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Gast

  • #31
Gerade prominente Frauen, deren Name eine Marke ist, werden diesen durch eine Heirat ganz sicher nicht ändern. Und das trifft auch für nicht-prominente Frauen, die sich ebenfalls schon viel/einiges aufgebaut haben, zu. Also im Grunde jede selbständig lebende Frau. Ich verstehe auch nicht, warum hier immer gleich mit "Emanzentum" und "Geschlechterrollen" argumentiert wird. In Spanien ist es einfach selbstverständlich, dass die Frau ihren Namen behält, mit Emanzipation hat das nichts zu tun.
 
  • #32
Liebe Fragestellerin,

hier sind verschiedene Punkte
1) Die "sachliche" Ebene. Hier geht es um Fragen wie: Welche Namens-Lösung ist für den Beruf/Kinder etc. die sinnvollste. ==> hier ist Kernfrage, wie wichtig sein Name für Ihn ist, außerdem, ob ihr Kinder wollt.
2) Die "emotionale" Ebene: Wer hängt wie stark an seinem Namen, findet ihn "schön" etc. Welche Gefühle sind mit einem Namenswechsel etc. verbunden. Da sagst Du wenig dazu.
3) Die "emanzipatorische" Ebene: Hier geht es um das, was Du mit "Altertümlich" beschreibst.
Hier ist für mich eine Frage, die Du Dir sehr genau überlegen solltest: Ich finde es merkwürdig und unpassend, wenn sich manche Frauen die Emanzipation nach Wunsch zurecht legen:
Nach dem Motto: Zahlen beim ersten Date =altertümlich, schliesslich ist Liebe was anderes als Emanzipation. Nameswechsel=emanzipiert: wieso ich. Heiratsantrag und Ansprechen: altertümlich, Kindererziehung=eamzipiert; etc.
Kurz: Wenn Du ÜBERALL die emanzipierte Fassung bevorzugst (Du machst den Heiratsantrag, hast beim ersten Date bezahlt, reparierst selbst Dein Auto und organisierst eine Valentinstagüberraschung für Ihr) dann finde ich den Standpunkt Ok - wenn nicht, solltest Du ihn überdenken.

Du solltest Dir auch überlegen, was der Namenstausch für Ihn persönlich bedeutet (vielleicht das, was einer anderen Frau ein Heiratsantrag auf Knien ist.... .)

Daniel1980
 
G

Gast

  • #33
Ach so, Polygamie ist übrigens in nicht wenigen Ländern erlaubt. Sollen wir diese Regelung auch auf Deutschland anwenden - denn hey, Gesellschaften entwickeln sich. Wohl eher nicht, oder?
Ein ziemlich schräger Vergleich - Polygamie und Namensänderung. Und FALLS sich die Gesellschaft tatsächlich deutlich in diese Richtung entwickeln würde, wäre es selbstverständlich in Ordnung, Polygamie zu erlauben.
Frauen durften früher ja auch nicht wählen oder konnten ohne Erlaubnis des Mannes nicht arbeiten gehen. Und das wurde ja mittlerweile auch abgeschafft, oder? Weil sich die Gesellschaft eben anders bzw. weiter entwickelt hat. Alles kann sich ändern.
 
M

Mooseba

  • #34
Ich verstehe auch nicht, warum hier immer gleich mit "Emanzentum" und "Geschlechterrollen" argumentiert wird. In Spanien ist es einfach selbstverständlich, dass die Frau ihren Namen behält, mit Emanzipation hat das nichts zu tun.
Und hier das ist Gegenteil selbstverständlich und hat nichts mit altertümlich zu tun. Wer meinen Namen nicht will, soll auch nicht mit mir verheiratet sein wollen.
 
G

Gast

  • #35
Solange der Mann keinen absolut hässlichen Nachnamen wie z.B. Rindfleisch oder so hat ( hab ich tatsächlich mal gehört), ist es für mich kein Problem, seinen Namen anzunehmen.
Ich habe aber auch eine Freundin, die einen wunderschönen italienischen Nachnamen hatte und dann durch die Heirat mit einem Deutschen seinen Namen angenommen hat. Das finde ich dann nicht so toll, weil ihr vorheriger Name einfach so toll klang.
 
