• #331
Das klassische Rollenmodel - der Mann ist der Versorger, die Frau kümmert sich um die Kinder und den Haushalt - hat Jahrtausende lang funktioniert. Seit wenigen Jahrzehnten will man es auf den Kopf stellen und für unvorteilhaft, veraltet, abgelaufen, ungültig erklären. Ob das klappt? Und wie erfolgsversprechend sind die Neumodellierungen? Entsprechen sie den natürlichen Bedürfnissen und Stärken der Geschlechter? Die rekordhohen Scheidungsquote und Anteil alleinerziehender Mütter sprechen nicht unbedingt dafür...

Nun, Elisa - Du hast ja die Wahl, das ist das Schöne heutzutage.

Du suchst Dir den Mann, der entsprechend seiner natürlichen Bedürfnisse und Stärken Dich zu seiner Frau und Mutter seiner Kinder macht, Dich versorgt und Du ihm dann den Rücken frei hältst, Haushalt führst, es ihm zuhause gemütlich machst, und Dich um seine Bedürfnisse kümmerst.
Und ihr seid glücklich.

Ob dieses Modell für alle zufrieden stellend funktionierte? Es gab dieses Modell, fertig. Keine Wahl, erst recht nicht als Frau.
Heiraten oder irgendwo als Magd oder Bedienstete, oder Kloster
Der Mann wurde dann entweder Priester, Mönch oder Soldat...

Und die freie Wahl bei der Partnerwahl gab es auch nicht, oder nur sehr bedingt. Um Liebe ging es auf jeden Fall nur selten.
Heirat - mit dem Menschen, der gerade verfügbar war und in die Planungen der Umgebung passte, und dann lebenslänglich. Bis dass der Tod... Der für genug Frauen früher kam, als gedacht. Zu viele Geburten, etc.
Gewalt, Alkoholismus - oft Realität.
Und viele Ehen, in denen man sich einfach arrangierte.

Man kann es heute noch in Ländern sehen, wo solche traditionellen Modelle existieren - nun, ich möchte dort nicht als Frau leben.

Aber jede, wie sie es möchte.

Ich denke, es gibt nicht DAS Modell, dass für jede*n passt. Es entwickeln sich viele Modelle, man versucht, man lernt.
Am Ende wird jede*r selbst entscheiden - und dann auch die Verantwortung tragen müssen,, ohne Schuldzuweisungen.

Und es gibt hier immer wieder eine Idealisierung, die nicht der Realität entspricht.
Es gab eine ganz kurze Zeit die Möglichkeit der Versorgerehen. Die Zeit der 50/60er. Meist mussten beide arbeiten, je nach sozialer Klasse.
Versorgerehen war etwas für Privilegierte.

Und heute, alleine bei den Wohnkosten, können es sich viele nicht mehr leisten, dass eine*r dauerhaft zu Hause bleibt.
Aus anderen Gründen auch noch fahrlässig... Ich habe zu viele Männer mit Burnout erlebt.

W, 51
 
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  • #332
Ich habe nie gesagt, dass ich wenig verdiene. Ich lebe von 1300 € bedeutet, dass ich 1300 € ausgebe. Dies inkludiert gerade nicht den Betrag, den ich monatlich aufgrund meiner unselbstständigen Beschäftigung erhalte.
Dann kannst Du Dir den Unterhalt ja locker leisten...
Ich denke, es gibt nicht DAS Modell, dass für jede*n passt. Es entwickeln sich viele Modelle, man versucht, man lernt.
Am Ende wird jede*r selbst entscheiden - und dann auch die Verantwortung tragen müssen,, ohne Schuldzuweisungen.
Das finde ich auch gerade gut. Jedes Paar soll so leben, wie es das für richtig hält.
Es gab eine ganz kurze Zeit die Möglichkeit der Versorgerehen. Die Zeit der 50/60er. Meist mussten beide arbeiten, je nach sozialer Klasse.
Versorgerehen war etwas für Privilegierte.
Funktioniert heute nur noch eingeschränkt, was die gesellschaftliche Unterstützung anbelangt. Letztlich eine folgerichtige Entwicklung.
 
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  • #333
Mehrere Söhne hast du mit der Frau bekommen, die du heute so hasst. Die Hälfte davon sind volljährig.
Die halben Volljährigen stimmen.
Das mit dem Hass steht nirgends (evtl. Übertragung aus deiner Erfahrungswelt?). Tatsächlich trefffe ich meine Echse relativ häufig (1XWo), da sie ein paar Straßen weiter eingezogen ist und wir uns ab und zu über die Kinder unterhalten.

Trotzdem möchte ich nicht, daß sie von dem, was ich vererbe, indirekt profitiert.
Um es mal ganz klassisch zu sagen: Wer meinen Kühlschrank verläßt, soll sich danach nicht mehr daraus bedienen können. - Auch nicht nach meinem Ende auf dieser Erde.

Das ist im Prinzip so ein Solidaritäts-Ding: Die hat sie aufgekündigt, warum also, soll ich noch Schlupflöcher für späteres "Teilhaben" offenlassen?

mMenschÜ50 (der seine Echse nicht hasst und ihr trotzdem nichts mehr schenkt)
 
  • #334
Aber ich werde diese Information an meine Söhne weitergeben, damit diese vor dem Schaden klug werden.
Wenn du deine Söhne schon auf die bösen sich bereichernden Frauen vorbereiten willst, dann ist das eine Form von Hass.
Wenn ihr geschieden seid, dann hat deine Ex ohnehin keinen Anspruch auf ein Erbe. Nach der Scheidung muss da nichts mehr geregelt werden. Also erzähle deinen Söhnen lieber was Vernünftiges. Zum Beispiel wie ein Beziehung besser funktionieren kann.
Nachdem du kein Vermögen hast, wird sich deine Ex auch nicht selbst eben solches erarbeiten müssen.
Um es mal ganz klassisch zu sagen: Wer meinen Kühlschrank verläßt, soll sich danach nicht mehr daraus bedienen können
Ja das ist so eine ganz klassische Überheblichkeit.
 
