• #1

Sein Berufsleben zerstört alles

Hallo , mein Freund und ich (beide Ende 30) sind seit 2 Jahren zusammen. Als ich ihn kennen gelernt habe, erzählte er bereits viel von seinem Job bzw. von den Menschen dort. Er wurde von seiner Cheffin und dem Oberchef gemobbt, obwohl er exzellente Arbeit geleistet hat. (Das ist wirklich so!) Er hat dann ein anderes Jobangebot bekommen und ist quasi dorthin geflüchtet. Er hatte die Hoffnung, dort Karriere zu machen. Allerdings ist der Job ganz stressig und muss sich mit Menschen stressen, die keine Ahnung haben. Er hat durch diesen Wechsel seinen Traumjob aufgegeben und sein Wunsch ist es, diesen neuen Job als Sprungbrett zu nutzen. Das Mobben im letzten Job hat ihn extrem geprägt. Er redet fast täglich davon. Es gibt Tage, an denen er einfach sehr depressiv deswegen wirkt. Er ist ein Kind der Traurigkeit, sagt er. Zu 70% erlebe ich ihn geknickt, nachdenklich, negativ eingestellt, hoffnungslos, pessimistisch und und und. Er lässt keine schlechte Laune an mir aus oder ist gemein, sondern ich erlebe diese Negativität jeden Tag. Zu Beginn hatte ich Hoffnung, dass das Thema irgendwann mal in den Hintergrund rücken würde. Aber in unserer Beziehung geht es nur um seine Arbeit, Karriere, wie er den Mobbern alles heimzahlen wird. Er arbeitet zudem jeden Tag von halb 7 bis 17-18 Uhr. Danach setzt er sich bis 21-22 Uhr an der Doktorarbeit, die er nun endlich abgegeben hat. Vorhin hat er einen Anruf bekommen, dass der Chef wohl die Abteilung wechseln wird und er hat sofort gesagt, dass der neue ihn bestimmt genauso wie die im alten Job schlecht bewerten wird usw. Er hat den größten Teufel an die Wand gemalt. Ich bin geplatzt und habe gesagt, dass er das doch gar nicht wissen kann. Er ist brillant im Job, wieso sollten andere ihn schlecht bewerten, nur weil ein Idiot das Mal gemacht hat. Er war dann geknickt, hat die Welt und mich nicht verstanden, er wollte nicht mehr reden. Er meinte, ich wäre von ihm genervt und ich würde es nur njcht zugeben.
Dieses Thema ist das wichtigste Thema in unserer Beziehung. Ich habe ihm in den zwei Jahren täglich zugehört, immer getröstet, umsorgt, alles!! Es hat aber kein Ende. Ich bin innerlich sooo frustriert, traurig, hilflos. Es wird NIE ein Ende haben. NIE! Er sagt immer wieder: oh, wenn ich bei xy sehe, dass er immer alles für die Arbeit alles getan hat und jetzt liegt er im Krankenhaus und hat Krebs, dann weiß ich, dass Arbeit nicht alles ist. 5 Minuten später geht es wieder um die Arbeit und die Mobber aus dem letzten Job. Wir sitzen auf dem Sofa und schauen einen Film, ich merke, wie er gedanklich bei der Arbeit, der Karriereleiter etc ist. Er hat Alpträume wegen der Arbeit. Ich kann nicht mehr. Es hat einfach kein Ende. Ich sitze hier und am liebsten würde ich meinen ganzen Frust aus der Seele rausschreien. Ich habe meine Grenze erreicht. Ich kann dieses Thema nicht mehr hören. Es tut so, als ob er nicht genug darüber reden würde. Er sieht das alles nicht. Bitte helft mir! Danke!
 
  • #2
Liebst Du ihn? Wirklich aus tiefstem Herzen? Nach etwa zwei Jahren und Zusammenleben kann man das normalerweise sagen, wen dem so ist.

Oder ist da nur (mehr) Frust?

Bei ersterem würde ich ein Coaching für ihn (ev. länger) und eine Paarberatung für euch beide gemeinsam (wahrscheinlich nur kurz nötig) empfehlen. Damit die Liebe nicht zerstört wird.

Bei zweiterem bleibt nur die Trennung, und zwar rasch!

ErwinM, 53
 
  • #3
Ja, ich liebe ihn SEHR!! Er ist ein ganz besonderer Mensch. Ich will diese Beziehung. Ich möchte aber auch eine normale Beziehung führen, in der es nicht permanent um seine Karriere geht. Ich will keine Trennung. Ich habe einfach Angst, dass dieses Theme uns auseinander bringen wird. Wie kann ich es schaffen, dass er auch andere schöne Dinge im Leben sieht? Der Beruf steht im Mittelpunkt. Er ist bei einem Psycholgen seit 4 Jahren. Dort ist das Hauptthema auch die Arbeit. Mein Problem ist, dass ich das Thema nicht mehr hören kann. Ich höre ihm wirklich seit 2 Jahren jeden Tag zu. Ich habe ihm sogar Dinge gesagt, die der Psychologe ihm unabhängig von mir und nach unserem Gespräch zu ihm gesagt hat und ich habe nicht einmal Psychologie studiert. Damit will ich nur sagen, dass ich mich sehr intensiv mit seinen Ängsten, Sorgen usw auseinandergesetzt habe. Aber es fruchtet irgendwie nicht. Es hat kein Ende.Ich habe keine Kraft mehr es immer und immer und immer wieder zu wiederholen und ich weiß, es bringt nichts auf Dauer…
 
