• #1

Serielle Monogamie und Exklusivität der Liebe

Ich lese und schreibe seit einiger Zeit hier im Forum mit. Dabei habe ich auch keinen Hehl daraus gemacht, dass mein Mann und ich gemeinsam Sex mit anderen Männern haben - d.h. den Sex habe ich dann mit dem anderen Mann UND mit meinem Mann, die beiden Männer untereinander nicht. Ich bin seit 15 Jahren verheiratet und zwar glücklich, was mir aber aufgrund der o.g. Tatsache abgesprochen wurde. Einer Frau in einem aktuellen Thread geht es ähnlich - ihr wird die Liebe zu ihrem Mann und eine glückliche Beziehung per se abgesprochen, weil sie noch eine Nebenbeziehung pflegt. Viele Foristen betonen immer wieder, dass für sie nur Sex in Verbindung mit großer Liebe und großen Gefühlen geht. Einigen Beiträgen kann man dann aber auch entnehmen, dass es wohl schon einige Beziehungen gab... Ich dagegen hatte vor meinem Mann mit 15 eine "Jugendliebe", später dann eine Beziehung, die eine große Liebe war, dazwischen zwei Freundschaft+ (aber ohne Liebe) und bin nun mit meinem Mann zusammen, der für mich DIE große Liebe ist (umgekehrt genauso; und auch eine Jugendliebe, eine lange Beziehung, dann ich). Während es für mich durchaus machbar ist, Liebe und Sex zu trennen, d.h. ich kann Sex mit anderen haben, obwohl (oder weil) ich meinen Mann liebe, bleibt für mich die "serielle Monogamie" ein großes Rätsel. Es ist für mich eine rein theoretische Vorstellung, aber angenommen, ich könnte Sex und Liebe nicht trennen und müsste ich jetzt nochmal auf Partnersuche gehen, dann hätte ich vermutlich ein großes Problem: ich kann es mir nicht vorstellen, noch einmal jemanden so zu lieben wie ich es jetzt tue. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich im Leben sechs, sieben, acht, ... Beziehungen führe, wo ich ernsthaft von tiefer Liebe, Vertrauen etc. sprechen könnte. So wie es anderen vielleicht suspekt ist, wenn ich sage, dass ich Sex ohne Liebe mit anderen haben kann und die Beziehung zu meinen Mann trotzdem als große Liebe sehe, so bin ich skeptisch, wenn Menschen viele Lieben in ihrem Leben haben/hatten. Wo bleibt da die Exklusivität der Liebe - die ich mir trotz "etwas anderem Sexualleben" meiner Meinung nach bewahrt habe? In meiner Vorstellung kann es da keine wirkliche Exklusivität geben - da kann sich doch keine wirklich tiefe und dauerhafte Liebe aufbauen, oder?
 
  • #2
Liebe FS,

warum stellst du die ! monogame ! Liebe und deren Exklusivität infrage und woher weißt du, wie tief ! serielle ! monogame Liebe gelebt und erlebt wurde.
Für mich geht sexuelle Vereinigung auch nur mit Liebe im Herzen.
Wenn beide sich in Liebe sexuell vereinen, dann ist es es ein Gefühl und Erlebnis der besonderen Art, was sich in Worte nicht fassen läßt und mich drängt und dürstet es nicht nach anderen Formen, weil ich satt bin mit dieser von mir gelebten Liebe. Du scheinst es infrage zu stellen, weil es dich aus irgendwelchen Gründen unruhig macht, sonst würdest du dieses Thema nicht aufgreifen. Es gibt Dinge, die spielen sich auf anderen Ebenen ab,es sind Geheimnisse des Lebens, die man nur erfassen kann, wenn man alle Sinnesorgane einsetzt und beobachtet. Wenn du für dich das Gefühl hast, dass alle drei in diesem Gespann erfüllt und glücklich sind, dann ist es doch allerbest. Genieße es, bleibe bei dir und stelle andere Formen der Liebe nicht infrage. Deine Seele tut es aber, sonst würdest du dich nicht so sehr damit beschäftigen und hinterfragen wollen.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Und was möchtest du nun mit diesem Beitrag bezwecken?
Leb doch so wie du willst, hindert dich doch hierzulande niemand daran.

Dass du dafür Unverständnis erntest, müsstest du ja verstehen - verstehst du doch jene Frauen, die "serielle Monogamie" - wie du es nennst - betreiben, auch nicht. Du bist aber mit deinem Lebenskonzept um nichts besser, also ich weiß nicht genau, was du jetzt von uns willst. Anerkennung bekommst du nur von denen, die genauso denken wie du. Die anderen finden dich eben verkehrt.

Mir hätte ein Partner im Leben vollends gereicht, leider war mir das nicht vergönnt. Wir haben uns übrigens nicht getrennt, er ist verunglückt. Deshalb suche ich nun, nachdem ich einige Jahre alleine war, einen neuen Partner. Klar, dass jemand wie du das nicht verstehet. Du hast offensichtlich eine andere Einstellung - die ich wiederum nicht nachvollziehen kann. Mir stellt es eben bei deiner Beschreibung die Haare auf. Ich kann und will eben Sex und Liebe nicht trennen - bzw. bei Sex ohne Liebe ekelt es mich.
Schon alleine deshalb kämen für mich solche Lebenskonzepte wie freie Liebe oder die beschriebene Menage á trois nicht in Frage.