  • #335
Trotzdem möchte ich nicht, daß sie von dem, was ich vererbe, indirekt profitiert.
Um es mal ganz klassisch zu sagen: Wer meinen Kühlschrank verläßt, soll sich danach nicht mehr daraus bedienen können. - Auch nicht nach meinem Ende auf dieser Erde.
Du fährst über die Straßen, die mal jemand gebaut hat. Die lebst in einem Haus, dass jemand mal gebaut hat. Du profitierst von den Firmen, die jemand anderer aufgebaut hat. Du bist mit Menschen befreundet, deren Eltern sie anständig erzogen hat. Du wirst immer von irgendwas profitieren, wo du nicht selber beteiligt bist. Und bevor du über deine Ex herziehst - deine Kinder reden mit dir und sind anscheinend nicht die schlechtesten. DAS ist auch Verdienst deiner Ex, wie die Tatsache, dass sie überhaupt existieren. Ein bisschen mehr Respekt und Achtung kann man da deinerseits wohl erwarten. Schließlich warst du auch nicht unbeteiligt, dir angeblich einen Drachen zu Frau zu nehmen.
 
  • #338
Wenn ich ausdrücklich schreibe "Ich bin vom Fach" hat das ein anderes Gewicht (und die Anmerkung soll ja genau das bewirken) und es ist zu erwarten, dass jemand dann nicht einfach Diagnosen von sich gibt.

Es ist aus meiner Sicht völlig unprofessionell, sich so zu verhalten. Gerade nicht, wenn jemand psychologisch "vom Fach" ist.

Wir kennen den FS nicht wirklich, wir kennen seine Partnerin nicht. Ich finde auch nicht pauschal ungesund, wenn jemand bescheiden lebt. Nicht mal, wenn er geizig wäre. Die beiden sind seit 3 Jahren zusammen, da sollte sie ihn kennen.

Nur weil es nicht meine Einstellung ist, würde ich es nicht verurteilen.

Ich schaue relativ solche Sendungen. Wenn, dann eher zur Unterhaltung und weniger zur Meinungsbildung. Und inhaltlich glaube ich da gar nichts. Sind die zu geizig, in ein Restaurant zu gehen? :rolleyes: Der Herr Kachelmann war doch immer so ein netter und sympathischer Moderator...

Er möchte ja bescheiden leben. das wird in der Nachbarschaft nicht funktionieren und mit reichen Freunden auch nicht.

Ich kenne jemanden, der hat sich über die Jahre etliche Garagen zusammengekauft und vermietet die. Er muss sicher nicht mehr arbeiten, fährt aber zum Spaß für eine Lieferfirma Transporter. Ich bin nicht mal sicher, ob der überhaupt was verdient...

Kann sein. Ist aber selbst dann eben seine Motivation.

Sicher wenige, da hast Du völlig Recht.

Aber hier hat sich die Frau doch auch so einen als Partner ausgesucht und mal ehrlich: schwanger eine Beziehung beenden, weil man nicht geheiratet wird und keine Wohnsicherheit bieten möchte, ist für mich auch fragwürdig.

Da hat es doch schon vorher nicht gepasst...

Du scheinst weder die Begriffe "Statement" noch "Diagose" zu kennen. Denn dann wüsstest du, dass ich nie eine Diagnose gestellt habe und das so auch gar nicht kann. Die Formulierung "Verhalten wie" impliziert eben nur das, weder eine Diagnose noch sonst was.
Dagegen scheinst du liebend gern anderen etwas überstülpen zu wollen. ;)
Das Ausmaß ist beim FS weit weg von gesund, da er Generalverdacht, auch bei Freunden, anstellt. Wer macht sowas? So, jetzt bist du dran.
 
  • #339
Mutter hat Kindererziehung UND Job übernommen. Erzeuger waren stets Nichtsnutze. Die fanden das großartig so. Also sollten die Männer hier echt mal aufhören zu heulen und froh sein. Meckern ist offenbar aber modern.
Klassisches Auswahlverschulden. Jeder ist halt selber verantwortlich, wen er sich zum Partner aussucht bzw. mit wem er Sex hat. Wer daher stets an "Nichtsnutze" gerät, hat diese selber ausgewählt.

Wer heult hier denn über die Emanzipation? In der Regel - zumindest hier im Forum - sind es doch nicht die Männer, die darüber heulen, dass die Partner emanzipierter leben und sich nicht mehr fester binden möchten. Das ist halt schlicht die logische Folge der Emanzipation der einen Seite, dass dann logischerweise auch die andere Seite die Lage neu bewertet und prüft, ob eine festere Bindung (Ehe) und die nunmehr eben wahrscheinlicher gewordene Möglichkeit einer künftigen Trennung immer noch riskieren möchte. Denn je unwahrscheinlicher ein mögliches künftiges unerwünschtes Ereignis (finanzielle Folgen einer Scheidung) ist, desto eher wird man bereit sein, das Risiko (Ehe) einzugehen. Oder anders ausgedrückt: Je unerwünschter und wahrscheinlicher das unerwünschte Ereignis ist, desto weniger wird man zum Eingehen des Risikos bereit sein.

Und genausowenig wie eine vermögende Frau gerne für einen weit weniger vermögenden Mann gerne Zahlungs- und Versorgerverpflichtungen übernehmen möchte (insbesondere nicht nach einer Trennung) und deshalb nur sehr selten einen deutlich weniger vermögenden Mann heiraten möchte, möchten das Männer auch nicht wirklich gerne. Empathiefähige Frauen sollten dafür eigentlich allergrößtes Verständnis haben.

Wenn daher einige etwas schadenfroh auf die Emanzipation verweisen, dann liegt das idR nur daran, weil so oft rosinenpickend versucht wird, einerseits die Vorteile der Emanzipation (sich jederzeit leicht trennen zu können) und andererseits der festen Bindung (Mitversorgung, Absicherung) für sich beanspruchen zu wollen, ohne Empathie für den Gegenüber aufzubringen, warum der andere das überhaupt noch mitmachen wollen sollte. Emanzipation bedeutet halt Eigenverantwortung und eben die Verantwortung, selber etwas anbieten zu müssen, was dem Gegenüber ausreichend für die Übernahme des Risikos erscheint.

