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  • #1

Seit der Trennung fühle ich mich wie seine Gefangene!!

Ich bin seit 1,5 Jahren von meinem Mann getrennt, weil er jahrelang immer wieder Affären hatte. Wir haben 2 Kinder (knapp 2 und 6) und er ist Ende 2010 ausgezogen und war mit seiner Geliebten zusammen. Seine Sachen hat er nie mitgenommen, erst wohnte er 1 Jahr lang möbliert, nun hat er ein kleines Haus und richtet alles neu ein. Wenn ich ihn bitte, seine Sachen entweder abzuholen oder einzulagern, vertröstet er mich aufs nächste WE oder den nächsten Monat. Er richtet sich auch nur ganz spärlich ein. Seine Geliebte hat er schon lange nicht mehr.

Auf Elternbasis verstehen wir uns eigentlich ganz gut Er kauft möglichst wenig Neues, weil er insgeheim wohl noch auf eine Versöhnung hofft.

Eigentlich hätte ich Anfang 2011 wieder angefangen zu arbeiten, hatte alles vorbereitet, aber durch die überraschende Trennung stand ich völlig unter Schock. Wollte den Kindern erst mal möglichst viel Normalität bieten, dachte an Umzug und der Kleine war ja auch erst 6 Monate.

Irgendwie dachte ich immer, ich richte mich jetzt erst einmal mit den Kindern zusammen neu in der Wohnung ein, ordne mein Leben neu und starte dann etwas berappelt ins Berufsleben. Aber mein Exmann lässt irgendwie nichts zu. Ich bin durch ihn wie gelähmt. Ein Zimmer ist komplett durch seine Sachen belegt, sie Schränke auch alle, dabei bräuchte ich dringend ein 2. Kinderzimmer.
Mein Exmann verdient sehr sehr gut, seit etwas über 1 Jahr zahlt er mir und den Kindern auch Unterhalt, denn hier könnte ich mir in Teilzeit mit den Kindern niemals eine Wohnung leisten. Vollzeit mit so kleinen Kindern geht nicht oder nur zu einem hohen Preis, denn ich habe keinen 9 to 5 Job.
Ich wollte schon zu meiner Familie 600km weit wegziehen, aber ich nehme ja auch Rücksicht auf den Vater, dass er die Kinder sehen kann, wann immer er will. Ich bin komplett von ihm abhängig, der Kleine ist jetzt auch in der Kita, aber ich kann so nicht arbeiten gehen! Ich will erst meine eigene Wohnung ohne all seinen Kram, seine Kleider, seine Bücher, seine Möbel. Ich fühle mich wie ein halber Mensch durch all seine Sachen. Aber er tut nichts!

Ich bin wie seine Marionette oder fühle mich so. Ich kann seine Möbel ja nicht rausschmeißen und will sie aber auch nicht auf meine Kosten einlagern. Wenn ich sage, er solle seine Sachen holen, lacht er mich nur aus und beschimpft mich, ich hätte wohl sonst keine Probleme...solle mal ne Psychotherapie machen und wird aggressiv. Ich will aber mein Leben zurück - alleine und ohne ihn! Da ich aber nun wegen der 2. Schwangerschaft nun schon über 2 Jahre aus dem Job draußen bin, ist ein Wiedereinstieg nicht so einfach. Wenigstens seine Sachen rausräumen ist da doch nicht zu viel verlangt!?

Für mich ist das jeden Tag schlimm, all seine Sachen zu sehen. Keller gibts keinen großen.
Wie würdet Ihr das machen? Will jetzt aber keine Unterhaltsdiskussion führen! Ich will und werde das schon noch schaffen, aber für mich ist es wichtig, dass erst einmal seine Sachen weg sind!
 
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  • #2
Umzugsfirma bestellen , seine Sachen abholen lassen und an seine Adresse schicken. Und das ganze auf Rechnung , auf seinen Namen. Anlieferungstermin : Bevor er morgens das Haus verlässt.
 
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  • #3
Ich würde mich anwaltlich beraten lassen, ob eine Auslagerung der Sachen auf seine Kosten möglich ist. Sprich: Du lässt die Sachen kostenpflichtig abholen und einlagern und klagst das Geld von ihm wieder ein. Davor würde ich ihm schriftlich und nachweisbar eine Frist setzen und ihm das weitere Vorgehen ankündigen.
 
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  • #4
Du bist nicht durch ihn wie gelähmt, sondern durch dich selbst.
Du willst dich befreien? Dann tu es.
Wer steht denn im Mietvertrag? Hat er Eigentumsrechte an der Wohnung?
Setze ihm ein letztes Ultimatum, schriftlich und per Einschreiben, z.B. einen Zeitraum von 4 Wochen.
Holt er seine Sachen bis dahin nicht ab, beauftragst du eine Firma, die Entrümpelungen macht. Wenn du es nicht ganz so krass willst, beauftragst du eine Spedition, die die Sachen abholt und ihm vor's neue Haus stellt. Das kostet natürlich.
Sollte es seine Wohnung sein, dann musst du eben gehen.

Warst du schon beim Anwalt wegen Scheidung? Da wirst du auch hinsichtlich solcher Dinge beraten.

