• #1

Selbstliebe. Wie jetzt weiter?

Hallo allseits

Ich weiss leider nicht mehr weiter und benötige hier Unterstützung.
Ich bin m, 41, geschieden und habe vor kurzem leider eine Trennung mitmachen müssen. Über die Trennung selber möchte ich hier nicht viel sagen, da die Ursachen dazu kaum nachvollziehbar sind. Nichtsdestotrotz muss ich damit leben und ich möchte zumindest denselben Fehler nicht nochmal machen.

Was ich über mich sagen kann ist, dass ich sehr tiefgründig liebe und ich bei der Sache sehr dabei bin. Soll heissen, dass für mich meine Partnerin an erster Stelle kommt und mir ihr Glück sehr am Herzen liegt. Vielleicht gelingt es mir nicht immer, im richtigen Moment das richtige zu sagen oder zu tun, aber ich versuche es!

Eine gute Freundin hat mir heute gesagt, dass sie das Gefühl hat, dass ich mein Glück von anderen abhängig mache. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ist der Hauptgrund dieses Schreibens. Es ist durchaus so, dass ich gewisse Dinge, die ich sehr gerne machen, für die Partnerin bzw. für die Beziehung zurückschraube. Das mache ich freiwillig und auch sehr gerne, weil es mir wert ist. Auf der anderen Seite riskiere ich, wie bereits gesagt, dass ich damit eine gewisse "Abhängigkeit" aufbaue, sodass ich übertrieben gesagt nicht mehr ohne sie kann..

Ich weiss nicht, ob es anderen ähnlich ergeht oder ergangen ist. Wie geht ihr damit um? Ab wann ich ausserdem eine Partnerin ein zusätzliches Glück und ab wann ist es das "einzige" Glück?

Ich fühle mich im Moment sehr verloren und ich weiss nicht weiter. Ich wäre für jegliche Hilfe sehr dankbar!
 
  • #2
Wohl, ich denke, damit Du aussagekräftige Meinungen von den ForistInnen erhältst, wäre es gut zu wissen, was der Scheidungs- und der Trennungsgrund gewesen sind. Danke vielmals!
Ansonsten scheinst Du im Moment in die übliche Midlife-Crisis abzurutschen. Macht nichts, gehört dazu, und Du hast den Vorteil, dass Du auf keine Partnerin Rücksicht zu nehmen brauchst. Lebe Dich jetzt aus, mache, was Du schon immer machen wolltest, aber auf Grund von Partnerschaft nicht konntest. Du brauchst dabei nicht das Glück zu finden, ein paar schöne Erlebnisse sind gut genug und füllen Deinen Erinnerungsspeicher mit guten Erinnerungen.
ErwinM, 51
 
  • #3
Ab wann ich ausserdem eine Partnerin ein zusätzliches Glück und ab wann ist es das "einzige" Glück?
Das einzige Glück sollte sie nie sein. Denn damit ist Abhängigkeit vorprogrammiert, du bist zu sehr auf sie fixiert - machst sie (unbewusst) verantwortlich für dein Glück.

Viel gesünder ist es, wenn du - auch nachdem du eine neue Partnerin gefunden hast - nicht vergisst, alle die Dinge zu machen, die dir bisher Spaß gemacht haben. z.B. mit Freunden ohne sie verreisen; zum Sport gehen, ohne dass sie mit dabei ist; immer wieder mit Freunden oder Freundinnen (die nicht sexuell mit dir verbandelt sind) alleine essen gehen, Gespräche führen, deren Sichtweise auf die Welt betrachten, deine eigene von dir geben.
Das heißt nicht, dass du deine Beziehung grundsätzlich hintenan stellen solltest! Nimm sie häufig zu solchen Treffen mit, aber nicht immer und ausschließlich. Erzähle ihr von deinen Erlebnissen, an denen sie nicht direkt - dann aber im Gespräch mit dir - teilnimmt. Zeige ihr, dass sie die Wichtigste für dich ist, du aber auch deine eigenen Interessen/Unternehmungen usw. nicht vollkommen vernachlässigen möchtest. Gib dich selbst nie in einer Partnerschaft völlig auf, denn damit wirst du früher oder später langweilig für deine Freundin/Frau.

