• #1

Selbstschutz? Ich weiß nicht, was ich tun soll

Hallo,

folgendes Probleme habe ich und hoffe auf Lösungsmöglichkeiten.

Ich (52) lebe seit mehr als 3 Jahre mit meinem Partner (53) zusammen. Er ist geschieden. Das Verhältnis zur Exfrau ist extrem gespannt. Zwischen seiner Trennung und unserem Kennenlernen liegen gute 1 ½ Jahre. Mein Verhältnis zu seiner Exfrau ist dementsprechend! Ich werde eigentlich von Ihr nach außen ignoriert, gegenüber den Kindern (2 Töchter) äußert Sie sich negativ.

Jetzt steht bald eine Feier der jüngsten Tochter (13) an. Die Kleine möchte mich gerne dabei haben! Wie sie mit Ihrer Mutter darüber gesprochen hat, wer alles eingeladen werden soll, hat sie das so geäußert. Die Mutter ist natürlich „hell auf begeistert“ und meinte, wenn ich Anstand besitzen würde, würde ich nicht daran teilnehmen.

Natürlich besitze ich Anstand und natürlich möchte ich auch gerne dem Stress aus dem Weg gehen.

Mein zweites Problem dabei ist, die Mutter von meinem Freund (soll) wird ebenfalls dabei sein. Mit dieser Frau verstehe ich mich soweit (sehr) gut. Nur hatte Sie einmal in einem unbedachten Moment gemeint, dass mein Freund „seiner Frau“ (und das nach der Scheidung!) mal reden müsste ….

Ich befürchte, dass Sie auf der Feier dann (auch mag es nur wieder in einem unbedachten Moment) wieder seine Exfrau als Frau bezeichnet.

Mein Freund möchte natürlich, dass ich dabei bin.

Ich sitze zwischen den Stühlen! Natürlich möchte ich mit meinem Lebenspartner gerne zusammen auftreten und auch der Kleinen möchte ich Ihren Wunsch erfüllen, aber natürlich möchte ICH MICH gerne selbst schützen.

Was soll ich tun?

Danke für die Hilfe
 
  • #2
Hallo!
Das Benehmen der Ex-Frau finde ich unmöglich, zwar weiß man ja nicht, was vorgefallen ist (dass sie noch immer so sauer ist auf dich und auf deinen Freund). Aber Kinder gehen vor, und wenn die Tochter dich gern hat ist das ein gutes Zeichen.

Ich würde hingehen. Die Schwiegermutter scheint ja auch nett zu sein. Die Scheidung ist ja noch relativ frisch, ist ihr wohl rausgerutscht, dass er die Ex als Frau bezeichnet.Muss ja nicht mehr vorkommen. Und wenn, kannst du das mit deinem Freund besprechen, dass das dich stört.

Alsi ja, ich würde hingehen, und mich sogar wohl fühlen!!! Die Ex möchte es sicher vermiesen, aber jeder muss lernen mit neuen Situationen umzugehen.
 
  • #3
Liebe Timandra. Ja, schwierig. Es gibt jedoch nur eine Person, die Dich nicht dabei haben möchte, die anderen sind Dir wohlgesonnen. Also, was solls. Und lass bitte Deinen Partner nicht im Regen stehen. Sei glücklich, dass er sich zu Dir bekennt. Und nun begleite ihn, denn ihm wird es auch nicht leicht fallen.

Das Verhältnis zu seiner Ex wirst Du nicht retten, aber das zu Deinem jetzigen Partner und zu seiner Tochter, das solltest Du pflegen, denn die akzeptieren Dich. ja, ich verstehe, dass die Vorfreude nicht sehr groß ist. Viel Glück.
 
  • #4
Ich schlage zwei getrennte Geburstage vor: Einmal mit dir und deinem Freund. Und einmal kann die Tochter mit ihrer Mutter und Schulfreunden bei sich feiern.

Erstmal finde ich es nicht ungewöhnlich, dass diese Frau dich ignoriert. Du bist mit ihrem Mann zusammen und verstehst dich gut mit der Tochter, das schmeckt nicht. Zumal Mütter die Kontakte (Freunde, Freundinnen, erster fester Freund) der Tochter sowieso immer unpassend finden.