Du hattest vor einiger Zeit schon einmal gepostet? Die Ärztin?
Hör auf, ständig auf IHN Rücksicht zu nehmen. Es ist DEIN Leben. Er wird so lange weiter mit dir spielen wie DU es zulässt.
 
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  • #5
Fragestellerin, Du machst Dir selbst etwas vor!!

Wenn Dich seine Sachen nach so langer Zeit stören und Platz belegen, der benötigt wird, dann gibt es eine klare Ansage: hole Deine Sachen bis zum .... ab, sonst wandern sie in den Müll (bewegliche Sachen). Für Altmöbel gibt es den Sperrmüll.

Da Du diese Ansage schon gemacht hast, kannst Du Müllsack für Müllsack seine Sachen wegschmeißen. Wer sie solange nicht benötigt hat, wird sie auch nicht mehr brauchen.
Also kremple die Ärmel hoch und lege los.

Alles andere sind irgendwelche Ausreden, Du bist nicht davon abhängig, dass er die Sachen holt!
Du machst Dich - warum auch immer - auf diese Art selbst von ihm abhängig.
Warum jemand so lange, wie Du wartet, ist mir sowieso rätselhaft.

Wenn Du mit Deiner Familie in der Nähe besser wieder berufstätig werden kannst, weil Du im Notfall Hilfe zur Verfügung hast, dann such Dir schleunigst dort wieder eine Bleibe.

Leg los und werde aktiv, anstatt immer nur zu warten, dass er irgendetwas macht.
 
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  • #6
Ich verstehe nicht, warum dir das so wichtig ist und du es von seinen Sachen abhängig machst, ob du wieder arbeiten und richtig leben kannst.

Wenn es dir aber so wichtig ist nenne ihm ein Datum bis zu dem die Sachen weg sein sollen, da du sie sonst wegwirfst. Wenn er dann nichts unternimmt ruf den Spermüll und lasse sein Zeug abholen.
Unterhalt muss er zahlen, er kann dich damit also nicht erpressen.

Viel Glück!
 
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  • #7
Ganz so einfach ist das nicht liebe FS. Du hast die Möglichkeit, schriftlich über einen Anwalt ihn aufzufordern seine Sachen abzuolen, mit Frist. Wenn die Frist abläuft, werden die Sachen entsorgt.
Du musst Dich dann nur darauf einstellen, dass er die Scheidung einreichen wird. Wenn das für dich ok ist, dann ziehe endlich den Schlussstrich, den du brauchst um wieder klar zu kommen!

Warum ziehst Du nicht mit deinen Kindern aus? Eine einfache Möglichkeit dich seiner Sachen zu entsorgen.
Stell Dir mal wichtige Fragen, wieso sollte dein Mann etwas tun. Er hat keine Not etwas zu ändern. Du aber. Also fang an die Dinge in die Hand zu nehmen!

Veilleicht solltest Du anfangen, dich selber nicht so von ihm Abhängig zu machen. Um Unterhalt brauchst Du dir keine Sorgen machen, er steht Dir zu Recht zu! Also nutze die materiell sichere Zeit, dein Leben auf eigene Füße zu stellen. Die Sachen von ihm sind doch kein Grund!
 
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  • #8
Ganz so einfach ist das nicht liebe FS. Du hast die Möglichkeit, schriftlich über einen Anwalt ihn aufzufordern seine Sachen abzuolen, mit Frist. Wenn die Frist abläuft, werden die Sachen entsorgt.
Entsorgen darf sie die Sachen nicht, denn es sind nicht ihre. Eine dementsprechende Androhung könnte ggf. sogar als Nötigung gelten. Ich würde ihn lieber auf Beseitigung verklagen und Schadensersatz für den Raum verlangen, der durch die Sachen nicht nutzbar ist.
 
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  • #9
Mein Ex-Mann hatte auch noch viele Sachen (allerdings keine Möbel) bei mir stehen. Ich habe ihn mehrmals aufgefordert, die Sachen zu holen, da ich den Platz, den sie einnahmen, anderweitig nutzen wollte. Nichts geschah. Letztendlich habe ich einen Teil bei Ebay versteigert, den Rest in den Müll geworfen. Sollte er jetzt, nach 4 Jahren, die Sachen noch haben wollen, dann hat er Pech gehabt. Ich würde einfach sagen: Welche Sachen überhaupt? Kann mich nicht erinnern, dass du etwas hier gelassen hast?
 
  • #10
Umzugsfirma bestellen , seine Sachen abholen lassen und an seine Adresse schicken. Und das ganze auf Rechnung , auf seinen Namen. Anlieferungstermin : Bevor er morgens das Haus verlässt.

Das Gegenteil solltest Du tun. Er ist ausgezogen, der Hausrat ist aufgeteilt. Was er Dir überlassen hat, gehört nun Dir. Ebay, Sperrmüll oder die Wohlfahrt sind hier also das Mittel der Wahl. Vorher solltest Du wegen einiger Details mit einem Anwalt sprechen. Grundsätzlich: Er ist weg. Also rechne nicht mehr mit ihm und werde Herrin über die Sachen in deiner Wohnung und damit auch über dich!
 
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  • #11
Warum ziehst Du nicht mit deinen Kindern aus? Eine einfache Möglichkeit dich seiner Sachen zu entsorgen.
Stell Dir mal wichtige Fragen, wieso sollte dein Mann etwas tun. Er hat keine Not etwas zu ändern. Du aber. Also fang an die Dinge in die Hand zu nehmen!

