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  • #31
Vermutlich stammen diese Freundinnen noch aus der Zeit, in der du verheiratet warst und kannten entsprechend andere Charakterzüge an dir?! Wenn man seinen Lebenswandel stark verändert, passt man oft nicht mehr zu seinem alten Umfeld. Allein aus diesem Grund finde ich die Reaktion der beiden Frauen verständlich.

Ich bin auch kein Fan davon mir diverse Männer- und Sexgeschichten von Freundinnen anzuhören und wenn ich das Gefühl hätte, dass die (moralischen) Werte zu sehr von meinen eigenen Abweichen, würde ich mich auch zurückziehen.
Dabei würde ich NICHT zwischen einem promisken Mann - der ohne Beziehungsabsicht von Bett zu Bett hüpft - und einer "animalischen Frau" unterscheiden. Passt beides nicht gut in meinen engen Freundeskreis.
 
  • #32
Du hast alles Recht der Welt dein Leben so zu leben, allerdings musst du anderen Menschen auch die Freiheit eingestehen sich von dir aus diesem Grund zu distanzieren (weil du zB mit dieser Lebenseinstellung einfach nicht zu ihnen passt).
Toleranz muss sein, aber gutheißen muss man deshalb noch lange nichts.
M30
 
  • #33
Meinst du wirklich das deine Freundinnen dich deswegen abgesägt haben ?
Du hast ihnen ein bisschen erzählt u schon sind sie weg , hört sich für mich eher danach an das es nicht die dickste Freundschaft ist/war.
Wenn es so ist würde ich mir keine Gedanken machen, hör auf dich zurückzuziehen und lebe weiter wie du es möchtest !
 
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  • #34
Liebe FS
Leben und leben lassen. Kein Thema.
Allerdings gleich und gleich gesellt sich manchmal gern.
Ich habe in meinem Leben weder einen ONS gehabt, noch eine unverbindliche Liaison (nur langjährige UND leidenschaftliche Beziehungen ;)) und konnte mir nur vorstellen mit einem Mann zu schlafen a) in den ich verliebt wäre, b) zu dem ich eine enge Vertrautheit spüre und c) den ich natürlich sehr attraktiv finde (allerdings zur Attraktivität gehören für mich auch Charakterliche und Menschliche Attribute...)
Meine 3 bisherigen Lebenspartner (Männer!) waren ähnlich gestrickt UND mein enger Freundeskreis (Frauen UND Männer) empfindet ähnlich.
Natürlich wenn eine gute Freundin - oder ein guter Freund - sich plötzlich neu definiert und anfängt sich sexuell in vielen Affären "ausleben" zu wollen wäre es für mich sicherlich ein wenig befremdlich, weil unsere "Wertevorstellungen" plötzlich auseinander gingen. Aber das ist NICHT Geschlechtsspezifisch, und hätte nichts damit zu tun, dass es für Frauen verwerflicher wäre, oder dass Frauen weniger Recht haben sich sexuell auszutoben.
Für mich ist es einfach Charaktersache und für mich persönlich bei Frauen UND Männer in diesem Zusammenhang wenig nachvollziehbar.
Alles Gute!
W 45
 
  • #35
Gut möglich, dass die FS deshalb abgesägt wurde. Ihre Freundinnen haben halt noch eine gesunde, unverbildete Intuition. Anders als Menschen wie "Hugo" und "Bernd50" meinen, ist nämlich Promiskuität fast immer mit (weiteren) Charakterschwäche(n) oder sogar ernsten Persönlichkeitsstörungen assoziiert. Das ist bestens belegt - füge ich vorsorglich hinzu, weil mir schon schwant, was für einen Shitstorm die bloße Feststellung bereits auszulösen vermag.
 
  • #36
Kein aufgeklärter und offener Mensch wird eine Frau verurteilen weil sie Erfahrungen sammelt. Wenn sie promisk und absolut hemmungslos ist, sieht das anders aus.

Da bin ich anderer Meinung. Kein aufgeklärter und offener Mensch wird jemand anders wegen seines Sexlebens bewerten. Ein aufgeklärter und offener Mensch, weiß, dass ihn das Intimleben eines anderen Menschen einen feuchten Kehricht angeht, und wird andere nach deren Façon glücklich werden lassen.
Wer dagegen neidisch ist (vielleicht selbst sich nie entsprechend ausleben konnte), unsicher, paranoid, nicht versteht, dass die Grippewelle gerade eine größere Bedrohung ist als ein promisker Bekannter, wer generell gerne bei anderen das Haar in der Suppe sucht, um seinen jämmerlichen Selbstwert aufzupolieren, der wird eher versucht sein, jemanden mit abweichenden Eigenschaften (und sei es nur so etwas wie die Zahl der Sexpartner) als Bedrohung zu betrachten und dementsprechend darauf reagieren. Pegida, AFD und die NPD in Deutschland und die SVP in der Schweiz lassen grüßen.

