• #1

Seit einiger Zeit extrem unglücklich mit dem Single Leben..wie komm ich aus dem Zustand wieder raus?

Eigentlich dachte ich inzwischen, dass ich die Trennung von meinem Ex Freund überwunden hätte (zur Info: letztes Jahr im Oktober, von seiner Seite aus, kam für mich völlig unvorhergesehenen und hat mich sehr getroffen). Aber seit ein paar Wochen geht es mir richtig schlecht....
Dass er eine neue Freundin hat wusste ich, jetzt hab ich erfahren, dass die beiden verlobt sind und er total von ihr schwärmt und sie wohl die Liebe seines Lebens ist. Ich bin zwirgespalten, auf der einen Seite hat er echt schön viel Mist erlebt und ich gönne ihm sein Glück, aber auf der anderen Seite tut es auch irgendwie richtig weh... Ich hab ihn wirklich sehr geliebt, genau genommen fühle ich für ihn immer noch was

Ich komme über diese ganze Situation irgendwie nicht Hinweg...seit ein paar Wochen heule ich ständig, fühle mich alleine und alles ist irgendwie sinnlos. Ich hatte im Laufe des Jahres ein paar Männer kennen gelernt die durchaus Interesse an mir hatten, aber ich habe es jedes Mal abgeblockt da ich in meinem Herzen nicht frei bin, um mich auf wen anderes einzulassen. Es gibt einen Mann, mit dem hätte ich eine Beziehung gewollt, er wollte aber nur Freundschaft plus...auch das war für mich ein Rückschlag.

Ich weiß, es gibt viele Leute, die haben weitaus größere sorgen, aber ich habe das Gefühl, ich komme im Moment nicht mehr klar...ich merke es auch schon körperlich, innere Unruhe und oft so ein beklemmendes Gefühl...

Ich will das nicht und will aus diesem Zustand wieder raus kommen, aber ich weiß nicht wie....

Vielleicht weiß jemand einen Ratschlag, ich bin für jede Anregung dankbar
 
  • #2
Dass er eine neue Freundin hat wusste ich, jetzt hab ich erfahren, dass die beiden verlobt sind und er total von ihr schwärmt und sie wohl die Liebe seines Lebens ist.
Das zeigt, dass dein Selbstwert nicht stark genug ist, über diesen Dingen zu stehen. Hier geht es vor allem darum, dass es dir egal sein sollte, was er macht und wie er sein Leben mit seiner neuen Freundin gestaltet.

Es gibt einen Mann, mit dem hätte ich eine Beziehung gewollt, er wollte aber nur Freundschaft plus...auch das war für mich ein Rückschlag.
Es hat mit deiner Ausstrahlung zu tun, du ziehst durch deine innere Einstellung solche Männer an. Ändern kannst du es nur, wenn du deine Vergangenheit geheilt hast.

Ich will das nicht und will aus diesem Zustand wieder raus kommen, aber ich weiß nicht wie....
Such dir professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie. Meiner Meinung nach sind da noch ganz andere Themen, an denen du therapeutisch arbeiten solltest.
 
  • #3
Werde dir 1. bewusst, dass man keinen Partner braucht, um mit sich selbst zufrieden und glücklich zu sein!
Nimm dich selbst als eine wertvolle und wichtige Person wahr.
Wer in einer Partnerschaft lebt, scheint sich dagegen eher selbst zu genügen, macht sich meist negativ abhängig vom Partner, was nicht förderlich ist. Singles nehmen sich allgemein viel mehr Zeit für sich selbst, für Hobbys und für Freunde und Familie, was sehr positiv ist.
Als Single ist man nicht weniger wert, als Leute, die in einer Beziehung sind, es ist eher umgekehrt, man lebt und genießt mehr Freiheit und mehr Unabhängigkeit! Glaube an dich und mache deinen Selbstwert nicht von deinem Beziehungsstatus abhängig, sondern einzig alleine von dir. Du bist doch viel mehr als nur „Single“. Du hast Talente, Begabungen und Fähigkeiten, die dich absolut einzigartig machen, sei dir dessen stets bewusst! Bleibe erstmal längere Zeit ca. 12 Mt. alleine und beschäftige dich nicht mit Männer, sondern ausschließlich mit dir selbst, mit Freunden und Familie! Alles Gute!
 
  • #4
Ich will das nicht und will aus diesem Zustand wieder raus kommen, aber ich weiß nicht wie....
Dein soziales Gefüge ist wichtig.
Wie sieht es damit aus?
Eltern, Freunde, Geschwister?

