• #61
Ich lernte früh, in einer Ausnahmesituation nicht vorschnell weitreichende Entscheidungen zu treffen. Erst sacken lassen, drüber schlafen, Gefühle kanalisieren. Bei dir drängt die Zeit, das ist mir klar. Aber es ist 1 Woche nach der Trennung. Mache dich einige Tage von allen Verpflichtungen frei und hole dir Beratung. Zusammen mit den Antworten hier, wirst Du die Entscheidung alleine treffen müssen. Für mich sieht es nicht danach aus, dass deine größte Sorge der Information des Ex gilt.

Du hattest 3 Jahre unerfüllten Kinderwunsch. Alleinerziehend jetzt, das bringst Du nicht. Was hättest Du mit einem Kind gemacht, als die Ehe zerbrach? Du hättest es, ohne Wahl, auch gebracht. Jetzt kannst Du über das Schicksal deines Kindes entscheiden. Würdest Du die Abtreibung bereuen, wenn er nach dem Urlaub mit der Nachricht käme, dass sie sich trennten?

Egal wie Du dich entscheidest, ich würde es ihn wissen lassen. Ihm die Rechnung der Klinik präsentieren oder ihn Unterhalt zahlen lassen. Wenn Du ihn liebst, kann dir das Kind der Liebe die Kraft geben, das gerne zu bringen. Dann ist es ein Stück von ihm, das dir keiner nehmen kann. Das kann wertvoller sein als ein Mann, auf den kein Verlass ist.
 
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  • #62
Er wird auch wenn er es wüsste, ihr bei Abbruch weder beistehen, noch das Händchen halten oder sich gleichberechtigt um das Kind kümmern. Also welchen Nutzen hätte es für die FSin ihm davon zu erzählen? Es wäre ihm so oder so egal und nichts gewonnen.
Es gibt für die FS einen emotionalen Zugewinn, wenn sie ihm das mitteilt auch wenn er sie selbst dazu auffordert anzutreiben zwar: 1) die endgültige Erkenntnis, dass der Mann ein verantwortungsloser und charakterschwacher A****loch ist und 2) die Bestätigung, dass sie von einem solchen Mann kein Kind haben möchte und dass ihr hoffentlich leichter fallen wird den Abbruch vorzunehmen und alles zu verarbeiten und hinter sich zu lassen.
Diese endgültigen Erkenntnisse sind viel wert!

Ansonsten könnte sie vielleicht ihr Leben lang Zweifel haben, ob es richtig war ihm das vorzuenthalten und nie erfahren, welche Haltung er dazu hätte, und das nur weil sie ihm keine Chance dazu gegeben hätte.
Hier sind sich nahezu 85 % der Schreiber im hellseherischen Manier davon überzeugt, dass er das Kind leugnen/nicht wollen würde, ihr die alleinige Schuld geben würde, es ihn überhaupt nicht interessieren würde und er sich vielleicht nur tot stellen würde.

Der Beitrag von @Cora70 ist auch für weitere Übelegungen wert.
Nur die FS alleine kennt den Mann und nur sie alleine kann einschätzen, wie er reagieren wird.

@Triska weiss seine Frau von eurer Affäre oder vermutet sie das?
 
  • #63
Die üblichen Hardliner des Forums wollen ganz pragmatisch mit möglichen unerwünschten Ergebnissen ihrer Männlichkeit nicht konfrontiert werden. Die Frauen wissen hingegen um die Belastungen für Körper und Seele und würden diese nicht alleine tragen wollen.
Interessant und höchst erhellend. Ich lasse mir das wirklich auf der Zunge zergehen.

Ich (w) finde auch, dass der Mann ruhig wissen darf, dass man von GV schwanger werden kann und sollte die Konsequenzen mittragen, ganz gleich, wie sich die FS entscheidet. Jetzt erst zeigt sich, ob seine Worte nur Geschwafel oder ernst gemeint waren.
 
  • #64
Liebe Triska,


ich habe jetzt viele Beiträge gelesen – einmal kriegt er die Empörung ab, dann wieder trifft sie auch Dich. Verständnis gibt es auch für Dich und ihn, Besorgtheit sogar für seine Frau. Das alles von Männern und von Frauen. Wahrscheinlich spiegelt sich in den Beiträgen das je eigene Erleben wieder. Was hilft´s?
Du fragst ausdrücklich Männer nach ihrer Einschätzung – weil Du mit ihm als Mann nicht direkt reden kannst. Aber auch da bekommst Du solche und solche Antworten.

