheidet dein Herz.
Aber das blöde Gerede um "Marktwert" kann ich echt nicht mehr hören. Und Abstriche muss man niemals machen. Entweder verliebt man sich oder eben nicht!

w,40
 
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  • #64
Das ist doch Humbug!

Nein, liebe FS - ob du dein Kind bekommst oder nicht, entscheidet dein Herz.
Aber das blöde Gerede um "Marktwert" kann ich echt nicht mehr hören. Und Abstriche muss man niemals machen. Entweder verliebt man sich oder eben nicht!

w,40
Sehe ich auch so, vor allen Dingen kann ich nicht nachvollziehen, dass eine Frau in so einer Situation, sofern sie klug ist, was aber oft mit Intelligenz nichts zu tun hat, sich jetzt nicht Gedanken darüber machen sollte, wie sie schnellstmöglich einen neuen Mann findet, oder ob sie in Zukunft überhaupt noch interessant für andere Männer ist, wird.

Die FS hätte sich lieber vorher überlegen sollen, dass gerade in ihrer jetzigen Lebensphase als junge Frau und Studentin der Medizin eine Schwangerschaft nicht gut macht. Es gibt genug Verhütungsmöglichkeiten. Es hätte gar nicht dahin kommen dürfen.

Die FS sollte sich selber hinterfragen, ob sie taff und reif genug ist, ein starkes und engagiertes Elternhaus im Hintergrund hat, die sie die nächsten 15 Jahre unterstützt, in jeder Hinsicht. Hat sie das, sollte sie das Kind bekommen. Hat sie das nicht, würde ich mir ganz ehrlich und ich bin seid Jahren Single-Mutter mit nur Büro-Job ganz klar überlegen, ob es nicht besser wäre, das Kind nicht zu bekommen, oder es notfalls zur Adoption frei zu geben.

Das Leben als Single-Mutter ist schon so hart genug, dann dazu noch so jung und unreif, im Medizin-Studium, wenig Zeit und wenig Geld, vielleicht nicht gute oder wenige Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort (ich wohne in Berlin, da war damals die Krippen/Kita-Versorgung zu meiner Zeit super), das wird nichts.... das arme Kind.

w 50
 
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Gast

  • #65
Das Kind kann stolz sein auf eine Mama die nicht sinnlos jammert und abgetrieben hat.
Es gibt viele Mütter die es schaffen und glücklich werden. Ein verantwortungsvoller Mann kann sich jederzeit finden und sie auf Grund seines soliden Charakters zu schätzen wissen.

Liebe FS, ich gratuliere Dir das Du Dir Dein Zahnmedizinstudium durch eigene, gute Leistung verdient hast und traue Dir zu, trotz der momentanen Ausgangssituation, für Dein Kind und Dich das Beste zu machen.
 
  • #66
Zum Jammern und Misstrauen braucht man kein Kind, das ist schon richtig, das schaffen viel zu viele Leute ganz ohne Anhang.

Ein Kind spiegelt in erster Linie diejenigen, bei denen es aufwächst. Eigentlich entspricht das jetzt nicht mehr der Fragestellung, aber da es nun offensichtlich nicht mehr um die Frage geht, ob eine "Mutter" auch noch einen Mann findet, auch nicht mehr darum, ob mehr Männer durch eine Abtreibung abgeschreckt wären als durch ein bereits vorhandenes Kind, sondern um die Frage, wieviel Freude ein Leben mit Kind gegenüber einem ohne macht: Das ist abhängig von der eigenen Persönlichkeit! Ich habe mit meinen Kindern nicht nur dort Urlaub gemacht, wo ich hin wollte, ich hab auch die Konzerte und Ausstellungen besucht, die mich interessierten. Meinen damals Vierjährigen z.B. mit dem anschließenden Besuch im Dinomusum zu einer Visite bei Richter überredet, zur Ausstellung "Russen und Deutsche" mit der Nofretete gelockt, war zwei Wochen Skifahren in Österreich, es gibt ja Skikurse für alle Altersklassen, auf Städtetouren in München und Hamburg, etc. Überall trifft man kinderlose Leute, die allein dadurch genervt sind, dass man mit Kindern Spaß hat und Kultur und Wellness genießt. Das kratzt offensichtlich an manchem Lebensentwurf. Das Lustigste in diesem Zusammenhang war eine vielleicht 90jährige Sitzplatznachbarin, die mich mit "Ein Baby im Konzert, ein Baby im Konzert!" vergeblich provozieren wollte. Irgendwann hatte mein Erstgeborener genug und meinte kalt: "Ich bin kein Baby mehr, ich bin zweieinviertel!" Danach war Ruhe, und ich noch vor den ersten Klängen so platzestolz, wie es nur Kinder schaffen. Umständlich sind Kinder auch nur im Rahmen der elterlichen Vorgaben. Das Übernachten in Hotels und bei Freunden oder das Schlafen im Auto stellen kein Problem dar, wenn Eltern keines draus machen.
Zum allein Erziehen noch: Klar, ich beobachte auch mehr und mehr Väter, die sich da einbringen, z.B. auf Elternabende gehen, aber eine Partnerschaft ist auch darauf keine Garantie. Mein Ex hatte z.B. einen arbeitsintensiven Topjob, war permanent im Ausland, küssen konnte ich ihn immer nur im Vorbeigehen. Nach unserer Trennung war ich genauso allein mit der Erziehung wie zuvor, aber jetzt muss ich mich nicht mehr abstimmen, das hat auch Vorteile.
 
