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  • #31
m, 43 Jahre alt

Ich bin einer dieser "Freaks", hatte erst vor ca. 1 1/2 Jahren meine erste Kurzbeziehung mit einer Frau (damals 36), der es ebenso erging. Kennengelernt haben wir uns in einem Internetforum für "Absolute Beginners".

Was soll ich sagen. Es hat von meiner Seite aus nicht funktioniert. Obwohl ich in diese Frau ziemlich verliebt war und wir von unseren Interessen her harmoniert haben und sie auch sehr an mir interessiert war, war es für mich schon ein Wahnsinnsakt, es auch nur ein Wochenende lang mit ihr auszuhalten.

Es war verrückt. Obwohl ich wirklich verrückt nach ihr war, wäre ich schon nach 1-2 Stunden Zusammensein am liebsten wieder abgehauen. Dann war mir diese Nähe absolut zuviel. Der Sex hat aus diesem Grund auch nicht geklappt. Wir hatten zwar schöne intime Stunden und haben alles mögliche ausprobiert, aber eine Erektion habe ich nicht ein einziges Mal zustandebekommen, obwohl das ansonsten kein Problem darstellt. Es war einfach die Psyche.

Das hat sich dann 2 Monate so hingeschleppt, ich war jeden Sonntag abend froh, wieder nach Hause zu fahren (wir lebten ca. 100 KM voneinander entfernt). Ich habe dann erkannt, daß es von meiner Seite aus keinerlei "Besserung" in Sicht war und habe die Beziehung dann beendet.

Ich habe lernen müssen, daß ich beziehungsunfähig bin. Weitere Versuche wird es von meiner Seite aus nicht geben. Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, daß es eben so ist.

Die Gründe? Ich war schon immer so. Auch als Kind oder Jugendlicher habe ich lieber die Zeit mit meinen Eltern oder alleine verbracht, anstatt mit anderen Gleichaltrigen etwas zu unternehmen. Wahrscheinlich habe ich von Kindheit an eine zu starke Mutterbindung. Dies zu ändern, dafür fehlt mir sowohl die Kraft als auch die Veranlassung, denn ich bin nicht unglücklich mit meiner Situation.
 
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  • #32
Unnützes Wissen: Isaac Newton war bis zu seinem Tod im 84. Lebensjahr Jungfrau, wenn man den Quellen glauben darf. Aber googelt das selber.

Ich bin selber 34, M, und bekennende Jungfrau. Ich bin ansonsten recht normal. Hab einen verantwortungsvollen gutbezahlten Job, gehe dreimal die Woche ins Fitnesscenter und sehe zwar nicht wie Rambo aus, aber im Großen und Ganzen recht sportlich. Hier dann meine Mankos: Ich akzeptiere auf der Stelle, wenn eine Frau nix von mir will. Ich akzeptiere auch, wenn sie vergeben ist. Ich bin kein Gockel, der den Damen irgendetwas beweisen muss, um ihr Herz zu gewinnen. Mir fehlt wohl das Machogen.

Ich könnte meine "Jungfernschaft" jederzeit durch den Erwerb käuflicher Liebe beenden. Wie alle anderen alten Jungmänner auch. Mein Ehrgefühl hält mich aber davon ab. Das hat mit Schüchternheit nix zu tun. Es ist nur tatsächlich so, dass ich denke, dass mein Geist über meinen Trieben steht. Und wenn man hier so ein Bisschen durchliest, dann weiß man: Wir sind viele. Grade unter den Akademikern. Und weil mein Weg zu dieser Ehre besonders verworren war, und sich in einer (fast) reinen Männerwelt abspielte, gab es einfach nur sehr wenige Gelegenheiten. Dass ich was verpasste, merkte ich natürlich. Der Sex nur um des Sex Willens war mir aber nie so wichtig, wie vielen meiner früheren Freunde. Ja, solche Männer gibt es. Aus meiner Sicht ist es so: Man vermisst nicht, was man nie hatte. Bis heute, denn auch Männer kriegen Torschlusspanik. Wusste ich nicht, bis es mir so ging. Aber ich werd mich trotzdem nicht gleich der Erstbesten an den Hals werfen.

Zum Schluss an alle Damen noch ein Stück unnützes Wissen: <- Nebenthema gelöscht. >.
 
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  • #33
Wenn jemand auch im fortgeschrittenen Alter noch Jungfrau/Jungmann ist, dann wäre mir persönlich das egal! Sowas kann ja schließlich viele verschiedene Ursachen haben wie z.B. religiöse Gründe, Schüchternheit oder (wie es bei den meisten wohl der Fall ist) dass sie sich ab einem gewissen Alter für die Unerfahrenheit geschämt haben und deshalb Situationen in denen es um Küssen/Sex geht gemieden haben um auch ja nicht bloßgestellt zu werden.

Wenn mir ein Mensch zusagt, ich ihn sympathisch finde und das Gefühl habe dass sich mehr entwicken könnte, dann sollte es eigentlich egal sein ob das GEgenüber 1, 2 ,3 oder mehr oder noch gar keine Beziehung gehabt hat.
 
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  • #34
m, 35

Hallo,

habe auch noch keinen Sex gehabt. Allerdings ist bei mir die "Macke", wie in einem vorhergehendem Post bezeichnet, sexueller Kindesmissbrauch.
Bis zu meinem 25 Lebensjahr habe ich das alles gut verdrängt und bin aber auch immer intimen Situationen aus dem Weg gegangen. Konnte mir das immer nie erklären. Nun ist das alles dank psychologischer Hilfe verarbeitet doch jetzt ist es so wie in
#32 Zitat:" (wie es bei den meisten wohl der Fall ist) dass sie sich ab einem gewissen Alter für die Unerfahrenheit geschämt haben und deshalb Situationen in denen es um Küssen/Sex geht gemieden haben um auch ja nicht bloßgestellt zu werden."