Und außerdem ... in dem erwähnten Nachbarthread scheint zumindest einer der Männer nicht ganz so glücklich mit der Situation zu sein - das klingt für mich eher danach, als hätte eine starke (alias dominante) Frau zwei schwache Männchen unter ihrer Knute...
 
  • #4
Jeder soll doch sein Leben so gestalten, wie er will. Wahrscheinlich werden nur 5% der Allgemeinheit deinen Standpunkt teilen. Was ich mich frage ist, warum du ihn so beharrlich verteidigen musst wo es dir doch ziemlich egal sein kann, wie andere Menschen ihr Leben führen. Du weisst ja, dass die meisten dich nicht verstehen. Warum musst du sie dann unbedingt verstehen wollen?
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #5
Hast Du da jetzt ein Problem oder was möchtest Du nun noch hören?
Ich lebe in einer Beziehung monogam . Und diese Beziehung ist dann meine große Liebe.Sie fühlt sich genau in diesem Moment auch so an, wie DIE eine große Liebe, theoretisch!
Ich kann was mich betrifft sagen, dass mein geschiedener Mann und Vater meines Sohnes NICHT meine große Liebe war. Davor war ich eine sehr junge Frau um die 20. Diese Beziehungen waren für mich damals auch eine große Liebe.Das sehe ich heute Jahrzehnte später aber sehr nüchtern und denke gerne an diese Zeit zurück.
Meine letzte Beziehung, die noch nicht so lange zuende ist, da dachte ich, okay..das ist ein toller Mann, das ist Deine (letzte) große Liebe.Mir war schon irgendwie klar, wir beide werden nicht miteinander alt.Das ahnte ich. Ich sagte ihm auch, nach dir möchte ich keinen Mann mehr haben.Ich hatte viele Jahre mit ihm auch eine große Trauer in mir. Dann war er eben meine "große Liebe".
Ich bin der Meinung, es gibt nicht die EINE große Liebe.Jede ist exklusiv, Tulaya!
Wie würde es sich für Dich anfühlen, wenn Dein Mann neben Dir und mit Dir zusammen Sex mit anderen Frauen hätte?
Du hast Deine Form der Liebe gefunden, dann ist es doch gut! Ich akzeptiere es ja , nur für mich wäre es nichts. :)
 
G

Gast

Gast
  • #6
In deiner Lage ist keiner. Für die meisten Menschen ist eine Beziehung reinster Luxus. Die wenigsten haben Jugendlieben gehabt, die auch noch so lange angedauert haben. Die meisten Leute bleiben heute bis 30 oder 40 Single, einige haben bis daheim wenig oder keine Sexualerfahrungen gesammelt. Die meisten wären schonfroh, wenn sie überhaupt das Glück hätten, an eine Beziehung ranzukommen.

Deine Beziehung hat sich zu einem sexuellen Selbstläufer entwickelt. Dir geht es halt einfach zu gut, du findest unter Umständen auch schnell wieder jemand neues mit deiner sexuellen Offenheit.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Deine Beziehungen haben sich einfach zu einem ungepflegten Selbstläufer entwickelt. Wie jemand, der zwar viel arbeitet, aber seine Tätigkeit nur schlampig erledigt. Die meisten wären schon froh, wenn sie einen Partner hätten. Du lebst halt im Schlaraffenland und kannst es dir erlauben, Liebe von Sex zu trennen und dein Partner zieht mit.
Das könnte sich hier vermutlich keiner erlauben!
 
G

Gast

Gast
  • #8
Naja Dein Mann ist doch auch monogam und da wunderst Du Dich doch auch nicht!

Ich glaub nicht dran, dass man 8, 9 oder 10 Mal im Leben wirklich tief lieben. Es ist eher Verliebtheit oder Schwärmerei, wo man hofft dass es mal Liebe wird.

Sex und Liebe zu trennen ist das Eine, das was Du da mit Deinem Mann lebst, ist was anderes. Würde Dein Mann auch Sex mit anderen Frauen haben und wenn Du damit auch kein Problem hättest, dann würdest Du Sex und Liebe trennen können.

Ich kenne jetzt Deine Beiträge nicht. Ich weiß nicht ob ihr Dreier habt oder Du jeweils immer alleine mit einem Mann.

Es gibt Männer, die finden es geil dabei zuzusehen wie ihre Partnerin von einem anderen Mann (ich sage mal) bearbeitet wird und er kann dabei zuschauen.

Du erlebst in dem Moment, wo ein anderer Mann mit Dir Sex hat und Dein Mann Euch zuschaut, eine Intimität oder ein Gefühl, was die meisten Frauen als Erniedrigung empfinden und Männer als eine Demütigung ihrer Männlichkeit. Ihr beiden habt dabei ein anderes Gefühl - das ist jetzt als keine negative Wertung gemeint. Auch wenn ich so einen Mann, wie Deinen, für unmännlich halte. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ein Mann der mich wirklich liebt dabei zuschauen kann, wenn ein anderer Mann es mir besorgt (oder wie man es nennen mag). Für Dich ist das der größte Liebesbeweis von Deinem Mann.