  • #4
Aber in unserer Beziehung geht es nur um seine Arbeit, Karriere, wie er den Mobbern alles heimzahlen wird.
Ich erkenne keine Liebe bei ihm!
Vorhin hat er einen Anruf bekommen, dass der Chef wohl die Abteilung wechseln wird und er hat sofort gesagt, dass der neue ihn bestimmt genauso wie die im alten Job schlecht bewerten wird usw. Er hat den größten Teufel an die Wand gemalt. Ich bin geplatzt und habe gesagt, dass er das doch gar nicht wissen kann.
Diskussionen mit solchen Menschen bringen nichts!
Er ist brillant im Job, wieso sollten andere ihn schlecht bewerten, nur weil ein Idiot das Mal gemacht hat. Er war dann geknickt, hat die Welt und mich nicht verstanden, er wollte nicht mehr reden. Er meinte, ich wäre von ihm genervt und ich würde es nur njcht zugeben.
Echt Hopfen und Malz verloren!
Dieses Thema ist das wichtigste Thema in unserer Beziehung. Ich habe ihm in den zwei Jahren täglich zugehört, immer getröstet, umsorgt, alles!! Es hat aber kein Ende. Ich bin innerlich sooo frustriert, traurig, hilflos. Es wird NIE ein Ende haben. NIE!
In einer beidseitigen, liebevollen Beziehung, geht es um andere Themen! Eine Beziehung, die nicht gegenseitig bereichert, nicht gut tut, sollte man unter keinen Umständen halten, sie macht krank! Daher mein Tipp, trenne dich mit Kontaktabbruch und er soll sich kompetente Hilfe holen! Du bist nicht seine Therapeutin!
Es hat einfach kein Ende. Ich sitze hier und am liebsten würde ich meinen ganzen Frust aus der Seele rausschreien. Ich habe meine Grenze erreicht. Ich kann dieses Thema nicht mehr hören. Es tut so, als ob er nicht genug darüber reden würde.
Du hast deine Grenze erreicht, höre darauf und treffe die nötige Entscheidung! Alles Gute!
Ein Mann der liebt verhält sich nicht so!
 
  • #5
Bei deinem Freund hat das Mobbing irgendeine schwere Störung verursacht, die ich dir Einfachheit halber jetzt Depression nenne.
Für dich als seine quasi engste Angehörige, gelten von nun an ein paar besondere Regeln:
Es ist seine Depression, nicht deine; lass dich nicht runterziehen und sorge dafür, dass du genug Positives im Leben erlebst.
Ihr braucht dringend eine Therapie, je schneller und intensiver desto besser. Zur Not besser selbst zahlen, wenn das bei euch möglich ist, als monatelang auf einen ersten Termin warten.
Du bist nicht deine Therapeutin.
Belies dich darüber, welche Sätze depressiven Menschen helfen und welche man lieber nicht sagen sollte.
Solange die Depression andauert, hilft das Bild von einer Dreiecksbeziehung: du, er und sie, die Depressionen. Gegen die dürft ihr euch beide verbünden und verschwören.
Vielleicht hilft dir eine Angehörigengruppe, in der sich Angehörige von depressiv erkrankten austauschen und unterstützen können.
Viel Glück und viel Gesundheit!
 
  • #6
Sieht er diese negative Obsession eigentlich selber? Merkt er in welcher Spirale er sich da befindet oder ist es für ihn schon normal?
Ich habe die Erfahrung gemacht das Menschen, die sich obsessiv immer um das negative drehen, die sich im Opfer eingerichtet haben und immer diese Seite füttern, da nicht ohne Hilfe raus kommen. Hilfe kann aber nur er sich selber holen und die Entscheidung treffen glücklich sein zu wollen auch.
Du bist weder seine Therapeutin noch das Füllhorn, in das er seine negative Energie abladen sollte.
Ich mache mittlerweile um diese Menschen einen großen Bogen. Sie ziehen mir Energie und trüben meine Lebensfreude.
Aus dieser Warte heraus kann ich dir nur raten dich so gut wie möglich abzugrenzen.
Habt ihr überhaupt schöne, angenehme Paarzeit? Dann bitte ihn darum, diese Dinge nicht mehr mit dir zu besprechen. Lege den Focus auf das positive und mache ihm Klar, was er alles hat. Auf dem Ohr der negativen Seiten bist du ab jetzt taub. Vielleicht hilft es, dass er seinen Focus verändert.
Die Verantwortung muss aber er übernehmen.
 
  • #7
Du schreibst, daß "sein Berufsleben " alles zerstört. Für mich liest es sich aber eher danach, dass er gedanklich nur um sich kreist. Dann gibt es vielleicht noch andere Themen, bei denen er sich und seine Sicht stets in den Vordergrund drängt. Das wäre dann eher als Charakter zu bewerten, mit dem man können muss, oder es sein lässt weil nicht kompatibel.

