• #1

Sexismus-Debatte eigentlich Gleichberechtigungs-Debatte?

Die Medien-Beiträge über Sexismus, die durch die causa Brüderle losgetreten wurden, und die Reaktionen darauf zeigen, dass es etliche Frauen gibt, die schon einmal Opfer solcher Anfeindungen geworden sind. Individualerlebnisse werden bei Twitter oder anderen Online-Medien auf die Allgemeinheit übertragen. Problem dabei ist allerdings, dass die Beispiele „Betroffener“ von verschiedenen Frauen unterschiedlich beurteilt werden. So empfinden zum Beispiel manche Frauen das Bezahlen alkoholischer Getränke durch den Mann oder Helfen in den Mantel sexistisch, während andere Damen das gar erwarten.

Kann es denn eine vollkommene Gleichbehandlung, frei von Sympathie, Antipathie, Affekten, etc. geben? Wie kann eine solche Diskussion sinnvoll beendet und in ein Regularium gepackt werden? Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
 
G

Gast

  • #2
  • #3
Diese Debatte geht mir persönlich derbe auf den Keks. Ein paar Frauen haben sich zusammen gerottet und versuchen ihre Sicht auf alle zu übertragen. Z.B. Alice Schwarzer, sie verurteilt die Penetration an sich als männliches Herrschaftsinstrument, was soll man auf so eine Behauptung antworten oder sie finden.

Klar gibt es auch Geschichten die sind nicht schön und auch schlimm aber vieles geht einfach viel zu weit.
 
M

Mooseba

  • #4
Wenn eindeutige Verführungsversuche eine Frau auf Arbeit auch als sexuelle Belästigung gelten, ist es eine Gleichberechtigungsdebatte. Dass Frauen vermehrt Opfer sind als Männer, muss mir dabei keiner sagen. Außerdem gibt es noch die Sexismen, dass man es als Frau oder Mann ja eh nicht (verstehen) könne. Die werden wohl kaum verschwinden.

Was lerne ich für meinen Alltag heraus? Nichts neues. Freundlichkeit gehört sich einfach. Wenn eine Frau manches nicht möchte wie z.B. In-den-Mantel-geholfen-werden oder Das-Getränk-bezahlt-bekommen, dann sollte sie das auch freundlich und nicht empört ablehnen. Belästigung gehört sich sowieso nicht und ist viel zu weit verbreitet.

(m,30)
 
  • #5
[...]
Kann es denn eine vollkommene Gleichbehandlung, frei von Sympathie, Antipathie, Affekten, etc. geben? Wie kann eine solche Diskussion sinnvoll beendet und in ein Regularium gepackt werden? Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
- nein kann es nicht. die Behandlung von Gegenübern ist IMMER von Befindlichkeiten geprägt. so funktioniert nunmal Kommunikation..
- die Diskussion kann man besten Sinnvoll beendet werden in dem man einsieht das es unvereinbare Gegensätze und keine Allgemeingültigkeit gibt und man und Frau auch diese einfach hinnehmen muss.
- ein Regularium ist überflüssig wie ein Kropf.
- ich werde weiterhin höflich aber sexistisch bleiben. werde Kommentare über Aussehen von Hübschen abgeben, auch ungefragt und mich an den (bis dato) positiven Reaktionen freuen, werde unverbindlich weiter flirten und mich ein bisschen daran stören das ich weniger hübsche anders behandle als hübsche Frauen .. und wesentlich anders als Männer.. ich werde weiterhin zuerst auf das Aussehe schauen und dann auf das Was sie tut und was sie sagt es sei denn ich lese zuerst über sie und über ihre taten und werde auch weiterhin meiner Partnerin an den Po greifen wenn mir danach ist und sie weiterhin nichts dagegen hat. ich werde es weiterhin geniessen wenn Frauen mir auf den Brustkorb starren oder meine Haare anfassen wollen.. und werde es nicht als negativ sexistisch aufnehmen sondern positiv.. weil Männer und Frauen sind nicht gleich.. sie sind gleichwertig....
 
