• #1

Sex and the City - wie wirken die darstellenden Charaktere auf euch?

jetzt war ich mit meiner freundin im zweiten teil von sex and the city. ich fand, dass die dargestellten charaktere der frauen, im vollkommenen gegensatz zu den hier propagierten thesen standen. díe filme/serien leben vom identifikationsfaktor der seherinnen mit den darstellern. die reaktionen der frauen im kino und deren kommentare fand ich "verwunderlich"...ich bin ja dieses forum gewöhnt;-) während der pause habe ich erst einmal, akustisch besonders auffällige ecken in augenschein genommen...man(n) lernt nie aus;-) alles was hier im forum, verbal verheizt wird, wird dort gelebt und bejubelt: promiskuität, intimrasur, statussymbole um nur 3 stichworte zu nennen. besonders aufallend: die samantha-darstellerin, wird als díe taffeste von frauen empfunden. nach meinung dieses forums wäre sie aber eine schlampe -stichwort männerverbrauch. eure meinung hierzu würde mich interessieren!
 
  • #2
Lieber Max,
ich glaube, da wird uns eine auch so freie Sexwelt vorgegaukelt, die im prüden Amerika im realen Leben auch kaum ausgelebt werden kann. Das ist eher wie ein Märchen, deshalb habe ich das schnell meine Tochter allein schauen lassen. Ehrlich gesagt nervten mich die 4 Damen irgendwann, vielleicht bin ich zu alt :) Die jungen Mädchen träumen von Erfolg und gutem Sex, zumindest für die zwei Kinostunden und dann werden sie wieder mit der deutschen Realität konfrontiert. Ich bin auch dieses Forum gewöhnt ;-), habe viel gelernt, zu manchen Themen wie Intimrasur meine früheren Ansichten korrigiert. Ansonsten lebe und erlebe ich Sex, wie es mir und meinem Partner Spaß macht, empfinde keinen Ekel bei Körperflüssigkeiten, stehe nicht auf Statussymbole und beachte die moralischen Zeigefinger kaum. So würde ich dann vielleicht doch wieder in gewissem Sinn zu den City-Ladies passen ;-)
 
  • #3
Hallo MadMax! Also vorab, ich habe den zweiten Film noch nicht gesehen, aber an den Charakteren und Themen wird sich ja nichts grundlegendes geändert haben.

Bitte beachte, dass SATC eindeutig NICHT vom Identifikationsfaktor lebt, sondern insbesondere in den USA von (a) dem Mut entgegen der dortigen Prüderie alle Tabus zu brechen und offen über Sexualität in all ihren Facetten zu sprechen, und (b) den Mode-Hype einerseits zu zelebrieren und gleichzeitig auch zu verballhornen. Die Identifikation betrifft allerhöchstens den Aspekt der "gleichen Probleme" der heutigen Großstadtsingles, auch das ist eine Leistung der Serie: Bei aller Euphorie über Autarkie und Emanzipation suchen doch alle letztlich ihr Glück in einer Partnerschaft.

Wie gesagt, der Reiz der Serie lag insbesondere am Anfang im Tabu-Bruch. Man redete über Dinge, die manch ein Amerikaner sonst hätte kaum lesen, geschweige denn aussprechen mögen. Zum Beispiel Intimrasur, Sexualpraktiken, Probleme beim Single-Dating.

Ich finde vorallem Carrie als die Ausgeburt an Oberflächlichkeit und konnte nie nachvollziehen, wieso sie als hübsch oder gut angezogen gilt. Fast alle Kleider sind alltagsuntauglich und absurd, der zelebrierte Schuhtick lachhaft, ihre Beziehungsprobleme karikiert. Samantha, die männermordende Schlampe: Ja, das ist doch absichtlich so inszeniert, das ist Provokation pur und auch Samantha hat doch über etliche Folgen hinweg einen Langzeitlover gefunden, wurde also durch Liebe quasi zwischendurch mal als Lichtblick geheilt.

Außerdem bedenke bitte, dass das eine US-Serie ist. Und sie stellt natürlich naheliegenderweise nicht deutsche Gepflogenheiten dar (amerikanische auch nur sehr bedingt, halt typisch New York: laut, bunt, provokant).
 
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  • #4
Sex and the City? Uäh. Wer glaubt, dass die Frau von heute so ist, tut mir leid. Fragt doch mal die Hauptdarstellerin wie sie in richtigen Leben tickt. Sie ist nämlich total schüchtern. Sie meint, dass sie in Wirklichkeit keine solche Persönlichkeit sein möchte. Ich auch nicht!
 