Lebst du immer noch, als wärt ihr noch ein Paar? Als er die wichtigste Bezugsperson war?
Das solltest du schnell ändern.
Vermutlich fühlst du dich alleine, da du dies womöglich auch faktisch bist. Deshalb ist das Umfeld wichtig.
Mit Hilfe deines Umfelds wirst du dich besser fühlen.
Lass dich mal vorübergehend im Hotel Mama verwöhnen, falls das möglich ist.

Ich sehe es so, dass du noch recht am Anfang der Verarbeitung des Ganzen stehst. Das ist normal. Sowas dauert leider.
Dein Blick hat sich noch nicht nach vorne gerichtet auf neue Ziele.

Ja du empfindest noch Liebe. Ist nicht schlimm. Es wäre ja utopisch zu glauben, man könne das einfach abstellen, wie ein Schalter den man umlegt.
Auch das sind Gefühle die du zulassen darfst.
 
  • #5
Soziales Gefüge... Ja ich hab schon ein paar Freunde, aber sie mochten ihn nicht so und von daher rede ich mit ihnen nicht so über dieses Thema. Zu meinen Eltern hab ich mehr oder weniger regelmäßig Kontakt der aber auch hauptsächlich von mir aus geht. Meine Mutter hat Depressionen und noch andere gesundheitliche Probleme die sie sehr belasten, sodass ich das Thema da gar nicht anspreche da die Gesundheit meiner Mutter immer das vordergründige Thema ist. Geschwister hab ich keine, auch keine sonstigen verwandten, nur eben meine Eltern noch.

Solange ich in Gesellschaft bin geht es, da merkt man mir auch nichts an, aber sobald ich alleine bin drehen sich meine Gedanken um das Thema...es gibt solche und solche Tage, aber im Moment eben leider eher schlechtere ..
 
  • #6
Dass er eine neue Freundin hat wusste ich, jetzt hab ich erfahren, dass die beiden verlobt sind und er total von ihr schwärmt und sie wohl die Liebe seines Lebens ist.
Hallo Vanillagrace🙂, ich kann Dich total verstehen! Denn, jetzt kurz vor der Weihnachtszeit zu erfahren, dass Dein Ex total glücklich ist und sich mit der Liebe seines Lebens verlobt hat, ist wirklich bitter! Aber lass den Kopf nicht hängen, evtl. kannst Du Dich ein bißchen durch Deinen Job ablenken, durch Hobbies, Bücher, Filme, gute Gespräche... Vielleicht hast Du noch die ein oder andere Single-Freundin, mit der Du Dich austauschen kannst und die Dich aus Deinem Tief herausholt! Erst wenn Du über Deinen Ex wirklich hinweg bist, macht es Sinn, sich wieder auf die Suche nach einem neuen Partner zu machen, da Du vorher noch blockiert bist! Du musst Dir klar werden, dass Dein Zustand eine vorübergehende Phase ist, die Dich momentan runter zieht, die aber auch bald wieder vorbei ist🌞
 
  • #7
Meine Mutter hat Depressionen und noch andere gesundheitliche Probleme die sie sehr belasten, sodass ich das Thema da gar nicht anspreche da die Gesundheit meiner Mutter immer das vordergründige Thema ist.
Wann hast das angefangen mit der Depression deiner Mutter ?
Ja ich hab schon ein paar Freunde, aber sie mochten ihn nicht so und von daher rede ich mit ihnen nicht so über dieses Thema.
Was hatten sie an ihm auszusetzen ?
 
  • #8
Wenn ich das noch recht weiss, war dein Ex nicht das Gelbe vom Ei und hat sich gegen Ende dir gegenübet sehr abweisend verhalten.
Jetzt ist auch gerade schwierig, neue Leute kennenzulernen.
Wenn du aber mit niemanden richtig drüber sprechen kannst, finde ich das problematisch. Vielleicht da ansetzen, es muss ja nicht gleich eine Therapoe sein. Vielleicht eine Beratungsstelle oder so etwas.
Ich fände eine neutrale Person gut, die dir zuhört.
Ansonsten würde ich versuchen, dass du es dir mit dir möglichst gut machst, dir was kochst etc., einen Film aussuchst, ein Buch etc.
 
  • #9
Vielleicht solltest du dir dann tatsächlich einen Therapeuten suchen, mit dem du diesen Verlust aufarbeiten kannst.
Denn das ist auch keine leichte Sache, sowas zu verarbeiten.
Man braucht schon jemanden zum Reden, statt dass man alleine mit seiner Trauer ist. Das Gedankenkreisen kann damit durchbrochen werden, denn momentan kannst du die Gedanken bei niemanden ableiten und bekommst auch kein Feedback.

