• #1

Schwierige Schwiegerfamilie Teil 1

Liebes Forum, wie steht ihr denn zu dem Thema "Schwiegerfamilie" und wie geht ihr mit, ich würde sagen, schwierigen Verhältnissen um. Die Familie meines Freunde ist recht distanziert, teilweise kühl im Umgang miteinander. Ich fühle mich mit jedem Treffen unwohler und oft weiß ich gar nicht so recht wie ich mich Verhalten soll. In vorherigen Beziehungen war es normal, dass man an Feiertagen gemeinsam gegessen hat und sich auch Kleinigkeiten geschenkt wurden. In dieser Familie ist das anders. Geschenke werden grundsätzlich nicht gemacht und zum Essen wurde ich bisher auch nicht eingeladen. Wenn wir zu Besuch sind gibt es meistens Abendbrot, also ein einfaches Essen. Es steht dort nichts auf dem Tisch oder im Hintergrund läuft ein wenig Musik, sodass es den Gästen gut geht. Für mich ist das ehrlich gesagt ein absolutes Kontrastprogramm zu dem was ich kenne und gewohnt bin. Wenn ich Gäste empfange steht immer etwas zu knabbern, zu trinken auf dem Tisch. Es herrscht eine freundliche Stimmung. Hier ist das einfach anders. Die Familie ist schon gebildet und besteht nur aus Akademikern (Ärzte, Juristen etc.). Dennoch fühle ich mich dort eher so als wären wir in einem "dritte Welt Land". Als wir vor ein paar Jahren zu Weihnachten dort waren, war nichts festliches erkennbar. In vorherigen Beziehungen wurde ein Sekt getrunken, man hat sich Kleinigkeiten geschenkt und etwas Musik gehört. Wisst ihr wie ich meine? Hier ist das anders. Es kann natürlich auch sein, dass die Familie nicht viel Geld besitzt, wobei ich hier kein Gänge Menü erwarte und man auch mit wenig Geld einen schönen Abend haben kann. Leider kann ich mit meinem Partner hierüber nicht sprechen. Ich muss seine Familie und Ihre Gepflogenheiten wohl so akzeptieren, würde ich mich aber besser fühlen, wenn ich hier einfach offen mit meinem Partner sprechen kann. Er macht hier direkt dicht und möchte davon nichts wissen. Ich frage mich, ob so etwas eine spätere Ehe belasten kann oder sich bessern kann bzw. wie man damit umgehen soll. Ich denke es wird immer Dinge geben die einen stören. Es wird niemals etwas perfektes geben. Hier habe ich die Möglichkeit mich bewusst abzugrenzen und einfach nur noch selten mitzukommen, aber ich muss zugeben dass es mich schon belastet und auch traurig stimmt. Ich kenne solche Familienverhältnisse einfach nicht. wichtiger Punkt, dem ich dringend mehr Beachtung schenken muss.
 
  • #2
Die Familie ist schon gebildet und besteht nur aus Akademikern (Ärzte, Juristen etc.)....... Es kann natürlich auch sein, dass die Familie nicht viel Geld besitzt
Alle Ärzte und Juristen und kein Geld? Wie bitte geht das? Schätzt Du die lage nciht falsch ein? Ist das nicht eher ein gewollt- asketischer Lebensstil, ggfs. mit irgendneinem religösen Hintergrund? Bei Letzterem würde bei mir die Alarmanlage angehen.

Leider kann ich mit meinem Partner hierüber nicht sprechen. Er macht hier direkt dicht und möchte davon nichts wissen.
Warum nicht? Eine Beziehung in welcher man über solche wichtigen und belastenden/Dich bewegenden Dinge nicht reden kann taugt nichts.
Vergiss es, denn Beziehungen resp. wenn Du an Ehe denkst scheitern bei solchen Unterschieden im Lebensstil kombiniert mit Gesprächsverweigerung.

Hier habe ich die Möglichkeit mich bewusst abzugrenzen und einfach nur noch selten mitzukommen, aber ich muss zugeben dass es mich schon belastet und auch traurig stimmt.
Du musst entscheiden, was Dir wichtig ist. ich habe das so mit meienr Ex-Schwiegermutter gemacht - war einfach, weil wwir keine Kinder hatten. Mit Kindern wird sowas zum Problem.

