• #31
Ich werde glaub missverstanden.
Von Blumchensex war meinerseits nie die Rede. Nach der Geburt war mir der Anfang zu heftig. Ich bin durchaus in der Lage aktiven und härteren Sex zu geniessen. Dazu brauche ich aber vorher stimuliert zu werden. Ein Gefühl zu kriegen, auf mich wird eingegangen. Ist das so viel verlangt? Es liegt eher daran, das ich keine Zeit für den Übergang hatte, mich wieder für den heftigere Sex bereit zu fühlen.
Es sind auch mehrere andere Sachen passieren, die ich hier aus Rücksicht auf mein Privatleben nicht erzählen werde. Mein Mann gab mir jedenfalls immer wieder zur spüren, dass die anderen Frauen das viel besser meistern als ich und ich soll mich bitte nicht so anstellen und einfach machen. Und nicht nur was Sex angeht, auch Privatleben: Das ich Trennungsschmerzen hatte als ich anfing zu arbeiten (ich bin finanziell nicht abhängig und hab eine gute Ausbildung) war auch mit der Zeit nicht akzeptabel für ihn. Weil die anderen das viel schneller hinter sich haben.
Irgendwann hab ich einfach aufgehört mich zu bemühen, weil meine Grenzen erreicht worden sind. Und ich hab mich wirklich bemüht. Jedenfalls hat das mich viel Kraft gekostet, war aber trotzdem zu wenig.
Trennung ? Na ja, einfach wegwerfen anstatt daraus noch was machen zu wollen? Wäre das einfachste, hab auch oft Lust dazu. Aber ich weiss das damit die Probleme nicht gelöst werden.
 
  • #32
Eine Geburt verändert den weiblichen Körper auf brutale Weise. Es ist eine enorme, lebensgefährliche Strapaze. Das scheint vielen Männern und auch deinem überhaupt nicht klar zu sein.
Dazu kommt, dass die Rund-um-die-Uhr-Pflege eines Babies enorm anstrengend ist.
Auf all das ist dein Mann nicht eingegangen, er kapiert es auch nicht. Sorry, er scheint auch nicht der intelligenteste zu sein. Stattdessen hat er für dich Vorwürfe, verstrht nicht, dass du in deiner jetzigen Situation zu müde für feurigen Sex bist, bedrängt dich, will dich als unnormal hinstellen. Du hast durch all diese Umstände und seine Reaktionen darauf erstmals gemerkt, wie er wirklich drauf ist und deshalb bist du abgestoßen von ihm. Ich denke er hätte niemals Vater werden sollen! Denn er hat kein Verständnis, keine Empathiefähigkeit, und einen evtl krankhaft übersteigerten Sexualtrieb. Du hingegen hast ganz normal reagiert auf Schwangerschaft, Geburt, Pflegestrapazen, Schlafmangel, etc. Und auch die Aversion die du gegen deinen Mann entwickelt hast aufgrund seines Verhaltens ist doch ganz normal und gesund.

Es wundert mich auch nicht dass diese Aversion, die sich bei dir entwickelt hat, bestehen geblieben ist über mehrere Jahre. Er ist ja weiterhin nicht auf dich eingegangen, nur Vorwürfe und heftige Streitigkeiten. Ich denke, du wärst ohne ihn viel zufriedener.
 
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  • #33
Tut mir leid, wenn du dich missverstanden fühlst.
Allerdings verstehe ich tatsächlich das Problem noch nicht so ganz.
Aus meiner Sicht hast du ein gutes angenehmes Leben: Eine Familie mit einem Mann, der dich noch begehrt und vermutlich liebt, einen guten Job und finanzielle Sicherheit, keine übermäßige Belastung mit einem Kind. Warum fühlst du dich dennoch so überfordert? Was steckt dahinter? Nicht immer ist das einfach festzustellen, vielleicht melden sich da traumatische Erlebnisse aus früherer Zeit. Gehe in dich, bevor du durch eine Trennung dein doch eigentlich gutes Leben zerstörst.
Alles Gute!
 