Du leidest und das solltest du versuchen mit Hilfe zu lindern. Je eher desto besser.
 
  • #10
Ja, ich bin inzwischen so, dass ich nicht mehr so gern eigentlich über Probleme rede, weil ich auxh das Gefühl hab, es wird anderen dann oft zu viel. Wie gesagt, mit meinen Eltern rede ich generell nicht über sowas, das Verhältnis ist okay, aber seit das mit meiner Mutter ist hab ich das Gefühl, mein Thema hätte da auch keinen Platz mehr. Als ich 6 Jahre alt war ging das los mit ihren Depressionen und seitdem bin. Ich es eigentlich schon gewohnt, meine Probleme eher mit mir selbst auszumachen... Und wenn ich mich mit Freunden treffe ist das auch eher in lockerer Runde, Mal auf nen Glühwein oder so, meistens ist dann noch jemand anderes mir dabei, also auch nicht so der passende Rahmen für so ein Thema. Daher "bespreche" ich das im Moment tatsächlich nur hier in Forum
 
  • #12
Vanillagrace, evtl. ist das so, dass Du selbst als Kind wegen der Krankheit Deiner Mutter nachrangig warst..bzw. dich so gefühlt hast.
Evtl. ist es für Dich sogar besser, nicht viel mit Deiner Mutter zu tun zu haben.
Ich hatte auch eine Mutter, die unter häufigen Depressionen litt.
Das hat mich mit heruntergezogen. Sie konnte ihre Kinder nicht so selbstbewußt erziehen. Aber irgendwann habe ich das durchschaut und mich selbst am Schopf rausgezogen, indem ich den Kontakt zu ihr minimiert habe. Ich liebte meine Mutter dennoch. Aber der Abstand tat mir gut.
Die Sache mit der Liebe ist deshalb so verdreht, solange man sich selbst nicht (an)erkennt.
Das andere Problem ist die berauschende Seite der Liebe, dass man unter Entzugserscheinung leidet.
Man muss da durch. Wie eine eiskalte Dusche.
Gönn Dir in solchen Phasen irgendetwas, was Deinem Gehirn ein gutes Feed back gibt.
Ich lerne seit 1 Jahr z.B. Russisch. So aus dem Nichts.
Das tut mir gut. Ich bin inzwischen verliebt in diese Sprache.
Ja, okay... jetzt habe ich etwas übertrieben. Aber immerhin gewinne ich so mehr Erfolgsgefühle. Das Lernen der Sprache nimmt dann soviel Raum in meinem Kopf, dass ich mich beruhigt fühle. Also durchschaue auch die hormonelle Wirkung der (misslungenen) Liebe.
Eventuell kann ich nach 5 Jahren 5 verschiedene Fremdsprachen...
Dann weiss man schon mal, wie viele Lieben bei mir Fehlgriffe waren. ;)
 
  • #13
Ach, man muss so etwas auch nicht unbedingt extensiv mit anderen besprechen, was sollen Freunde oder Eltern denn auch groß dazu sagen, sie können dich bemitleiden oder ihn schlechtreden, aber bringt dir das was?

Ich würde wohl meine Gedanken dazu in mein Tagebuch schreiben (kann ich wirklich sehr empfehlen, Schreiben kann auch therapeutisch wirken und hilft beim Reflektieren und Ordnen der Gedanken, gerade wenn du sowieso keine geeigneten Gesprächspartner hast oder ein Therapeut dir übertrieben scheint, den Schritt geht man ja nicht einfach mal so) und mit anderen Menschen dann eher fröhliche Dinge tun und dich damit ablenken und auf neue Gedanken und Projekte bringen.