Ich kenne solche Familienverhältnisse einfach nicht. wichtiger Punkt, dem ich dringend mehr Beachtung schenken muss.
Die Frage ist, lebt Dein Freund jenseits seiner Familie genauso wie Du (mit viel Trallala) oder eher wie seine Familie? Daraus entstehen Probleme, nicht von 5 mal die Familie besuchen im Jahr.
 
  • #3
Ich sehe kein Problem, das irgendwie erfordern würde, Dich zu distanzieren und keine Besuche mehr mitzumachen. Feiern sind eben unterschiedlich. Und Dein Freund wird auf solche Feiern keinen Wert legen, weil er es nicht anders kennt. Warum ist eine Familie deswegen „schwierig“?
Sind keine Unterhaltungen möglich? Sind die Menschen Dir gegenüber distanziert?
 
  • #4
Schwierig ist eine Familie, wenn die Verhältnisse asozial sind, wenn die Partnerin abgelehnt wird, wenn kein vernünftiger Umgang miteinander statt findet, Gewalt, Verwahrlosung.
Es ist keine schwierige Familie nur weil es kein ChiChi bei jedem Vorbeikommen gibt, keine Einladungen zu großen Essensevents, vielleicht ist die FS enttäuscht, da sie bei dem Background Ärzte/Juristen auf opulentes HighSociety Leben hoffte, und jetzt gibt es statt Champagner nicht mal Sekt, und Butterstulle statt Kaviar.
Die Leute sind höflich, wenn man da ist, wird gemeinsam gegessen
Wenn wir zu Besuch sind gibt es meistens Abendbrot, also ein einfaches Essen
Also man ist eingeladen, man ist zu Besuch, ihr kommt sicher nicht ohne Absprache, aber
zum Essen wurde ich bisher auch nicht eingeladen
Ab wann ist ein Essen ein Essen?
 
  • #5
Warum nimmst Du nicht nächstes mal einen Kuchen oder Getränke mit, wenn du sie besuchst? Oder frag wo die Getränke sind und stelle sie auf den Tisch. Versuch deren Tradition zu modernisieren 😊.
 
  • #6
Mich würde es stören, dass dein Freund sofort dicht macht, wenn Du das Thema ansprichst. Schließlich soll man in einer Beziehung über alles reden können, auch über Sachen, die einem unangenehm sind.
Ich würde mir eher hier Gedanken machen, anstatt über seine Familie.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #7
Hmm. Erst dachte ich ich kenne das so nicht, aber eigentlich war es in meiner Schwiegerfamilie ähnlich.

Wenn wir zu Besuch kamen, wurde immer Kaffee oder andere Getränke angeboten und abends halt Brote.

Es waren aber immer Kekse da, die auf dem Tisch in einer Büchse standen manchmal gab es auch Kuchen. Und ich fühlte mich dennoch umsorgt und habe mich auch gern und gut unterhalten, auch ohne Hintergrundmusik.

Zum Geburtstag gabs mal Kartoffelsalat und Würstchen oder es wurde einfach was im Garten gegrillt, aber auch ohne großes Tamtam oder explizite Einladung. Es wurde erwartet, dass man einfach vorbei kam.

Großartig Essen gekocht wurde da auch nicht, auch nicht ins Restaurant gegangen.

Wäre man aber unangekündigt zur Mittagszeit gekommen, hätte man mit Sicherheit mit etwas zu essen bekommen. Meine Schwiegermutter war immer sehr liebevoll und umsorgend, auch wenn Sie eine einfache Person ist.

Das ist mir bis zum heutigen Tage noch nicht mal irgendwie aufgefallen, das war einfach so bei denen. Sekt /Alkohol getrunken wurde eigentlich auch nur zum Geburtstag. Wir waren aber auch immer mit dem Kind da und mit dem Auto und mein Mann mochte sowieso nie Alkohol.

Ins Restaurant haben wir dann eher sie mal eingeladen zum Feiertag.

Wenn ich bei meiner Mutter eingeladen bin ist das auch anders. Man wird mit Essen vollgestopft und Getränke werden einem aufgedrängt, was ich auch aber alles nicht als angenehm empfinde. Hintergrundmusik gibt es auch.