Vor allem die Kinder leiden unter dem Kasperlestheater, weil die Erwachsenen unnötig Harmonie in der Familie wollen und dabei mehr Theater veranstalten. Ich würde schon von mir aus auf keine solche Treffen gehen.
Man muss auch nicht auf Geburtstage springen, weil eine 13 jährige das so will.

Die Tochter wird sich daran gewöhnen müssen, dass im Jahre 2016 die Familien aus Patchwork bestehen und sie sich arrangieren muss, indem eben nicht beide Frauen an einem Tisch sitzen wollen.
 
  • #5
Liebe FS,
der Anlass der Feier ist die jüngste Tochter. Diese möchte Dich bei der Feier dabeihaben, als neue Partnerin des Vaters. Er möchte Dich auch dabei haben. Da gebietet es der Anstand, dass Du hingehst statt Zickenalarm wegen seiner Exfrau zu machen.

Ansonsten haben wir hier einmal mehr das Thema: wann endlich lernen Frauen im fortschrittenen Lebensalter, sich wie erwachsene Frauen zu verhalten und ihr Gefuehsleben zu regulieren, statt wie hormongeschuettelte Teenies die Welt in Trümmer zu legen?

Entschuldige, dass ich es so ganz klar formuliere: die 13-jaehrige Tochter Deines Partners zeigt mehr persönliche Reife als Du. Sie lädt Dich zu ihrer Feier ein, weil das so sein sollte in einer Patchworkfamilie. Gegenüber der Verhaltensabsurditaeten (Dich Schlechtreden und öffentlich ignorieren) ihrer Mutter zeigt sie sich erstaunlich resistent - ein Klassemaedel. Nimm Dir daran bitte ein Beispiel, denn Du brauchst so ein Vorbild.

Du bist 52, Dein Partner ebenfalls 50+, d.h. seine Mutter wird an der 80 kratzen. Da sollte ihr ein halbwegs gereifter Mensch nachsehen, dass sie von der Exfrau mit der er vermutlich mehr als 15 Jahre zusammen war noch ab und an mal als "seiner Frau" spricht, statt ein Teeniedrama draus zu machen.

Ich habe mich von meinem Exmann vor 10 Jahren getrennt und hatte 1.000 Gründe böse auf ihn zu sein, die Scheidung zu wollen und mir zu holen. Selbst heute rutscht mir beim Erzählen positiver Anekdoten aus unserer Ehe zwar selten, aber ab und an "mein Mann" raus - dabei bin ich mit einem viel tolleren Mann liiert.

Werd' einfach mal erwachsen, statt Probleme zu machen, wo keine sind. Welcher Mann soll auf Dauer eine 50+ Zicke toll finden, die keinerlei Toleranz für Fehler durch recht alte Menschen hat, aber ihre spaetpubertaeren Aussetzer soll er gut finden?

Du must Dich SCHUETZEN? Vor was für eine Katastrophe noch gleich? Ach Gottchen, komm' mal wieder runter und nimm' kritische Distanz zu Dir selber ein.
 
  • #6
Meine Meinung: nimm Dich zurück, es ist ein Fest der ursprünglichen Familie und Dein Freund und auch die 13 jährige Tochter werden es verstehen (müssen), dass genau diese Feier eben nicht für eine solche Konstellation (neue Frau aber sonst nur ursprüngliche Familienmitglieder) geeignet ist.
ich habe auch eine 12 jährige Tochter und ich weiß, dass es ein solches Mädchen schon verkraften wird, dein Freund und dessen Mutter auch.
Mir drängt sich eher der Eindruck auf, dass es Dir wichtig ist und Du die "ANDEREN" vorschiebst, weil es Dir wichtig ist, einen gewissen Stellenwert auf dieser Feier (gegenüber der Ex-Frau, in der Familie...) zu haben.
Nimm Dich einfach zurück, alles Gute !
 
