• #361
Dass der Gesetzgeber der Frau trotzdem im gewissen Rahmen einen eigenen Unterhaltsanspruch zugesteht, lässt sich eigentlich nur noch damit begründen,
Du vergisst, dass unser Sozialstaat vor allem auch nur dann funktioniert, wenn es eine nächste Generation gibt.
Es ist im Interesse aller, dass Kinder groß werden und hoffentlich bereit sind, die dann alt gewordene Generation mitzutragen.
Wer alt ist, wird bedürftig. Wer jung ist, ist bedürftig, wer sich um jemanden kümmert ist bedürftig.
Wer schwanger wird riskiert einiges. Oder warum denkst du denn, dass die Geburtenrate so gesunken ist?
Der Staat will, dass es Kinder gibt.
Und die bringt nunmal ein weiblicher Körper auf die Welt
 
  • #362
Du verwechselst zudem die Bezugspunkte. Es geht nicht darum, ob das Kind irgendwelche Rechte hat, sondern ob die Frau eigene Unterhaltsansprüche hat, wenn diese gegen den Willen eines anderen alleine entscheidet, dass sie hilfebedürftig werden möchte.
Zu der Schwangerschaft gehören zwei. Die Frau wird nicht allein schwanger. Solche Diskussionen entstehen nur, wenn Mann nachlässig in der Frauenwahl ist und frohgemut durch die Gegend poppt. Wer in einer Beziehung lebt, der zeigt, dass er langfristig plant, ausserdem muss ihm bewusst werden, dass Verhütugsmittel nicht 100 % sicher sind und doch eine Schwangerschaft entstehen kann.
Außerdem gehst du davon aus, dass eine Abtreibung so eine Art Zahnarztbesuch ist - man bekommt Schmerzmittel und nach einer Stunde ist alles wieder gut. Nein!! Die meisten Frauen bereuen die Abtreibung. Ferner noch ist es ein massiver Eingriff in den Körper der Frau - es entsteht Hormondisbalance, psychische Störungen, es besteht die Gefahr der Fertilität usw. Ich habe neulich eine Sendung angeschaut - 10% der Frauen entscheiden sich kurz vor dem Eingriff noch für das Kind, fast die Hälfte weiht den Partner nicht ein, weil sie ihn nicht "belasten" will und viele machen das auf Druck des Mannes, weil er sonst die Beziehung beendet.
 
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  • #363
Du vergisst, dass unser Sozialstaat vor allem auch nur dann funktioniert, wenn es eine nächste Generation gibt. ... Der Staat will, dass es Kinder gibt.

Das ist aber keine Rechtfertigung dafür, dass man dem Mann die Verantwortung dafür gibt, dass die Frau alleine entscheiden darf und herbeiführt, dass sie hilfebedürftig werden möchte. Wenn der Staat eigene Ziele verfolgt, dann muss es auch die Allgemeinheit bezahlen oder aber eben derjenige, dem der Staat die alleinige Entscheidungsmacht darüber zugesteht, darüber alleine entscheiden zu dürfen, ob man hilfebedürftig werden will (vorliegend somit die Frau).

Dass aber der Mann die Frau für ihre alleinigen Entscheidungen bezahlen soll, lässt sich ausschließlich nur noch damit begründen, dass der Gesetzgeber noch immer davon ausgeht, dass Frauen quasi wie Kinder nicht voll für sich und ihre eigenen Entscheidungen verantwortlich sein können, weil ihr die diesbezüglichen Fähigkeiten fehlen und daher quasi einen Vormund benötigen, weshalb man sie dem Mann unterstellt, der daher dann die Mitverantwortung für die Frau und ihre alleinigen Entscheidungen mit übernehmen muss. Der Staat traut Frauen eben nicht zu, selber die Folgen der eigenen Handlungen abschätzen und übernehmen zu können und entsprechend der eigenen alleinigen Entscheidungen auch alleine die Folgen ihrer eigenen Entscheidungen treffen zu können.