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  • #5
Solche Frauen, die dort dargestellt werden, sind "zufällig" Freundinnen.
Gibt es so etwas überhaupt?
Es ist ein Film ..... King Kong spielt doch auch keiner nach!
Lustig anzusehen, ich nehme solche Dinge nicht ernst, Filme (gerade aus Amerika) sind ein Schmuh ....
w46
 
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  • #6
w 37,
ich glaube, dass gerade Samantha sehr polarisiert. Ich hab den zweiten Teil noch nicht im Kino gesehen, aber im ersten Teil hat sie ja ihren 50. Geburtstag gefeiert. Und sich von ihrer Beziehung getrennt, weil sie wieder Sehnsucht nach "Schwänzen" hatte. Und so wie ihr Charakter dargestellt wird, greift sie sich einige im zweiten Teil wieder ab.
Dieses hemmungslose Sich-Bedienen in der Männerwelt, dieser Genuß ohne Verpflichtung, dieser Egoismus und auf der anderen Seite das wohlhabende, das unabhängige fasziniert viele. Ich weiß nicht, ob diese extreme Darstellung viele heimliche Träume und Wünsche von Normalo-Frauen anspricht. Ich persönlich finde sie am interessantesten von den vieren. Sie wirkt fast wie eine Nutte (der Kleidungsstil ist extrem, und das sich-anbieten auch), die umsonst vögelt, weil sie es sich einfach leisten kann. Und dabei genießt, als wäre es ihre letzte Woche auf Erden. Und sie bringt ihre Meinung auf herrlich erfrischende direkte und ehrliche Art auf den Punkt. Keine der anderen dreien ist so eins mit sich selber. Die anderen drei kämpfen ständig mit dem Bild nach außen, was ist in, was denken die anderen, was gilt als romantisch, was lässt sich mit dem Beruf vereinbaren.......
 
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  • #7
Der Kinofilm ist als Märchen gedacht. Mad Max, Du darfst nicht denken, dass das hier irgendjemand ernst nimmt. Die Serie war als Aufklärung für die prüden Amerikaner gedacht. Bravo gibt es dort nicht, daher haben viele keine Ahnung, werden als Teenies schwanger und wissen nicht, wie das passieren konnte.
Als Erwachsene haben sie wenig Ahnung von gutem Sex und greifen zum Hustler oder zum Playboy. Das ist auch nicht besonders hilfreich.

Zum Styling der Serie:
Die Klamotten passen gar nicht zusammen, die Schuhe sind nicht zum Gehen und Stehen geeignet und die Männer sind nur Stichwortgeber und sexuelles Beiwerk.

Aber so wie Kinder gerne Märchen sehen, sehen Frauen gerne andere Frauen mit Luxusklamotten, mit Luxusproblemen und alles ganz bunt und schön kitschig.
Ist doch völlig ok und entspannt unheimlich.

Männer gucken sich halt Fussball an. Alles schön grün und ein paar Männer rennen nach einem Ball.

Die Serie ist schon deshalb völlig unrealistisch, weil alle 4 der Damen Multimillionärinnen sind.
Du kannst ja mal googlen, was ein Penthouse in Manhattan am Central-Park kostet, das Carrie mit Mr Big nach der Hochzeit bezogen hat.
Die Makler fangen an zu lachen, wenn man in Manhattan für 1 Millionen Dollar ne Wohnung kaufen möchte. Das reicht vielleicht für nen Abstellraum.

Möchte hier den Film nicht zu genau erzählen, es gehen ja sicher noch ein paar der Leserinnen des Forums rein. Der Film macht Spass.
Es geht um Luxus, Klamotten, ein bisschen langweiliges Eheleben, ein bisschen Kinderchaos, ein bisschen Probleme und ein bisschen Wüstenexotik.
Genau die richtige Mischung, um mal abzuschalten und vom Alltag zu entspannen.