Bei Euch lebt die Liebe dadurch, weil sich zwei Menschen gefunden haben, wo sich die Neigungen ergänzen. Nach Deinem Beitrag zu urteilen, Du hättest sicher ein Problem, wenn Dein Mann mit anderen Sex hätte.

Ich würde Dir oder Deinem Mann nicht unterstellen, dass Ihr Euch nicht liebt. Ich glaube es Dir, dass Eure Liebe für Euch einzigartig und stark ist.

So wie ich gesehen habe, dass es Menschen gibt, die einige Sachen für ihr Leben gerne essen, die ich mit keiner Kneifzange anfassen würde. Oder Sachen schön finden, wo ich nur brechen kann. Kann ich es mir auch vorstellen, dass es Menschen gibt, die im Bett andere Vorlieben haben, als ich.

Und es gibt eine Sexstellung, für die bracht man zwei Penise gleichzeitig, damit sie funktioniert und wenn eine Frau das gerne hat, dann braucht man zwei Männer.
 
  • #9
Die gibt es nicht wirklich so, für jeden Menschen, meist sind das Erziehungsprogramme! Die Erlaubnis, frei, zügellos und selbst bestimmt zu sein. Die Erlaubnis, nicht um Erlaubnis fragen zu müssen, solche Gesetze wurden von Menschen für Menschen gemacht, nur um über sie zu bestimmen und zu führen! Wenn zwei Menschen sich für eine offene Beziehung abgesprochen haben, ist alles ok, das ist demokratische Toleranz!
Monogamie ist totaler Unsinn!
Die romantische Vorstellung der ewigen Liebe ist zwar ein schöner Gedanke, biologisch gesehen ist sie aber Unsinn. Vor allem männliche Wesen sind durch ihre natürlichen Voraussetzungen davon angetrieben, sich mehrmals und immer wieder mit anderen Frauen fortzupflanzen, das ist die Evolution, das ist die Natur! Alles andere haben Menschen anderen Menschen in den Kopf gesetzt, was richtig und was falsch ist. Ich habe in Länder gelebt, wo Männer große Harem hatten, bis zu 50 Frauen, wie mehr Frauen umso geschätzter sind sie!
Und so leben die meisten, auf jeden Fall die meisten Heteros, weiterhin in einer polarisierten Welt. Auf der einen Seite hat man One - Night - Stands und Affären, bei denen der Sex im Vordergrund steht, zartere Gefühle aber keinen Platz haben. Auf der anderen Seite gibt es feste Partnerschaften mit dem vollen emotionalen Programm, was aber einhergeht mit dem Verbot, gleichzeitig weitere intime Beziehungen einzugehen. Verliebt sich einer der Partner in einen anderen Menschen, führt das häufig zur Trennung. Und vielleicht zu einer neuen Beziehung.
Monogamie also in Serie.
Das Ideal ist, wenn Menschen glücklich sind. Es sollte vollkommen unerheblich sein, ob schwul, hetero oder polygam/polyandrisch oder - amourös. Das Ideal ist, wenn wir uns nicht mehr darum kümmern, was der Nachbar treibt oder was er/sie im Gegenzug von uns selbst denkt.
Was ist der Erkenntniswert? Irgendwas Neues? Es war doch wohl schon bei den 68ern so, dass es ein paar öffentlichkeitswirksame Kommunen gab und einige die "freie Liebe" wirklich praktizierten, die meisten waren damals wie heute dem Ideal der festen Partnerschaft hinterher.
 
  • #10
Liebe Tulaya,
So wie es anderen vielleicht suspekt ist, wenn ich sage, dass ich Sex ohne Liebe mit anderen haben kann und die Beziehung zu meinen Mann trotzdem als große Liebe sehe, so bin ich skeptisch, wenn Menschen viele Lieben in ihrem Leben haben/hatten. Wo bleibt da die Exklusivität der Liebe - die ich mir trotz "etwas anderem Sexualleben" meiner Meinung nach bewahrt habe? In meiner Vorstellung kann es da keine wirkliche Exklusivität geben - da kann sich doch keine wirklich tiefe und dauerhafte Liebe aufbauen, oder?

Um deine Lebenseinstellung zu verteidigen, machst du die Entscheidungen der anderen herunter.
Finde ich schade und unnötig. Weil ich es ansonsten sehr inspirierend finde, was du über deine Beziehung schreibst, es klingt ja, als sei dir und deinem Mann etwas gelungen, von dem andere nur träumen.
Ich glaube, viele Menschen sehnen sich nach wirklicher Exklusivität für den Partner. Aber, mal ehrlich: Weder du noch die von dir kritisierten seriellen Monogamisten können dieses Ideal der "exklusiven" Partnerschaft in Reinform ausleben.
Ein Mensch kann eben nicht alle sexuellen und emotionalen Bedürfnisse des anderen befriedigen. Das ist doch eigentlich okay, solange wir nicht krampfhaft versuchen, so zu leben, als müsste das möglich sein. Und uns dann gegenseitig Vorwürfe machen, wenn es scheitert.
Deine Lösung der "ungefähren" Monogamie, wie ich es nennen würde, sowie die "serielle" Monogamie, finde ich beides gute Modelle.
 