All das kann man(n) lernen. Übe einfach mal! Du wirst sehen, dass du viel ausgeglichener sein wirst, als wenn du den Anspruch hast, alles mit IHR gemeinsam erleben zu wollen. Das nenne ich Eigenständigkeit ohne narzisstisch zu sein.
 
  • #4
Du sollst auf einer Seite verstehen, dass kaum ein Mensch nach der Trennung die freudige Luftsprünge macht, insofern ist es normal, dass du dich verloren fühlst und du sollst dir auch erlauben, dich so zu fühlen - deine Partnerin war Teil deines Lebens und in gewisser Weise auch Teil deines Herzens und jetzt fehlt dieser Teil. Das ist sehr schmerzhaft und ja, macht auch einsam, man fühlt sich allein.
Auf der anderer Seite ist deine vermeintliche oder tatsächliche emotionale Abhängigkeit ein sehr komplexer Gerüst und da bedarf es professioneller Hilfe. Also es führt leider kein Weg am Therapeuten vorbei.
 
  • #5
Soll heissen, dass für mich meine Partnerin an erster Stelle kommt und mir ihr Glück sehr am Herzen liegt. Vielleicht gelingt es mir nicht immer, im richtigen Moment das richtige zu sagen oder zu tun, aber ich versuche es!
Eine gute Freundin hat mir heute gesagt, dass sie das Gefühl hat, dass ich mein Glück von anderen abhängig mache...
Du hörst Dich ein bißchen verzärtelt an und mit einem Bedürfnis nach Behütet-sein und behüten. Ich vermute, die Trennung war ziemlich "toxisch". Du schreibst die Gründe für die Trennung seien nicht nachvollziehbar; will heißen, für Dich nicht nachvollziehbar. Da Du dazu nichts schreibst, kann man nur spekulieren.

Mein Verdacht ist, sie hat Deine himmlisch entrückt idealisierte Art nicht abgekonnt und ist darüber zur Furie geworden. Zunächst mag manche Frauen das hohe Ideal der Liebe noch bezaubern. Auf kurz oder lang kommt aber die Realität durch hienieden auf Erden. Und da sind die Dinge eben etwas robust, oft unfair und auch mal schweinisch. Ich vermute weiter, Dein Verhältnis zu Sex ist auch himmelweiß verzärtelt.

Du wirst Dir ein etwas robusteres Gemüt zulegen müssen. Hadere ihr nicht nach. Stürze Dich ins Leben, damit Du 1. auf andere Gedanken kommst und 2. dieses richtig kennen lernst. Da wirst Du Dir noch viele Verletzungen holen. Danach bist Du dann aber geerdet. Elefantenhaut tut Not. Der Himmel kann warten.
 
  • #6
Nun, eine Partnerschaft ist was feines. Aber oberste Priorität wohl kaum. Deine Gedanken kreisen um eine neue Liebe, die aber noch nicht gelebt werden kann. Nimm dir die Zeit für dich selbst. Vielleicht hast du jetzt andere Ansprüche an einer Partnerin als damals.

Narben erinnern uns an das Erlebte,
aber sie definieren nicht unsere Zukunft. (Mark Twain)
 