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Gast

  • #7
Also wenn mir nächstens meine Friseurin den Mantel aufhält (ja, die tut sowas, obwohl ich nicht alt und gebrechlich bin!), darf ich mich dann auch als Mann belästigt fühlen?
 
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Gast

  • #8
Füreinander Achtsamkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Respekt entwickeln - für viele völlig unmöglich - dann geht auch nichts mehr schief.

w43J.
 
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Gast

  • #9
Was mich erschüttert:
All dieser Blödsinn, der da geredet und geschrieben wird wirkt genau dem entgegen, was eigentlich bezweckt werden sollte.
Da wird nun die Sexismusdebatte ins Lächerliche gezogen und schon ist ja alles nicht so schlimm, was Frauen so passiert.
Aber es geht doch darum, dass Frauen von Männern nicht als (Sex)Objekt gesehen und behandelt werden dürfen. Wer so etwas einmal erlebt hat - und ich habe es erlebt - der weiß, dass das nichts mit "in den Mantel helfen" zu tun hat.
 
  • #10
So empfinden zum Beispiel manche Frauen das Bezahlen alkoholischer Getränke durch den Mann oder Helfen in den Mantel sexistisch, während andere Damen das gar erwarten.

[…]

Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
Was ich für mich daraus lerne: Wenn es tatsächlich solche Frauen gibt, die das[/] als sexistisch empfinden (persönlich habe ich zum Glück noch nie so eine getroffen), dann können wir uns, objektiv gesehen, eigentlich nur glücklich schätzen, denn wenn man es sich leisten kann, solche Luxusprobleme zu hätscheln, dann geht es uns wirklich ausserordentlich gut.
 
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Gast

  • #11
Zitat von 1.:
Kann es denn eine vollkommene Gleichbehandlung, frei von Sympathie, Antipathie, Affekten, etc. geben?
2. Wie kann eine solche Diskussion sinnvoll beendet und in ein Regularium gepackt werden?
3. Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
Zu 1. Nein, was sollte das auch? Wie sind Menschen, keine Roboter.
Zu 2. Der Sinn der Diskussion wird mit Frage 3 behandelt. Beendet wird die Diskussion allein wenn die Presse die nächste Sau durchs Dorf jagt und die deutsche Aufregungskultur auf ein neues Thema gelenkt wird. Wenige Tage also noch, der Knochen ist publizistisch bereits recht abgenagt. Bedenke, die Presse hat die Diskussion ja auch gestartet, nicht Brüderle. Und in ein Regularium lässt hier sich garnichts packen. Welches Regularium sollte das bitte sein? Juristisch ist der Fall irrelevant. Der Gedanke an ein Regularium gibt nur den Hinweis, dass wir Deutschen für alles ein Regularium wollen. Kein Wunder, dass die Athmosphäre in Deutschland so ist, wie sie ist. Der Knigge wäre das einzige Regularium, das mir dazu einfällt und der wird ja auch sehr zeitgeistabhängig interpretiert oder ignoriert.
Zu 3. Ganz einfach: Respektvoll miteinander umgehen, nicht angrabschen, Hirn einschalten! Tip an Frauen: Nicht in der Kritik übers Ziel hinausschießen. Ohne Buhlerei seit ihr auch nicht glücklich. Tip an Männer: Langsam mal sich in Empathie üben.
 
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Gast

  • #12
So empfinden zum Beispiel manche Frauen das Bezahlen alkoholischer Getränke durch den Mann oder Helfen in den Mantel sexistisch, während andere Damen das gar erwarten.

Kann es denn eine vollkommene Gleichbehandlung, frei von Sympathie, Antipathie, Affekten, etc. geben? Wie kann eine solche Diskussion sinnvoll beendet und in ein Regularium gepackt werden? Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
Was ich daraus für den Alltag lerne: dass sich die Emanzipationsdebatte seit mind. 30 Jahren liebend gern auf Nebenschauplätze begibt!