Jetzt bist aber Du am wichtigsten. Nicht – wie er etwas gerne möchte. Damit Du nicht noch mehr tragen musst an Verlust und Verletzung.


Liebe Triska, der Schlüssel – auch wenn es banal klingen mag – liegt in Dir. Was ist der Weg, den Du mit Würde beschreiten kannst?


Du hast so viel beziehungsmäßig investiert und – würdest jetzt ganz leer ausgehen. Ohne Mann, ohne Kind. Obwohl Dein Teil bei allem dabei ist. Ich will nur sagen: Ein Kind erhalten kann auch Selbsterhaltung sein.
Du kannst nicht ihn "eliminieren" und Dich schützen.
Wenn Du Dich schützt, schützt Du auch irgendwie den, der Dich so verletzt hat. Das zu schaffen, dazu brauchst Du eben Deine Würde. Und gleichzeitig lebst Du sie: Du "eliminierst" nicht.

Ich denke nicht, dass Dummheit bestraft werden sollte – es war nämlich nicht Dummheit.! Es war Dein Vertrauen, das Du geschenkt hattest. Das Wertvollste, was Du hast. Und von seiner Seite war es ein Vertrauensmissbrauch.

Du hast diese Möglichkeit: Du kannst ihm Dein Vetrauen entziehen. Hast Du sicher schon. Deine Fähigkeit zu vertrauen bleibt erhalten. Die konnte er nicht zerstören!

Das fadenscheinige Kontaktangebot würde Dich natürlich zu viel Kraft kosten. DAS „bringst Du nicht“.
Wen hast Du sonst, der Dir eng verbunden und vertraut ist? Jemand, der Dich auffangen kann, gerade jetzt?


Ich schicke Dir sehr liebe Grüße!

heute eben mit - sommerregen ;-)
 
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L

Lexcanuleia

Gast
  • #65
Ich würde ihm sagen. Er ist auch beteiligt, er ist auch der Erzeuger.. Ich würde einem Mann nicht verschweigen, er hat auch das Recht zu wissen und zu entscheiden..

Ein Mann soll in Schwangerschaft Frage in den Entscheidung einbezogen werden.. Er hat das Recht zu wissen! Er hat das Recht mitzuentscheiden !
 
  • #66
Die üblichen Hardliner des Forums wollen ganz pragmatisch mit möglichen unerwünschten Ergebnissen ihrer Männlichkeit nicht konfrontiert werden. Die Frauen wissen hingegen um die Belastungen für Körper und Seele und würden diese nicht alleine tragen wollen.
Nun, ich bin weder Mann noch Hardliner, aber es führt zu nichts, es diesem Mann zu sagen.
Die FS hat bereits entschieden, dass sie die Schwangerschaft beenden wird. Jegliche Form der Mitteilung (vorher, hinterher) wäre von Erwartungen an seine Reaktion getragen...und es kann eigentlich nur herauskommen, dass sie von der Reaktion des Mannes enttäuscht ist. Einfach deshalb, weil er keine Beziehung mehr zu ihr will und sie das Kind nicht allein bekommen möchte.

Was wäre denn die wünschenswerte Reaktion des Mannes auf diese Mitteilung? Und wie wahrscheinlich ist es, dass er so reagiert?
Wenn die Wahrscheinlichkeit nicht wirklich hoch ist, dass die Erwartungen an seine Reaktion erfüllt werden, warum sich dann noch einer (vorauszusehenden) Enttäuschung durch diesen Mann aussetzen?
 
  • #67
An alle die hier böse schreiben wegen unterlassener Verhütung, Verantwortungslosigkeit etc. - so wie ich es verstanden habe, wollten beide ein Kind, haben sich dann aus einem andere Grund getrennt und dann hat sie gemerkt, dass sie schwanger ist. Soweit ist kein Vorwurf - weder an sie noch an ihn - gerechtfertigt.
Wenn er sich ein Kind gewünscht hat, wäre es sicher bösartig, ihm nur nachher die Rechnung für die Abtreibung vorzulegen - egal wie die Rechtslage ist.
Die andere Frage ist, kann die Schwangerschaft die Beziehung erst einmal "retten"? Hiermit meine ich erst einmal die kurzfristige Ebene. Würdest Du ihn zurücknehmen? Glaubst Du, dass er zurückkommen würde? Falls ja, bleibt immer noch die Frage, ob das dauerhaft klappt. Ein Kind ändert viel im Leben und je nach dem wo die Gründe der Trennung waren, sieht es mit einem Kind wirklich anders aus - oder auch nicht. Dauerhaft muss nicht ein Leben lang sein - aber wenn es nur ein paar Monate sind, reicht das natürlich nicht.
Falls Du Dir sicher bist, dass Du nicht wieder mit ihm zusammen sein willst und auch das Kind nicht haben möchtest, dann ist es eine Frage des Vertrauens. Vertraust Du ihm so weit, dass Du ihn in die Entscheidung einbinden kannst er aber gleichzeitig Deine letztendliche Entscheidung akzeptiert? Dann sag es ihm.
Wenn Du ihm nicht vertraust, würde ich ihm nachträglich nichts sagen. Das würde ihn nur verletzen und ein ohnmächtiges Gefühl hervorrufen.
 