Die FS sollte sich glücklich schätzen, dass solche Leute sich von selbst aus ihrem Freundeskreis entfernt haben, und sich aufgeklärte und offene Freunde suchen.
 
G

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  • #37
Nun ja, du merkst es ja selbst, dass manche Leute einfach noch feststecken in der fehlgeleiteten Sexualmoral der letzten Jahrtausende, wo die Sexualität der Frau unterdrückt wurde, um sicherzustellen, dass die eigenen Erben auch wirklich vom Familienoberhaupt gezeugt wurden. Wo solche Worte fallen wie "fehlende Standards" und "stinkt wie ein Schwein", merkst du doch genau, welch Geistes Kind solche Menschen sind.

Gegen so ein festgefahrenes System zu rebellieren ist immer mit Mühe verbunden. Aber wie weiter oben schon angeklungen ist.. Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?

Das hat primär nichts mit der Moral der letzten Jahrtausende zu tun. Diese Moral war nur der Ausdruck einer kulturellen zivilisatorischen Entwicklung, welche das mehrere Millionen! Jahre alte biologische Sexualverhalten darstellt.
Nämlich: früher gabs keine Verhütungsmittel. Männer mussten unbewusst darauf achten, eine relativ treue Partnerin zu finden, um mit höherer Wahrscheinlichkeit den eigenen Nachwuchs aufzuziehen. Das ist ein rein unbewusstes, in den Genen abgespeichertes Verhalten.
Und bei Frauen? Ich stelle - nachdem mir in meinem konservativen Elternhaus beigebracht wurde, dass Frauen auf die "netten, treuen" Männer stehen - immer wieder folgendes fest: egal wie gebildet, und intelligent eine Frau ist: es wird grundsätzlich ein Mann mit viel Erfahrung dem "netten" Mann mit weniger Erfahrung vorgezogen...... Warum? Ebenfalls Biologie..... Das zeigt den Damen anscheinend, dass der Mann gut sein muss.... gutes Sperma quasi.....geprüft von anderen Damen eben..... Und die Mädels sind dann immer überzeugt, dass sie die Letzte in der Reihen sind, und den Mann dann zähmen.....
 
G

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  • #38
Da bin ich anderer Meinung. Kein aufgeklärter und offener Mensch wird jemand anders wegen seines Sexlebens bewerten. Ein aufgeklärter und offener Mensch, weiß, dass ihn das Intimleben eines anderen Menschen einen feuchten Kehricht angeht, und wird andere nach deren Façon glücklich werden lassen.
Wer dagegen neidisch ist (vielleicht selbst sich nie entsprechend ausleben konnte), unsicher, paranoid, nicht versteht, dass die Grippewelle gerade eine größere Bedrohung ist als ein promisker Bekannter, wer generell gerne bei anderen das Haar in der Suppe sucht, um seinen jämmerlichen Selbstwert aufzupolieren, der wird eher versucht sein, jemanden mit abweichenden Eigenschaften (und sei es nur so etwas wie die Zahl der Sexpartner) als Bedrohung zu betrachten und dementsprechend darauf reagieren. Pegida, AFD und die NPD in Deutschland und die SVP in der Schweiz lassen grüßen.

Die FS sollte sich glücklich schätzen, dass solche Leute sich von selbst aus ihrem Freundeskreis entfernt haben, und sich aufgeklärte und offene Freunde suchen.

