A

Angela5

Gast
  • #1

Sexualität der Frau und unsere Gesellschaft

Hallo Ihr Lieben,
mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage, wie Frauen die sexuell selbstbestimmt, fantasievoll und abenteuerlustig sind, von Männern und insbesondere von anderen Frauen behandelt werden.
Zu meiner Person: ich bin eine 42 jährige Frau und habe eine 15 jährige treue Ehe hinter mir. Ich habe ein Kind. Vor meiner Ehe hatte ich 2 langjährige treue Beziehungen und zwischen diesen, also in jungen Jahren, 1-2 Beziehungsversuche die mit Enttäuschung geendet hatten.
Nach meiner Ehe begann eine Phase mit unglaublich viel Lust auf Sex und Abenteuer. Ich hatte einige Affairen in denen ich berauschenden, sehr heißen und wilden Sex erlebt habe. Es hat mich angemacht, gerade mit Männern mit denen keine Beziehungsanbahnung geplant war, diese Erlebnisse zu haben. Es hatte etwas geiles Animalisches. Meine Affaieren haben mich alle sehr respektvoll behandelt und wollten eine längere Affaire. Ich bin überzeugt, dass Frauen sexuell genauso empfinden können wie es anscheinend jahrhunderte lang nur Männern zugestanden wurde.
Das hat sich alles außerhalb meines Familien- und Freundeskreis abgespielt. Allerdings habe ich zwei guten Freundinnnen ein wenig davon erzählt und musste erleben, dass diese Frauen mich innerhalb kürzester Zeit regelrecht abgesägt haben. Ein einziges mal habe ich es einem Mann erzählt der mich von da an anders angesehen hat..."hmmm, so Eine bist du also....
Was sagt ihr dazu?
Ich habe das starke Gefühl (auch nachdem ich Ähnliches hier im Forum gelesen habe), dass wir Frauen dann immer noch - trotz mehr oder minder Gleichberechtigung - als charakterlich verwerflich hingestellt werden und bin davon ziemlich geschockt.
Seit einiger Zeit habe ich mich total zurückgezogen.
Liebe Grüße
W
 
G

Gast

Gast
  • #2
Du siehst das ganz richtig. Als Frau bist Du sofort in einer Schublade, wenn Du deine Sexualität auslebst. Die meisten Männer nehmen so eine Frau wie dich gerne mit, eben weil Du frei mit deiner Lust umgehst. Aber als Beziehungsmaterial scheidest Du damit aus, selbst wenn Du vorher langjährige und treue Partnerschaften geführt hast.
Mir wurde sogar schon bei gutem Sex unterstellt, dass ich ja seeehr viel Erfahrung gesammelt haben muss. Was definitiv nicht der Fall war, den Stempel hatte ich dann trotzdem.
Ich habe auch einem Mann von meiner Daueraffäre erzählt und war damit sofort unten durch. Mildernde Umstände waren wohl, dass ich sehr verliebt in den Affärenmann (Single) war. Ansonsten wäre die Sache gleich durch gewesen. Und das, obwohl dieser Mann mit dreimal so vielen Frauen geschlafen hat, wie ich mit Männern (ich kann die Männer noch an einer Hand abzählen...).
Ich kann Dir nur raten, es vor potenziellen Partnern und dem Bekanntenkreis nicht zu thematisieren. Beruflich habe ich fast nur mit Männern zu tun und auch mein Bekanntenkreis ist männlich dominiert. Da wird viel über Frauen gesprochen und zwar nicht nur Gutes...
 
