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  • #1

Seit vier Jahren solo - bin ich eigentlich noch normal?

Vor vier Jahren habe ich meinen Mann nach 2 Jahren Ehe und insgesamt 10 Jahre Beziehung verlassen. Er hat das Gefühl gehabt, "etwas verpasst zu haben" (ich war seine erste Beziehung). Wir haben keine Kinder. Den Kontakt habe ich von meiner Seite aus abgebrochen, wir sehen uns etwa alle paar Monate zufälligerweise auf der Strasse, da wir in der gleichen Stadt leben.

Ich arbeite voll und habe ein sehr zeitintensives Hobby, die Abende, an denen ich allein zu Hause bin, sind selten. Auch am Wochenende habe ich meistens etwas vor: Ich treffe mich mit KollegInnen oder gehe an ein Konzert/ins Kino/ins Theater/in ein Museen. Ich fahre auch regelmässig in den Urlaub, meistens alleine, da meine Kollegen und Kolleginnen in einer Beziehung leben.

Nur mit der Liebe klappts nicht - ich lerne ab und zu einen Mann kennen, aber meistens ist er vergeben und nur auf der Suche nach einem Abenteuer. Da ich 10 Jahre "weg vom Markt war", brauchte ich einige Zeit um zu begreifen, wie es im 21. Jahrhundert auf dem Beziehungsmarkt zu und her geht - es wird gelogen, betrogen, 10- oder noch-mehrgleisig gefahren........und dann löst Mann sich in Luft auf, wenn er genug hat.

Um mich herum wird aber geheiratet, Kinder gezeugt und geboren, die meisten meiner Bekannten finden nach kurzer Zeit wieder einen Partner/eine Partnerin, nur ich bleibe übrig. Manchmal frage ich mich echt, ob ich überhaupt noch normal bin (was immer das heisst). Okay, ich bin über 40 - aber sehr gut erhalten und (leider??) auch noch Akademikerin. Klar habe ich Ansprüche - ich brauche allerdings keinen Mann, der mich ernährt und die Automarke ist mir auch egal

Langsam bin ich völlig verzweifelt und halte meine Einsamkeit, trotz einem grossen Freundeskreis, fast nicht mehr aus.
 
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  • #2
Vor vier Jahren habe ich meinen Mann nach 2 Jahren Ehe und insgesamt 10 Jahre Beziehung verlassen. Er hat das Gefühl gehabt, "etwas verpasst zu haben" (ich war seine erste Beziehung). Wir haben keine Kinder. Den Kontakt habe ich von meiner Seite aus abgebrochen, wir sehen uns etwa alle paar Monate zufälligerweise auf der Strasse, da wir in der gleichen Stadt leben.

Ich arbeite voll und habe ein sehr zeitintensives Hobby, die Abende, an denen ich allein zu Hause bin, sind selten. Auch am Wochenende habe ich meistens etwas vor: Ich treffe mich mit KollegInnen oder gehe an ein Konzert/ins Kino/ins Theater/in ein Museen. Ich fahre auch regelmässig in den Urlaub, meistens alleine, da meine Kollegen und Kolleginnen in einer Beziehung leben.

Nur mit der Liebe klappts nicht - ich lerne ab und zu einen Mann kennen, aber meistens ist er vergeben und nur auf der Suche nach einem Abenteuer. Da ich 10 Jahre "weg vom Markt war", brauchte ich einige Zeit um zu begreifen, wie es im 21. Jahrhundert auf dem Beziehungsmarkt zu und her geht - es wird gelogen, betrogen, 10- oder noch-mehrgleisig gefahren........und dann löst Mann sich in Luft auf, wenn er genug hat.