G

Gast

  • #37
Meine Verlobte möchte von sich aus meinen Nachnamen annehmen. Ich bin da, ich denke für deutsche Verhältnisse, sehr modern und hätte es auch absolut in Ordnung gefunden wenn sie ihren Nachnamen behalten hätte - in Ländern wie Spanien bspw. ist es selbstverständlich dass die Frau auch nach der Heirat ihren Nachnamen beibehält.

Aufgrund des Nachnamens irgendein "Zusammengehörigkeitsgefühl" abzuleiten halte ich für völlig abstrus. Das ist nun rein beziehungstechnisch wirklich nicht das Entscheidende für Erfolg oder Misserfolg einer Ehe.
 
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Gast

  • #38
Wenn ein Paar sich nicht auf einen gemeinsamen Nachnamen einigen kann, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür besser getrennte Wege zu gehen. In einem gemeinsamen Leben werden noch unzählige andere gemeinsame Entscheidungen zu treffen sein, der gemeinsame Name ist nur eine kleine Nagelprobe.

Ich würde bei einer Frau auf dem Ego-Tripp meinen Heiratsantrag zurück zu ziehen.

m
 
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Gast

  • #39
Ich habe bei der Heirat sehr gerne den meines Mannes Namen angenommen. Ich habe mich auf ein Leben mit ihm gefreut, es hat mich gefreut, seinen Namen tragen zu dürfen, ein Zeichen dass ich zu ihm gehöre, das wir zusammen gehören. Kurz nach der Heirat hat mein Mann mich oft absichtlich statt mit dem Vornamen mit Frau X angesprochen, aus Spaß, einfach weil es ihm - und mir - gefallen hat dass ich jetzt seinen Namen trage. Er hat gemeint so gewöhne ich mich schneller an den neuen Namen ;-)
Er hat 2 Schwestern welche verheiratet sind und der Name wäre in unserer Stadt somit "ausgestorben", wenn er meinen Namen angenommen hätte. Und ich habe drei Brüder, welche meinen Mädchennamen "würdevoll" weitertragen und auch weitergeben.
Ich habe 29 Jahre mit meinem Mädchennamen ein Leben gelebt, welches sehr schön war. Mit 29 Jahren habe ich ein Leben an der Seite meines geliebten Mannes begonnen, ein neuer Lebensabschnitt und alle Welt konnte und sollte es sehen.
Für mich hat das nichts mit Identitätsaufgabe o.ä. zutun. Ich bin noch immer ich selbst - daran ändert mein Nachname nichts. Bei Rechtsanwälten oder Ärztinnen, die sich bereits einen "Namen gemacht haben" kann es ich verstehen, wenn sie ihn behalten möchten.

Ich kann nicht verstehen dass Frauen so verbissen darauf bestehen, dass sie ihren Namen behalten oder es zumindest auf keinen Fall (!!!) als selbstverständlich erachten, seinen Namen anzunehmen. Und sobald er darauf besteht ist er ein übler Macho der einem die Rechte und die Identität nehmen möchte. Mein Gott, nur weil man einen anderen Namen annimmt gibt man doch nicht selbst auf. Ich finde man kann seine Heirat und das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht schöner zeigen.
 
G

Gast

  • #40
Sollte ich jemals heiraten dann werde ich alleine danach entscheiden, wie der Nachname des Mannes klingt. Ist es ein Allerweltsname oder so furchtbar wie das Rindfleisch-Beispiel, dann ist es klar, dass ich meinen Nachnamen behalte. Wenn es ein schöner Nachname ist, dann übernehme ich ihn. Bindestrichnamen gehen gar nicht.
Schade, dass es in Deutschland nicht möglich ist, dass beide Eheleute bei der Heirat einen komplett neuen "gemischten" Nachnamen annehmen. Also dass aus einem Herrn Seefeld und einer Frau Schönberg dann "Mann und Frau Schönfeld" oder "Seeberg" werden, das fänd ich gut.
 