Wenn das mit Corona jetzt nicht alles umständlicher wäre (aber ggf. gibt es noch oder wieder solche Möglichkeiten), könntest du dir z.B. einen lustigen Gruppen-Sportkurs suchen, wo du Spaß hast und Action und andere Menschen erlebst. Ich habe mal vor einer Weile bei mir um die Ecke zweimal die Woche einen Indoor-Cycling-Kurs gemacht, kurz vor Beginn haben immer alle nett miteinander gequatscht, dann gab es laute, intensive Beat-Musik, der Trainer hat Stimmung und Witze gemacht, man strampelt sich ab und fühlt sich als Teil der Gruppe und lebendig, danach waren alle glücklich und locker und gut drauf, man hat sich richtig gut, beschwingt und fröhlich-erschöpft gefühlt. Wenn ich dann danach nach Hause spaziert bin, schien mir die kühle Nacht mit den glitzernden Lichtern wunderschön, davor, dabei und danach war die Welt immer wunderschön, so was hebt total die Stimmung. Und in der Gruppe sind auch Freundschaften und nette Gespräche entstanden, wenn einer Geburtstag hatte, hat er Muffins für alle mitgebracht, oder einer hat alle zu sich zum Grillen eingeladen, es wurde viel gelacht und gescherzt. Natürlich könnte es allgemein theoretisch schon auch gut für dich sein, mal jemandem von all deinem Frust zu erzählen, aber falls das jetzt nicht geht oder danach würde ich dann eher versuchen, spannende und spaßige Dinge zu tun, die dich körperlich und mental fordern, neue Herausforderungen und Ziele und deine Lebensfreude wiederzufinden, nach vorne zu blicken.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
sie können dich bemitleiden oder ihn schlechtreden, aber bringt dir das was?
Zuhören ist wichtig.
Einfach nur zuhören.
(Ja und ordentlich ablästern und schimpfen hilft auch manchmal wieder zu Kräften zu kommen)
Aber wenn auch das nicht geht, tut zumindest die Anwesenheit andere Menschen gut. Anstatt dass man einsam in seiner Bude versauert. Man kann auch anderen helfen, um sich selbst zu helfen. Weil man dann eine Aufgabe hat. Eine soziale Aufgabe.
Oder einfach mal in den Arm genommen werden.
Das hilft. Es lindert das Leid ein wenig.
Denn so ein plötzlicher Entzug von Allem ist für jeden schwer zu meistern.
Such dir einen Buddy zum gemeinsam Netflixen und Knabbern oder Ähnliches.
 
  • #15
Kontakt zum Ex komplett abbrechen, ihn überall blockieren, Therapieplatz zur Gesprächstherapie suchen, neue Hobbys, neues Selbstvertrauen aufbauen und dann läufts! LG w32

Ps: Exen hinterherzutrauern ist nur eins: verschwendete Lebenszeit.
 
  • #16
Soziales Gefüge... Ja ich hab schon ein paar Freunde, aber sie mochten ihn nicht so und von daher rede ich mit ihnen nicht so über dieses Thema. Zu meinen Eltern hab ich mehr oder weniger regelmäßig Kontakt der aber auch hauptsächlich von mir aus geht. Meine Mutter hat Depressionen und noch andere gesundheitliche Probleme die sie sehr belasten, sodass ich das Thema da gar nicht anspreche da die Gesundheit meiner Mutter immer das vordergründige Thema ist. Geschwister hab ich keine, auch keine sonstigen verwandten, nur eben meine Eltern noch.

Solange ich in Gesellschaft bin geht es, da merkt man mir auch nichts an, aber sobald ich alleine bin drehen sich meine Gedanken um das Thema...es gibt solche und solche Tage, aber im Moment eben leider eher schlechtere ..
Der Typ mit der Psychotherapie weiter oben ist gut. Möglicherweise neigst du auch zu Depressionen, zumindest zum Grübeln und Gedanken Drehen. Lege Dir neue Hobbies zu, treibe Sport, schau, dass du genug Schlaf kriegst. Lies ein paar Bücher zum Thema Selbstwert und das Kind in mir.
 
  • #17
Ja, ich bin inzwischen so, dass ich nicht mehr so gern eigentlich über Probleme rede, weil ich auxh das Gefühl hab, es wird anderen dann oft zu viel.
Ich denke hier liegt der Hund begraben. Du musstest früh die Erfahrung machen, dass du anderen „zu viel“ bist, dich zurücknehmen musst, Rücksicht üben, ihre Bedürfnisse über deine stellen usw.

Aber ein Kind sollte sich seinen Eltern komplett zumuten dürfen - mit der vollen Bandbreite an Emotionen und Bedürfnissen. Schließlich ist es die Aufgabe einer Mutter seinem Kind gerecht zu werden ( so gut wie möglich, niemand ist perfekt ) und nicht andersherum.

Das Ding ist: du gehst mittlerweile selbst so mit dir um....

Ich weiß, es gibt viele Leute, die haben weitaus größere sorgen, aber ich habe das Gefühl, ich komme im Moment nicht mehr klar.
...was man an solchen Aussagen ablesen kann: Meine Probleme/Gefühle/Bedürfnisse sind nichtig, anderen geht es schlechter als mir, andere sind wichtiger als ich usw.

Solange du das glaubst, wird dir das Leben diese Glaubenssätze immer wieder erfüllen. Nicht weil das der Realität entspricht, aber weil du Realität entsprechend interpretierst, dich anfängst so zu verhalten, als ob es real wäre und damit deine Wirklichkeit gestaltest. Das zieht und hält dann natürlich auch Menschen in dein Leben, die dieses „Angebot“ annehmen wollen.