Ich halte es auch für überspannt, die nette, althergebrachte Höflichkeitsgeste des Mannes, einer Frau in den Mantel zu helfen, als "sexistisch" zu betrachten. In den Mantel helfen lassen, Tür aufhalten lassen, sind doch keine Angriffe auf die weibliche Unabhängigkeit. Wenn wir Frauen schon konfus bei diesen traditionellen Höflichkeiten reagieren, können wir "einpacken".
Und wenn uns ein Mann die Tür aufhält oder in den Mantel hilft, ist auch ein "Danke" fällig, das gehört zur gemeinen Umgangsform.
Ob Frau sich von Mann alkoholische Getränke bezahlen lassen will, muss sie in der jeweiligen Situation entscheiden, zu den konventionellen Umgangsformen gehört das nicht mehr.

Ich, w 55+, habe mich schon immer geärgert, wenn Frauen mit den hier erwähnten Nebensächlichkeiten auf Gleichberechtigung hinweisen, sie lenken sich damit nur selber von ganz anderen Thematiken ab, z.B. gleiches Gehalt, gleiche Chancen auf lukrative Arbeitsstellen usw. - Und dann verstehe ich auch nicht, warum Frauen nicht solidarisch zusammenagieren in männerdominierenden Berufsfeldern. Da ist jede Frau mehr oder weniger Einzelkämpferin, da hat sich in 30 Jahren wenig verändert.
M.E. brauchen wir keine neuen Regularien, wir können Selbstverständnis in unserem Handeln unseren Erwartungen gerecht werden: das ist einfacher als befürchtet.
 
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Gast

  • #13
Da wird nun die Sexismusdebatte ins Lächerliche gezogen und schon ist ja alles nicht so schlimm, was Frauen so passiert.
Nee diese Debatte ist nicht Lächerlich, sondern scheinheilig. Hier wird immer so getan als wenn es immer nur das arme Opfer Frau gibt. Es gibt jede menge Männer die von Frauen gestalkt werden, sogar Vergewaltigungen gibt es. Denken wir doch mal an die Münchner Nymphomanin die zwei Männer in ihrer Wohnung gefangen hielt und sie mehr fach zum Sex nötigte. Wo war denn da der Aufschrei!!! Dort machte man sich noch lustig über diese Männer.

Vielleicht fassen sich mal die Frauen an die eigene Nase anstatt sich hier immer als arme Opfer zu Präsentieren.

Diese Debatte ist so was von verlogen.
 
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Gast

  • #14
Was lernen wir daraus?

Dass es offensichtlich eine Menge Frauen gibt, die sich aus verschiedenen Gründen benachteiligt fühlen und das Bedürfnis haben, ihren Unmut darüber öffentlich kundzutun.
Dies verpufft jedoch völlig wirkungslos.

Dass die allergrößte Mehrheit der Frauen sich aber offensichtlich von der Gedankenwelt einer Alice Schwarzer nicht angesprochen fühlt.

Dass es tatsächlich schwierig ist, auf Grundlage eines diffusen Twitter-Sturms die allgemeingültigen Regeln des menschlischen Miteinanders zu änders. Gewalt, Beleidigung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz etc. ist bereits verboten.

Interessant finde ich die verschiedenen Diskussionen in diesem Forum: die eine findet den Geruch von Bier ekelig, die andere wundert sich, warum er beim ersten oder zweiten Date nicht auf ihre Annäherungsversuche eingeht.

Was mir zu denken gibt:
In der veröffentlichten Meinung ist es anscheindend akzeptiert, dass eine junge Frau sich einem älteren Herrn gegenüber despektierlich über sein Alter auslassen darf. Denn das war der Ausgangspunkt: eine junge Journalistin äußerte sich vor einem Jahr skeptisch, wie der Politiker in seinem Alter noch ein Hoffnungsträger sein könne. In meinen Augen eine Respektlosigkeit.
Ein Artikel in der FAS hat diesen Aspekt dankenswerterweise beleuchtet.

Wie man die Debatte sinnvoll beendet?