Um mich herum wird aber geheiratet, Kinder gezeugt und geboren, die meisten meiner Bekannten finden nach kurzer Zeit wieder einen Partner/eine Partnerin, nur ich bleibe übrig. Manchmal frage ich mich echt, ob ich überhaupt noch normal bin (was immer das heisst). Okay, ich bin über 40 - aber sehr gut erhalten und (leider??) auch noch Akademikerin. Klar habe ich Ansprüche - ich brauche allerdings keinen Mann, der mich ernährt und die Automarke ist mir auch egal

Langsam bin ich völlig verzweifelt und halte meine Einsamkeit, trotz einem grossen Freundeskreis, fast nicht mehr aus.

Du bist völlig normal, aber......... du bist doch gar nicht einsam. Du hast nur keinen neuen vernünftigen Mann an deiner Seite. Machst du dein Lebensglück und deine Zufriedenheit von einem Mann, bzw. anderen Menschen etwa abhängig?

Viele Menschen gehen nach kurzer Zeit wieder eine neue sogenannte "Partnerschaft" ein, aber machen dabei viele ungesunden Kompromisse, nur um nicht "einsam" zu sein. Das ist nicht mein Ding.

Ich mache es nicht mehr und mir geht es seelisch damit viel besser. Wenn es mir gut geht, ich das auch ausstrahle, dass ich halt nich abhängig von der Zuwendung eines Mannes bin, erst dann halte ich mich für wirklich beziehungsfähig und hoffe, so die richtigen Männer anzuziehen, die wirklich für eine verbindliche Partnerschaft fähig sind.

w 47
 
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  • #3
Was ich aus deinen Zeilen entnehme ist eine ungesunde Unruhe, die mich aufrichtigerweise als Mann in der Mitte lebend auch abstößt. Du scheinst ständig und beständig von "AUSSEN" Ablenkung zu gebrauchen, da dir die innerliche Ruhe fehlt, es scheint, dass du nicht alleine sein kannst. Mein Tipp: beschäftige dich einmal mit dir selbst und versuche mit dir selbst in die Mitte zu kommen, schneller gesagt, als getan, ich weiß. (m/44)
 
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  • #4
Also "normal" bestimmt. Aber eben mit dem Wunsch einer gewisssen Leere im Leben. Die Frage scheint mir allerdings, wieviel Platz du bereit bist, einem anderen Menschen in deinem Leben einzuräumen.

Es gibt dazu keine Patent-Lösungen. Aber ein paar Fragen. Was wünschst du dir? Einen Menschen, der die Lücken neben einem ausgeprägten und zeitintensiven Hobby-Interesse füllt? Einen Begleiter für gelegentliche Kulturaktivitäten und Urlaube? Einen aufregenden Liebhaber? Die ganz große Liebe?
Und was bringst du von deiner Seite ein? Wieviel Zeit hast du für eine Partnerschaft? Bist du bereit, möglicherweise auch dein Leben völlig zu ändern?

Die Beantwortung solcher Fragen schafft nicht den passenden Partner herbei, hilft aber vielleicht, herauszufinden, was du eigentlich willst und suchst ...
 
  • #5
Keine Angst. Du bist vollkommen normal. Also, jedenfalls soweit ich das beurteilen kann :)
 
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  • #6
Ich arbeite voll und habe ein sehr zeitintensives Hobby, die Abende, an denen ich allein zu Hause bin, sind selten. Auch am Wochenende habe ich meistens etwas vor: Ich treffe mich mit KollegInnen oder gehe an ein Konzert/ins Kino/ins Theater/in ein Museen. Ich fahre auch regelmässig in den Urlaub, meistens alleine, da meine Kollegen und Kolleginnen in einer Beziehung leben.

Viele geschieden Frauen haben dieses Pensum nicht, auch wenn es ein schönes ist. Die kümmern sich dann um Kinder.
Tickt bei dir die biologische Uhr, oder warum glaubst du mit Ü40 keinen Mann mehr zu finden. Gerade im mittleren Alter sind viele wieder frei, allerdings mit Vorgeschichte. Darauf solltest du dich einstellen.

Hab Geduld !

w,39
 
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  • #7
Liebe FS, ich bin über 10 Jahre Single. Und habe seit kurzen eine Affaire mit einem Mann der zwar nicht für einen Beziehung geeignet ist aber, was soll´s!

