• #211
Ich habe den Thread nun etwas verfolgt.
Der FS kommt wenig emotional rüber, beantwortet keine Fragen wie die Beziehung zwischen ihm und seiner Partnerin aussieht, ist geprägt von den Aussagen seines Vaters und seiner Anwälte ( haben vermutlich selbst bereits Scheidungen hinter sich oder so) noch bestärkt.

Die Partnerin scheint doch finanziell auch nicht unbedingt schlecht aufgestellt zu sein und geht davon aus, dass ihr Partner, der ihr sein Vermögen verheimlicht ähnlich oder evtl. sogar schlechter aufgestellt ist.
Ich denke nicht, dass sie eine Ehe anstrebt um sich zu bereichern.
Neben den emotionalen Gründen, "Wir-Gefühl" etc. wäre es doch auch möglich, dass sie der Versorgungsgedanke ebenfalls beschäftigt, aber nicht so wie von dem FS befürchtet, dass sie sich absichern will, sondern möglicherweise ihn?
Eine Schwangerschaft und Geburt kann mit Komplikationen einher gehen und es kann auch ggf. etwas so schief gehen, dass sie das nicht überlebt.
Natürlich kann man auch in einer Partnerschaft gewisse Dinge vorher notariell vereinbaren wie Vorsorgevollmachten, Generalvollmachten, Einzelvollmachten, Testament oder Erbvertrag, Bezugsberechtigungen im Todesfall, etc. man muss halt an alles denken und jedes Szenario einzeln durchgehen, sich damit auseinandersetzen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Man weiß ja auch nicht welche Beziehung er zu ihrer Familie hat und wie die Familie evtl. im Todesfall dem FS unterstützen würde, wenn die gesetzlichen Regelungen eintreten, weil zB. nicht an alles im Vorfeld gedacht wurde.
Das wäre durch die Eheschließung praktisch alles "automatisch" mit drin, wenn man Partner und Kind gut versorgt wissen möchte. Davon mal abgesehen ist bei Vermögenswerten ab einer gewissen Höhe die Erbschaftssteuer auch nicht zu unterschätzen. Ein Lebenspartner ist nun mal nicht mit einem Ehepartner gleichgesetzt, bleibt eben eine "dritte Person" und die Freibeträge fallen dementsprechend sehr viel geringer aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #212
Das wäre durch die Eheschließung praktisch alles "automatisch" mit drin, wenn man Partner und Kind gut versorgt wissen möchte. Davon mal abgesehen ist bei Vermögenswerten ab einer gewissen Höhe die Erbschaftssteuer auch nicht zu unterschätzen. Ein Lebenspartner ist nun mal nicht mit einem Ehepartner gleichgesetzt, bleibt eben eine "dritte Person" und die Freibeträge fallen dementsprechend sehr viel geringer aus.
Diese Argumentation hinkt, wer möchte schon den Gesetzgeber mit in seiner Beziehung integriert haben und 2. eine Scheidung kann zigfach teurer sein, als das bisschen "Freibeträge!"
 
  • #213
Diese Argumentation hinkt, wer möchte schon den Gesetzgeber mit in seiner Beziehung integriert haben und 2. eine Scheidung kann zigfach teurer sein, als das bisschen "Freibeträge!"
Es wäre ja nur auch ein möglicher Gedankengang, für den Fall, dass sie evtl. nicht direkt den konkreten Scheidunggedanken mit sich trägt, wie der FS z.B. was ja auch durchaus legitim ist. Wir wissen ja nicht wie sie darüber denkt und können auch nur raten.
Ich kenne wenige junge Menschen, die für den Worst Case, sei es Krankheit, Tod usw. schon alle möglichen Vorkehrungen getroffen haben und sich damit auch von dem Gedanken her nicht so intensiv auseinander setzen möchten bzw. gern zum Anwalt und Notar rennen.
 
  • #214
Diese Argumentation hinkt, wer möchte schon den Gesetzgeber mit in seiner Beziehung integriert haben und 2. eine Scheidung kann zigfach teurer sein, als das bisschen "Freibeträge!"
Eigentlich als reflektierter Mensch mit reichlich Erfahrung solltest du keine 2. Scheidung haben, weil du in der Lage bist, die geeignete Partnerin zu suchen, bzw. du hast schon eine, die du angeblich vom ganzen Herzen liebst und deine Beziehung ist super. Also ist die Beziehung so super, aber doch nicht so , dass du dir und deiner Partnerin zutraust, eine brauchbare Ehe hinzubekommen??
Zweiter Punkt, von wegen, will den Staat nicht in meiner Beziehung - du hast immer Einmischung des Staates , egal, was du tust. Sei es bei den Staatsangehörigkeit, Namenswahl, Steuern, du bist gezwungen, dich an die Verkehrsregeln zu halten, du kannst die Produkte nicht zu dem Preis kaufen, zu dem du willst etc.. Du hast so viele Vorgaben , dass sogenannte freie Entscheidung gar nicht existent ist. Wenn du nicht verheiratet bist, dann hast du genauso den Einfluss von Staat, das dich eben nicht wie Ehemann von deiner Freundin behandelt.
Ich sage eins zu allen heiratsunwilligen Männern - irgendwann mal rächt sich, dass die Frau zum Heiraten nicht gut genug war - nämlich, wenn ihr älter werdet und die ersten Beschwerden auftreten. Da kann die Frau genauso frei und unbeschwert entscheiden, dass sie keine Lust auf Pflege hat, schließlich ist sie dem Mann genauso wenig schuldig, wie er ihr. Und da es nichts zum Teilen gibt, wird auch die Trennung sehr leicht - sie packt ihren Koffer und geht. Oder bei LAT - sie geht einfach nicht mehr ans Telefon.
 