G

Gast

  • #67
Ich würde da nicht wirklich ein Problem drin sehen. Wenn mir (m 43) jemand gefällt, akzeptiere ich den Menschen so, wie er ist.
Natürlich ist es sicherlich schöner, das eigene Kind groß zu ziehen, dennoch wären bereits vorhandene oder wie in deinem Fall ein ungeborenes Kind, für mich kein Ausschlusskriterium, wenn der Rest stimmt.
Lass dich nicht unterkriegen ...
 
G

Gast

  • #68
Liebe Fragestellerin,

es hängt doch zuallererst von Dir ab:
1) Ein Kind kostet Dich Zeit und Kraft - überlege Dir, ob Du es alleine betreust, mit Deiner Mutter etc. Das Studium mit Kind ist möglich aber anstrengend; Dir bleibt sehr wenig Freizeit und wenig Geld. Ein Kind zu haben ist auch schön. Du musst Dir überlegen, ob Du mit der Situation umgehen kannst und wie es in Deinem Fall im Detail mit Finanzen, Unterstützung, Uni-Kindergarten etc. aussieht.
2) Was für einen Mann wünschst Du Dir? Was sind MUSS-Eigenschaften, was SOLL-Eigenschaften, was NOGOs? Darf es ein alleinerziehender Vater sein? Ein Mann, der vielleicht deutlich älter ist als Du und selbst "zeitnah" eine Familie gründen will, wird einem Kind sicher aufgeschlossener gegenüberstehen als ein 23-jähriger, der für die nächsten 10 Jahre Party&Reisen oder "Internationale Karriere" im Lebensplan stehen hat.
3) Dass eine alleinerziehende Mutter im Zweifel weniger Interesse erweckt als eine Singlefrau ist wohl (auch wenn es Ausnahmen gibt) unbestritten.
4) Es gibt vielleicht auch andere Möglichkeiten: Beispielsweise kannst Du überlegen, Dein Kind zur Adoption freizugeben oder ich kenne einen Fall, wo die Großmutter das Kind bei sich erzogen hat und die biologische Mutter (wie Du auch Studentin) in die Rolle einer Tante geschlüpft ist. Das war in diesem Fall für alle drei eine gute Lösung - vielleicht geht so etwas bei Dir auch?
5) Was erwartest Du vom Leben&Welche Werte hast Du? Das ist die entscheidende Frage!

m/32
 
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  • #69
Ich würd dich auch mit Kind nehmen und dich unterstützen.
 
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Gast

  • #70
Liebe FS

gar nichts im Leben ist festgelegt für immer.
Enttäuschend ist die Reaktion deines Medizinerfreundes.
Von dem kannst du nicht mehr viel erwarten.
Er lebt sein Leben- ohne dich.
 
  • #71
Inzwischen beachte ich eher die Kinder, als ihre Mütter. Also Vorteil bei der Aufmerksamkeit, wenn mit Kind.

Meine letzte Partnerin war auch "verlassen" bzw. sich vom Kindsvater getrennt, mit einem neun Monate alten Kind. Wir kamen zusammen, über ihr Kind. Wäre sie kinderlos gewesen, hätten wir uns nie gefunden.
 