Stimmt nicht ganz: es geht mich dann was an, wenn sich eine sexuelle Beziehung mit einem promisken Menschen anbahnt. Als aufgeklärter und offener Mensch habe ich dennoch das Recht, einen solchen Menschen für eine mögliche Partnerschaft abzulehnen. Z.B., weil die Wahrscheinlichkeit besteht, dass mir der promiske Partner untreu wird. Für mich als Mann sehr gefährlich. Oder um mögliche Krankheiten zu vermeiden. ich kenne ein paar promiske Menschen. In diesem Fall Männer. Alle hatten Sie Geschlechtskrankheiten, und haben das auch erzählt. Muss ja nicht gleich HIV sein. Können ja auch Feigwarzen, Chlamydien usw. sein.
Und das ist oft das Problem: wenn Frauen sich ausgelebt haben, dann machen Sie gern auf brave, anständige Frau um bei den möglich ernsthaften Partner für eine Familiengründung in Frage zu kommen.
Und dann lügen Sie bzw. verschweigen ihre Vergangenheit. Ist das in Ordnung? Ist es in Ordnung, einem Menschen die Freiheit zu nehmen, seinen Partner nach seinen Vorstellung zu wählen?
Das kommt mir dann so vor, wie ein schmieriger Gebrauchtwagenhändler, der den Tacho zurückdreht. Bzw. eine Unfall verschweigt.
Frauen können so promisk sein, wie sie wollen. So langes Sie mir dann später meine Ruhe lassen. Ich bevorzuge nämlich Frauen, für die Sexualität etwas besonderes ist, das man nicht mit jedem teilt. Dann bin ich für die Frau nämlich was besonderes!
 
A

Angela5

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  • #39
Hallo hier die FS:
Ich habe mir alles sehr aufmerksam durchgelesen.
Es gibt immer mehr Frauen, die das Bedürfnis, auch einmal ein oder auch mehrere sexuelle Abenteuer zu erleben, an sich entdecken. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die Frauen sich in Ihrem Beitrag aber dann auch zugleich entschuldigen, sie selbst hätten „das“ natürlich nicht umgesetzt, hätten nur wenige Partner gehabt. Sie haben Angst vor Verurteilung.

Wenn ich all das hier lese, bekomme ich das Gefühl, man will eine Frau die sich sexuelle Abenteuer erlaubt, regelrecht zurückpfeifen, ausbremsen….ERGO: unschädlich machen.

Ich denke, wenn Frau es „sich wagt“ sexuelle Abenteuer zu erleben und hinzugeben, wird sie als Bedrohung wahrgenommen.

Männer haben Angst davor der Gehörnte zu sein und vor allem, dass die erfahrene Frau es bemerkt!, wenn er kein allzu leidenschaftlicher Lover ist.

Bei Frauen handelt es sich um die sexuelle Konkurrenz. Sobald eine Frau auch nur ein wenig von der Norm der Gruppe (Freundinnengruppe, weibl. Familienmitglieder) abweicht, wir sie von den anderen Frauen auf sehr subtile, unehrliche Weise (es werden Ausreden benutzt, hintenherum schlecht über sie geredet etc.) ausgebotet (wie Krebse im Fangkorb, wenn ein Krebs es schafft am Rand hochzuklettern, wird er/sie von den andern wieder runter gezogen;)

Ich habe einige in Euren Beiträgen genannten Begriffe zusammengetragen (und bitte beachten: es handelte sich um meine Frage zu freien weibliche Sexualität!):
„Angst, Verachtung, abwerten, untreu, Schweine, Krähen, verantwortungslos, mildernde Umstände, …für „sowas“ hergeben, nicht drüber reden“

Würde ich diese Begriffe lesen, ohne die Frage zu kennen, müsste ich von einem/einer Kriminellen ausgehen.

Also liebe Frauen, Ihr seid sinnlich, erotisch und vor allem frei! Entdeckt eure Sexualität in einer langen innigen Beziehung, oder mal in Abenteuern (die haben es in sich!) zwinker;)

Frauen müssten sich untereinander viel mehr stärken und unterstützen, das ist dringend notwendig um die Wertigkeit und Anerkennung zu erhalten, die Frauen zusteht in allen Bereichen wie Beruf, Körperlichkeit etc.

Männer die mehrere sexuelle Abenteuer erleben sind auch nicht immer beliebt, aber...es wird ihnen eher verziehen! Das ist ungerecht.
 
  • #40
Männer die mehrere sexuelle Abenteuer erleben sind auch nicht immer beliebt, aber...es wird ihnen eher verziehen! Das ist ungerecht.

Sicherlich besteht tendenziell ein Ungleichgewicht in der Bewertung von männlicher und weiblicher Sexualität, das lässt sich schwer bestreiten.

Aber ich gebe Folgendes zu bedenken:
  1. Männern fällt es ungleich schwerer eine Frau für rein körperliches Amüsement zu begeistern. Vorausgesetzt natürlich, sie verzichten auf käufliche Liebe. Selbst die Profis müssen dafür ackern. Frauen dagegen haben alleine durch die Aufgeschlossenheit der Männerwelt ein vergleichsweise leichtes Spiel. Ungerecht oder nicht, der Doppelstandard lässt sich also erklären.
  2. Frauen finden ihren Ausgleich auf anderen Gebieten. Bspw. lastet auf Männern der Druck des "richtigen Kerls". Ein Mann muss ein "Macher" sein, stets souverän auftreten / handeln, die starke Schulter bieten, "der Fels in der Brandung" sein und wenn er nur eine Sekunde schwächelt droht umgehend die verbale Kastration: "Waschlappen", "Weichei", "kein richtiger Mann", ... das Forum ist voll von solchen Begriffen. Auch Männer haben also einer gesellschaftlichen Erwartungshaltung zu entsprechen.
 