  • #68
so wie ich es verstanden habe, wollten beide ein Kind,

Sie wollte mit ihrem Mann ein Kind (und hat sich gar nicht dazu geäußert, ob sie mit ihrem Mann noch zusammen ist. Ich schließe das aber daraus, dass sie sich im Falle des Kindkriegens als alleinerziehend bezeichnet) und das hat nicht geklappt. Mit diesem Affärenmann war das nicht geplant.

Die andere Frage ist, kann die Schwangerschaft die Beziehung erst einmal "retten"?
Das kann eine Schwangerschaft nie. Denn wenn aus diesem Grund die Beziehung fortbesteht, dann doch nur aus Pflichtgefühl, denn er hat sich doch von selbst dagegen entschieden. Und weil die FS schon entschieden hat, dass sie das Kind nicht möchte, denke ich wie noreia:
Jegliche Form der Mitteilung (vorher, hinterher) wäre von Erwartungen an seine Reaktion getragen...und es kann eigentlich nur herauskommen, dass sie von der Reaktion des Mannes enttäuscht ist.
 
  • #69
Liebe Triska,
magst Du nochmal schreiben? Wie geht es Dir heute?
Liebe Grüße von sommerregen
 
  • #70
Die FS hat bereits entschieden, dass sie die Schwangerschaft beenden wird. Jegliche Form der Mitteilung (vorher, hinterher) wäre von Erwartungen an seine Reaktion getragen...und es kann eigentlich nur herauskommen, dass sie von der Reaktion des Mannes enttäuscht ist. Einfach deshalb, weil er keine Beziehung mehr zu ihr will und sie das Kind nicht allein bekommen möchte.

Was wäre denn die wünschenswerte Reaktion des Mannes auf diese Mitteilung? Und wie wahrscheinlich ist es, dass er so reagiert?
Wenn die Wahrscheinlichkeit nicht wirklich hoch ist, dass die Erwartungen an seine Reaktion erfüllt werden, warum sich dann noch einer (vorauszusehenden) Enttäuschung durch diesen Mann aussetzen?
Hat wirklich jemand hier eine hellsehen richte Fähigkeiten zu wissen wie er reagiert? Sie kennt doch den Mann am besten nur sie alleine kann einschätzen, wie er reagieren wird aber eben nur einschätzen und 100 % sicher kann sie nicht sein.
Wer sagt, dass sie sich eine konkrete Reaktion wünscht i.S.v. 1) ich will dich und das Kind 2) ich will weder dich noch das Kind 3) ich will nur für das Kind ein guter Vater sein und es finanziell unterstützen aber bleibe bei der Familie.

Wenn ihre Entscheidung 100 % gefallen ist zu eine Abtreibung, dann hätte sie schon längstens das Kind abgetrieben und nicht hier die Frage gestellt oder?

Mit diesem Beitrag wiederhole ich mich aber ich sage es noch mal gerne: seine Reaktion, wenn sie negativ ist wird sie nur darin bestätigen, dass ihre Entscheidung richtig ist und sie würde diese Entscheidung auch später hoffentlich nicht bereuen. An Ihrer Stelle würde ich es ihm sagen, denn ich würde mich mein ganzes Leben fragen: "was wenn er es doch gewollt hätte?" Mit seiner Stellungnahme zu ihrer Schwangerschaft wird diese Frage für immer entfallen und sie wird sich leichter damit abfinden.

Wenn sie sich aber trotzdem entschliesst das Kind zu behalten, dann muss er Unterhalt zahlen.
 