Der Wohnungsmarkt hier in der Gegend ist eine Katastrophe. Es gibt keine 4-Zi-Whg. unter 2000 Euro. Die Schule und die Kita sind hier in der Nähe und meine Freunde auch, also will ich nicht weiter wegziehen und der Mietvertrag läuft auf ihn, wobei anwaltlich geregelt wurde und auch von ihm vorgeschlagen wurde, dass die Kinder und ich in der Wohnung bleiben.
Ich hab Angst, dass er den Unterhalt extrem kürzt, wenn ich ihm unangenehm werde. Der Kleine wird in 1 Jahr 3, wahrscheinlich wird es dann schon weniger.
Ich genieße ja auch Freiheiten dadurch, dass er in der Nähe der Kinder ist, weil er sie ab WE mal über Nacht nimmt. Wobei ich in 90% der Fälle dann einfach nur mal ausschlafe, weil ich so k.o. bin.
Ich trau mich irgendwie nicht, meine Drohungen wahrzumachen!?
Klar habe ich ihm schon öfter eine Frist gesetzt. Erst ist er dann einverstanden, sagt, dass er am WE kommt und schon mal nen Teil mitnimmt. Dann bin ich wieder lieb und beruhigt und dann bleibt wieder alles beim Alten. Seit 1 Jahr stehen 2 gepackte Kartons für ihn bei mir. Er nimmt sie nicht mit, hat sie wiedergebracht: "Ich hab noch keinen Schrank!", als ich sie ihm vor die Tür gestellt habe.
Er hat mir versprochen, bis Januar umgezogen zu sein und dann alles rauszuräumen.
Dann wohnt er plötzlich wieder voll möbliert und alles zieht sich hin.
Jetzt hat er ein kleines Doppelhaus, völlig leer und kommt dauernd mit Ausreden:
Der Schrank ist aber viel zu groß, das Sofa will er nicht, die Bücher?? Wo sollen die denn hin? Usw.
Es sind eben auch viele wertvolle Fachbücher. Ich will die nicht alle verschrotten.
Zum Schluss sagt er immer. "Es ist doch noch gar nichts entschieden." Das heißt bei ihm, dass er sich doch gar keine Möbel kaufen muss, weil wir doch sowieso wieder zusammenziehen.

Ich würde auch gerne der Kinder und mir zuliebe in der Großstadt bleiben. Aber ganz ohne seine Unterstützung kann ich mir das gar nicht leisten. Außerdem muss ich beruflich noch ca. 2 Jahre ranklotzen, um finanziell auf nen grünen Zweig zu kommen.
Ich bräuchte eine größere Wohnung, ein Au Pair oder sonstwas. Wenn er mich 2 Jahre gut unterstützt, hätte er mich finanziell schnell los und wir könnten beide autonom leben. Aber ich glaube, das will er gar nicht.
Er hast zwar die Unterhaltszahlung, weil er sich nun seine Yacht nicht kaufen kann, aber er will auch nicht, dass ich ohne ihn auskomme.
FS
 
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  • #12
Das Gegenteil solltest Du tun. Er ist ausgezogen, der Hausrat ist aufgeteilt. Was er Dir überlassen hat, gehört nun Dir.

Nein, der Hausrat wurde nie aufgeteilt, weil er ja nichts wollte!
Es interessiert ihn nicht und wenn ich ihn darauf anspreche, dann flippt er komplett aus nach dem Motto: ICH arbeite und habe dafür keine Zeit. Er nimmt sich aber einfach nicht die Zeit.
Ich hätte gerne viele (hässliche) Möbelstücke von ihm abgegeben. Ich will seine alten Schränke auch nicht, seine Bücher, seine Anzüge, seine Hemden...
Ich darf seine Sachen zwar auslagern, aber nur auf meine eigene Rechnung. Auf Schadensersatz verklagen klingt zwar logisch, aber ich will einfach keine Schlammschlacht, bei der hauptsächlich die Anwälte verdienen.

FS
 
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  • #13
Kannst du eventuell eine schriftliche Erklärung von ihm bekommen, dass er die Sachen nicht mehr will und drauf verzichtet? Dann könntest du sie ja wirklich verkaufen. Den Erlös würde ich dann zur Seite legen. So wie er das macht glaube ich einfach nicht dass das juristisch so durchziehbar ist. Eigentlich müsstest du dich in der Sache mal beraten lassen.
 
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  • #14
Für mich liest sich Deine "Geschichte" so, DU willst gar nicht loslassen. So als "Gefangene" hast Du auch Deine Sicherheit und muss nichts wagen. Manchmal ist dann "Leiden" leichter wie "Lösen". Und auch das ist dann eine Lösung.
 
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  • #15
Also FS, du bist ein intelligenter Mensch! Wozu hast Du einen Anwalt? Für mich sind das hier alles Ausreden.

Wenn Du nicht anfängst etwas zu ändern, wird sich auch nichts ändern. Ich frage mich auch, wovon bist du eigentlich so ko? Entschuldige, aber du bist derzeit zu Hause und kümmerst dich um deine beiden Kinder, wobei das Ältere doch wohl schon in die Schule geht. Also dürftest du doch erst mal alles ganz gut geregelt bekommen?
Wofür brauchst Du ein Au-Pair um die Trennung durchzuziehen?