  • #7
Hm. Ich würde zu der Feier gehen, wenn mich die Tochter dabei haben will und ich gerne mitfeiern möchte. Es ist ja schließlich ihre Feier und sie entscheidet, wen sie einlädt.
Sollte die Exfrau sich jedoch überhaupt nicht im Griff haben und ein Eklat zu erwarten sein, würde ich noch einmal mit der Tochter reden, ob sie das riskieren will oder ob sie unter diesen Umständen lieber eine ruhige Feier ohne dich haben möchte. Das würde ich ganz neutral klären ohne die Exfrau vor der Tochter in ein komisches Licht zu rücken oder mich mit der Tochter zu verbünden. Verständnis für die Gefühle aller Beteiligten ist oft hilfreich.
Von der Exfrau und der Mutter deines Partners würde ich mich grundsätzlich innerlich abgrenzen. Konzentriere dich auf dich. Egal was wer wie sagt, es kann dir egal sein, solange die Beziehung von dir und deinem Partner in Ordnung ist und du mit dir selbst im Reinen bist. Wenn andere sich unangemessen benehmen, musst du dir diesen Schuh nicht anziehen.
 
  • #8
Was die Mutter und das Reden von "seiner Frau" angeht, so sticht das vielleicht, aber das kommt bei ihr ja nicht davon, dass sie Dich ablehnt und nicht anerkennen will, dass die auseinander sind, sondern es ist Gewohnheit. Also da wäre ich zwar nicht entzückt, aber lockerer.

Du bist DREI Jahre mit Deinem Partner zusammen. Also was die Ex will mit Anstand, ist mir ein Rätsel. Außerdem ist sie ja nicht das Lexikon, das definieren darf, was anständig ist oder nicht. Das Mädchen will Dich dabei haben und die Mutter hat einen Schaden, wenn sie nicht mal hier versteht, dass sie ihrem Kind die Feier versaut, wenn sie sich so benimmt.
Man darf Leuten mit verdrehten Ansichten nicht noch Zuspruch geben, indem man sich an ihre Malessen hält. Ich finde zwar, dass man schon mal Rücksicht nehmen kann auf die Eigenarten von anderen Menschen, aber in dem Fall ist das für mich absurd. Nicht Du musst was an Einstellung und Verhalten ändern, sondern sie.

Mein Freund möchte natürlich, dass ich dabei bin.
Das finde ich sehr gut und wichtig, dass das ganz klar ist.

Natürlich möchte ich mit meinem Lebenspartner gerne zusammen auftreten und auch der Kleinen möchte ich Ihren Wunsch erfüllen, aber natürlich möchte ICH MICH gerne selbst schützen.
Dann lerne, damit umzugehen, dass Du es nicht jedem Recht machen kannst und dass es nur darum geht, was Du und Deine Lieben wollen, und nicht, was irgendwelche Leute besser fänden. Du wirst die Frau nie dazu bringen, Dich zu lieben. Und werd cooler, was die Mutter angeht. Das sollte nun wirklich kein Stress für Dich sein, wenn sie sich so versehentlich äußert. Wenn ALLE Dich als Störenfried ansehen und Dich ignorieren würden, dann hätte ich auch ein Problem, aber so sieht es doch so aus, als wäre die Ex seltsam und die Oma unaufmerksam, und nicht Du der Eindringling.
 
  • #9
Ich hätte nur Bedenken, dass die pubertierende Tochter dich ins Feld führt um ihrer Mutter eins auszuwischen. Wir wissen ja alle, dass in dem Alter nicht immer alles friedlich abläuft. Es ist schon etwas seltsam, dass sie dich einläd, obwohl ihr bewusst ist, dass ihre eigene Mutter das nicht mag. Du solltest absolut ausschließen hier zum Spielball zu werden.
 
  • #10
Wir reden nicht von der Konfirmation, nicht von der Abiturfeier, nicht von der Hochzeit des Mädchens, sondern von einem einfachen Geburtstag.

Die Feier findet dort statt, wo das Mädchen mit der Mutter wohnt richtig ?
Nun, dann finde ich es, da sich die Eltern nicht verstehen, schon mal seltsam, dass der Vater eingeladen wird, um im Wohnzimmer der Mutter Kuchen zu kauen und erst recht, dass die Neue, die die Mutter nicht leiden kann ( auch wenn das unsouverän sein sollte ), daneben sitzen soll.
Wozu soll das gut sein ?
Was hat die Tochter davon ?
Wer hat Spaß an diesem Nachmittag ?

Ich bin selbst ein Scheidungskind und auch ich war dann später vom Vater meiner Tochter getrennt.
Gemeinsame Geburtstage gab es nicht, sondern immer zwei Feiern, das ist doch super.