G

Gast

Gast
  • #3
Dein Problem ist, du lässt dich fremdbestimmen. Die Meinung anderer ist dir wichtiger als das, was du eigentlich willst.
Wenn du klug bist, erzählst du nicht überall rum, was für Liebschaften du hast. Interessiert doch keinen?
Nur prüde Frauen stellen sich so verklemmt an und prüde Männer gibt es genauso viele. Leb dich aus wie du willst, und schmeiß beizeiten deine sog. "Freundinnen" raus. Schadet nicht ein wenig mehr selbstbestimmt zu werden.
Und den nächsten Typen, der dir ein: "so eine bist du also" bringt, würde ich auslachen und in die Tonne kloppen. Man muss nicht jedem gefallen.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Diese, deine moderne Einstellung zur Sexualität ist erst möglich, seit es Verhütungsmittel gibt, also seit ca. 40 Jahren. Die biologischen Sexualitäts-Muster bei Männlein und Weiblein gibt es aber schon seit Millionen von Jahren. Auch schon vor den ersten Menschen. Gehe nicht davon aus, dass sich biologisch gefestigte Verhaltensmuster in so kurzer Zeit verändern. Das braucht viele, viele Generationen, bis es sich als selbstverständlich verankert. Du bist gerade einmal eine Vor-Kämpferin solcher Ansichten. Intelligenz ist viel zu schwach, um das "Biologische" unterdrücken zu können. Zum "Schein" wird es reichen, für "Echt" dauert es noch ewig. Klar, dass es auch einer zielgerichteten Fortpflanzung bedarf.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #5
Allerdings habe ich zwei guten Freundinnnen ein wenig davon erzählt und musste erleben, dass diese Frauen mich innerhalb kürzester Zeit regelrecht abgesägt haben.
Meine Kollegin hat ihren treu sorgenden Mann an eine Freundin verloren, die sexuell nach der Trennung recht umtriebig war und mit ihren 3 Kindern alleine etwas überfordert.
Will sagen: Eine sexuell aktive und ungenierte Frau ist für eine gebundene Frau keine Freundin mehr sondern eine potentielle Konkurrentin.
Ich wünschte ich müsste dieser Meinung nicht sein. Allerdings hab ich genau diese Geschichten schon zu oft gehört und am Rande mitbekommen. Oft waren die Frauen befreundet..
Ich bin auch auf Abstand von Freundinnen, die nichts anbrennen lassen, aber vor allem deswegen, weil leider bei allen, dann irgendwann ein Einbruch und der große Katzenjammer da war und ich Monate nur Männergeschicten anhören durfte.
Wenn du meinst, dass ist das Leben, das du willst, dann genieße es mit Singlemännern und rede nicht groß darüber. Warum auch;)
Wenns dir mit dem Lebensentwurf gut geht, ist das nur zu befürworten.
Meine Skepsis ob dieses Lebenswandels ist übrigens begrenzt, wenn es allen Beteiligten wirklich gut geht.. bei Männern finde ich es ebenso fragwürdig oder in Ordnung, wie bei Frauen.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich denke, dass sexuell freizügige Frauen von anderen Frauen nicht gut behandelt werden, da sie Angst haben, dass Ihre Ehemänner von Ihnen verführt werden könnten

Ansonsten gilt, dass man nicht jede Freundschaft übermäßig belasten kann, die meisten sind eher Schönwetterfreundschaften, hätten Sie z.B Ihren Freundinnen statt sexueller Freizügigkeit gebeichtet, dass sie arbeitslos sind, wären sie womöglich auch abgesägt worden.

M 50+
 
  • #7
Meine Affaieren haben mich alle sehr respektvoll behandelt und wollten eine längere Affaire.
Das ist doch das was letztlich zählt. Und wahrscheinlich sind die Vorstellungen im Umfeld oder der Gesellschaft allgemein nicht so. Der Tenor bei Frauen, die das nicht so leben, ist ja oft: Wie kann sich eine Frau nur für sowas hergeben und sich nur für die Lust der Männer hergeben.
Und der Kommentar des Mannes klingt eher nach einem Augenzwinkern. Und wenn nicht, dann wertet das ja nicht ab, sondern ist die Angst, dass du lieber das auslebst, als dann für eine neue Beziehung zur Verfügung zu stehen. Wenn du natürlich Interesse für ein Mann hast für was Partnerschaftliches, hältst du dich eben zurück mit dem Erzählen. Ansonsten ist es doch egal, wie er dich dann siehst. Wie gesagt, das oben zitierte ist das Maß.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Nunja, es gibt solche und solche. In meinem Umfeld würde man sich für dich freuen und sagen, genieß es ;-)

Zum Glück können wir uns aussuchen, mit wem wir gerne unsere Zeit verbringen. Moralapostel langweilen mich, aber jeder, wir er gerne möchte.
 
M

Mooseba

Gast
  • #9
Wo lebst du? Männer, die so leben werden von Frauen auch als verantwortungslos dargestellt. Ihr Frauen fühlt euch in der Opferrolle wohl sehr wohl und könnt sie geschickt auf jedes Thema übertragen. Außerdem: Frauen haben es i.d.R. nun mal leichter, an ONS oder Affären zu kommen als Männer. Immer interessant, wenn die "lustvollen" Frauen das ignorieren.
Warum ging die Ehe eigentlich in die Brüche?
 
  • #10
Ich verstehe Dich nicht.

Wenn Du promisk leben willst, tu es doch, es hindert Dich niemand daran und was andere denken kann Dir doch egal sein.