  • #215
Also ist die Beziehung so super, aber doch nicht so , dass du dir und deiner Partnerin zutraust, eine brauchbare Ehe hinzubekommen??
Meine Beziehung ist außergewöhnlich super und besonders! Du schaffst es nicht, mir was anderes unterzujubeln. Du verstehst den Sachverhalt nicht, oder willst nicht, meine Partnerin und ich sind uns völlig einig, dass wir keine 3. Instanz als Gesetzgeber benötigen, um unsere Liebe von außen und für außen auf dem Papier zu besiegeln. Nur wir beide können das miteinander besprechen und absprechen, sonst niemand, wir sind uns da beidseitig und ausgeglichen einig!
Zweiter Punkt, von wegen, will den Staat nicht in meiner Beziehung - du hast immer Einmischung des Staates , egal, was du tust.
Es geht hierbei um nichts anderes als ausschließlich um was ganz intimes, um die Beziehung von zwei Menschen, verstehst du nicht?
Ich sage eins zu allen heiratsunwilligen Männern - irgendwann mal rächt sich, dass die Frau zum Heiraten nicht gut genug war - nämlich, wenn ihr älter werdet und die ersten Beschwerden auftreten.
Das kann so sein, muss aber nicht so sein!
Du sprichst ja hier schon eine Drohung pur aus, die jedoch an mir voll vorbeigeht!
Da kann die Frau genauso frei und unbeschwert entscheiden, dass sie keine Lust auf Pflege hat, schließlich ist sie dem Mann genauso wenig schuldig, wie er ihr. Und da es nichts zum Teilen gibt, wird auch die Trennung sehr leicht - sie packt ihren Koffer und geht. Oder bei LAT - sie geht einfach nicht mehr ans Telefon.
Jeder kann immer frei entscheiden zu bleiben oder zu gehen, ob verheiratet oder nicht verheiratet, Punkt. Das ist für mich kein Argument und wer von mir gehen will. den lasse ich gerne gehen, der hat nie zu mir gehört und hat mich auch niemals verdient, wie heißt es so schön:
Reisende soll man nicht aufhalten!🤗
 
  • #216
Die Argumentation hinkt nicht.
wer möchte schon den Gesetzgeber mit in seiner Beziehung integriert haben
Jene, die mit dem Gesetzgeber, der Gesetzgebung, "dem Staat", dieser Demokratie und Verfassung kein Probleme haben.
Nur weil du das so empfindest, dass der Gesetzgeber in die Beziehung integriert wäre, muss das für andere noch lange kein Problem darstellen.
Sicher ist, dass Absicherung natürlich notwendig ist. Gerade wenn man für ein Kind verantwortlich ist. Natürlich sollte man beidseitig auch eine gewisse Verantwortung dem Partner gegenüber haben.
Es kommt nun mal leider vor, dass ein Partner versterben kann, obwohl das Kind/die Kinder noch klein sind.
 
  • #217
Da hier ja doch einige ( einschließlich des FS) gerne auf diesen ominösen Staat als böses Integrationselement innerhalb einer Ehe rumreiten, merke ich dezent an, dass diesen ominösen Staat die Steuerklasse 3 jährlich ziemlich viel Geld kostet.
So' n," bisschen" sind die entgangenen Steuern auf die Freibeträge beim Erbe jetzt auch nicht - die letztendlich wieder der ominöse Staat zahlt.
Oder Familienbeiträge bei den Krankenkassen, oder,oder....ganz schön viel, was das böse Integrationselement Staat sich die Ehe kosten lässt.
W,55
 
  • #218
Leute ganz ehrlich.. der Typ ist entweder ein Fake und will hier mal wieder eine Diskussion ums Heiraten und die bösen geldgierigen Frauen lostreten, was ihm ja auch gelungen ist.. oder er hat einen kompletten Hauab...
Für ersteres spricht die Tatsache, dass doch wohl keine normale Frau tatsächlich so einen armseligen Typen heiraten wollen würde... (Golddigger scheidet ja wohl aus, weil er ja alles daran gesetzt hat, dass sie ihn für einen armen Schlucker hält und sie deshalb auch gar nicht auf sein Geld aus sein kann).
Und im zweiten Fall könnte man der Frau auch nur raten, sich zu fragen, was um Himmels Willen sie getrieben hat, sich mit so einem nerdigen Freak einzulassen und ihn schnellstmöglich in den Wind zu schiessen. Falls sie das Kind behalten will, bloss keinen Vater angeben und es alleine gross ziehen, wäre für das Kind das Beste. Sie ist ja offensichtlich nicht auf seine Kohle angewiesen. Kein Geld und Unterhalt der Welt ist es wert, seinem Kind so einen widerlichen geizigen Geldsack als Vater zuzumuten....
 
  • #219
Ich kenne wenige junge Menschen, die für den Worst Case, sei es Krankheit, Tod usw. schon alle möglichen Vorkehrungen getroffen haben und sich damit auch von dem Gedanken her nicht so intensiv auseinander setzen möchten bzw. gern zum Anwalt und Notar rennen.

Das geht ohne Notar, aber der ist natürlich Profi und lebt davon. Die Gedanken dazu sind sehr wichtig und werden nicht durch Heirat ersetzt. Nicht mal für einen popeligen Kontozugriff im Todesfall. Das ist einfach eine unsinnige und im Fall der Fälle leider unangenehme Fehlannahme.

Da hier ja doch einige ( einschließlich des FS) gerne auf diesen ominösen Staat als böses Integrationselement innerhalb einer Ehe rumreiten, merke ich dezent an, dass diesen ominösen Staat die Steuerklasse 3 jährlich ziemlich viel Geld kostet.

Kannst Du vergessen Wenn der andere arbeitet, finanziert der die günstigere Steuerklasse. Der Staat spart sich den Unterhalt, es wird schlicht die Steuer auf beide insgesamt gleichmäßig verteilt. Splittingtabelle. Der Staat profitiert letztlich.