Und vorliegend bot die Frau dem FS halt zu wenig, was ihm erstrebenswert genug erschien, um die Risiken einer Ehe mit ihr einzugehen. Ihr fehlte zudem die Empathie, andere davon zu überzeugen. Erwartungshaltungen sind da kontraproduktiv.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #341
Jeder tut gut daran, um schadenfrohe Menschen einen ganz weiten Bogen zu machen.
Problem dürfte da nur sein, dass man dann ziemlich einsam wird, da jeder Mensch von Zeit zu Zeit schadenfroh ist. Hast Du noch nie gelacht, wenn einer Dir unsympathischen Person etwas Blödes passiert oder jemand Scherze über einen dir unbeliebten Politiker macht oder wenn jemand genau das passiert, was er Dir immer zum Vorwurf gemacht hatte? Im gewissen Rahmen ist Schadenfreude doch völlig menschlich.
 
  • #342
Ihr fehlte zudem die Empathie, andere davon zu überzeugen. Erwartungshaltungen sind da kontraproduktiv.
Wieso? Ist doch für sie ein Meagdeal die Sache: sie hat das gewünschte Kind und eine gute Finanzierung dafür. Den verschrobenen FS musste sie nicht in Kauf nehmen. Besser kann es doch nicht laufen.

Übrigens, falls Du es nicht bemerkt hast: nicht sie beschwert sich, er beschwert sich hier.
 
  • #343
Im gewissen Rahmen ist Schadenfreude doch völlig menschlich.
Ich habe nun länger darüber nachgedacht.

Da müsste mir ein Mensch schon sehr unsympathisch gekommen sein, dass ich vielleicht mal denke: Das geschieht ihm/ihr recht.

Ich meine allerdings, dass es ein großer Unterschied ist, ob ich beispielsweise darüber schmunzeln kann, wenn ein mir unbeliebter Politiker in einer Kabarettsendung durch den Kakao gezogen wird - oder wenn ich lese, wie pauschal über Frauen abgelästert wird, die sich eine Beziehung oder ein Kind wünschen - und diese Wünsche nicht erfüllt werden, weil - tja, Emanzipation. Wolltet ihr ja unbedingt. Jetzt seht zu, wie ihr klarkommt, wenn er das nicht mitmacht ...

Das ist etwas, was mir im realen Leben noch nie begegnet ist.
 
  • #344
oder wenn ich lese, wie pauschal über Frauen abgelästert wird, die sich eine Beziehung oder ein Kind wünschen - und diese Wünsche nicht erfüllt werden, weil - tja, Emanzipation. Wolltet ihr ja unbedingt. Jetzt seht zu, wie ihr klarkommt, wenn er das nicht mitmacht ...

Der Hinweis auf die Emanzipation ist nichts anderes als der umgekehrte Hinweis vieler Frauen darauf, dass wir nicht mehr vor 100 Jahren leben, wenn sie eine alleine vom Mann gewünschte dienende Tätigkeit nicht übernehmen möchte.

Und genauso wie über einen Mann oder die von ihm angeblich geschaffenen patriarchalen Strukturen "abgelästert" wird, wenn er heute noch die Erwartungshaltung zeigt, dass die Frau ihm seine alleinigen Wünsche zu erfüllen habe, passiert es halt umgekehrt genauso, wenn die Frau ihre alleinigen Wünsche durchzupressen versucht.

Ein Partner kann sich gerne Heirat und Kinder wünschen, genauso wie ein Partner sich auch gerne täglichen Oralsex oder die Haushaltsführung durch den anderen Partner wünschen kann, aber kein Partner ist verpflichtet, den alleinigen Wünschen des anderen nachzukommen, wenn er im Rahmen der Gesamtbetrachtung es für sich selber nicht für erstrebenswert hält.

Und wenn man selber im Rahmen der Emanzipation die Befreiung von den Rollenzwängen für sich beansprucht, eben gerade nicht mehr aufgrund von gesellschaftlichen Rollenzwängen bestimmte Wünsche des Partners erfüllen zu müssen, sollten empathische Menschen eigentlich das allergrößte Verständnis dafür zeigen, dass der Gegenüber dann ebenfalls befugt ist, nicht mehr aufgrund von gesellschaftlichen Rollenzwängen die Wünsche der Partnerin erfüllen zu müssen. Man kann eben nicht Rosinenpicken und erwarten, dass der Gegenüber es dann nicht genauso tut.

Von daher kannst Du es traurig finden, dass die Wünsche der Frauen nach Heirat und Kinder "nicht erfüllt werden" und dass dabei auf die Folgen der Emanzipation verwiesen wird, aber es ist nun einmal so, dass es die Folge davon ist, dass die Frau umgekehrt selber nicht bereit ist, dem Partner seine alleinigen Wünsche zu erfüllen. Während früher Männer und Frauen vieles alleine aufgrund von Rollenzwänge dem Partner erfüllen mussten, ist die Zeit halt vorbei. Emanzipation bedeutet Eigenverantwortung und nunmehr muss jeder selber schauen, wie er partnerschaftlich seinen Partner von seinen Wünschen überzeugt bekommt.
 
T

Tam Dieu Cao

Gast
  • #345

Hallo,

ich habe ein Paar Pünktchen, die ich dir gern sagen möchte.
Zuerst: Du liebst sie nicht. Oder doch, aber nicht viel. Heiraten bedeutet, dass man mit dem Partner für immer verbunden sein möchte und Geld sollte nur im 2. Platz sein. Aber du denkst mehr an Geld.

Zweites: Sie hat Recht, dass dein Verhalten sehr unpartnerschaftlich ist. Nochmal, du denkst nur an Geld. Du denkst nur wie ein Mieter, nur wie ein Mitbewohner. Also, weil du sie nicht genug liebst.