Hoffentlich sind nur wenige Frauen so zickig und anspruchsvoll wie Carrie. Sie ist total unrealistisch in ihren Ansprüchen, hat nur Designer klamotten und Designermöbel im Kopf und ist überhaupt nicht alltagstauglich. Ausserdem ist sie viel zu knochig, im Gesicht und am ganzen Körper.
Samantha ist klasse, auch wenn der Zahn der Zeit an ihr ein bisschen nagt. Die Satire über die Wechseljahre und Hormone ist aber total lustig. Ja, eigentlich wäre Samantha eine Schlampe. Aber sie steht dazu und findet das ok. Im real live verdient sich die Darstellerin Kim Catrall ne goldene Nase, weil sie Bestseller zum Thema Sex geschrieben hat.
Wir warten sehnsüchtig auf die Gesundheitsratgeber von George Clooney, er hat doch in ER einen Arzt dargestellt ;-))

Charlotte hat alle ihre Träume erreicht, aber ist ein bisschen überfordert, wie immer. Sie ist die Identifikationsfigur für die meisten normalen Frauen.

Miranda, die rothaarige Anwältin ist die Businessfrau, die Familie und Job stemmt und ihren Hausmann zuhause hat. Sie ist eigentlich die taffe Frau der Serie.

Alles in allem schöne bunte Welt für die Amerikanerinnen und nun eben auch für uns.
 
  • #8
ich bezweifel, dass der film/serie seinen erfolg der amerikanischen prüderie und doppelmoral zu verdanken hat.
mir wurde von frauen selbst gesagt, dass der film/serie identifikationseffekte besitzt. viele frauen erkennen sich da zumindest partiell wieder.

und wenn ich an die reaktionen des weiblichen publikums im kino denke...kann ich das eher nachvollziehen,als die reaktionen hier im forum.
ist die amerikanische gesellschaft wirklich prüder, als viele der hiesigen poster?

zu den klamotten carries, das ist übrigens haute couture, und die soll nicht praktisch sein;-)

zum thema innere werte und frauen...auch hier tat sich mir eine neue bedeutung dieses wortes auf:
wer das raunen im kino hörte, als sich einer, der wirklich attraktiven männer sein shirt abstreifte, da wurde mir bewusst, dass frauen offensichtlich, ein sich UNTER der haut abzeichnendes six-pack als einen inneren wert definieren;-)

es richtig informativ einen frauenfilm, zusammen mit frauen anzusehen:)
 
  • #9
@#6
apropos charlotte: sie soll übrigens die frau sein, die sich die meisten deutschen männer in dieser serie als partnerin favorisieren würden.
ich emfinde sie als die "langweiligste" der frauen.
 
  • #10
@#7: MadMax, ich gestehe mit Stolz, dass ich zu deinem Thread nichts Gescheites beitragen kann. :)

Aber zu dem Punkt, dass die Mädels im Publikum so abgegangen sind beim Anblick des Sixpacks und viele weitere "oberflächliche" Reaktionen, vielleicht doch eine Gedankenanregung in Form eines eigenen Kinoerlebnisses.

Ich bin vor einigen Jahren mal "aus Versehen" in einem Rambo-Film gelandet, den ich mir eigentlich gar nicht anschauen wollte. Es wurden dort echt brutale Szenen gezeigt und ich war nach 10 Minuten drauf und dran, nach Hause zu gehen, was ich bis dato noch nie gemacht hatte.

Die anderen Zuschauer aber waren bei jeder solchen Szene am Jubeln und haben geradezu Schlachtrufe abgelassen! Ich hab mir echt an den Kopf gefasst, wie Menschen angesichts solcher Bilder zu solchen Äußerungen fähig sind.

Wenn ich jetzt von den Persönlichkeitsstrukturen dieser Kinobesucher auf die Allgemeinheit schließen würde, so wie du das offenbar machst in unserem SATC-Film, dürfte ich gerade in Hamburg gar nicht ohne eine Pumpgun das Haus verlassen.

Ansonsten bin ich überrascht, was für Filme du dir anschaust. Was hat dir deine Freundin geboten, dass du mitkommst? *g*
 
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  • #11
Hallo Madmax,
bin #5, und ich finde Charlotte auch langweilig. Und wenn du mal wirklich wissen willst, was wir Frauen über innere Werte wie Sixpacks denken, spiel Mäuschen bei einer Show der California Dream Boys. Und nimm Ohrstöpsel mit. Da findest du auch haute couture und Akademikerinnen!!!!!!!.
LG
 
  • #12
Also meine Beweunderung, dass Du Dich in die Höhle der Löwinnen begeben hast.
Charlotte entspricht wohl am ehesten auch dem Frauenbild, das hier im Forum favorisiert wird
Miranda ist mir am sympatischsten, die Anwältin nehme ich ihr jedoch nicht ab.
 