Warum gibt's nicht einfach eine Kaffeetafel bei der Tochter zuhause, die die Mutter ausrichtet und dann später eine weitere Feier bei euch und bei der bist du dann dabei.
Und die Oma kann ja zu beiden gehen und sich dann auch mal ein bißchen verplappern.
So wie du es schilderst, hat sie das mit 'seine Frau' sicher nicht gesagt, um dich zu ärgern.
Kannst ja beim nächsten mal lachend zu ihr sagen 'heee, ich bin seine Frau'.

w 49
 
  • #11
Die Feier soll im Haus der Exfrau stattfinden? Schwer von außen zu beurteilen, ohne die Personenkonstellation auf der geplanten Feier genauer zu kennen.
Dabei muss ich ehrlich sagen, ist mir der "Schutz" des Geburtstagskindes am wichtigsten.

Wenn die Kindsmutter eine Person ist, die zwar kalt dir gegenüber ist, sich aber ansonsten im Griff hat, würde ich das Risiko wagen und hingehen.
Falls sie dazu neigt, Szenen und Theater zu machen oder ständig bissige Bemerkungen abzulassen, die man irgendwann nicht mehr ignorieren kann, wäre es dem Kind keine schöne Feier.

Ich würde wohl mit dem Mädchen sprechen, ob sie sich nicht lieber eine Zweitfeier wünscht.
Und auf jeden Fall mit deinem Partner sprechen und die Verantwortung in seine Hände legen. Es ist seine Exfrau und auch seine Tochter. Möge er sich darum kümmern, dass für das Kind und dich alles friedlich verläuft. Deine Aufgabe ist eigentlich nur, höflich zu sein und die Ex nicht ohne Grund zu provozieren. Der Rest ist Aufgabe der Kindseltern.
 
  • #12
Hm, also ich hane nirgendwo gelesen, dass es sich hier um die Geburtstagsfeier der Tochter handelt, sondern nur um eine "Feier der jüngsten Tochter".

Liebe FS,
Ich würde ehrlich gesagt nur das tun, was mir selbst gut tut. Wenn du dich dahin quälen musst, dann mach es nicht. Damit wäre niemandem geholfen.
Ich würde mich auch ehrlich gesagt von der Mutter des Kindes fernhalten. Sie ist eine fremde Frau für dich und das kann sie auch bleiben. Das kann ein 13jähriges Kind schon verstehen. Und du kannst es ihr auch erklären. Ich würde wahrscheinlich auch eine alternative Feier anbieten. Oder einen tollen Kinobesuch, oder ein Shoppingnachmittag, nen Tag im Spaßbad, oder was auch immer. Irgendwas findet sich da schon. Ich bin nicht der Ansicht, dass du dich mit der Mutter gutstellen musst. Patchworkfamilie bedeutet nicht, dass sich alle mögen müssen. Es sollte nur keiner schlecht über den anderen reden.

Das mit der Mutter würde ich nicht so ernst nehmen, sondern es als kleine Marotte abspeichern. Wenn die Frau ansonsten ganz nett ist, solltest du einfach drüber hinweghören.

Auch mit deinem Partner solltest du darüber reden, dass du dich nicht wohl fühlst, wenn du dort mitgehen musst, und er dich dahingehend nicht emotional unter Druck setzen sollte. Es hat ja nichts mit ihm zu tun, sondern mit deinem schlechte Gefühl. Du willst ihn ja damit nicht bestrafen, sondern nur für dich selbst sorgen. Und das ist dein gutes Recht.
 
  • #13
Ich rate auch zur "Zweitfeier" oder einer gemeinsamen Unternehmung. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit, abwechselnd bei der Mutter und beim Vater Geburtstag zu feiern? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn die Exfrau in eurer Wohnung zum Geburtstag kommt? Konkurrenz unter Frauen hat für Männer immer was von "Zickenkrieg". Männer würden sich mit einem Bier vor den Fernseher setzen, Fußball schauen und gut ist es.

Das Mädchen mag Dich und natürlich lädt es Dich dann ein. Letztlich steckt es in einem Konflikt, weil die Feier wohl in der Wohnung seiner Mutter stattfindet. Ihr "Wunsch" wäre eine konfliktfreie Feier, den wirst Du nicht erfüllen können. Vielleicht fragst Du sie auch direkt, wie es ihr lieber wäre? Eine 13jährige ist schließlich kein kleines Kind mehr.