Es ist halt die übliche Rosinenpickerei, immer bei Bedarf die Gleichberechtigung und Eigenständigkeit zu betonen und andererseits nicht auf die Vorteile verzichten zu wollen, dass man anderen unterstellt wird, so dass andere die Mitverantwortung für sein alleiniges Tun mitragen sollen.
 
  • #364
Dass aber der Mann die Frau für ihre alleinigen Entscheidungen bezahlen soll, lässt sich ausschließlich nur noch damit begründen, dass der Gesetzgeber noch immer davon ausgeht, dass Frauen quasi wie Kinder nicht voll für sich und ihre eigenen Entscheidungen verantwortlich sein können, weil ihr die diesbezüglichen Fähigkeiten fehlen und daher quasi einen Vormund benötigen, weshalb man sie dem Mann unterstellt, der daher dann die Mitverantwortung für die Frau und ihre alleinigen Entscheidungen mit übernehmen muss.
Eine Frau, die Mutter wird, übernimmt sehr viel Verantwortung. Der dazugehörige Vater muss das auch, allerdings kann er sich entscheiden, nur finanziell beizutragen, aber nicht emotional.

Deine plumpen Provokationsversuche laufen hier völlig ins Leere, denn der FS hat von Anfang an klargestellt, dass er bereit ist, Verantwortung für das Kind zu übernehmen.

Er hat auch nicht geschrieben, dass es ihm lieber wäre, sie würde abtreiben oder dass sie ihm das Kind angehängt hätte.

Wenn du, xyz, Frauen so siehst, wie du regelmäßig schreibst und Kinder nichts anderes als „Schäden“ für dich sind, halt dich einfach von beiden fern im Interesse aller Beteiligten.

Aber häng deine kruden Einstellungen nicht dem FS um, der zwar auch ziemlich schräg ist, aber sicher nicht so hasserfüllt wie du.
 
  • #365
Zu der Schwangerschaft gehören zwei. Die Frau wird nicht allein schwanger. Solche Diskussionen entstehen nur, wenn Mann nachlässig in der Frauenwahl ist und frohgemut durch die Gegend poppt. Wer in einer Beziehung lebt, der zeigt, dass er langfristig plant, ausserdem muss ihm bewusst werden, dass Verhütugsmittel nicht 100 % sicher sind und doch eine Schwangerschaft entstehen kann.
Außerdem gehst du davon aus, dass eine Abtreibung so eine Art Zahnarztbesuch ist - man bekommt Schmerzmittel und nach einer Stunde ist alles wieder gut. Nein!! Die meisten Frauen bereuen die Abtreibung.
Ich finde auch, dass es falsch ist, eine Abtreibung als Larifari-Eingriff zu sehen - es sollte keine Art verspätete Verhütung sein, sondern nur der Ausnahmefall. Aber es ist nicht korrekt, dass "die meisten" Frauen das bereuen. Das stimmt nicht. Je nach seriöser Studie (d.h. keine Befragung von Abtreibungsgegnern wie Kirche usw.) bereuen 90-95% der Frauen ihre Abtreibung NICHT. Natürlich kann man 5% immernoch zu hoch finden, aber ich finde es nicht gut, wenn solche falschen Behauptungen aufgestellt werden. Es gibt auch Mütter, die es bereuen, Kinder bekommen zu haben; aber deshalb verteufelt man auch nicht das Kinderkriegen. Wichtig ist, dass die Frau wirklich aufgrund eigener Wünsche die Abtreibung möchte, also nicht vom Partner oder den Eltern unter Druck gesetzt wird, und auch finanziell nicht unter krassem Druck steht. Aber ich kenne fast nur Frauen, die es nicht bereut haben, später teilweise Wunschkinder bekommen haben, oder schon Kinder hatten und auf gar keinen Fall noch eins wollten. Die einzigen, die im Nachhinein Probleme haben, sind zwei Frauen, die es auf Druck von außen gemacht haben. Umentschieden haben sich auch welche direkt vor dem Abbruch, aber das ist ja auch völlig legitim, dass man in dem Momentan dann vielleicht wirklich merkt - ich möchte das Kind doch. Das heißt ja nicht, dass die, die ihn dann in Anspruch nehmen, sich gern alle umentschieden hätten.
Daher ist aber eben auch immer klar: Der Mann darf da nie mitentscheiden, wie @xyz74 es vielleicht gern hätte, da die psychischen Folgen (und eventuelle körperliche, bei den heutigen Methoden aber seeeeeehr selten) ja immer die Frau trägt, bis hin zu Depressionen usw.
 
