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  • #1

Schwiegermutter soll bei uns einziehen

Die Mutter meines Mannes ist 79 und braucht immer mehr Hilfe. Sie ist kein Pflegefall, hat aber diverse gesundheitliche Probleme.

Mein Mann (Einzelkind, hängt sehr an ihr) ist dafür, dass sie nicht länger allein in ihrer Wohnung bleibt, sondern bei uns einzieht und wir uns um sie kümmern. Wir haben ein kleines EFH, Küche und Bad würde sie hier mit uns teilen. Diese Idee ist ein großer Streitpunkt zwischen uns. Der Hintergrund ist, dass ich zu meiner Schwiegermutter schon immer ein angespanntes Verhältnis hatte, teilweise richtig schlimm. Ich war ihr nie gut genug für ihren Sohn, komme aus keiner Akademikerfamilie. Das (u.a.) hat sie mich oft spüren lassen. Außerdem hat sie mir immer vorgeworfen, dass wir keine Kinder bekommen konnten. Ich habe mich mit der Art meiner Schwiegermutter arrangiert, weil ich meinen Mann liebe. Aber mit ihr unter einem Dach zu leben, das ginge einfach nicht. Ich weiß auch nicht, wie sich ihr Gesundheitszustand entwickelt und sehe, ehrlich gesagt, auch nicht ein, dass ich mich irgendwann für eine Frau aufopfern soll, für die ich sonst nur 2. Wahl bin. Außerdem habe ich auch noch Eltern, die zwar etwas jünger sind, aber mich und meine Geschwister auch ab und zu brauchen.

Mein Mann hat das Problem mit seiner Mutter immer ein bisschen verharmlost, was ich aber hingenommen habe, weil seine Mutter weit genug weg war. Jetzt sagt er, er hat unglaublich großes Mitleid, weil es ihr gesundheitlich nicht gut geht. Und er hätte Schuldkomplexe, wenn sie irgendwann im Altersheim untergebracht oder fremdbetreut werden müsste. Letztendlich wäre ich es, die die meiste Zeit mit ihr verbringen müsste, da mein Mann beruflich oft unterwegs ist.

Ich würde maximal einen Kompromiss eingehen, wenn wir mehr Platz hätten und sie einen separaten Bereich mit Küche und Bad nutzen könnte. Aber nicht so. Ich sehe meine Ehe inzwischen ernsthaft in der Krise.

Wer hat etwas ähnliches schon erlebt?
 
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  • #2
Ich verstehe Dich! So wie es aussieht würde die Arbeit an Dir hängen bleiben und da ihr kein gutes Verhältnis habt würdest Du das natürlich nicht gerne akzeptieren. Ich würde hier mein Veto einlegen.
Vielleicht könnte sie ja etwas näher zu Euch in eine separate Wohnung ziehen und dein Mann müsste dann halt jemanden zur Pflege engagieren falls dies finanziell möglich ist.
So könnte er sie häufiger sehen. Das Leben unter einem Dach würde wahrscheinlich schnell um Ende Eurer Ehe führen, das musst Du ihm klar machen
 
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  • #3
Du hast völlig Recht mit deinen Bedenken und ich würde auch eine Schwiegermutter nicht im gemeinsamen Haushalt unter diesen Bedingungen aufnehmen. wie wäre es denn, wenn ihr eine altersgerechte kleine Wohnung in eurem Wohnort mietet. Dann könntet ihr die Mutter regelmäßig besuchen und auch betreuen, aber auch für weitergehende Unterstützung Plfegedienste in anspruch nehmen.

Meine Bekannte hat es so mit ihrer Mutter gemacht und die alte Dame ist dann bis zu ihrem Tod in der
neuen Wohnung am Wohnort der Tochter geblieben. Zuletzt mit Rollator und Hilfen wie Essen auf Rädern, aber es ging gut.