Mach dich bitte nicht verrückt! Mit dir ist alles OK. Bleibe in deiner Mitte und verzweifele nicht. Singlesein ist nicht mal so schlecht. Ich will heute nach 10 Jahren keinen festen Partner mehr.
Eine Beziehung zu haben ist nicht alles im Leben.

Alles Liebe
w45
 
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  • #8
Hier ist die FS:

Vielen Dank allen, die mir bis anhin geantwortet haben - ich bin echt erleichtert, dass es sehr sachliche Beiträge sind.

Nein, meine biologische Uhr tickt nicht mehr, sie hat auch nie getickt. Ich wollte nie eine Familie gründen, also kann ich niemanden "verschrecken"!

Ich bin etwas erstaunt, dass die Beschreibung meiner Aktivitäten die "Diagnose" innere Unruhe nach sich zieht - mit métro, boulot, dodo alleine wäre ich schlicht nicht ausgelastet. Es gibt aber auch Phasen (beispielsweise verregnete Sonntage) in denen ich auch mal nichts mache.

Meine Agenda war schon immer so voll, auch dann noch, als ich mit meinem Mann zusammengelebt habe. Er hatte auch seine eigenen Interessen, aber das Wochenende und die Ferien waren immer für die Beziehung reserviert.

Ich weiss sicher, was ich nicht mehr will - was ich bis vor vier Jahren hatte - eine Beziehung mit Zusammenwohnen und so, das muss ich nicht mehr haben. Mir schwebt eine offene Beziehung vor, in der jedes dem anderen sehr viel Freiraum lässt, aber doch da ist, um zusammen schöne Stunden (und Sex) zu geniessen und jemand, der da ist, wenn es einem schlecht geht. Leider sind mir bis jetzt nur Männer begegnet, die nicht frei sind - ich habe keine Ahnung, aus welchem Grunde ich die anziehe. Ich habe nichts gegen eine Affäre einzuwenden, aber es ist nicht mein Ziel, als Betthäschen verheirateter/vergebener Männer zu enden, dafür bin ich mir zu schade.Aus diesem Grund habe ich die Beziehung mit einem verheirateten Mann nach zwei Monaten beendet.

Sagen wir es mal so - ich lerne Männer kennen, aber nicht den, den ich gerne möchte und mein Geduldsfaden ist sehr dünn geworden.
 
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  • #9
Hier noch mal die #6. Das mit der Affaire und als Betthäschen enden, ist immer so ne Sache, verstehe ich vollkommen. Es kommt aber auch die Affaire an und welche Art Menschen daran beteiligt sind. Sagen wir es mal so, mit dem jetzigen, verheirateten Mann ist eine Affaire zum jetzigen Zeitpunkt und der Art von Treffen genau das, was mir im Moment am meisten enstpricht.
Bei ihm ist es ähnlich, die Ehe besteht nur noch aus finanziellen Gründen.

Aber diese Phase die du beschreibst, Einsamkeit und Ungeduld, hatte ich auch. Es war noch schlimmer. Ich habe geweint, war verzeifelt, habe getobt und gelitten, wie in Tier.
Aber du kannst die Liebe nicht erzwingen, es geht einfach nicht.

Es kann sein, dass nur noch ein Mann kommt oder vielleicht noch ganz viele. Es kann aber auch sein, dass kein Mann mehr kommt. Und dann fände ich es mehr als schade, auch für den Rest des Lebens auch auf Sex verzichten zu müssen.
Ich stehe nun am Anfang der Wechseljahre, da fühlt sich das noch mal eine Spur härten an. Und ich denke, jetzt verpasse ich den Rest auch noch, nur weil keine Liebe mehr kommt. Damit komm ich nicht klar. Deshalb bin ich gern auch mal Betthäschen. Irgendwann bekommt man dafür auch keinen Mann mehr, weil alt, unansehnlich etc.
 