Durch die anstehenden Wahlen. Da wird die Antwort gegeben. Alle Frauen und Männer haben die Möglichkeit, diesen Politiker abzustrafen oder zu pushen. Wenn keine Frau mehr die Partei des wandelnden Herrenwitzes wählen würde, wäre das ein deutliches Signal.
Wird aber nicht so kommen.

m 40
 
J

jouri

  • #15
Die causa Brüderle ist keine Sexismus- und keine Gleichberechtigungsdebatte. Sie ist eine fiese und hinterhältige politische Kampagne (nicht falsch verstehen, ich bin kein FDP und schon gar kein Brüderle-Anhänger!), aber was da im Moment abläuft ist so offensichtlich, dass ich mich weigere, das als Sexismusdebatte zu sehen. Ganz abgesehen davon, dass - meiner Information nach - die Journalistin vor Brüderles Worten eine beleidigende Aussage bezüglich seines Alters traf. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus...
 
  • #16
Für mich offenbart sich in der Sexismusdebatte, daß Männer wie Frauen verunsichert sind im Verhalten zueinander.
Alte Verhaltens-Regeln gelten nicht mehr, neue gibt es fast nicht. Die Freiheit im Umgang miteinander und auch die langen Singlezeiten, die wir heute, im Gegensatz zu vor 40 Jahren haben, bedingen, daß die Kommunikation zwischen Frauen und Männern nicht ritualisiert ist und ziemlich chaotisch sein kann. Mal spricht das Stammhirn, mal die Elterninstanz, mal das Kleinkind und selten der Erwachsene im Hier und Jetzt unserer gesellschaftlichen Realität.
Ich glaube, es spielt sich langsam ein neues Männer-Frauen-Verhalten ein, wenn Frauen lernen, Männern auf ihr Verhalten hin klare Ansagen (verbal oder nicht) zu machen und Männer merken, dass diese ernst gemeint sind.
Mich hat in der Debatte der Anspruch der Feministinnen auf Passivität und "er muß machen oder nicht machen" erschreckt. Das kenne ich hier eigentlich nur von den ganz konservativen Damen.
 
G

Gast

  • #17
Ohne echten Sexismus (damit meine ich aber eher Antatschen von Abhängigen und nicht den Stihl-Kalender an der Wand....) verharmlosen zu wollen:

Da lob' ich mir mein Rheinland. Hier sind die Frauen nicht so verklemmt.
Karneval herrscht hier Anarchie!
Männer sprechen Frauen an.
Frauen sprechen Männer an.
Es wird eng getanzt.
Die Atmoshäre ist schwül, trotz Feb. ;-)

Und alle fühlen sich wohl. Frauen (und auch Männer!) denen das zu eng wird, sind durch die Öffentlichkeit geschützt.

Habe aber trotz eindeutiger "Tätigkeiten/Tätlichkeiten" von Fremden an Fremden, kein Unwollen erkennen können. Eher im Gegenteil.

Wie gesagt;: Ungewollt Anfassen geht gar nicht !
 
  • #18
Gleichberechtigung wird es dabei nie geben. Die Einstellungen von den meisten Männern und Frauen dazu, werden immer unterschiedlich sein. Wolle man argumentieren, werden Viele Abwehren und die Diskussion abwürgen:"Aber das ist was völlig Anderes"

Macht der Mann zuwenig = "Schlappschwanz, Weichei, Feigling, unmännlich" etc.
Macht der Mann zuviel = "Sexuelle Belästigung, Sexismus, etc."

Wie sollen die Männer erkennen können, bei welchen Frauen sie wieviel machen dürfen ?
Das ist nämlich nicht einheitlich.

Ich erlebe immer öfter im Alltag, daß Frauen sich nicht helfen lassen wollen.
Lediglich Tür aufhalten, an der Kasse vor lassen (nicht jede Frau), oder beim Kinderwagen helfen wird noch gerne angenommen.
In den Mantel helfen mache ich nur, wenn die Frau das erlaubt. Weil man dadurch der Frau sehr nahe kommt, was sie als Belästigung empfinden könnte ?