Für mich sind das alles Ausflüchte. Dein Mann kann Unterhaltstechnisch gar nix kürzen, du in der Trennungszeit überhaupt nicht deine Erwerbstätigkeit aufstocken musst und dann auch nur so, wie dir die Kinderbetreuung gelingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Anwalt dir das nicht alles erklärt hat.

Dein Mann will sich ganz offensichtlich nicht völlig von Dir trennen. Also, wenn Du das willst, dann hör doch einfach mal auf zu Jammern. Finde das ganz fürchterlich! Fang endlich an dich zu organisieren und vor allem lass die Sachen doch einfach über deinen Anwalt regeln! Dafür gibt es die nämlich!
 
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  • #16
Deine Zeilen klingen reichlich verworren, andererseits absolut hilflos und am Boden liegend. Dein Mann hat ein leichtes Spiel mit dir, da er dich nach Belieben dirigieren kann und er ganz genau weiß, mit welchen beruhigenden Aussagen, die er nie vor hat einzuhalten, er dich besänftigen kann. Du möchtest keine Versöhnung? Wo ist das Problem, dass DU einen Anwalt einschaltest, um dem Ganzen eine gewisse Geradlinigkeit einzuhauchen, denn ihr beide scheint ein normales, erwachsenes Miteinander nicht zu beherrschen. Ich kann gleichermaßen nicht nachvollziehen, dass mich in der Wohnung stehende Möbelteile an der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit hindern. Ich vermute, dass du sehr viel eigene Denke in deinen Noch Ehemann hineininterpretierst und der Wunsch nach Versöhnung wohl vielleicht doch eher von dir ausgeht und deinen Mann nicht interessiert, denn sein Leben jetzt funktioniert doch ganz passabel, ausser der Tatsache, dass er sich den einen oder anderen Tand auf Grund der Unterhaltszahlungen an dich nicht leisten kann. Der Mann nimmt dich nicht mehr Ernst und deshalb solltest du für dich JETZT ganz entschieden einen klaren Strich ziehen, deine Gedanken ordnen, vielleicht auch mal zu probieren, eine vorerst gewisse Genügsamkeit z.B. in der Größe der Wohnung an den Tag zu legen, denn es ist durchaus möglich ein (augenscheinlich) „geringes“ Platzangebot gut und für alle Beteiligten zufrieden zu managen, man muss es aber wollen. Steh dir nicht ständig selbst im Weg mit selbst konstruierten Schwierigkeiten und Problemen, die du schon herbeiahnst, obwohl der Umstand der dazu führen könnte, noch nicht mal eingetroffen ist. Es liegt an dir zu handeln und es liegt an dir, dass dich deine Umwelt wieder für voll nimmt. Sorry, so ist das nun mal.
 
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  • #17
Ich glaube auch, dass DU diejenige bist, die nichts ändern will.
Ich kann das zu einem gewissen Grad nachvollziehen, ich brachte es nach der Trennung auch lange nicht über mich, die Wohnung auszuräumen, mein altes Leben auch formal zu löschen - in meinem Fall hatte ich meine Sachen noch bei ihm, er hatte mich vor die Tür gesetzt, weil er nach 12 Jahren (und etlichen Affären) eine Neue hatte...zusätzlich tat er auch keinen Handschlag, um die Sachen zu sortieren, ich sollte immer extra von 400 km Entfernung, wo ich jetzt wohnte, kommen...Irgendwann hatte ich den Schock verdaut und genug emotionalen Abstand, und wollte meine Sachen endlich haben.

Trotzdem, werde Dir klar, ob Du die Sachen wirklich los werden willst.

Lautet die Antwort NEIN, dann hör auf zu jammern. Dann wirst Du weiterhin in einem Schwebezustand was Eure Beziehung angeht bleiben (und vermutlich von ihm auch nicht besonders ernstgenommen, egal wie es mit Euch weitergeht)

Lautet sie JA, dann unternimm etwas und such Dir nicht eine Ausrede nach der nächsten. Du hast einen Anwalt, der wird Dich beraten.
 
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  • #18
Wofür brauchst Du ein Au-Pair um die Trennung durchzuziehen?

Nein, das Au Pair wäre eine Lösung, um Vollzeit zu arbeiten, da ich nicht so finanziell abhängig sein will! Und mein Mann zahlt auch den Unterhalt nicht per Dauerauftrag, sondern mal am 5. des Monats, mal am 15... dann sagt er wieder, er hätte einen finanziellen Engpass wegen einer Steuervorauszahlung von 70.000 Euro - naja - als Selbständiger muss man das doch einplanen.