Deine Kritik an seiner Mutter kann ich nicht nachempfinden. Du hast wenig Verständnis dafür, dass auch nach drei Jahren eine Ursprungsfamilie erhalten bleibt und einer älteren Dame die "Frau" ohne "Ex" mal rausrutscht.
 
  • #14
FS, für mich wäre auch ausschlaggebend, wo die Feier ist. Ist sie in der Wohnung seiner Ex würde ich nicht hingehen. Es ist ihr privater Raum und du bist von ihr nicht erwünscht. Ist sie auf "neutralem" Boden würde ich den Wünschen der Tochter nachkommen. w55
 
  • #15
Ich würde der Tochter des Partners erklären, dass ihre Feier ein Familiending ist und du Dich freust, dass sie Dich als Teil der Familie sieht, Du aber Ihrer Mama nicht wehtun willst und auch Deinem Freund das Theater mit Ex, Mutter und aktueller Freundin ersparen willst. Das Mädchen ist 13, sie sollte das verstehen.
Biete ihr aber ein gemeinsames "Event" an, um zu zeigen, dass sie Dir wichtig ist und Du auch gern Zeit mit ihr verbringst. Irgendwas, was ihr Spass macht - idealerweise etwas, was sie mit ihrer Mutter nicht macht, vielleicht einen kurzen Städtetrip oder so. Dann kommt keine Konkurrenz zu ihrer Mutter auf und entspannt die Lage für alle Beteiligten.

Dass die Mutter des Partners auch mal das "Ex" bei seiner Exfrau vergisst sei ihr nachgesehen. Das passiert doch mal, da böse Absicht zu unterstellen ist wohl etwas übertrieben.
 
  • #16
Fausschlaggebend, wo die Feier ist. ...Ist sie auf "neutralem" Boden würde ich den Wünschen der Tochter nachkommen. w55
Hm, kleine Ergänzung:
Du meinst ein Restaurant oder eben vielleicht auch ein Spaßbad, Kletterwald oder so, richtig ?
Falls die Mutter die Feier bezahlt, wovon ich ausgehe, würde ich als unerwünschte Neue auch auf gar keinen Fall hingehen.
Soll die Mutter mein Essen und meine Getränke bezahlen ? Oder sie bezahlt für alle, nur ich für mich selbst ? Oder ich bezahle für meinen Freund und mich, während die Mutter für alle anderen bezahlt ?
Geht alles nicht...
Falls der Vater für alle bezahlt, ist es etwas anderes.

Ich würde in jedem Fall nicht hingehen, das gibt doch nur schlechte Stimmung und das brauche ich nicht.
Mein Favorit ist weiterhin die Zweitfeier bzw. ein besonderer Nachmittag irgendwo für das Mädchen.

Ich kann mir übrigens vorstellen, dass ihr dieser hype gar nicht recht wäre und erst recht nicht bewußt ist.
Sie ist 13, ein Teenager. Hat kichernde Freundinnen, ist wahrscheinlich alle zwei Wochen in ein anderes Kerlchen verknallt und bibbert auch am Tag der Familiengeburtstagsfeier, ob der gerade aktuelle Typ ihr eine WA schreibt. Das mit der Familie und erst recht die Neue des Vaters sind unbedeutende Nebenaspekte.
Wenn die FS nicht hingeht, ihr aber später gratuliert und was schenkt, ist es bestimmt genauso recht.

Wir neigen immer dazu, uns viel zu wichtig zu nehmen.

w 49
 
  • #17
Guten Morgen,

vielen Dank für die Antworten.

Es geht um keinen Geburtstag, sondern um eine Konfirmationsfeier.

Ich werde mit beiden (Vater und Tochter) reden.
Die große Tochter versteht zum Beispiel sehr gut, dass ich nicht daran teilnehmen möchte.

Eine "kleines Beispiel" wie die Mutter reagiert - vor ca. 4 Wochen sind wir uns, ich und meine Partner - Sie mit kleiner Tochter, zufällig in der Stadt über den Weg gelaufen. Die Tochter kam zu uns und hat uns begrüßt, die Mutter ist einfach weitergelaufen.
Die Kleine sollte dann am nächsten Tag eine Tanzvorstellung haben, wo wir (er und ich) auch eingeladen waren. Um ca. 23 klingt unser Telefon, die Tochter hat unter Tränen gestammelt, dass sie nicht tanzen wollte, weil die Mutter ihr Stress bereit, weil wir auch vor Ort sein werden. Oder sie (die Mutter) würde da nicht hinfahren!
Erst nachdem ich dann mit der Kleinen gesprochen habe, dass ich nicht mitkomme, hat sich die Lage entspannt.