Ich denke das einzig Wesentliche ist, ob man sich mit den Menschen zusammen wohlfühlt, sich nett unterhalten kann, dann schmecken die Brote besser als ein Festtagsmenü.
 
  • #8
Du scheinst noch sehr jung und noch sehe unerfahren zu sein! Folgendes stelle ich beim Lesen fest: erstens, du bist unglücklich in der Beziehung, das ändert sich nicht, das wird schlimmer, trenne dich! Zweitens du vergleichst Situationen und Menschen miteinander, das geht nicht! Drittens das gesamte Umfeld ist nicht kompatibel mit dir, deine Vorstellung ist völig anders, als das, was du hier antriffst, du wirst ewig unglücklich sein müssen, nein, es ändert sich zu deinen Gunsten nichts, beende es, wie länger du wartest, umso leidvoller und schwieiger wird es! Man sollte niemals in einer Beziehung bleiben, die einen nicht gut tut, die einen nicht bereichert, Punkt!
 
  • #9
Die Familie lebt anders als du es gewohnt bist.
Mir persönlich sind Würstle mit Kartoffelsalat und ein kühles Bier in lustiger Runde lieber als ein steifes Essen - möglichst noch mit Tischgebet und klassischer Musik im Hintergrund. Oder Furunkel als Thema bei Tisch in Arztfamilien.
Deko kann ich auch nur in kleinen (V und meine Mutter meinen winzigen) Dosen ertragen.
Was du als schwierig bezeichnest würde von mir mit wohlwollendem Nicken goutiert. Und Getränke müssen auch nicht unbedingt flaschenweise auf dem Tisch stehen.

Sorry, aber ich kann nichts wirklich Schlimmes entdecken.
 
  • #10
Am Anfang hieß es, es gibt Abendbrot, jetzt heißt es, es gibt nicht mal Wasser, nun, man kann fragen? Oder früher gehen, man muss nicht 5h bleiben?
Der eine handhabt es so, der andere anders, jeder ist Chef in seinem Zuhause.
Ganz einfacher Gedanke, wenn man jemandem so lange nicht mal ein Wasser anbietet, ist der Besuch nicht willkommen, vielleicht spürt man die Anspruchshaltung Menü, Geschenke, und das Werten.
Völlig anderes, ich freue mich nicht als Gast, wenn nicht ausdrücklich Kaffee, Kuchen, Essen inkludiert ist, dass dann aufgetischt wird, Knabberzeug geöffnet, etc.
Ich komme zwanglos auf ein Glas Wein, Wein(!!), und es gibt noch dies und jenes dazu. Dann esse ich aus Höflichkeit, habe längst gegessen, will das Knabberzeug, die Kekse nicht und mag aber den Gastgeber nicht brüskieren, weil der sich extra Mühe gibt, die ich gar nicht will, und ich sage nichts, weil ich den Menschen mag, wobei ich vorher schon deutlich sage, nichts, muss ich so akzeptieren.
Wenn das so eine förmliche Familie ist, dann gibt es Regeln, zu was ist man eingeladen, Kaffee, Kuchen, Abendessen, dann kommt man mit Anmeldung und bleibt nicht ewig, das sollte er wissen.
Schwierig sind seine Eltern trotzdem nicht, nur anders, und Deine Versuche, darüber zu reden, können nerven.
Was bringt es zu sagen, Deine Eltern sollen anders sein, ich möchte, dass wenn ich komme, es die große Bewirtung gibt und Geschenke, sie sind so, und wenn dauernd Erwartungen und Genörgel kommt, schalten die meisten auf Durchzug.
Kommunikation ist keine Einbahnstraße, es mag Gründe geben, warum er über dieses Thema nicht mehr reden will.
Ich gebe gerne, aber ich mache keine Geschenke, wenn man sie von mir erwartet, in dem Augenblick, wo eine Forderung im Raum steht, kann ich sehr gut ignorieren
Es wäre spannend, einen Kommentar der Mutter zu lesen über die Situationen.
 