Wovon ich k.o. bin? Wache Nächte - der Kleine schläft nicht durch, morgens ab 6 gehts rund, leider macht sich der Haushalt eben auch nicht von alleine, mit 2 kleinen kindern muss man täglich einkaufen, kochen, die gesamte Wohnung putzen, weil alles verschmiert ist. Wir haben Musik-und Sportstunden, da ist man pro Unterrichtsstunde dann auch gleich mal 3 Stunden beschäftigt, wobei der Kleine viel Unsinn macht und immer beschäftigt werden will.
Viel Schlaf brauchen die Zwerge leider auch nicht, vor 21 Uhr ist nie Ruhe.
Klar kann man sagen, dass andere auch nicht mehr Zeit für sich haben, aber mit den Kindern komme ich zu nichts und wenn sie weg sind, erledige ich den Alltagskram.
Für MEINE Dinge wie Bewerbungsunterlagen ordnen, Zeugnisse anfordern, bleibt einfach wenig Zeit. Ich bin körperlich dauernd am Ende, will gerne auch mal Sport machen, aber dazu ist keine Zeit.
Ich kann nur sagen, dass 2 kleine Kinder einfach viel Kraft rauben, erst recht, wenn man niemanden hat, der einem mal etwas positive Energie mitgibt, keinen, der mal was Nettes sagt, keine Bestätigung im Beruf und ich werde niemals so viel verdienen, dass ich mich alleine unterhalten kann. Ohne Kinder war das kein Ding - da brauchte ich aber auch gerade mal ein Drittel des Geldes und hatte Zeit zur Regeneration.

Ja, ein geringes Platzangebot kann man auch gut gestalten, aber nicht, wenn noch zig hässliche Möbel vom Ex dastehen, vollgestopft mit Akten, Dias, Zeitschriften.
Meine Anwältin könnte das schon regeln, aber die kostet dann gleich wieder 2000 Euro für ein paar Briefe - den Streitwert will ich gar nicht erwähnen - das wäre extrem teuer. Die letzten Monate habe ich sie nicht bemüht, weil ich dachte, wir kriegens so hin. So viel Geld habe ich nicht zur Verfügung - nur die Wohnung ist teuer, aber das sind alle hier.

Dass ich unterbewusst keine Trennung will, denke ich nicht, obwohl es schon stimmt, dass ich es gut finde, wenn wir uns gut verstehen könnten. Ich will eben nicht, dass es total ausartet, auch der Kinder wegen. Die sollen keinen Trennungsschaden erleiden.
Er hat mir nun versprochen, am WE wenigstens mal einige Aktenschränke abholen zu lassen - werde so viel wie möglich einpacken und mitgeben - wenn es denn stattfindet!?

Ich will gerne alles anpacken und lösen. Will aber dazu meine eigenen Räume, für mich ist das psychologisch wichtig. Außerdem gibt er mir nicht den Wohnungsschlüssel zurück!

FS
 
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  • #19
erst recht, wenn man niemanden hat, der einem mal etwas positive Energie mitgibt, keinen, der mal was Nettes sagt, keine Bestätigung im Beruf und ich werde niemals so viel verdienen, dass ich mich alleine unterhalten kann.

Ich kann dich verstehen. Die eigentlichen Probleme sind gar nicht so groß, aber sie erscheinen dir riesig, weil dir die Orientierung fehlt. Du funktionierst, grübelst, kannst aber keinen Abschluss finden. Hast Angst, dich gegen deinen dominanten Ex zu stellen, weil er finanziell besser dasteht als das Geld als Druckmittel hat. Keiner sagt dir, wie du es richtig machst, keiner nimmt dich mal in den Arm....

ABER: so abgedroschen es klingt, wachse an der Aufgabe! Du scheinst mir jemand zu sein, der zwar sein Leben stemmt, aber nicht autark ist. Du hattest einen Partner, hinter dem du dich ein bisschen verstecken konntest, der dir Sicherheit gegeben hat. So hast du dich nicht wirklich auf deine eigenen Beine stellen müssen bzw. können. Jetzt ist er nicht mehr zum Verstecken da, und insgeheim hängst du an den Möbeln - nicht an ihm! - als Zeichen für das sichere Versteck.

Sieh der Tatsache ins Auge, dass du jetzt die Chance hast, dein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Setz im mündlich Ultimaten, bis wann er die Sachen holt und den Schlüssel rausrückt. Den finanziellen Aspekt mit dem Anwalt verstehe ich, aber eine Beratung würde dir Rechts-Sicherheit geben. Er muss ja nicht gleich aktiv werden. Aber er kann dir sagen, wieweit du in deinen Ultimaten gehen kannst.

Räum deine Wohnung auf, räum dein Leben auf, und du wirst sehen, es ist hart, aber am Ende stehst du als anderer Mensch da. Weil DU es selber geschafft hast. Die Kinder werden älter, irgendwann kannst du dich vielleicht wieder selber versorgen - mir wäre es das wert!

Versteck dich nicht mehr! Trau dir was zu! Und fange an, dich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass du deinen Negativ-Lebensmittelpunkt (deinen Mann) nicht mehr als solchen sehen solltest.
 
  • #20
Du scheinst gefangen in Deinem eigenen Selbstmitleid. Du möchtest im Prinzip alle Annehmlichkeiten (große Wohnung, schöne Gegend, finanzielle Versorgung, Ex der die Kinder hütet) auf einmal, aber selbst nichts dafür tun. Um Deine eigene Untätigkeit zu rechtfertigen, hast Du Dir jetzt den Vorwand der "fremden Sachen" gesucht.

So hart Deine Situation als betrogene Ehefrau und nunmehr alleinerziehende Mutter auch sein mag, durch solche Ausreden wirst Du Dein Leben nicht verbessern!
 