Mit beiden Pünktchen kann ich dir sagen: Du sollst sie nicht heiraten und bei ihr einziehen. Du solltest deine richtige Frau finden und trotzdem das Kind mit der Frau sich kümmern.

Viel Erfolg!
 
  • #346
Klassisches Auswahlverschulden. Jeder ist halt selber verantwortlich, wen er sich zum Partner aussucht bzw. mit wem er Sex hat. Wer daher stets an "Nichtsnutze" gerät, hat diese selber ausgewählt.

Wer heult hier denn über die Emanzipation? In der Regel - zumindest hier im Forum - sind es doch nicht die Männer, die darüber heulen, dass die Partner emanzipierter leben und sich nicht mehr fester binden möchten.
Natürlich sind es großteils die Männer. Gerade Ü50er kommen damit nicht zurecht, da diese genau in den Umschwung hinein geboren wurden. Gibt es aber auch schon genug Untersuchungen zu, daher das nur am Rande.
Die Folge ist Rosinenpickerei, dass sie GAR NICHTS mehr machen. Auswahlverschulden ist es nur dann, wenn man anderen in den Kopf schauen kann. Auch du kannst nicht hinter jede gute Fassade schauen. Konsequenzen ziehen ist natürlich dann nur logisch. Und auch unter Frauen gibt es Rosinenpicker, natürlich. Das Ego des Mannes ist infolge seiner steten Machtposition aber nie gestärkt worden - wo kein Widerstand, da keine Kraft. Ein Unschwung führt zum Kollaps des Egos. Widerstand - Anpassung - Akzeptanz. Das dauert aber generationsübergreifend. Mittlerweile sind wir in der Anpassungsphase.
Ich erlebe es als Frau, die keine Lust auf Kinder hat nur reproduktionsfreudige Männer oder eben welche, die schon Kinder haben. Von kinderlosen Männern keine Spur. Und ich scheue mich nicht Frauen den Mittelfinger zu zeigen, die meinen mich davon überzeugen zu müssen, dass ich als Frau doch einen Kinderwunsch haben muss. Auch da gibt es genauso Korrekturbedarf (in den eigenen Reihen).

Abgesehen davon hat die Frau ihr Bedürfnis klar gemacht. Der FS auch. Nun gibt es Konsequenzen auf beiden Seiten mit dem Unterschied, dass der FS für seine Verhütungsverhalten keine Verantwortung übernehmen möchte. Fail.
 
  • #347
...mit dem Unterschied, dass der FS für seine Verhütungsverhalten keine Verantwortung übernehmen möchte. Fail.
Wo steht denn das, dass er für das Verhütungsverhalten keine Verantwortung übernehmen möchte? Er hat doch sogar angeboten, dass er sich um das Kind kümmern möchte, damit die Frau weiter arbeiten gehen kann. Nur das wollte die Frau nicht. Auch möchte er sich gerne künftig um das Kind kümmern, ist da aber letztlich von den Entscheidungen der Frau abhängig. Und, wenn man hier im Forum so liest, scheinen ja nicht wenige der Frau alles Mögliche raten zu wollen, damit der FS ferngehalten wird.

Es liest sich daher eher so, dass die Frau keine Verantwortung übernehmen möchte, sich so zu verhalten, dass der FS seine angebotene Verantwortung auch übernehmen kann.

Und für die Frau ist er eben (über die gesetzlichen Regelungen hinaus) nicht verantwortlich. Sie ist emanzipiert und trifft eigene Entscheidungen, so dass auch keiner die Verantwortung für die alleinigen Entscheidungen der Frau übernehmen braucht.

Soweit man der Frau keine Verhütungssabotage unterstellen möchte, sind beide im gleichen Maße für die Folgen verantwortlich, mit dem Unterschied, dass der Gesetzgeber Frauen mit dem Abtreibungsrecht noch eine nachträgliche Möglichkeit zugesteht, keine Verantwortung übernehmen zu brauchen und das Ungeborene einfach entsorgen zu können, wenn sie keine Verantwortung übernehmen möchte.

Und, wenn man möchte, dass der Partner Verantwortung für einen übernimmt, so obliegt eben jeden die Eigenverantwortung, den Partner so gut zu behandeln, dass er sich gerne um einen kümmert. Das Gegenteil davon ist hingegen, alleinige Entscheidungen mit Konsequenzen für den anderen Partner und gegen seinen Willen zu treffen. Denn genausowenig wie die Frau die Verantwortung für den Partner übernehmen braucht, ihre Entschiedungen (zB. in Bezug auf Abtreibung) entsprechend den alleinigen Wünschen des Partners auszurichten, genausowenig braucht der Mann die Verantwortung zu übernehmen, seine Entscheidungen an den alleinigen Wünschen der Frau (Ehe) auszurichten. Wer, nur weil er es rechtlich kann, seine Entscheidungen gegen die Wünsche des Parters trifft, ist dann auch alleine dafür verantwortlich, dass der Partner dann auch nicht motiviert wird, über das Gesetz hinaus Verantwortung für den anderen zu übernehmen.
 
  • #348
Weil es am Ende deinen Kindern zugute kommt. Nicht nur materiell sondern vor allem auch emotional.
Wenn ich verhindere, daß sie bei vorzeitigem Versterben meiner Kinder doch noch über die (vor ihr versterbenden) Kinder erbt, dann ist das gegen die Kinder?

Oder so wie du es schreibst: Wenn meine Echse meine Kinder beerbt, fals diese nach mir, aber vor ihr versterben, dann hilft das meinen Kindern?
Dein Ernst?

Und bevor du über deine Ex herziehst - deine Kinder reden mit dir und sind anscheinend nicht die schlechtesten.
Nirgendwo ziehe ich über meine Echse her.
Ich treffe sie regelmäßig, wir unterhalten uns über die Kinder und sprechen uns ab.
Nur, weil ich nicht möchte, daß sie irgendwie materiell von mir weiterhin profitiert bin ich ...- was?