Eine frühere Bekannte lebte ihre Sexualität auch mit mehreren diversen Männern aus, sie hatte den Ruf einer Nymphomanin und Stadtmatraze, gestört hat es sie nicht, sie wusste davon, dennoch fand sie weiterhin immer wieder einen Lover für eine gewisse Zeit.

Später hat sie dann mit fast 40 ganz bieder in weiß geheiratet und hat heute zwei Kinder, der Ruf von einst??? Keine Ahnung.

Ich mag sexuell offensive Menschen nicht, das gebe ich offen zu und stehe auch dahinter.

Wenn Du Dich aber ausleben willst, solltest Du auch dazu stehen, egal was andere davon halten.

Somit müsste ich im umgekehrten Fall auch als prüde und verklemmt gelten, mir grad mal egal, mein Körper ist mir zuviel wert als ihn beliebig betatschen zu lassen. Jedem das seine.
 
  • #11
die Menschheit hat Doppelstandards an Mann und Frau.

Das hat was mit Eizellen und Spermien zu tun. Eizellen sind kostbarer und darauf
"passt die Gesellschaft besser auf". Spermien zum Befruchten gibts wie Sand am Meer.

Wenn ich rumerzähle, dass ich letzten Woche mit 5 Frauen geschlafen, bin ich
ein toller Hecht. Machen sie das mal als Frau. Da klopft ihnen niemand auf die Schulter. Wenn man so will gehen sie dann "sorglos" mit ihren wertvollen Eizellen um, wenn sie schlampig sind.

Bevor jetzt der grosse Aufschrei kommt. Und das ist auch die dämliche Egozentrik
des Feminismus.

Wenn es hart auf hart kommt. Muss der Mann sein Leben lassen. Im Krieg, bei
Unglücken. Männer sterben nicht grundlos 8 Jahre früher. (Und niemand interessierts und nur in solche Beitràgen "Ältere Frauen haben es auf dem Singlemarkt schwer,da alle Männer schon tot) Sie werden von der Gesellschaft als Arbeitskraft verheizt.

Frauen werden protegiert, aber darunter gehört auch nun mal das "Aufpassen"
auf die Sexualität. Das kann man mit Heimlichkeit ganz gut umgehen. Vorm Krieg
drücken wird mit Exekution bestraft. Deshalb ist es lächerlich über den weiblichen
Doppelstandard, erfunden vom bösen Patriarchat zu diskutieren.

Es ist keine Unterdrückung der Männer durch die Frau oder vice versa.
Sondern alle passen auf alle auf. Die Gesellschaft als ganzes. Frauen werden
den Ruf einer anderen Frau gnadenlos gegen sie verwenden.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Ich bin überzeugt, dass Frauen sexuell genauso empfinden können wie es anscheinend jahrhunderte lang nur Männern zugestanden wurde.
Das denke ich auch. Und mir ist auch bewusst, wie solche Frauen angesehen werden. Eine Zeitlang ging es mir auch so, dass ich das Gefühl hatte, ich könnte dauernd und mehrere Affären gleichzeitig haben oder ONS. Ich hab es nicht ausgelebt wie Du, und ich empfinde das auch nicht als Verlust, aber ich hab damals auch wie Du gedacht. Und eben dieselber Erkenntnis gehabt: Fraune empfinden sexuell genauso, wie es diesen Männern immer nachgesagt wird.

Zusammengefasst: Sex ist wie Essen. Das heißt aber nicht, dass man nicht mehr treu sein kann oä. Aber damit wird es gern verbunden, weil man anscheinend Angst hat, dass so ein Partner, der Sex loslöst vom Verbundenheitsgefühl mit dem Partner, keine Probleme hat, sich Sex zu holen, wenn er es braucht.

Deswegen auch die Reaktionen Deiner Freundinnen. Ich bin sicher, insgeheim würden sie auch gern mal, aber weil sie es sich nicht gestatten, müssen sie es moralisch verurteilen, sonst kämen sie ins Grübeln, was ihr Leben betrifft.
Männer wollen i.A. keine Frau, die so tickt. Männer haben auch Angst, dass sie betrogen werden. Wenn sie es selber machen, wissen sie ja, dass sie sich nicht verlieben und die Frau nicht verlassen werden. Außerdem ist es für einen Mann schlimmer, sexbezogen vergleichbare oder bessere Konkurrenz zu haben, glaube ich.
Frauen, die sowas machen, sind in einer Schublade. Sex darf der Frau nicht per se Spaß machen, sondern nur mit ihrem Gott zu Hause. Sonst könnte sie ihm ja ein Kind unterschieben. Ich denke, das ist der Grundgedanke: Wer hat hier sein Erbmaterial weitergegeben und wird mit Ressourcen versorgt. Auch wenn es Affären sind und gar nicht die Frage nach Kindern gestellt wurde.
Außerdem die vermutlich auch auf dem eben Geschriebenen Einstellung der Kirche und ihr Einfluss auf das Menschenbild spielen da eine Rolle. Man ist so erzogen, dass Sex was Spezielles ist, Frauen böse Verführerinnen usw.