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  • #71
es geht der FS doch gar nicht darum ob sie nun abtreiben soll oder will oder wie sie sich entscheidet. Das geht uns auch nichts an und ich finde es schon heftig wie hier unaufgefordert Thesen und Ansichten breitgetreten werden, nach denen die FS nicht gefragt hat. Dass eine Abtreibung kein Spaziergang ist, weiß sie selbst und sie wird sich damit auseinander setzen, bzw. haben, zumal ja auch ein Beratungsgespräch stattfinden muß, sonst bekommt sie keinen Schein der zur Abtreibung berechtigt.
Es ging um die Frage, ob es der Mann wissen soll. eindeutig:JA. Er war dabei und weshalb sollte er in irgendeiner Weise "geschont" werden. Es gibt keinen Grund dafür. Er ist auch alt genug um für sein Handeln gerade zu stehen, ganz gleich ob nun ein Abbruch stattfindet oder nicht.
 
  • #72
Er war dabei und weshalb sollte er in irgendeiner Weise "geschont" werden.
Ich sehe es so, dass in dem "Nicht- in- Kenntnis-setzen" eher eine "Schonung" der FS liegt.
@Mandoline Klar, kann niemand hellsehen...aber wir sind alle nicht den ersten Tag auf dieser Welt. Wie wahrscheinlich ist sie denn, eine im Sinne der FS erfreuliche Reaktion seinerseits?
Und natürlich, eine negative Reaktion könnte sie in ihrer Entscheidung bestärken. Aber wozu sich irgendeine Bestätigung (egal, ob positiv oder negativ) von einem Menschen holen, der nicht mehr Teil ihres Lebens ist?
 
  • #73
Er war dabei und weshalb sollte er in irgendeiner Weise "geschont" werden. Es gibt keinen Grund dafür. Er ist auch alt genug um für sein Handeln gerade zu stehen, ganz gleich ob nun ein Abbruch stattfindet oder nicht.
Ich seh das wie noreia: Die FS schont sich selbst, indem sie den Kontakt mit diesem Mann vermeidet.
Das Geld für den Abbruch ist ein Punkt, aber ich würde den Mann mit dem Hintern nicht mehr ansehen und sein Geld könnte er sich sonstwohin schieben.

Erstmal sieht es so aus, als würde sie alles allein tragen. Aber für mich gibt es hier keine Rechnung und kein "zur Übernahme der Verantwortung zwingen" (zumal ich das Gefühl habe, dass die Entstehung eines Lebens als Erziehungsmaßnahme benutzt wird. Das Abtreiben ist vielleicht auch ein schwerer emotionaler Aspekt für die FS, könnte ich mir vorstellen). Das könnte mir gestohlen bleiben, ob er sich drei Gedanken macht. Ich finde auch, schon an seinem gesamten Handeln (Frau betrügen, der Geliebten was von Wohnung vorfaseln, sich nicht entscheiden können) kann man sehen, wie er reagieren wird - verdrängen. Immerhin hat er für sich einen Schlussstrich gezogen und ist im Urlaub mit seiner Gattin. Ich denke, er wird aufatmen, dass sie das Kind nicht bekommen will und sich fühlen, als sei er davongekommen und sich vornehmen, alles möglichst schnell zu vergessen.

Also ich hätte anstelle der FS davon nicht wirklich irgendwas und wenn, eher was Negatives, es dem Mann zu sagen. WARUM sie es ihm sagen will, kann nur sie wissen. Ich hatte den Verdacht, dass sie den Mann zurückholen wollte.
 
  • #74
Er hoffe aber, wir würden eine Verbindung aufrecht erhalten und uns nicht aus den Augen verlieren.

Nur die Ruhe.
Wahrscheinlich wird er sich wieder melden, wenn ihm danach ist.
Zum jetzigen Zeitpunkt war nur der Urlaub mit seiner Frau fällig, vor dem er sich nicht drücken konnte oder wollte. Vielleicht ahnt oder weiß seine Frau irgendwas und hat ihn dazu gebracht seinen ehelichen Verpflichtungen nachzukommen, wenn er nicht will dass sie sich scheiden lässt, weil ihm dadurch ziemliche finanzielle Probleme entstehen würden.
But:
Wäre es nicht interessant für dich seine Reaktion zu sehen, wenn er von dir erfährt, dass er Vater werden könnte?
 
  • #75
Ich seh das wie noreia: Die FS schont sich selbst, indem sie den Kontakt mit diesem Mann vermeidet.

Woher wollt ihr das wissen?
Warum stellt die FS hier diese Frage. Offenbar ist sie unsicher.

Klar ist: wenn es ihr gut tut, sollte sie so handeln. Wenn es ihr hingegen gut tut den Mann miteinzubeziehen und sei es nur als moralische Stütze, sollte sie das tun. Es geht jetzt tatsächlich nur um sie und ihr Wohlergehen.