Aber im Einkaufsmarkt einen Korb o.ä. reichen, weil die Frau beim einkaufen alle Hände voll hat - wird nicht angenommen. Auch ein freundlicher Hinweis beim parken, um einen Strafzettel zu verhindern, wird nicht immer angenommen. Da blieb z.B. ihr Auto weiter auf dem halben Gehweg stehen, sie bestand darauf.
Ich vermute dafür eher Akzeptanz, wenn eine Frau dies angeboten hätte ? Und eine Sturheit, weil ein -fremder- Mann zu ihnen sprach ?

Man kann die Äußerungen von Brüderle als anzüglich oder gar sexistisch betrachten.
Andererseits war er damit noch sehr höflich zu dieser Frau.
Wie hätte er erkennen können, daß er bei dieser Frau zu weit ging ? Denn sie reagierte anscheinend nicht (abwehrend) darauf ?
(Soweit ich das beurteilen kann, weil ich nicht dabei war)

Denn ich erlebe auch andere Männer, die weit schlimmer und primitiver zu (fremden) Frauen sind. Und ich erlebe tlw. auch Frauen, die anscheinend auf sowas stehen, vgl. wie "dirty talk".

Sexismus-Debatte: Schon lange nötig und fällig. Aber aufpassen, daß es nicht zu extrem wird. Sonst trauen sich irgendwann die Männer gar nichts mehr ? - "Die Frauen bloß nicht ansprechen - gilt bereits als Sexismus." Denn sowas erlebe ich bereits vereinzelt in Singlebörsen. Wo Frauen sehr heftig und abweisend reagieren, wenn sie überhaupt angeschrieben werden. Egal wie.

Der Grat zwischen "Oh toll, wie aufregend" und "Hilfe, Belästigung" ist sehr dünn.
 
M

Mooseba

  • #19
Wieder so ein toller begriff, der alles und nichts aussagt. Was ist denn Belästigung? Die eine Frau nimmt gerne die Einladung zum Kaffee an, die andere fühlt schon belästigt.
Darüber habe ich genügend geschrieben hier im Forum. Zum Mitschreiben: Eine Einladung zum Getränk ist keine Belästigung. Pausenloses Anstarren, ein Spruch eindeutig über einer allgemein akzeptierten Sittengrenze oder gar Grapschen sind Belästigung. Aufgeschrieben?
 
M

Mooseba

  • #20
[...]
Ich glaube, es spielt sich langsam ein neues Männer-Frauen-Verhalten ein, wenn Frauen lernen, Männern auf ihr Verhalten hin klare Ansagen (verbal oder nicht) zu machen und Männer merken, dass diese ernst gemeint sind.
[...]
Ein neues und v.a. gleiches Männer-Frauen-Verhalten kann es erst dann geben, wenn Frauen gleichermaßen offensiv ihre Partnersuche betreiben. In der Hinsicht wollen Frauen aber das Einstecken-können und eine höhere Frusttoleranz scheinbar nicht lernen.
 
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Gast

  • #22
Nee!!!!
Deine These muss aber nicht für alle gelten. Was ist denn Starren? Eine schöne Frau mit den Augen fixieren. Früher nannte man so was mal Flirten. Ist schon Frech das sich einige Frauen das recht raus nehmen für alle anderen zu entscheiden was richtig und was falsch ist. Und noch schlimmer sind diese verweichlichten Männer die jede weibliche These nachplappern.
Vielleicht sollten mal einige nachsehen welches Geschlecht sie haben.
 
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Gast

  • #23
Es haben sich nicht nur "Opfer" zu Wort gemeldet. Es gab auch kritische Beiträge gegen diese Sexismusdebatte. Z.B. von der Schauspielerin Katrin Sass oder von Anne Will. Einen sehr fundierten Beitrag hat die Journalistin Birgit Kelle veröffentlicht.
Ähnliche Meinungen hörte ich unabhängig davon aus dem Kreis meiner Bekannten, Kollegen und Kolleginnen.
Die Art, wie Unhöflichkeit mit wirklichen Verbrechen in einen Topf geworfen wird ist derart unsachlich, dass man die Debatte einfach nicht ernst nehmen kann. Es hilft auch den Opfern wirklicher Übergriffe nicht, wenn die Debatte auf diesem Niveau geführt wird. Wie soll sich eine vergewaltigte Frau, eine zur Prostitution oder zur Ehe gezwungene Frau dabei fühlen, wenn sich andere Frauen hinstellen und sagen "Ich weiß wie ihr euch fühlt. Mir hat auch schon mal jemand in den Ausschnitt geschaut." ?