B

bennyXXL

Gast
  • #11
Du schon wieder ;-) Offensichtlich beschäftigt dich dein „besonderes“ Sexualleben ja doch. Sonst würdest du es hier ja nicht ständig zur Schau stellen. Ich schrieb schon, dass ich Frauen die Sex und Liebe trennen können nicht für voll nehme. Bzw ist es für mich eine ungewünschte Eigenschaft. Ich kenne keinen Mann der seine Partnerin von einem anderen Mann gevög.... sehen will. Ich kann es mir nur bei deinem Mann so vorstellen. Entweder ist er genauso gepolt wie du, oder er hat einfach resigniert und lässt die Drecksarbeit von jemand anderen manchen. Dann gibt die Frau endlich Ruhe. Was willst du denn jetzt genau wissen? Ob wir es nun alle sind die krank im Kopf sind und du und dein Mann voll im Trend liegen. Da ist ein Single-Forum, aber die verheiratet/gebundene Masse ist hier nicht. Also bekommst du auch keine aussagekräftige Antwort. Ich als Mann habe lieber eine Frau die treu ist und es dauert eben nur ein paar Jahre als eine untreue Frau die mann ewig am Hals hat.
 
  • #12
Dein Beitrag schreit Deinen Frust geradezu heraus.

Du lebst Deine Sexualität aus wie es Dir gefällt, hast zwei Männer dafür und solltest im Grunde zufrieden sein.

Bist Du aber nicht und ich frage mich warum?

Andere benötigen diesen sexuellen Stresslevel nicht, die Organisation mit zwei Männern zu führen, wann haben wir mal wieder Sex, kannst Du morgen, oder übermorgen, kann mein Mann dann auch oder machen wir es wieder zu zweit??

Sorry, treue und monogame Partner haben sich und das reicht ihnen völlig aus, manchmal auch für ein Leben, was daran nicht normal sein sollte wirst wohl Du alleine wissen, für mich ist es normal.

Sex mit zwei Männern ist keine Exklusvität, es ist für Dich leider zur Massenware verkommen, im Grunde bist Du Sklave Deiner Triebe, die ein Ventil für innere Leere sind, aber Sex allein kann diese nicht füllen - Du bist arm dran.
 
  • #13
Weiter
Selbst unter Kommunarden gab es Neid und Eifersucht, wenn auf einmal doch Gefühle ins Spiel kamen.
Das hat sich nicht geändert. Vielmehr sind die Leute heute eher prüder und konservativer geworden auch wenn Homosexualität mittlerweile akzeptiert wird. Fantasien werden lieber über Pornokonsum und dergleichen kompensiert statt wirklich in den Puff oder Swingerclub zu gehen.
Also alles wie gehabt, theoretisch geht alles, praktisch läuft es auf die klassische Konstellation hinaus. Manch eine(r) hat One - Night-Stands oder kurze, wechselnde Affären. Manche bleiben ein Leben lang mit dem selben Partner zusammen.

Treue ist also keine Lösung!

Die Frage ist doch, wie Beziehungen überhaupt entstehen? Welche Menschen finden wir begehrenswert und wieso? Was treibt "eigentlich monogame" Menschen in heimliche Affären? Warum erschüttert uns die Untreue des Partners existenziell? Immer wieder habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt, über mich selbst nachgedacht und einiges dazu gelernt, auch ein besseres und erfrischendes Verständnis von der Liebe bekommen mit dem gehe ich viel glücklicher durch die Welt.
Was das Thema aber nicht sagt: Viele Singles haben das Problem, überhaupt jemanden der in Frage kommt zu finden. Als ob jeder nach Bedarf zwischen Sexbeziehung, fester Beziehung, One - Night - Stand etc. gerade wählen könnte...
aber wenn, dann laufen die meisten doch dem Ideal der festen Beziehung hinterher, die sich dann abnutzt und totläuft. Also so wie immer schon.
Nicht einmal ein Ende des Ehegattensplittings ist in Sicht, was längst überfällig ist!
 
  • #14
Jeder soll doch sein Leben so gestalten, wie er will. Wahrscheinlich werden nur 5% der Allgemeinheit deinen Standpunkt teilen. Was ich mich frage ist, warum du ihn so beharrlich verteidigen musst wo es dir doch ziemlich egal sein kann, wie andere Menschen ihr Leben führen. Du weisst ja, dass die meisten dich nicht verstehen. Warum musst du sie dann unbedingt verstehen wollen?
Das macht doch FS! Menschen glauben der Mehrheit und nicht der Wahrheit, steht schon in allen Geschichtsbüchern, die Gegenwart liefert immer aktuell den Beweis dafür! Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist, das erlebte und erlebe ich tausendfach im Realleben und zu hundertfach auch und gerade in verschiedenen Foren, wo es um Lebensprobleme/Lebenshilfe geht!
Was mich wirklich fasziniert, sind die Menschen, die stark genug sind, sich zu zeigen wie sie sind und auch so bleiben, trotz Angriff/Kritik von außen, genauso wie FS! Mich persönlich interessieren eher die 5% statt die 95 %!
 