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  • #13
natürlich sind die charaktere überzeichnet. aber überzeichnung verdeutlicht auch!
ich bezweifel ernsthaft, dass diese serie, oder der film, lediglich sexuelle, moralische defizite der amerikaner aufarbeiten, bzw aufzeigen soll.
vielleicht war das anfangs die intension, aber mittlerweile dürften die filme einen zeitgeist widerspiegeln.
dieser zeitgeist wird nicht hier im forum wiedergegeben.
im forum ist die dikussion deutlich konservativer und prüder.
wie in den usa...?
das auffällige während der filmvorführung war eben, die offensichtliche diskrepanz der publikumsreaktion und den reaktionen hier im forum auf die thematik.

im filmpublikum waren wirklich ausschliesslich frauen. ab und an sah man mal einen mann, wie mich in begleitung seiner frau:)
aber der film war nicht übel. habe mich wirklich amüsiert.

an thomashh...sie musste mir nichts zahlen, ich hatte etwas gutzumachen, nachdem ich den ersten film so lange hinauszögerte, bis er nicht mehr lief;-)
 
G

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  • #14
Wer sind diese Frauen?
Die amerikanische Elite?
1x gesehen, völlig daneben, alles total überzogen, als Belustigung mal ganz nett.
Wie kann man als erwachsener Mann solch eine absurde Frage stellen?
w
 
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  • #15
Wie kann man bloß solche und ähnliche Filme überhaupt anschauen?? Käme mir niemals in den Sinn!! Gott bewahre mich davon! m
 
  • #16
warum habe ich keine anderen reaktionen hier erwartet?
als standartantwort hätte ich vermutet, "so einen niveaulosen film schaue ich mir nicht an".

natürlich sind die szenen völlig überzogen, weisen teilweise comedy-elemente auf. trotzdem ist mir eine spiegelung des zeitgeistes auf dieser ebene deutlich lieber, als ein moralinsaures, niedermachendes runterreden, alles dessen, was nicht "natürlich" ist - wie oft hier im forum praktiziert.

@#13
wie ich als mann eine solche frage stellen kann?
mir drängte sich im kino diese frage auf, als ich die reaktionen der frauen auf diesen film wahrnahm und sie als krassen gegensatz, zu den hier, im forum vertretenen meinungen empfand.
...und bitte, kommt mir jetzt nicht mit dem einwand, welche schicht frauen diesen film besuchte!
da ich einige der frauen kannte, kann ich sagen, es war ein recht repräsentativer querschnitt der stadtbevölkerung.
von einfach strukturiert,bis zur hier gelobten akademikerin!
und...alle haben sich bestens amüsiert!
 
  • #17
@#15: Madmax, schau den Tatsachen einfach mal in die Augen: Es geht eienrseits um Tabubrüche bezüglich der amerikanischen Prüderie und andererseits um eine flippige Comedy-Mode-Welt. Das ist für viele unterhaltsam. Punkt.

Um "Startrek" gut zu finden, muss man auch nicht an Außerirdische glauben und man auch auch "Akte X" lieben, ohne selbst Spinner zu sein, man kann tatort gucken, ohne einen Mord zu planen. Begreife es endlich, Filem anzuschauen hat ganz andere Motive als Identifikation -- nämlich Unterhaltung, Träumerei, Ablenkung.
 
  • #18
@#16
frederika, schaue auch du den tatsachen ins auge: auf meine frage an frauen, was sie an dieser sendung/film so gut finden, kam als antwort, dass sie sich teilweise in den dargestellten charakteren wiederfinden, und das auf eine sehr unterhaltsame art und weise.

noch einmal: das ist nicht meine meinung, sondern die meinung der frauen!
 
  • #19
@#17: Ja, Madmax, aber Du interpretierst diese Aussage falsch. Natürlich kann man sich mit bestimmten Fragestellungen und aufgeworfenen Problemen identifizieren, aber doch nicht mit deren Lebensstil und fast immer auf der Seite der Zweifler, nicht der grotesken Ansprüche. Ein paar Beispiele aus wahrscheinlich ziemlich alten Folgen, die ich früher gesehen habe:

1. Carrie ist bei Freunden eingeladen und muss an der Tür ihre tollen Schuhe ausziehen, weil die Wohnung nur schuhlos betreten werden darf: Sie ärgert sich maßlos. Damit kann sogar ich mich identifizieren! Das ist das allerletze. Man zieht passende Schuhe, man fühlt sich wohl darin, schuhlos fühlt es fast intim nach Pyjamaparty an. Keine erwachsene, ernstzunehmende Frau wird ihre Schuhe beim Betreten einer fremden Wohnung ausziehen.