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  • #10
Mir geht es genauso....in meinem Bekanntenkreis sind immer mal wieder Leute getrennt und leiden dann oft furchtbar--klar--nur die meisten von denen sind spät nach 1 oder max 1,5 Jahren wieder unter der Haube. Ich bin mit 44/1Kind (9) seit fast 6 Jahren getrennt und nach wie vor Single.
Tja, einen Mann für die Nacht finden - überhaupt kein Thema..
Eine Affäre mit einem verheirateten Mann anfangen - auch nicht schwierig...
Einige, eher wenige Männer, die wirklich interessiert sind, gibt es, aber die interessieren mich nicht..ich kann mir keinen schön reden/trinken...:)
Die, mit denen was lief, da scheiterte es, weil der 1. schon seit 15 Jahren eine Freundin hat- Frechheit...
..weil dem 2. dann einfiel, dass er dann doch wohl keine feste Beziehung wollte..
..weil der 3. der absolute Beziehungsphobiker war/ist...als wir 5 dates hinter uns hatten, sprach er von Beziehungsfindung, kriegte aber schon Panik als mein Bruder mal an der Haustür klingelte..zuviel Familie..Festlegen...keinen Ahnung
in den 4. habe ich mich Hals über Kopf wahnsinnig verknallt, aber er wollte nur Sex..

ich weiss, es ist schwer zu fühlen, dass frau noch normal ist, wenn man umgeben von Paaren ist. Dass man "richtig" ist, auch ohne liebenden Partner..die Sehnsucht bleibt, aber ich bin jetzt dabei, meine Wunden zu lecken und mich nicht noch mehr abweisen zu lassen, denn jede Verletzung mehr ist schlecht für meine Psyche. Und glaub mir, nach mehr als 5 Jahren hab ich einige dates gehabt und habe den Eindruck ich bin auf nem Basar mit Rückgabegarantie, wo ich mich betatschen lassen soll, damit man (n) nochmals nach 20 Jahren Ehe seinen Marktwert testen darf etc....Hey, wir sind Menschen und möchten auch so behandelt werden..momentan bin ich lieber allein, als wieder ein Negativerlebnis zu haben. Bin müde und brauche meine Kraft für mich und mein Kind. Das ist wichtiger und trotz alledem kann ich dich gut verstehn. Wir können vieles beeinflussen: Job, Wohnung, Geld, aber Liebe? Offensichtlich nicht..da muss man abwarten..ich möchte jedenfalls nicht noch mal weitere Jahre einem Mann hinterherhecheln....LG
 
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  • #11
@6/8

Wenn deine Affäre/deine Situation für dich so stimmt, ist das doch okay, du musst dich nicht erklären. Aber ich will das nicht (mehr) - Affäre, lockere Beziehung ja, aber nur noch mit einem ungebundenen Mann.........das ist meine Devise. Ich hatte kurz nach der Trennung einige ONS und Kurzaffären, dann war es stimmig, jetzt will ich das nicht mehr.
 
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  • #12
Ich kann dich gut verstehen.Ich bin seit 4 Jahren nach 23 Jahren Ehe noch nicht wieder gebunden. Hatte 2 Jahre eine Wochenendbeziehung, war damit lange Zeit zufrieden, dann hat mir da die Perspektive gefehlt. Die nächsten Jahre hätte sich nichts geändert.Männer, sehr liebe,gibt es die sich für mich interssieren, aber irgendwie komme ich mit denen nicht klar. Am schlimmsten ist das Drängen der Eltern, sie wollen unbedingt, dass ich nicht mehr alleine bin.Mein Sohn zieht demnächst aus und sie weden immer unzufriedener über mein Alleinsein. Ziehen mich damit runter, obwohl ich auch allein sein kann.Aber ich frage mich dann immer mehr, wieso ich mich nicht einfach auf eine von den netten Männeren einlassen kann.Die Torschlußpanik hat wohl noch nicht zugeschlagen. Ich würde mir eine Beziehung schon sehr wünschen, aber muß wohl noch warten.
 
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