  • #34
Wenn der Mann und die Frau sich bewusst für ein Kind entscheiden, dann ist von beiden in gleichen Maße zu erwarten, die Konsequenzen und auch Auswirkungen auf das sexuelle Leben zu tragen.
Solche Entwicklung war von mir nicht gewollt. Ich hab versucht das zu ändern, ich bin in der Therapie. Ich fühle mich hilflos.
 
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  • #35
Eine Geburt verändert den weiblichen Körper auf brutale Weise. Es ist eine enorme, lebensgefährliche Strapaze.
Tut mir leid, aber das stimmt nicht, was meinst du damit?
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und damit auch nicht gleichzusetzen.
Nach der Geburt dauert es bei einer gesunden Frau ein paar Monate, bis sich alles wieder zurückgebildet hat und das ist alles.
Und ich weiß wovon ich rede, ich habe zwei Kinder, bei beiden Geburten wurde ein kleiner Dammschnitt gemacht, ich habe jeweils 9 Monate gestillt und mein älteres Kind hat schlecht geschlafen und war ein umtriebiger Zappel.
Bei meinen Freundinnen dasselbe, keine hat durch die Schwangerschaften/Geburten eine brutale Veränderung des Körpers erlitten.
Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die meisten Frauen erleben normale Schwangerschaften mit normaler Rückbildung danach.
 
  • #36
Das mit der Geburt von Kindern sich die Sexualität eines Paares ändert, ist ja nicht neu. Die Frage, wer von euch beiden etwas falsch macht, oder etwas schuldet usw. mag auch wichtig sein, aber ich würde zuerst einen anderen Gedanken auf den Tisch bringen.

Ich spreche da auch etwas aus meiner Erfahrung, als langjähriger Ehepartner, Mann und Vater. Auch unsere Sexualität hatte sich auch sehr verändert, aus meiner Sicht ist sie viel langweiliger geworden, immer weniger und ich habe auch gemerkt, daß meine Frau sich immer weniger wirklich lustvoll beteiligt hat. Mich hat das über die Jahre (der Älteste ist 17) wirklich zermürbt, mit allem was dazugehört: ich war sauer auf sie, hab sie umworben, hab mich zurückgezogen, war fordernd, hab versucht unsere Sexualität anders zu gestalten ...
Den Gedanken, daß sie mit mir einfach nicht mehr will, obwohl ich keine Zumutung (geworden) bin, hab ich lange weggeschoben und es war eine sehr schmerzhafte Erkenntnis. Geholfen hat mir schlussendlich der Gedanke, daß für die Frauen (und bei Frauen noch viel mehr als bei Männern) der Typ der seit 20 Jahren im Weg steht einfach nicht mehr sexy ist. Natürlich gibts Ausnahmen, aber
da gehöre ich leider nicht dazu.
In guten wie in schlechten Zeiten heisst deshalb (mittlerweile) für mich: ein Paar, daß sich über lange Zeit auch verändert, trennt sich nicht einfach und zerstört das Gemeinsame nur weil der Sex nicht mehr prickelt, sondern beide sorgen für eine Entwicklung beider, auch sexuell. Im Weg steht hier v.a. der Gedanke, beide müssten unbedingt immer dem Andern perfekt alle Wünsche erfüllen, und an vorderster Stelle dabei die Vorstellung, Sexualität hat nur als monogame Beziehung ihren Sinn. Anderenfalls ist man schnell bei einer groben Vereinfachung, die mit dem Leben wenig zu tun hat: entweder perfekte "Passung" (lebenslang) oder Trennung (und beginnt das gleiche Spiel von vorn) oder Dauerfrust.
Ich bin sicher, wenn der FS der richtige Typ über den Weg läuft, hat sich mit Sicherheit keine Zeit mehr, ihren Hormonstatus zu überprüfen oder mit einem Therapeuten verlorene Anziehung herbeizureden. Aber das heisst nicht notwendigerweise,
dass das Paar sich trennen muss! Es braucht Regeln, und Absprache und Rücksichtnahme. Das Leben soll lebendig sein, nicht leicht.

Ich glaube, für Frauen ist die Vorstellung, die eigene Sexualität sei mindestens genauso animalisch wie die der Männer, oft weit weg, weil unerlaubt. Die FS hat alles Recht der Welt Sexualität abzulehnen die ihr widerstrebt, aber sie hat die Pflicht (genauso wie ihr Mann), für sich und ihren Mann auch in dieser Hinsicht Entwicklung (zum Leben hin) zu fördern - in guten wie in schlechten Zeiten.