Und nur zur Info: Meine Echse zahlt für die Kinder nix, null, njiente, nada, nothing.
Alle Kassenzettel, Quittungen,Rechnungen mit Besorgungen für die Kinder kriege und bezahle ich. Und ansonsten leben die Kinder bei mir und in der Zeit, wo sie bei ihr sind, trage ich alle Kinderkosten.
Wenn ihr geschieden seid, dann hat deine Ex ohnehin keinen Anspruch auf ein Erbe.
Ich erklär es Dir mal:

Sterbe ich, erben meine Kinder - Fakt.
Stirbt eines meiner Kinder vor meiner Echse, erbt die Echse vom Kind - Fakt.

Dieses kann man durch entsprechende Regelungen testamentarisch verhindern.

So, und jetzt du....

mMenschÜ50 (mit klassischer Überheblichkeit gern aus dem Nähkästchen plaudernd)
 
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  • #349
Sterbe ich, erben meine Kinder - Fakt.
Stirbt eines meiner Kinder vor meiner Echse, erbt die Echse vom Kind - Fakt.
Hast du keine anderen Probleme?
Da theoretisierst du herum, was nach deinem Tod passieren könnte. Dass deine Kinder vor deiner Ex sterben könnten und sie dann was erbt von dem nicht vorhandenen Vermögen. *gg
Aber klar, ihr versteht euch super.

Wenn dein Kind erbt von dir, dann ist das das Geld oder Wertgegenstände oder Immobilien des Kindes.
Wenn das Kind dann seine Mutter berücksichtigt sehen will, falls es vor der Mutter ablebt, sollte das für dich auch in Ordnung sein. Die Kinder haben nämlich kein Problem mit ihrer Mutter, so wie du es hast. Wenn du jetzt dafür "sorgst", dass sie ihr geerbtes Geld nicht an die Mutter vererben dürfen, könnten deine Kinder das als sehr seltsam einordnen. Zu Recht.
Alle Kassenzettel, Quittungen,Rechnungen mit Besorgungen für die Kinder kriege und bezahle ich. Und ansonsten leben die Kinder bei mir und in der Zeit, wo sie bei ihr sind, trage ich alle Kinderkosten.
Das wäre wohl auch so, wenn ihr noch zusammen lebtet.
Oder hat sich jetzt etwas verändert?
Ist eben Fakt, wenn man Kinder hat, dass die auch kosten....

Werd erwachsen....
 
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  • #350
Nun gibt es Konsequenzen auf beiden Seiten mit dem Unterschied, dass der FS für seine Verhütungsverhalten keine Verantwortung übernehmen möchte. Fail.
Dazu der FS in seinem Ausgangspost:
Ich bot deshalb meiner Freundin an, dass ich einfach zu Hause bleibe und mich um das Kind kümmere. Sie kann arbeiten gehen.
Kann man irgendwie noch umfassender Verantwortung übernehmen wollen? Sie kann weiter arbeiten, er trägt die negativen Folgen, wenn er zu Hause bleibt und nicht mehr arbeiten kann.
Wir können diskutieren, ob sie das annehmen möchte oder nicht, aber von "keine Verantwortung übernehmen wollen" kann keine Rede sein.
 
  • #351
Wir können diskutieren, ob sie das annehmen möchte oder nicht, aber von "keine Verantwortung übernehmen wollen" kann keine Rede sein
Da kommt es eben darauf an, wie dieses Ansinnen unterbreitet wurde. Das kann in einer Art gehässigen Weise erfolgt sein, oder tatsächlich als ernstgemeinter Vorschlag formuliert worden sein.
Im vorliegenden Fall gehe ich davon aus, dass es in gehässiger Weise angebracht wurde. Denn seine Motivation war ja, dass er der Frau nicht gönnt beim Kind zu bleiben und sich an ihm damit zu bereichern usw. usf....
Mit Verantwortung übernehmen für das Kind, hat das weniger zu tun.
Eher damit, dass jener gerne das sogenannte "Rosinenpicker-Argument" anvisierte.
Er spekulierte ja laut seiner Aussage auch darauf, dass sie seine seltsamen Angebote ablehnt und letztlich Mutter und Kind los wird.
 
  • #352
Und nur zur Info: Meine Echse zahlt für die Kinder nix, null, njiente, nada, nothing.
Alle Kassenzettel, Quittungen,Rechnungen mit Besorgungen für die Kinder kriege und bezahle ich. Und ansonsten leben die Kinder bei mir und in der Zeit, wo sie bei ihr sind, trage ich alle Kinderkosten.
Nun, entweder machst du alles mit und beschwerst dich nicht oder du änderst was an der Lage. Wie oft sind die Kinder bei ihr und wie oft bei dir? Wieviel verdient sie und wieviel verdienst du?
Abgesehen davon hast du diese Frau zur Ehefrau und Mutter deiner Kinder genommen. Freiwillig. Und wenn du beim ersten Kind gemerkt hast, die Frau ist komisch, dann zeugt man kein zweites Kind. Falls sie normal war und irgendwann mal sich verändert hat, nun, wieso??
Und "Echse"?? - was sagen die Kinder dazu, wie du deine Ex nennst?
 
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  • #353
Da kommt es eben darauf an, wie dieses Ansinnen unterbreitet wurde. Das kann in einer Art gehässigen Weise erfolgt sein, oder tatsächlich als ernstgemeinter Vorschlag formuliert worden sein.
Ich denke, der FS hat das durchaus ernst gemeint und seine finanzielle Situation würde das ja auch ermöglichen. Dass der Ton zwischen beiden nicht mehr so richtig nett ist, könnte ich nachvollziehen. Das liegt dann aber an ihren Forderungen genauso wie an seiner Reaktion.
Im vorliegenden Fall gehe ich davon aus, dass es in gehässiger Weise angebracht wurde. Denn seine Motivation war ja, dass er der Frau nicht gönnt beim Kind zu bleiben und sich an ihm damit zu bereichern usw. usf....
Ich würde dazu kein Urteil abgeben wollen. Ich kenne ihn nicht real und sie erst recht nicht.
Mit Verantwortung übernehmen für das Kind, hat das weniger zu tun.
Womit dann? Ich würde nicht unterstellen, dass er sich dann nicht kümmert. Die Motivation dazu ist erstmal zweitrangig, auch bei ihr haben wir dazu ja keinerlei Erkenntnis.
Er ist ein wenig seltsam, aber er hat immer betont, dass er die Verantwortung übernimmt. Egal ob finanziell oder für das Kind.
Er spekulierte ja laut seiner Aussage auch darauf, dass sie seine seltsamen Angebote ablehnt und letztlich Mutter und Kind los wird.
Kann sein. Aber aus meiner Sicht sind die hier beide schräg.