Männer haben übrigens auch einen schlechten Ruf, wenn sie so drauf sind. Nur ist das auf andere Weise negativ, als bei einer Frau. Eine Frau, die ihren Freundinnen den Casanova des Dorfes als Partner vorstellt, wird auch komisch angeguckt. Diese Männer erzeugen auch nicht gerade Vertrauen.
 
  • #13
Es ist kein Doppelstandard. Es sind, wie bigger richtig betont, lediglich unterschiedliche Standards, geschlechtsspezifisch. Frauen wollen von allem das Einfachste (nicht alle, manche), das ist der Zeitgeist.

Ansonsten, liebe Angela5: es ist bewiesen, dass Frauen (und Männer!), die eine "lockere" Einstellung zur Sexualität mit vielen verschiedenen "Partnern" einmal ausgebildet haben (oder genetisch / psychologisch schon immer hatten), in Beziehungen weniger glücklich, weniger treu und weniger erfolgreich sind als andere.

Es ist ein ganz natürlicher und gesunder Reflex von Männern, Dich als minder beziehungsgeeignet einzustufen. Und Frauen haben ebenso recht, Dich als potentielle Bedrohung anzusehen - aufgrund Deiner (fehlenden) Standards.

Dessen ungeachtet darf natürlich jede Frau machen, was sie will. Das bestreitet - glaube ich wenigstens - hier niemand. Aber ebenso wenig kann eine Frau anderen Menschen verbieten, sich dazu eine eigene Meinung zu bilden. Und mir scheint, es ist letzteres, das Dich stört?
 
  • #14
Du bist mit also nach deiner Ehe in "feiner Gesellschaft" gelandet, und fühlst dich wohl in deinem neuen Biotop. So richtig animalisch.

Und nun wunderst du dich, dass dich niemand mehr ins Haus lässt, sondern dich zurück in den Stall schickt.
Wer sich mit Schweinen suhlt, der stinkt selber irgendwann nach Schwein.
Meine Affaieren haben mich alle sehr respektvoll behandelt und wollten eine längere Affaire.
Und eine Krähe hackt der andern Krähe kein Auge aus.
Ich habe das starke Gefühl ... als charakterlich verwerflich hingestellt werden und bin davon ziemlich geschockt.
Geschickt formuliert, aber dennoch eine erbärmliche Doppelmoral von DIR SELBST.

Du erklärst ALLE Männer zu Schweinen, und möchtest selber keines sein. So geht's nicht, werte Angela.
Erst denken. Dann handeln.
 
E

Elissa

Gast
  • #15
Selbst schuld. Du kennst doch das Sprichwort: Ein Kavalier genießt und schweigt. Das gilt natürlich auch für eine Lady. Wenn man seine Sexualität auslebt, erzählt man das nicht herum und man sollte es auch nicht im eigenen Umfeld (Freundeskreis) tun.
 
  • #16
Zusammengefasst: Sex ist wie Essen. Das heißt aber nicht, dass man nicht mehr treu sein kann oä. Aber damit wird es gern verbunden, weil man anscheinend Angst hat, dass so ein Partner, der Sex loslöst vom Verbundenheitsgefühl mit dem Partner, keine Probleme hat, sich Sex zu holen, wenn er es braucht.
...
Männer wollen i.A. keine Frau, die so tickt.
...
Männer haben übrigens auch einen schlechten Ruf, wenn sie so drauf sind. Nur ist das auf andere Weise negativ, als bei einer Frau. Eine Frau, die ihren Freundinnen den Casanova des Dorfes als Partner vorstellt, wird auch komisch angeguckt. Diese Männer erzeugen auch nicht gerade Vertrauen.

(fast) Alles nicht ganz falsch. Trotzdem zwei Kommentare:

1. Fast, weil es nicht stimmt, dass es keine Zusammenhang zum Fremdgehen gäbe. Natürlich gibt es den. Wenn Sex wie Essen ist, warum dann nicht auch einmal auswärts essen? Das ist eine Grundeinstellung, die jemand so oder anders hat oder eben auch nicht.