Wenn sie aber weiterhin Kontakt halten will, gebe ich zu bedenken, dass es ohnehin irgendwann rauskommenn wird. Sie wird es auf Dauer nicht für sich behalten können, weil es sie einseitig belasten wird.
 
  • #76
Ich hab nicht geschrieben, dass ich das weiß. Für mich liest sich ihre Beschreibung des Mannes und der Affäre so, als würde er nicht so reagieren, dass ihr das guttut, weil ich auch den Eindruck hatte, sie knüpft Hoffnungen daran, es ihm zu sagen.

Der Mann ist in meinen Augen unzuverlässig und ein Feigling, weil er seine Frau betrogen hat und ewig nicht zu Potte kam mit einer Entscheidung. Mag für ihn richtig sein, so zu leben, beide Frauen haben es ihm ermöglicht, vielleicht die eine nicht mal wissentlich. Deswegen denke ich, dass er nicht so reagieren wird, wie es die FS glücklich macht. Die Frage ist, was sie erwartet. Ich gehe davon aus, dass das einzige, was ihr nicht wehtun würde, ist, wenn er sich um sie kümmert oder sogar seine Entscheidung ändert und mit ihr Familie sein will.

Nun hat er aber den Schlussstrich gezogen, was vermutlich schwierig für ihn war. Das denke ich wegen des Rumgeeiers in der Vergangenheit. Also wird er die FS nicht mehr an sich ranlassen oder wieder anfangen rumzueiern. Zumal er gar kein Mitspracherecht mehr hat, ob das Kind kommen soll (außer meine Vermutung stimmt und die FS hat sich doch erhofft, er will mit ihr zusammen eine Familie sein, und schreibt das hier nicht). Also will sie Geld für die Abtreibung - wird ihn nerven. Oder sie will Unterstützung - das wird ihn auch nerven, weil er sich doch gerade wieder auf seine Ehe konzentriert und mit ihr abgeschlossen hat. Oder sie will ihm die Wahl lassen, ob sie das Kind kriegen soll, und er kommt zu ihr. Das wäre für ihn Stress hoch drei, weil er ja abgeschlossen hat mir ihr, dh. auch hier wird er nicht positiv reagieren. Oder er reagiert erstmal so, als würde er mit Verantwortung übernehmen und fängt dann wieder an mit seinem Hin und Her.

Welchen positiven würdest Du Dir vorstellen können?
 
  • #77
Ich hab nicht geschrieben, dass ich das weiß. Für mich liest sich ihre Beschreibung des Mannes und der Affäre so, als würde er nicht so reagieren, dass ihr das guttut, weil ich auch den Eindruck hatte, sie knüpft Hoffnungen daran, es ihm zu sagen.

Der Mann ist in meinen Augen unzuverlässig und ein Feigling, weil er seine Frau betrogen hat und ewig nicht zu Potte kam mit einer Entscheidung.
Selbst wenn die FS daran Hoffnungen knüpft sehe ich nichts schlechtes daran, denn mit der Mitteilung über die Schwangerschaft werden sich entweder ihre Hoffnungen definitiv zerschlagen oder aber es wird sich alles anders entwickeln. Was ist daran schlecht Gewissheit für den Rest des Lebens zu bekommen? Ich sehe nur positives darin.

Natürlich ist der Mann nicht nur feige sondern charakterlich tatsächlich die unterste Schublade, indem er seine Frau zwei Jahre lang betrogen und der FS grosse Gefühle vorspielte und sogar von einer gemeinsamen Wohnung gesprochen hatte, womit eine gemeinsame Zukunft gedacht war. Muss sie ihn jetzt für seine Feigheit schonen? Ist er vielleicht tot krank, dass sie ihm das nicht mitteilen darf? Oder steht er kurz vor einem Herzinfarkt, dass sie ihm die Folgen der Affäre nicht erwähnen darf? Warum soll der Mann bitte schön geschont werden, wo er doch zu 50 % verantwortlich ist? Sie ist nicht jungfräulich zum Kind gekommen.

Ob die FS ihm das sagst oder nicht macht es für sie überhaupt keinen Unterschied denn sie hat so oder so den grössten Schaden. Denn was für uns wahrscheinlich ist, muss es für ihn selbst nicht sein.

Woher wissen wir, dass er sich nicht vielleicht sogar insgeheim freut und die FS sogar darin unterstützt das Kind zu bekommen und er für das Kind da zu sein? Hätte er sich von seiner Ehefrau getrennt oder würde er sich von seiner Ehefrau trennen, so wäre er ja gar nicht alleine und könnte mit der FS einen Neubeginn starten. Das wäre das klassische Warmwechseln d.h. der Mann wäre gar nicht Single, wovor die allermeisten Menschen Angst haben - vor dem Alleinsein.

