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Gast

  • #1

Schweigen und Ignoranz nach Streit um Geld

Mein Verlobter und ich haben letzte Nacht heftig gestritten. Jetzt ignoriert er mich. Er geht nicht ans Telefon, beantwortet keine SMS, kein Mail und drückt mich am Telefon weg. Wir leben - fast - zusammen, er hat die Wohnung gekündigt und sich heute dorthin zurückgezogen. Wir kennen uns 3 Jahre und wollen heiraten. Bei jedem größeren Streit zieht er sich total zurück. Ich bin ziemlich fertig.
Grundlage ist, dass er mit mir wohl nicht ganz klar kommt. Ich bin im Alltag sehr eingespannt, und oft müde und total erschöpft. Ich erhoffte, etwas weniger arbeiten zu können, wenn er sich finanziell am Wohnen beteiligt. Das lehnte er aber ziemlich überraschend ab. Das war der Auslöser des Streits. Wahrscheinlich ist das ganze Drama nur eine Ausrede, um endlich gehen zu können. Selbst das wäre mir lieber als dieses Schweigen.

Nun brauch ich Tipps, um einen klaren Kopf zu behalten.

w47
 
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Gast

  • #2
Am Besten du ziehst die Notbremse. Vielleicht bekommt er seine Wohnung zurück. Und die Verlobung solltest du lösen.
 
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Gast

  • #3
Ich würde die Füße still halten und ihm ganz bestimmt nicht nachrennen. Sorry, aber das ist doch Kindergarten. Er wird sich schon melden, wenn er sich ausgekaspert hat.

Grund für den Streit war also, dass er sich an den Wohnkosten beteiligen soll? Ja was dachte er denn? Du zahlst die Wohnkosten, und er wohnt bei dir umsonst, oder wie?
Wundert mich allerdings, dass ihr das nicht vorher geklärt habt, so etwas bespricht man doch BEVOR man zusammen zieht, und nicht erst nachdem einer bereits seine Wohnung gekündigt hat.

Wenn sein Mietvertrag endet und er sich immer noch nicht gemeldet hat bei dir, dann kann er ja dann mal schauen, wo er ab da umsonst wohnen kann ;-)
Ich denke allerdings, er wird rechtzeitig vor deiner Tür stehen, also lehn dich zurück und entspann dich.

Sollte es allerdings tatsächlich so sein er sucht nur einen Grund sich zu verabschieden, dann könntest du sowieso nichts tun ihn umzustimmen. Man kann niemanden zur Liebe überreden, kann sie auch nicht erzwingen, schon gar nicht durch betteln, Mitleid erregen, Vorwürfe machen oder sonstiges. Er kann höchstens selber fühlen, dass ihm nun plötzlich etwas fehlt, wo du nicht mehr da bist.
Das kannst du ebenfalls nur erreichen, wenn du dich still verhältst statt den Kontakt zu suchen.
Also nochmal: Zurücklehnen und entspannen.

w, 43
 
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Gast

  • #4
Lass' ihn bleiben, wo er ist - in seinem Rückzug. Ihr habt offensichtlich eine sehr ungünstige Streitkultur, die keine Basis für eine langfristige Beziehung ist. Was soll das für eine Ehe werden, wenn Auseinandersetzungen so geführt werden. Grundsätzlich: seine Wohnung bezahlt er, Deine Wohnung bezahlst Du, bei einer gemeinsamen Wohnung werden die Kosten geteilt. So geht fair, wenn er Dich nicht unterstützen kann oder will. Du solltest noch mal hinterfragen, warum Du diesen Mann heiraten willst. Erschöpfung und weniger arbeiten wollen reichen als Motive vielleicht nicht aus, um zusammen glücklich zu werden.
w, 57
 
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Gast

  • #5
Es ist mir völlig unverständlich, warum er sich nicht an den Wohnkosten beteiligen will. Oder denkt er jetzt vielleicht, du würdest weniger arbeiten (TZ) und dich von ihm "versorgen" lassen wollen und hat Angst seine 3 Kröten mit dir teilen zu müssen? Mit so einem Mann wäre ich an deiner Stelle sehr vorsichtig. Wie ist es denn bisher gewesen, wenn ihr zusammen aus gewesen seid? Hat jeder schön immer seins bezahlt oder hat mal er und mal du die Rechnung genommen? Wie ist es mit gemeinsamen Anschaffungen bisher gewesen? Gab es in 3 Jahren Beziehung schon gemeinsame Anschaffungen? Was ist mit Urlaub? Wer hat da bezahlt?
Prüfe ihn, bevor du ihn in deine Wohnung miteinziehen lässt. Wenn man sich hinsichtlich der Finanzen nicht einig ist, wird es IMMER ein sehr großes Streitthema bleiben. Wenn er Angst davor hat, du würdest ihn nur "ausnutzen" wollen (so nach dem Motto irgendwann werde ich sie ganz mit durchfüttern müssen), dann läuft da was falsch. Entweder ein Mann und eine Frau sind sich in diesen Dingen einig und man sagt sich dann "es ist unser Geld und es ist OK wenn du weniger arbeitest" oder man sagt sich "nein, jeder muss für sich selbst aufkommen". Beides ist in Ordnung solange sich beide Partner darin einig sind!!! Denkt er vielleicht, dass du nur deswegen mit ihm zusammenziehen willst, damit du dich zurücklehnen und weniger arbeiten kannst????
 
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  • #6
Selbstverständlich hat er sich an der Wohnung (zumindest an den Beriebskosten bei Eigentum) zu beteiligen, das ist doch normal.
Sich zurückzuziehen ist mal ok, sofern man nach der ersten verrauchten Wut wieder zu Gesprächen bereit ist. Das bei ihm klingt mir eher nach Machtspiel und kindlichem Schmollen.

Kannst du, wenns wieder geht, ihn nicht einfach darauf ansprechen? Ob er lieber getrennte Wege gehen mag? Fordere keine Sofortantwort ein, sondern gib Bedenkzeit und verlange Ehrlichkeit.