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Gast

  • #72
Liebe FS

Ja, gibts schon, aber sehr selten. Ich habe meine liebe Mühe damit, dass er dich wärend der schwangerschaft sitzen lässt. Eine Frau während der Schwangerschaft aus niederen Beweggründen einfach zu verlassen ist das allerletzte.
Da muss noch mehr vorgefallen sein (zumindest werden viele Männer sich das denken).
 
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Gast

  • #73
Mal noch ein anderer Aspekt:

Ich würde als neuer Partner keine Kinder in der Beziehung haben wollen, die von einem nachgewiesenen A....loch sind!

Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass sich Charaktereigenschaften ausschließlich durch die Umgebung bilden ...das haben sie nicht bei dem A....loch getan ...und werden sie auch nicht nur bei dem Nachkommen des A....lochs tun.

Der Spruch der meisten AE Mütter in diesen Situationen ist ja "es ist nur mein Kind" ...aber das ist nicht haltbar!

Außerdem hat die Gesamtsituation auch immer ein Potential für zusätzlichen "Sonderstress" ...sowohl mit dem A....loch, ...als auch irgendwann mit dem Kind, das ja pendelt zwischen "Er ist mein Vater" und "Mein Vater in ein A....loch"

Am besten komme ich mit Kindern klar, bei denen der Vater des Kindes und ich, unter anderen Vorzeichen, ein Potential gehabt hätten, dass sie hätten Kumpels werden können.

m43

PS: Hatte ich eigentlich in meinem Text das Wort mit den vier Füllpunkten erwähnt?

PPS: Die (Ex)Partnerwahl der Frau spricht übrigens auch ganz deutlich gegen die Frau selber!!! ...und kommt mir nicht damit, dass sie nix dafür konnte...
 
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  • #74
Ich würde als neuer Partner keine Kinder in der Beziehung haben wollen, die von einem nachgewiesenen A....loch sind!
PPS: Die (Ex)Partnerwahl der Frau spricht übrigens auch ganz deutlich gegen die Frau selber!!! ...und kommt mir nicht damit, dass sie nix dafür konnte...
Ja, sie kann natürlich etwas dafür, war doch ihre Entscheidung. Na und? Warum sollte man nicht einmal mit einem A.... zu tun gehabt haben?

Die ganze Theoretisiererei hilft bestimmt wunderbar beim Ausschließen und beim Finden von Unpassendem, dann bleibt, wenn man sehr erfolgreich damit ist, niemand mehr übrig, der für eine Beziehung in Frage käme. Glückwunsch.

Ich bin eine Frau, die auch mit einem Mann zusammenkäme, der ein Kind von einer A...in hätte, nicht jedoch mit jemandem, der mir nicht nachvollziehbare Ausschlusskriterien stellt.

Ich bin noch kinderlos, hätte aber keine Lust auf einen Mann, der Frau mit Kind ablehnt. Warum? Weil ich keine Begründung dafür kenne, die für mich akzeptabel wäre. Das Leben nicht umstellen zu wollen - das erwarte ich aber, dass jemand dazu bereit ist, wenn er verliebt ist, weil ich auch prinzipiell dazu bereit bin. Kein Kind von Fremden aufziehen wollen - ist mir zu selbstverliebt auf die eigene "Genweitergabe" bezogen, ich dagegen mag auch fremde Kinder. Alleinerziehenden Frauen misslungene Vorgeschichten unterstellen - ist mir zu sehr auf einen glatten Lebenslauf aus, an Trennungen, Fehlern, Veränderungen sehe ich nichts schlechtes.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder die Spreu vom Weizen trennen. Ich als Kinderlose muss das eben auf anderen Wegen trennen. :)
 
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Gast

  • #75
Ich bin noch kinderlos, hätte aber keine Lust auf einen Mann, der Frau mit Kind ablehnt. Warum? Weil ich keine Begründung dafür kenne, die für mich akzeptabel wäre.
Genau da liegt das eingentliche Problem. Das ist eine Problematik die eine Frau leider nie komplett wird nachvollziehen können.