2. Für mich als Mann gilt das genauso, dass ich einen Ruf zu verlieren habe. Niemals käme eine Frau als Partnerin infrage, die schon mit gemeinsamen Bekannten ONS o.ä. hatte, nur als Beispiel dazu. Auf dieses Niveau würde ich mich niemals begeben.

Und das aus innerer Überzeugung und mit verdammt guten, wohl reflektierten Gründen. Der Ruf ist längst nicht der wichtigste von diesen Gründen. Abschreckendes Lehrbeispiel: ein (auch an bzw. wegen seiner Frau) gescheiterter ehemaliger Bundespräsident. Da spielt es auch gar keine Rolle, ob die Yellow Press eine Zeit lang das moderne "Patchwork-Paar" hochgeschrieben hat.
 
  • #17
So sehr sehe ich das nicht als gesellschaftliches Problem, wenn Du die Beiträge im Forum aufmerksam(!) liest wirst Du auch feststellen, daß es eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen gibt, die einen promisken Mann - der ohne Beziehungsabsicht von Bett zu Bett hüpft - ebenso als charakterlich verwerflich hinstellen und ihn lieber nur von hinten sehen.

Ich befürchte, für Männer die an einer ernsthaften Beziehung interessiert sind, hast Du aber schon einen Limes überschritten - dann sei auch konsequent und bleibe dort, wo Du mit Deiner neu erworbenen Einstellung zum "animalischen Sex" respektvoll behandelt wirst.

Oder brauchst Du hier Absolution?

Mann und Moralapostel weil für ihn Sexualität noch etwas besonderes für einen besonderen Menschen ist - und nichts was wie im Karneval als "Kamelle" in´s Volk geworfen wird.
 
  • #18
Wenn ich rumerzähle, dass ich letzten Woche mit 5 Frauen geschlafen, bin ich
ein toller Hecht. Machen sie das mal als Frau. Da klopft ihnen niemand auf die Schulter.
Das liegt aber auch einfach daran, dass ein Mann dafür was "leisten" muss, und dies dann Anerkennung findet. Ob es das sollte, steht auf einem anderen Blatt. Eine Frau hingegen müsste nur "Hier" schreien.
Vergleichbar mit Prostitution. Schulter klopfen gibt es von den Kumpels sicher nicht, wenn sie erzählen, sie waren 5x letzte Woche im Bordell.
 
  • #19
Die FS schreibt aus typisch weiblicher Opfersicht. In dieser Opferwelt ist alles, was nicht mit der weiblichen Meinung übereinstimmt eine Form von Unterdrückung.
Männer haben gute Gründe auf das Vorleben einer Frau (umgekehrt natürlich auch) zu achten und sie danach zu beurteilen. "Nicht nach Worten sondern nach Taten" heißt es nicht umsonst.
Im konkreten Fall möchten Männer eben eine möglichst unberührte Frau, was ihr gutes Recht ist. Genauso kann eine Frau zu kleine, zu dicke, zu arme usw. Männer ablehnen. Es ist die Entscheidung des Einzelnen.
Des Weiteren: Die FS schreibt sehr leidenschaftlich über diese "animalischen" Zeiten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in einer neuen Beziehung die Sehnsucht nach diesen animalischen Zeiten wieder aufflammt.
 
  • #20
Nun ja, du merkst es ja selbst, dass manche Leute einfach noch feststecken in der fehlgeleiteten Sexualmoral der letzten Jahrtausende, wo die Sexualität der Frau unterdrückt wurde, um sicherzustellen, dass die eigenen Erben auch wirklich vom Familienoberhaupt gezeugt wurden. Wo solche Worte fallen wie "fehlende Standards" und "stinkt wie ein Schwein", merkst du doch genau, welch Geistes Kind solche Menschen sind.

Gegen so ein festgefahrenes System zu rebellieren ist immer mit Mühe verbunden. Aber wie weiter oben schon angeklungen ist.. Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?
 
G

Gast

Gast
  • #21
Ich würde mich heute als sexuell selbstbestimmt bezeichnen. Ich lass mich gar nichts sagen. Lieber beende ich eine Freundschaft.
Das war aber nicht immer so. Man muss eben in der Lage sein, taff genug zu bleiben, um Freundschaften und Kumpels aus seinem Leben kicken zu können, und Grenzen und Schlussstrichche ziehen zu können, wenn andere einem nicht gut tun oder man mit Neid und Bevormundung belagert wird!