Ich weiß wirklich nicht, wie diese Feier aussehen soll?

@Vikky - mit Selbstschutz meine ich, dass wenn die Kindsmutter, mir gegenüber wieder mal meint mir Nettigkeiten mitzugeben (was Sie schon getan hat) und ich NICHT darauf antworten kann (will), weil ich nicht die Feier sprengen möchte!
Natürlich kann ich es eskalieren lassen, will ich aber nicht!
Aber okay, in Deinen Augen bin ich zickig ...!
 
  • #18
Liebe Timandra,

Miese Geschichte.

Nachdem sich das regelmäßig wiederholt, die Trennung auch schon länger her ist und die Kinder leiden, müsste es dauerhaft eine Lösung geben. Eigentlich sollten Erwachsene sich entsprechend verhalten können.

Nur als Idee

Ihr sucht Euch einen Moderator, ob über eine Familienberatungsstelle oder sonstige.
Dann versucht ihr erstmal ein moderiertes Gespräch zwischen Deinem Partner und seiner Ex, damit der ganze Groll abgeladen werden kann. Du bist nur der Sündenbock, nicht die Ursache.
Wenn die Beiden ihr Thema geklärt haben, dann könnt Ihr zu dritt - auch moderiert - eine Vereinbarung treffen, wie das künftig gehen kann.
Vor allem im Interesse der Kinder.

Denn er als Vater wird öfters bei verschiedenen Gelegenheiten präsent sein wollen (und sollen) und Du bist seine Partnerin.
Insgesamt müsste er in diesem Dauerkonflikt viel mehr Position beziehen.

Bis jetzt erreicht seine Ex mit ihrer Zickerei ja alles, was sie möchte.
Dass sie die Kinder verletzt, ist wohl Nebensache.
Traurig, aber leider häufig, auch geschlechtsunabhängig.
 
  • #19
Dann liebe Timandra besprich Dich mit Deinem Partner und mit dem Kind, sage ihnen genau wie uns Deine Bedenken und Vorbehalte und erkläre dem Kind, dass Du vor allem die Feier, seine Feier, nicht stören möchtest. Beratet Euch zu dritt und findet gemeinsam eine Lösung. Viel Glück.
 
  • #20
Ok, es ist also doch die Konfirmation, das ist schon was anderes, als einer von vielen beliebigen Geburtstagen.
Es gibt also nur diese eine Gelegenheit und keinen Ausweichtermin.
Ich denke, du und die Mutter sollten nicht beide auf der Feier sein.

Falls die Mutter das Fest ausrichtet, das wird sie wohl, wenn das Kind bei ihr wohnt, solltest du nicht hingehen, erst recht nicht, wenn es bei ihr zuhause ist bzw. wenn sie im Restaurant bezahlt.
Falls das Mädchen beim Vater wohnt und er die Feier ausrichtet, gehst du mit und die Mutter bleibt zuhause.
Nachdem, wie du das Aufeinandertreffen in der Stadt und das tränenreiche Telefonat schilderst, würde ich auf keinen Fall mit der Mutter zusammen das Fest besuchen.
Du kannst aber, falls du religiös bist, in die Kirche gehen und mit deinem Freund abseits der Mutter sitzen.
Danach drückst du das Mädchen, gibst der Mutter die Hand und dann gehen dein Freund und du nach Hause.
Falls der dir gegenüber nicht loyal ist, gehst du nach Hause und er geht hin.

Und nochmal: ich bin ziemlich sicher, dass es dem Mädchen nicht sehr wichtig ist, ob du kommst.
Sie will ein bißchen im Mittelpunkt stehen, sie will ordentlich was geschenkt bekommen und sie will sicher keinen Streit.
Alles andere dürfte ihr egal sein und das ist völlig normal und legitim für ein 13-jähriges Kind.