  • #366
so dass andere für die Frau und ihre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden
Sorry, ich kann dir in deiner negativen Einstellung gegenüber Frauen und deinem vermeintlichen Gerechtigkeitssinn nicht weiterhelfen. Es ist auch irgendwie sehr gefühlskalt was du hier immer vorträgst.

Eine Abtreibung ist keine Sache, die man mal eben so machen lässt. Diese ist grundsätzlich gesetzeswidrig und bleibt nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Wenn keine Vergewaltigung oder medizinischer Grund vorliegt, muss sich die Frau (nicht der Mann) von einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle beraten lassen.
Erst dann darf sie diese eigentlich gesetzeswidrige Sache an sich, an ihrem Körper, durchführen lassen.
Das ist etwas das der Frau geschieht. Nicht dem Mann.
Es ist der Körper der Frau. Deshalb hat auch sie das letzte Wort.
Mitverantwortlich bleibt der Mann.

Dass ein Mann sagt, wenn du nicht Abtreibst, ist es dein Problem, wird logischer Weise so nicht realisiert.
 
  • #367
Wenn der Staat eigene Ziele verfolgt, dann muss es auch die Allgemeinheit bezahlen oder aber eben derjenige, dem der Staat die alleinige Entscheidungsmacht darüber zugesteht, darüber alleine entscheiden zu dürfen, ob man hilfebedürftig werden will
Dir ist schon klar, dass auch Kinder Unterhalt zahlen müssen an die Eltern, wenn Geld vorhanden ist. Unabhängig davon warum die Eltern so geworden sind (Alkohol) und unabhängig davon ob die Beziehung je gut war.
Ein Mann kann eine Frau schwängern durch Sex. Sie bekommt nicht irgendein Kind, sondern SEIN Kind.
Also auch SEINE Mitverantwortung.
Verstehe die Empörung dahingehend nicht so richtig.
Der Staat holt sich das Geld gerne noch wo anders.
Wir finanzieren gemeinsam Arbeitslose, Süchtige, Alte usw. Wo willst du denn da anfangen und aufhören mit dem ungerecht finden?
 
  • #368
... denn der FS hat von Anfang an klargestellt, dass er bereit ist, Verantwortung für das Kind zu übernehmen.
Richtig, aber auch das wird ja von manchen Foristinnen hier bestritten, dass er die Verantwortung für das Kind übernehmen möchete.

Meine Ausführungen betreffen diesen Punkt daher auch nicht, sondern den Aspekt, dass der FS völlig zu Recht nicht nachvollzieht, warum er über Verantwortung für das Kind hinaus auch dann noch die Verantwortung für die Frau übernehmen soll (= Unterhaltsansprüche der Frau oder weitere Absicherung über die Ehe). Die Frau trifft eben alleine die Entscheidung darüber, ob sie ihre Handlungsmöglichkeiten nutzen und abtreiben möchte, ob sie beruflich aussetzt, was nicht erforderlich ist, weil er die Betreuung des Kindes anbietet und somit ob sie ihre eigene Hilfebedürftigkeit selber herbeiführt.