Hören wir besser damit auf in hellseherischem Manier zu sagen, wie er reagieren wird.
 
  • #78
Was ist daran schlecht Gewissheit für den Rest des Lebens zu bekommen?
Daran seh ich auch nichts schlechtes, wenn man sich entschieden hat, den Menschen zu fragen. Aber die FS hat hier ja gefragt, ob sie es dem Mann erzählen soll. Da tendiere ich zu "nein" aus den genannten Gründen, und schreib ihr das, damit sie, falls sie es relevant findet, drüber nachdenken kann, ob was zutreffen könnte.
Wenn sie es trotzdem wissen will, wie er reagiert, muss sie ihn halt doch fragen. Aber dann finde ich auch besser, alle möglichen Ausgänge mal zu durchdenken und mich zu fragen, ob ich mit Hoffnungen rangehe, die schlimm enttäuscht werden können, und wie es ankommen könnte, wenn ich mich schon zu diesem Schritt entschieden habe, das dann zu erzählen (wenn es jetzt nicht um das Geld ginge).
Muss sie ihn jetzt für seine Feigheit schonen?
Ich seh das - wie schon geschrieben - nicht so, dass er geschont wird. Es wird ihn vielleicht nicht mal kratzen, vielleicht schiebt er alles weit weg, weil er mit dem Schlussstrich wieder eine klare Linie in seinem Leben begonnen hat. Es geht mir allein darum, ob die FS einen weiteren Tiefschlag braucht in Form von Abweisung oder weiterem Rumgeeier, denn ich glaube an keinen guten Ausgang, so wie er sich verhalten hat in der Vergangenheit. Aber sie hat sich für Abtreibung entschieden, also happy end gibt es ja eh nicht, weil er Schluss gemacht hat und nicht etwa ein Kind auf die Welt kommt mit einer Frau, bei der er erneut über Beziehung nachdenken sollte.
Ob der Mann sich gut oder schlecht fühlt, ist sowas von egal.
Woher wissen wir, dass er sich nicht vielleicht sogar insgeheim freut und die FS sogar darin unterstützt das Kind zu bekommen und er für das Kind da zu sein?
Wie gesagt, ich weiß es nicht. Ich halte es nur für unwahrscheinlich, dass das passiert, was Du schreibst. Und die FS hat geschrieben, dass sie sich für die Abtreibung entschieden hat, also trifft das, was Du schreibst, ja eh nicht ein.
 
  • #79
Daran seh ich auch nichts schlechtes, wenn man sich entschieden hat, den Menschen zu fragen. Aber die FS hat hier ja gefragt, ob sie es dem Mann erzählen soll. Da tendiere ich zu "nein" aus den genannten Gründen, und schreib ihr das, damit sie, falls sie es relevant findet, drüber nachdenken kann, ob was zutreffen könnte.
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wie soll sie denn sonst Gewissheit bekommen, was sie machen will wenn sie es ihm nicht erzählt? Nur so bekommt sie die Gewissheit und die Bestätigung, denn niemand weiss, wie er reagieren wird nur die Sterne. Wenn die Fragestellerin selbst zu 100 % sicher wäre wie er reagiert, hätte sie hier doch gar nicht die Frage gestellt. Wer in seinen Entscheidungen absolut sicher ist, stellt hier keine Fragen. Sondern sie hätte einen Schwangerschaftsabbruch bereits vorgenommen oder schon das Beratungsgespräch gehabt, wenn ihm seine Stellungnahme völlig egal wäre. Ich erinnere noch mal und das war kein ONS, sondern eine zweijährige Affäre.

Und die Gewissheit, dass ihr Beschluss richtig ist, diese Gewissheit ist mit einem weiteren Tiefschlag verbunden aber nur und wirklich nur im Fall, dass er negativ reagiert. Wird der Mann 100 % negativ reagieren, wenn sie es ihm erzählt? Wissen wir das? Hat er nicht wenigstens Recht auf eine Stellungnahme egal wie sie sich schlussendlich entscheidet? Ich finde schon!
 
  • #80
wie soll sie denn sonst Gewissheit bekommen, was sie machen will wenn sie es ihm nicht erzählt?
Ich wollte mit meinen Beiträgen eigentlich sagen, dass es egal ist, was er dazu meint. Die Gewissheit besteht für mich darin, dass er Schluss gemacht hat, nachdem er 2 Jahre rumgeeiert hat. Das reicht doch, um ihn nicht mehr zu wollen und ihm auf keinen Fall mehr zu vertrauen, wenn es um Lebensentscheidungen geht.