  • #41
Wenn ich all das hier lese, bekomme ich das Gefühl, man will eine Frau die sich sexuelle Abenteuer erlaubt, regelrecht zurückpfeifen, ausbremsen….ERGO: unschädlich machen.

Falsches Gefühl, keiner will oder wird eine Frau, die sich für diesen Lebenswandel entschieden hat, zurückpfeifen - im Gegenteil.
Gerade für Männer, die gleiche Ambitionen haben und für eine nicht unerhebliche Anzahl "Fremdgänger" ist eine solche Frau in höchstem Maße für ein unverbindliches Vergnügen interessant. Die Auswahl an potentiellen Kandidaten für "animalischen Sex" ist für eine Frau - der dieser Ruf vorrauseilt - noch um einiges höher. Enjoy it!

Der Nachteil der Medallie ist, daß aber auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Männern eine solche Frau für eine ernsthafte Beziehung absolut nicht mehr in Frage kommt. Darüber zu diskutieren ob das jetzt gerecht oder ungerecht ist, bleibt müßig - es ist eine Tatsache und darf im Rahmen der Entscheidungs- und Meinungsfreiheit doch wohl erwähnt werden.

Dieses Risiko muß halt in Kauf genommen werden - nichts ist in diesem Leben "umsonst".
 
Z

Zuckerpüppi

Gast
  • #42
Gut möglich, dass die FS deshalb abgesägt wurde. Ihre Freundinnen haben halt noch eine gesunde, unverbildete Intuition. Anders als Menschen wie "Hugo" und "Bernd50" meinen, ist nämlich Promiskuität fast immer mit (weiteren) Charakterschwäche(n) oder sogar ernsten Persönlichkeitsstörungen assoziiert. Das ist bestens belegt - füge ich vorsorglich hinzu, weil mir schon schwant, was für einen Shitstorm die bloße Feststellung bereits auszulösen vermag.

I agree. Aber gibt es nicht nicht einen Menschen auf dieser Welt der keine Charakterschwäche hätte, und viele die tatsächlich mehr oder weniger gaga aufgrund einer Persönlichkeitsstörung sind?
Die Doppelmoral was die Sexualität von Männern & Frauen angeht ist gesellschaftlicher Standart - auch wenn sich noch so viele (Frauen) über diese Ungerechtigkeit beschweren mögen. Das gilt es anzunehmen.
So, weil ich nun über die Jahre gelernt habe, das selbst Männer, die es "vogelwild" treiben dich dafür böse verurteilen, dass du "mehr als drei hattest".. Und weil Männer, anstatt einfach nur zu genießen, danach den Mund nicht halten können (oder wollen) und es Hinz & Kunz erzählen müssen.. gibt es von mir lange schon nur noch eine gelogene, abgespeckte Version meiner sexuellen Vorgeschichte. Denn das kann ich nicht ab.
Ich bin in Beziehungen absolut treu, habe sowieso kein emotionales Gedächtnis - um also mögliche Vergleiche etc. zu ziehen. ;-) .. und ich bin gesund & so diskret as possible. Mehr geht einen Mann einfach nicht an. Und das tut es nicht, genau so lange ich mir nicht sicher bin, dass ich 1.) keinen Mann vor mir habe, der "danach" den Mund nicht halten kann, oder der 2.) so dreist ist mich irgendwann danach indiskret abzuwerten obwohl selbst nicht "die Unschuld vom Lande". Purer Selbstschutz also. Wer mich aufgrund meiner Vergangenheit ausschließt (Einen Dedektiv für, am besten alle 19 Orte, an denen ich je gelebt habe beauftragt), soll das fair & respektvoll tun. Das könnte ich nachvollziehen. Und geheiratet werden darf sowieso eine andere, das ist nicht mein Ziel.
PS an FS: Freundinnen die dich deswegen absägen waren keine. Was sollte sie bitte deine Sexualität angehen?! Und wieviel Scheinheiligkeit & Verschwiegenheit diesbezüglich herrscht und Frau sich an die eigene Nase fassen könnte, brauch ich ja nicht mehr zu erwähnen.
w35
 
W

wahlmünchner

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  • #43
Also liebe Frauen, Ihr seid sinnlich, erotisch und vor allem frei! Entdeckt eure Sexualität in einer langen innigen Beziehung, oder mal in Abenteuern (die haben es in sich!) zwinker;)

Frauen müssten sich untereinander viel mehr stärken und unterstützen, das ist dringend notwendig um die Wertigkeit und Anerkennung zu erhalten, die Frauen zusteht in allen Bereichen wie Beruf, Körperlichkeit etc.