Ich hatte früher einen besten Kumpel (eigentlich mehrere Freunde), die mich demnach ständig bevormunden und diskriminieren wollten. Nichts geht einfacher, als eine Frau mit Optik, Schönheit, Gewicht oder Sexualität nieder zu reden. Ich musste das auch viele Jahre erst lernen, darüber stehen zu können. Heute verfahre ich nach dem Motto: wer mich nicht mag, der soll mir fern bleiben.

Ich gehe heute viel unbefangener und offener mit meiner Sexualität und Flirten um. Ich flirte mittlerweile auch in Anwesenheit meiner Freunde mit anderen Männern. Früher hätte ich mich so etwas nie getraut, weil ich dann gleich Schimpfe bekommen habe.
Du wirst das sehr viel und oft üben müssen, über die Meinung anderer Leute drüber stehen zu können. Es darf dich emotional einfach gar nicht berühen, denn Neid gibt es immer. Je stärker man auffällt, desto heftiger.
Ich kann damit leben.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Zitat von bigger:
Wenn ich rumerzähle, dass ich letzten Woche mit 5 Frauen geschlafen, bin ich ein toller Hecht.

Vielleicht unter Deinen Kumpels, ansonsten: Nein, Frauen denken genauso schlecht über solche Männer wie Männer über diese Frauen.
Es sollte sich einfach nicht herumsprechen oder sogar selbst erzählt werden, dass man so lebt.

Zitat von Siegfried:
es ist bewiesen, dass Frauen (und Männer!), die eine "lockere" Einstellung zur Sexualität mit vielen verschiedenen "Partnern" einmal ausgebildet haben (oder genetisch / psychologisch schon immer hatten), in Beziehungen weniger glücklich, weniger treu und weniger erfolgreich sind als andere.
Ich denke nicht, dass die FS so jemand ist. Sie hat ihre Sexualität einfach nach der vermutlich einschläfernden Beziehung neu entdeckt und ausgelebt. Das ist was anderes, als Liebe und Bestätigung suchen, indem man sich jedem hingibt und sich wundert, warum dadurch keine Beziehungen entstehen.

Frauen, die Ahnung von ihrer Sexualität haben und wissen, was sie brauchen, sind mit Sicherheit glücklicher als die Damen in einer langen Beziehung, die sich immer wieder einreden müssen, dass Sex mit einem nichtkompatiblen Mann Spaß macht bzw. den Sex einschlafen lassen in ihrer Ehe/Beziehung.
Mit Treue hat das auch nichts zu tun, weil man sich ja "die Hörner abstoßen kann" und dadurch dass man mehr Ahnung von seiner Art der Sexualität hat, auch einen passenderen Partner dahingehend wählen kann, und bei dem nicht so viel vermisst wie bei einem Inkompatiblen.

Außerdem wird man generell unabhängiger dadurch, dass man sich von irgendwelchen Vorstellungen befreit, die nur aufgrund lustfeindlicher Erziehung oder Verklemmtheit im Kopf waren. Das heißt noch lange nicht, dass man in zukünftigen Beziehungen untreu ist, sondern nur, dass man "nicht mehr das Licht ausmachen muss".
 
  • #23
Ja, du bist halt auch schon aus dem Alter heraus, in dem Frau sich normalerweise auslebt. Bei 20 jährigen wird es eher noch als wilde Phase toleriert.
Ich rate dir dringend, vorsichtig und diskret zu bleiben. Treffen am besten in einer anderen Stadt. Nicht darüber reden, um Gotteswillen! Der Ruf bleibt hängen.
Die Vorstellung von weiblicher Sexualität ist stark frauenfeindlich.
Dieses Gerede von Biologie ist albern. Tatsächlich geht es um unsere derzeit christlich patriachal geprägte Moral. Es gibt und gab in den letzten 5000 Jahren weltweit ganz anderen Umgang mit weiblicher Sexualität mit Mehrmaennerei, religiös motivierten Orgien usw.

Dass man denken soll, der Kerl ist eine tolle Partie, weil er in einem Monat 5 Frauen begattet, ist ein männlicher Wunschtraum.
Aber genauso wie bei diesem Mann zweifle ich auch bei einer Frau, ob sie beziehungstauglich ist und denke an eklige Krankheiten.
 
  • #24
Die meisten Männer nehmen so eine Frau wie dich gerne mit... Aber als Beziehungsmaterial scheidest Du damit aus.

Nun, ich würde auch einen Mann, der promiskuitiv lebt, mindestens sehr intensiv begutachten, bevor er für mich als Partner in Frage käme. Ich denke, das halten die meisten Frauen ebenso.