Ja, die Leier von der Frau als Putze und billige Pflegekraft für den alten Mann.
Traurigerweise tobt in meinem Umfeld gerade Brustkrebs erschreckend übel...
Da stoßen solche Pauschalurteile schon auf. Dein Weltbild ist einfach nicht von dieser Welt.
 
  • #220
Kannst Du vergessen Wenn der andere arbeitet, finanziert der die günstigere Steuerklasse. Der Staat spart sich den Unterhalt, es wird schlicht die Steuer auf beide insgesamt gleichmäßig verteilt. Splittingtabelle. Der Staat profitiert letztlich
Und wenn der Andere gar nicht arbeitet? Beim sogenannten Versorgermodell. Wer zahlt da die Differenz von Steuerklasse 1 zur 3? Kostet den Staat jährlich eine Menge Geld @Lebens_Lust . Und da die, die sich das Versorgermodell überhaupt noch leisten können zumeist gut oder sehr verdienen, ist der Verlust noch größer.
Wobei ich den FS nicht dort sehe, wenn überhaupt dann wäre dieses Modell ja für seine Freundin interessant.
W,55
 
  • #221
Kannst Du vergessen Wenn der andere arbeitet, finanziert der die günstigere Steuerklasse. Der Staat spart sich den Unterhalt, es wird schlicht die Steuer auf beide insgesamt gleichmäßig verteilt. Splittingtabelle. Der Staat profitiert letztlich.

Wir haben 3 und 5 und wir haben definitiv eine Steuerersparnis, trotz dessen wir eine Rückzahlung machen müssen. Ich habe das mal für mich vergleichend mit Steuerklasse 1 durchgerechnet. Bei 4/4 bekommen die Meisten noch was raus. Das Einzige was wirklich immense Nachteile hat ist 4 mit Faktor. Da hat eine Bekannte schon einschlägige Erfahrungen mit gemacht.

Wenn nur einer arbeitet müsste es eigentlich auch eine Ersparnis geben, natürlich abhängig vom Jahreseinkommen.
 
  • #222
Und wenn der Andere gar nicht arbeitet? Beim sogenannten Versorgermodell. Wer zahlt da die Differenz von Steuerklasse 1 zur 3?

Wie oft gibt es das denn heute noch?
Und auch da ist es gemeinsames Einkommen, das auf beide aufgeteilt wird.

Mal ganz platt nur finanziell betrachtet:
Du verdienst ordentliche 80.000 Euro und heiratest einen Mann mit Null Einkommen. Das ergibt bei Einzelveranlagung 24.500 Euro Steuerung, im Splittingtarif 17.000 Euro. 7.500 Euro "gespart". Bei 80.000 Euro Einkommen verlierst Du im Jahr alleine Rentenansprüche im Wert von locker 20.000 Euro. Außerdem finanzierst Du den kompletten Lebensunterhalt des Mannes. Rein rechtlich trittst Du 3/7 Deines Einkommens ab und das setzt die Allgemeinheit auch durch, wenn es sein muss. Das sind 35.000 Euro. Und auch real betrachtet kostet die zweite Person sicher mehr als 7.500 Euro.
(Man kann das als gewolltes Modell zur Absicherung fahren, weil man damit Rentenansprüche bewusst übertragen möchte und das natürlich bei einer lebenslangen Ehe egal ist. Den Scheidungsfall will ich hier gar nicht betrachten, dann wird die Zahlung nämlich real fällig und die Rente ist weg)

Und aus Sicht der Allgemeinheit: wenn jemand wirklich Null verdient, gibt es die Differenz locker vom Sozialamt und da sind fehlende Einzahlungen für die später ja dann doch ausbezahlte Mindestrente gar nicht einberechnet. Für die Allgemeinheit ist es erheblich billiger, Dir 7500 Euro Steuerersparnis zu geben, damit Du die Versorgung übernimmst samt voller Haftung für Pflegefall (bei Versorgerehen ja dann mit Deinem Vermögen), Krankheits(eigenanteils)kosten, Rente etc.

Das jetzt als "gutes Geschäft" zu sehen, ist einfach schlecht gerechnet (abgesehen davon, dass das sowieso nicht die Motivation zum Heiraten sein sollte). Oder würdest Du Dich unter diesem Aspekt mit einem verarmten Freund zusammentun, um den Staat mal so richtig auszunehmen?
Es ist für viele der direkte Weg in die Altersarmut, wenn es schiefgeht.

Bei 2x 40.000 Euro Einkommen fällt sowieso exakt die gleiche Steuer an, egal ob verheiratet oder nicht. Da lohnt sich dann steuerlich überhaupt nichts mehr, außer irgendwann der Erbschaftssteuer.

Der FS sollte sich also genauso wie seine Partnerin gut überlegen, ob man nur "zur Absicherung" heiratet. Das ist tatsächlich teuer für den Absichernden. Womit ich nicht sage, dass man es nicht machen sollte, aber sich eben klar sein, was man da tut.
Rein finanziell betrachtet investiert der FS besser dieses und die nächsten beiden Jahr mal richtig in seine Immobilien, senkt dadurch sein Einkommen, zahlt dann weniger an Unterhalt an die Mutter und ist nach 3 Jahren das ganze Problem los..
 