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  • #21
erst recht, wenn man niemanden hat, der einem mal etwas positive Energie mitgibt, keinen, der mal was Nettes sagt, keine Bestätigung im Beruf und ich werde niemals so viel verdienen, dass ich mich alleine unterhalten kann.

Du funktionierst, grübelst, kannst aber keinen Abschluss finden. Hast Angst, dich gegen deinen dominanten Ex zu stellen, weil er finanziell besser dasteht, das Geld als Druckmittel hat. Keiner sagt dir, wie du es richtig machst, keiner nimmt dich mal in den Arm....

ABER: so abgedroschen es klingt, wachse an der Aufgabe! ... So hast du dich nicht wirklich auf deine eigenen Beine stellen müssen bzw. können. Jetzt ist er nicht mehr zum Verstecken da, und insgeheim hängst du an den Möbeln - nicht an ihm! - als Zeichen für das sichere Versteck.

Du hast recht. Irgendwie hänge ich an ihm, bzw. an der Idee der intakten Familie und es ist schwer, wirklich loszulassen, zumal er ja vordergründig nett ist. Es ist auch vieles immer so einfach, wenn wir mal gemeinsam etwas unternehmen - selten, aber der Kinder zuliebe und weil es für uns beide dann stressfreier ist.
Aber nach 5min weiß ich wieder, warum es mit uns nicht funktioniert. Er ist und bleibt ein Einzelgänger, der ganz eingefahren nur seine Interessen gelten lässt.
An den Möbeln hänge ich nicht - IKEA tuts auch, von mir aus auch Flohmarkt oder ebay. Muss nicht LIGNE ROSET und Designerlampen sein - brauche auch keine USM-Haller-Regale, die mag ich sowieso nicht.
Aber an der Idee der Familie hänge ich irgendwie weiterhin. Die loszulassen ist das schwerste. Und ich will meinen Exmann nicht wütend machen, solange ich so von ihm abhängig bin.

FS
 
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  • #22
#17
Ich war diejenige die gefragt hat wieso Au-Pair Mädchen.

Es tut mir leid, aber bevor du nicht anfängst aus deinem Hamsterkäfig auszusteigen, wird das alles nichts.

Man muss nicht bei 2 kleinen Kindern täglich einkaufen, die gesamte Wohnung putzen. Ich habe selber ein Kind. Mit 6 Jahren wird dein Kind in der Schule sein und wenn du klug bist, geht er zumindest in eine verlässliche Grundschule von 8 bis 13 Uhr. Dann ist noch das knapp 2 jährige da.
Meine hat in dem Alter noch Mittagsschlaf gehalten, in der Zeit konnte ich viel schaffen.

Wo ist man bei Musikunterricht, der 1 Stunde dauert 3 Stunden unterwegs? Such was in deiner NÄhe, du wohnst in einer Großstadt. Außerdem wird das ja wohl nur für den Großen gelten. Und vielleicht, lässt du einfach mal für ein paar Monate einiges weg, bis du dich organisiert hast!

Ich frage mich, wieso du so hinterher bist, schnellstmöglich einen Job zu finden, regel erst einmal deine Trennung!
Mir ist unerklärlich, wieso ein Anwalt 2.000,00 Euro für drei Briefe nimmt, das stimmt doch überhaupt nicht. Wieso lässt du zu, dass dein Ex so unregelmäßig den Unterhalt zahlt. Wer 70.000,00 Euro Steuern nachzahlen muss, hat ein entsprechendes Gehalt!

Was ist mit Freunden bei Dir? Hast du keine Freundin, die mal abends auf ein Glas Wein vorbei kommt? Such dir einen Babysitter, der dich mal entlastet und du zumindest mal ins Kino, shoppen oder andere entlastende Dinge machen kann, bei der Diakonie oder ähnliches gibt es immer Aushänge! Du musst dich nur um solche Dinge kümmern, statt dich daran aufzuhängen, dass Aktenschränke in der Wohnung sind. Die Wohnung wird nicht vollgestopft sein, ihr habt ja vorher auch darin gewohnt.

Für mich liest sich das alles so, als wenn du erwartest, dass jemand von außen eine Änderung herbeiführen muss, und dieser jemand nur dein Ex sein kann. Alleine, dass er noch einen Schlüssel für die Wohnung hat. Ja und? Tausch das Schloß aus, wo ist denn das Problem. Seine Wohnung ist die Ehewohnung und für die Trennung dir zugewiesen. Himmel!!! Deine Anwältin wird dir das doch alles erklärt haben!
Und wegen Gerichtskosten, ich bitte dich! Das ist für dich gut investiertes Geld!

Ich glaube du machst einen riesen Fehler, in dem du denkst, alles mit deinem Ex gütlich regeln zu können. Einvernehmliche Regelungen gehen auch über Anwälte. Dafür hättest du klare Regeln!
Mir kommt es so vor, als wenn du die selber nicht wolltest. Anders erklärt sich mir nicht, wieso du keinen geregelten Umgang haben willst. Damit du für dich planen kannst!
 
  • #23
Ganz einfach: Lasse Dich nicht weiter vertrösten. Mach eine unmissverständliche und klare Ansage, dass seine Sachen bis zu einem sinnvollen Termin verschwunden zu sein haben. Gib ihm das Dokument schriftlich mit Zeugen und setze eine Frist wie vier Wochen oder so.