  • #11
Bei allem Verständnis, welches Du grundsätzlich für die Gegenparteien der Fragesteller hast, was willst Du uns gerade mitteilen @Max-i-mum ?
Dass sie anders sind und dass die FS dies eventuell als ein Zeichen des Nicht-Willkommens ansehen soll?
Merkwürdige Art das Nicht-Willkommen-Sein zu demonstrieren.

Gäste 4 bis 5 Stunden ohne Wasser und Brot darben zu lassen, entspricht weder den Regeln der deutschen, der europäischen noch der global-galaktischen Gastfreundschaft. Ich finde die FS noch sehr geduldig. Bei 4-5 Stunden ohne Essen und Trinken wäre ich dermaßen grantig, dass ich bestimmt kein zweites Mal eingeladen würde. Problem gelöst sozusagen.

Bin da ganz bei @ErwinM ( wieso gibt es eigentlich 2 threads zu einem Thema? Habe jetzt keine Lust rüber zu switschen): allerunterste Schublade.

Warum kann sie nicht mit ihm darüber sprechen?

Wie ist er denn sonst Kathie? Thema Geschenke könnte bei Euch zum Problem werden.
Ist er auch so distanziert wie von seinem Elternhaus vorexerziert? Wie verhält er sich, wenn Ihr Gäste habt?

Ich kann mir nur schwer vorstellen eine Beziehung mit jemandem zu führen, die so distanziert ist, dass man noch nichtmal über seine Eltern spricht.

Ich werde schon beim Schreiben ganz hungrig und durstig. Ne, also für mich klingen Deine Beschreibungen nach einem einzigen Gruselkabinett. Das kann man ein paarmal im Jahr über sich ergehen lassen, aber wenn er auch so tickt, könnte es schwierig werden.

Schwierig sind seine Eltern trotzdem nicht, nur anders, und Deine Versuche, darüber zu reden, können nerven
Na ja, Hauptsache der schwarze Peter liegt wieder beim Fragesteller.

Ich finde die Frage absolut legitim.

W,57
 

Laleila

Cilia
  • #12
Na ja, Hauptsache der schwarze Peter liegt wieder beim Fragesteller.
Das lese ich aus @Max-i-mum s Antwort so gar nicht heraus.

Auch nicht, dass es um Schuld geht. Fakt ist aber, man gestaltet Situationen, in denen man sich befindet, aktiv mit.
Ebenso kann man seine eigene Anspruchshsltung nur schwerlich jemanden überhelfen.

Wer, ohne den Mund aufzumachen, 4-5 Stunden dürstet und sich dann am Ende des Tages bei seinem Partner über die Unhöflichkeit der Gastgeber aufregt, wirft bei mir Fragen auf.

"Formuliere Deine Ansprüche, hinter die Stirn kann Dir niemand sehen." Sagte mein Dad immer.

Und damit hat er recht. Unabhängig aus welchem Gründen es die zukünftigen Schwiegereltern, es an diesem Tag, versäumten, ihr etwas zu trinken anzubieten, liegt es an der FS ihren Mund aufzumachen, wenn sie Durst hat.

Generell, so teilt sie mit, gibt es bei den Schwiegereltern Verköstigung wie z.B. Abendbrot. Es wird nur nichts Besonderes aufgefahren. Wo ist das Problem?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Das Problem liegt darin, dass 2 threads zu einem Thema bestehen. Im Nachbarthread wurde das 4bis 5 stündige Treffen thematisiert. Dort fragte ich auch, weshalb sie ihren Mund nicht aufgemacht hat. Den hätte ich bereits nach 2 Stunden geöffnet und wenn ich nur zum Abmarsch geblasen hätte.

Unabhängig aus welchem Gründen es die zukünftigen Schwiegereltern, es an diesem Tag, versäumten, ihr etwas zu trinken anzubieten
Die Gründe würden mich tatsächlich auch interessieren. Mir fällt da nichts zu ein. Ist mir in meinem ganzen Leben auch noch nie passiert, von Kunden mal abgesehen. Aber bei denen verweile ich keine 4 Stunden und sie gehören zumeist nicht zu meinem privaten Dunstkreis.