2. Sam bringt die Idee des Intimwaxing auf und alle vier lassen sich enthaaren. Mehrere äußeren sich hinterher sehr negativ, wie nackt sie sich fühlen, wie absurd das ganze ist. -- Ich glaube, im ersten Film dann auch die Szene, in der Charlotte sich seit Monaten nicht mehr intimrasiert hat und die andere so tun, als wäre das absurd. Natürlich kann sich damit einen normale Frau identifizieren und sagen: Stimmt, was für Erwartungen, was für Mühe, die im Alltag einer Ehefrau und Mutter gar keine Wichtigkeit mehr hat.

Gerade die frühen Folgen nahmen immer ein Thema aufs Korn und das sehr lustig und provokant. Natürlich identifiziert man sich nicht mit dem Exzess, sondern damit, dass es diesen Anspruch oder dieses Problem überhaupt gibt.
 
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  • #20
Hallo zusammen,

muss doch mal wirklich fragen wer denn hier wirklich mal in USA gelebt hat und weiss wie es da zugeht? Ich hatte mal 3 Jahre das Vergnügen in USA zu leben und darf berichten ... und nein sie sind ganz und gar nicht prüde.. Fakt ist, dass es in USA sicher ein paar Regeln gibt die man beachtet oder auch nicht(gibts Bücher dazu: Sex erst nach 3-5 Date).. letztendlich ist es dort halt auch so, dass jeder gerne nen Prinzen haben will- wie die Männer natürlich Ihre Prinzessin. Insbesondere ist das Statusdenken etwas ausgeprägter (nicht umsonst fährt man in USA Autos mindestns ein Nummer grösser: unter 200 PS geht gar nix..).. je hübscher und attraktiver die Personen sind (Männlein und Weiblein) desto höher ist Ihre Wunschliste.. und das wird letztendlich in Sex in the City auch etwas aufgegriffen.. letztendlich zeigt es aber auch immer wieder das Hadern.. das sich Einlassen mal mit nem Feuerwehrmann- weil er so nen tollen Body hat, dann Mr. Carpenter- der auch noch tolle Möbel macht, oder Carrie die Mr. Big nun endlich für sich hat und nun in nem Millionen Penthouse am Central Park (?) wohnt und in dem Megaschrank Ihre Manolos aufreit und es gar nicht toll findet wenn sie mit Ihren 155 cm in Ihrer Grösse und Stil beschnitten wird, weil sie Ihre Schuhe ausziehen soll: auf dass das Parkett nicht leiden mag... and by the way.. bei dem Fliegengewicht wird sie auch auf den Manolos wohl kaum Tippelspuren auf dem Parkett hinterlassen :) Samantha.. ja sie ist sicher Nymphomanin und braucht halt immer wieder nen neuen Gig.. das gibts auch woanders- dazu brauchen wir SITC nicht- vielleicht zur Darstellung.. doch auch hier ist es schon die Darstellung aller Facetten.
Charlotte und ihre Jüdischer Mann, welch ein Klischee.. gerade in USA ein sicher interessantes Thema.. und sie führt halt so dass typische Leben einer Ehefrau die mit genug Kohle umgeben ist, um gut durch die Welt zu gehen. Die kleinen Wehwehchens etwas naiv mit den Mädels durchzugehen.. die klar die prüde mimt.. doch gewievt genug ist zu erkennen wie sie Ihren Mann glücklich macht.. Miranda?? wohl der Inbegriff einer verstaubten Anwältin die lange danach sucht was sie an SEX und Eheleben wirklich will und braucht.. dachte sie im Teil 1 noch dass 6 Monate ohne SEX beim Mann gut kommt.. bis sie dann doch irgendwann wieder auf nen normalen Weg zurückkommt.
Und klar wurde durch SITC mal dargestellt dass Frauen sexuell unterbefriedigt waren- Wham, bang, Thanks Mam, die Abschussquote der Männer war lange wichtiger als gemeinsamen tollen Sex gehabt zu haben den beide genossen haben.. und klar.. auch die Intimpflege der Männer wurde angeprangert :) Dazu gehört auch die Dinge um Intimrasur, mit Hecke oder ohne, Cunilingus oder nicht- als Seitenhieb-- kennt jemand auch die hier umgehenden "Vagina Monologues" klar die Ansage was die Vagina mag und was nicht... ein aufraunen in USA als das hochkam.. Das kam ja dann in Europa auch :), aber hier gibts ja das EP Forum :))
Statussymbole oder nicht.. klar die Mädels machen nun Geld.. selber oder Ihre Männer, Film 1: Samantha mit nem Penthouse in LA (Santa Monica Beach), klar wirds dazu Millionen brauchen, Charlotte.. was man da so sieht.. auch Kohle, Miranda-- als Anwältin nicht so viel wie die anderen aber sie schlägt sich wacker, Carrie mit Mr. Big, vorher war sie auch nur in ner kleinen Bude irgendwo in New York.
Letzendlich zum Schluss: Sex in the City ist nix anderes als Cocktails and Dreams.. Margaritas, Champagner, dem Traum nen grossen Schrank voller Manolos zu haben, ein tolles (Pent)haus zu haben und shoppen zu gehen: Designerkleider ob sie zu dir passen oder nicht, Statussymbole zu horten (Diamanten) oder jetzt auch nen Maybach.. tollen Sex zu haben, zu lieben, geliebt zu werden.. oder einfach 10 tolle Männer in der Woche die es dir toll besorgen und sonst nicht auf die Nerven gehen.. gibts doch auch alles hier in Europa.. jenachdem in welchen Schichten man ist.. man schau nur mal Promileben an..