Dein Mann hat ein schlechtes Gewissen, es ist deine Aufgabe, ihm andere akzeptable Möglichkeiten aufzuzeigen. Lasse dich ggf. von einem Wohlfahrtsverband beraten, welche Hilfen es gibt.
 
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  • #4
Wir haben ein kleines EFH, Küche und Bad würde sie hier mit uns teilen.

Der Hintergrund ist, dass ich zu meiner Schwiegermutter schon immer ein angespanntes Verhältnis hatte, teilweise richtig schlimm. Ich war ihr nie gut genug für ihren Sohn, komme aus keiner Akademikerfamilie. Das (u.a.) hat sie mich oft spüren lassen. Außerdem hat sie mir immer vorgeworfen, dass wir keine Kinder bekommen konnten. Ich habe mich mit der Art meiner Schwiegermutter arrangiert, weil ich meinen Mann liebe. Aber mit ihr unter einem Dach zu leben, das ginge einfach nicht. Ich weiß auch nicht, wie sich ihr Gesundheitszustand entwickelt und sehe, ehrlich gesagt, auch nicht ein, dass ich mich irgendwann für eine Frau aufopfern soll, für die ich sonst nur 2. Wahl bin. Außerdem habe ich auch noch Eltern, die zwar etwas jünger sind, aber mich und meine Geschwister auch ab und zu brauchen.

Hallo FS,

darauf würde ich auf keinen Fall eingehen. Es gibt sicher Mietwohnungen in der Nähe und Sozialstationen, die einen Teil der Arbeit übernehmen können.

m, 46
 
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  • #5
Ich würde mich nie im Leben um eine Frau kümmern die mich schlecht behandelt, so sehr könnte ich keinen Mann lieben. Wenn Dein Mann einen Einzelkind ist, dann muss er eine andere Pflegeperson für sie einstellen. Wer an eurer Unfruchtbarkeit schuld ist, kann sie doch gar nicht wissen.

Wenn Eure Ehe an dieser Frau scheitert, dann bring das Deinem Mann auch nichts, dann landet sie auch im Heim, weil er sie nicht versorgen kann.

Eure Ehe wird auch sicher scheitern, wenn sie bei Euch einzieht.
 
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  • #6
Hallo, ich verstehe dich total und würde die Schwiegermutter auch auf keinen Fall aufnehmen wollen. Wie wäre es wenn ihr eine Pflegekraft engagieren würde, die mit deiner Schwiegermutter zusammen leben würde? So haben wir es mit meiner Oma gelöst, da meine Mutter es nicht übers Herz gebracht hat, sie in ein Pflegeheim zu geben und die Pflege irgendwann die Ehe meiner Eltern stark beeinträchtigt hat. Die Kraft wohnt bei meiner Oma (sie hat fortgeschrittene Demenz) kümmert sich 5 Tage die Woche um sie. Die Tage an denen sie frei hat fahren meine Mutter oder Tante zu ihr oder eines der Enkelkinder ist da.

So kann meine Oma in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und die Kosten sind überschaubar. Die Pflegekraft kommt aus Bulgarien und wurde über einen Pflegedienst vermittelt. Sie bekommt neben ihrem Gehalt (1000Euro) das Wohnen und Lebensmittel kostenlos und gehört quasi schon mit zur Familie. Ich kann das nur empfehlen und würde es später auch selber so machen wollen..Dir alles Gute!

W-32
 
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  • #7
Liebe FS,

separate, altersgereche EG-Wohnung in Eurer Nähe und Hilfe durch Pflegedienste. Aber sie braucht ja noch keine Pflege. Dein Mann kann sie dann gerne täglich besuchen.

Sonst geht eure Ehe den Bach runter. Erst bist Du für Sie nur 2. Wahl und drittklassig, nun aber gut genug?