Generell, so teilt sie mit, gibt es bei den Schwiegereltern Verköstigung wie z.B. Abendbrot
Hier ja, im anderen thread nicht.

die FS enttäuscht, da sie bei dem Background Ärzte/Juristen auf opulentes HighSociety Leben hoffte, und jetzt gibt es statt Champagner nicht mal Sekt, und Butterstulle statt Kaviar
Das wiederum habe ich so gar nicht gelesen. Reine Spekulation in meinen Augen. Zwischen Champagener, Kaviar und nichts, ist dann doch nochmal ein Unterschied.

Ist halt schwierig mit dem ( Raus-)lesen.
W 57
 
  • #14
Das wiederum habe ich so gar nicht gelesen. Reine Spekulation in meinen Augen. Zwischen Champagener, Kaviar und nichts, ist dann doch nochmal ein Unterschied
Sie erwähnt ausdrücklich, dass es bis dato nie eine Einladung zu einem richtigen Menü gab, was eine Anspruchshaltung beinhaltet, das Abendessen reicht nicht, und genauso, dass es bei ihrem Umfeld immer Sekt gibt, nun auch das eine Erwartung.
Ich habe spekuliert, warum nicht mal ein Wasser, das ist mir ein Rätsel, ich biete bei Gästen immer an, und frage, nicht nur Wasser, und mein Gedanke, dieser Gast ist nicht erwünscht, oder soll baldigst gehen.
Aber genauso stellt sich die Frage, warum man irgendwo 4-5 h bleibt, und das ist eine lange Zeit, wenn man sich nicht ausgesprochen willkommen und eingeladen fühlt, ohne nach einem Wasser zu fragen?
 
  • #15
Aber genauso stellt sich die Frage, warum man irgendwo 4-5 h bleibt, und das ist eine lange Zeit, wenn man sich nicht ausgesprochen willkommen und eingeladen fühlt, ohne nach einem Wasser zu fragen?
Eigentlich wollte ich schreiben, weil sie noch recht jung ist. Wenn 83 ihr Jahrgang ist, ist sie zwar noch jung, aber alt genug um sich entsprechend zu artikulieren. Sind aber nun auch nicht alle Menschen so direkt wie Du oder ich.

Sie wird unsicher sein und sich in dem Haus seiner Eltern nicht wohl fühlen.
Das Essen ist vermutlich nur der Aufhänger für die gefühlte Distanz. Seine Eltern geben ihr gerade nicht das Gefühl Willkommen zu sein. Ob aufgrund einer generellen Kühle oder ob ihnen die FS als Partnerin des Sohnes nicht passt, bleibt dann mal wieder Spekulation.

wobei ich hier kein Gänge Menü erwarte und man auch mit wenig Geld einen schönen Abend haben kann
Sie erwartet nun gerade kein Gänge Menü. Eigentlich erwartet sie nur eine angenehme Atmosphäre. Wie geschrieben, Richtung Champagner und Kaviar kann ich nicht erkennen.

Wahrscheinlich möchte sie lediglich anerkannt werden - vom Freund und von seinen Eltern.
Wäre meine simple Interpretation und Spekulation. Einfach machen sie es ihr aber auch nicht.
Und ihr Partner?
Na ja, ich weiß nun nicht. Reden kann sie nicht mit ihm darüber...sie liebt Geschenke, er nicht...tja, und den elterlichen Kühlschrank will ich nicht überinterpretieren, aber wenn das keine Distanz ist, was dann?
Na ja, mein Mitleid hat sie jedenfalls. Allein die Vorstellung 4-5 Stunden ohne Nahrung zu sein. Brrr meine Laune wäre unausstehlich.
@kathi83 , falls Du noch dabei sein solltest, ist es immer noch der Mann vom letzten September?

W,57
 
  • #17
Dort fragte ich auch, weshalb sie ihren Mund nicht aufgemacht hat.
Sie ist doch schon mit den Antworten die sie hier bekommt überfordert und meldet sich nicht mehr, obwohl das zeitversetzt mit langen Denkpausen für sie möglich wäre.
Wenn sie das nicht hinkriegt, ist sie einem direkten persönlichen Gespräch nicht gewachsen, sondern Typ "Meckerliese aus dem Hinterhalt".