  • #7
Das einzig wahre Glück liegt bei einem Selbst, niemals bei anderen und niemals im Außen, das sollte dir bewusst sein! Sehr viele Menschen streben tagtäglich nach ihrem Lebensglück und dennoch können sie es nicht finden, weil sie es im Außen suchen, da findet man es langfristig nicht. Solche Menschen denken, sie könnten glücklich sein, wenn die äußeren Umstände anders wären, der Partner, die Arbeitskollegen, das Umfeld etc. Denkst du auch manchmal so? Wir sagen oft „wenn es so, oder so wäre, dann wäre alles besser“. Das stimmt aber nicht und ist ein großer fremd konditionierter Irrtum!
Es gibt Wege zum Glück. Du kannst jeden Tag zufrieden und glücklich sein, dazu musst du allerdings deine Denkweise ändern und einige wesentliche Grundgedanken beherzigen und verinnerlichen. Im ersten Schritt solltest du dir bewusst werden, im HIER und im JETZT zu leben. Was gestern war, ist vorbei, kommt nie wieder und was morgen kommt, das kann dir niemand sageb, dss weiß kein Mensch. Nur im HIER und im JETZT sind wir voll und ganz bei uns selbst und können wahre Erfüllung, Fülle und Glück in uns leben und erleben. Also lebe voll und ganz in der Gegenwart, auch wenn es am anfang sehr schwer fällt, es wird sich langfristig lohnen. Es ist dein erster und richtiger Schritt auf dem Weg zum wahren Glück. Auch denken viele Menschen, das Glück sei lediglich ein Gefühl, wie ein kurzes Strohfeuer. Ich bin jedoch anderer Meinung, meine Meinung ist, dass das Glück nicht nur ein Gefühl, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung ist.
Und noch etwas ganz Wichtiges über Selbstliebe bzw. Eigenliebe:
Man muss sich erst einmal selbst lieben, bevor jemand anderes einen lieben kann.
Nicht nur, dass man sich selbst noch nicht genug liebt, nicht einmal andere können einen in diesem kümmerlichen Zustand lieben! Viel Erfolg bei deiner Arbeit an dir Selbst!
 
  • #8
Eine gute Freundin hat mir heute gesagt, dass sie das Gefühl hat, dass ich mein Glück von anderen abhängig mache.
Das ist gar nicht so selten. Da bist du nicht allein.

Es ist durchaus so, dass ich gewisse Dinge, die ich sehr gerne machen, für die Partnerin bzw. für die Beziehung zurückschraube.
Das ist noch nicht das Problem. Wenn man eine Beziehung eingeht, hat man automatisch weniger Zeit für Hobby oder Freunde. Statt viermal pro Woche geht man zum Beispiel noch zweimal ins Gym. Das ist völlig normal.
Was du aber nicht machen solltest: gar nicht mehr ins Gym (oder Theater, Tanzgruppe, was auch immer) gehen. Bei dir ist aber vermutlich nicht nur das Problem, dass du deine Freizeitbeschäftigungen stark runterfährst, sondern auch oder vor allem deine Erwartungshaltung, von der deine Bekannte schon gesprochen hat. Eine Frau mit etwas Erfahrung spürt schnell, dass du ihr die ganze Verantwortung für dein Glück aufbürdest. Diese Last will niemand tragen, denn das ist einfach zu viel.

Mein Tipp: Bleib erst mal eine Weile Single und fang an, dein Leben erfüllend zu gestalten. Stell dir vor, du würdest den Rest deines Lebens Single bleiben. Das willst du natürlich nicht und wirst du auch nicht. Aber wenn es so wäre, müsste das Leben ja trotzdem weitergehen. Du würdest dich in deinem Leben einrichten. Lerne, dir selbst zu genügen. Wenn es soweit ist, wirst du eher fähig sein, in einer Beziehung nicht die ganze Verantwortung für dein Glück deiner Partnerin zu übertragen.
 