Dass er eine neue Freundin hat wusste ich, jetzt hab ich erfahren, dass die beiden verlobt sind und er total von ihr schwärmt und sie wohl die Liebe seines Lebens ist
Nichts ist so, wie es scheint. Ich würde mich an deiner Stelle nicht mit Informationen über sein Leben füttern. Damit legst du nur permanent den Finger in deine Wunde und dein Bewältigungsprozess gerät ins Stocken.

Es ist schön, wenn du ihm sein Glück gönnst. Aber du hast mit Sicherheit mehr verdient, als lediglich ein Zaungast zu sein.

Ich glaube, dass eine Therapie dir viel bringen könnte - quality time bei der es nur um dich geht. Eine emphatische Person, die dich wahrnimmt und dir den Raum gibt, der dir als Mensch zusteht.

Alleine dieses Setting stellt schon eine neue Beziehungserfahrung dar, die - ungeachtet der besprechenden Inhalte - viel in dir bewegen kann.
 
  • #18
Eine unangenehme Situation für Dich, das kann ich gut nachvollziehen. Die Trennung und dann seine erfolgreiche Beziehung in so kurzer Zeit sind wie ein Doppelschlag.
Soziales Gefüge... Ja ich hab schon ein paar Freunde, aber sie mochten ihn nicht so und von daher rede ich mit ihnen nicht so über dieses Thema.

Solange ich in Gesellschaft bin geht es, da merkt man mir auch nichts an, …
Vielleicht hilft es, wenn Du versuchst, mehr mit Freunden zu unternehmen, auch wenn das gerade nicht so einfach ist? Ablenkung durch Sport oder andere Aktivitäten? Vielleicht meldest Du Dich in einem Fitnessstudio an und machst eher Kurse auch mit anderen Menschen?
 
  • #19
Ich denke Trauern gehört dazu . Es ist ganz normal . Deshalb muss man auch nicht gleich eine Therapie machen. Aber gute Freunde , mit denen man richtig reden kann wären wichtig . Ansonsten hat mir auch immer eine kleine Reise gut getan , alleine an einem neuen Ort zu sein hat mir geholfen neue Impulse zu bekommen . Überlege dir was du jetzt machen kannst , was du mit ihm nicht konntest . Lass alle Emotionen zu , es gibt keinen kürzeren weg durch Schmerz und Trauer , alles andere wäre Verdrängung und holt dich irgendwann wieder ein. Aber irgendwann ist es auch vorbei , du wachst morgens auf und fühlst dich seltsamerweise wieder hoffnungsvoll . Wenn du aber denkst dass du auch nach Monaten da alleine nicht herauskommst dann hole dir Hilfe .
 
  • #20
Liebe Vanillagreace, ich fühle mit Dir.

Mir hat nach dem Ende meiner Ehe die sehr nazistisch und von Betrügereien und Lügen durchzogen war folgendes geholfen.

Eine Freundin hat mir geraten alles in eine Art Tagebuch zu schreiben. (Ich habe das am Anfang für "blöd" gefunden)
Sie hat immer wieder gesagt, mach es... und ich habe es dann gemacht.
Habe alles negative aufgeschrieben und Du glaubst nicht wieviel Seiten ich gefüllt habe. Ich bin selber darüber erschrocken, wie viele Verletzungen es in unserer Ehe gab.
Und immer wenn ich Sehnsucht nach "zurück" hatte und sehr traurig und verzweifelt war, habe ich in dem Buch gelesen.
Es hat mir IMMER geholfen, das ich wieder meine Mitte gefunden habe und nach VORNE und nicht ZURÜCK geschaut habe.

Auch habe ich zwei Sitzungen bei einer Therapeutin gemacht. Zwei Termine haben mir schon geholfen, mich wieder klar zu sehen und selbst weiter an meinem Selbstwert zu arbeiten und mein Gedanken-Wirwarr Zaum im zu halten.

Ich habe mich immer wieder im Kopf dazu gezwungen, keine Gedanken an IHN zu verschwenden. Nach ein paar Wochen hat es super funktioniert. Ich habe nur an schönes gedacht.
An meinen Mops, meine zwei süßen Katzen, meine beste Freundin (die die beste Stütze überhaupt war), meine Brüder, meine Eltern, mein Job, der mir viel Spaß macht, mein schönes zu Hause usw.
Urlaub am Meer geplant. Es durfte nur noch in meinen Kopf, was mich HAPPY macht!

Ich meine damit liebe Vaniliagreace ... verbanne die Gedanken an Deinen EX aus Deinem Kopf!!