Die Debatte bringt auch die Gleichberechtigung keinen Millimeter weiter. Wie will mich (der ich keine Macht habe) frau davon überzeugen, dass sie mit ihrer Hälfte der Macht etwas sinnvolles anfängt, wenn sie sich schon in die Schmollecke verzieht sobald jemand ihren Busen erwähnt?
Was passiert denn, wenn es richtig ernst wird? Wenn Entscheidungen von großer Tragweite getroffen und umgesetzt werden müssen, die weit über den Tellerrand des alltäglichen hinaus weisen? Wie will sie mich überzeugen, dass es sich lohnt, mich für ihre Ziele einzusetzen, für sie zu kämpfen, Opfer zu bringen, wenn ich davon ausgehen muss, dass sie beim ersten Unwetter eine Kehrtwende macht und mich allein im Regen stehen lässt?

Thema Regularien. Es gibt Gesetze gegen sexuelle Übergriffe. Ein Klaps auf den Po wird bereits härter bestraft als ein Schlag ins Gesicht. Es gibt Gleichstellungsbeauftragte in Betrieben und Kommunen. Es ist inzwischen eine Gleichstellungsbeauftragte bekannt geworden die sich für Männer einsetzt. Was passiert? Sie wird von den Medien verunglimpft, lächerlich gemacht und ansonsten totgeschwiegen. Zufall oder Absicht?
Ich hätte mir eine sachliche Analyse des #aufschrei gewünscht. Unter #aufschreistat ist eine Aktion euphorisch gestartet - bisher ohne veröffentlichtes Ergebnis. Zufall oder Absicht?
Herr Brüderle wird wegen seines "Sexismus" angegriffen. Dass die kalte Progression noch immer existiert obwohl die FDP angetreten war und gewählt wurde, um sie abzuschaffen scheint jedoch niemanden zu interessieren. Zufall oder Absicht?
 
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Gast

  • #24
Kann es denn eine vollkommene Gleichbehandlung, frei von Sympathie, Antipathie, Affekten, etc. geben? Wie kann eine solche Diskussion sinnvoll beendet und in ein Regularium gepackt werden? Was lernen Sie für Ihren Alltag daraus?
Beide Debatten haben nicht direkt mit Beziehung zu tun. Es gibt die gleichberechtigte Beziehung nicht! Eine Bezeihung ist immer Verhandlungssache zwischen zwei Individuen und vollkommene Gleichbehandlung wird ein unerreichtes Ideal bleiben.
Leider färben diese Debatten das Geschlechterverhältnis. Allerdings sollte sich jeder im klaren sein, dass man nicht gleiche Forderungen an die Gesellschaft und die Beziehung stellen kann. Was im professionellen Umfeld des Arbeitsplatzes sexistisch ist, ist im Privaten die Anerkennung des Geschlechts.
 
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Gast

  • #25
Wenn von einer sogenannten Sexismusdebatte auf eine Gleichberechtigungsdebatte umgeschwenkt wird, da kann ich als Mann nur herzlich lachen.
Was soll das denn??
Im Familienrecht gibt's z.B. auch keine Gleichberechtigung, da machen Frauen noch immer das, was sie wollen.
Und solche Frauen, die Männer auf's Äußerste erniedrigen, solche Frauen mokieren sich dann noch darüber, wenn ihnen ein Mann auf den Ausschnitt guckt?!
In Deutschland läuft doch die öffentliche Diskussion schon geraume Zeit in die vollkommen verkehrte Richtung.
Irgendwann hat kein Mann überhaupt noch Bock darauf, eine Frau näher kennen zu lernen...
Und dann fragen wir uns - wie konnte es denn soweit kommen??
Armes Deutschland!
 