  • #9
Lieber FS
Ich schliesse mich da Andreas65 an.
Ich hatte mal den schrecklichen Versuch einer solchen Partnerschaft.....
Das ging dann soweit dass der Typ alleine kaum Energie für seinen eigenen Garten hatte aber wenn ich bei allen Handgriffen mitgedödelt wäre zur 'Motivation', dann hätte er Bäume ausgerissen....
Es war GRAUENHAFT... Nur ganz junge unerfahrene Menschen fallen da drauf rein und lassen es sich als Liebe verkaufen. Dahinter steht oft eine passiv agressive Form der Manipulation den Partner verfügbar und verantwortluch zu machen für jeden Moment des Unwohlseins oder unglücklich Seins etc etc.
Das sind Männer die sich eine verfügbare, kontrollierbare, zweite Mama züchten wollen., sie ziehen selbst stundenlange Streitereien dem Alleingang vor, Hauptsache Mutti gibt sich mit ihnen ab.
Ich sage nicht dass Du so bist aber für mich schrammst Du haarscharf da entlang......
Sieh's mal von einer anderen Seite:
Wer soviel Nähe und Präsenz möchte., muss theoretisch unmenschlich viel interessantes, dauernd zu liefern und zu erzählen und zu tun haben. Wenn nicht...... Und das wäre schlicht normal..... Wirds bei soviel Dauerpräsenz einfach irgendwann öde und eng.
Lässt Du Dir viel mehr Raum, auch für eigenes, hast Du nicht mal annähernd soviel Stress 'sie immer' noch zu begeistern und zu interessieren.
Und noch was....... Ein dauernd anwesender, herrlich bequemer alter Hausschuh der jeden Abend brav mitschlurft und wohl geliebt ist.... Ist aber UNMÖGLICH auch sexy. Das Sexleben ist damit von vorne rein nur Weichspülmodus und bald im Schrankfach : 'oh Schrott, ich muss halt mal wieder'... eingemottet. (Zumindest wenn Frau ehrlich wäre...)
Mach Dich auf die Socken Dein eigenes Ich zu finden und zu geniessen.
Das ist Deine Chance!
Viel Glück!! 😉
 
  • #10
Wie hat Deine Freundin die Bemerkung gemeint.

Vielleicht war es einfach auf die aktuelle Situation bezogen, also Du sollst jetzt als Single nach der Trennung nicht von Frauen oder Beziehung abhängig machen.
Frage sie doch mal.

Was heißt schon Glück? Dauerhaftes Glück gibt es nicht. Zufriedenheit, Wohlbefinden etc. gibt es dauerhaft.
 
  • #11
Was ich über mich sagen kann ist, dass ich sehr tiefgründig liebe und ich bei der Sache sehr dabei bin. Soll heissen, dass für mich meine Partnerin an erster Stelle kommt und mir ihr Glück sehr am Herzen liegt. Vielleicht gelingt es mir nicht immer, im richtigen Moment das richtige zu sagen oder zu tun, aber ich versuche es!
Das finde ich eigentlich sehr schön und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Frauen sich so etwas wünschen. Allerdings kann so eine Beziehung auch einengen und die Frau sich ständig beobachtet und wie ein Kind und ohne eigene Stimme vorkommen. Die Frau an deiner Seite ist nicht dein Besitz und ist erwachsen und möchte auch so behandelt werden. Ich denke, dass man solche Verhaltensmuster lernen kann. Einfach zuhören, diskutieren, andere Wünsche und Bedürfnisse akzeptieren.....Diese Dinge gehören auch zu einer modernen Beziehung dazu. Das kannst du lernen.
Auf der anderen Seite riskiere ich, wie bereits gesagt, dass ich damit eine gewisse "Abhängigkeit" aufbaue, sodass ich übertrieben gesagt nicht mehr ohne sie kann..
Das passiert vielen Paare. Sie sind seelisch voneinander abhängig. Das ist nach einer gewissen Zeit normal.
Ich vermute, dass du durch deine Scheidung und die Trennung danach ein wenig die Orientierung verloren hast und gehörst irgendwie nirgendwo richtig dazu. Schaue erstmals welches Lebensmodel dir am Besten gefällt. Willst du eine Familie oder willst du LAT und Wochenendbeziehung. Es gibt sicherlich auch weitere Lebensmodelle. Schaue, was für dich am Besten passt, wo du am besten damit klar kommst und dann suche dir eine Freundin, die dieses Lebensmodell mit dir gestalten möchte. Wenn du für aufrichtige Liebe und Familie bist, ist doch super schön. Warum sollst du dich verändern? Du bist du und das ist auch gut so.
 