Yoga hat mir auch super geholfen, meine innere Mitte wieder zu finden.
Probiere es doch mal, in Coronazeiten, kann man das auch Online machen. Schaffe Dir eine Wohlfühl-Ecke in deiner Wohnung und los gehts.

Ach ja und ganz wichtig, alles raus aus der Wohnung was Dich an IHN erinnert.
Ein Eimer Farbe hilft manchmal auch die Laune zu heben und Du hast ein Projekt das Dich ablenkt.

Vielleicht konnte ich Dir ein paar Denkanstöße geben ... ☺️

Kopf hoch Liebes... alles wird gut... Du schaffst das... das Leben ist so schön.. auch erstmal ohne einen Kerl! ;-)


W/53
 
  • #21
ich merke es auch schon körperlich, innere Unruhe und oft so ein beklemmendes Gefühl...
Geh joggen oder mach regelmäßig sonst was an Sport, was in Deiner Gegend möglich ist. Das hilft am Besten gegen solches psychisch bedingtes körperliches Unwohlsein.
Ansonsten hock nicht auf dem Sofa und schwärm von ihm sondern guck darauf, warum es mit euch nicht geklappt hat (hatte Gründe), lies ein paar Bücher dazu (Ursache), mach eine Weiterbildung - egal was, tu was Sinnvolles, was Dir auch später noch nützen kann, statt das heulende Elend zu pflegen.

Und brich den Kontakt zu ihm komplett ab, statt immer nach irgendwas bei ihn zu gucken.

aber sobald ich alleine bin drehen sich meine Gedanken um das Thema
Trainier Deine Gedanken weg von ihm - lesen, Musik aufdrehen und tanzen, Meditation, sehr gut auch Podcasts und Hörbücher - egal was. Alles ist erlaubt, was den Gedankenfluß unterbricht, denn der ist das Übel.

Als ich 6 Jahre alt war ging das los mit ihren Depressionen und seitdem bin. Ich es eigentlich schon gewohnt, meine Probleme eher mit mir selbst auszumachen...
Du bist an depressiv machende Grübelschleifen von Kindheit an gewöhnt. S.o. es gibt Techniken aus der Verhaltenstherapie, mit denen man einen Stock in die Speichen halten kann.

Die Sache ist schon länger her, wenn er bereits jetzt mit einer anderen verlobt ist.
Da bringt reden mit anderen nichts mehr und es ist klar, dass sie des Themas überdrüssig sind.

Ansonsten würde ich an Deiner Stelle auch mal zu einem Therapeuten gehen - nicht wegen des Mannes, sondern eher wegen Langzeitfolgen der Depression Deiner Mutter auch bei Dir - Tendenz zu psychisch ungesundem Verhalten.
Du bist längst erwachsen und da ist es normal, Dinge weitgehend mit sich selber auszumachen.

Du wirst Dir aber in kindlicher Überforderung dafür die falschen Bewältigungsstrategien antrainiert haben, die jetzt das Leid ausmachen.
Das ist Dein ursächliches Problem, nicht dass er eine andere hat. Und das ist vielleicht auch ein Grund, warum Beziehungen scheiterrn - zu wenig Vertrauen, zu wenig Übung zu Deinen Schwächen zu stehen, sie sichtbar zu machen.
Ich hatte auch eine depresssive Mutter und finde davon die Spuren in meinem Leben (bin jetzt selber alt). Man sollte früh was dagegen tun.

Ansonsten solltest Du gucken, ob Du Dir nicht 1-2 intensive Freundschaften aufbauen kannst, die etwas tiefer gehen als die "Lustig-lustig-Trallala-Bekanntschaften", die Du beschreibst.
 
  • #22
Es ist schade, dass man nicht unglücklich sein darf und sich rechtfertigen muss, dass man leidet, obwohl man ein Dach überm Kopf, einen vollen Kühlschrank und andere Annehmlichkeiten genießen darf. Dabei sind Deine Gefühle legitim. Egal, ob Liebeskummer, permanenter Misserfolg oder der Abschied von einem geliebten Menschen - die Seele weint.

Liebe @vanillagrace , wären wir Freundinnen, hätte ich Dich jetzt auf einen Frauenabend mit Wein und Süßigkeiten eingeladen. Wir hätten uns Frauenfilme angesehen, und Du hättest Dir bei mir alles von der Seele geredet. Da das nicht geht, fühl Dich von mir umarmt.