Ich versuche es möglichst vereinfacht zu begründen. Es gibt 2 Sorten Männer. Die einen können eine fremde Brut akzeptieren, die anderen nicht. Das ist Biologie. Tief in unserem Unterbewusstsein programmiert. Selbst wir Männer könnens nicht immer rationell Begründen. Ich selbst gehöre zu letzterem. Bin deswegen kein böser Mann. Nur versuche ich mir nicht etwas einzureden was mir intuitiv nicht zusagt und bekomme später massive psychische Probleme, die ich mir dann wahrscheinlich nicht eingestehen will. Wer Augen und Ohren hat, die Patchworkfamilien beobachtet und aufrichtig analysiert, erkennt die Problematiken, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so offensichtlich sind.
 
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Gast

  • #76
Genau da liegt das eingentliche Problem. Das ist eine Problematik die eine Frau leider nie komplett wird nachvollziehen können.
Ich versuche es möglichst vereinfacht zu begründen. Es gibt 2 Sorten Männer. Die einen können eine fremde Brut akzeptieren, die anderen nicht. Das ist Biologie. Tief in unserem Unterbewusstsein programmiert. Selbst wir Männer könnens nicht immer rationell Begründen. Ich selbst gehöre zu letzterem. Bin deswegen kein böser Mann.
Warum unterstellst du uns Frauen dann wir würden die Problematik nicht nachvollziehen können? Ich glaube, ich hätte dafür sogar mehr Erklärungen, als "im Unterbewusstsein programmiert". Aber ich kann die Theorien auch für mich behalten. Ich würde auch nicht behaupten, dass jemand, der denkt wie du ein böser Mann ist. Aber eben ein Mann, den ich nicht möchte. Ich bevorzuge das, was du als die erste Sorte Männer bezeichnest, die fremde Brut akzeptieren können. Das sagt mir MEIN Unterbewusstsein.

Deine und meine Biologie passen also nicht zusammen, denn ich möchte keinen Mann, der "fremde Brut" nicht akzeptieren kann. Das passt nicht zu mir, da ich fremde Kinder mag, und Männer süß finde, die ebenfalls mit Kindern umgehen können. Kinder sind weit mehr als die eigene Brut. Sie können einem etwas über das Leben beibringen, das man verlernt hat, sie sind aufgeschlossen, offen und der Kontakt zu ihnen ein Gewinn. Auch an die eigene Kindheit wird man durch sie erinnert, und noch viel mehr. Da gibt es auch nicht viel zu erklären. Entweder jemand ist da auf der gleichen Ebene wie ich oder nicht. Nicht weiter schlimm.

Wer Augen und Ohren hat, die Patchworkfamilien beobachtet und aufrichtig analysiert, erkennt die Problematiken, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so offensichtlich sind.
Hier bist du ja dann direkt wieder weg von deinem individuellen Empfinden. Nein, ich kann deine Beobachtung nicht teilen. Die Patchworkfamilien, die ich kenne, sind alle äußerst liebevoll und mir ein Vorbild. Denn sie bekommen etwas hin, ob Frau, ob Mann: Sie ziehen ein Kind groß, gründen eine Familie, schenken Liebe, haben Geduld, Nachsicht, Freude, während andere noch am analysieren sind, was sie alles ausschließen, aber nicht selbst tätig werden. Von glücklichen Müttern oder Vätern selbst klassischer Familien gibt es übrigens weniger Kritik an Patchwork als von Singles, die wissen, was sie alles nicht wollen. Aber nicht das finden, was sie wollen. Und letzteres ist das, worauf es ankommt.
 
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  • #77
Ich sagte nie KOMPLETT wird nachvollziehen können. Ein kleiner Unterschied.
Wieso? Weil die weibliche Psyche nun mal anders funktioniert. (Besitzergreifen, Territorialdenken, Balzverhalten, usw.)

Ich denke das bei den Frauen da noch der Mutter/bzw. Früsorge-/Beschützerinstinkt mithineinspielt. Den wir Männer nicht so ausgeprägt besitzen. Deswegen fällt es euch leichter "fremde" aufzunehmen. Natürlich kann ich nicht für alle Männer sprechen, aber doch habe ich das Gefühl für einen nicht unbedeutenden Teil zu sprechen. Es gibt viele Männer die so denken wie du und ich wünsche dir von von Herzen einen solchen. Nur ich kann mich nicht mal mit dem Gedanken anfreunden.