  • #15
dass ich Sex ohne Liebe mit anderen haben kann und die Beziehung zu meinen Mann trotzdem als große Liebe sehe,
Ist doch ok, das ist ja kein Widerspruch.

Sex ist körperliche Triebausübung (neben anderen Praktiken)
Liebe ist emotionale Zuneigung zu einer Persönlichkeit.
Die Einen können es innerlich voneinander trennen, die Anderen nicht.
Jede/r wie er mag, und wie er kann. Beides ist ok.
so bin ich skeptisch, wenn Menschen viele Lieben in ihrem Leben haben/hatten. Wo bleibt da die Exklusivität der Liebe -
Die Liebe war schon exklusiv. Jeweils immer zu einer Person. Aber Derjenige brauchte mehr Partner/innen = mehr Lieben, um sein Leben damit auszufüllen.

Die große Liebe, mit der man mindestens 20 Jahre zusammen ist, wird m.E. immer seltener. Heutzutage muß man eher damit rechnen, dass man sich "entlieben" muß, und danach auf neue Partnersuche.

Inzwischen scheint mir, dass viele Paare im Irrtum sind. Sie glauben, sich zu lieben, aber in Wirklichkeit ist es sexuelle Anziehung, die sie zusammen brachte.

Also eine raffinierte, psychologische Taktik der Biologie, zum Ziel der Fortpflanzung. Und um den ggf. entstandenen Nachwuchs groß zu ziehen. Alles unter der "betörenden Nebelwolke" was sie als Liebe halten.

"Aber Eltern lieben doch ihre Kinder" ...... längst nicht Alle.
"Aber Liebespaare lieben sich doch gegenseitig" - längst nicht Alle, längst nicht Beide.
Selbst wenn es nach Liebe aussieht.

Der Unterschied: Wenn der Gegenüber nicht mehr attraktiv auf Einen wirkt, wieviel Zuneigung hat der Betreffende noch zum Gegenüber ?
Die Frau/der Mann nicht mehr sexy, die Kinder nicht mehr "süß" sind ? Während der wahrhaftig Liebende den Gegenüber stets liebt, so wie er jeweils ist.
(m,53)
 
  • #16
Liebe FS,

warum stellst du die ! monogame ! Liebe und deren Exklusivität infrage und woher weißt du, wie tief ! serielle ! monogame Liebe gelebt und erlebt wurde.
Ich stelle die monogame Liebe und deren Exklusivität gar nicht in Frage und ich weiß eben nicht, wie tief serielle monogame Liebe erlebt werden kann. Deshalb würde ich es ja gerne von Erfahrenen wissen - ich kann es mir einfach schlecht vorstellen, dass man im Leben wirklich viele Menschen tief und ehrlich in einer Partnerschaft lieben kann. Deshalb frage ich und da braucht sich keiner angegriffen zu fühlen...
 
  • #17
Naja Dein Mann ist doch auch monogam und da wunderst Du Dich doch auch nicht!
Ich glaub nicht dran, dass man 8, 9 oder 10 Mal im Leben wirklich tief lieben. Es ist eher Verliebtheit oder Schwärmerei, wo man hofft dass es mal Liebe wird.
Nur zur Erklärung, mein Mann ist nicht monogam, manchmal haben WIR Sex mit einer anderen Frau - aber wir mögen lieber MMF. Darum geht es mir hier aber gar nicht. Dein zweiter Satz (ohne dass ich deinen kompletten Beitrag schon gelesen habe) beantwortet meine Frage -wenn auch kurz- schon eher - danke.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Ich versteh die Fragestellung irgendwie nicht. Du schreibst, du hattest vor deinem Mann eine Jugendliebe und eine "große Liebe". Also hast du vor ihm auch schon 2 andere Männer geliebt. Dass du dir JETZT nicht vorstellen kannst, einen anderen so zu lieben wie deinen Mann, ist vollkommen normal. Das geht auch sog. seriellen Monogamisten in der jeweils aktuellen Beziehung so, wenn diese denn glücklich ist. Aber zu denen gehörst du ja eh, wenn es vor deinem Mann schon andere gab. Oder warum bist du der Meinung, keine Vertreterin der seriellen Monogamie zu sein? Welche Vorstellung hast du denn von serieller Monogamie? Dass die Leute sich schon vorher vornehmen, nur maximal soundsoviele Jahre mit jemandem zusammen zu sein?

Die allermeisten Menschen werden unfreiwillig zu seriellen Monogamisten! Nicht weil sie es wollen, sondern weil hoffnungsvoll begonnene Beziehungen scheitern und man es dann wieder versucht, mit jemand anderem. Das kann auch dir wieder passieren.

Also, worum genau geht es dir? Um die Zahl von Beziehungen, die jemand schon hatte? Ab welcher Zahl von liebesbasierten Beziehungen geht denn deiner Meinung nach die Exklusivität verloren?
 
G

Gast

Gast
  • #19
Naja ich würde der FS keine Liebe zu ihrem Mann unterstellen. Ihr Mann ist ein Wifesharer, es gibt noch die Cuckold aber da sind die Regeln anders, als das was die FS beschreibt.