Um mein Trauma zu verarbeiten, habe ich sehr viel geredet. Mit der Familie, mit liebsten Freundinnen, mit einer Therapeutin (wenn auch nur wenig). Viel, sehr, sehr viel habe ich geredet. Ich habe alle Facetten des Erlebten dargelegt, habe es von allen Seiten betrachtet, war enttäuscht, war verzweifelt, war wütend und ging davon aus, bei der Partnersuche große Abstriche machen zu müssen, um nicht allein zu sein. Zum Glück hatte ich mich schwer geirrt.

Sie haben mir alle zugehört, haben einfach nur genickt, mir die Schulter gestreichelt und auch mal Kommentare abgegeben … und es half mir, positiver in die Zukunft zu blicken.

Befasse Dich mit dem Schmerz, zerlege ihn, rede ihn nieder. Nimm Dir die Zeit. Aber verharre nicht zu lange in dieser Situation. Sonst wird sie Dein Leben dominieren. Eine Freundin von mir ist seit Jahren bei einer Therapeutin, um ihre schwere Kindheit aufzuarbeiten. Sie hat ihre Eltern bald seit zehn Jahren nicht mehr gesehen. Doch dadurch, dass sie sich wöchentlich mit der Vergangenheit (seit Jahren!) beschäftigt, ist die Vergangenheit so präsent, dass sie sie einfach fertigmacht.

Nimm Dir eine Auszeit vom Daten und lege mit neuer Kraft los. Nur wer sucht, der findet. Glaub einer Frau, die ständig nach Wegen sucht, ihre Träume zu verwirklichen … und immer wieder Erfolge verzeichnet.

w, 35
 
  • #23
Erstmal fühle dich umarmt 😊
Was mir damals geholfen hat: konsequente Kontakt Abbruch. Auch kein Infos mehr hören, wie es dem Ex Partner geht. Konzentriere auf dich! Auf dein Leben, was du magst, daten so viel du magst und dann irgendwann weißt du, dass es immer leichter wird.
Viel Glück!
 
  • #24
Es ist schade, dass man nicht unglücklich sein darf und sich rechtfertigen muss, dass man leidet,
Liebe @vanillagrace , wären wir Freundinnen, hätte ich Dich jetzt auf einen Frauenabend mit Wein und Süßigkeiten eingeladen. Wir hätten uns Frauenfilme angesehen, und Du hättest Dir bei mir alles von der Seele geredet. Da das nicht geht, fühl Dich von mir umarmt.
@Mystique, dies sind sehr schöne Worte von Dir und zeigt auch, dass Du ein sehr empathischer Mensch bist! Ich denke, die FS wird dies zu schätzen wissen und es wird ihr zumindest ein bißchen Trost spenden!
 
  • #25
Daten soviel du magst, ist der größte Blödsinn, den ich je gelesen habe!
Kehre Ruhe in dich, fern von Dates und von Männer, schaffe Balance, in Seele, Geist und Körper, arbeite an deinen "S" Werten!
 
  • #26
Es ist schade, dass man nicht unglücklich sein darf und sich rechtfertigen muss
Was hast Du denn jetzt falsch verstanden. Natürlich darf man unglücklich sein.

Das ist aber nicht die Fragestellung der FS, sondern ihre Frage lautet "wie komme ich aus dem unglücklich sein wieder raus?" und dahingehend sind die Antworten die sie bekommt thematisch passend.
Ihr ist der Leidensdruck zu hoch - sie will ihn nicht kultivieren.
 
  • #27
Ach, man muss so etwas auch nicht unbedingt extensiv mit anderen besprechen, was sollen Freunde oder Eltern denn auch groß dazu sagen, sie können dich bemitleiden oder ihn schlechtreden, aber bringt dir das was?
Da ist jeder anders. Ich persönlich musste mit allen darüber reden nach meiner schlimmen Trennung und weinen und jammern. Das hat unendlich geholfen. Und ich hab das auch für andere schon getan, das da-sein einfach. Hätte ich mit niemanden darüber reden können, wär ich gestorben. Ich bin auch so mitteilsam, sei es bei Freude oder Leid, und habe entsprechende Freunde (und Partner). Wenn du das nicht brauchst, verstehe ich das, aber der FS scheint es eben zu fehlen und das ist auch völlig normal.
W, 38
 
  • #28
aber der FS scheint es eben zu fehlen und das ist auch völlig normal.
Ja, es ist im Prinzip bestimmt gut, mit einem verständnisvollen Menschen über die eigenen Probleme zu sprechen, aber wenn sie niemanden hat bzw. die Bekannten/Freunde/Mutter dafür nicht geeignet sind bzw. eigentlich keine Lust (mehr) auf das Thema haben, sondern lieber über angenehme, für sie persönlich interessantere, aktuellere Sachen oder eigene Themen sprechen und dabei Glühwein trinken, bringt es ja nichts, hier zu sagen "Es wäre gut, wenn du eine gute Freundin hättest, mit der du alles bequatschen kannst." --
"wäre" und "hättest".