Ich mag fremde Kinder auch und kann gut mit ihnen umgehen, aber ich würde keine Verantwortung für Sie übernehmen, keine "Vaterrolle". Bein meinen eigenen sehr gerne! Ich gehe nicht die Kinder eines anderen Mannes, einens Konkurrenten wennn du so willst, aufziehen. Das ist jetzt vereinfacht und primitiv ausgedrückt, aber im Endeffekt gelangt man immer wieder an diesen Punkt. Der stört, und der stört mehr Männer als manche glauben wollen. Ich wünschte mir mehr von dieser Sorte würden sich nicht selber etwas vormachen und dazu stehen. Das würde auch vielen Müttern Leid ersparen.

Fair enough... Sage nicht das es nicht funktionieren kann. Nur das ich persönlich andere Erfahrungen gemacht habe. Vor allen das viele heile Welt gespielt haben und der innere Groll immerg ewachsen und es dann irgendwann zur Explosion gekommen ist.
 
  • #78
Ich mag fremde Kinder auch und kann gut mit ihnen umgehen, aber ich würde keine Verantwortung für Sie übernehmen, keine "Vaterrolle". Bein meinen eigenen sehr gerne! Ich gehe nicht die Kinder eines anderen Mannes, einens Konkurrenten wennn du so willst, aufziehen.
Nur so als Erklärung bitte: heißt das, dass wenn ihr Kind quengelt, dann lehnst du dich auf der Couch zurück und meinst nur: ist ja dein Kind? Wenn das Kind unbedingt noch das 5. Eis haben möchte, dann gibst du es ihm, da du es ja nicht erziehen willst. Oder geht es hier um Sachen wie Elternabende etc.?

Man sollte hier auch als Mann unterscheiden, ob man die Partnerin unterstützt bei der Erziehung des Kindes, oder ob man den Vater spielen will. Ich glaube keine Frau erwartet, dass der neue Partner gleich die Vaterrolle übernimmt, sondern sie selbst unterstützt. Man will schließlich nicht immer alles alleine machen.
 
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  • #79
Ich glaube keine Frau erwartet, dass der neue Partner gleich die Vaterrolle übernimmt, sondern sie selbst unterstützt. Man will schließlich nicht immer alles alleine machen.
Ich wollte nie einen Ersatzvater für mein Kind, sondern einen Mann für eine Frau-Mann-Beziehung. Mein Kind hat einen Vater und war früher oft bei ihm. Jetzt ist es erwachsen.

Ich brauchte auch nie einen Mann der mich unterstützt, sondern eher einen Mann, der mich seelisch wahrnimmt, mit dem wir uns gute Zeiten machen können, guter Sex, schöne Erlebnisse und was sich dann noch entwickeln kann, wird die Zeit zeigen.

w 49
 
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  • #80
Ich sagte nie KOMPLETT wird nachvollziehen können. Ein kleiner Unterschied.
Wieso? Weil die weibliche Psyche nun mal anders funktioniert. (Besitzergreifen, Territorialdenken, Balzverhalten, usw.)
Nein, jede Frau und jeder Mann ist anders. Außerdem kann ich mich in einen Mann hineinversetzen. Ich möchte nur trotzdem nicht akzeptieren, was mir nicht passt. Zumal es, wie du selbst sagst, unterschiedliche Männer gibt. Ich finde eine Haltung wie die deine nicht üblich, sondern eher selten. Es gibt Männer, die sich von Müttern gerade angezogen fühlen. Wie du schon sagst, es spielt Besitzdenken, Territorialdenken in hoher Form damit rein. Und gerade das ist es, was mich in der Form abstößt. Es ist nicht bei allen Männern so. Wenn ich bei einem Mann Besitz- oder defensives Konkurrenzdenken bemerke, will ich nur noch weg.

Ich gehe nicht die Kinder eines anderen Mannes, einens Konkurrenten wennn du so willst, aufziehen. Der stört, und der stört mehr Männer als manche glauben wollen. Ich wünschte mir mehr von dieser Sorte würden sich nicht selber etwas vormachen und dazu stehen.
Das sind die typischen Behauptungen, dass andere sich etwas vormachen würden. Woher weißt du das, kannst du in ihren Kopf schauen? Du beobachtest irgendetwas und meinst, die Agierenden würden sich etwas vormachen. Ich halte das für anmaßend und glaube lieber dem, was die Leute selbst sagen, anstatt ihnen etwas zu unterstellen.