Sie wird Dich wie eine Dienerin tyrannisieren. Falls sie Pflegefall wird, kannst Du Dein eigenes Leb
en total abhaken. Wahrscheinlich schon nur, wenn sie einzieht.
"Wo warst Du denn, wo gehst Du hin, was machst Du denn, das Essen gefällt mir gar nicht, iiiich habe...."

Von solchen Fällen las ich öfter.

Sag Nein. Kategorisch. Auch nicht probehalber einziehen. Nein oder Scheidung.

W.
 
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  • #8
Zu 2 - richtiger Vorschlag.
FS bitte tu Dir keine Aufnahme ins Haus an. Ich kenne so einen Fall - grausam.
Es ist schon nicht einfach, den Verfall einer geliebten Person tgl. mitzubekommen.
Aber zusätzlich mit Ablehnung usw. im eigenen Heim konfrontiert werden, das
hälst Du nicht aus. Die meisten glauben, da sitzt jetzt ein dankbarer, lieber, älterer
Mensch ohne große Ansprüche. Das stimmt nicht. Die Person von früher ist nur
äußerlich gealtert, hilflos, abhängig und innerlich auch oft sehr wütend darüber.
Das darf oft genug das Umfeld ausbaden. In dem Fall Du und Dein Mann sitzt
zwischen den Stühlen. Er sollte sich für Gegenwart und Zukunft entscheiden.
Seine Mutter ist Teil seiner Vergangenheit - das ist der normale Kreislauf.
Und sie erntet, was sie gesät hat, wie wir alle.
w
 
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  • #9
Ich würde niemals Eltern oder Schwiegereltern bei mir aufnehmen. Nicht aus Egoismus, sondern weil ich ihnen nicht die erforderliche Pflege zukommen lassen kann. Wenn dann noch das angespannte Verhältnis dazukommt, wäre es nur noch eine Frage der Zeit, wann die Beziehung zwischen Dir und Deinem Mann zu Bruch geht.

Außerdem ist es in der heutigen Zeit sehr schwierig, alte Menschen selber zu betreuen. Durch die Berufstätigkeit der Frauen von Heute, bleibt auch keine Zeit mehr dafür.

w
 
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  • #10
Ich würde weder Mutter noch Schwiegermutter in so nahen Verhältnis dulden. Da euer Verhältnis zueinander ohnehin nicht das beste ist, kann das nur schwierig werden. Dein Mann ist sehr unklug, diesen Konflikt nicht zu sehen. Denn letztlich ist er es, der zwischen dir und seine Mutter immer wieder Stellung beziehen muss. Hält er zu dir, dann heißt es bals "dieses Weib hat...", hält er zu seiner Mutter, bist du nur noch die Haushaltshilfe, die man auch noch demütigen darf.
 
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  • #11
..mein Tipp: Nie im Leben! Mach deinem Mann klar, dass es SEINE Mutter ist und sie dich nie akzeptiert hat, und du nicht dein Leben vergeuden wirst, um sie irgendwann zu versogen und zu pflegen. Mein Vorschlag - er soll seine Arbeitszeit reduzieren, du gehst Vollzeit arbeiten - dann hat er genug Zeit, sich um SEINE Mutter zu kümmern!

Frag ihn doch mal im Gegenzug, ob er mit DEINEN Eltern unter beengten Verhältnissen zusammen wohnen wollte, wenn sie nicht mehr alleine können! Nein? Warum solltest du dann wollen?
 
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  • #12
Liebe FS,
"Nein" ist exakt die richtige Antwort. Unter den von Dir beschriebenen Bedingungen geht es nicht - Ihr hättet einen gemeinsamen Haushalt, Du kannst ihre Putze geben, dafür hackt sie auf Dir rum, wenn Du mit ihr allein bist und macht Dich schlecht, wenn Dein Mann da ist. Er ist viel unterwegs und wenn er dann mal da ist, sitzt sie mit auf dem Sofa.
Ich würde keinen Kompromiss machen - auch nicht in einer komplett getrennten Einliegerwohnung in Eurem Haus. Auch das ist für Euer distanziertes Verhaeltnis zu nah.
Eine eigene Wohnung in der Nachbarschaft ist ok, wenn Du Dich über ein paar Besorgungen hinaus nicht kümmern musst. Wenn sie mehr Unterstützung braucht oder Gesellschaft, muss Dein Mann einen Pflegedienst organisieren und seine beruflichen Aktivitäten zurück fahren.