So noch nicht geschehen, setzt euch hin und besprecht das Thema ein letztes Mal. Konsequent gehen, wenn für dich unzumutbar. Sonst machst du dich zum Co-Piloten und verlierst vor dir die Achtung
 
  • #8
Das Mobben im letzten Job hat ihn extrem geprägt. Er redet fast täglich davon. Es gibt Tage, an denen er einfach sehr depressiv deswegen wirkt. Er ist ein Kind der Traurigkeit, sagt er. Zu 70% erlebe ich ihn geknickt, nachdenklich, negativ eingestellt, hoffnungslos, pessimistisch und und und. Er lässt keine schlechte Laune an mir aus oder ist gemein, sondern ich erlebe diese Negativität jeden Tag. Zu Beginn hatte ich Hoffnung, dass das Thema irgendwann mal in den Hintergrund rücken würde. Aber in unserer Beziehung geht es nur um seine Arbeit, Karriere, wie er den Mobbern alles heimzahlen wird. Er arbeitet zudem jeden Tag von halb 7 bis 17-18 Uhr. Danach setzt er sich bis 21-22 Uhr an der Doktorarbeit, die er nun endlich abgegeben hat. Vorhin hat er einen Anruf bekommen, dass der Chef wohl die Abteilung wechseln wird und er hat sofort gesagt, dass der neue ihn bestimmt genauso wie die im alten Job schlecht bewerten wird usw. Er hat den größten Teufel an die Wand gemalt. Ich bin geplatzt und habe gesagt, dass er das doch gar nicht wissen kann. Er ist brillant im Job, wieso sollten andere ihn schlecht bewerten, nur weil ein Idiot das Mal gemacht hat. Er war dann geknickt, hat die Welt und mich nicht verstanden, er wollte nicht mehr reden. Er meinte, ich wäre von ihm genervt und ich würde es nur njcht zugeben.
Dieses Thema ist das wichtigste Thema in unserer Beziehung. Ich habe ihm in den zwei Jahren täglich zugehört, immer getröstet, umsorgt, alles!! Es hat aber kein Ende. Ich bin innerlich sooo frustriert, traurig, hilflos. Es wird NIE ein Ende haben. NIE! Er sagt immer wieder: oh, wenn ich bei xy sehe, dass er immer alles für die Arbeit alles getan hat und jetzt liegt er im Krankenhaus und hat Krebs, dann weiß ich, dass Arbeit nicht alles ist. 5 Minuten später geht es wieder um die Arbeit und die Mobber aus dem letzten Job. Wir sitzen auf dem Sofa und schauen einen Film, ich merke, wie er gedanklich bei der Arbeit, der Karriereleiter etc ist. Er hat Alpträume wegen der Arbeit. Ich kann nicht mehr. Es hat einfach kein Ende. Ich sitze hier und am liebsten würde ich meinen ganzen Frust aus der Seele rausschreien. Ich habe meine Grenze erreicht. Ich kann dieses Thema nicht mehr hören. Es tut so, als ob er nicht genug darüber reden würde. Er sieht das alles nicht. Bitte helft mir! Danke!
Wir können dir nicht helfen, das musst du ganz alleine tun. Erst einmal müsste dein Freund die therapeutische Hilfe auch annehmen oder eventuell in eine Psychosomatische Klinik gehen . Und du müsstest Grenzen setzen inwieweit du das Gejammere überhaupt noch ertragen kannst. Du hilfst ihm nämlich nicht indem du dir das alles unter Qualen anhörst. Das bringt euch auseinander.
 
  • #9
Er meinte, ich wäre von ihm genervt und ich würde es nur njcht zugeben.
Ja, nach Deinem Text kann man das sicher schonmal festhalten.
Dieses Thema ist das wichtigste Thema in unserer Beziehung.
Es hat aber mit der Beziehung nichts zu tun und sollte dort auch nur begrenzt seinen Platz haben.

Es hat aber kein Ende. Ich bin innerlich sooo frustriert, traurig, hilflos. Es wird NIE ein Ende haben. NIE!
Sieht so aus. Wie geht es Dir damit für die Zukunft?
Ich sitze hier und am liebsten würde ich meinen ganzen Frust aus der Seele rausschreien.
Tust Du ja berechtigt gerade.
Ich habe meine Grenze erreicht. Ich kann dieses Thema nicht mehr hören.
Er läuft aus meiner Sicht einem Phantom hinterher, das er nicht erreichen wird. Da hilft nur der Blick in den Spiegel, das Thema kenne ich sehr gut.
Nein, es sind nicht immer nur die anderen, die das eigene Genie verkennen.
Das ist Dein gutes Recht. Aber “diese“ Beziehung ist eben „diese“ Beziehung.
Ich möchte aber auch eine normale Beziehung führen, in der es nicht permanent um seine Karriere geht.
Wenn Dein Partner damit einverstanden ist, und ich würde das vorher klären, dann spricht ja nichts gegen eine Zweitbeziehung.
Er ist bei einem Psycholgen seit 4 Jahren. Dort ist das Hauptthema auch die Arbeit.
Ich hätte da keine Hoffnung…
Mein Problem ist, dass ich das Thema nicht mehr hören kann.
Gibt es eine Möglichkeit, das Ganze zu intensivieren? Was müsste passieren, was könntest Du beitragen, damit es deutlich schlimmer wird? Also mal so eine richtige Eskalation?
 