Und die Gewissheit, dass ihr Beschluss richtig ist, diese Gewissheit ist mit einem weiteren Tiefschlag verbunden aber nur und wirklich nur im Fall, dass er negativ reagiert.
Ich denke nicht, dass er sich durch das Wissen, dass sie ein Kind kriegen könnte, was sie eigentlich schon nicht will, zu einem besseren Menschen verwandeln wird. Für mich ist schon ein Tiefschlag, den wieder in mein Leben zu ziehen, nachdem er sich so verhalten hat.
Auf einmal steht er zu ihr, auf einmal will er doch ein Leben mit ihr, nur weil sie sein Kind abtreiben will oder schon abgetrieben hat? Glaube ich nicht.
Indem sie es nicht allein entscheidet, was sie macht, sondern mit ihm besprechen will und dann vielleicht doch AE ist in drei Monaten, gerät sie doch wieder in den Zustand, dass der Mann über ihr Leben mit entscheidet, und wie er das macht hat er doch schon bewiesen.
Wird der Mann 100 % negativ reagieren, wenn sie es ihm erzählt? Wissen wir das?
Natürlich nicht. Wir können nur aus dem, was in der Vergangenheit passiert ist, mutmaßen, was in Zukunft wahrscheinlich passieren könnte, und wir können mal das Augenmerk darauf legen, ob dieser Mann wirklich eine Hilfe ist, wenn sie sein Kind abgetrieben hat oder ob er wirklich in der Vergangenheit vermittelt hat, dass er mit ihr eine Beziehung, geschweige denn Familie, will. Er konnte sich zwei Jahre nicht für sie entscheiden. Sollte ein Kind auf einmal der Grund dafür sein? Bzw. dass sie schwanger war und es kein Kind geben wird, bringt ihn jetzt dazu, sie doch zu wollen?
Hat er nicht wenigstens Recht auf eine Stellungnahme egal wie sie sich schlussendlich entscheidet? Ich finde schon!
Ich finde, der Mann hat im Leben der FS überhaupt nichts mehr zu melden, nachdem, wie er sich verhalten hat.
 
  • #81
Auf einmal steht er zu ihr, auf einmal will er doch ein Leben mit ihr, nur weil sie sein Kind abtreiben will oder schon abgetrieben hat? Glaube ich nicht.
...
Ich finde, der Mann hat im Leben der FS überhaupt nichts mehr zu melden, nachdem, wie er sich verhalten hat.
Auf alle Punkte kann man nicht eingehen aber wer sagt überhaupt, dass er nicht das Kind haben will? Wenn er es will, dann wird alles juristisch geregelt und er muss bis das Kind 18 ist Alimenten zahlen, selbst wenn er bei der Ehefrau bleibt, wenn sie es dann auch will. Und viell. würde sich die FS, - die immer ein Kind wollte - sogar die Mutterrolle zutrauen als Alleinerziehende mit 44. Darum hat er trotzdem etwas zu sagen, denn es ist auch sein Kind! Keins aus einer anonymen Samenspende!

Wer sagt, dass sie ihn als Partner überhaupt noch will, nach all dem, wie er sich verhielt? Aber sich nicht wünschte, dass er wenigstens zum Kind steht.

Sie schrieb ja bereits, sie akzeptierte seine Entscheidung, dass er zur Frau zurückging und er will, dass sie in Kontakt bleiben. Wozu überhaupt, wenn er sich nicht entscheiden kann? Nur für weiteren Sex? Könnte es sein, dass die Trennung nur eine Urlaubspause ist, damit er seine ehelichen Pflichten völlig ungetrübt erfüllen konnte? Wissen wir, ob er sich danach nicht von selbst melden wird? Der Sex kann doch in der Ehe nicht bombastisch sein falls es überhaupt Sex gab, da er mit 57 die Affäre begann. Hätte er bei befriedigendem Sex zu Hause überhaupt eine Affäre nötig?

Auch wenn er davon erfährt muss/kann er dazu Stellung nehmen. Die Entscheidung liegt trotzdem immer bei ihr.
 