Männer die mehrere sexuelle Abenteuer erleben sind auch nicht immer beliebt, aber...es wird ihnen eher verziehen! Das ist ungerecht.
Das sehe ich leider nicht so.
Es gibt ganz wenig Menschen, die mit promisken Verhalten nicht Leid bei anderen verursachen.
Wenn eine Frau oder ein Mann ohne dem anderen falsche Absichten vorzugaukeln sich Affären oder One night stands hingeben, dann ist das ja ok, ...
aber viel öfters ist es so, dass Frauen sagen, sie wollen sich ausleben..dann aber doch verliebt sind.
Oder eben nicht ungebundene, sondern gebundene Sexualpartner akzeptieren und Beziehungen belastet werden durchs Fremdgehen.
Ich kann der Sexuellen Freiheit die da so propagandiert wird wenig abgewinnen.
Vielleicht ist mein Umfeld ja eine Ausnahme. Aber fast alle Frauen, die die Phase, des sexuellen Auslebend hatten ( zwischen 23 und 50 Jahren) waren irgendwann total unglücklich...
das ist doch kein Zufall?
 
  • #44
Als Frau bist Du sofort in einer Schublade, wenn Du deine Sexualität auslebst.
...
Aber als Beziehungsmaterial scheidest Du damit aus, selbst wenn Du vorher langjährige und treue Partnerschaften geführt hast.
...
Ich habe auch einem Mann von meiner Daueraffäre erzählt und war damit sofort unten durch.
Damit hat die FS und auch du vollkommen recht! Ich habe das Gefühl Männer schliessen von ihrer eigenen Sexualität auf die weibliche; die Tatsache, dass viele Männer mit sehr vielen Frauen schlafen wollen, ohne Beziehungsabsichten und die Tatsache, dass sie auch statistisch gesehen häufiger fremdgehen, macht die Frauen einer langjährigen Partnerschaft unwürdig (in ihren Augen) und sie bekommt den Stempel aufgedrückt. Das sagt mein Freund auch, dass die Frauen, die mit vielen Männern schlafen in der Gesellschaft dieses Bild haben, obwohl er weiss, dass die Frauen sogar viel mehr Lust haben als die Männer. Er sagt mir auch: "Du hast so viel Lust, dass dir nur ein Mann nicht genügt ;-)". Ich bin immer nur an einen Mann gebunden und wenn ich ihn liebe, will ich ja nur mit ihm Sex haben auch wenn er vielleicht nicht so häufig kann ich es möchte :).

Die Frauen sind gezwungen die Anzahl ihrer Sexualpartner zu verheimlichen bzw. zu lügen, wenn sie eine ernste Beziehung eingehen wollen und vom Mann als Partnerin gewählt zu werden. Auf der anderen Seite übertreiben die Männer mit der Anzahl ihrer Sexualpartnerinnen. Kannst du ruhig 3x abziehen. Er hat vielleicht nur dreimal zu viel geknutscht und das war alles.

Wenn sex. Affären der Frauen ausserhalb des Freundes- und Bekanntenkreises passiert, dann kann niemand davon Wind bekommen.

Hier findet eine klassische Projektion statt! Die Männer können nicht sehen und begreifen, dass eine Frau trotz ihres starken Triebs nur mit ihm Sex haben will, wenn auch er ein starkes Libido hat. In dem Sinne sieht die Projektion so aus: "ich bin bereit und fähig Sex mit verschiedenen Frauen zu haben, ohne auf ihre Gefühle Rücksicht zu nehmen, dann verhalten sich die Frauen die ihre sexuellen Affären zugeben genau gleich wie ich".
 
  • #45
Man muss das Ganze schon so machen, dass es privat bleibt.