Und für die Herbeiführung ihrer eigenen Hilfebedürftigkeit ist der FS somit nicht verantwortlich, so dass auch nicht nachvollziehbar ist, weshalb der FS die Verantwortung dafür übernehmen oder ihre alleinigen Entscheidungen gegen den Willen des Partners absichern sollte. Wenn sie sein Angebot nicht annehmen möchte, dass er die Betreuung für das Kind übernimmt, dann gibt es auch keine Rechtfertigung, warum er für ihre alleinige Entscheidung, hilfebedürftig werden zu wollen, finanzieren und über eine Ehe noch weiter absichern soll.

Ausgangspunkt meiner Ausführungen war ja die Frage von Schnuppe78, was daran so schlimm sei, dass die Frau möglicherweise über die Ehe auch weiter abgesichert bzw. versorgt werden wollte. Und die Antwort ist halt, dass sie alleinige eigenverantwortliche Entscheidungen trifft und daher kein Grund ersichtlich ist, warum ein anderer ihre alleinige Entscheidung, dass sie hilfebedürftig werden möchte und die Betreuung nicht dem FS überlassen möchte, finanzieren müssen sollte.
 
  • #369
Das Problem ist, dass der Gesetzgeber alleine der Frau das Recht zugesteht, auch gegen den Willen des Partners zu entscheiden ob sie das Kind austrägt oder abtreibt und auch keine Rücksicht auf dem Partner nehmen braucht, wenn dieser zu Hause und um das Kind kümmern möchte, sie eigenmächtig gegen den Willen des Partners entscheiden kann, dass sie beruflich aussetzt und somit eigenverantwortlich selber in die Lage versetzt, unterhaltsbedürftig zu werden, so dass es eigentlich überhaupt keine Rechtfertigung gibt, weshalb andere für die alleinigen Entscheidungen der Frau gegen den Willen des Partners der Partner dafür verantwortlich sein sollte und diese absichern und unterhalten sollte.

Normalerweise gilt in unserer Rechtsordnung, dass derjenige, der sich voll eigenverantwortlich selber in eine hilfsbedüftige Lage versetzt, keine Ansprüche auf Hilfen mehr hat (Stichwort: selbstverschuldete unterhaltsbedürftigkeit). Auch gilt normal, wer selber noch Möglichkeiten hat, ein Ereignis abzuwenden, andere für das Ereignis dann keine Mitverantwortung mehr hat (Stichwort: überholende Kausalität oder Prinzip der Schadensminderungspflicht).

Und nur, weil der männerhassende Gesetzgeber entgegen den gewöhnlichen Prinzipen der Rechtsordnung wieder Sonderrechte für Frauen schafft, weil der Gesetzgeber Frauen immer als Opfer betrachtet, denen auch bei den Folgen der alleinigen eigenverantwortlichen eigenen Entscheidungen immer geholfen werden muss, und Frauen daher selbst auch dann einen Unterhaltsanspruch zugestanden wird, obwohl sie ihre Hilfsbedürftigkeit gegen den Willen des Partners eigenverantwortlich selber verschuldet und trotz Abwendungsmöglichkeiten nicht abwendet (zB Annahme des Angebots, dass der FS die Betreuung übernimmt / Abtreibung), ändert es nichts daran, dass schon die bestehende Gesetzeslage wenig gerecht erscheint und erst recht keine seriöse Rechtfertigung zu finden ist, die alleinigen Entscheidungen der Frau gegen den Willen und auf Kosten des Partners darüber hinaus noch mehr unterstützen und absichern zu sollen.

Erst recht dann nicht, wenn die Frau das auch noch partnerschaftswidrig gegen den Willen des Partners durchzusetzen versucht. Aber manche merken halt nicht, wenn der Bogen völlig überspannt wird.
Hallo, ich muss mich nun auch nochmal dazu äußern. Ich finde deine Auffassung wirklich erschreckend. Der Grund weshalb es der Frau anheimsteht, über die Abtreibung zu entscheiden und nicht der Mann ist trivial: Die Frau wird durch eine Abtreibung in ihrem Rechtsgut körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt. Es ist daher reines Grundrechtsverständnis, dass grundsätzlich nur derjenige über einen Eingriff entscheidet, dessen Rechtssphäre betroffen ist.
 