Ich hatte eine ähnliche Situation mit meiner Ex-Schwiegermutter, allerdings hatte ich von vornherein nicht geduldet, dass sie bei uns einzieht, sondern n eine Wohnung ein paar Strassen weiter. Ich tat und machte, hetzte mich nach der Arbeit für sie ab, leistete ihr abends Gesellschaft, wenn er auf Dienstreisen war, trotz ihrer Feindseligkeiten. Sie machte mich bei meinem Exmann trotzdem schlecht.
Irgendwann reichte es mir und ich stellte mein Engagement von heut auf morgen ein. Das führte zu sehr viel Ärger in unserer Ehe. Ich war superfrustriert, dass er meine Situation nicht sehen wollte, die Ungerechtigkeit. Da habe ich angefangen, anders auf ihn als Partner zu sehen.
 
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  • #13
Bei aller Liebe für die Eltern: Das geht gar nicht! Eine Ehe ist eine Sachen zwischen zwei Menschen und sobald eine dritte Person mitmischen soll, müssen beide Ehepartner damit einverstanden sein. Es ist nachvollziehbar, dass dein Mann sich verantwortlich für seine Mutter fühlt, aber sein Verantwortungsgefühl kann auch anders aussehen: Er kümmert sich um eine gute Bleibe für seine Mutter und stellt auch Betreuung und eventuelle Pflege sicher. Eltern können nicht automatisch davon ausgehen, dass sie im Alter zu ihren Kindern ziehen, das ist sicherlich eine Möglichkeit, aber das müssen alle Beteiligten wollen.
Ich bin fest überzeugt, dass der Einzug der Schwiegermutter eine Ehekrise auslösen würde, ihr seid schon kurz davor. Bitte sprich mit deinem Mann, erkläre ihm, wie es dir mit seiner Mutter geht und bitte ihn, sich in deine Situation zu versetzen. Ganz klar: Ehepartner gehen vor! Eltern sind irgendwann weg (drastisch ausgedrückt) und wenn dein Mann Pech hat, bist du es dann auch und er steht alleine da. Biete ihm an, ihn bei allem zu unterstützen, aber mache ihm auch deutlich, dass du notfalls Konsequenzen ziehen wirst, falls es doch zum Einzug der Schwiegermutter kommt.
w
 
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  • #14
Es kommt auf die Eltern an. Sind es liebe und offene Menschen, die auch die Schwiegerleute als ihre Kinder ansehen und eine Willkommenskultur pflegen, spricht nichts dagegen, finde ich.

Bei solchen Menschen aber wie Deiner Schwiegermutter muss ich ehrlich sagen: Das hat sie sich selbst verwirkt - Aktion = Reaktion. Meine Antwort hier wäre: NEIN!

Ich würde niemals Haus und Bad mit jemandem teilen, der sich so verhalten hat, das wäre eine Chuzpe mit selbst gegenüber! Die Dame hat sich unmöglich benommen, Dich beleidigt und schlecht behandelt - und versucht nun noch Kapital aus ihrem Verhalten zu schlagen? Soll sich eine kleine Wohnung nehmen - in der Nähe, wo ihr SOHN sie besuchen und pflegen kann. Aber nicht Du! Für meine eigene Schwiegermutter würde ich das niemals tun (Verhältnis ähnlich), aber jederzeit für die neue Frau meines Vaters (überaus herzliche und warme Person). Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Soll sie doch eine examinierte Pflegekraft nehmen, wenn es ihr nicht gut geht. Das paßt dann auch wieder in ihren Standesdünkel!
 