G

Gast

  • #26
Wenn von einer sogenannten Sexismusdebatte auf eine Gleichberechtigungsdebatte umgeschwenkt wird, da kann ich als Mann nur herzlich lachen.
Was soll das denn??
Im Familienrecht gibt's z.B. auch keine Gleichberechtigung, da machen Frauen noch immer das, was sie wollen.
Und solche Frauen, die Männer auf's Äußerste erniedrigen, solche Frauen mokieren sich dann noch darüber, wenn ihnen ein Mann auf den Ausschnitt guckt?!
In Deutschland läuft doch die öffentliche Diskussion schon geraume Zeit in die vollkommen verkehrte Richtung.
Irgendwann hat kein Mann überhaupt noch Bock darauf, eine Frau näher kennen zu lernen...
Und dann fragen wir uns - wie konnte es denn soweit kommen??
Armes Deutschland!
Ich kann nur sagen "Armer Mann", wenn dein ganzes Leben aus Hass besteht.
Du hast vielleicht schlechter Erfahrungen gemacht und überträgdt dies unreflektiert auf die ganze Frauenwelt.
Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass Frauen ähnliche Erfahrungen mit Männern gemacht haben? Glaubst du wirklich, dass die Männer der bessere Teil der Menschheit ist? Na, dann - wie gesagt - armer Mann, es ist wirklich besser, du verzichtest darauf, Frauen kennen zu lernen.

Bei Sexismus geht es aber nicht um persönliche Beziehungsprobleme sondern um ein gesellschaftliches Problem.
 
G

Gast

  • #27
Das ich einfach noch mehr aufpassen muss. Ich bin in einem Grosskonzern als Führungskraft tätig und muss da einfach mehr aufpassen. Inzwischen "Sietze" ich mich nur noch mit neuen weiblichen Angestellen um Distanz aufzubauen und muss natürlich bei den neuen männlichen gleichermassen Verfahren... Ich vermeide es mit weiblichen Angestellten / Kolleginnen alleine zu sein. Bei Betriebsausflügen / Weihnachstfeiern / Abteilungsworkshops etc. halte ich Distanz zu den Frauen, mann weiss nie was mann so nach einigen Gläser Wein sagt ...Dienstreisen vermeide ich auch so weit es geht.

Zusätzlich denke ich auch, dass gewisse Sachen nicht mehr bei der Arbeit gehen, so habe ich z.B. damals vor 16 Jahren meine Frau bei der Arbeit kennengelernt, ich war Ihr Betreuer...Würde heute nicht mehr gehen...Prinzipiell würde ich heute fremde Frauen gar nicht mehr ansprechen, nur noch das Gespräch mit Frauen suchen mit denen ich sowieso schon im Kontakt bin - Bekanntenkreis etc. Und halt Online Portale ...

M45
 
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Gast

  • #28
m40
Ich möchte mal an eine kürzliche Bundestagsdebatte erinnern. Da wurde ein Politiker als "größter Eierkrauler der Nation" beschimpft. Man stelle sich vor, was es für einen Aufstand gegeben hätte, wenn ein Mann vergleichbares über eine Frau öffentlich verbreitet hätte. Die Gleichbehandlung findet nicht statt, in beiden Richtungen.
 
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Gast

  • #29
m, 45
Ich vermute, die aktuelle Sexismus-Debatte spielt vor allem auch der Prostitution in die Hänbde. Viele Männer halten sich bei normalen Frauen zurück, weil sie selbst nach Jahren noch, wenn die Frau eine Möglichkeit sieht ihnen zu schaden, den Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen können.
Bei einer Prostituierten kann mir das nicht passieren. Dort kann ich miene Zärtlichkeit ausleben.
Bei normalen Frauen bin ich mir sehr unsicher, jetzt habe ich noch mehr Grund dazu.
 
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Gast

  • #30
Ich fürchte, dass viele einfacher gestrickte und nicht reflektiert denkende Männer (die es ebenso oft gibt wie solche Frauen), durch die Debatte den Eindruck gewonnen haben, dass man Frauen und ihr ständiges Gejammere am besten nicht ernst nimmt, sondern darüber hinweg geht.

m,31