Liebe Angela, ich gönne dir deine Freude und da du niemandem schadest, ist alles gut und legitim.
Ob du lieber der Fehme aus dem Weg gehst ( Weg des geringeren Widerstands und Aufwands ) oder es dir wichtig ist, zu dem, was du tust zu stehen ( Weg des Ehrlichkeitsfanatikers ) solltest du dir überlegen. Und dann eben die Konsequenzen tragen.
Ja, LEIDER werden dich einige oder auch einige mehr verachten, das muß man aushalten können.

w 47
 
  • #25
Nach meiner Ehe begann eine Phase mit unglaublich viel Lust auf Sex und Abenteuer. Ich hatte einige Affairen in denen ich berauschenden, sehr heißen und wilden Sex erlebt habe. Es hat mich angemacht.... Es hatte etwas geiles Animalisches.
Das ist ok - prima - super - Glückwunsch - weiter so !
Sex ist dazu da, dass Er BEIDEN Spass macht. Auch in einer Ehe.

Ich (m) erinnere mich an eine Frau, die einmal während dem Sex richtig aus sich heraus kam. Die sehr erregt war, und ohne große Rücksicht auf mich - ihren Sex erleben wollte. Das fand ich wunderbar, freute mich für sie und unterstützte sie dabei. Damit sie diesen Moment voll und ganz erleben und genießen konnte. Mir schien, das verstärkte danach sogar ihre Liebe zu mir.

Als Frau sollte man sich heutzutage nicht so viele Gedanken machen, was sich für eine Frau schickt, oder nicht. Sondern einfach ausprobieren. Falls der Mann deswegen trotzdem aus dem Schlafzimmer flüchtet - war es eh der Falsche dafür.

Alle Männer, die der Frau nicht diese Freiheit im Sex und ihren Gefühlen ermöglichen - sollten auf Sex verzichten, denn sie sind egoistisch und herrisch.
 
  • #26
Liebe FS,
Du lebst Dich animalisch aus, erzaehlst das 3 Leuten aus Deinem Bekanntenkreis, bekommst von ihnen dafür keine standing ovations und fällst daraufhin in eine tiefe Sinnkrise und ziehst Dich aus dem Leben zurück? Grosse Panik, alles wird mit allem verknuepft.... Habe ich das richtig verstanden?

Was hast Du erwartet? Du bist 40+ und reagierst wie eine 14-jaehrige, trotzig und willst die Welt bestrafen. Der Welt ist das piepegal ob Du in schmollende Depression versinkst.
Du bist eine erwachsene Frau, mach' was Du willst und red' mit keinem darüber der nicht die gleiche Einstellung hat wie Du. Was soll der angeberische Kinderkram? Leg' Dir eine altersgerechte Souveränität zu, schätze realistisch ein, wie Dein Gegenüber über Deinen Lebensstil denkt, unterlass' den Animalismus im Bekanntenkreis sondern fahr dafür in die nächstgelegene Großstadt und gut ists.
Immerhin hast Du ein Kind vermutlich nah an der Pubertät, dessen Intimsphäre es zu schützen gilt. Die Kinder leiden sehr, wenn sie in der Identitätsfindung sind und über ihre Eltern hergezogen wird. Gerade das Sexualleben der Eltern möchten die Kinder nicht als Stadtthema haben, wenn sie dabei sind, ihre eigene Sexualität zu entdecken. Insbesondere für Mädchen ist es hart, wenn sie hören, dass ihere Mutter einen zweifelhaften Ruf hat und jeder pickelige triebgesteuerte 12-18-jaehrige sie anbaggert, weil "wie die Mutter so die Tochter". Soviel Rücksichtnahme solltest Du in Deinem spaetpubertaeren Erzaehldrang also haben.

Deine globalgalaktische Katastrophisierung kann ich nicht nachvollziehen. Wir leben in einer liberalen Welt. Jeder kann machen was er will, sofern er nicht gegen Gesetze verstößt.
Mir sind rumhurende Frauen und Männer gleichgültig. Sie dürfen es treiben wann sie wollen, mit wem sie wollen, so oft sie wollen. Hauptsache ich komme mit so einem Mann nicht in Berührung, denn er hat für mich einen hohen Ekelfaktor und ist ein gesundheitliches Risiko- soviel zu dem tollen bigger-Hecht, der mit 5 verschiedenen Frauen in der Woche f****. So einen Mann würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen, selbst wenn er direkt aus einem Sagrotanvollbad käme. Mich interessiert in diesem Zusammenhang nur mein Selbstschutz, ansonsten soll jeder machen was er will. Ich will prüde sein dürfen und Du darfst Dich animalisch ausleben.
Was war nun noch Dein Problem? Bitte nicht, dass wir Dir nicht alle Beifall klatschen.
 