Wenn eine werdende Mutter nichts besseres zu tun hat als ihn vor die Wahl "Heirat oder AE" zu stellen, finde ich das auch nicht verantwortungsvoll dem Kind gegenüber.
 
  • #354
Ich würde dazu kein Urteil abgeben wollen. Ich kenne ihn nicht real und sie erst recht nicht.
Ich bezog mich auf diese Aussage des FS:
Ich biete jedoch an, dass ich zu Hause bleibe. Wieso soll sie durch die Heirat etwas zusätzlich erhalten?
Es ging ihm nie darum, die Betreuung des Kindes zu übernehmen, sondern er wollte Zuhause bleiben, damit er diese Frau nicht heiraten muss und sie sich nicht an ihm "bereichert".
Es war lediglich eine Argumentation, mit der er ihr den Hahn zudrehen wollte.
Mit Verantwortung übernehmen, hat das nichts zu tun.

Später schreibt er auch mehrfach, dass er "Verantwortung" übernimmt und für den UNTERHALT des Kindes aufkommt.
Geldzahlungen alleine machen jedoch noch keine "Verantwortung für Kind übernehmen" aus.
Ein Kind ist ein sehr sehr kleiner Mensch, der auf das Wohlwollen der Eltern angewiesen ist. Und zwar nicht nur auf finanzielles Wohlwollen. So ein Baby ist keine Sache, die man sich unfreiwillig gekauft hat und nun möglichst "Schadensbegrenzung" betreibt.

Wenn du mehrere Millionen erbst, kannst du auch großzügig sagen, du übernimmst Verantwortung und zahlst. Aber das hat nicht wirklich etwas mit Verantwortung zu tun. Es geht dabei auch um das Wohlergehen von Kind UND Mutter. Eine junge Mutter ist sehr verletzlich in dieser Situation.
Seine Freundin wusste ja nicht mal was von seinem Vermögen.
Sie äußerte einfach nur den Wunsch zu heiraten. Von mir aus auch, damit sie und das Kind "versorgt" sind. Was ist daran eigentlich so schlimm? Denn es könnte einer Frau auch Angst machen, was da für eine Verantwortung auf sie zukommt in Zukunft. Statt die schwangere Freundin zu unterstützen, überzieht der FS sie in dieser Situation mit seiner Raffgier.

Dass sie geäußert hätte, Heirat ODER AE, kam hier nicht vor. Wenn dann erst später, als er ihr seine komischen Angebote unterbreitete, damit sie nicht "profitiert" von seiner Erlauchtheit.
 
  • #355
Also an den FS glaube ich ja als Troll...aufgrund des "wie" er schreibt und worauf er wert legt.

Jetzt aber ohne das ganze Schweigegeld.

Ich stelle mir das jetzt mal alles als echt vor.
Und der Erinnerung, dass für mich in jung das Ding mit Kindern und heiraten = Familie auch unter: völlig normal lief.

Ein Paar ist ist 3 Jahre zusammen und zumindest augenscheinlich hat sie wohl sogar mehr Geld. Oder zumindest keine 30qm2 zur Miete sondern eine Eigentumswohnung...also sie und nicht er.

Jetzt ist sie schwanger...
Bis zu dem Zeitpunkt aber eher von einem armen Schlucker als von einem reichen Erben..
Sie meint, nein Kind sofort in die Krippe möchte ich nicht.
Ist jetzt echt nicht unnatürlich und der Wunsch nach Ehe und Familie auch nicht.
Sie denkt...ok verheiratet und zusammen lebend, geht super in meiner Wohnung. Zahlt er xy mit ab, hat aber keine eigene Miete und mit Lohnsteuerklasse 3 kann das für die Elternzeit reichen.
Damit hätte sie aber trotzdem mit einem zeitlich schlechteren Lebensstandart gerechnet und konnte sich gar nicht bereichern wollen...denn ihr Zukünftiger hatte weniger als sie. Zumindest ging sie da all die Jahre von aus.

Und diese Frau soll jetzt mutieren und ihn erpressen?

Sauer ja und das mit Recht, sie wurde belogen und ganz weit weg von: in guten wie in schlechten Zeiten
Und auch zu sagen...so Anwalt was steht dem Kind zu...ist auch ein normaler Akt.
Dem FS ist da der A... auf Grundeis gelaufen, weil das keiner mitbekommen soll.
Und das wo sie nicht mehr als Düsseldorfertabelle bekommt, selbst wenn er Millionen hat, muss er nicht mehr zahlen und von mehr konnte die Frau auch nie ausgehen

Aber sie soll jetzt innerhalb weniger Wochen so extrem berechnend sein?
Die die den Kerl mit der 30qm2 heiraten wollte?
Das ist sowas von unlogisch
 
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  • #356
Es ging ihm nie darum, die Betreuung des Kindes zu übernehmen, sondern er wollte Zuhause bleiben, damit er diese Frau nicht heiraten muss und sie sich nicht an ihm "bereichert".
Warum bestehen dann Frauen darauf, zu Hause zu bleiben? Warum muss man heute heiraten, wenn ein Kind kommt? Warum muss man sein Vermögen teilen, wenn man auch so gemeinsam für ein ordentliches Auskommen sorgen kann?

An dem Ansatz, zusammenzuziehen, beidseitig nach Möglichkeiten zum Lebensunterhalt beizutragen und sich auch ohne Heirat gemeinsam zu kümmern, kann ich nichts grundsätzlich negatives finden.
Den Ansatz „Heirat oder Trennung“ finde ich schräg. Was liegt da für eine Beziehung zu Grunde, auch von ihrer Seite?