  • #223
Lieber @Lebens_Lust , Du musst einfach immer das letzte Wort haben. Egal was Du antworten wirst, ich verspreche Dir, nicht darauf zu antworten. Ich ziehe sozusagen freiwillig den Kürzeren.
Doch im ober(st)en und im unteren Rand der Gesellschaft. Wobei ich es dem unteren Rand gönne und dem oberen von mir aus auch.
Ich habe gar nichts gegen die Steuerklasse 3, zumindest nicht seit einigen Monaten, vorher war das anders. Bis mir meine Schwester mal sagte, "aber Du hast doch gut davon profitiert" ( von der Steuerklasse 3). Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Weniger in meiner eigenen Ehe, da war Steuerklasse 4 angesagt, jeder hatte seine eigene KV und seine eigene Rentenvorsorge. Die Scheidung lief über einen gemeinsamen befreundeten Anwalt mit gegenseitigem Verzicht auf Versorgungsunterhalt. Kein großes Ding also.

Groß geworden bin ich in der sogenannten Versorgungsehe. Und da wir da auch immer ganz gut lebten, sei es aufgrund des guten Verdienstes meines Vaters oder sei es durch die Steuerklasse 3, halte ich diesbezüglich wirklich lieber meine Klappe. Es reichte jedenfalls um sowohl meiner Schwester wie auch mir einen größeren Betrag zum ersten Immobilienerwerb zu schenken. Die Hütte, die wir uns sonst nicht hätten leisten können, wurde bei mir mit schönem Gewinn bei der Trennung verkauft und ich konnte mir meinen Berufswechsel leisten. Und irgendwie lag das auch indirekt an der Steuerklasse 3.
Und ja, auch Deine Berechnungen klingen plausibel. Ich bin ja nicht so der mathematisch fixierte Mensch, aber Deine Erläuterung bezüglich der Versorgung im Pflegefall klingt logisch. Und nein, ich würde weder einen armen Schlucker heiraten, noch wegen der Steuerklasse 3. Ich würde überhaupt nur noch aus einem einzigen Grund heiraten und das wäre aus Liebe. Na ja gut, wenn' s dann halt ein armer Schlucker wäre...
W , 55
 
  • #225
Mein Bild ist genau von dieser Welt - Männer, die vorher unverbindlich waren und weder heiraten noch das Geld mit der Freundin teilen wollten, kommen im Alter oft angedackelt und wollen plötzlich heiraten und alles gemeinsam machen.

Dafür gibt es in meinem Umfeld nur ein konkretes Beispiel. Die beiden haben auf seinem Sterbebett geheiratet, damit sie seine Rente bekommt (das ging damals noch).
Sonst sind in meinem Umfeld Krankheiten einfach gleich verteilt, die Toten halten sich übrigens auch die Waage.

Und wenn es in Deinem Umfeld anders ist, dann wollten eben da die Frauen mit 35 heiraten, warten trotzdem bis 75 und dann will der Mann. Na und? Dann sagt sie eben "Ich möchte nicht".
Aus meiner Perspektive heiratet manche in jungen Jahren genauso wie in späteren, damit die Versorgung stimmt. In sicher über 80% der Fälle wird die Frau abgesichert.

Pflege und gegenseitige Unterstützung ist für mich nicht altersabhängig.
 
  • #226
Lieber FS,

der Wunsch zu heiraten ist genau so legitim, wie der Wunsch es nicht tun zu wollen.

Hier gilt es eine Lösung zu finden.

Fakt 1. Du bist vermögend und lt. Deiner Aussage weiss Deine Freundin nichts davon.
Sie erlebt Dich, wie Du im Monat mit 1300,- in einem Appartment lebst und hat wohl (vermutlich) keinen Anlass, Dir Vermögen zu unterstellen auf das sie dann scharf sein KÖNNTE.

Fakt 2. Sie ist schwanger und das KANN tatsächlich auch ungeplant geschehen, besonders dann, wenn man die Last der Verhütung auf den Partnet zu 100% ablädt und selber keine Verantwortung übernehmen will.
Im Falle der Pille reicht eine Magenverstimmung oder ein Durchfall schon vollkommen aus.

Das Ei hast Du Dir selber gelegt, egal, ob sie es drauf angelegt hat oder nicht. Das Ergebnis ist das selbe!

Ich kann absolut nachvollziehen, dass ein Mensch, der sich etwas aufgebaut, oder geerbt hat, dieses im Wesentlichen auch zusammenhalten und sicher auch schützen möchte, ohne jedem anderen gleich vorwerfen zu wollen, ein Golddigger zu sein.

Es gibt die Möglichkeit, Gütertrennung zu vereinbaren, einen Ehevertrag zu schliessen, etc...

In einer Partnerschaft oder Ehe ist aber auch teilen angesagt, seien es Aufgaben oder Kosten, was nicht bedeuten würde, dass mein Partner Vollmachten über meine Konten bekäme.

Ich will damit sagen, dass einem Zusammenleben im Grunde doch nichts im Wege stehen würde. Du hast Deine 1300,- monatlich und sie ihre Einkünfte.
Vorsorge für Dein Kind kannst du ja dennoch treffen.

Wenn die 400,- welche Du ihr monatlich zahlen sollst, so Du bei ihr wohnen würdest, Dein Beitrag zu Nebenkosten, Strom, Rücklagen für Renovierungen, etc.... sind, dann ist das fair.
Wenn sie das Geld aber tatsächlich für die Tilgung UND darüber hinaus noch Kohle für Nebenkosten und Co haben wollen würde, würde ich das auch nicht so toll finden.

Ich würde das erst mal abklären und mir ebenfalls ihre Argumente für eine Heirat anhören wollen und dann noch mal darüber nachdenken.

Denn Dein Geld kann es ja nicht sein, sie weiss ja nichts davon....

Die letzten Fragen lauten also, liebst Du sie?
Reicht es für eun gemeinsames Leben und teilen?
Was willst Du wirklich?

Alles Gute
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #227
Wie oft gibt es das denn heute noch?
Und auch da ist es gemeinsames Einkommen, das auf beide aufgeteilt wird.