Sei du erwachsen und souverän und nimm dich und das ganze Vorkommnis nicht so wichtig.

w 49
 
  • #21
Ich sehe das etwas anders als die meisten hier. Es ist eine Feier der 13 jährigen Tochter und sie wünscht sich, dass die FS dabei ist. Die Erwachsenen sollten hier mal aufhören, egozentrisch um ihre eigenen Bedürfnisse zu kreisen und stattdessen das Wohl der Tochter im Blick haben. Die FS sollte sich mal mit der Mutter zusammensetzen und in einem ruhigen Gespräch das Verhältnis zwischen den beiden klären. Das ganze ohne Vorwürfe, mit ganz viel Empathie und Ich-Botschaften. Und ihr auch sagen, dass du das Wohl der Kinder im Blick hast und dir auch für sie einen entspannten Umgang miteinander wünschen würdest.

Wenn ihr ein gutes Miteinander hinbekommt, wird euch das noch ganz oft im Leben helfen. Wenn die Töchter Geburtstag haben, mal heiraten oder selbst Kinder haben, die dann auch Geburtstage haben, wird es für die Töchter schön sein zu wissen, dass sie nicht immer 2 Feiern ausrichten müssen und euch ohne Angst vor Drama alle zusammen einladen können.
 
  • #22
@Vikky - mit Selbstschutz meine ich, dass wenn die Kindsmutter, mir gegenüber wieder mal meint mir Nettigkeiten mitzugeben (was Sie schon getan hat) und ich NICHT darauf antworten kann (will), weil ich nicht die Feier sprengen möchte!
Natürlich kann ich es eskalieren lassen, will ich aber nicht!
Aber okay, in Deinen Augen bin ich zickig ...!
Eine Zicke erkennt ein lebenserfahrener Mensch daran, dass er die Argumente beliebig verdreht - grad so wie es ihr passt, damit sie Recht hat und alle anderen nach ihrer Nase tanzen mussen. Genau das tust Du hier.

In Deinem Eingangsposting schreibst Du, dass sie Dich in der Öffentlichkeit ignoriert, führst hierzu auch ein weiteres Beispiel an.
Ignorieren ist definitiv was anderes als Attackieren ("keine Nettigkeit mitgeben"). So eine Ignoranz ist nicht schön, aber ein sozial kompetenter und gereifter Mensch sollte in solchen Einzelfällen bei einer größeren Veranstaltung damit umgehen konnen. Da kann es zu keiner Eskalation kommen. Das wird mir im Job regelmäßig abverlangt und ich kann sogar Smalltalk mit Leuten machen, die ich nicht ausstehen kann. Was ich im Job kann, kann ich auchngut ins Privatleben portieren - müsste ich am WE grad, als die Ex meines Partners mit vor Freunden einen beipulen wollte. Ich habe sie einfach ins Leere laufen lassen, nach dem Motte: was stört es die Eiche, wenn die Sau sich dran scheuert.

Wenn sie Dich hingegen attackiert, bzw. unberechenbar in ihrem Verhalten ist, dann solltest Du wegen Eskalationsvermeidung zu dem besonderen Anlass tatsächlich der Feier fernbleiben. Dann ist mir aber unbegreiflich, warum Dein Partner will, dass Du mitkommst, denn er kann nicht ernsthaft wollen, dass seiner Tochter die Konfirmation um die Ohren fliegt.
Ist er so tumb oder bist nicht doch Du die Dramaqueen?

Sorry, ich glaube Letzteres, wegen Legendenmanipulation und auch wegen Deiner Verständnislosigkeit seiner Mutter gegenüber. Menschen, die sich so verhalten kennen nur sich und ihre Perspektive, sind unfähig/unwillig zum Perspektivwechsel und dynamischen Verhalten.
 
  • #23
Hallo timandra,

also, in meinen Augen hat die Kindsmutter eindeutig einen an der Klatsche. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass DU nicht der Scheidungsgrund warst und auch nicht die Geliebte, als Dein Freund noch ihr Ehemann war! (ansonsten kann man sie natürlich verstehen, und Du hättest wirklich keinen Funken Anstand, aber wenn ich es richtig interpretiere hast Du Deinen Freund ja erst nach der ehelichen Trennung kennengelernt und hast absolut nichts damit zu tun...).

Ich würde mich an Deiner Stelle aus allem raushalten, was mit der ehemaligen Familie Deines Freundes zu tun hat. Laß' die ihr Ding machen und Du kannst mit Deinem Freund, und wenn die das wollen, seinen Kindern, Euer Ding machen.