Wir sind nun wirklich kein bildungefernes Umfeld, aber bei uns steht auch nie Knabberkram rum wenn Besuch kommt - genau deswegen nämlich: ist total ungesund.
Entweder wird zum Kaffee eingeladen und dann gibt es Kaffe und was zum nachen oder zum Abendessen und dann überstehen Menschen die in unserre Wohlstandsgesellschaft leben die Zeit bis dahin ohne knabbern, aber natürlich mit Getränken.

Ich schätze, dass es immer öfter das klassische Abendbrot in den häufigen familiären Zusammenkünften gibt statt dick aufzufahren.
 
  • #18
aber bei uns steht auch nie Knabberkram rum wenn Besuch kommt - genau deswegen nämlich: ist total ungesund.
Also die südliche Fraktion entscheidet nicht für die Gäste, was gesund ist und was nicht. Das machen die Gäste selbst. Deutsche Kaffee Tafeln sind so steif, genauso wie deutsches Abendbrot. 2 Sorten Käse, und 3 Sorten Wurst mit trockenem Brot. Mit Glück Butter dazu. Das ist doch kein Leben.
Gemüse, Oliven, Dips, Fladenbrot, Linsenfladen, Weinblätter, eingelegten Fisch, Lammhackbällchen, Käse, Salami, gebratene Auberginen, eingelegter Knoblauch.... so geht Abendbrot. Das ist bei uns ein einfaches Abendessen.
Eine Schwiegertochter in spe würde natürlich das volle Programm bekommen. Man will doch nicht als geizig und asketisch gelten.
 
  • #19
Deutsche Kaffee Tafeln sind so steif, genauso wie deutsches Abendbrot. 2 Sorten Käse, und 3 Sorten Wurst mit trockenem Brot. Mit Glück Butter dazu.
Es lebe das Vorurteil. Solche Kaffeetafeln und solches Abendbrot gab es in meinem Leben noch nichtmal vor 60 Jahren als meine Eltern wirklich arm waren.

Weißt Du was frisch gebackenes Brot ist? Kennst Du das Käseangebot im Allgäu? Ok, Wurst gibt es bei uns eher nicht (außer für den Hund), dafür Quark und Gemüse oder einen Salat.
Es hat sich auch noch nie jemand beschwert, es kommen alle gern wieder. So schlimm scheint es also nicht zu sein.

Gemüse, Oliven, Dips, Fladenbrot, Linsenfladen, Weinblätter, eingelegten Fisch, Lammhackbällchen, Käse, Salami, gebratene Auberginen, eingelegter Knoblauch.... so geht Abendbrot. Das ist bei uns ein einfaches Abendessen.
Vielleicht eine Frage des Alters, für uns too much. Wir sind keine Fans von Lebensmittel wegwerfen und die berufstätigen Kids mit Nachwuchs haben nun auch reichlich anderes zu tun als eine Megawelle zu machen, wenn man mal kurz vorbei kommt.

Bei so einem Abendessen müsste dann das Mittagsessen ausfallen, was bei uns eh nur ein Snack ist.
Ist bei uns halt auch eine Arztfamilie, wo man anders an das Thema rangeht.

Eine Schwiegertochter in spe würde natürlich das volle Programm bekommen. Man will doch nicht als geizig und asketisch gelten.
Uns ist wurscht als was wir gelten.
Wir machen für die Neffen, Nichten und deren Schwiegers sowenig eine Welle wie die für uns - ist doch nur Familie, total unverkrampft und aufwandlos, sodass man öfter mal vorbeifahren kann.
 
  • #20
Also die südliche Fraktion entscheidet nicht für die Gäste, was gesund ist und was nicht. Das machen die Gäste selbst. Deutsche Kaffee Tafeln sind so steif, genauso wie deutsches Abendbrot. 2 Sorten Käse, und 3 Sorten Wurst mit trockenem Brot. Mit Glück Butter dazu. Das ist doch kein Leben.
Woher weiß du denn, wie deutsches Abendbrot aussieht? Und woher weißt du, dass deine Erfahrungen, so du sie denn hast, repräsentativ sind?
Gemüse, Oliven, Dips, Fladenbrot, Linsenfladen, Weinblätter, eingelegten Fisch, Lammhackbällchen, Käse, Salami, gebratene Auberginen, eingelegter Knoblauch.... so geht Abendbrot. Das ist bei uns ein einfaches Abendessen.
Eine Schwiegertochter in spe würde natürlich das volle Programm bekommen. Man will doch nicht als geizig und asketisch gelten.
 
