• #1

Seid Ihr in Eurer Einschätzung schon mal total daneben gelegen?

Da Ihr hier alle schon mehr oder weniger Dating-erfahren seid, würde mich mal interessieren, ob Ihr Euch schon mal komplett in einer Person getäuscht habt?

Z.B.Ihr habt tolle Mails ausgetauscht, ein Telefonat hat Euch regelrecht "umgehauen", ein erstes Date lief superharmonisch ab - und dann folgte ein ganz böses Erwachen?

Wie oft hat sich Euer erster Eindruck bestätigt?
Wann wurde aus einem miserablen Beginn eine Bilderbuchbeziehung?

Ich bin sehr gespannt auf Eure Geschichten!
 
  • #2
Da Ihr hier alle schon mehr oder weniger Dating-erfahren seid, würde mich mal interessieren, ob Ihr Euch schon mal komplett in einer Person getäuscht habt?
Ja, zweimal. In der Zeit, in der ich geglaubt habe, da ich über 40 bin, müsste mein zukünftiger Partner wesentlich älterer Mann sein.
Einmal sagten die Testergebnisse, der Mann sei überproportional nähebedürftig. (ich wurde extra darauf hingewiesen, dass seine großen Nähe- und meine großen Distanzwerte schwierig sind) Er war aber jemand, der auf Nähe extrem sensibel und auch panisch reagierte. Ging gar nicht. Seither gebe ich nichts mehr auf diese Tests.
Z.B.Ihr habt tolle Mails ausgetauscht, ein Telefonat hat Euch regelrecht "umgehauen", ein erstes Date lief superharmonisch ab - und dann folgte ein ganz böses Erwachen?
Das war Nummer zwei. (Obwohl ich nie so euphorisch wie beschreiben reagiere, ich bin eher vorsichtig neugierig.) Es war super. Er war aber ein Typ, der einen selbst hervorragend spiegeln konnte und mir erzählte, was ich hören wollte. Da mir das zum ersten Mal passierte, habe ich das Monate nicht gemerkt. Der Typ hatte parallel zu mir noch eine Frau und noch laufend F*cks mit ganz jungen Mädchen.
Wie oft hat sich Euer erster Eindruck bestätigt?
Überwiegend. Wobei das eher unbewusst in Bildern und Assoziationen oder diffusen Gefühlen passiert. Nur die oben genannten zwei Mal hat das nicht funktioniert, weil ich in einer Population unterwegs war, die mir für die Partnersuche fremd war.
Wann wurde aus einem miserablen Beginn eine Bilderbuchbeziehung?
Nie, Weil ein miserabler Beginn den Abbruch der Annäherung zu Konsequenz hatte. Es können Pannen passieren, es kann chaotisch sein, es darf schwer anlaufen (das ist bei meiner Distanziertheit normal), aber was miserabel ist, kann man sich höchstens kurzzeitig schönreden.
Romantische Komödien leben zwar davon, dass sich zwei Leute scheinbar nicht mögen und gereizt aufeinander reagieren, aber füreinander geschaffen sind, aber das ist halt Film und die Verfremdung des Königskinderthemas mit komödiantischen Mitteln.

Es gibt ganz ganz selten eine zweite Chance auf einen ersten Eindruck.
 
G

Gast

  • #3
Ja total, habe mal jemanden kennenglernt. Die Dame hat sich als Gold verkauft und zum Ende war sie nichtmal Plastik.
 
G

Gast

  • #4
Nein, online noch nie. Ich treffe mich nicht, ohne vorab mindestens einmal ausgiebig telefoniert zu haben. Und spätestens da merke ich recht viel. Zumindest habe ich eine ziemlich genaue Ahnung, die sich in Dates bisher immer ziemlich genau so bestätigt hat. Nun, ich hätte das eine oder andere Date vielleicht auch gleich bleiben lassen sollen, aber es war dann Neugier und die Hoffnung, meine Telefoneindruck bestätigt sich nicht.
M51
 
  • #5
Mir ist das noch nie passiert. Ich würde aber von mir behaupten, sehr gut zu selektieren, mich wem ich überhaupt in näheren Kontakt trete und mich treffe. Trotzdem kann es einem natürlich passieren, dass man komplett hinters Licht geführt wird, daher war es wahrscheinlich zusätzlich auch Glück.
 