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  • #10
Ich denke auch, dass du eine gesunde Abgrenzung von seinen Problemen brauchst. Es sind seine, nur er kann sie lösen. Du solltest dich zurückziehen oder trennen, um da nicht weiter in den Strudel seiner Probleme mitgesogen zu werden. Er hat in dieser Situation sicherlich auch keinerlei Kapazität mehr frwi für eine wohltuende Beziehung. Das würde ich an deiner Stelle akzeptieren und mich in der Zeit komplett rausnehmen. Wie du das anstellst, kannst nur du wissen. Ob es eine Zukunft für euch gibt, siehst du erst, wenn er seine Krankheit im Griff hat.

Aber manchmal ist es halt auch einfach vorbei, bei so einer Erkrankung, egal wie schön die Zeit vorher war. Ich kenne das auch und es half nur, einen absoluten Schlussstrich zu machen, da er die Krankheit bis heute nicht mehr in den Griff bekam.
 
  • #11
Habt ihr überhaupt schöne, angenehme Paarzeit? Dann bitte ihn darum, diese Dinge nicht mehr mit dir zu besprechen. Lege den Focus auf das positive und mache ihm Klar, was er alles hat. Auf dem Ohr der negativen Seiten bist du ab jetzt taub. Vielleicht hilft es, dass er seinen Focus verändert.
Die Verantwortung muss aber er übernehmen.
Wie kann man in einer solchen negativen und destruktiven Beziehung, noch eine angenehme Paarzeit haben? Wie kann man den Fokus auf das Positive setzen, wenn alles um einen herum, total negativ und destruktiv ist?
 
  • #12
Mod-Anm: Post aufgrund einer Meldung gelöscht. Die meldende Userin behielt sich bei Nichtlöschung des Textes "rechtliche Schritte vor sowie die Meldung an eine Antidiskriminierungsstelle".


 
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  • #13
So eine "Beziehung" habe ich auch Jahre mitgemacht und getragen. Das ist letztendlich eine sehr einseitige Sache, denn er ist ja nie dabei.

Er braucht die Aufmerksamkeit wie die Luft zum atmen, meckert, jammert und nörgelt jahrelang tagein tagaus. Es bleibt dasselbe - auch nach Jobwechsel. Wenn Du dann auch mal irgendetwas möchtest - ganz gleich ob negativ oder positiv - ist er abwesend, hört nicht wirklich zu, muss ganz dringend noch ans Telefon, kann nicht, weil er noch arbeiten muss, hatte er schon zu viel Stress etc. pp.

Auch ganz ohne Mobbing ist eine Beziehung mit einem getriebenen Workaholic nicht erstrebenswert.

Verschwende Deine wertvolle Zeit nicht mit jemandem, der nie Zeit "hat" und die übrige nicht genießen kann. Es macht Dich nach zwei Jahren schon fertig. Gib noch zwei Jahre dazu und Du bist das zweite psychische Wrack in der Einbahnstraße mit Geisterfahrer.
 
  • #14
In einer beidseitigen, liebevollen Beziehung, geht es um andere Themen! Eine Beziehung, die nicht gegenseitig bereichert, nicht gut tut, sollte man unter keinen Umständen halten, sie macht krank! Daher mein Tipp, trenne dich mit Kontaktabbruch und er soll sich kompetente Hilfe holen! Du bist nicht seine Therapeutin!
Ich denke du übertreibst n bissl… die liebt ihn, wollte ihn so gut es geht unterstützen.
Ich denke er hat sowas wie n Trauma von der Mobberei und sollte über professionelle Hilfe nachdenken und an seiner Lebenseinstellung.

Ich denke wenn man negativ durchs Leben geht, zieht man auch eher negatives an, wenn man Situationen akzeptiert und sie annimmt dann fällt es einen leichter damit umzugehen und diese zu bewältigen. Ich meine jetzt nicht sowas wie wenn man gemobbt wird muss man sich damit abfinden — nein! Dann muss man gehen und das hat er getan und das ist doch schon mal ein guter Schritt.
Ich denke er braucht Hilfe, er scheint panische Angst vor Veränderungen zu haben und davor, dass ihm nochmal sowas passieren könnte wie zuvor.

Liebe FS, du hast dein bestes gegeben, ihn unterstützt, nun muss er versuchen sich mit Hilfe von seinen Ängsten zu befreien.
Es ist zwar toll wenn man an Ziele so sehr festhält und vieles dafür tut aber nicht krampfhaft, vielleicht möchte er nur eine bessere Position damit keiner über ihn steht der ihn mobbt.
Ich denke den einzigen Menschen den er etwas zeigen sollte ist sich selber, er sollte mit sich selber im Einklang sein und niemanden etwas beweisen wollen außer sich selbst und die anderen sollten ihm den Buckel runter rutschen und piepegal sein.

Ich denke er ist zu sehr mit sich selber beschäftigt als das er sich gerade auf eine Beziehung fokussieren kann und dieser gerecht werden könnte wie es dir gefällt, er muss erst seine Probleme beheben.
 