  • #370
Hallo, ich muss mich nun auch nochmal dazu äußern. Ich finde deine Auffassung wirklich erschreckend. Der Grund weshalb es der Frau anheimsteht, über die Abtreibung zu entscheiden und nicht der Mann ist trivial: Die Frau wird durch eine Abtreibung in ihrem Rechtsgut körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt. Es ist daher reines Grundrechtsverständnis, dass grundsätzlich nur derjenige über einen Eingriff entscheidet, dessen Rechtssphäre betroffen ist.
Danke, das wollte ich auch erwähnen - ob die Frau Kind bekommt oder Abtreibung macht, ist es "Schädigung" an ihrem Körper.
Ich finde ausserdem Männer seltsam, Frauen absprechen zu wollen Kinder zu bekommen, andererseits selber sich am Leben zu erfreuen und allerlei Annehmlichkeiten zu genießen, unter anderen solchen Stuss hier zu verbreiten, sorry, statt ganz banal hier danke zu sagen. Die wenigsten Männer würden Schwangerschaft und ihre Folgen in Kauf nehmen, wenn sie Kinder hätten bekommen sollen.
Das stimmt nicht. Je nach seriöser Studie (d.h. keine Befragung von Abtreibungsgegnern wie Kirche usw.) bereuen 90-95% der Frauen ihre Abtreibung NICHT.
Weil darüber nicht geredet wird und wenn die Frau zugeben würde, Abtreibung zu bereuen, hätten sie damit leben müssen und sich fragen "was wäre wenn" . Frauen wollen es auch oft nur "weg" haben , weil es ein sehr schwieriges Thema ist. Ausserdem wollen sie keine Abtreibung, sie wollen nur nicht allein mit allem drum und dran dastehen.
 
  • #371
Eine Abtreibung ist keine Sache, die man mal eben so machen lässt. Diese ist grundsätzlich gesetzeswidrig und bleibt nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei.
Diese immer wieder vorgetragene Behauptung entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Gesetzeslage und wird auch durch ständige Wiederholungen nicht richtiger.

In § 218a Abs. 1 StGB steht sogar ausdrücklich, dass die Abtreibung nach den dort benannten leicht zu erfüllenden Bedingungen (Vornahme durch Arzt innerhalb von 12 Wochen nach Beratungsgespräch) gar nicht erst den Tatbestand des § 218 verwirklicht, also ausdrücklich nicht gesetzeswidrig ist. Es wird sogar ausdrücklich nicht einmal ein Tatbestand erfüllt.

Aber das ist ja gerade die Rosinenpickerei. Es wird immer nach Bedarf mal die besondere Werthaltigkeit des ungeborenen Lebens behauptet, wenn man Ansprüche gegen den Mann rechtfertigen möchte. Wenn es aber an anderer Stelle darum geht, ob ein Abtreibungsrecht verfassungswidrig sein könnte, weil das ungeborene Leben wirklichbereits etwas Bedeutsames mit eigenen Rechten sein soll, dann betonen meistens die gleichen Leute, dass im Verhältnis zur Frau plötzlich eigentlich noch gar nichts so wirklich Schützenswertes vorhanden sei, so dass die Frau möglichst großzügig frei nachträglich noch Entscheidungen darüber treffen können soll, ob sie abtreiben und keine Verantwortung übernehmen möchte.

Abtreibung ist in Deutschland ein Massengeschäft. Ca. jedes 8-9 Kind wird abgetrieben und es werden jedes Jahr ca. 100.000 Abtreibungen durchgeführt. Wenn man mal davon ausgeht, dass das Meiste erwünschte Schwangerschaften sind, scheinen sehr viele Frauen das Ungeborene - entsprechend der sehr großzügigen Gesetzeslage - eben noch nicht für bedeutsam zu halten.