  • #21
Woher weiß du denn, wie deutsches Abendbrot aussieht? Und woher weißt du, dass deine Erfahrungen, so du sie denn hast, repräsentativ sind?
Hier wird doch die Askese über den grünen Klee gelobt. Das kam nicht von mir. Als Gast um ein Glas Wasser fragen, wurde der FS empfohlen, aber nicht von mir. Ihr dürft das ja gerne so machen. Ich muss das ja nicht essen, oder gar trinken.
 

Laleila

Cilia
  • #23
Hier wird doch die Askese über den grünen Klee gelobt. Das kam nicht von mir. Als Gast um ein Glas Wasser fragen, wurde der FS empfohlen, aber nicht von mir. Ihr dürft das ja gerne so machen. Ich muss das ja nicht essen, oder gar trinken.
Wasser hilft bei Durst am besten, sie hätte genauso gut nach einem anderen Getränk fragen können. Das ist Wortklauberei.
Bei uns wird am Abend warm gegessen, dafür käme ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee einem Gast, der zur Mittagszeit auftaucht gezielt etwas Essbares anzubieten. Weil ich maximal nebenher einen Apfel esse. Dafür steht immer frisches Obst auf dem Tisch, wo jeder zulangen kann.
Ich frage was er/sie trinken möchte und zwischendurch mal ob ich meinem Gast sonst "noch irgendetwas Gutes tun" könne.

Lädt man gezielt zum Essen ein, ist das etwas anderes und wenn Besuch einige Tage bleibt, dann findet man einen gemeinsamen Rhythmus, man spricht die Mahlzeiten ab, und ja meine Freunde finden es gut, dass sie sich bei mir, tatsächlich, wie zu Hause fühlen können, will jemand etwas zwischendurch sagt er/sie es oder holt dich selbst einen Snack.

Gastfreundschaft definiert sich für mich nicht über ständiges bedienen oder bedient werden. Sondern um Herzlichkeit, dem anderen Haus und Leben zu öffnen. Auch gemeinsames Kochen gehört für mich dazu.
 
  • #25
Ich kenne das von älteren Verwandten dass man nicht bewirtet wird , da versorge ich mich halt selbst . Man könnte die Schwiegereltern auch einfach zum Essen einladen , Problem gelöst .
Bei meinen Eltern gibt es auch die klassischen Mahlzeiten opulentes Mittagessen und eher karges Abendbrot aber ich freue mich dann auf klassisches Essen, dass ich selten koche und selbstgebackenen Kuchen, da ist mir das Brot abends egal .
Ich koche auch nicht immer abends aber es gibt dann Wein , leckeres Brot , verschiedene Käsesorten und Oliven.
Reicht auch .
Das Hauptproblem der FS ist dass sie sich in dieser Familie nicht willkommen fühlt und dass der Partner dazu keine Stellung nimmt , was sie noch mehr verunsichert . Ihre Frage ist ob es an ihr liegt oder die Eltern generell so sind . Würden ggf. spätere Enkelkinder auch so empfangen ? Das würde mir auch zu denken geben, diese fehlende Herzlichkeit.
 
  • #26
Hier wird doch die Askese über den grünen Klee gelobt. Das kam nicht von mir. Als Gast um ein Glas Wasser fragen, wurde der FS empfohlen, aber nicht von mir. Ihr dürft das ja gerne so machen. Ich muss das ja nicht essen, oder gar trinken.
Das ist aber nicht die Antwort auf meine Frage. Du behauptest, daß DEUTSCHE Abendessen (generell) wäre trocken und langweilig, gleich noch mit Angabe der Zutaten. Daher - woher weißt du das?
 
  • #27
Das ist aber nicht die Antwort auf meine Frage. Du behauptest, daß DEUTSCHE Abendessen (generell) wäre trocken und langweilig, gleich noch mit Angabe der Zutaten. Daher - woher weißt du das?
Ich schätze, dass es immer öfter das klassische Abendbrot in den häufigen familiären Zusammenkünften gibt statt dick aufzufahren.