M44
 
  • #37
Meine sexuelle Bedürfnisse nach der Schwangerschaft waren anders,
Das ist total normal nach Schwangerschaft und Geburt - da ist Dein Körper geflutet von Bindungshormonen. Die Natur macht an dieser Stelle einen guten Job, der das Überleben der Kinder garantiert. Das ist fürs Überleben der Menschheit nunmal wichtiger, als dass Faruen den Wunsch haben, dheißem Sex zu haben und den Nachwuchs zu vergessen.
Hast Du im Biounterricht wie die ganzen Männer hier im Tiefschlaf gelegen oder warum kannst du Dir nicht vorstellen, dass der hohe Anteil von Bindungshormonen in Deinem Blut für einige Zeit der Treiber in Richtung Kuschelsex ist?

Wenn Frauen und Männer so wenig sexuell aufgeklärt sind (Frauen offensichtlich auch von Ärztinnen und Hebammen in Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung nicht nachgeschult werden), Aufklärung heute mit Porno gleichgesetzt wird, dann wundert es mich in keiner Weise, dass so viele Ehen an Kindern zerbrechen. Die Männer sorgen mit ihrem Unwissen um Schwangerschaft und Geburt kombiniert mit ihrer frühen Drängelei und der damit einhergehenden Verunsicherung und Abwertung der Frau dafür, dass ihren Frauen auf Dauer die Lust vergeht, sie ihren Mann sexuell abstoßend finden, wie die FS hier einmal mehr ganz wunderbar beschreibt.
Ich bin keine Biologin oder Medizinerin und ich habe keine Kinder - dieses Wissen gehört für Menschen mit Abitur zur Allgemeinbildung.

Alles andere sind Verhaltensweisen, die in den Kindergarten gehören oder in Richtung Betrug gehen.
Ach Gottchen, der arme Mann wird um den Hardcoresex betrogen - so eine böse Tat aber auch.
Siehe oben: es ist verzeihlich in der Pubertät relevante Teile des Biounterrichts verpennt zu haben. Mit über 40 geistig noch immer nicht nachgerüstet zu haben ist einfach dumm. So kann man die Phänomene des Lebens nicht verstehen und auf Änderungen nicht angemessen reagieren sondern versucht statt dessen zu bekämpfen, was nicht zu bekämpfen ist, weil die Natur das aus gutem Grund so gemacht hat wie es ist.
 
  • #38
Hier gab es doch vor kurzem einen Thread, in dem ein junger Mann uns gefragt hat, was mit seiner Frau nicht richtig sei, weil sie jetzt, wo doch schon vier Wochen seit der Geburt vergangen seien, immer noch nicht mit ihm schlafen wolle.

Ich habe gesagt, dass ich annehme, dass er sich die Vagina seiner Frau weder jetzt noch während oder kurz nach der Geburt angesehen habe, um zu erkennen, dass es sich um eine klaffende Wunde handelt, er sich aber doch ganz sicher noch an ihre Schreie erinnern könne und was er als denn als Ursache für selbige vermute.
Da sagte er doch glatt, er sei bei der Geburt nicht dabei gewesen !

Und er war, soweit ich mich erinnere, unter der Woche gar nicht bei ihr und auch nur jedes zweite Wochenende.
Seit der Geburt hatte er sie also zweimal gesehen, wollte aber unverzüglich schnackseln, direkt bei der Heimkehr.
Oder naja. kann auch sein, dass er vorher noch gefragt hat, was sie denn zu essen gemacht habe.

Du liebe Zeit !
Nicht zu fassen, dass es sowas noch gibt.

Und jetzt tatsächlich wieder so einer, wenn es auch fünf Jahre her ist und die Frau ihren Ärger und ihre Enttäuschung runtergeschluckt hat, warum, weiß nur der Herr.

Neben der rein physischen Hinderungsgründe für harten Sex kurz nach der Geburt lese ich hier auch das zweite Problem, das solche Männer nicht erkennen: das Leben mit Baby ist hammerhart.
Die Frau ist beim Stellungswechsel eingeschlafen vor lauter Erschöpfung und der Mann denkt, er habe aber auf Teufel komm raus das Recht auf den gleichen Sex, den die Frau schaffen konnte, als ihr Leben noch leicht war.