Ich denke, man muss nicht alles im Leben verstehen oder es für Richtig halten. Ich glaube auch nicht, dass die FS so einen Partner wie ihren Mann schnell wieder findet, wenn die beiden sich trennen.
 
G

Gast

Gast
  • #20
In deiner Lage ist keiner. Für die meisten Menschen ist eine Beziehung reinster Luxus. Die wenigsten haben Jugendlieben gehabt, die auch noch so lange angedauert haben. Die meisten Leute bleiben heute bis 30 oder 40 Single, einige haben bis daheim wenig oder keine Sexualerfahrungen gesammelt. Die meisten wären schonfroh, wenn sie überhaupt das Glück hätten, an eine Beziehung ranzukommen.

Das ist die Sichtweise eines frustrierten Beziehungssuchenden.
Beziehungen sind kein Luxus, sondern die Regel, die meisten Menschen habe eine Beziehung. Auch viele Singles sind keine Singles, wie einige sich das vorstellen, sondern Mingles. Bedeutet, sie haben eine Freundschaft+, eine Affäre, eine Fernbeziehung, eine Beziehung und wohnen nur getrennt usw.

Man gehe mal auf ein Straßenfest, oder überhaupt mal vor die Tür, dann wird man feststellen, dass Menschen ab einem gewissen Alter ohne Sexualerfahrung extrem selten sind. Nur weil Menschen nicht so früh heiraten, bleiben sie doch nicht bis 40 Jahren Single, die überwiegende Mehrzahlt, hat Freundschaften+, Affären u.ä., viele sogar mehrere parallel.

Wer so ein Weltbild hat, hält sich entweder ausschließlich unter Nerds, im Kloster oder sonstwo auf. Man hat heute doch schon Glück, wenn man jemanden findet, der nicht den Überblick über seine ehemaligen Sexualpartner bereits verloren hat und wer einige Jahre Single ist oder war, der hat i.d.R. mehr Sexualpartner als jemand in einer Beziehung.

Tulaya geht es nicht zu gut, sondern sie hat offenbar ein Problem damit, dass ihr super Ehemann nur 1,64 m klein ist, ansonsten würde sie ja nicht permanent betonen, wie groß ihre Liebe, wie toll ihre Ehe und wie glücklich sie ist.

Der Ehemann ist mit diesem "Gardemaß" von 1,64m bei anderen Frauen so gut wie chancenlos und so wahnsinnig super wird sie auch nicht aussehen, denn den dritten Mann für ihr Ehebett (für die so super glückliche Ehe!), den müssen sie in der Zeitung oder online rekrutieren.
 
G

grünewelle

Gast
  • #21
Das Ideal ist, wenn Menschen glücklich sind. Es sollte vollkommen unerheblich sein, ob schwul, hetero oder polygam/polyandrisch oder - amourös. Das Ideal ist, wenn wir uns nicht mehr darum kümmern, was der Nachbar treibt oder was er/sie im Gegenzug von uns selbst denkt.
Du sprichst uns allen hier durchaus das eigene Denken ab. Ich zumindestens für mich kann behaupten, dass ich mich bewußt dafür entschieden habe, so zu leben, wie ich lebe. Ich habe also Werte , die mir beigebracht wurden, im Laufe meines Lebens überprüft und die, die für mich richtig sind, die habe ich behalten und andere über Bord geworfen.
Polygamie habe ich als nicht meins erkannt. Allerdings darf von mir aus jeder so leben wie er will, wenn alle Beteiligten so leben wollen wie von Tulaya beschrieben....na, warum nicht.
Um auf die Frage zurückzukommen.....
Sex und Liebe zu trennen ist das Eine, das was Du da mit Deinem Mann lebst, ist was anderes.
Das sehe ich auch so, ohne Dein Leben bewerten zu wollen.
W
 
G

Gast

Gast
  • #22
Hallo liebe Tulaya,
ich bin eine Frau und kann dich bestens verstehen. Ich war über 10 Jahre verheiratet und habe mir ab dem ca. 5 ten Beziehungsjahr oftmals einen guten Lover dazugewünscht. Natürlich ist das sexuelle Begehren in der Frau gleich dem Mann ausgeprägt. Mit dem was du offenbarst, donnerst du nur in eine absolut gesellschaftliche Tabuzone, daher die Entwertungen. Frau kann innigst lieben, EINEN Mann ein Leben lang. Das BEGEHREN an sich, lässt meist nach 2-4 Jahren naturgemäß nach. Manche retten es noch über viele Jahre durch Fantasie und "speziellen Einsatz ". Die Menschen, die das Gefühl zulassen, wie heiß es ist, einen neuen geilen Mann in der Kiste zu haben, werden das gerne ausprobieren und umsetzten. LG !
 
  • #23
Der Knackpunkt ist, und das fiel mir schon relativ früh beim Einstieg in dieses Forum auf, dass andere Menschen scheinbar ein vollkommen abweichendes Verständnis von dem Konzept haben, was gemeinhin als "Liebe" bekannt ist, als es bei mir oder wieder anderen der Fall ist.

Ich bin auch regelmäßig erstaunt, wie viele angebliche "Lieben" manch anderer gefunden hat oder zumindest glaubt gefunden zu haben.