  • #15
Dann bitte ihn darum, diese Dinge nicht mehr mit dir zu besprechen. Lege den Focus auf das positive und mache ihm Klar, was er alles hat. Auf dem Ohr der negativen Seiten bist du ab jetzt taub. Vielleicht hilft es, dass er seinen Focus verändert.
Nun bleibt Dir nur noch Dein Verhalten zu ändern, d.h. sowie er mit dem Job-Sermon anfängt "Stopp, ich will davon so lange nichts mehr hören, wie Du nichts änderst" bzw. aufstehen und weggehen - immer und immer wieder, bis er was merkt.
Es geht darum, dass Du ihm garkeine Bühne für seine Job-Negativität bietest, sondern nur noch zu Gesprächen über andere Themen und erfreuliche Unternehmungen bevorzugt außer Haus bereit bist, wo er sich hoffentlich besser benehmen kann.
Der Hinweis kam jetzt mehrfach. Probieren kann man es natürlich. Ist es wirklich realistisch, Themen, die bei einem Partner so tiefgreifende Wirkungen haben, einfach auszublenden? Besonders, wenn:
Es gibt Tage, an denen er einfach sehr depressiv deswegen wirkt. Er ist ein Kind der Traurigkeit, sagt er. Zu 70% erlebe ich ihn geknickt, nachdenklich, negativ eingestellt, hoffnungslos, pessimistisch und und und.
Das Verhalten geht ja nicht einfach weg…
 
  • #17
Er wurde von seiner Cheffin und dem Oberchef gemobbt, obwohl er exzellente Arbeit geleistet hat.

Gleich von Beiden?
Eigenanteil gleich Null?

Allerdings ist der Job ganz stressig und muss sich mit Menschen stressen, die keine Ahnung haben.

Alles Deppen, außer ich.

Er redet fast täglich davon. Es gibt Tage, an denen er einfach sehr depressiv deswegen wirkt.

Fühlt sich nicht verstanden, nicht wertgeschätzt.

Er ist ein Kind der Traurigkeit, sagt er. Zu 70% erlebe ich ihn geknickt, nachdenklich, negativ eingestellt, hoffnungslos, pessimistisch und und und. ... ich erlebe diese Negativität jeden Tag.

Wird nicht besser.
Negativistische Grundeinstellung. Persönlichkeitsveränderung.
Hatte heute gerade einen beruflichen Kontakt. 180 Minuten. Alles Scheiße. Am Ende auch Toni Kroos. Furchtbar. Geht man nur noch raaus und atmet tief durch.

Aber in unserer Beziehung geht es nur um seine Arbeit, Karriere, wie er den Mobbern alles heimzahlen wird.

Egozentrik. Empathielosigkeit?
Rachegedanken. Ganz schlecht, wenn sich die Gedanken um die bösen Anderen drehen, die einem immer nur unrecht antun.

Vorhin hat er einen Anruf bekommen, dass der Chef wohl die Abteilung wechseln wird und er hat sofort gesagt, dass der neue ihn bestimmt genauso wie die im alten Job schlecht bewerten wird usw.

Negativistische Grundeinstellung.

Er ist brillant im Job, wieso sollten andere ihn schlecht bewerten, nur weil ein Idiot das Mal gemacht hat.

Täuscht Du Dich? Sucht nach Perfektion im Job?
Klingt für mich nach starker Manipulation seinerseits. Keine Reflektion seines Verhaltens.

Dieses Thema ist das wichtigste Thema in unserer Beziehung. Ich habe ihm in den zwei Jahren täglich zugehört, immer getröstet, umsorgt, alles!! Es hat aber kein Ende. Ich bin innerlich sooo frustriert, traurig, hilflos. Es wird NIE ein Ende haben. NIE!

Tiefe Frustration. Er erhält nicht die Wertschätzng für die Arbeit, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Anzeichen einer versteckten narzisstischen Persönlichkeit?

Er sagt immer wieder: oh, wenn ich bei xy sehe, dass er immer alles für die Arbeit alles getan hat und jetzt liegt er im Krankenhaus und hat Krebs, dann weiß ich, dass Arbeit nicht alles ist.

Alles wird negativ konnotiert.

Ich kann nicht mehr. Es hat einfach kein Ende.

Geh. Wird nicht besser.
 
  • #18
Ich muss hier deinem Freund recht geben. Sorry. Ich würde auch nicht mehr zu einen Job zurückkehren bei dem ich gemobbt wurde. Der Chef wechselt zwar due Abteilung. Aber man kann doch nie wissen ob sie sich da nicht über den Weg laufen. Außerdem sind da ja noch die alten Kollegen von früher. Was haben sie dazu gesagt, dass er die ganze Zeit gemobbt wurde.
 
  • #19
Der Hinweis kam jetzt mehrfach. Probieren kann man es natürlich. Ist es wirklich realistisch, Themen, die bei einem Partner so tiefgreifende Wirkungen haben, einfach auszublenden?
Ich glaube nicht wirklich! Aber es geht darum, Grenzen zu ziehen und dem Partner und auch sich selber klar zu machen, dass es so nicht weiter geht und das man eben nicht mehr als seelischer Müllschlucker zur Verfügung steht. Vielleicht besteht so der Druck, das er endlich reflektiert. Ich halte die Chance für gering, es ist aber eine Krücke, auch für einen selber um sich abzugrenzen.
Nicht einfach....aber vielleicht Stück für Stück. Wenn sich keiner ändert, bewegt sich ganz sicher gar nichts und die Beziehung wird scheitern.
 