  • #27
Ich glaube das Problem ist nicht, dass du als Frau sexuelle Erfahrung sammelst. Das Problem ist eher, dass du aufgrund der Art wie du es beschreibst und deiner Wortwahl tatsächlich sehr promisk wirkst, auch wenn das grundsätzlich vielleicht gar nicht der Fall sein mag.
Darüber hinaus muss ich auch einem voran gegangenen Kommentar zustimmen, in dem dein Alter auch eine Rolle spielte. Bei einer jüngeren Frau würde man diesbezüglich wohl noch eher ein Auge zudrücken und es als "Jugendsünden" bezeichnen.
Kein aufgeklärter und offener Mensch wird eine Frau verurteilen weil sie Erfahrungen sammelt. Wenn sie promisk und absolut hemmungslos ist, sieht das anders aus. Bei Männern übrigens genauso. Und das zurecht, wie ich finde. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass promiskes Verhalten in vielen Fällen auch eine Menge über den Charakter von jemanden aussagt.
 
Z

Zuckerpüppi

Gast
  • #28
Ich würde mich heute als sexuell selbstbestimmt bezeichnen. Ich lass mich gar nichts sagen. Lieber beende ich eine Freundschaft.
Das war aber nicht immer so. Man muss eben in der Lage sein, taff genug zu bleiben, um Freundschaften und Kumpels aus seinem Leben kicken zu können, und Grenzen und Schlussstrichche ziehen zu können, wenn andere einem nicht gut tun oder man mit Neid und Bevormundung belagert wird!

Ich hatte früher einen besten Kumpel (eigentlich mehrere Freunde), die mich demnach ständig bevormunden und diskriminieren wollten. Nichts geht einfacher, als eine Frau mit Optik, Schönheit, Gewicht oder Sexualität nieder zu reden. Ich musste das auch viele Jahre erst lernen, darüber stehen zu können. Heute verfahre ich nach dem Motto: wer mich nicht mag, der soll mir fern bleiben.

Ich gehe heute viel unbefangener und offener mit meiner Sexualität und Flirten um. Ich flirte mittlerweile auch in Anwesenheit meiner Freunde mit anderen Männern. Früher hätte ich mich so etwas nie getraut, weil ich dann gleich Schimpfe bekommen habe.
Du wirst das sehr viel und oft üben müssen, über die Meinung anderer Leute drüber stehen zu können. Es darf dich emotional einfach gar nicht berühen, denn Neid gibt es immer. Je stärker man auffällt, desto heftiger.
Ich kann damit leben.
Merci #20.
Beneidenswert, und genau da möchte ich auch hin. Ich mache aber gerade die Erfahrung, dass das nicht sooo einfach ist. Bin momentan wohl eine Spur zu anlehnungsbedürftig dafür und muss mich erst mal wieder aufpäppeln. Aber dann! :)
Ich muss nicht als Jungfrau in die Ehe gehen (zu spät) - Was ich ohnehin nicht vorhabe sind eben Heiraten & Kids (zu freiheitsliebend) - Und für laaaaange Beziehungen bin ich (vermutlich) dauerhaft zu kompliziert und schnell gelangweilt.
Mich würde interessieren wie alt du (#20) bist.
 
  • #29
Das geht Männern genauso, in Zeiten wo ich ständig wechselnde Beziehungen hatte, hab ich mir auch nur Kommentare aus dem männlichen Freundeskreis anhören dürfen. Man muss das Ganze schon so machen, dass es privat bleibt.

Du klingst aber auch generell nicht wirklich glücklich. Am Ende schreibst du, dass du dich seit einiger Zeit völli zurückgezogen hast. Nur weil ne Freundinnen schlecht über dich reden ? Klingt eher so als wäre da noch mehr im Argen, u.U. noch schlechte Gefühle aus der Trennungszeit.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #30
Das Problem (weltweit): Den Frauen wird von vielen Männern, der Gesellschaft, und ggf. dem eigenen Partner keine erfüllte Sexualität zugestanden. Auch dann nicht, wenn man von sich sagt, dass man die erfüllte Sexualität hätte.

Grundsätzlich ist die eigene Sexualität als Gesprächsthema tabu, außerhalb des eigenen Schlafzimmers. Man wird niemals mit diesem Thema Erfolge erringen. Sondern entweder Neid oder Verachtung - oder gar Beides.
 
Top