• #61
Fantasien eher weniger. Ich denke dann einfach über Sex nach. Darüber, wie es sich anfühlt, Sex zu haben (gut nämlich).
Wenn ich das nicht absichtlich und bewusst tue, habe ich wochen- oder monatelang keinen Gedanken an Sex (außer in Träumen interessanterweise). Einfach keine Libido vorhanden. Wobei mein Mann der einzige ist, mit dem ich mir (realen) Sex überhaupt vorstellen kann.
Ich finde interessant dass du von dir aus überhaupt kein Verlangen hast, aber dennoch von Sex (mit anderen) träumst. Möglicherweise ist das ja ein hilfreicher Wegweiser auf dein innerstes, auf deine Sehnsüchte, die dir bisher nicht richtig bewusst waren. Vermutlich ist das bei sehr vielen Paaren so und man wird kaum einen Einfluss darauf haben, aber wenn meine Partnerin von Sex mit anderen Männern träumen würde, fände ich das dennoch verletzend. Genau so hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn das bei mir der Fall wäre. Aber ich war auch noch keine 30 Jahre verheiratet, vielleicht bin ich da ja zu sensibel.

Hm. Flüchtig? Sex gibt mir nur im großen Ganzen etwas. Also in einer Beziehung mit einem mich liebenden Menschen, den ich ebenfalls liebe. Sex rein um des Sexes Willen - DAS fände ich flüchtig. Wenn es nur auf den Akt und die körperliche Lust als solches ankommt.
Ja, mir drängt sich allerdings die Frage auf, ob Menschen die kaum eine Libido haben, möglicherweise auch generell kälter in ihren Gefühlen zum Partner sind. Ich will hier nichts unterstellen, aber ich habe das auch schon im Bekanntenkreis das ein oder andere mal mitbekommen. Ist es denn nicht so, dass sexuelle Lust schon allein dann entstehen kann, wenn man den Partner wirklich liebt und zumindest in gewissem Maße begehrt?

Ich glaube, ich muss nochmal darüber nachdenken, ob ich das irgendwie besser erklären kann.
Sich damit näher auseinander zu setzen, kann definitiv nicht schaden. :)
 
  • #62
Ich finde interessant dass du von dir aus überhaupt kein Verlangen hast, aber dennoch von Sex (mit anderen) träumst
Möglicherweise ist das ja ein hilfreicher Wegweiser auf dein innerstes, auf deine Sehnsüchte, die dir bisher nicht richtig bewusst waren. Vermutlich ist das bei sehr vielen Paaren so und man wird kaum einen Einfluss darauf haben, aber wenn meine Partnerin von Sex mit anderen Männern träumen würde, fände ich das dennoch verletzend. Genau so hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn das bei mir der Fall wäre. Aber ich war auch noch keine 30 Jahre verheiratet, vielleicht bin ich da ja zu sensibel.
Ich bin jedesmal fasziniert, was in meiner Meinung nach ganz klare Aussagen hinein interpretiert wird. Ich träume nicht von Sex "mit anderen", sondern nur ganz allgemein von Sex. Sonst nichts. Da passiert auch nichts sonderlich aufregendes, also keinerlei Hinweis auf irgendwelche speziellen Vorlieben, die ich mir im Tageslicht nicht eingestehen will.
Für seine Träume kann man nichts. Deshalb wüsste ich nicht, warum man da ein schlechtes Gewissen haben sollte o_O. Meine Träume nehmen meinem Mann nichts weg. Und die passieren ohnehin nur, wenn wir tatsächlich mal sehr lange (und damit meine ich nicht wenige Wochen, sondern eher in Richtung Monate) nicht dazu kommen (derzeit Fernbeziehung).

Ja, mir drängt sich allerdings die Frage auf, ob Menschen die kaum eine Libido haben, möglicherweise auch generell kälter in ihren Gefühlen zum Partner sind.
Ich weiß nicht, ob man das unbedingt "kälter" nennen kann/darf/sollte. Ich bin sicher nicht leidenschaftlich. Aber ich bin z.B. absolut loyal, wenn ich jemanden zum Freund gewählt habe. Und genauso ist es auch in meiner Ehe. Mein Mann ist die wichtigste Person in meinem Leben und das versuche ich ihm auch auf jede, mir mögliche Art zu zeigen. Früher dachte ich tatsächlich, dass mit mir etwas nicht stimmt und ich irgendwie "kalt" bin.
Aber ich habe eben meine ganz spezielle Art, Beziehung und Liebe zu leben.

Und da kommen wir dann wieder zum "Mittel zum Zweck". Warum ist nur die eine Art "richtig" und andere, die jemand anders vielleicht nicht nachvollziehen kann, "falsch"?
 
  • #63
Für mich gehören Liebe und Begehren nicht unbedingt zusammen. Genauso wie ich jemanden tief und innig lieben kann, ohne ihn sexuell zu begehren, kann ich Sex mit einem Mann (nicht den Mann an sich) begehren ohne ihn zu lieben.

Manchmal ist für mich Sex auch Mittel zum Zweck. Z.B. jemanden zum Gefallen, oder um mich von etwas abzulenken, um mich für einen schönen Abend zu bedanken, um besser einschlafen zu können....