Du musst ihm klarmachen, dass du es durchziehen wirst und es keinerlei Verhandlungsspielraum mehr gibt. Nimm notfalls Deinen Vater oder so mit. Sagt dem Burschen klar, dass die Sachen an dem Stichtag rauswandern werden, ggf. auf seine Kosten eingelagert werden.
 
  • #24
Heiliger Strohsack! Füll eine Sperrmüllkarte aus, entsorge die Sachen, die du selbst nicht brauchen kannst...das befreit am Ende ungemein! Ambesten, du nimmst dir noch ein paar Freundinnen zuhilfe, die das ganze Theater miterlebt haben.....und zieht beim Ausräumen so richtig über ihn her! Am Ende noch ein Sektchen und eine lecker Essen mit den Damen!
Wir haben das bei einer Freundin so gemacht....haben ihm sogar einige Kartons ins Ausland nachgeschickt.....wo wir sein Gwürzregal reingekippt hatten, dazu Bürounterlagen, seine Schlüpfer, Schampoo.....die Flasche aufgepiekt und dann noch ein paar Bücher......nach dem 2 Gläschen Sekt sind wir super kreativ geworden und haben auch noch jemanden gefunden, der regelmässig die Strecke zu seiner neuen Heimatstadt bedient....und dort hat er dann die Sauerei vor der Tür gehabt!
Sie hatte lange nicht mehr so befreit und gelöst gewirkt!
 
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  • #25
Liebe FS'in,

wer will findet Wege,
wer nicht will findet Gründe.

Offensichtlich willst du nicht wirklich, also lass alles so wie es ist! Wenn du dann irgendwann so richtig die Nase voll hast, werden dir schon ein paar Wege einfallen, die du gehen kannst, um wieder selbständig und "frei" zu sein.

Bis dahin wirst du gegen jeden noch so guten Ratschlag nichts als Einwände haben. Und das empfinde ich für beide Seiten als Zeitverschwendung.

w33
 
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  • #26
Meine Anwältin sagt aber, dass ich seine Sachen nicht so einfach entsorgen darf. Es sind ja auch wichtige Dokumente, Dias, CDS, Akten und Bücher dabei.
Die "Mädelsaktion" von Strubbelkopf hört dich lustig an, aber meiner ist ja nicht ins Ausland gezogen, sondern nur 2km weiter. Außerdem sehen wir uns ja sowieso 2x in der Woche wegen der Kinder. Da muss man sich wenigstens einigermaßen vertragen - das ist nicht vergleichbar mit einer Trennung ohne Kinder, bei der man sich zumindest vorerst oder bis ans Ende seiner Tage nichts mehr zu sagen hat.

Und w33: Um selbständig und frei zu sein, müsste ich mich auch selber unterhalten können. Das ginge aber nur ohne Kinder. Leider habe ich durch die Kinderpause und die Trennung nun beruflich eher Rückschritte gemacht, obwohl ich früher eine der Jügnsten mit Examen war und immer ganz vorne dabei. Mit den Kids bin ich vorerst einfach zumindest auf einen gewissen Unterhalt angewiesen, sie sind noch zu klein für eine Mutter mit Vollzeitjob und deshalb schon alleine kann ich es mir mit ihm nicht vollkommen verscherzen.

FS
 
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  • #27
Liebe FS, lies dir bitte einmal durch, was du selber schreibst!

Wieso seht ihr euch 2 x in der Woche? Ich denke er holt die Kinder dann ab, oder spielst du an 2 Tagen in der Woche heilige Familie. Meine Güte, wie angenehm willst du es deinem Mann denn noch machen? Es geht nicht darum, dass ihr euch vertragt, dass ist natürlich wichtig für die Kinder, sondern darum, dass du dich endlich bewegst und abgrenzt. Wenn er den Kleinen in der Wohnung sehen will, dann geh du doch weg und treff dich mit einer Freundin, geh zum Friseur oder irgendetwas.

Was ist das bei dir mit dem Unterhalt? Du bist darauf angewiesen und er steht dir doch auch zu! Ich verstehe dich nicht wirklich. Du hast noch genug Zeit deine Berufstätigkeit behutsam Kindgerecht auszuweiten, gerade weil du einen ehebedingten Nachteil hast. Ob Du jetzt damit anfängst oder erst in 3 bis 6 Monaten, das spielt doch gerade gar keine Rolle.

Liegen seine Sachen auf deinem Bett, auf der Couch oder auf dem Küchentisch? Mit Sicherheit nicht. Was das ist, das du dich so an den Sachen aufhängst ist mir nicht erklärlich.
w/33 hat alles gesagt dazu, offensichtlich willst du nicht wirklich...daher lass es einfach so weiterlaufen und belaste deine Kinder mit einer völlig unsicheren Mutter, die ihnen nicht den Weg zeigen kann.

Übrigens, obwohl ich dich für völlig beratungsresistent halte, überleg dir wirklich mal, in eine Trennungsberatungsstelle zu gehen. Vielleicht brauchst du etwas mehr seelische Unterstützung in deinem Willen "frei" zu sein. "Frei" zu sein bedeutet mehr, als eine leergeräumte Wohung und die Zeit haben einen Job zu finden...
 