Für die FS ist es zu spät, das Kind ist ja schon aus dem Gröbsten raus, aber allen anderen Frauen mit Babies, die so einen Mann haben, rate ich, ihn mal eine Woche allein zu lassen mit dem Kind.
Er muß es aber selbst betreuen, darf es nicht zu seiner Mutter bringen, damit er in der Nacht schlafen kann.
Nach einer Woche kommt sie fröhlich zurück, setzt sich an den Abendbrottisch, fragt, was es denn zu essen gebe, bittet ihn, das Kind ruhig zu stellen, am besten gleich ins Bett zu bringen, denn das sei ihr hier gerade echt zu viel mit dem Geschrei.
Naja, fünf Minuten könne sie es ja halten, sie habe es ja schließlich vermißt und außerdem könne der Mann dann eben mal schnell duschen, denn das habe er nötig, wenn sie das mal so sagen dürfe, er solle aber nicht gleich wieder beleidigt sein, sie sei ja nur ehrlich.
Wenn er das dann macht, ißt sie friedlich und wenn er mit dem Kind fertig ist, sagt sie ihm, dass er aber nicht so gepflegt aussehe, Augenringe habe und die Haare könne er sich auch mal wieder waschen und dann geht sie ihm trotzdem an die Wäsche und erwartet eine Stunde zappeln im Bett von ihm.

Na Freunde ? Lust auf unser Leben ?

Übrigens war das wirklich schwer, dieses Szenario mit umgekehrte Personalpronomen aufzuschreiben, hab's mehrfach falsch gemacht, weil es so herum eben zu absurd ist.

w 49
 
  • #39
Hi Cherryblossom

Für mich ist es total nachvollziehbar, dass du mit deinem Mann körperlich und seelisch nicht mehr kannst.

Du hast dich während Jahren mit einem, in meinen Augen, unsensiblen und manipulativen Ignoranten zum Sex gezwungen.
Eine vorübergehende(!) Lustlosigkeit nach einer Geburt kann vorkommen (Gründe wurden hier schon aufgezählt). Mir ist dies nicht passiert, aber wenn ich lese, was für Vorwürfe und Gefühle der Unzulänglichkeit, dir dein Mann vermittelt, dann hätte sich meine Libido garantiert ebenfalls in den Keller zurückgezogen. Nur, ich hätte ihn nicht mehr rangelassen.

Es wundert mich übrigens, dass du in Therapie gehst und dich trotzdem noch schuldig und hilflos fühlst. An deiner Stelle würde ich die Therapeutin wechseln.

Du hast, um die Familie zu erhalten, deine Selbstachtung aufgegeben. Deinem Kind aber tust du so keinen Gefallen.
 
  • #40
Es sind auch mehrere andere Sachen passieren, die ich hier aus Rücksicht auf mein Privatleben nicht erzählen werde. Mein Mann gab mir jedenfalls immer wieder zur spüren, dass die anderen Frauen das viel besser meistern als ich und ich soll mich bitte nicht so anstellen und einfach machen.
Du stellst hier eine Frage, die sich rein auf Sex bezieht. Diese Frage ist nicht die, die sich Dir wohl im Kern stellt. So wie es sich für mich darstellt, krankt eure Beziehung an ganz anderen Stellen und die mangelnde Lust auf Sex ist nur ein Symptom.

Also: kümmere dich um diesen anderen, entscheidenden Teil der Beziehung. Das mit dem Sex wird sich entweder wieder einrenken, wenn die Beziehung wieder in Ordnung ist oder es ist sowieso irrelevant.

... Im Weg steht hier v.a. der Gedanke, beide müssten unbedingt immer dem Andern perfekt alle Wünsche erfüllen, und an vorderster Stelle dabei die Vorstellung, Sexualität hat nur als monogame Beziehung ihren Sinn.
So wie ich hier oft lese (und es auch im RL erlebe), lässt wohl bei den meisten Paaren die sexuelle Anziehung nach einer Weile nach. Auf der anderen Seite wird die Beziehung inniger, wenn sie denn gut ist. Für mich ist die Folgerung immer mehr, dass es Sinn machen kann, die Beziehung und die Sexualität getrennt zu betrachten. Im Grunde erhält man die Beziehung dann, wenn jeder nach wie vor spannenden Sex haben kann und doch eine vertraute Basis.
 