Die pure Liebe macht mir keine Lust. Auch denke ich beim Sex (aus purer Lust) nicht daran dem Anderen etwas Gutes zu tun und es würde mich extrem abtörnen, wenn ich das Gefühl hätte, der Mann will mich verwöhnen, mir etwas Gutes tun. Wenn er das will, soll er mir lieber den Rücken massieren.
Ehrlicher Sex ist auf die Erfüllung der eigenen Lust konzentriert.
 
  • #64
Ich bin jedesmal fasziniert, was in meiner Meinung nach ganz klare Aussagen hinein interpretiert wird. Ich träume nicht von Sex "mit anderen", sondern nur ganz allgemein von Sex. Sonst nichts. Da passiert auch nichts sonderlich aufregendes, also keinerlei Hinweis auf irgendwelche speziellen Vorlieben, die ich mir im Tageslicht nicht eingestehen will.
Für seine Träume kann man nichts. Deshalb wüsste ich nicht, warum man da ein schlechtes Gewissen haben sollte o_O. Meine Träume nehmen meinem Mann nichts weg. Und die passieren ohnehin nur, wenn wir tatsächlich mal sehr lange (und damit meine ich nicht wenige Wochen, sondern eher in Richtung Monate) nicht dazu kommen (derzeit Fernbeziehung).
Träume sind ein Zeichen für nicht verarbeitete Prozesse im Unterbewusstsein. Sexträume können auf verschiedene Dinge hindeuten. Wenn das aber eher nach längerer Abstinenz passiert, kann das ja auf das Verlangen nach deinem Mann hindeuten.

Ich weiß nicht, ob man das unbedingt "kälter" nennen kann/darf/sollte. Ich bin sicher nicht leidenschaftlich. Aber ich bin z.B. absolut loyal, wenn ich jemanden zum Freund gewählt habe. Und genauso ist es auch in meiner Ehe. Mein Mann ist die wichtigste Person in meinem Leben und das versuche ich ihm auch auf jede, mir mögliche Art zu zeigen. Früher dachte ich tatsächlich, dass mit mir etwas nicht stimmt und ich irgendwie "kalt" bin.
Aber ich habe eben meine ganz spezielle Art, Beziehung und Liebe zu leben.

Und da kommen wir dann wieder zum "Mittel zum Zweck". Warum ist nur die eine Art "richtig" und andere, die jemand anders vielleicht nicht nachvollziehen kann, "falsch"?
Hat doch keiner gesagt, dass deine Art die "falsche" ist. Bei der Kälte ging es mir weniger um Leidenschaft, sondern eher um die "Fähigkeit" eine sehr tiefe Liebe zum Partner empfinden zu können. Wenn letzteres auf dich zutrifft, dann ist doch alles ok. Das war ja der Punkt zu dem ich mich im letzten Beitrag skeptisch äußerte. Darf man fragen wie es bei euch mit Zärtlichkeiten im Alltag aussieht?
 
  • #66
Bei mir ist und war es eigentlich genau andersrum, ich wollte mit meinen Partnern immer auf jeden Fall viel küssen, kuscheln, zärtlich, wild und leidenschaftlich sein und den Sex geniessenund deshalb bin ich mit ihnen eine Beziehung eingegangen.

Finanzielle Vorteile z.B. waren mir sowas von unwichtig, eher hatte ich den Mann mal finanziell unterstützt, oder es war ausgewogen, dass keiner vom anderen abhängig war. In jungen Jahren ist es mir auch zweimal passiert, dass ich eigentlich zulange in einer Beziehung geblieben bin und mir zuviel vom Mann hab gefallen lassen, eben weil der Sex so toll war.
 
  • #67
Es gibt durchaus Frauen die Sex benutzen um Beziehung zu "kaufen".

Neulich hab ich n Artikel über junge Mädchen gelesen, die interviewt wurden: viele haben gesagt, sie würden es " denJungs" besorgen von der Hoffnung, dass dann ne Beziehung bei rauspringt. Ohne aktive eigene Sexualität und Wunsch danach (also im teenie alter wo viele Mädchen noch garnicht wissen, was sie selbst befriedigt).

Fand ich schlimm zu lesen. Ist bestimmt auch was, was so manche Geliebte macht, um einen attraktiven Mann aus seiner Primaerehe oder Beziehung rauszulocken.

Ich find das schlimm. Da gehts je dann um Machtausübung. Nicht um gegenseitige Befriedigung.
 
  • #68
Manche Menschen sehen das Leben rein pragmatisch und es findet denke ich oft statt. Ich glaube inzwischen dass die Komplexität unserer Aufgaben dazu führt, dass wir irgendwie vereinfachen wollen.
Die andere Seite ist, dass ein 100%iger Partner schwer zu finden ist und dann eben Abstriche gemacht werden. Wie groß die sein dürfen liegt wohl an der eigenen Schmerzgrenze und ist von außen kaum zu beurteilen.
Ich staune bei manchen auch nur.
 
  • #69
Zum Startpost - das ist natürlich eine spannende Frage aber primär für Akademiker. Weil selbst, wenn dem so wäre, muss man doch sagen, dass dies unterbewusst abläuft und das Gehirn/Herz aus durchaus subjektiv-emotionalen Gründen da mitentscheidet. ;-) Im Schnitt denke ich, man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass Männer vermutlich über die Gesamtbevölkerung verteilt in der Frage oberflächlicher sind - sollte man nur nicht zur moralisch beurteilen das Ganze und ist von unseren Charakteren absolut beeinflussbar.