Mal ganz platt nur finanziell betrachtet:
Du verdienst ordentliche 80.000 Euro und heiratest einen Mann mit Null Einkommen. Das ergibt bei Einzelveranlagung 24.500 Euro Steuerung, im Splittingtarif 17.000 Euro. 7.500 Euro "gespart". Bei 80.000 Euro Einkommen verlierst Du im Jahr alleine Rentenansprüche im Wert von locker 20.000 Euro. Außerdem finanzierst Du den kompletten Lebensunterhalt des Mannes. Rein rechtlich trittst Du 3/7 Deines Einkommens ab und das setzt die Allgemeinheit auch durch, wenn es sein muss. Das sind 35.000 Euro. Und auch real betrachtet kostet die zweite Person sicher mehr als 7.500 Euro.
(Man kann das als gewolltes Modell zur Absicherung fahren, weil man damit Rentenansprüche bewusst übertragen möchte und das natürlich bei einer lebenslangen Ehe egal ist. Den Scheidungsfall will ich hier gar nicht betrachten, dann wird die Zahlung nämlich real fällig und die Rente ist weg)

Und aus Sicht der Allgemeinheit: wenn jemand wirklich Null verdient, gibt es die Differenz locker vom Sozialamt und da sind fehlende Einzahlungen für die später ja dann doch ausbezahlte Mindestrente gar nicht einberechnet. Für die Allgemeinheit ist es erheblich billiger, Dir 7500 Euro Steuerersparnis zu geben, damit Du die Versorgung übernimmst samt voller Haftung für Pflegefall (bei Versorgerehen ja dann mit Deinem Vermögen), Krankheits(eigenanteils)kosten, Rente etc.

Das jetzt als "gutes Geschäft" zu sehen, ist einfach schlecht gerechnet (abgesehen davon, dass das sowieso nicht die Motivation zum Heiraten sein sollte). Oder würdest Du Dich unter diesem Aspekt mit einem verarmten Freund zusammentun, um den Staat mal so richtig auszunehmen?
Es ist für viele der direkte Weg in die Altersarmut, wenn es schiefgeht.

Bei 2x 40.000 Euro Einkommen fällt sowieso exakt die gleiche Steuer an, egal ob verheiratet oder nicht. Da lohnt sich dann steuerlich überhaupt nichts mehr, außer irgendwann der Erbschaftssteuer.

Der FS sollte sich also genauso wie seine Partnerin gut überlegen, ob man nur "zur Absicherung" heiratet. Das ist tatsächlich teuer für den Absichernden. Womit ich nicht sage, dass man es nicht machen sollte, aber sich eben klar sein, was man da tut.
Rein finanziell betrachtet investiert der FS besser dieses und die nächsten beiden Jahr mal richtig in seine Immobilien, senkt dadurch sein Einkommen, zahlt dann weniger an Unterhalt an die Mutter und ist nach 3 Jahren das ganze Problem los..
Also zunächst einmal folgendes: Ich will mich nicht armrechnen. Ích will für mein Kind finanziell aufkommen und meine Freundin so stellen, wie wenn sie mich nie gekannt hätte. Das heißt bei ihrer Anstellung im ÖD: Ich werde ihr den Betrag zahlen, den sie normalerweise verdienen würde. Aber eben halt nur, so lange es rechtlich erforderlich ist.
 
  • #228
Ich habe den Thread nun etwas verfolgt.
Der FS kommt wenig emotional rüber, beantwortet keine Fragen wie die Beziehung zwischen ihm und seiner Partnerin aussieht, ist geprägt von den Aussagen seines Vaters und seiner Anwälte ( haben vermutlich selbst bereits Scheidungen hinter sich oder so) noch bestärkt.

Die Partnerin scheint doch finanziell auch nicht unbedingt schlecht aufgestellt zu sein und geht davon aus, dass ihr Partner, der ihr sein Vermögen verheimlicht ähnlich oder evtl. sogar schlechter aufgestellt ist.
Ich denke nicht, dass sie eine Ehe anstrebt um sich zu bereichern.
Neben den emotionalen Gründen, "Wir-Gefühl" etc. wäre es doch auch möglich, dass sie der Versorgungsgedanke ebenfalls beschäftigt, aber nicht so wie von dem FS befürchtet, dass sie sich absichern will, sondern möglicherweise ihn?
Eine Schwangerschaft und Geburt kann mit Komplikationen einher gehen und es kann auch ggf. etwas so schief gehen, dass sie das nicht überlebt.
Natürlich kann man auch in einer Partnerschaft gewisse Dinge vorher notariell vereinbaren wie Vorsorgevollmachten, Generalvollmachten, Einzelvollmachten, Testament oder Erbvertrag, Bezugsberechtigungen im Todesfall, etc. man muss halt an alles denken und jedes Szenario einzeln durchgehen, sich damit auseinandersetzen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Man weiß ja auch nicht welche Beziehung er zu ihrer Familie hat und wie die Familie evtl. im Todesfall dem FS unterstützen würde, wenn die gesetzlichen Regelungen eintreten, weil zB. nicht an alles im Vorfeld gedacht wurde.
Das wäre durch die Eheschließung praktisch alles "automatisch" mit drin, wenn man Partner und Kind gut versorgt wissen möchte. Davon mal abgesehen ist bei Vermögenswerten ab einer gewissen Höhe die Erbschaftssteuer auch nicht zu unterschätzen. Ein Lebenspartner ist nun mal nicht mit einem Ehepartner gleichgesetzt, bleibt eben eine "dritte Person" und die Freibeträge fallen dementsprechend sehr viel geringer aus.
Also zu der Erbschaftssteuer folgendes: Bereits nach einem Jahr Ehe, wäre der Betrag aufgrund des Zugewinns bereits verbraucht. Zweitens ich habe mitgeteilt, dass ein Ehevertrag starke Unsicherheiten birgt. Diese möchte ich nicht eingehen.