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  • #15
Liebe FS,

wie schon die Vorposter meinen: Nein, mache das nicht!

Ein Aspekt gehört noch dazu: will das überhaupt auch Deine Schwiegermutter, von Dir dann hauptsächlich gepflegt werden, wo sie Dich eh schon innerlich ablehnt?

Oder will das nur Dein Mann alleine?

Meine Mutter würde z.B. nie im Pflegefall zu ihrer nicht geschätzten Schwiegertochter - der Frau meines Bruders - in deren immerhin großes Haus umwechseln wollen.
Die Konflikte waren schon immer vorhanden und würden sich dann in ihrem Angewiesensein auf die Hilfe nur verstärken. Weil das Gefälle sich dann mit der Zeit umdreht und dann mutieren die alten Leutchen zu aggressiven Ausfällen.

Rede mit Deinem Mann darüber, was seine Mutter überhaupt will. Und dann rede mit ihr darüber, was sie überhaupt will. Wenn sie sagt, ja, könnte ich mir gut vorstellen, dann sagst Du "nein", wir werden eine andere Lösung finden, die für Alle gut ist. (Wie z.B. oben schon beschrieben, Wohnung, Pflegerin usw.)

Tue Dir das nicht an. Falls doch, wirst Du mit der Zeit ziemlich böse auf Deinen Mann werden.

LG
 
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  • #16
Das wäre eine Belastung für alle Beteiligten, besonders aber für dich. Das kann dein Mann dir nicht zumuten. Wenn es deiner Schwiegermutter noch schlechter geht, wer pflegt sie denn dann bei euch im Haus? Doch sicher mehr du, als dein Mann.
Dein Mann glaubt, da er ihr einziges Kind ist, ihr verpflichtet zu sein. Er bagatellisiert euer schlechtes Verhältnis. Bis jetzt ging das noch irgendwie, aber in einem Haus und auf engstem Raum? Die Frau wird älter, noch kranker und anstrengender. Da ist der große Knall,auch mit deinem Mann,vorprogrammiert.
Sprich in aller Deutlichkeit unter vier Augen mit ihm. Mach ihm deinen Standpunkt klar und weiche von diesem nicht ab. Lass dich nicht bequatschen nach dem Motto "Warte doch erst mal ab. Vielleicht wird es gar nicht so schlimm". Ist die Schwiegermutter erst eingezogen, wird sie nicht wieder ausziehen. Über den Einzug seiner Mutter kann dein Mann nicht allein entscheiden. Ihr seid verheiratet und das Haus ist euer gemeinsames Haus.

Alles Gute!

w, 49
 
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  • #17
Ganz klares nein. Die alte Frau wird dir das Leben in ihren alten Tagen noch zur Hölle machen!

Vermutlich sieht es dann auch so aus, dass einer von euch beiden aus dem Ehebett zieht. Entweder, weil die Schwiegermutter da schlafen wird, damit sie es bequemer hat oder dein Mann mit ihr in einem Raum schlafen muss, weil sie nicht allein sein kann.

Menschen in diesem Alter brauchen Gesellschaft und mögen es nicht, allein zu sein. Da werden sie mäkelig und zornig. Dein Mann wird sie also stundenlang jeden Tag unterhalten müssen. Das heißt: sie überall hinfahren, wo sie möchte, zum Friseur, für sie einkaufen, für sie kochen, ihr Zeug herrichten und Kleider waschen, Blumen kaufen, Zeitungen kaufen, etc. Glaub mir, das geht an die Sustanz.