G

Gast

  • #41
Lieber Daniel,

wie gesagt, es geht in unserem Fall nicht nicht um schöner bzw. langweiliger oder ungewöhnlicher Nachname, sondern um die Kontinuität des Familienunternehmens, dem ich in 2. Generation angehöre und dass ich eines Tages durch die wechselvollen Zeiten führen werde.

Natürlich habe ich vor unserer Verbindung über viele Jahre bereits ein selbständiges Leben unter diesem Namen geführt und identifiziere mich logischerweise mit meinem Nachnamen.

Ich gehe davon aus, dass jeder seinen Nachnamen in der Ehe einfach behält, denn umgekehrt kann ich nicht verlangen dass mein Verlobter seinen Namen mit der Hochzeit verliert. So ist es gerecht.

"Wenn Du ÜBERALL die emanzipierte Fassung bevorzugst ..."

Was soll denn diese Bemerkung ?

Ich versteh nicht wieso's in Deutschland immer gleich um Grundsatzdebatten der Frauenemanzipation in der bundesrepublikanischen Gesellschaft gehen soll ? Ganz praktisch profitiert er von meinem Namen, aber selbstverständlich kann er ihn ablehnen und seinen Namen weiter führen. Jeder mag seinen Namen gern hören, das ist doch nur natürlich nach plus 3 Jahrzehnten Gewöhnung. Überwindung wird nicht verlangt !

Übrigens ist es mir vollkommen egal welchen Nachnamen mein Kind dann erhält, Hauptsache es ist gesund.
 
G

Gast

  • #42
An die Männer, denen es hier sooo wichtig ist, dass die Frau ihren Namen annimmt: Würdet Ihr das im Falle einer Scheidung (die Möglichkeit liegt immerhin bei ca. 50%) immer noch so toll finden? Boris Becker hat sich ja auch schon beschwert, dass seine Ex Barbara seinen berühmten Nachnamen einfach nicht ablegen will, obwohl sie seit 12 Jahren geschieden sind.
 
G

Gast

  • #43
Ich bin w, 42 und komme durchaus alleine zurecht.
Ich wollte nie Kinder, brauche viel Freiraum, bin unabhängig, kann auch die Rechnung für beide bezahlen, gebe manchmal den Ton an, fühle mich durchaus gleichberechtigt, habe auf mehreren Kontinenten gelebt usw usw.- bin also eher der unabhängige Typ.
Aber NIE, NIE käme ich auf die Idee, einen Doppelnamen zu wählen oder das jeder seinen behält-
Ich finde das furchtbar: Ich bin Frau Meier und das ist Herr Müller und wir sind verheiratet - grauenhaft!
Würde mir ein Mann seinen Namen nicht geben wollen dann würde er mich nicht bekommen.
Ob das altmodisch ist oder unemanzipiert ist mir völlig schnurz.
Würde ein Mann meinen Namen wollen würde ich einen Lachanfall bekommen - nicht, weil er hässlich ist sondern weil ich es total unmännlich finde.
Man kann auch die Suchmaschinen so einrichten dass man trotzdem gefunden wird - und wenn hier auf die Promis zurück gegriffen wird, es gibt genügend Gegenbeispiele. Feldbusch, jetzt Pooth...
w
 
G

Gast

  • #44
Der Fußballer Khalid Boularouz (Noch-Ehemann von Sabia Boularouz / die Neue von van der Vaart) hat neulich gesagt: "Ich hasse es, dass diese Frau immer noch meinen Namen trägt!" Deshalb denke ich, dass es in der heutigen Zeit auf jeden Fall besser ist, wenn einfach jeder seinen Namen behält. Weil es nun mal nur selten "für immer und ewig" hält und spätestens dann wird jeder Mann froh sein, wenn die ungeliebte Ex eben NICHT mehr seinen Namen trägt.
 