Meine Freundin weiß, dass ich sparsam lebe und kennt mein Gehalt aus meiner unselbständigen Tätigkeit. Sie will sich nicht an mir bereichern; dies weiß ich.
Ich habe bereits umfangreiche Vorkehrungen für mein Ableben getroffen. Meine Freundin müsste nie hungern und für mein Kind wäre immer genügend Geld da. Ich habe zudem für viele Umstände schwere Krankheit ebenfalls Vorkehrungen getroffen. Insoweit halte ich eine Ehe tatsächlich nicht für notwendig; unabhängig von dem mit der Ehe einhergehenden unvorhersehbaren finanziellen Belastung.
 
  • #229
In einer Partnerschaft oder Ehe ist aber auch teilen angesagt, seien es Aufgaben oder Kosten, was nicht bedeuten würde, dass mein Partner Vollmachten über meine Konten bekäme.

Ich will damit sagen, dass einem Zusammenleben im Grunde doch nichts im Wege stehen würde. Du hast Deine 1300,- monatlich und sie ihre Einkünfte.
Vorsorge für Dein Kind kannst du ja dennoch treffen.

Wenn die 400,- welche Du ihr monatlich zahlen sollst, so Du bei ihr wohnen würdest, Dein Beitrag zu Nebenkosten, Strom, Rücklagen für Renovierungen, etc.... sind, dann ist das fair.
Wenn sie das Geld aber tatsächlich für die Tilgung UND darüber hinaus noch Kohle für Nebenkosten und Co haben wollen würde, würde ich das auch nicht so toll finden.

Ich würde das erst mal abklären und mir ebenfalls ihre Argumente für eine Heirat anhören wollen und dann noch mal darüber nachdenken.

Denn Dein Geld kann es ja nicht sein, sie weiss ja nichts davon....

Die letzten Fragen lauten also, liebst Du sie?
Reicht es für eun gemeinsames Leben und teilen?
Was willst Du wirklich?

Alles Gute
Ja ich liebe meine Freundin. Ich glaube auch nicht, dass meine Freundin hinter meinem Geld her ist.

Wenn ich die Ehe eingehe, dann habe ich überhaupt keine Möglichkeit mehr, die Beziehung risikolos zu beenden. Ich stünde im Falle der Scheidung immer als der Dumme dar. Wenn wir dagegen ohne Trauschein zusammenleben, dann wird so gestellt, wie sie ohne mich stünde und ich verliere dadurch nichts. Zudem habe ich immer noch die volle Kontrolle.
 
  • #230
Wenn ich die Ehe eingehe, dann habe ich überhaupt keine Möglichkeit mehr, die Beziehung risikolos zu beenden. Ich stünde im Falle der Scheidung immer als der Dumme dar. Wenn wir dagegen ohne Trauschein zusammenleben, dann wird so gestellt, wie sie ohne mich stünde und ich verliere dadurch nichts. Zudem habe ich immer noch die volle Kontrolle.

Danke für Deine Antwort, Lieber FS.

Ich bin auch keine Ehefetischistin, würde heute wahrscheinlich auch nicht mehr mit einem Partner zusammenleben wollen.

Ich brauche als stark introvertierter und einzelgängerischer Mensch sehr viel Raum für mich und bin am liebsten alleine.

Wenn eine Ehe für Dich nicht in Frage kommt, was ich auch durchaus nachvollziehen kann, was würde gegen ein Zusammenleben sprechen?

Damit würdet ihr Euch doch solide in der Mitte treffen können.
Vorsorge für den Partner und das Kind kann man ja dennoch treffen.

Denn sollte Dir wirklich mal etwas passieren, so ist es nun mal so, dass das letzte Hemd keine Taschen hat und ich es lieber denen hinterlasse, die mir nahestanden, wie es dem Staat zu schenken.

Die Frage lautet also auch hier, was willst DU wirklich?

Viele Grüsse
 
  • #231
Also zunächst einmal folgendes: Ich will mich nicht armrechnen. Ích will für mein Kind finanziell aufkommen und meine Freundin so stellen, wie wenn sie mich nie gekannt hätte. Das heißt bei ihrer Anstellung im ÖD: Ich werde ihr den Betrag zahlen, den sie normalerweise verdienen würde. Aber eben halt nur, so lange es rechtlich erforderlich ist.

Was für mich unklar ist: Du hast seit 3 Jahren eine Beziehung. Hattest Du die nur, weil gerade niemand anders da war? Dein "Ziel" klingt für mich so, als hättest Du bei einem ONS jemanden versehentlich geschwängert und wolltest jetzt die Folgen tragen.
Was ist denn mit der Beziehung? Könnte nicht Dein Ziel sein, eine kleine Familie auch ohne Heirat zu gründen?

Wenn ich die Ehe eingehe, dann habe ich überhaupt keine Möglichkeit mehr, die Beziehung risikolos zu beenden. Ich stünde im Falle der Scheidung immer als der Dumme dar. Wenn wir dagegen ohne Trauschein zusammenleben, dann wird so gestellt, wie sie ohne mich stünde und ich verliere dadurch nichts. Zudem habe ich immer noch die volle Kontrolle.

Die Kontrolle ist vermutlich Dein zentrales Thema. Hast Du ihr mal gesagt, dass Du Dich auf das Kind mit ihr freust? Dass Du gerne mit ihr eine Familie gründen möchtest und froh bist, dass sie die geeignete Partnerin dafür ist? Dass Du einen gemeinsamen Weg suchen möchtest, aber schlicht das Thema Heirat scheust? Dass Du nicht möchtest, dass die Beziehung daran zerbricht?