Keine Ahnung wie ich jetzt damit umgehen soll. Sagt man es gleich am Anfang schreckt es ab, erzähl ich nichts und es geht beim ersten mal schief ist auch nicht prickelnd.

Wenn sympathie besteht und die Absicht auf eine Beziehung sollte doch das wie oft oder nie egal sein, oder?
 
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  • #35
m, 40

Hallo,

... habe einige Beiträge hier mit gewisser Belustigung gelesen.

Ich bin auch eher schüchtern und hatte bis Ende 20 auch keinen Sex. Nachdem ich einige Male bei Frauen abgeblitzt bin - und es für mich sowieso eine große Überwindung war, mich überhaupt zu trauen - hatte ich dann die Schnauze voll und wandte mich der "käuflichen Liebe" zu... ich wollte das einfach auch erleben...

Das erste Mal war in der Tat aufregend für mich und auch nicht so toll. Das zweite Mal (auch käuflich) war viel besser, da fühlte ich mich wohler und habe es richtig genossen. Ab dem Moment dachte ich mir, was soll der ganze Schwachsinnn mit sexueller Erfahrung ... das lernt jeder selber innerhalb kürzester Zeit und findet auch heraus, wie und wo es einem am besten gefällt.

Ab diesem Zeitpunkt war ich auch völlig entspannt und musste nicht mehr krampfhaft eine Frau kennenlernen. Ich dachte, wenn ich Bedarf habe, weiß ich ja wo ich hingehen kann. Und die Frauen sind mir plötzlich zugeflogen, zumindest habe ich nach wie vor den Eindruck. Ich hatte mittlerweile mehrere Beziehungen, eine rein erotische zu einer Geschiedenen Ende 30 und mehrere "normale" Beziehungen.

Obwohl meine letzte Beziehung vor kurzem in die Brüche ging (nach über 5 Jahren) gelte ich heute als ganz normal. Mit Ende 20 und noch nie Sex, hätte mich wohl jeder als sonderbar und beziehungsunfähig eingstuft...

Ein kleines Problem habe ich aber heute ... ich möchte gerne eine Frau finden, mit der ich eine Familie gründen kann .. .und da scheine ich wählerisch zu sein.
 
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  • #36
Ja, auf meine Partnerin :) Sie war mit Mitte 30 noch Jungfrau (wir sind gleich alt). Das hat sie mir erst mitgeteilt, nachdem wir zusammenwaren.
Ich selbst war auch erst im Alter von 26/27 mit meiner Ex-Frau sexuell aktiv; glücklicherweise habe ich die ONS, die mir bis dahin angetragen wurden, abgelehnt.
Eine Jungfrau, die sich auf den Partner einläßt, ist eine ganz andere Kategorie als eine Frau, die aufgrund ihrer vielen Partner einen mechanischen Sex abspult/mit Partner masturbiert.

Wir hoffen auf baldigen Nachwuchs.
 
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  • #37
Nein, ein Mann, der noch nie Sex hatte, ist mir in der Onlinewelt noch nie begegnet.

Vielmehr würde mich die Tatsache stören, dass er mit 50 noch bei seiner betagten Mutter lebt.

w
 
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  • #38
Ich habe mit 41 J. zwar sexuelle Erfahrungen, aber nur auf Bazahlbasis. Obwohl ich mich sicher sehen lassen kann und beruflich und sozial erfolgreich bin, für eine Beziehung, die über Freundschaft hinaus geht, hat es noch nie gereicht. Kein Kuss, kein gar nichts. Störte mich früher nicht, jetzt schmerzt es.
 
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  • #39
Hallo,

eine sehr interessante Diskussion.

Es gibt in unserer Gesellschaft zahlreiche Werte und Normen. Diese orientieren sich am Durchschnitt. Menschen, die davon abweichen, können häufig mit den daraus resultierenden Verhaltensmaximen schlicht nichts anfangen, teilweise verstehen sie sie nicht einmal.

Ich habe einen Großteil meines noch recht kurzen Lebens tief versunken in die Wissenschaft verbracht. Klasse überspringen, Hochbegabtenförderung, später Studium und Promotion... Über diese extreme Fokussierung, zusammen mit einer nicht unproblematischen Kindheit, habe ich viel vom ganz normalen Leben verpasst. Davon habe ich nur die Aspekte wahrgenommen, welche ohne jedes Engagement zu haben waren. Fragen, die sich viele schon sehr früh stellen, sind bei mir so erst Mitte 20 aufgetaucht, als ich oben genannten Weg beendet hatte und mir das erste mal so richtig Gedanken über meine Zukunft machte. Insbesondere kam mir erst dann der Gedanke einer Beziehung. Vorher habe ich Menschen mehr als Summe ihrer Talente wahrgenommen, denn als tiefe, subtile Bereicherung.

Seitdem habe ich in kurzer Zeit viele Erfahrungen im Kontakt mit Frauen gemacht. Vieles hat mich, oftmals auch sehr negativ, überrascht, manches begeistert; das meiste verstehe ich noch nicht. Irgendwo zwischen Faszination und absoluter Hilflosigkeit, bin ich mir aber zumindest sicher, dass ich zwar nicht genormt, keinesfalls aber unnormal bin!
 
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