  • #20
Er sieht das alles nicht. Bitte helft mir! Danke!
Nope er sieht das nicht.
Er hat eine Arbeitssucht.
Das ist eine Krankheit und er kann dieses Verhalten nicht ändern.
Das bitte gleich merken. ER kann es nicht erkennen, er kann es nicht kotrollieren und nicht ändern. Weil es eine Sucht ist.

Seine Gedanken kreisen unentwegt um die Arbeit. Er spricht ausschließlich über die Arbeit. Die Angehörigen leiden unter der Arbeitssucht und machen sich große Sorgen. Streits mit dem Partner sind vorprogrammiert, da diese zu kurz kommen. Denn es gibt praktisch kein Leben außer Arbeit für den Arbeitssüchtigen.

Sein ganzes Wesen konzentriert sich auf die Sucht nach Erfolg und verbaler Anerkennung.
Ein niedriges Selbstvertrauen wird von starken Dopamin Ausschüttungen bei Anerkennung übertönt. Das Belohnungssystem im Frontalen Kortex wird überflutet mit "Glückshormonen".
Hält aber nicht lang an. Dann kommt wieder der Absturz ins mangelnde Selbstvertrauen.

Dein Freund ist seit vier Jahren in Behandlung.
Mehr als ein Psychologe kannst du nicht leisten.
Ganz viel Liebe hilft auch nicht gegen Süchte.

Was du tun kannst ist, deine Beobachtungen NEUTRAL zu schildern, ohne Vorwürfe, ohne Abwertung.
Ansonsten kannst du dich ausschließlich um dein Wohlergehen kümmern. Denn ihm kannst du nicht helfen.
Du kannst ihn nicht therapieren.
Und dafür hat er ja auch schon jemanden.

Ordne Aussagen von ihm für dich selbst richtig ein.
Damit du nicht irgendwelchen Illusionen aufsitzt.
Sätze wie "Das mache ich nur für uns", oder "Es wird bald leichter"......vergiss es. Es wird nicht leichter, zu keinem Zeitpunkt und er macht es auch nicht für "euch". Sondern es ist eine Sucht.

Pflege deine sozialen Kontakte, unternimm dennoch etwas, auch wenn es ohne ihn ist, lebe dein Leben.
Vergiss die Ausrede, dass er dich daran hindert.
Entscheide dich für Eigenverantwortung.
 
  • #21
Ich muss hier deinem Freund recht geben. Sorry. Ich würde auch nicht mehr zu einen Job zurückkehren bei dem ich gemobbt wurde. Der Chef wechselt zwar due Abteilung. Aber man kann doch nie wissen ob sie sich da nicht über den Weg laufen. Außerdem sind da ja noch die alten Kollegen von früher. Was haben sie dazu gesagt, dass er die ganze Zeit gemobbt wurde.
Das ist ja nicht der Chef, der ihn gemobbt hat. Er hat die Arbeitsstätte doch längst verlassen, ist im neuen Job, der auch wieder superstressig ist und er wieder den ganzen Tag mit Leuten zu tun hat, die keine Ahnung haben. Und dort wechselt jetzt der Chef.

Liebe TE,
Lies dir bitte den Beitrag nochmal durch. Im alten Job verbünden sich Chefin und Oberchef und mobben, obwohl der Mitarbeiter brilliant ist. Sie provozieren also vorsätzlich eine schlechte Leistung in ihrer eigenen Abteilung, was ja letzten Endes auf sie selbst wieder zurück fällt. Komisch.
Im 2. Job wird er zwar nicht gemobbt, aber auch da ist alles doof und stressig, weil er nur mit Leuten zu tun hat, die keine Ahnung haben. Sorry, aber die einzige Berufsgruppe, die so etwas zu Recht behaupten kann, sind Grundschullehrer.

Er will Karriere machen. Ist aber jetzt schon nur im Stress und findet alle dort blöd. Wenn ich dir eins aus meiner langjährigen Erfahrung als Führungskraft versprechen kann, ist es, dass dieser Mann nie Karriere machen wird. Dafür braucht man nämlich ein positives Auftreten, leadership Qualitäten, Motivation und Passion. Und ein gutes Netzwerk. Hat er alles nicht.

Und du bietest ihm die Bühne, auf der er sich auch noch so richtig in seiner Opferrolle suhlen kann.
 
  • #22
Er hat dann ein anderes Jobangebot bekommen und ist quasi dorthin geflüchtet.
Geflüchtet, also nicht das, was er eigentlich wollte.
Aber in unserer Beziehung geht es nur um seine Arbeit, Karriere, wie er den Mobbern alles heimzahlen wird.
Ohnmacht, schreckliches Gefühl. Die Rachefantasien verhelfen ihm das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Also nicht zwingend negativ zu bewerten. Das wird es erst, wenn er stehen bleibt und daran verbittert.

Er hat durch diesen Wechsel seinen Traumjob aufgegeben und sein Wunsch ist es, diesen neuen Job als Sprungbrett zu nutzen.
Dann soll er danach handeln: Netzwerken und seine Fühler ausgestreckt lassen.