Dass es ok ist, wenn Du Dich wie von ihr gewünscht an der Abzahlung der Wohnung beteiligst und die Unsicherheit akzeptierst, weil für Dich eure kleine Familie wichtig ist, auch wenn Du Dich dabei unwohl fühlst?
(Mal ganz ehrlich: es geht hier um 4800 Euro im Jahr, die Du sonst auch an Miete bezahlst und finanzielle Risiken hast Du nach dem, was Du hier schreibst, doch sowieso nicht. Fliegst Du raus, gehst Du 2 Wochen ins Hotel und suchst Dir wieder eine Wohnung.

Ich verstehe, dass Du das Risiko einer Scheidung nicht möchtest, aber Du klingst insgesamt wenig kompromissbereit. Das wird Deine Tochter oder Dein Sohn. Das ist doch nicht mit TvöD 8 samt Zulagen und Unterhalt fürs Kind erledigt. Wie würdest Du Dich als Kind fühlen, wenn Dein Vater so mit Dir umgeht?
 
  • #232
Mal ganz eine allgemeine Frage an dieser Stelle: Was ist der Unterschied zwischen dem Beziehungs-/ Finanzierungsmodell des Fs und Co-Parenting?
Ich sehe hier grob keine.

Wenn ich mir eine optimale Beziehung vorstelle, dann denke ich daran, das man ähnliche Werte haben sollte, was Beziehung, Zusammenziehen, eventuelle Heirat, Kinder, Kindererziehung haben sollte.
Das scheint mir hier absolut nicht der Fall zu sein.

Das Beziehungsmodell LAT, gefiel wohl beiden. Nun gefällt es einer Person mehr, als der andern, nachdem diese nun schwanger ist.

Kurzum: Die Bindungen würde ich eventuell bei CO-Parenting akzeptieren. Generell wäre ich aber lieber unabhängig und würde ihn eher als Besuch oder Onkel organisieren. Vielleicht ist das ja auch der Wunsch des FS?
 
  • #233
Meine Freundin weiß, dass ich sparsam lebe und kennt mein Gehalt aus meiner unselbständigen Tätigkeit. Sie will sich nicht an mir bereichern; dies weiß ich.
Ich habe bereits umfangreiche Vorkehrungen für mein Ableben getroffen. Meine Freundin müsste nie hungern und für mein Kind wäre immer genügend Geld da. Ich habe zudem für viele Umstände schwere Krankheit ebenfalls Vorkehrungen getroffen. Insoweit halte ich eine Ehe tatsächlich nicht für notwendig; unabhängig von dem mit der Ehe einhergehenden unvorhersehbaren finanziellen Belastung.
Ich ging schon stark davon aus, dass du dich damit bereits auseinandergesetzt hast und für dich und schon das Komplettpaket geschnürt ist. Ich hatte eher den Gedanken, dass sie evtl. noch nicht so weit war/ist und dich schlicht versorgt wissen möchte, da sie deinen wahren "Kontostand" doch nicht kennt.
[...] Ích will für mein Kind finanziell aufkommen und meine Freundin so stellen, wie wenn sie mich nie gekannt hätte. Das heißt bei ihrer Anstellung im ÖD: Ich werde ihr den Betrag zahlen, den sie normalerweise verdienen würde. Aber eben halt nur, so lange es rechtlich erforderlich ist.
Und das ist für dich Familie und Partnerschaft? Deine Freundin, die Mutter deines Kindes soll in jedem Fall so gestellt sein, als wärst du niemals Bestandteil ihres Lebens gewesen?
Du willst nicht heiraten. Das ist nachvollziehbar.
Aber das was du von dir gibst klingt nicht danach als hättest du überhaupt Interesse daran mit deiner Freundin und Kind ein gemeinsames Leben zu führen, etwas aufzubauen usw.
 
  • #234
Ehrlich, solche Threads gibt es ja öfters.. Aber ich finde diese Art nur erbärmlich - und erschütternd.

Was würde seine Freundin sagen, wenn sie es lesen würde? Oder eines fernen Tages das Kind?

Ich bin dann doch altmodisch. Ich sage ja zu einem Partner, ich teile mein Leben mit ihm - erst recht mit Kindern, da versorgten wir beide, aus einem Topf - und Punkt.
Ich sehe es jetzt auch wieder, keine*r nutzt den Rechenschieber, wir wollen einfach, dass es uns beiden gut geht. Win-Win Situation.

Nun, und ich habe e bis jetzt geschafft, mich auch immer friedlich zu trennen - ohne monetären Benefit meinerseits.

Ich könnte mir nicht in den Spiegel schauen mit dieser Erbsenzählerei-Einstellung.

Sorry, FS, Du liebst nicht, Du hast keinerlei Empathie, Du hast nur ein Leben voller Misstrauen und Angst.
Angst fressen Seele auf.

Meine Glaskugel - Du wirst Dein Kind, wenn überhaupt, nur über den gesetzlichen Umgang sehen, Du wirst nicht erleben, wenn es das erste Mal lacht, Papa sagt...
Und das Traurige ist, Du weißt nicht einmal, welches Geschenk Du da verschmähst.

Dein Kind im Gegenzug gewinnt..Du bist das "gelungene" Ergebnis der Erziehung Deines Vaters.

W, 51
 
  • #235
Ich verstehe nun wirklich nicht, warum viele Foristen so auf diesem Thema Heirat herumreiten. Man muss doch nicht heiraten, man muss auch nicht heiraten wenn ein Kind unterwegs ist, das habe ich vor 35 Jahren nicht eine Sekunde in Erwägung gezogen. Man kann ganz prima so zusammenleben, da hast du meinen Segen. Ansonsten muss ich den Foristen recht geben, das kommt schon ziemlich kalt rüber. Ein bisschen mehr Emotion und dann klappt es mit dem Nachbarn, das garantiere ich dir.
 