Die Kinder leiden unter diesem Kuddelmuddel. Siehst Du ja auch an dem Beispiel mit dem Tanzen...

Also, halte Dich komplett aus dieser ehemaligen Familie raus und geh' nicht zu Feierlichkeiten etc., die diese betreffen. So würde ich es jedenfalls machen. Wenn Du die Kinder magst und sie Dich, könnt ihr für diese immernoch irgendwas bei Euch machen, ihnen eine Überraschung o.ä. bereiten, aber fernab der ehemaligen Familie, dann wirklich nur mit den Kindern. Lieben Gruß
 
  • #24
Ich halte nach der letzten Einlassung der FS Folgendes für richtig:

Eine Konfirmation ist etwas, wo Mutter und Vater anwesend sein sollten. Sind sie ja offenbar auch. Und weil man eine Konfirmation nur einmal im Leben hat, sollte dieser Tag auch nicht durch schlechte Stimmung verdorben werden.

Daher finde ich, dass die FS nicht mitkommen sollte, und dies vorher mit der Tochter besprechen sollte.

Das Verhalten der Mutter wäre mir ehrlich gesagt völlig egal, wenn sie sich quer stellt, dann ist das eben so. Gründe dafür sind in dem Falle irrelevant, einzig bedeutsam ist der Fakt, dass hier die Fronten verhärtet sind. Und es ist nicht Sache der FS, diese Fronten zu klären.

Ich halte es mit der Tochter meines Partners auch so. Die Mutter des Kindes macht zwar nicht solche Probleme, sondern hält sich im Hintergrund, aber ich kenne sie nicht mal. Bin ihr in mehreren Jahren nicht einmal begegnet und lege auch keinen Wert darauf. Sie wahrscheinlich auch nicht. Es zieht keiner über den anderen her. Wenn meine Stieftochter hier ist, sind wir eine Familie, und sie hat eine Familie bei ihrer Mutter. Gemeinsame Anlässe gibt es nicht. In zwei Jahren ist Abitur. Große Feierstunde. Sicher würde sie mich auch einladen. Wir verstehen uns prima und ich werde das extra mit ihr feiern. Ich werde nicht hingehen, denn wichtige Lebensstationen erlebt ein Kind mit Mutter und Vater. Ich habe dabei nichts zu suchen. Das ist mein Standpunkt.
 
  • #25
Jetzt steht bald eine Feier der jüngsten Tochter (13) an. Die Kleine möchte mich gerne dabei haben!
Die "Kleine" kann das gar nicht einschätzen. Das war ´ne nette Geste von wegen für sie gehörst du mit dazu.
Dein Freund hätte dich "natürlich" gerne mit dabei, alles andere wäre ziemlich daneben.
Ich hätte an dem Tag einen ganz anderen wichtigen Termin und könnte leider nicht kommen.
 
  • #26
Ich würde an deiner Stelle auch nicht zu der Feier gehen. Die Mutter des Mädchens fühlt sich unwohl, du fühlst dich unwohl - das muss man sich auf keinen Fall antun.
Ich bin in solchen Situationen immer der Meinung, wenn entweder ich mich oder eine andere Person sich durch das Zusammentreffen absolut unwohl fühlen, vermeidet man das Zusammentreffen.
Gibt es Jemanden, der sich widerum wegen der Abwesenheit einer bestimmten Person unwohl fühlen würde, muss man abwägen. Die 13-Jährige wird sich in diesem Fall durch deine Abwesenheit schon nicht so sehr unwohl fühlen. Sie hat ihre Mutter und ihren Vater ja dabei und sicher viele andere Verwandte und Freunde.
3 Jahre, die ihr jetzt zusammen seid, ist zwar nicht mehr ganz frisch, aber ist auch noch nicht wahnsinnig lange im Vergleich mit der Ehe deines Partners, die wahrscheinlich 15 Jahre währte. Da kann man auch der Exfrau noch zugestehen, dass sie über die Ehe noch nicht hinweg ist (Faustregel für Dauer der Beziehungsverarbeitung: Hälfte der Zeit, die die Beziehung dauerte.)
Hat eigentlich die Mutter des Kindes auch einen neuen Partner und wenn ja, wird der bei der Konfirmation dabei sein?


w51