Fair enough... Sage nicht das es nicht funktionieren kann. Nur das ich persönlich andere Erfahrungen gemacht habe. Vor allen das viele heile Welt gespielt haben und der innere Groll immerg ewachsen und es dann irgendwann zur Explosion gekommen ist.
Wie es auch bei jeder normalen Kleinfamilie vorkommt. Es könnte auch sein, dass deine Wahrnehmung diesbezüglich deshalb so anders ist als meine, weil man immer gerne alles so wahrnimmt, dass es dem eigenen Bild entspricht. Ich kenne Kinder, die sogar nach der Scheidung beim Stiefvater verbleiben.

Ich kann deine Sicht nachvollziehen, aber ich möchte es nicht. Und ich würde mich eben niemals auf so einen Mann einlassen. Es ist ja automatisch so, dass sich die richtigen finden, weil hinter dem Ablehnen "fremder Brut" noch eine Menge anderer Dinge stecken. Ich habe z. B. einen Kumpel, der so etwas ebenfalls ablehnt, aber niemals mein Typ wäre. Die Männer, die mir gefallen, sind dagegen genau das Gegenteil.

Selbst wenn man sich einredet, deine Sicht sei "männlich", muss nicht jeder in genau dem Bereich männlich sein. Es gibt genügend produktive, konstruktive Bereiche, in denen sich Männer beweisen können, bevor sie sich auf ihr Besitzdenken berufen, etwas, was nur fordert, aber nichts liefert. Das ist denke ich ist, was mich daran auch so stört, dass ein Mann seine Männlichkeit direkt in negativer Weise (ich lehne etwas ab, ich kann etwas nicht) zeigt, anstatt in positiver (ich gebe etwas, kann etwas).
 
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  • #81
@pippi

Ja, genau. Ich würde das Kind einfach ignorieren. Ich habe keinerlei Erziegungsberechtigung.

Elternabende??? Ganz sicher nicht!!! Es heisst ELTERN-Abend! Da gehört der VATER hin.

Was denktst du denn? Dass man stufenlos, schleichend vom Lover, zum festen Lebenspartner, zum Erziehungsberechtigten mutiert??? Da gibts meiner meinung noch Abstufungen dazwischen, die mann diskutieren, vereinbaren und erstmal offiziell machen sollte.
Vorher befehle ich gar nichts! Sonst kommt nämlich früher oder später zurück: "Du hast mir nichts zu sagen. Du bist nicht mein Vater!"
Weisst du was? Das Kind hat vollkommen recht! Ich möchte NIEMALS in diese Situation geraten.

Ich unerstütze die Partnerin. Als Vater unterstütze ich die Erziehung für die Kids. Dazwischen ist eine ganz klare Grenze.
Ich sag dir mal was aus perspektive von meinen ehemaligen Teenagerkollegen: Vom Freund meiner Mutter hätte ich mir als junger Mann NIEMALS was sagen lassen! Die die ich kenne haben rebelliert! Das passiert bei Männern wenn sie junge Erwachsene werden und wenn nicht eine klare Hirarchie herscht. Und die Vaterrolle nimmt man nicht schleichend ein.. Sondern die Machtverhältnisse werden klar kommuniziert. Alles andere führt unter Männern zu Unruhe und Konflikten.
 
  • #82
Ich mag fremde Kinder auch und kann gut mit ihnen umgehen, aber ich würde keine Verantwortung für Sie übernehmen, keine "Vaterrolle".
Es ist im Normalfall auch nicht der Vaterersatz. Vielmehr ist es die Rolle eines väterlichen Freundes. Man(n) steht mit Rat und Tat zur Seite und greift natürlich in die Erziehung ein. Man fährt gemeinsam in den Urlaub, verbringt Zeit miteinander, hilft beim Lernen und ermöglicht ein normales Familienleben. Die Grenze sehe ich bei Entscheidungen, die bei den Eltern liegen.
 
G

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  • #83
Ja, genau. Ich würde das Kind einfach ignorieren. Ich habe keinerlei Erziegungsberechtigung....