Es gibt genügend Frauen, die auch zu Hause bleiben, weil der Mann den besseren Job hat und mehr verdient. Auch eine rein wirtschaftliche Überlegung. Warum sollte die nicht grundsätzlich auf beiden Seiten legitim sein? Abgesehen davon, dass der FS insgesamt schräg ist, ist doch die Lösung, dass er sich um das Kind kümmert und sie weiter arbeiten gehen kann, in der Konstellation nicht grundsätzlich schlecht.
Ich denke, wenn beide hier „normal“ denken würden und eine funktionierende Beziehung hätten, hätte sich ein vernünftiger Kompromiss finden lassen.
 
  • #357
So wars aber nicht.

Warum bestehen dann Frauen darauf, zu Hause zu bleiben? Warum muss man heute heiraten, wenn ein Kind kommt? Warum muss man sein Vermögen teilen, wenn man auch so gemeinsam für ein ordentliches Auskommen sorgen kann?
Die Frau kann Elternzeit nehmen vom Arbeitgeber aus. Das bedeutet, sie bekommt weiterhin ihr Gehalt und kann in der betreuungsintensiven Zeit bei dem Kind bleiben. Danach kann sie wieder in ihre Anstellung zurück. Dafür muss der Arbeitgeber einen gleichwertigen Arbeitsplatz bereithalten.
Beim Mann ist das ebenfalls so. Auch der kann Elternzeit nehmen und bekommt weiterhin sein Gehalt/Lohn.
Manche Paare tun dies zeitgleich, andere Paare teilen sich auf.
Die Frau hätte sich keinenfalls "bereichert", wenn sie zuhause geblieben wäre, sondern weiter ihr Gehalt bezogen.
Dass sie sich durchs "zuhause bleiben" hätte "bereichern" wollen, entspringt rein der Fantasie des FS.
Man muss nicht heiraten, wenn ein Kind kommt. Für viele Menschen gehört das aber dazu. Das Kind ist damit abgesichert. Sämtliche Rechtsansprüche sind damit in einem Aufwasch geklärt. Man muss nicht erst extra die Vaterschaft anerkennen usw. Die Freundin des FS wollte keinesfalls an das "Vermögen" des FS. Denn sie wusste ja nicht einmal was davon.
Es gibt genügend Frauen, die auch zu Hause bleiben, weil der Mann den besseren Job hat und mehr verdient. Auch eine rein wirtschaftliche Überlegung. Warum sollte die nicht grundsätzlich auf beiden Seiten legitim sein?
Ja ist auch in Ordnung. Es hat niemand behauptet, dass es nicht legitim wäre, dass er zuhause bleiben würde. Ihm ging es jedoch dabei darum, zu verhindern, dass sie sich damit bereichern wollen würde.
Ihr ging es wohl eher darum, für das Kind sorgen zu wollen.
das ist ein Unterschied. Er spekulierte drauf diesen Streit herunterzubrechen. Denn er wollte sich aus der Affäre ziehen, ohne Federn zu lassen.

In meiner Nachbarschaft ist übrigens der Mann zuhause geblieben, weil die Frau GF eines Deutschlandzweiges eines sehr bekannten Konzerns ist. Geht natürlich auch.
 
  • #358
Von mir aus auch, damit sie und das Kind "versorgt" sind. Was ist daran eigentlich so schlimm?
Das Problem ist, dass der Gesetzgeber alleine der Frau das Recht zugesteht, auch gegen den Willen des Partners zu entscheiden ob sie das Kind austrägt oder abtreibt und auch keine Rücksicht auf dem Partner nehmen braucht, wenn dieser zu Hause und um das Kind kümmern möchte, sie eigenmächtig gegen den Willen des Partners entscheiden kann, dass sie beruflich aussetzt und somit eigenverantwortlich selber in die Lage versetzt, unterhaltsbedürftig zu werden, so dass es eigentlich überhaupt keine Rechtfertigung gibt, weshalb andere für die alleinigen Entscheidungen der Frau gegen den Willen des Partners der Partner dafür verantwortlich sein sollte und diese absichern und unterhalten sollte.

Normalerweise gilt in unserer Rechtsordnung, dass derjenige, der sich voll eigenverantwortlich selber in eine hilfsbedüftige Lage versetzt, keine Ansprüche auf Hilfen mehr hat (Stichwort: selbstverschuldete unterhaltsbedürftigkeit). Auch gilt normal, wer selber noch Möglichkeiten hat, ein Ereignis abzuwenden, andere für das Ereignis dann keine Mitverantwortung mehr hat (Stichwort: überholende Kausalität oder Prinzip der Schadensminderungspflicht).

Und nur, weil der männerhassende Gesetzgeber entgegen den gewöhnlichen Prinzipen der Rechtsordnung wieder Sonderrechte für Frauen schafft, weil der Gesetzgeber Frauen immer als Opfer betrachtet, denen auch bei den Folgen der alleinigen eigenverantwortlichen eigenen Entscheidungen immer geholfen werden muss, und Frauen daher selbst auch dann einen Unterhaltsanspruch zugestanden wird, obwohl sie ihre Hilfsbedürftigkeit gegen den Willen des Partners eigenverantwortlich selber verschuldet und trotz Abwendungsmöglichkeiten nicht abwendet (zB Annahme des Angebots, dass der FS die Betreuung übernimmt / Abtreibung), ändert es nichts daran, dass schon die bestehende Gesetzeslage wenig gerecht erscheint und erst recht keine seriöse Rechtfertigung zu finden ist, die alleinigen Entscheidungen der Frau gegen den Willen und auf Kosten des Partners darüber hinaus noch mehr unterstützen und absichern zu sollen.

Erst recht dann nicht, wenn die Frau das auch noch partnerschaftswidrig gegen den Willen des Partners durchzusetzen versucht. Aber manche merken halt nicht, wenn der Bogen völlig überspannt wird.
 
  • #359
Und nur, weil der männerhassende Gesetzgeber
Och Gottchen.....