Du klingst aber auch generell nicht wirklich glücklich. Am Ende schreibst du, dass du dich seit einiger Zeit völli zurückgezogen hast. Nur weil ne Freundinnen schlecht über dich reden ? Klingt eher so als wäre da noch mehr im Argen, u.U. noch schlechte Gefühle aus der Trennungszeit.
Ja leider, obwohl Frau sich gerne mitteilen möchte, mit Freundinnen sprechen usw. Wahrscheinlich empfinden wie die FS schreibt die anderen Frauen sie als Konkurrenz und insgeheim empfinden sie auch Neid, weil sie so frei ist ihre Sexualität so auszuleben, wie es ihr gefällt. Männer wollen leidenschaftliche und ausdauernder Liebhaber sein und haben Angst, einer solchen Frau sexuell nicht zu genügen, deshalb werten sie sie ab.
Mein Freund meinte er wolle für mich eine halbe Tablette Viagra nehmen, damit er häufiger und länger kann - aber ich "verbiete" es ihm mit der Gesundheit zu spielen. Er hat es absolut nicht nötig.

Den Freundinnen könntest du liebe FS diesen Thread zeigen, bzw. denen empfehlen, sich ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen, schliesslich gäbe es im Himmel kein Sex mehr ;-). Versuche Ihnen klarzumachen, dass es sich immer lohnt so zu leben, wie es für einen stimmt! So zu leben, dass sie am Ende des Lebens wenig bereuen werden.
 
  • #46
Anders als Menschen wie "Hugo" und "Bernd50" meinen, ist nämlich Promiskuität fast immer mit (weiteren) Charakterschwäche(n) oder sogar ernsten Persönlichkeitsstörungen assoziiert. Das ist bestens belegt - füge ich vorsorglich hinzu, weil mir schon schwant, was für einen Shitstorm die bloße Feststellung bereits auszulösen vermag.
Ihre Freundinnen sind vielleicht nur neidisch auf ihre Freiheit und ihre selbstbestimmte Sexualität.

Merkwürdig Dr. Freud ;-) Du müsstest wissen, dass sich Persönlichkeitsstörungen bereits in der Kindheit bzw. Jugend ausbilden und im Erwachsenenalter verfestigen! Männer mit einer narzisstischen PS (auch bipolare Störung), Zwangsstörungen u.a. und Frauen mit einer Borderline PS sind so veranlagt, dass sie häufiger Sexualkontakte mit mehreren Partnern haben und zwar weniger nacheinander, sondern zum Teil auch parallel. Sie betreiben neben Seitensprüngen z.T. jahrelang oder gar jahrzehntelang auch Partnertausch und gehen in Swingerclubs. Es existiert eine richtige Szene mit entsprechenden Portalen, Treffen, Unternehmungen usw. Davon ist bei ihr nie die Rede!

Sie schreibt
...
wie Frauen die sexuell selbstbestimmt, fantasievoll und abenteuerlustig sind, von Männern und insbesondere von anderen Frauen behandelt werden.
... ich bin eine 42 jährige Frau und habe eine 15 jährige treue Ehe hinter mir. Ich habe ein Kind. Vor meiner Ehe hatte ich 2 langjährige treue Beziehungen und zwischen diesen, also in jungen Jahren, 1-2 Beziehungsversuche die mit Enttäuschung geendet hatten.
Du siehst Gespenster bzw. diagnostizierst du ihr per Ferndiagnose vorsorglich eine Persönlichkeitsstörung. Tstst...das ist unverantwortlich, mein lieber Dr. Freud.

Dabei ist die Sexualität bei jedem Menschen ein sehr starker Trieb und eine sehr starke Energie, welche jedem Menschen egal, ob er eine psychische Erkrankung hat oder nicht, Freude, Lust, Entspannung, Glück und deine tiefe Verbundenheit zum Partner bringt. Nichts bindet einen Menschen so stark an einen anderen, wie die Sexualität und nichts macht einen Menschen so stark vom anderen abhängig wie die Sexualität - sowohl emotional als auch körperlich. Und deshalb macht auch ein Seitensprung wahnsinnig tief verwundbar! In der Sexualität drückt sich die Zuneigung, die Liebe, die Nähe und die Geborgenheit aus!
 
  • #47
@Siegfried: Die Behauptung, dass etwas belegt oder bewiesen sei, bleibt immer noch eine Behauptung.
Es stimmt, dass manche Persönlichkeiten oft zu einem bestimmten Verhalten führen. Aber dass einem bestimmten Verhalten zwangsläufig eine Persönlichkeitsstörung zugrunde liegt, ist nicht die Schlussfolgerung daraus.