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Gast

  • #45
Ich habe mich erst heute mit einer Spanierin darüber unterhalten. Sie sagte: "Warum soll ich als erwachsene Frau meinen Namen ablegen, nur weil ich heirate?! Das ist ja so, als würde ich meine Identität abgeben!" Sie kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum dieses Thema hier in Deutschland immer noch Diskussionen über Emanzipation und übertriebenen Feminismus nach sich zieht. Sie sagt, in Spanien ist es das Natürlichste auf der Welt, dass eine erwachsene Frau auch ihren Familiennamen behält, er gehört schließlich seit ihrer Geburt zu ihr.

Und gerade in der heutigen Zeit, in der viele Frauen erst mit 30+ heiraten, ist eine Namensänderung absolut lächerlich, da es sich nicht wie früher um ein unbedarftes junges Ding, sondern um eine gestandene Frau handelt, die seit ca. 15 Jahren ein erwachsenes Leben mit ihrem Namen führt. Die Kinder können ja dann wie der Mann heißen, aber das sind ja auch KINDER, also noch keine Erwachsenen, im Gegensatz zur Frau.
 
G

Gast

  • #46
An die Männer, denen es hier sooo wichtig ist, dass die Frau ihren Namen annimmt: Würdet Ihr das im Falle einer Scheidung (die Möglichkeit liegt immerhin bei ca. 50%) immer noch so toll finden?
Nach der Scheidung kann die Frau auch ihren alten Namen wieder annehmen. Es wäre natürlich durchaus nicht schlecht, wenn dies eine automatische Scheidungsfolge wäre. Im Moment betreiben die Frauen hier die übliche Rosinenpickerei. Eine verheiratete Frau Müller wird fast immer zur Frau Gräfin X, aber kaum umgekehrt.
 
G

Gast

  • #47
Ich habe im Sommer geheiratet und sehr gerne den Namen meines Mannes angenommen, mein Partner hätte aber auch verstanden, wenn ich meinen Mädchennamen behalten hätte. Ich trage gerne einen gemeinsamen Namen und als Identitätsverlust sehe ich die Annahme seines Namens sicherlich nicht :)

Ich habe nun einen kurzen Allerweltsnamen, wenigestens versteht man den sofort am Telefon und muss nicht nachfragen: "Wie lautet nochmal ihr Name"?

w
 
  • #48
Wir beide wollten eigentlich einen gemeinsamen Doppelnamen als Familiennamen. Leider gibt das das deutsche Namensrecht nicht her. Nun habe ich also das Bindestrich-Ungetüm als Nachnamen, stelle mich aber überall nur mit meinem Geburtsnamen vor und trage im Beruf auch nur mein altes Namensschildchen. Wenn mich doch jemand mit dem Doppelnamen anspricht, dann sag ich: "das müssen Sie nicht, war ein Hochzeitsgeschenk an meinen Mann und die Hochzeit ist jetzt rum.." Ist zwar fies, aber er hatte seinerseits darauf bestanden, ein Drama daraus gemacht etc... Ich lasse ihn daher, wenn auch meist humorvoll verpackt, "spüren" was er mir "angetan hat". Übrigens: selbstverständlich musste er allen Schriftkram übernehmen, der sich aus der Namenänderung ergeben hat.
 
G

Gast

  • #49
Ich fände es am besten, wenn in Deutschland jeder einen Doppelnamen aus den Namen seiner Eltern hätte und dann entscheiden könnte, welchen der beiden Namen er an seine Kinder weitergibt, damit diese ebenfalls wieder nur einen Doppelnamen haben. Das wäre wahre Gleichberechtigung, jeder könnte seinen Geburtsnamen behalten und die Kinder hätten trotzdem den Namen beider Eltern, und kein Namenszweig würde zwangsläufig aufhören. So, wie es ist, gibt es ja doch meistens Streit, wenn die Frau nicht den Namen des Mannes annehmen oder zumindest den Kindern seinen Namen geben will. Und meistens verliert die Frau die Diskussion und gibt irgendwann auf, um dann durch die Namensaufgabe ein Stück ihrer Identität aufzugeben oder einen Doppelnamen tragen zu müssen, jedenfalls endet aber ihr Namenszweig. Gerade als Frau, die "die Letzte ihrer Art" ist, aber auch verstehen kann, wenn der zukünftige Vater meiner Kinder ebenfalls seinen Namen weitervererben will, finde ich das deutsche Namensrecht unflexibel. Ich müsste dann wohl einen Würfel oder eine Münze entscheiden lassen, ob meine Familie ausstirbt, denn einfach so fügen würde ich mich nicht...
 