Der Mann hatte aber schon willentlich Sex mit der Frau, oder?
Oder wurde er dazu gezwungen?

Der Mann kann im übrigen bis zu drei Jahre je Kind Elternzeit nehmen und zwar unabhängig davon, ob die Frau ebenfalls bis zu drei Jahre Elternzeit nimmt. Davon bekommt sowohl er, als auch die Frau gemeinsam ein Jahr lang Elterngeld und zwar zwischen 65 und 67% des jeweils höheren letzten Jahres-Bruttoeinkommens.

Dieses Leben ist so gestrickt, dass Sex der Fortpflanzung dient.
Wusstest du das nicht?
Wenn daraus ein Menschenleben entsteht, dann hat das nichts mit "sich in eine hilfsbedürftige Lage" bringen zu tun.
Dafür hat der Gesetzgeber gesorgt.
Sowohl hat man Anspruch auf Elterngeld, als auch Anspruch auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsplatz (sofern einer vorhanden war) nach der Elternzeit.

wer selber noch Möglichkeiten hat, ein Ereignis abzuwenden, andere für das Ereignis dann keine Mitverantwortung mehr hat
Ein Kind, ein Mensch aus Fleisch und Blut, ist kein "Ereignis".
Ein ungeborenes Kind hat bereits Grundrechte. Zum Beispiel darf seine Menschenwürde nicht verletzt werden.
DU hast, wenn DU einen Menschen zeugst in jedem Fall eine Mitverantwortung. DU hast bzw. hättest es gezeugt. Von daher bist auch du Mitverantwortlich.
Dieses noch ungeborene Kind hat niemanden der für es sprechen kann. Deshalb schütz der Staat das Kind und auch die mit dem Kind unweigerlich verbundene Mutter. Dazu gehört auch, dass das Kind nicht aufgrund des Willens des Erzeugers und entgegen des Willens der Mutter abgetrieben werden muss. Diese Zeiten sind endgültig vorbei.
Dennoch ist der Erzeuger weiterhin mitverantwortlich. Er hat dieses Kind und die Situation der Schwangerschaft herbeigeführt.

Die Gesetze sind so gemacht, dass Männer die reden wie du, eben nicht ihre das ungeborene Leben verachtenden Ansichten durchsetzen können.
Die Diskussionen diesbezüglich waren und sind langwierig. Das derzeitige Ergebnis ist im Sinne des Schutzes des ungeborenen Lebens und auch im Sinne des Schutzes der durch einer Schwangerschaft vulnerablen Frau geschaffen.
Unter Anderem deshalb, weil man aus der Vergangenheit gelernt hat.

Think about it.

Wer so eine Abneigung gegen Kinder hat und dennoch Geschlechtsverkehr haben möchte, der sollte sich doch besser sterilisieren lassen. Jeder der sein Ding irgendwo reinsteckt, sollte sich darüber bewusst sein, dass ein Menschenleben dabei entstehen kann.
 
  • #360
Ein ungeborenes Kind hat bereits Grundrechte.
Wäre das so bzw. hätten diese Grundrechte bereits ein Gewicht, so dürfte es das Abtreibungsrecht nicht geben, da dadurch die die Wesensgehaltsgarantie nicht nur berührt, sondern im Kern zertrümmert würde, weil sämtliche angeblichen Grundrechte des Ungeborenen damit endgültig vernichtet würden.

Du verwechselst zudem die Bezugspunkte. Es geht nicht darum, ob das Kind irgendwelche Rechte hat, sondern ob die Frau eigene Unterhaltsansprüche hat, wenn diese gegen den Willen eines anderen alleine entscheidet, dass sie hilfebedürftig werden möchte.

Der noch bessere allgemeine Rechtsgrundsatz wäre diesbezüglich die "Lehre von der objektiven Zurechnung". Im Kern besagen alle benannten allgemeinen Rechtsgrundsätze, dass man nicht mehr für einen Erfolgseintritt verantwortlich ist, wenn das Handlungsgeschehen später noch in der Hand einer voll eigenverantwortlichen anderen Person liegt, die alleine den Erfolgsbeitritt gegen den Willen des anderen herbeiführt.

Wenn A und B gemeinsam in eine Schlangengrube steigen und dann ungeplant B von einer Schlange gebissen wird, dann kann man vielleicht diskutieren, ob A mitverantwortlich ist, dass B gebissen wurde. Da B aber eigenverantwortlich handelte, wird man bereits das zu verneinen haben. Wenn dann aber nur noch B weitere Handlungsmöglichkeiten hat und das Gegenmittel nicht einnehmen möchte, dann hat A die aufgrund der Nichtvornahme der Heilbehandlung später gegen seinen Willen bei B eintretene Lähmung nicht zu verantworten. Denn A ist weder zuzurechnen, dass B keine Heilbehandlung möchte, noch hatte A noch Zugriffsmöglichkeiten, da er eine Behandlung gegen den Willen von B nicht durchführen kann. Das weitere Handlungsgeschehen hatte eigenverantwortlich B in der Hand, so dass die später aufgrund der Lähmungen eingetretene Hilfebedüftigkeit ausschließlich nur von der B selber zu verantworten ist.

Vorliegend ist der FS daher allenfalls mitverantwortlich, dass die Partnerin ungeplant schwanger wurde, danach hatte aber alleine die Partnerin es eigenverantwortlich selber in der Hand, ob das Kind zur Welt kommt und ob sie hilfebedürftig wird, so dass sie nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen für die von ihr alleine gegen den Willen des FS herbeigeführten Folgen auch alleine selber verantwortlich ist. Dass der Gesetzgeber der Frau trotzdem im gewissen Rahmen einen eigenen Unterhaltsanspruch zugesteht, lässt sich eigentlich nur noch damit begründen, dass der Gesetzgeber - wie so oft (z.B. Abtreibung, Wehrpflicht, ...) Frauen nicht zutraut, Verantwortung für eigene Handlungen oder für andere übernehmen zu können, so dass andere für die Frau und ihre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden.
 
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