ok.. genug des Monologs-- keine Vagina Monologues.. cheers und happy SITC 2
M40+
 
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  • #21
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Frauen viel eher mit dem Film "Die nackte Wahrheit" identifizieren... da zeigt sich nämlich die Verzweifelung eine Wunschliste abzuharken, Männer zum Idealbild zu formen und sich selber zu verbiegen. Meine Freundinnen und ich sehen SATC jedenfalls als Spass mit offenem Sex und tollen Klamotten, nicht als Identifikationsfiguren.
w36
 
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  • #22
Selbstverständlich identifizieren sich sehr viele Frauen mit den Charkteren aus dem Film, warum sonst wäre die Serie dermaßen erfolgreich gewesen?

Und selbstverständlich sind die Charaktere völlig überzeichnet, typisch amerikanisch, aber die Grundzüge eine der Hauptfiguren hat doch jede Frau in sich.

Warum sonst haben wohl die Jimmy Choos, Manolos und Louboutins in Deutschland einen derartigen Boom erlebt?

Warum schnellten die Preise für Closed-Jeans um 100% hoch als bekannt wurde, dass Carrie in dem neuen Film ein Modell tragen würde? Wohlgemerkt: das war Wochen bevor der Film anlief!

w53
 
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  • #23
Hallo MadMax,
also - ich kenne niemanden, der sich in den Figuren wieder erkennt... man erkennt Klischees wieder, aber sich selbst!??! Und die Frauen, dich das schauen (die ich kenne) haben teilweise sogar richtig strenge Ansichten, was Treue in der Beziehung angeht. Trotzdem scheinen sie diese Serie zu mögen und sie bringt sie zum lachen. Sicher nehmen sie das nicht wirklich Ernst. Ich schaue das übrigends nicht und kenne auch die Kinofilme nicht. Zwei Serien waren mir genug - ich finde es einfach langweilig und dumm.
Die meisten Frauen, denen das gefällt, nehmen es (hoffentlich) mehr als Persilfage. Und wer als Frau wirklich so sein und leben will wie in SATC - der ist, sorry, etwas minderbemittelt.
 
  • #24
Mensch , das Leben ist doch nun weiß gott ernst genug, da darf man sich doch auch über solch einen Film amüsieren!
Ich wußte bis heute von dem 2. Teil gar nichts, habe den 1. Teil im Flieger gesehen, sehr gelacht und etwas bedauert, daß ich nicht schon zuvor den einen oder anderen Teil der Serie gesehen hatte.
Natürlich ist das eine Persiflage!
Und es kommt noch schlimmer : seit ein paar Monaten ist das Intro der Klingelton auf meinem Handy.
Man muß auch über sich selbst lachen können.
 
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  • #25
@18:

zu 1. Carrie ist bei Freunden eingeladen und muss an der Tür ihre tollen Schuhe ausziehen, [...] Keine erwachsene, ernstzunehmende Frau wird ihre Schuhe beim Betreten einer fremden Wohnung ausziehen.