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Gast

  • #50
Wenn ein Paar sich nicht auf einen gemeinsamen Nachnamen einigen kann, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür besser getrennte Wege zu gehen. In einem gemeinsamen Leben werden noch unzählige andere gemeinsame Entscheidungen zu treffen sein, der gemeinsame Name ist nur eine kleine Nagelprobe.

Ich würde bei einer Frau auf dem Ego-Tripp meinen Heiratsantrag zurück zu ziehen.

m
Interessante Aussagen. Da sollte die zukünftige Ehefrau genau hin hören.

Im ersten Satz sprichst du noch von "sich einigen".
Ob das mit dem "sich einigen" klappt ist für dich ein Indiz, wie es in Zukunft aussieht mit der "gemeinsamen" Entscheidungsfindung. Hört sich zunächst mal sehr demokratisch an.

Stutzig mach mich dann dein letzter Satz, wo du plötzlich vom Ego-Trip der Frau sprichst.
Ich gehe mal davon aus, dass du mit Ego-Trip meinst, dass sie nicht deinen Namen annehmen will (warum sonst "EGO-Trip").

Dein Post sagt also aus, dass du dich lieber gleich trennst anstatt zu heiraten, wenn die Frau schon bei dem Thema "Namenswahl" nicht bereit ist die Entscheidung "mitzutragen", die letztendlich nichts anderes bedeutet als sich DEINEM Willen zu beugen.

Ich denke für die Frau wäre es kein großer Verlust, einen Mann "auf dem Ego-Trip" ziehen zu lassen. Kann sie doch davon ausgehen, dass du die selbe Unterwürfigkeit auch bei zukünftigen "gemeinsamen" Entscheidungsfindungen erwartest.
 
G

Gast

  • #51
habe bei der Heirat den Namen meines Mannes angenommen, weil wir beide Kinder wollten und diese den gleichen Namen wie Ihre Eltern haben sollten, also folglich sollte ich schon den gleichen Namen, wie mein Mann haben. Das erschien mir logisch.
Das Ziel hätten Sie auch erreicht, wenn Ihr Mann Ihren Namen angenommen hätte. Und das ist jetzt tatsächlich logisch!
 
G

Gast

  • #52
Wenn vor der Heirat schon ein Kind da ist, würde ich als Frau dann den Männernamen übernehmen.
Ich möchte selbst aber keine Kinder, deshalb würde ich bei einer eventuellen Heirat ganz normal meinen Namen behalten. Sollten später wider Erwarten doch noch ein Kind dazukommen, kann es ja den Namen des Mannes tragen.
 
G

Gast

  • #53
Ich bin auch mehrere Jahre mit meiner Partnerin zusammen und wir planen auch irgendwann zu heiraten. Da meine Freundin geschieden ist und ihren Mädchennamen wieder angenommen hat (der mir eigentlich gut gefällt) und eine Tochter mit gleichem Namen hat, habe ich ihr gegenüber angedeutet, dass ich eventuell ihren Namen annehmen möchte. Da ich mit meinem Nachnamen nicht so zufrieden bin ist dies für mich kein Problem, nur wie soll ich es meiner konservativen Familie beibringen. Es kommt noch dazu dass ich in der Nähe meiner Familie wohne und mein Umfeld überrascht sein wird. Ich habe darüber schon kurz mit meiner Mutter gesprochen, leider ist es für sie nicht nachvollziehbar. Ich muss daher noch Überzeugungsarbeit leisten.
Von den Optionen Doppelname bzw. verschiedene Namen halte ich nichts.
 