Es gibt Tage, an denen er einfach sehr depressiv deswegen wirkt. Er ist ein Kind der Traurigkeit, sagt er. Zu 70% erlebe ich ihn geknickt, nachdenklich, negativ eingestellt, hoffnungslos, pessimistisch
Er steckt in einer Opferrolle gefangen.
Ich habe ihm in den zwei Jahren täglich zugehört, immer getröstet, umsorgt, alles!!
Das war sicherlich gut gemeint, aber ihm wahrscheinlich keine große Hilfe. In einer solchen Situation mag es im ersten Moment als angenehm empfunden werden, wenn einem jemand die Sicht bestätigt ( die anderen sind böse ). Aber langfristig betrachtet, wirkt sich das eher destruktiv aus - siehe seine ausgesprochenen Erwartungen an den Chef Wechsel.
Wir sitzen auf dem Sofa und schauen einen Film, ich merke, wie er gedanklich bei der Arbeit, der Karriereleiter etc ist. Er hat Alpträume wegen der Arbeit
Das ist aber hausgemacht. Ihm fehlt der innerliche Abstand zur Arbeit. Es scheint um seinen Selbstwert nicht sonderlich gut bestellt zu sein, wenn er daran seine Daseinsberechtigung festzumachen versucht. Und dann ….
Er wurde von seiner Cheffin und dem Oberchef gemobbt,
…ist sowas vorprogrammiert. Nicht wenige haben da ein Ego Problem und fühlen sich von solchen überambitionierten Kollegen:innen schnell bedroht und werden ekelig. Denn auch sie machen ihren Wert an ihrer Position fest und fühlen sich dann persönlich angegriffen, wenn ihnen jemand diese indirekt streitig macht.
 
  • #23
Er täte sich einen Gefallen damit, wenn er mal loslassen würde. Leichter gesagt, als getan…aber dazu kannst du etwas beitragen, indem du dem Thema nur noch wenig Raum in eurer Beziehung gibst und ihr euch auf die schönen Dinge im Leben fokussiert, schöne Erinnerungen zusammen konstruiert, anstatt Probleme zu wälzen.

Du bist die falsche Ansprechperson für seine Job Problematik. Er braucht einen Mentor/eine Mentorin, mit dem/mit der er seine beruflichen Selbstreflexion betreibt. Das wäre wesentlich nachhaltiger für euch beide.
 
  • #24
Es ist nicht der Beruf der ihn zerstört, er zerstört sich unbewusst SELBST mit seinem gestörten Verhalten! Es ist sein Leben, wo du dich raushalten sollst! Und es ist dein Leben, was du dir von Niemanden zerstören lassen darfst! Anscheinend bist du genau so wenig einsichtig, wie er, dann passt es ja!
 
  • #25
Nicht sein Berufsleben zerstört alles, sondern er. Willst Du mit dem "Kind von Traurigkeit" so weiterleben?

Er hat vielleicht gar keine Depression, sondern das ist sein Charakter. Wer vier Jahre beim Psychologen in Behandlung ist, sollte so weit reflektiert sein, seine Eigenanteile erkannt zu haben und seine Einstellung und sein Verhalten zu überdenken und zu ändern, je nach Therapieform wird das konkret angegangen und Alltagssituationen geübt.

Aber wenn er auf der Arbeit auch so negativ ist, dann wundert mich nicht, dass er dort Probleme hat. Wenn ich mit so einer pessimistischen Person so viel Zeit verbringen müsste, würde ich wahrscheinlich auch zu mobben anfangen, einfach um nur endlich meine Ruhe zu haben. Ich hatte auch so einen Miesepeter im Büro, alles doof, nur er nicht. Ganz furchtbar. Du bekommst ihn nur zu Hause für wenige Stunden mit und drehst durch. Was glaubst Du, wie das für die Kollegen ist ? Sogar wenn er dort die Zähne zusammenbeißen sollte und erst Abend zu Hause alles rauslässt, diese negative Energie wabert immer um ihn herum.

Ich sage Dir, das wird sich nicht ändern. Warum auch ? Du sollst Dich ihm anpassen. Man kann füreinander da sein, aber er ist wie ein schwarzes Loch, der alles einsaugt.

Ich könnte das nicht aushalten und würde mich trennen und mir einen Partner suchen, der mir gut tut.


.
 
  • #26
Von einem Workaholiker in deinem und seinem Alter würde ich mich umgehen trennen.
Er: Ändert sich wahrscheinlich nicht mehr grundlegend, und
Du: Verschwendest kostbare Lebenszeit.
Jemanden, den seine Arbeit nicht auch irgendwie glücklich macht oder zumindest mit Sinn erfüllt, der alles Schöne ins Negative zieht, wollte ich nicht als Partner haben. Mein Mann kann auch schlechter abschalten als ich mit meinen drei anspruchsvollen Jobs, aber er lässt sich nur zu gerne zu Schönem verlocken. Was dich bei so jemandem hält, weiß ich nicht. Ist er empathisch, hört dir auch mal zu oder macht was für dich, oder ist das so einseitig, wie du es beschreibst? Wenn ja, bist du Mama und Therapeutin oder Geliebte und Partnerin? Und was willst du wirklich sein?
 
  • #27
Vielen Dank für alle eure Nachrichten. Ich freue mich über jede weitere Nachricht, da ich mich verstanden fühle und es sich gut anfühlt. Ich werde morgen versuchen, auf alles einzugehen.
 