  • #41
Liebe Cherryblossom,

Diesmal kurz und knapp.
Bei dem, was Du schilderst, hätte ich an Deiner Stelle auch keine Lust mehr - auf diesen Mann.
Ich bin mir sicher, bei einem Mann, der Dich respektiert, der mit Dir liebevoll, partnerschaftlich umgeht, hättest Du unter anderem auch wieder Lust auf Sexualität. Und ein deutlich reicheres Leben.

Was hält Dich eigentich bei diesem Mann?
Bist Du Dir nichts wert?

Denk einfach mal darüber nach, was Du empfindest, was DU möchtest, und wie Du Dein weiteres Leben leben und gestalten magst.

Dir alles Gute.
 
  • #42
Meine sexuelle Bedürfnisse nach der Schwangerschaft waren anders, ich musste mich wieder neu finden. Nun mein Mann hat alles haben wollen wie bisher. Volle Programm mit blasen , mehrere Positionen, intensiv und lange. Ich könnte es nicht mal körperlich schaffen. Öfters musste ich einfach abbrechen, da ich erschöpft war und nur daran dachte wieder mal endlich schlafen zu dürfen. So ging mit als das Baby noch klein war.
Das empfinde ich als ziemlich rücksichtslos und auch strategisch unklug von Deinem Mann. Und dass er überhaupt kurz nach der Geburt schon wieder soviel sexuelle Energie hatte, deutet auch nicht unbedingt darauf hin, dass er sich nennenswert an der Versorgung des Kindes beteiligt hat. Nach der Geburt unserer Kinder (Zwillinge) hatten meine Frau und ich uns die Elternzeit hälftig geteilt hatten, und während meiner Hälfte der Elternzeit hatte ich ehrlich gesagt auch nicht so wahnsinnig viel Lust auf Sex, weil ich einfach fix und fertig war. Das war definitiv die bisher anstrengste Phase meines Lebens. Dagegen ist jeglicher berufliche Stress völlig vernachlässigbar.

Wir hatten dann ziemlich lange (bestimmt anderthalb Jahre) fast gar keinen Sex und haben uns in dieser Zeit auch ziemlich viel und heftig gestritten, aber da ging es nicht um den fehlenden Sex, sondern wir fühlten uns einfach beide extrem überlastet. Als sich die Situation dann irgendwann normalisiert hatte und wir uns auch körperlich wieder näher kamen, fand meine Frau den Sex sogar besser als vorher, und wir waren auch ziemlich schnell wieder bei der alten Frequenz von 1-2 mal pro Woche.

Ich befürchte daher, dass sich Dein Mann mit seiner Ungeduld selbst ziemlich ins Knie geschossen hat. Eine Beziehung mit Kindern ist ja in der Regel auf eine sehr lange Zeit angelegt. Da wird man(n) seine Triebe wohl mal ein Jahr lang selbst befriedigen können. Aber vielleicht versteht man das auch nur, wenn man selbst einen nennenswerten Teil der Elternzeit übernommen hat.

Hat eine Frau kein Recht nach der Schwangerschaft ihre sexuelle Bedürfnisse zu ändern?
Grundsätzlich schon, aber wenn die Änderung nicht nur vorübergehend sondern dauerhaft ist, dann kann es natürlich sein, dass die sexuelle Kompatibilität zwischen den Partnern nicht länger gewährleistet ist. Schließlich hängt die Partnerwahl bei den meisten Menschen nicht nur davon ab, ob man sich nett findet, sondern auch davon, ob man sich auf sexueller Ebene gut versteht.

Aber wie gesagt: Das Problem wäre vermutlich gar nicht erst entstanden, wenn Dein Mann Dich nicht zu früh dermaßen bedrängt hätte. Und das ist definitiv *seine* Schuld.
 