G

Gast

  • #54
Ich kann nicht verstehen dass Frauen so verbissen darauf bestehen, dass sie ihren Namen behalten oder es zumindest auf keinen Fall (!!!) als selbstverständlich erachten, seinen Namen anzunehmen. Und sobald er darauf besteht ist er ein übler Macho der einem die Rechte und die Identität nehmen möchte. Mein Gott, nur weil man einen anderen Namen annimmt gibt man doch nicht selbst auf. Ich finde man kann seine Heirat und das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht schöner zeigen.
Ich kann nicht verstehen, warum Männer nicht nur verbissen darauf bestehen, den eigenen Namen zu behalten, sondern auch noch die Frechheit besitzen, von ihrer Partnerin zu verlangen, dass diese ihren eigenen Namen aufgibt. Die Zeiten, in denen ein gemeinsamer Ehename Pflicht war, sind ja nun, den Feminsitinnen sei Dank, vorbei.

Und selbstverstädnlich ist ein Mann ein übler Macho, wenn er es für Selbstverständlich erachtet, dass sein Name zum Familiennamen wird. Gleichberechtigung ohne wenn und aber geht anders!

Wenn ein gemeinsamer Name gewollt ist, beide einen erträglichen Familiennamen haben, es keine wirtschaftlichen Gründe gibt, einen Namen zu bevorzugen, wie das bei der FS der Fall ist, die ja das Familienunternehmen führt, dann gibt es nur eine faire Lösung: losen!

Frauen, die bereitwillig den Namen Ihres Mannes annehmen, sind in meinen Augen rückgratlos und billig.
 
G

Gast

  • #55
Und selbstverstädnlich ist ein Mann ein übler Macho, wenn er es für Selbstverständlich erachtet, dass sein Name zum Familiennamen wird. Gleichberechtigung ohne wenn und aber geht anders!
Und selbstverständlich ist eine Frau eine üble Rosinenpickerin, wenn sie es für selbstverständlich erachtet, dass er die Rechnung beim Date bezahlt, den Heiratsantrag ausspricht, die Ringe kauft ... Gleichberechtigung ohne wenn und aber geht anders!

Letztlich muss jedes Paar diese Frage gemeinsam für sich beantworten. Wenn eine Frau jedoch das klassisch-traditionelle Werbeverhalten vom Mann resp. eine Sonderbehandlung ihrer Person alleine aufgrund ihres Geschlechts erwartet, wird auch klassisch-traditionell geheiratet. Andernfalls findet eben keine Heirat statt.
 
  • #56
Eventuell sollte man hier auch das spanische Modell in D übernehmen. Jeder behält seinen Namen und gut ist es. Deshalb haben die Spanier auch immer einen Doppelnamen ohne Bindestrich. Der eine Name kommt von der Mutter und der andere vom Vater. Mit diesen Namen wird man geboren und damit wird man auch beerdigt.
In meinen Bekanntenkreis kenne ich sogar 3 Paare wo der Mann den Namen der Frau angenommen hat. Dies lag primär daran, dass bei 2 Paaren die Frau eine Ordination hatte und bei einer Namensänderung die Kunden vielleicht denken würden, es handelt sich um eine neue Ärztin.
 
  • #57
Eventuell sollte man hier auch das spanische Modell in D übernehmen. Jeder behält seinen Namen und gut ist es. Deshalb haben die Spanier auch immer einen Doppelnamen ohne Bindestrich. Der eine Name kommt von der Mutter und der andere vom Vater. Mit diesen Namen wird man geboren und damit wird man auch beerdigt.
Ach, das wäre aber immer noch nicht genug. Denn wessen Name wird denn dann an die eigenen Kinder weitergegeben, der des Vaters (bzw. dann Großvaters) oder der der Mutter? Natürlich der des Vaters.