  • #82
Darum hat er trotzdem etwas zu sagen, denn es ist auch sein Kind! Keins aus einer anonymen Samenspende!
Du bist dafür, dass der Mann und die Frau gleichermaßen entscheiden sollen, ob das Kind geboren wird. Irgendwo stimme ich Dir zu. Auf der anderen Seite ist es ihr Körper und sie hat viel mehr Verantwortung, wenn man vom Normalfall ausgeht, WER nach der Geburt des Kindes alleinerziehend ist, nochdazu mit so einem Fremdehemann als Vater.
Nun hat sich die FS aber entschieden, das Kind nicht zu wollen, obwohl sie sich immer Kinder gewünscht hat, aber nicht Alleinerziehend sein will. Nimmt man das nun ernst oder nicht, was hier geschrieben hat, als das, was sie will? Sind die Karten neu gemischt, so dass er wieder mit über ihr Leben entscheiden kann - muss sie entscheiden.
Wer sagt, dass sie ihn als Partner überhaupt noch will, nach all dem, wie er sich verhielt?
Niemand. Ich hab das überlegt, weil ich mich gefragt habe, welchen Sinn es haben soll, einem Mann zu sagen "ich war schwanger, es war dein Kind, nun ist es weg". Sie meldet sich nicht mehr dazu, was sie davon erwartet hatte, ihm das zu sagen. Er ist ja auch nicht erreichbar. Wollte sie umgestimmt werden und wollte sie, dass er sagt "wenn du schwanger bist, komme ich zu dir zurück, lass uns eine Familie sein"?
er will, dass sie in Kontakt bleiben. Wozu überhaupt, wenn er sich nicht entscheiden kann? Nur für weiteren Sex?
Das ist "Blabla, lass uns Freunde sein" in meinen Ohren. Welche empathische Mensch schlägt denn jemandem, mit dem er gerade Schluss gemacht hat und der zwei Jahre gewartet hat, dass der andere sich für ihn entscheidet, ernsthaft vor, dass man doch im Kontakt bleiben könne? Das war dieselbe Floskel, die ich von meinem Ex gehört habe, nachdem er Schluss gemacht hat. Er hat den Kontakt selber einschlafen lassen. Ich war froh drüber.
Könnte es sein, dass die Trennung nur eine Urlaubspause ist, damit er seine ehelichen Pflichten völlig ungetrübt erfüllen konnte?
Das wäre ja sehr nett, dann der FS so einen Dolch ins Herz zu stechen, nur um keinen Stress zu haben.
Wissen wir, ob er sich danach nicht von selbst melden wird?
Ich denke, die FS gewinnt in jedem Fall, wenn sie keinerlei mehr Kontakt zu diesem Mann hat und wenn er sich meldet, hoffentlich nicht reagiert.
 
  • #83
..., aber die (seine) Zweifel seien zu gross, dass wir beide es schaffen könnten.
Ich sehe allein hier den Knackpunkt der Beziehung/Affäre.
Er will nicht mehr an der Beziehung in irgendeiner Form arbeiten und sieht auch keine gemeinsame Zukunft als auch keinen Sinn die Affäre einfach weiter fortzusetzen. Er macht Schluss.
Und das Kind soll hier eine Kehrtwende einleiten? Bezweifle ich leider.
Die FSin ahnt bereits das es keine glückliche Familie und Wahnsinnsfreude auf seiner Seite geben wird. Sie geht davon aus AE zu sein.
Auch wenn die FSin gepostet hat, weil sie unsicher ist, ob nicht doch Resthoffnung bestünde, wird sie sich bevor sie hier gepostet hat, genau das Für und Wider überlegt haben.
Ich denke, rational sieht die FSin klar, doch emotional greift sie nach einem Strohhalm, sich bei ihm in Erinnerung zu bringen. Immerhin hat er Ersatz, seine Frau, schöne Urlaubstage und ist für seine Ex-Affäre erstmal gewollt nicht erreichbar. Die FSin sitzt allein mit ihren Liebeskummer und ihren Gedanken, um die Schwangerschaft. Es ist für sie jetzt die einzige Möglichkeit und der Grund sich bei ihm - nach der vollzogenen Trennung - zu melden. Emotional verstehe ich es vollkommen.
Doch ihm nachträglich sagen, ich habe unser Kind abgetrieben, was nützt ihm das Wissen darum, an dem Ergebnis wird sich dann nichts ändern. Es gäbe dann auch keine Entscheidung, woran er noch beteiligt wäre.
Einzig, wenn sie ihm sagt, sie ist schwanger und was will er, dass sie nun tut, dann sieht sie seine ehrliche Reaktion. Ob er das Kind in der ersten Euphorie will oder ihr nur wieder leere und falsche Versprechen macht, wegen Unterhalt und gemeinsamer Erziehung, evtl. sie wieder nur mit halbseidenen Absichten auf eine Paarbeziehung hinhält, kann sie nur mit ihm gemeinsam bei aktuell bestehender Schwangerschaft klären.
 
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