Letzten Endes, und davon bin ich felsenfest überzeugt, bekommen nur sehr wenige unter uns den Hauch einer Ahnung, was sich eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt. Die anderen leben verblendet oder offenen Auges in irgendeiner Lüge.

"Liebe" ist der Jackpot für vom Glück gesegnete Gewinner. Alle anderen, und das ist die absolute Mehrheit, führen eine von Kompromissen und Halbherzigkeiten durchtränkte Solala-Beziehung.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #24
Gast Nr.7 schreibt ja schon treffend, dass Dein Mann ja in Monogamie in Serie lebt. Du möchtest uns aber nicht die Frage beantworten, wie es Dir damit ginge, wenn Du diejenige wärst, die ihm dabei zuschaut, während er mit 2 anderen Frauen..allein wenn ich mir das vorstelle, dass mein Partner dabei zusieht (versteckt oder offen?) wie ich mit 2 Männern Sex habe..ich würde mich so furchtbar schämen und erniedrigt vorkommen. Das allein ist vornehm ausgedrückt. Aber jedem das seine. Weiß Dein Mann eigentlich, dass Du hier um "Rat fragst"? Abgesehen von dem anderen Problem das ich damit hätte, wäre das eine absolutes NOGO für mich. Wenn es für Dich und Deinen Partner gut ist, brauche ich nicht die Absolution dazu von einem Forum.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #25
Der Knackpunkt ist, und das fiel mir schon relativ früh beim Einstieg in dieses Forum auf, dass andere Menschen scheinbar ein vollkommen abweichendes Verständnis von dem Konzept haben, was gemeinhin als "Liebe" bekannt ist, als es bei mir oder wieder anderen der Fall ist.

Ich bin auch regelmäßig erstaunt, wie viele angebliche "Lieben" manch anderer gefunden hat oder zumindest glaubt gefunden zu haben.

Letzten Endes, und davon bin ich felsenfest überzeugt, bekommen nur sehr wenige unter uns den Hauch einer Ahnung, was sich eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt. Die anderen leben verblendet oder offenen Auges in irgendeiner Lüge.

"Liebe" ist der Jackpot für vom Glück gesegnete Gewinner. Alle anderen, und das ist die absolute Mehrheit, führen eine von Kompromissen und Halbherzigkeiten durchtränkte Solala-Beziehung.
Lieber Kain, da muss ich Dir wirklich Recht geben. Wenn ich auf mein Leben zurück blicke und auf das was ich hier die ganze Zeit so lese, muss ich sagen, ich weiß bis heute nicht, was Liebe zwischen Mann und Frau eigentlich ist und ob es diese überhaupt gibt. Es ist wohl eine Vermischung von sexueller Anziehung, Attraktivität, Gewohnheit..Bequemlichkeit, Freundschaft..was weiß ich.
 
P

Provence

Gast
  • #26
…. ich weiß eben nicht, wie tief serielle monogame Liebe erlebt werden kann. Deshalb würde ich es ja gerne von Erfahrenen wissen - ich kann es mir einfach schlecht vorstellen, dass man im Leben wirklich viele Menschen tief und ehrlich in einer Partnerschaft lieben kann.
Liebe Tulaya, es wird dich nicht weiter bringen, wenn dir hier jemand - oder ich - erklärt, wie tief (und exklusiv) monogame Liebe sein kann.

Das ist so, als wollte ich dir ein genossenes, köstliches Mahl aus der Küche eines Sternekoch’s vermitteln; das lässt sich zwar BEschreiben, doch damit bekommst du nur ein »Bild« geliefert. Du weißt erst dann, wie es schmeckt, wenn du selbst davon isst.
Wo bleibt da die Exklusivität der Liebe - die ich mir trotz "etwas anderem Sexualleben" meiner Meinung nach bewahrt habe?
Wirkliche, tiefe Liebe ist immer »exklusiv« - und diese Liebe schert sich auch nicht darum, ob sie einmal oder siebenmal im Leben auftaucht.
 
  • #27
Du sprichst uns allen hier durchaus das eigene Denken ab. Ich zumindestens für mich kann behaupten, dass ich mich bewußt dafür entschieden habe, so zu leben, wie ich lebe. Ich habe also Werte , die mir beigebracht wurden, im Laufe meines Lebens überprüft und die, die für mich richtig sind, die habe ich behalten und andere über Bord geworfen.
Nein, ich spreche nicht das eigene Denken ab; jedoch haben die meisten Menschen keine eigene Meinung!
Es geschieht regelmäßig, dass Menschen alles glauben was ihnen vorgesetzt wird, gerade in der sehr langen Erziehung und in der Ausbildung, auch besonders dann, wenn man Geld für eine Information ausgegeben hat, möchte man daran glauben, dass diese es auch wert war. Scheinbar blind folgen wir dem was uns erzählt wird, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es vielleicht vollkommener Blödsinn sein könnte, siehe sämtliche Konditionierungen!.
Unsere eigene Meinung gerät zunehmend in den Hintergrund und wird ausgeblendet. Das liegt daran, dass wir mit so vielen Informationen überschwemmt werden, welche alle von scheinbaren Experten, Profis und Gurus kommen, dass wir uns selbst für viel zu klein und unwissend halten, als dass wir uns eine Meinung erlauben könnten, das merkt man auch gerade hier. Wir sehen diese großen und scheinenden Persönlichkeiten dies es scheinbar alle schon geschafft haben ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen und denken, dass wir durch stupides Kopieren ihrer Ideen ebenfalls erfolgreich werden können. Unsere eigenen Vorgehensweisen haben uns in unsere aktuelle Situation gebracht und somit ist es an der Zeit diese beiseite zu legen.
 