Alternativ als niedrigschwelligen Ansatz würde ich eben empfehlen, die Dinge und ganzen Gedanken und Sorgen mal aufzuschreiben und auf diese Art zu verarbeiten. Und parallel oder danach unter Leute gehen und fröhliche Dinge tun, irgendwas lernen, neue Projekte und Ziele finden.

Therapeut wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber da muss man selbst entscheiden, ob der wirklich notwendig ist, denn nicht jeder Mensch, der Liebeskummer und eine traurige Phase hat, braucht direkt einen Therapeuten, das ist ja auch mit etwas Aufwand und Überwindung verbunden, da ist der Griff zu Zettel und Stift erstmal einfacher.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #29
Was hast Du denn jetzt falsch verstanden. Natürlich darf man unglücklich sein.

Mein Post bezog sich auf Folgendes:

Ich weiß, es gibt viele Leute, die haben weitaus größere sorgen, aber ich habe das Gefühl, ich komme im Moment nicht mehr klar...ich merke es auch schon körperlich, innere Unruhe und oft so ein beklemmendes Gefühl...

Den Inhalt meines Posts brauche ich sicherlich nicht wiederzugeben.

Ihr ist der Leidensdruck zu hoch - sie will ihn nicht kultivieren.

Ein Forum lebt vom lebendigen Erfahrungsaustausch. Die einen brauchen das Reden, wie z. B. @mokuyobi und ich. Andere verarbeiten Trennungen und Herzschmerz dank Tagebüchern etc. Das ist das Wunderbare an diesem Forum - es bringt unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zusammen und eröffnet Alternativen, die dem Fragenden vielleicht niemals in den Sinn gekommen wären.
Ich bin überzeugt, dass "vanillagrace" den ein oder anderen Weg einschlägt und den für sie richtigen findet.

P. S. Danke, liebe @Melissa09 !
 
  • #30
Ja, es ist im Prinzip bestimmt gut, mit einem verständnisvollen Menschen über die eigenen Probleme zu sprechen, aber wenn sie niemanden hat bzw. die Bekannten/Freunde/Mutter dafür nicht geeignet sind bzw. eigentlich keine Lust (mehr) auf das Thema haben, sondern lieber über angenehme, für sie persönlich interessantere, aktuellere Sachen oder eigene Themen sprechen und dabei Glühwein trinken, bringt es ja nichts, hier zu sagen "Es wäre gut, wenn du eine gute Freundin hättest, mit der du alles bequatschen kannst." --
"wäre" und "hättest".
Ein bisschen Off-Topic: Ja, das ist klar. Wenn das so ist, würde ich aber auch meine Freundschaften dann im Nachhinein (nicht jetzt!) mal auf den Prüfstand stellen und schauen, ob die mir persönlich überhaupt das geben, was ich brauche. Also, wenn man ein Typ ist, der gern über Gefühle und auch mal Probleme redet, aber nur oberflächliche Bekannte hat, dann wäre es vielleicht auch gut, da auszusortieren oder sich um engere Freundschaften zu diesen Leuten oder anderen zu bemühen. Und wenn die Mutter seit der Kindheit Depressionen hat und da nicht ansprechbar ist, wie hier schon gesagt - ist es vielleicht gut, sich da dauerhaft zu distanzieren, wenn das einem nicht gut tut.
Nicht umsonst ändern manche nach harten Zeiten in ihrem Leben manchmal den Freundeskreis komplett. Wenn ich merke, das passt eigentlich nicht und ist in schweren Zeiten nicht tragfähig, sind es nicht die richtigen Freunde für mich.
Ich habe ein paar Monate im Ausland gelebt und als ich nach Hause kam, rief mich ein Kumpel von mir an. Er war schon immer so, dass er seeehr viel von sich sprach, aber da rief er mich an, sagte "ich weiß, man kann gar nicht beschreiben, wie es ist, im Ausland zu sein, schon klar, daher brauchst du es gar nicht versuchen; also, ICH habe..." und hat mich wirklich null erzählen lassen, geschweige denn was gefragt (und es ging ja nicht mal um Probleme). Das war der Moment, in dem ich die Freundschaft beendet habe, für mich innerlich.
Die einen brauchen das Reden, wie z. B. @mokuyobi und ich
Ich glaube, wir sind uns da wirklich sehr ähnlich :)
 
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