Vorliegend geht es aber ja noch nicht einmal um die Frage, ob die Frau ihre Hilfebedürftigkeit durch Nichtvornahme der Abtreibung eigenverantwortlich herbeigeführt, da der FS ja die Betreuung des Kindes angeboten hat, um der Partnerin ihre weitere Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Die Herbeiführung ihrer eigenen Hilfebedürftigkeit war daher auch diesem Grunde nicht erforderlich, so dass es ihre alleinige Entscheidung war, wenn sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen und damit ihre eigene Hilfebedürftigkeit herbeiführen möchte. Er gibt daher kein Grund, weshalb andere ihre alleinige eigenverantwortliche Entscheidung bezahlen sollen.
 
  • #372
Vögeln zu wollen und dann keine Verantwortung für das gezeugte Leben übernehmen wollen, oder der Frau alles zuschieben wollen, DAS ist Rosinenpickerei.

Ich wiederhole mich:
Dass ein Mann sagt: "wenn du nicht abtreibst, ist es dein Problem", wird logischer Weise so nicht realisiert.
 
  • #373
Die Frau wird durch eine Abtreibung in ihrem Rechtsgut körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt. Es ist daher reines Grundrechtsverständnis, dass grundsätzlich nur derjenige über einen Eingriff entscheidet, dessen Rechtssphäre betroffen ist.

Mit der Begründung müsste man dann aber auch generell die Wehrpflicht für verfassungswidrig halten, denn warum sollte dann nicht auch der Mann alleine darüber entscheiden, ob er seinen Körper zu Gunsten der Allgemeinheit zur Verfügung stellt und im Kriegsfall sein Leben riskiert.

I.Ü. stellt der Mann bei der Pflicht zur Erwirtschaftung des Unterhalts idR ebenfalls sein Körper zur Verfügung, da die Wenigsten körperlos Unterhalt erwirtschaften können. Wenn es also das Grundrechtsverständnis geben sollte, dass auch nach der Empfängnis noch entschieden werden können soll, ob man seinen Körper zur Verfügung stellen möchte, dann muss auch ein Mann noch ablehnen können müssen, seinen Körper für die Unterhaltserwirtschaftung zur Verfügung stellen zu müssen.

Wenn man alleine der Frau das Recht gibt, dann entscheidet sie eben nicht nur über den eigenen Körper, sondern sie entscheidet zugleich auch, ob der Mann seinen Körper zur Erwirtschaftung des Unterhalts zur Verfügung stellen muss.

Wie das Rechtsverständnis zur Wehrpflicht zeigt, scheint es offenkundig Umstände zu geben, wo es für rechtmäßig gehalten wird, dass man eben nicht mehr alleine selber über seinen eigenen Körper bestimmen darf, sondern wo man dienend seinen Körper anderen zur Verfügung stellen muss.

Außerdem geht es auch nicht um die Frage, ob die Frau alleine über eine Abtreibung entscheiden können soll, sondern um die Frage, ob der Mann die Folgen ihrer alleinigen Entscheidung mitzufinanzieren hat. Was sollte daran unfair sein, der Frau die alleinige Entscheidung über ihren Körper zuzugestehen, aber die Folgen ihrer alleinigen Entscheidung auch nur von ihr alleine tragen zu lassen, wenn sie ihre Entscheidung gegen den Willen desjenigen vornimmt, der seinen Körper auch nicht zur Verfügung stellen möchte.

Der Gesetzgeber sollte sich halt entscheiden, ob auch nach der Empfängnis noch Entscheidungsmöglichkeiten vorhanden sein sollen oder aber aufgrund Mitverursachung nunmehr die Rechte des Ungeborenen vorgehen und die Beteiligten fortan auch ihren Körper dienend dem Ungeborenen zur Verfügung stellen müssen. Gibt man hingegen nur einem Mitverursacher noch Möglichkeit zur Entscheidung, dann ist auch nur dieser für die Folgen der alleinigen Entscheidung verantwortlich, so dass sich dann eine Mitverpflichtung des anderen nicht mehr rechtfertigen lässt.
 