  • #12
Es ist durchaus so, dass ich gewisse Dinge, die ich sehr gerne machen, für die Partnerin bzw. für die Beziehung zurückschraube. Das mache ich freiwillig und auch sehr gerne, weil es mir wert ist. Auf der anderen Seite riskiere ich, wie bereits gesagt, dass ich damit eine gewisse "Abhängigkeit" aufbaue, sodass ich übertrieben gesagt nicht mehr ohne sie kann..
Aus Frauensicht klingt es für mich sehr anstrengend. Denn dann wird immer mehr die Zuständigkeit fürs Glücklichsein auf mich verlagert und das ist im Grunde ein Übergriff auf meine Freiheit.
Mir wird die Last eines anderen Menschen Glückes aufgebürdet (dachte, das muss man nur in der Mutterrolle ertragen?).
Die Last, auf ihn Rücksicht nehmen zu müssen, an seine Bedürfnisse zu denken, ohne dass er mir selbst einen Hinweis gibt, was er braucht. Die Last, moralisch die Verantwortung für den Lauf der Beziehung zu tragen, da ich ja plötzlich zum Nordpol wurde und der Mann nur noch Kompassnadel ist, die sich freudig oder vorwurfsvoll auf mich richtet. Fürchterlich auch die Idee, kein Gegenüber zu haben. Niemanden, an dem man sich einmal konflikthaft reiben kann, von dem man lernen kann, bei dem man sich entschuldigen muss.. stattdessen einen Abhängigen, der alles recht machen will und zu allem "ja" und "Amen" sagt.
Ich weiss nicht, ob es anderen ähnlich ergeht oder ergangen ist.
Mir ist es tatsächlich auch schon so ergangen wie dir, in meiner ersten Beziehung. Ich habe mich abhängig gemacht, vieles zurück gesteckt, erduldet, toleriert..
Ich habe seitdem viel reflektiert. Wie viel von meiner Selbstaufgabe war wirklich "Liebe" und wieviel war.. ja was war es? Mangelndes Selbstwertgefühl? Angst vor dem Verlassenwerden?
Es geht für mich nicht darum, alleine glücklich zu sein bzw. nur noch sich selbst zu lieben. Vielmehr darum, in Beziehungen auch Grenzen zu setzen, Profil zu zeigen und die Beziehung lebendiger zu machen. Ich behaupte nicht, dass ich das super gut kann. Aber ich denke, da wäre mal ein Ansatz und das würde ich dir gern mitgeben.
 
  • #13
Lieber FS,
dieses Abhängigkeitsgefühl bist DU!
Vielleicht wurdest du in deiner Kindheit überbehütet?
Du solltest eine Frau tatsächlich als zusätzliches Glück betrachten, versuchen die Frau neutraler zu sehen, nicht als Übermensch oder als etwas Besseres als du selbst, ich meine damit: auf Augenhöhe!
Möglicherweise hast du Verlustangst?
Man sollte im Hinterkopf haben, es ist nicht immer alles für die Ewigkeit, wir sollen manchmal mit mehreren Menschen unterschiedliche Erfahrungen sammeln, wenn du feststellst, dass das so ist, gehst du vielleicht unbefangener damit um.
Ansonsten bleib wie du bist, hört sich alles sehr liebevoll an, aber versuche trotzdem die Frau etwas neutraler zu sehen!

Alles Gute! 😊
 
  • #14
Ich bin der Ansicht, dass in der heutigen Gesellschaft die Selbstliebe überhand genommen hat, fast alle denken nur an sich und kreisen um den eigenen Bauchnabel. Ein bisschen weniger wäre wirklich von Nöten.
 