  • #28
Du sprichst uns allen hier durchaus das eigene Denken ab. Ich zumindestens für mich kann behaupten, dass ich mich bewußt dafür entschieden habe, so zu leben, wie ich lebe. Ich habe also Werte , die mir beigebracht wurden, im Laufe meines Lebens überprüft und die, die für mich richtig sind, die habe ich behalten und andere über Bord geworfen.
Weiter:
Es ist nicht einfach eine eigene standhafte Meinung zu haben!
Etwas Eigenes aufzubauen und erfolgreich zu machen ist keine leichte Aufgabe. Es werden immer wieder sehr schwere Situationen auf einen zukommen, die man zu meistern hat. Niemand wird als Experte auf die Welt gebracht und somit müssen wir uns jede Erkenntnis und Erfahrung hart erarbeiten. Wer eine eigene Meinung hat und seinen Träumen nacheifert, hat es damit meist nicht leicht. Von allen Seiten bekommt man wohlwollende Ratschläge, erhält Kritik an dem eigenen Modell und die Chancen stehen gegen einen. Schafft man es zunächst nicht, hört man an jeder Ecke, dass es einem doch gesagt wurde und man von vornherein einen anderen Weg hätte wählen sollen. Es wird uns leicht gemacht die eigene Sicht auf die Dinge aufzugeben und mit dem Strom zu schwimmen. So entgehen wir der vielen Kritik, den Nein-Sagern und der Angst vor dem Scheitern.
Ich lasse mich gerne von Informationen inspirieren, schalte aber stets mein Gehirn ein und hinterfrage kritisch.
Auch verfolge ich meinen Traum, mache dabei Fehler und lerne aus diesen. Von der Kritik anderer lasse ich mich nicht ablenken und habe keine Angst vor den oft groß geredeten Konsequenzen eines temporären Scheiterns.
 
  • #29
Die Liebe war schon exklusiv. Jeweils immer zu einer Person. Aber Derjenige brauchte mehr Partner/innen = mehr Lieben, um sein Leben damit auszufüllen. (...)
Während der wahrhaftig Liebende den Gegenüber stets liebt, so wie er jeweils ist.
(m,53)
Ich freue mich, wenn einige hier dann doch meine Fragestellung verstanden haben - vielleicht schreibe ich auch immer zu kompliziert und ausschweifend. Du sagst, die Liebe war dann immer exklusiv - mehr Partner/innen = mehr Lieben. Das leuchtet mir auch ein, zur Verdeutlichung für andere: meine Frage bezieht sich aber nun darauf, ob bei mehr Partner/innen = mehr Lieben diese Liebe tatsächlich noch so tief und innig sein kann? Meine Freundin hat beispielsweise aktuell Liebeskummer, mit 44 die zehnte Beziehung beendet und ist völlig demotiviert, weil sie meinte, mittlerweile würde sie "kaum noch Liebe fühlen" in Beziehungen - es würde nur an der Oberfläche bleiben. Sie lebt nach ihrer Aussage Sex auch nur in einer Beziehung und mit Liebe - aber im Moment möchte ich sie logischerweise nicht darauf ansprechen, wie das mit vielen Beziehungen einhergeht. Das sich das keiner aussucht immer wieder zu scheitern, ist mir auch klar und ich weiß, dass ich mich mit meiner Lebenssituation in einer "Luxussituation" befinde. Ich bin dankbar dafür und für uns ist es genau richtig, aber ich werte andere Lebensmodelle keinesfalls ab - wenn das so rüberkommt, tut es mir leid. Jeder das, was er möchte.
 
  • #30
Also, worum genau geht es dir? (...) Ab welcher Zahl von liebesbasierten Beziehungen geht denn deiner Meinung nach die Exklusivität verloren?
Genau darum - nicht um eine Zahl, aber tatsächlich um die Tatsache, ob nach der fünften, sechsten, ... Liebesbeziehung nicht tatsächlich das Gefühl von Exklusivität und Einmaligkeit genau dieser Beziehung verloren geht. Sorry, wenn ich da nur theoretisch mitreden kann, es mich aber wertfrei einfach interessiert. ICH brauchte nach meiner großen Liebe sehr lange, um mich auf etwas Neues einzulassen und sehr lange, um wirklich behaupten zu können, meinen Mann tief und innig zu lieben. Ich bin also zahlmäßig nicht weit gekommen, aber ich möchte schon gerne wissen, ob es sich auch mit dem x-ten Partner noch so einmalig anfühlt. Vielleicht habe ich auch nur eine "zu strenge" Auffassung von tiefer inniger Liebe...
 
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