  • #375
Hmm...keine Heirat, dafür aber eine schriftliche Zusicherung dass Du für das Kind bezahlst. Das wäre fair.

Du bist schon ein Rappenspalter- mit Verlaub gesagt... Fifty fifty in allem was das Wohnliche anbelangt.

Von nix kommt nix, auch Du darfst mal in eine unsichrere Sache investieren.
 
  • #376
Zu der Schwangerschaft gehören zwei. Die Frau wird nicht allein schwanger. Solche Diskussionen entstehen nur, wenn Mann nachlässig in der Frauenwahl ist und frohgemut durch die Gegend poppt. Wer in einer Beziehung lebt, der zeigt, dass er langfristig plant, ausserdem muss ihm bewusst werden, dass Verhütugsmittel nicht 100 % sicher sind und doch eine Schwangerschaft entstehen kann.
Außerdem gehst du davon aus, dass eine Abtreibung so eine Art Zahnarztbesuch ist - man bekommt Schmerzmittel und nach einer Stunde ist alles wieder gut. Nein!! Die meisten Frauen bereuen die Abtreibung. Ferner noch ist es ein massiver Eingriff in den Körper der Frau - es entsteht Hormondisbalance, psychische Störungen, es besteht die Gefahr der Fertilität usw. Ich habe neulich eine Sendung angeschaut - 10% der Frauen entscheiden sich kurz vor dem Eingriff noch für das Kind, fast die Hälfte weiht den Partner nicht ein, weil sie ihn nicht "belasten" will und viele machen das auf Druck des Mannes, weil er sonst die Beziehung beendet.
Ich möchte gerne noch einmal versuchen, hierzu einen Kommentar zu schreiben, denn das kann ich so nicht stehen lassen. Abtreibung wird von den allermeisten Frauen NICHT bereut. Kaum eine quält sich oder hat dauerhaft psychische Probleme. Das kann ich dir nicht nur aus eigener Erfahrung, auch aus der Erfahrung von Freundinnen und er Erfragung bei Google sagen. Gerade anonyme Befragungen sind hierzu sehr sicher, da keiner lügen muss. Selten wird eine Frau unfruchtbar und all der andere Kram, den Abtreibungsgegner gerne behaupten, das ist einfach unwahr und dient lediglich dazu, den Frauen ein schlechtes GEwissen einreden zu wollen. Was hoffentlich keine hat, denn in diesem Land, anders als in Polen- mein tief empfundenes Mitgefühle den Frauen dort - ist Abtreibung möglich. Vielen Dank dafür!
 
  • #377
Ich kann das so auch nicht stehen lassen @HollyGolightly .
Die meisten Frauen bereuen ihre Abtreibung irgendwann im Leben zutiefst.
Nur weil du deine eigene Abtreibung nicht bereust und eiskalt gegenüber deinem ungeborenen Kind warst, heißt das noch lange nicht, dass alle Frauen so egoistisch und kalt sind das eigene Kind in sich abtöten zu lassen.

Meine älteste Schwester hat vor 20 Jahren ihr einziges Kind abgetrieben. Heute lebt sie mit 60 nach drei Scheidungen kinderlos ganz alleine in ihrem riesigen Haus und fühlt sich sehr einsam da auch noch an Krebs erkrankt.

Sie bereut ihre damalige Entscheidung zum Abbruch zutiefst!
Die seelischen Wunden und die Schuld einer Abtreibung werden die allermeisten Frauen ihr ganzes Leben begleiten.
Im Alter fragen Sie sich dann was aus ihrem abgetriebenen Kind geworden wäre, und ob es vielleicht die Liebe ihres Lebens gewesen wäre.

Verharmlose bitte nicht diesen folgenschweren Schritt im Leben von Frauen.
Den Gedanken, das eigene Fleisch und Blut in den Klinikmüll entsorgen zu lassen, kann kein normaler Mensch mit einem Gewissen und Liebe in sich auch nur im entferntesten ertragen.
 