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  • #28
Also alles, was ihr geschrieben habt, kann ich nachvollziehen und stimmt großenteils auch.
Ich bin durchaus selbstkritisch.
Aber auch wenn es für viele vielleicht Pillepalle sein mag, dass es mich stört, dass so viele seiner Sachen noch da sind:
Für MICH wäre es eben ein wichtiger Schritt, dass ich die Wohnung von "unserer" Wohnung in "meine Wohnung" umgestalten kann. Dass ich nicht täglich Schränke öffne, in denen noch seine Anzüge hängen, seine Krawatten, seine Bücher und Akten im dringend benötigten Kinderzimmer. Mich starrt alles täglich an und auch, wenn ich es nicht immer sehe, weil ich mich schon daran gewöhnt habe, so kann ich die Wohnung doch nicht so gestalten, wie ich es gerne hätte und so hängt alles im Provisorium fest.
Für mich ist es eben wichtig, dass ich erst mal seine Sachen draußen habe und auch er endlich eine Trennung vollzieht.
Sätze von ihm wie: "Es ist doch noch gar nichts entschieden!" oder "Wir können doch auch ein Haus mit Garten kaufen" lassen eben doch keinen andren Schluss zu, als dass ER eben keine Trennung will. Leider ist er aber nicht so geläutert, dass er deshalb zum besseren menschen werden könnte. Er wird weiterhin Geliebte haben, denn er kann nicht anders, er liebt die Lüge.
Wieso wir uns 2x/Woche sehen? Na weil er einmal unter der Woche die Kinder sehen will/darf und einmal am WE. Da holt er sie ab und bringt sie am nächsten Tag wieder. Da sie noch klein sind, muss ich sie dann schon in Empfang nehmen und dann kommt er eben auch kurz mit rein.
Wobei er sich oft so breit macht, dass er in der Küche erst mal an den Kühlschrank geht, etwas isst, trinkt... und wenn ich ihn bitte zu gehen, dann tut er genervt nach dem Motto: Nun sei doch nicht so pampig! Es ist eben auch optisch noch SEINE Wohnung - das will ich ändern.
Übrigens hat er schon ein Schreiben, dass er die Wohnung nicht ungefragt betreten darf... aber er macht es immer so hintenrum...

FS
 
  • #29
Möglicherweise wäre es einfach das Sinnvollste, die Situation umzukehren und ihm die Kinder zu geben. Auch die Wohnung aufzulösen, natürlich.

Deine Abhängigkeit ist nachvollziehbar und auch, warum Du Angst hast, in Ungnade zu fallen und in Mittellosigkeit. Habe das von Dir befürchtete Szenario bei einer Bekannten erlebt, deren Ex auch selbständig war, und der erst mal in aller Seelenruhe die Klage abwartete (nachdem sie nicht mehr nach seinen Vorstellungen 'funktionierte' in der Trennungsphase), während sie Hartz IV beantragen musste, weil keine Zahlungen mehr eintrafen.

So einfach ist das gerade bei Selbständigen nicht, wie sich das viele hier vorstellen.

Wenn Du Dein Leben geregelt bekommen willst, dann gib ihm die Kinder und zahle den Mindestunterhalt - aufgrund Deiner Ausbildung sollte das drin sein.
(Und sag jetzt bitte keiner, das sei herzlos argumentiert. Es gibt alleinerziehende Väter mit sehr kleinen Kindern, die mit der Situation klarkommen. Wieso sollte der Ex der Fragestellerin das nicht können.)
 
G

Gast

Gast
  • #30
das sieht für mich ganz so aus, als wenn er das mit der Abhängigkeit genau weiß und auch so ausnutzt. Er kann das auch so machen, weil du wie gelähmt bist und keine Grenzen setzt.
Das sieht wirklich so aus, als würde er deine Entscheidung überhaupt nicht glauben, geschweige denn respektieren.
Ich hab schon andere Mütter viel früher wieder in den Beruf einteigen sehen und auch eine Witwe als Freundin, die seit 11 Jahren alles alleine stemmen muss, weil die Eltern auch nicht mehr sind. Was gehen muss, geht auch plötzlich. Das heißt nicht, das es einfach ist. Ich kenne auch eine, die hat gleich 3 Töchter und "er" war im Prinzip eh nicht anwesend und nur eine depressive Last die auf dem Sofa lungerte. Haus verkauft und nach längerem Suchen umgezogen. Klar ist das Platzverlust.
Du musst dich zu einem Schnitt hochraffen. Auch was die Wohnung anbelangt. Im Moment hängst du noch fest, weil du dich selber nicht bewegen willst. Bewegst du dich aber nicht, wrird es auch beruflich immer schwerer. Das mit dem Schlüssel ist unangenehm. Ich hatte auch mal einen Schluffi, der meinte er braucht seine Sachen nicht holen und wenn er denn Schlüssel behält wäre das ein Druckmittel, dass ich das Zeug nicht wegwerfen kann. Wenn du mal umgezogen bist, dann kann er den Schlüssel wohl nicht mehr brauchen, wenn e rnicht wegen Hausfriedensbruch angezeigt werden will. Also such dir ein Netzwerk mit anderen Müttern zusammen und er nimmt auch 2 x die Kinder und dann wirst du sehen, dass es geht.
 
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