Ich sag dir mal was aus perspektive von meinen ehemaligen Teenagerkollegen: Vom Freund meiner Mutter hätte ich mir als junger Mann NIEMALS was sagen lassen! Das passiert bei Männern wenn sie junge Erwachsene werden und wenn nicht eine klare Hirarchie herscht. Und die Vaterrolle nimmt man nicht schleichend ein.. Sondern die Machtverhältnisse werden klar kommuniziert. Alles andere führt unter Männern zu Unruhe und Konflikten.
Oh je, Machtverhältnisse, klare Hierarchien. Hierarchie herrscht automatisch, wenn man etwas besser kann z. B.. Ansonsten spielt das keine Rolle. Du würdest ein Kind ignorieren, das nach einem Eis fragt und erklärst es mit Machtverhältnissen. Ich finde das unglaublich kompliziert und altmodisch. Ich habe meine Meinung, ob ich dem Kind ein Eis geben möchte, und kann die vertreten. Dazu brauche ich keine Machtposition. Mit etwas Empathie und Durchsetzungsvermögen ist das kein Problem. So wie auch unter Erwachsenen. Da setzt man sich auch nicht durch Brüllen oder Verweis auf die Machtposition durch.

Ich habe auch mit jugendichen Jungs zu tun. Ich bin zu ihnen nett und freundlich, und wenn mir etwas nicht passt, und ich ernster werde, reagieren sie entsprechend, weil sie kein Interesse daran haben, eine Harmonie zu zerstören. Ich habe die Vermutung, dass aus solchen autoritären Erziehungsstilen die Männer entstehen, die auch als Erwachsene ständig mit Machtkämpfen zu tun haben, auch Frauen gegenüber.
 
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Gast

  • #84
Hallo liebe FS,
ich weiß nicht, ob meine Antwort Dich noch erreicht, da die Frage ja schon etwas länger her ist. Hoffentlich! Mir ist es genauso ergangen. Ich hatte schon ein Kind, und dann war - ungeplant - das nächste unterwegs, und mein Ex war weg. Ich habe das Kind bekommen. Es war nicht einfach, im Grunde habe ich mehrere Jahre gebraucht, um wieder "Oberwasser" zu bekommen. Jedoch habe ich nun zwei wunderbare Kinder, die ich über alles liebe - und sie mich. Das Leben ist schön.
Bis jetzt habe ich keinen neuen Partner gefunden. Das liegt aber glaube ich nicht daran, dass die Männer von meiner Situation abgeschreckt waren - sondern eher daran, dass ich eigentlich Jahre gebraucht habe, um alles zu verwinden, mich selbst zu verstehen, wie so etwas passieren konnte. Ein Mann, den Kinder aus einer früheren Beziehung abschrecken, würde ich heute einfach nur als ärmlich empfinden und uncool. Da gibt es viel intelligentere, klügere und großherzigere Männer, und das sind eher die, die für einen gut sind! Viel Kraft Dir! Und wenn Du das Baby bekommst, alles Gute und viel Liebe.
w43
 
  • #85
@81 anjin_san: Super beschrieben! Genau so verhält sich mein Freund bei meinen Kindern, ich bei seinem Sohn, und wir genießen es alle unglaublich.

Es bleibt dabei: Es gibt Männer/ Frauen, für die vorhandene Kinder kein Problem, sondern emotionaler Gewinn sind, und andere, die sich das gar nicht vorstellen können.

Dazu kommt: Auch den Erwachsenen tut die Freundlichkeit und Dankbarkeit, mit der Kinder auf entgegenkommende Neupartner reagieren, sehr gut. Wie hab ich mich gefreut, als der Sohn meines Freundes schon beim ersten Besuch meinte: "Papa, hier zieh ich ein!" Wie sehr beeinflussten auch meine Kinder, dass sich die beiden sofort bei uns wohlfühlten.- Kinder können auch sehr verbindend wirken!

Mit Tiervergleichen à la #74, #76 kann man hier nur bedingt argumentieren: Ich habe bereits erlebt, dass bei Pferden ein männliches Herdentier die Rolle des väterlichen Freundes bei fremden Fohlen gern annimmt. Machte beiden Spaß. Dass es in der Wildnis auch andere, unglaublich brutale Verhaltensweisen gibt, weiß ich auch, aber man muss sich ja nicht immer am Unpassendsten orientieren?!

Wie so oft ist die eigene Einstellung auch in so einem ungeplanten Fall mit das Maßgeblichste.
Aber nur Mut, Kinderfreundlichkeit ist nicht bei Allen an die Weitergabe eigener Gene gekoppelt!