Und dann frage ich mich, ob ihr jungen Leute die Wohnung allen ernstes optisch an eine 80 jährige Frau anpassen könnt, damit sie zufrieden ist? Eine 80 jährige wird sich zwischen CDs, DVDs, Stereoanlage, Pc und Wandpostern und sonstigem neumodischen Kram, nicht wohl fühlen und das wird sie ihrem Sohn auch knallhart sagen, was du für eine bist. Außerdem ist abends um 19/20 Uhr meist Bettzeit bei so alten Menschen und Ruhe angesagt. Dafür wird sie morgens um 5 als erstes in der Küche stehen und Krach machen.
 
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  • #18
Hallo! Ich habe diese Situation selbst noch nicht mitgemacht, doch ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dich diese Situation sehr belastet. Daher schlage ich Folgendes vor: Sage deinem Mann, dass du für seine Mutter nicht gut genug warst und dass du daher nicht einsiehst, dass du mit dieser Frau,die dir das Leben schwer gemacht hat, Tisch und Bad teilen sollst, zumal sie ja nicht wirklich pflegebedürftig ist. Sage ganz klipp und klar und unmissverständlich NEIN! Es ist auch deine Wohnung und auch dein Leben und ich finde es von deinem Mann eine ganz schöne Zumutung, was er dir da aufbürden will. Mit Schwiegermutter unter einem Dach, das kann nicht gutgehen und das wird auch nicht gutgehen.

Du hast UNS hier deine Sichtweise so schön dargestellt und ist es an der Zeit, dass du DEINE Sichtweise auf diese Art und Weise auch deinem Mann klarmachst. Wenn er auch nur ein bisschen Einfühlungsvermögen und Verstand unter dem Pony besitzt, wird er von seiner Schnapsidee, die Mutter könnte bei euch einziehen, abkommen. Viel Glück dir.
 
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  • #19
Wenn die Schwiegermutter bei Euch einzieht, ist das der sicherste Weg, dass Eure Ehe kaputt geht, ich würde das selbst dann nicht machen, wenn die Schwiegermutter ein herzensguter Mensch wäre. Ihr Beiden hättet null Privatsphäre mehr und müsstest ständig auf die Bedürfnisse der alten Dame eingehen, die ggf. auch bald zum Pflegefall wird - Zudem finde ich es schade, dass Dein Mann das Szenario verharmlost und sich da stur stellt.

Gibt es denn keine Möglichkeit für eine kleine, separate Wohnung inkl. Pflegedienst?

w
 
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  • #20
Nie und nimmer würde ich das tun. Dein Mann denkt nicht mit und verlangt Unmögliches von dir. Ich empfände das sogar als Frechheit, dass er dir die Hauptlast zumutet, zumal du dann die meiste Zeit mit ihr verbringen müsstest und er auf der Arbeit seine Ruhe von euren Reibereien hat.

Gute Argumente dagegen, falls du nicht direkt auf die Barrikaden steigen willst:
du, und er genauso, habt gar nicht die Befähigung eine alte Frau zu betreuen, schon gar nicht im Krankheitsfall - es wäre schlichtweg fahrlässig. Euer Haus ist auch gar nicht dafür eingerichtet und der Umbau würde Unsummen verschlingen. Für eine zusätzliche Pflegekraft fehlt der Platz etc...
Ich glaube, dein Mann hat Vieles nicht bedacht.
 
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  • #21
Aus eigener Erfahrung (meine Eltern pflegen meine Großmutter): Nie und nimmer. Nicht nur, dass meine Mutter körperlich an ihre Grenzen kommt, auch das Zusammenleben ist teilweise einfach nur noch eine Zumutung. Denn meine Oma hat sich verändert, war der liebste Mensch auf Erden, doch jetzt mit Mitte 90, wird sie starrköpfig, streitet, verdächtigt meine Eltern des Diebstahls und und und. Ich glaube, mein Vater war so manches Mal vor dem Auszug.

Und glaub mir, die Pflege kann sich hinziehen. Meine Eltern pflegen nun seit 5 Jahren, inzwischen kann meine Oma nicht einmal mehr allein auf Klo gehen. Und das möchtest du dir antun?
 
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