G

Gast

  • #6
Liebe FS

Ja, ich habe mich getäuscht, besonders nach dem sehr guten Eindruck am Telefon.
Er hatte behauptet ledig zu sein und war tatsächlich getrennt lebend ungeschieden.
Ich hielt ihn aber aufgrund seines Benehmens für einen Mann ohne Anhang.
 
G

Gast

  • #7
Immer! Denn man sollte bekanntlich nie vom äußeren Erscheinungsbild auf den Charakter schließen! Hinter einer arrogant wirkenden Person kann oft ein supernetter schüchterner Mensch stehen, der es gar nicht böse meint. Und hinter einer stillen Person auch etwas schlagartig aufbrausendes. Es sagt einem aber die intelligente Menschenkenntnis, dass man sich nie vom ersten Eindruck täuschen lassen sollte.
 
G

Gast

  • #8
Ja, ich sah mal auf einem Foto in einer SB einen coolen Typen. Sah gewaltig nach Biker aus und machte auf Rocker.
Schliesslich stellte sich raus, dass er sein ganzes Leben nur erfunden hat und noch bei Mutti wohnt.
Er schrieb die Frauen an und erzählte ihnen Storys. Das machte ihm Spass.
Komisch, die Frauen mochten diesen "Traumtänzer".
 
  • #9
Getäuscht? Ja, und zwar bei meiner Ex...Betriebsblind nennt man das wohl. De5r einzige Trost dabei ist daß Sie alle anderen auch getäuscht hatte.

Beim EP-Dating dann aber nicht mehr. Da kommt mir allerdings meine Jahrelange Berufserfahrung zu Gute. Ich habe gelernt Menschen richtig einzuschätzen weswegen ich auch sehr wenig auf Bilder gebe. Diese assoziieren nämlich vieles im Unterbewusstsein. Für eine gute Einschätzung helfen ein paar Dinge: Bilderaustausch erst nach ein paar mails (dann entfällt die Irreführende Komponente) und auch kein allzu schneller Sex (dann ist Schluss mit klarem Denken).

Wann wurde aus einem miserablen Beginn eine Bilderbuchbeziehung?
Nie, weder bei mir noch bei irgendwem anderen den ich kenne. Aber auch das Gegenteil konnte ich genau einmal beobachten (also Liebe auf den ersten Blick).

Ein wirklich schlechter Eindruck beim ersten Date bis hin zur Neutralität bringt nix. Das habe ich zwei, dreimal versucht- reine Zeitverschwendung. Ich musste mich gut unterhalten können und die Frau attraktiv finden. Mehr brauchts nicht, aber weniger auf keinen Fall. Das war bei meiner Liebsten auch so, wir fanden uns gegenseitig interessant, spannend und attraktiv, mehr nicht. Ein Liebesfunke, na ja so ungefähr beim 3 oder 4.Date. Gut Ding will schon ein bisschen Weile haben.
 
G

Gast

  • #10
Oh ja. Die Frau war darauf gepolt, in jedem Mann erst einmal den üblen Treuebrecher zu sehen. Unsereiner tappt da in ganz böse Fallen, weil er das Mißtrauen zwar spürt, aber nicht zuordnen kann, und durch den behutsamen Umgang mit ihren scheinbaren Empfindlichkeiten den falschen Verdacht nur immer mehr und mehr befördert.

Man fühlt sich, wenn schließlich die Erkenntnis dämmert, warum sie sich die ganze Zeit über so seltsam ambivalent verhalten hat, wie im falschen Film.