Mir ist es relativ egal, ob meine Frau ihren Namen behält oder meinen annimmt. In gewisser Weise wäre ich sogar froh, wenn sie ihren behält. Ich wäre auch bereit gewesen, ihren Namen anzunehmen, hätte dafür aber an anderer Stelle die Erfüllung eines Wunsches von ihr gefordert (z.B. bestimme ich den Vornamen unseres ersten Kindes oder so etwas in der Art, oder die Kinder erhalten meine Konfession).
Wenn jeder seinen Namen behalten hätte, hätte es aber einen Punkt gegeben, bei dem ich nur äußerst bedingt mit mir hätte diskutieren lassen, und das ist der Nachname unserer Kinder. In diesem Punkt liegt nämlich m.E. oft ein Missverständnis vor. Die Tatsache, dass traditionell der Familienname der Name des Mannes war, ist nicht mit einer Privilegierung des Mannes gegenüber der Frau zu erklären, sondern mit einem Ausgleich für einen natürlichen Nachteil, den er hat: Schon seit der Antike gibt es den Rechtsgrundsatz, dass die Mutter in Bezug auf ihre tatsächliche Elternschaft immer sicher ist, der Vater immer unsicher. Deshalb hat es sich meiner Meinung nach historisch so etabliert, dass der Vater seinen Namen an die Kinder weitergibt, gewissermaßen als symbolische (!) Adoption. D.h., wenn man es genau nimmt, müsste der Ausgleich für den Mann bei Verzicht auf die Weitergabe seines Namens an die Kinder eigentlich Vaterschaftstest lauten.
Naja, man kann das ganze natürlich auch ein bisschen zu wichtig nehmen, aber wenn wir hier schon über Prinzipien diskutieren, dann müsste das eigentlich sein.
 
G

Gast

  • #58
Die Familie meines Mannes hat eine viele Jahrhunderte alte Tradition und er ist der erstgeborene Sohn seiner Eltern. Damit war alles entschieden und ich habe genau gar kein Problem damit - ich bin im Gegenteil stolz darauf, jetzt gemeinsam mit ihm die Linie fortzusetzen. Was ein kindischer "Wille", dagegen zu halten!!! Das hat mir wirklicher Gleichberechtivung wenig, wohl aber viel mit verkrampften Emanzengetue zu tun.

Ein Problem komplex eladener Lehrerinnen und Parvenues.

w,41
Du klingst ziemlich hochnäsig und scheinst dir ja sehr viel darauf einzubilden nun ebenfalls diesen Namen tragen zu dürfen.

Hättest du wohl seinen Namen genauso gerne angenommen, wenn deine Familie eine "viele Jahrhunderte alte Tradition" hätte, du einen seltenen und zugleich wunderschönen, klangvollen Nachnamen hättest, womöglich den einer bedeutenden Familie, du das einzige Kind deiner Eltern wärst, somit die Einzige eures Familienzweiges, die den Namen noch weiter geben könnte, und dein zukünftiger Mann hieße "Meier"?
 
  • #59
Ach, das wäre aber immer noch nicht genug. Denn wessen Name wird denn dann an die eigenen Kinder weitergegeben, der des Vaters (bzw. dann Großvaters) oder der der Mutter? Natürlich der des Vaters.
Jein es werden beide Namen weitergeben.
Wenn z.B. Julia Gomez Porras und Miguel Soler Sánchez ein Kind bekommen, dann
trägt es die Nachnamen-Kombination Soler Gomez. Als erste der Name v. Vater und dann von der Mutter.
P.S. Lieber Moderatoren dies sollte kein Chat sein, sondern eher ein Bsp. wie es auch bei uns gehen könnte:)
 
G

Gast

  • #60
Ich würde bei einer Heirat nie auf meinen Namen verzichten. Aber auch keinen zweiten annehmen. Ich stelle mir gerade folgendes vor:

Frau V, geborene U, geschiedene x, geschiedene Y, geschiedene Z. Hm - da wäre ich völlig überfordert.

Egal - ich bin ohnehin ein Heiratsgegner. Und Männer, die noch in der Höhle leben und verlangen, das die Frau auf alle Fälle ihren Namen annimmt und Männer lächerlich finden, die den Namen ihrer Frau annehmen sind für mich ohnehin ein totales No-Go.

w