  • #28
Vorsicht...., das jemanden zuzuschreiben, der vielleicht, weil er gerade so brilliant ist, deswegen gemobbt wird, bzw. hier kann man ja von Bossing sprechen, liest sich nicht angenehm.
Siehe oben.
Fühlt sich nicht verstanden, nicht wertgeschätzt.
Ist menschlich, passiert vielen Menschen im Berufsalltag.
Egozentrik. Empathielosigkeit?
Rachegedanken. Ganz schlecht, wenn sich die Gedanken um die bösen Anderen drehen, die einem immer nur unrecht antun.
Egozentrik. Empathielosigkeit?
Auch Menschlich, sicherlich nicht gut, aber verständlich
Das kannst so beurteilen bzw. bewerten......?
Täuscht Du Dich? Sucht nach Perfektion im Job?
Klingt für mich nach starker Manipulation seinerseits. Keine Reflektion seines Verhaltens.
Wer Bossing jahrelang ausgesetzt ist, zeigt leider keine vernüfntigen Denkweisen. Stell dir vor, man würde mir dir so umgehen!
Tiefe Frustration. Er erhält nicht die Wertschätzng für die Arbeit, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Anzeichen einer versteckten narzisstischen Persönlichkeit?
Wow, jetzt noch die Frage nach einer narzisstischen Persönlichkeit bei diesem Mann....
Dieser Mann ist in einer Lebenskrise, bei dir lese ich Arroganz, mangelndes Verständnis, bzw. Sachlichkeit.

Es gibt da draussen in unserer nicht tollen Arbeitswelt ganz viele Menschen, denen es so geht. Denen zu unterstellen, sie wären selber Schuld an ihrem Leid, ist für mich ein Zeichen von Narzissmus und Boshaftigkeit.

WÜ55
 
  • #29
Ich bin definitiv kein Workaholic, aber ich kenne die Situation, in einem mobbenden Arbeitsumfeld „gefangen“ zu sein.
Man will nicht wechseln, weil es eben eine finanziell gute, sichere Stelle ist, aber es macht einen krank und permanent unzufrieden. Und man nervt seine Partnerin ohne Ende mit dem Thema, kann es nicht ausblenden, redet ständig drüber.

Bei mir half (allerdings nach Beziehungsende, allerdings war die Sache mit der Arbeit wohl auch nicht der zentrale, zumindest nicht der einzige Trennungsgrund) ein Stellenwechsel, der sich günstig ergab.

Was kann die Partnerin tun?
Wahrscheinlich nur ein Warnschuss, Trennung auf Zeit, bis der Mann sein Berufsleben auf die Reihe bekommen hat. Bis dahin getrennte Wohnungen, vielleicht schon Treffen ab und zu, aber wohl am besten ohne Sex und mit der eindeutigen Option, sich ganz zu trennen, wenn es nicht besser wird.
 
  • #30
Gleich von Beiden?
Eigenanteil gleich Null?



Alles Deppen, außer ich.



Fühlt sich nicht verstanden, nicht wertgeschätzt.



Wird nicht besser.
Negativistische Grundeinstellung. Persönlichkeitsveränderung.
Hatte heute gerade einen beruflichen Kontakt. 180 Minuten. Alles Scheiße. Am Ende auch Toni Kroos. Furchtbar. Geht man nur noch raaus und atmet tief durch.



Egozentrik. Empathielosigkeit?
Rachegedanken. Ganz schlecht, wenn sich die Gedanken um die bösen Anderen drehen, die einem immer nur unrecht antun.



Negativistische Grundeinstellung.



Täuscht Du Dich? Sucht nach Perfektion im Job?
Klingt für mich nach starker Manipulation seinerseits. Keine Reflektion seines Verhaltens.



Tiefe Frustration. Er erhält nicht die Wertschätzng für die Arbeit, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Anzeichen einer versteckten narzisstischen Persönlichkeit?



Alles wird negativ konnotiert.



Geh. Wird nicht besser.
Das dachte ich auch alles beim Lesen…aber nur als eine Möglichkeit; natürlich kann es auch anders sein. Ich habe aber auch eine Bekannte, die da sehr ähnlich ist - nicht so extrem. Sie ist menschlich sehr schwierig und es gibt da durchaus Gründe, aus denen sie immer wieder in Mobbing-Situationen gerät, bzw. diese als solche wahrnimmt, wo ich von außen denke, die Situation ist schon komplexer…
Mich würde auch mal interessieren, ob er nicht vor dem Mobbing auch so war… weißt du da was zu? Ich finde, es hört sich eher an, als sei das seine Persönlichkeit, als „nur“ diese Mobbing-Erfahrung. Dieses extreme um sich kreisen, Rachegefühle, so eine Fixierung… Und auch, als sei er überfordert mit Stress. Auf jeden Fall braucht er dringend eine Therapie. Und du bist nicht seine Therapeutin. Wenn er nicht bereit ist, sich helfen zu lassen, würde ich mich trennen, wenn sich nichts ändert. Das ist doch keine Beziehung.
@Wildblume ich versteh deine Kritik und natürlich kann es so sein; ich finde es nur auch schräg, wenn jemand sagt, alle auf der Arbeit haben keine Ahnung außer ich. Ich kenne auch wirklich brillante Leute, die sagen sowas nie, auch wenn es stimmt. Ich finde das, gerade wenn man selbst gemobbt wurde, seltsam.
W, 38
 
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