  • #236
Ich ging schon stark davon aus, dass du dich damit bereits auseinandergesetzt hast und für dich und schon das Komplettpaket geschnürt ist. Ich hatte eher den Gedanken, dass sie evtl. noch nicht so weit war/ist und dich schlicht versorgt wissen möchte, da sie deinen wahren "Kontostand" doch nicht kennt.

Und das ist für dich Familie und Partnerschaft? Deine Freundin, die Mutter deines Kindes soll in jedem Fall so gestellt sein, als wärst du niemals Bestandteil ihres Lebens gewesen?
Du willst nicht heiraten. Das ist nachvollziehbar.
Aber das was du von dir gibst klingt nicht danach als hättest du überhaupt Interesse daran mit deiner Freundin und Kind ein gemeinsames Leben zu führen, etwas aufzubauen usw.
Sie war, dass ich in meinem Kammerberuf nicht schlecht verdiene.
Es geht schon darum, dass ich mir ein gemeinsames Leben mit ihr vorstelle. Ich habe aber leider oft genug mitbekommen, dass Frauen den Standpunkt vertreten, sie hätten ein Anrecht auf den Zugewinn, weil sie dem Mann ja den Rücken gestärkt hätten. Bei hohen Vermögen ist es aber utopisch, dass die Frau den Betrag durch eigene Leistung erbracht hätte, wenn sie nicht mit dem Mann verheiratet gewesen wäre. Diese Kritik will ich mir nicht anhören müssen. Deshalb will ich meine Freundin -finanziell- so stellen, wie sie stünde, wenn sie mich nie gekannt hätte.
 
  • #237
Sie war, dass ich in meinem Kammerberuf nicht schlecht verdiene.
Es geht schon darum, dass ich mir ein gemeinsames Leben mit ihr vorstelle. Ich habe aber leider oft genug mitbekommen, dass Frauen den Standpunkt vertreten, sie hätten ein Anrecht auf den Zugewinn, weil sie dem Mann ja den Rücken gestärkt hätten. Bei hohen Vermögen ist es aber utopisch, dass die Frau den Betrag durch eigene Leistung erbracht hätte, wenn sie nicht mit dem Mann verheiratet gewesen wäre. Diese Kritik will ich mir nicht anhören müssen. Deshalb will ich meine Freundin -finanziell- so stellen, wie sie stünde, wenn sie mich nie gekannt hätte.
Sie ist ja jetzt schwanger. Was heißt jetzt konkret, dass du dir ein gemeinsames Leben "vorstellst"? Die Entscheidung steht doch dann jetzt an? Zieht ihr nun zusammen? Warum nicht, wenn nicht? Wenn ja, warum willst du ihr Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle zahlen - wenn man zusammen lebt, wirtschaftet man doch auch zusammen und jeder zahlt mal was fürs Kind? Seid ich mit meinem Freund zusammenwohne, kauft jeder abwechselnd ein, jeder zahlt mal neue Möbel oder größere Anschaffungen, das mittelt sich aus. Da hält nicht jeder krampfhaft das Portmonee fest, um nur dem anderen keinen Luxus zu gönnen, den der sich nicht verdient hat. Ich hab Weihnachtsgeld, mein Freund nicht. Dann zahl ich doch gern mal was für ihn mit. Sowas würdest du dann alles nicht tun, nehm ich an.
Deine Meinung zu Frauen finde ich bedenklich. Es gibt sicher Frauen, die den Standpunkt vertreten, aber die Mehrzahl heutzutage wohl nicht mehr, jedenfalls nicht unter meinen weiblichen Freunden. Dort will aber jeder, Mann wie Frau, dass es dem Partner gut geht und denkt nicht krampfhaft drüber nach, wie der andere nach einer Trennung auf keinen Fall besser gestellt ist als vorher. Oder im Todesfall? Da würde ich doch immer wollen, dass mein Partner alles erbt, was ich aufzubieten habe.
 
  • #238
Ich finde, im Fall des FS ist doch eigentlich alles gesagt.

Er möchte nicht heiraten, die Gründe dafür hat er jetzt vorgelegt, denen kann man zustimmen oder auch nicht, am Ende ist es die Sache des FS. Beim Heiraten ist es ja wie beim Sex, sobald einer NEIN sagt, findet es eben nicht statt. Die schwangere Partnerin ist darüber offenbar not amused, dadurch entstand ja nun ein kleiner (oder großer) Konflikt, weswegen sich der FS ans Forum gewendet hat.

Das Forum hat nun auf 8 Seiten mehrheitlich beschlossen, dass es zwar Ok ist, nicht heiraten zu wollen, seine sonstige Schreibweise aber den Schluss zulässt, dass er seine Familie mindestens emotional unterversorgt lassen wird, wenn er schon seine Lebensgefährtin finanziell "ausreichend" versorgen will und für alle möglichen Fälle schon vorgesorgt hat.

Dann mach das halt so, lieber FS. Du hast doch alles schon in Sack und Tüten, über den Kopf deiner Freundin hinweg erledigt. Ist doch OK. Du hast offenbar auch keine Lust, in deiner Familie in einen Topf zu wirtschaften und im Notfall eben auch etwas mehr Geld zu lassen, als unbedingt notwendig. Auch das ist völlig legitim, wir sind ein freies Land und jeder seines Glückes Schmied. Musst halt nur zusehen, dass deine Partnerin dir nicht wegläuft, aber ihr macht das schon.

Was soll man denn dazu jetzt noch sagen, bzw. was erwartest du vom Forum überhaupt für Antworten?
 
  • #240
Der Thread hat sich doch tot gelaufen.

Es ist ziemlich einhellig durch das Forum, der FS hat seine Meinung, und versteht weder seine Freundin, noch kann/will er die verschiedenen Erklärungsversuche und Hinweise der Antwortenden nachvollziehen.

Zeitverschwendung.
 
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