  • #378
Ich kann das so auch nicht stehen lassen @HollyGolightly .
Die meisten Frauen bereuen ihre Abtreibung irgendwann im Leben zutiefst.
Nur weil du deine eigene Abtreibung nicht bereust und eiskalt gegenüber deinem ungeborenen Kind warst, heißt das noch lange nicht, dass alle Frauen so egoistisch und kalt sind das eigene Kind in sich abtöten zu lassen.

Meine älteste Schwester hat vor 20 Jahren ihr einziges Kind abgetrieben. Heute lebt sie mit 60 nach drei Scheidungen kinderlos ganz alleine in ihrem riesigen Haus und fühlt sich sehr einsam da auch noch an Krebs erkrankt.

Sie bereut ihre damalige Entscheidung zum Abbruch zutiefst!
Die seelischen Wunden und die Schuld einer Abtreibung werden die allermeisten Frauen ihr ganzes Leben begleiten.
Im Alter fragen Sie sich dann was aus ihrem abgetriebenen Kind geworden wäre, und ob es vielleicht die Liebe ihres Lebens gewesen wäre.

Verharmlose bitte nicht diesen folgenschweren Schritt im Leben von Frauen.
Den Gedanken, das eigene Fleisch und Blut in den Klinikmüll entsorgen zu lassen, kann kein normaler Mensch mit einem Gewissen und Liebe in sich auch nur im entferntesten ertragen.
Das mag für dich und vielleicht für deine Schwester so sein, was bedauerlich ist, aber wenn du bitte googeln würdest, so würdest du herausfinden, dass die meisten Frauen damit gut leben können. Auch wenn du anderer Meinung bist, musst du mich hier nicht so angehen. Im übrigen ist hoffentlich nicht ein Kind die Liebe deines Lebens , das wäre bedenklich. Es treiben jährlich 59 je 100000 Frauen ab, das sind 100800 Abtreibungen im Jahr, laut statistisches Bundesamt. . Also gar nicht so wenig. Das mag dich schockieren, aber vermutlich sind die meisten Frauen gut informiert und beraten, nämlich über 95 Prozent, damit d'accord. Glaubst du, jemand würde ehrlich mit dir sprechen wenn sie wüssten, wie du das siehst? Ich nicht. Ich, meine Freundinnen, die betroffen waren, 100000 Frauen können damit leben. Seit Jahrhunderten.
 
  • #379
Nur weil du deine eigene Abtreibung nicht bereust und eiskalt gegenüber deinem ungeborenen Kind warst, heißt das noch lange nicht, dass alle Frauen so egoistisch und kalt sind das eigene Kind in sich abtöten zu lassen.
Es geht um Statistiken, nicht um Einzelmeinungen. Die sind sehr klar und deutlich bei dem Thema. Im Endeffekt muss das jeder für sich selbst ausmachen und auch damit leben, falls es dann die falsche Entscheidung war, aber statistisch bereuen es eben NICHT die Mehrzahl der Frauen, auch nicht später. Ich kenne beruflich eine Frau, die eine Praxis für Abtreibungen übernommen hat, was immer schwieriger wird, da überhaupt jemanden zu finden, weil die Ärzte Angst vor Angriffen haben, negativen Schlagzeilen usw. Die Frauen kommen von Sonstwo voller Verzweiflung, weil sie aus persönlichen Gründen das Kind auf keinen Fall wollen. Meine Mutter hat Freundinnen, die sind kurz vorm Grab mit ihren 80 Jahren, haben auch keine Kinder teilweise und bereuen es NICHT, dass sie mit 20 eine Abtreibung hatten. Es gibt andere, die das bereuen, wie gesagt, da war meist Druck von außen der Fall (Freund, Eltern). Es gibt Mütter, die das Muttersein bereuen, es gibt Frauen, die es bereuen, keine Kinder zu haben - das Leben ist eben manchmal so. Aber ich mag es nicht, wenn jemand so aus seiner Erfahrung für alle verallgemeinert. Da bin ich bei @HollyGolightly
 
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