  • #15
Ich bin der Ansicht, dass in der heutigen Gesellschaft die Selbstliebe überhand genommen hat, fast alle denken nur an sich und kreisen um den eigenen Bauchnabel. Ein bisschen weniger wäre wirklich von Nöten.
Nein! Es ist ganz genau umgekehrt, nämlich es ist zu wenig an Selbstliebe vorhanden! Du verwechselst Selbstliebe mit krankhaftem Egoismus!
Selbstliebe oder auch Eigenliebe macht uns großzügig und tolerant. Wenn wir zufrieden mit uns sind und in uns Selbst ruhen, dann sind wir anderen gegenüber großzügiger. Ich kann nienand wirklich lieben, wenn ich mich selbst nicht lieben kann, das größte Problem heutzutage in unserer EGO Gesellschaft! Wir können anderen Liebe schenken, ihnen verzeihen, wenn sie einen Fehler machen, sie unterstützen und sie mit ihren Eigenheiten und Macken leichter tolerieren.
Krankhafte Egoisten sind selbstsüchtig, rücksichtslos und ausschließlich auf ihren Vorteil bedacht, da kann sich nix Gutes und nix Positives entwickeln!
 
  • #16
Für einen Mann sollte die Liebe nur eine Ergänzung ein. Männer, die sich auf ihre Frauen fixieren, sind unattraktiv, da sie keine eigenen Interessen , keine eigenen Ziele und keinen eigenen Willen haben.
Frauen wünschen sich Männer,
die sie beeindrucken und zu denen Frau aufschauen kann.
Bau dir jetzt am besten ein solches Leben auf. Mache dich unabhängig und entdecke deine Männlichkeit wieder.

w/29
 
  • #17
Das einzig wahre Glück liegt bei einem Selbst, niemals bei anderen und niemals im Außen, das sollte dir bewusst sein! Sehr viele Menschen streben tagtäglich nach ihrem Lebensglück und dennoch können sie es nicht finden, weil sie es im Außen suchen, da findet man es langfristig nicht ...
Im ersten Schritt solltest du dir bewusst werden, im HIER und im JETZT zu leben.
"Es ist sehr schwer, das Glück in einem selbst zu finden. Es ist unmöglich, es außerhalb zu finden."
(Schopenhauer)

Das sind die Lehren des Hinduismus. Diese umzusetzen, fällt schon Indern schwer; erst Recht abendländischen Menschen.

Aber hier gebe ich Dir Recht. Solange man das Glück im Äußeren sucht, in der Welt der Erscheinung (Maja), wird nichts daraus werden.
 
  • #18
Es ist durchaus so, dass ich gewisse Dinge, die ich sehr gerne machen, für die Partnerin bzw. für die Beziehung zurückschraube. Das mache ich freiwillig und auch sehr gerne, weil es mir wert ist. Auf der anderen Seite riskiere ich, wie bereits gesagt, dass ich damit eine gewisse "Abhängigkeit" aufbaue, sodass ich übertrieben gesagt nicht mehr ohne sie kann..
Kompromisse gehören in einer Partnerschaft dazu, ebenso wie Rücksichtsnahme, achtsamer Umgang.

Aber - es muss sich für MICH gut anfühlen.
Ich gehe keinen Kompromiss ein, der für mich nicht passt, oder vernachlässige meine Bedürfnisse und vor allem meine Grenzen.

Selbstliebe, nicht Egoismus, fängt damit an, sich selbst kennen zu lernen.
Wer bin ich? Was habe ich für Stärken, Schwächen?
Welche Facetten habe ich - da gibt es Übungen dazu, wo man die Facette wie eine Einzelperson darstellt (Stichwort Innere Anteile, wie die Gesellige, die Traurige, die Abenteurerin, die Wütende, etc. Bis zum Kritiker, oder den Zerstörer...), sehr lehrreich, weil man sich erst bewusst wird, manches erst entdeckt und dann auch daran arbeiten kann.
Was habe ich für Ziele, Träume, Bedürfnisse.
Wo fühle ich mich wohl, wo nicht.
Was sind meine Grenzen?

Diese Fragen kann man mit Listen beantworten, immer wieder mal anschauen. Wichtig ist der Fokus auf Positives, Wertschätzendes und wohlwollendes Betrachten vermeintlich negativer Seiten.
Wut z. B., negativ konotiert, bringt auch Energie etwas zu verändern, abgrenzend von Zorn oder sogar Aggression.
Das Thema kann man mit Literatur vertiefen...