Darauf bezog ich mich. Schau mal im Supermarkt das Käseregal an. Größter Posten sind die einzeln verpackten Scheiben Schmelzkäse. Die haben so viel weil es keiner kauft?

Dito die Wurst. Aufgeschnittene Salami und Lyoner. Stapelt sich auch, weils keiner kauft?

Knäckebrot scheint auch ein Ladenhüter zu sein, da stehen immer ganze Palletten von rum.

Geh mal in einen türkischen Markt und such Schmelzkäse und Knäckebrot. Viel Erfolg.
 
  • #28
Das ist aber nicht die Antwort auf meine Frage. Du behauptest, daß DEUTSCHE Abendessen (generell) wäre trocken und langweilig, gleich noch mit Angabe der Zutaten. Daher - woher weißt du das?
Hier stülpen mal wieder manche ihre Welt anderen über. Abendessen sieht wohl überall anders aus und weder das Brot noch die Oliven müssen vertrocknet sein.
Als wir vor ein paar Jahren zu Weihnachten dort waren, war nichts festliches erkennbar. In vorherigen Beziehungen wurde ein Sekt getrunken, man hat sich Kleinigkeiten geschenkt und etwas Musik gehört.
Weihnachten hat eben unterschiedliche Bedeutung und die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht mehr christlich.
Leider kann ich mit meinem Partner hierüber nicht sprechen.
Das könnte ein grundsätzliches Problem sein, oder ist es nur bei dem Thema so?
Ich muss seine Familie und Ihre Gepflogenheiten wohl so akzeptieren, würde ich mich aber besser fühlen, wenn ich hier einfach offen mit meinem Partner sprechen kann.
Man könnte die Erwartung herauslesen, dass sie Deine Gepflogenheiten akzeptieren sollen…(?)
Ich frage mich, ob so etwas eine spätere Ehe belasten kann oder sich bessern kann bzw. wie man damit umgehen soll.
In einer Beziehung gestalten doch beide. Was hindert Dich, Musik anzudrehen und anders zu gestalten?
 
  • #29
Es wird nicht die Askese über den grünen Klee gelobt, das lese ich nirgends, sondern unterschiedliche Verhalten, Einstellungen erwähnt, und nein, nicht jeder stellt permanent Knabbereien auf den Tisch, wenn Leute vorbei kommen, die will auch gar nicht jeder, also ich sage da Stopp, und sehees wie Vikky, und wenn ich mit dem Auto da bin, darf die Flasche Wein zu bleiben, ich muss fahren.
Wie Kaffeeeinladungen, Abendessen aussehen, das ist eine Unterstellung, trockene Kuchen und altes Brot mit gezählten Wurst-/Käsescheiben ist ein Vorurteil, das kenne ich weder von früher, ganz traditionellen deutschen Haushalten, noch von heute.
Unerwartete Gäste bekommen, was da ist, im Keller ist immer was.
Die FS bekommt regelmäßig bei der Schwiegerfamilie ein Abendessen, wie es aussieht, hat sie nicht gesagt, nur dass es kein "richtiges" Essen sei.
 
  • #30
Darauf bezog ich mich. Schau mal im Supermarkt das Käseregal an. Größter Posten sind die einzeln verpackten Scheiben Schmelzkäse. Die haben so viel weil es keiner kauft?
In jedem Supermarkt gibt es alles, von abgepackter Wurst, Käse in unterschiedlicher Güte bis zu exquisit und bio, von billig bis teuer, Convenience, von Maggi fix bis Frosta.
Die eingelegten Fische bei Dir wirst Du nicht jeden Tag selbst einlegen.
Es wird alles gekauft, und nicht jeder, der mal Scheibletten kauft oder gerne Knäckebrot ist, macht sich nichts aus gutem Essen, alles zu seiner Zeit.
Eine Durchschnittsfamilie mit Durchschnittseinkommen und Durchschnittszeit wird nicht jeden Tag Haute Cuisine zelebrieren, gesund, preiswert, nicht billig, schnell ist oft die Prämisse.
 
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