Ach, in meinem Freundeskreis ist das so, dass je nach Lebensphase (in Partnerschaft oder als Single) die Sexualität anders ausgelebt wird. Ist ja auch zwangsläufig so. Und dass - gerade bei Frauen - die Sexualität erst in späteren Jahren vollumfänglich entdeckt wird, dürfte hinlänglich bekannt sein. Die Frauen in Beziehungen entdecken sich dort eventuell neu, wenn es nötig ist. Oder trennen sich. Oder bleiben zwangsverhaftet. (Fremdgehen wäre wohl ein anderer Thread, darum gings hier genau nicht!)
Die Singles - ja, was? Sollen vertrocknen? Wie in jungen Jahren jungfräulich auf den Richtigen warten? Das ist doch völlig albern.

Mir will nicht einleuchten, warum man etwas nicht genießen darf, wenn es doch Genuss ist.
Und noch mal - keineswegs ging es hier um Verletzung anderer "Rechte". Diese unterlägen sowieso Vorurteilen und Unterstellungen.

Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum jemand nicht mehr in meinen Freundeskreis gehören soll, weil er eine andere Sexualität lebt als ich. In wieweit beschneidet es mich in meiner Freiheit? Wird diese Person in allen anderen Unterhaltungen und Unternehmungen plötzlich weniger interessant? Führt freie Sexualität zu Dummheit? Ändert sich der Wortschart? Die Kleidung, wenn man ins Theater geht? Der gemeinsame Humor? Mich würde es höchstens neugierig machen. Oder auch nicht.

Liebe FS,
sei ein bisschen selbstbewusster. Lebe! Und wenn du es jemandem erzählst, fühle vorsichtig an, wie es um Offenheit bestellt ist.
Nun, und im eigenen Terrain sollte man das Wildern kluger Weise unterlassen :)
 
  • #48
Ich denke mal so nebenbei erwähnt, dass der Anteil an promiskuitiv lebenden Frauen/Mädchen das Maximum bald erreicht hat, es gab die Emanzipation und die Anti-Baby-Pille und jetzt wurde die letzten Jahrzehnte und vllt. noch ein paar Jahre ordentlich auf den Putz gehauen (blöd gesagt wie bei einem Kind das ein Feuerzeug findet). Da die meisten Frauen aber sehr intuitiv sind und scharfe Instinkte haben werden sie irgendwann merken wie viel sie mit einer promiskuitiven Lebensweise aufgeben/verlieren (schlechtere Chancen bei aufrichtigen und treuen Männern, Gratissex an jeder Ecke sorgt dafür dass kein Mann der was zu bieten hat mehr eine fürsorgliche Verbindlichkeit eingehen muss/will, ...) und werden merken, dass es ihnen allen besser geht wenn sie ihre Sexualität nur mit besonderen Menschen teilen auf welche sie sich dann wiederum auch in schlechten Zeiten 100% verlassen können, egal in welcher Hinsicht.
Die wahren Gewinner der primiskuitiven Lebensweise mancher Frauen sind die Aufschneider die gerne Aufreissen, für die ist die heutige Zeit das absolute Paradies, auf der Strecke bleiben gebrochene Herzen, Frauen die vieles bereuen, sich versuchen zu entschuldigen und zu rechtfertigen, beklagen, dass sie einen "schlechten" Ruf (und eine Hand voll die so eine Lebensweise aufrichtig glücklich macht, die will ich nicht leugnen)
Man kann im Leben eben nicht alles haben, jeder muss seinen eigenen Weg finden und mit den Vor- u Nachteilen leben lernen, die Gesellschaft und deren Meinung, ob für einen selbst richtig oder falsch, kann man nicht ändern
M30
 
  • #49
Natürlich hat nicht jede Frau, die promisk lebt, eine Persönlichkeitsstörung. Es lässt sich aber leicht nachweisen, dass das Risiko, auf eine narzisstische oder histrionische Person zu stoßen, von rund 1% bei nichtpromisken auf gut 20% bei promisken nach oben schnellt.

Und da sind so Schätzchen wie: Depression, Borderlinerin, Geschlechtskrankheiten jeglicher Art... noch gar nicht berücksichtigt.

Das erhöhte Untreue-Risiko (bestens belegt!) lässt sich einfach erklären: die Bindungswirkung von Oxytozin hat sich abgenutzt - gleichsam wie ein Tesafilm nicht mehr gut haftet, wenn er nur oft genug abgezogen worden ist.

Für den klugen Mann genügt es, den Zusammenhang zu kennen. Was Ursache und was Wirkung im Einzelfall ist, mag dem akademischen Interesse und den Psychologen überlassen bleiben; für die praktische Partnerwahl ist es unerheblich.