Da sieht man mal, wie man mit globalisierenden Einschätzungen wie "Keine erwachsene, ernstzunehmende Frau" daneben liegen kann. Vorweg: ich bin erwachsen und ich nehme mich ernst ;-)

Meine beste Freundin, eine begeisterte SATC-Seherin übrigens, lässt nämlich in ihrer schicken Wohnung grundsätzlich JEDEN Besucher die Schuhe ausziehen und stellt hübsche Plüschpantöffelchen aller Größen und Farben zur Auswahl. Noch nie hat sich jemand umgedreht und gemurmelt "ich bin schon groß".

Ich bejubele das, weil ich nämlich ein Barfußlauf-Fetischistin bin und nahezu überall in Wohnungen mit halbwegs sauberen Böden freiwillig sofort meine Schuhe ausziehe und bei ihr dieser leidigen Diskussion entgehe "Ach, lass doch die Schuhe an, ist der Boden nicht zu kalt ..?"

@MadMax
Ich will - ganz erwachsen und selbstbestimmt - gerne meine Schuhe ausziehen und bitte an nackten Füßen, vor allem im Sommer ganz ohne Ersatzpantöffelchen bevorzugt Echtholzparkett an meinen Sohlen spüren. Zu den Hacken in SATC - diesem Treiben kann ich meiner Natur gemäß nicht ganz folgen, aber ich staune auch immer bei Germanys Next Top Modell, mit was der Mensch (die Frau) so alles laufen kann ... Schuhmäßig sehe ich SATC also als Aufklärung für mich an, nach dem Motto, wie beginne ich Frauen zu verstehen, die gerne Schuhe kaufen und um die 100 Paar (?) besitzen.

Ich halte es für einen Fehler, alle in einen Topf zu werfen und jedem gleiche Motive zu unterstellen. Ich gucke Tatort (aber nur den aus Münster) tatsächlich wegen des schwarzen Humors von Prof. Börne und nicht, weil ich Anleitung für einen Mord suche. Meine persönliche Wertung: SATC, herrlich, das kommt bei mir jetzt gleich nach "Türkisch für Anfänger", nachdem ich wie #23 noch nie die Serie und neulich im TV das erste Mal den Film I gesehen habe. Natürlich werde ich mir nun Teil II im Kino ansehen, weil mir Teil I einfach gefallen hat. Ich liebe Filme, die satirisch sind, die mich lachen lassen, die Personen überzeichnen, die Frauen nicht als Heimchen am Herd darstellen, in denen sich Menschen wenigstens ab und zu über das hinaus bewegen, was "man" so tut oder denkt.

Identifikation mit einer der Vier? Eher nicht, eher würde ich sie ergänzen um eine fünften ganz anderen Charakter.

w,41
 
  • #26
noch einmal: identifizierungsefffekt bedeutet, dass man sich wiedererkennt - in details.
es bedeutet nicht, dass man so leben will, wie die darstellerinnen.
selbstverständlich wird es als persiflage gesehen.

@#18
thema intimwaxing als mutter, aussage: hat für eine mutter keine bedeutung mehr...
diese aussge finde ich sehr riskant. unterstreicht sie doch meine meinung zu der tendenz, dass frauen nach der geburt dazu neigen, sich gehen zu lassen. diesen threat hatten wir schon mal.

was das ausziehen von stöckelschuhen auf parkett betrifft, kann ich nur sagen, die frau darf diese gern anbehalten, wenn sie, oder ihre haftpflichtversicherung die kosten der ausbesserungen im parkett übernimmt.
stöckelschuhe drücken sich - auch bei 45kg körpergewicht - in das weiche holz und hinterlassen kleine dellen.
das körpergewicht wird schliesslich auf einem winzigen punkt konzentriert auf den boden gebracht.
 
G

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  • #27
Aus meiner Sicht die die vier Figuren alle unsympatisch. Das ist so wie eine Serie über Männer, bei der einer ständig neue Frauen aufreißt, einer ein überzeugter Puffgänger ist, einer nach sich selber sucht und einer von seiner Frau dauernd einen geblasen bekommen möchte. Würden die Typen sympatisch wirken?

m, 35
 
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  • #29
Völlig uninteressanter und banaler Film. Hat mit der realen Welt nichts zu tun.
 
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