  • #43
Warum nicht? Wir lesen doch hier ständig von Frauen, die sich mit verheirateten Männern einlassen!
Frei hat die "Bedingungen" schon genannt. Der Mann muss sehr charmant, gutaussehend und idealerweise auch noch deutlich mehr Liquidität vorweisen als der 08/15-Mann. Von dem was man hier so liest, ist es eher ein uncharmanter Durchschnittstyp, der kein Gespür für das hat, was Frauen wollen, geschweige denn sie einwickeln könnte. Noch dazu hat er Notstand, das ist nicht gerade attraktiv.

Zum Thema selbst es wundert mich, dass die FS überhaupt noch bleibt. Ich denke ein anderer Mann könnte ihr eine ganz neue Welt eröffnen.
 
  • #44
Hallo Cherryblossom,

mir ging/geht es genauso wie dir. Leider habe ich darauf immer noch keine richtige Antwort. Allerdings habe ich bei mir, nach Jahren leider erst, fest gestellt, das ich unheimlich einsam war. Alleine mit meinen Sorgen und Ängsten und vor allen Dingen hatten wir keine Gesprächsbasis für meine Anliegen. Das lese ich bei dir auch heraus, denn sonst hätte dein Mann bemerkt, wie schlecht es dir während und nach dem Sex ging.
Ich habe leider keine Lösung für dich, wir, und unsere Beziehungen, sind doch alle recht verschieden, aber ich möchte dich wissen lassen, mir ging es ganz genau so. Du bist nicht "verkehrt", oder "krank", ich denke auch nicht, das du großartig was falsch gemacht hast ... vermutlich trägst du einfach Verantwortung und hast ein großes Herz, vllt zu wenig Egoismus? ... manchmal ist schwer zu erkennen, was man selber will. Vllt findest du einen Weg das heraus zu finden.
Ich wünsche dir viel Glück.
Ich bin vor einem Jahr ausgezogen und habe noch immer keine Antworten ... hoffentlich bist du schneller ^^

LG
 
  • #45
Es sind inzwischen 5 Jahre her. Mit unserem Kind ist mir mein sexuelles Verlangen nach meinem Mann vergangen. Die ersten 4 Jahre hab ich noch probiert mit Hoffnung, das wir uns mit der Zeit finden. Ich hab mich zum Sex gezwungen, was sich mit der Zeit wie ein Vergewaltigung angefühlt hab. Mein Mann hatte da immer Spaß daran, und nur manchmal merkte er , dass ich eigentlich nicht wirklich dabei war. Ich musste oft danach weinen. Ich lies es immer nur in dunklen zu, damit er mein Gesicht dabei nicht sieht. Ich schäme mich inzwischen auch ihn mich nackt zu zeigen. Mittlerweile ertrage ich es nicht mehr und habe es ihn gesagt, dass er sich Sex auswärts holen kann. Und obwohl er dauernd versucht, kriegt er keinen Date! Immer wieder kommt es zu heftigen Streit und er wirft mir vor ich zeige ihn nicht mehr das ich ihn mag (sprich: keinen Sex). Ich kann das aber wirklich nicht ! Ich mag ihn als Mensch, aber jegliche Verlangen ist erlöscht.
Ich kann es nicht mehr in Ordnung bringen und er glaubt schuld liegt auf meine Seite, weil er mich immer noch begehrt...
Wo ist meine Liebe her ? Warum kann sich das so schnell so drastisch ändern?
Ich weiß nicht weiter. Wer hat könnte mir dabei helfen? Was würdet ihr mir raten?
Ab zum Arzt (wegen des fehlenden Verlangens nach Sex) und ab zum Psychotherapeuten (wegen Therapie von wegen ich kann mich meinem Mann nicht mal nackt zeigen!), bevor sich dein Mann überlegt zu gehen (sich zu trennen!)

Ja, ich bin ein "perverser" Mann der Sex mag (nein, wie schmutzig, nicht wahr?) und würde mangelnden Sex (außer bei Krankheit!) schon als Grund für eine Trennung betrachten (sicher ist eine Beziehung mehr als "nur" Sex, aber eine Beziehung ohne gesundes Sexleben ist für mich unvorstellbar - ich würde auch selbst sofort zum Arzt gehen, wenn ich nicht mehr könnte (z.B. Störung der Potenz!), aber ich verlange eben das auch von einer Frau!)