In dem Maß, wie Du Dich kennen lernst, findest Du Dich, lernst einen achtsamen Umgang mit Dir, Selbst -Bewusstsein, Selbstwert. Und dann entdeckst Du hoffentlich auch den liebenswerten Menschen, der Du selbst bist. Selbst-Liebe.
Und damit die vielen Möglichkeiten, Glück zu erleben.

Wenn es Dir schwer fällt, frage Dich, warum Du Dich nicht lieben magst - gibt es negative Erfahrungen aus der Kindheit?
Das Gefühl, dass man Liebe verdienen müsse, sich nur endlich richtig anstrengen?
Das Gefühl, man sei es nicht wert?
Die Angst, verlassen zu werden?
So etwas aufzuarbeiten, klappt aber in der Regel nur mit fachlicher Unterstützung.

Und Deine Freundin hat Recht, wenn Du bei Dir bist, brauchst Du die derartige Konzentration auf eine Partnerin nicht.
Das ist zuviel, Du überforderst einen Menschen, wenn er/sie DEIN Glück /Daseinszweck sein soll.
Ein*e Partner*in sollte ein Glück sein, Sahnehaube.
Es ist auch langweilig, bis anstrengend, wenn jemand immer nur Ja sagt, und es immer Recht machen will.
Da gibt es keine Spannung, keine Erotik, und in der Partnerschaft Stagnation.

Die Gefahr an Deiner Haltung - Du schädigst Dich selbst, und Du wählst immer wieder die falsche Partnerin.

Positiv ist -Du kannst lieben, und Du fängst an, nachzudenken.

W, 50
 
  • #19
Mir ist das etwas zuviel schwarz und weiß....
Abhängig wird man nicht, wenn man für Paarzeit etwas anderes, einen ticken runterschraubt.

Immerhin schraubt man ohne Partner auch einiges hoch

Wenn man liebt, ist auch einiges abhängig von der Beziehung, was die eigene Laune angeht.

Eine 100% selbstliebe kann in einer Partnerschaft nicht funktionieren auf Dauer.
Sonst sagt man andauernd spontan Treffen ab, weil man doch ein bisschen müde ist etc.

Es sind die Grenzen die beachtet werden sollten
Gibt's Dinge die Du sehr gerne tust aber in einer Beziehung gar nicht mehr
Ist Dir grundsätzlich eine Beziehung wichtiger als alles andere?
Findest Du Dich liebenswert ohne Dich wahnsinnig anzustrengen etc?
Kannst Du, wenn Du mal wirklich völlig ko bist sagen, dass Du Ruhe brauchst
 
  • #20
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Auch wenn es teilweise sehr gute Inputs gibt, scheint es auch ein gewisses Missverständnis zu geben. Ich habe nirgends gesagt, dass ich alles aufgebe für eine Partnerin. Aber ich gebe zu, dass ich Vieles zurückgeschraubt habe, vielleicht eher zu viel. Das ist mein Fehler.
Ich habe mir auch Gedanken über gewisse Aussagen hier gemacht. Und ich muss mir leider eingestehen, dass ich wohl Verlustängste habe. Ich kenne den Ursprung bzw. den Grund dafür nicht, aber es ist wohl so. Ich habe (und tue es immer noch) meine Partnerin extrem geliebt. Das heisst nicht, dass ich nicht ohne sie atmen kann oder sie nicht atmen lasse. Es ist das Empfinden, das ich für sie habe. Und weil meine Emotionen so tief sind für sie, leide ich extrem unter dieser Trennung, gerade noch, weil sie für mich absolut unerwartet und ohne Vorwarnung kam.
Ich versuche, mich auf Dinge zu konzentrieren, die mir gut tun und an denen ich Freude habe. Auch wenn ich hier und da Probleme damit habe, meine Gedanken auf anderes zu richten, so versuche ich doch das Beste daraus zu machen.