Und noch etwas: diese Zusammenhänge gibt es für Männer in ganz analoger Weise, das ist nicht frauenspezifisch! Wenn Frauen darüber eher hinwegzusehen bereit sind als viele Männer - das wiederum ist nun wirklich nicht ein Problem, das man den Männern anlasten könnte. Auch wenn es etlichen Frauen missfällt. Es ist, wie es ist.

;-)
 
G

Gast

Gast
  • #50
wenn der Sex so gut war, was spricht dagegen einfach wie bisher weiter zu machen, statt sich zurückzuziehen, weil 2 Freundinnen die Freundschaft aufgekündigt haben?
 
  • #51
@Siegfried du meinst manische Depression (die bipolare). Die "normale" Depression (die Unipolare), wenn es die schwere Form ist, kann im äussersten Fall zu Suizid führen. Bei dieser Depression ist der gesamte Antrieb lahmgelegt und das Libido praktisch tot - wollte ich nur richtig stellen.

Woraus ziehst du den Schluss sie sei promisk? Nach treue, monogame Ehe und Beziehungen? Wie viele Affären hatte sie und in welcher Zeitspanne?
Sie lebt und ist nicht tot. Soll sie warten, bis....? Ja bis wann denn? Hat sie Garantie auf eine 2. Heirat?

In Hollywood wimmelt es nur so von promisken Schauspielern. Alle paar Monate wird der Partner gewechselt. Ganz wenigen gelingt es, eine langjährige Ehe zu führen.

Oh liebe FS, jetzt hat man(n) dich wider Willen zum deutschen Pendant der Französin Catherine Millet gemacht ;-).
 
G

Gast

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  • #52
Lass dich von den vielen erzkonservativen Meinungen hier, sowie angeblichen Statistiken, die Frauen mit Wunsch nach sexuellen Abenteuern und sexueller Vielfalt, diskreditieren und ihnen sogar ein unerfülltes, falsches, verwerfliches und unweibliches Leben prophezeien, nicht abschrecken.

Mit wie vielen Männern du wann, wie oft und in welchem Kontext schläfst sollte deinen Neigungen und Wünschen entsprechen und sich nicht entsprechend gesellschaftlicher Normen richten. So lange alles einvernehmlich und freiwillig passiert und du auf Sicherheit achtest, kannst du dich so ausleben wie du das willst. Wem das nicht gefällt, kann dir wirklich komplett egal sein.

Hier wird häufig die klassische, monogame Beziehung als Nonplusultra propagiert. Bewegst du dich - vor allem als Frau - nicht auf diesen tugendhaften Pfaden, dann schlägt dir eine Welle der Empörung entgegen.

Ich kenne Frauen, die häufig mit verschiedenen Männern (und/oder Frauen) schlafen und sehr glücklich sind. Lass dir von der sog. Gesellschaft nicht erklären, wie dein (Liebes-) Leben aussehen sollte.

Manche bevorzugem häufige neue Bekanntschaften, andere wechseln mongame Beziehungen mit experimentierfreudigen Phasen ab.

Als Mann kann ich dir sagen, dass es genauso viele verständnisvolle Menschen wie undifferenzierte Kritiker gibt. In meinem Freundeskreis würden dich weder Männer noch Frauen für deine Lebensweise kritisieren.

Wenn überhaupt würden sie dir von ihren Abenteuern erzählen, dich anfeuern oder zusammen mit dir Lachen. Wer dich aufgrund deiner Neigungen ausgrenzt, obwohl sich deine Beziehung zu diesen Menschen (deinen Freunden) nicht geändert hat, dann solltest du froh sein, solche krass oberflächlichen Menschen los zu sein.

Wenn mir eine Frau sagt sie war seit 10 Jahren Single, dann würde ich sofort denken, dass irgendwas nicht mit ihr stimmen kann. Da würde ich einen großen Bogen machen. Eine Frau die ihren Spaß hatte und zu ihren Neigungen steht, sich nicht anpasst und ihr Leben genießt ist da 1000 Mal attraktiver.

Lass dir nichts einreden. Leb auch weiterhin so, wie du das willst. Was andere sagen spielt keine Rolle. ;-)
 
  • #53
Und dass - gerade bei Frauen - die Sexualität erst in späteren Jahren vollumfänglich entdeckt wird, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Frauen müssten Männer in die gynäkologische Sprechstunde mitnehmen. Dort wird ihnen erklärt, dass die Frauen jenseits der 40 hormonelle Veränderungen durchmachen; ab 40 sinkt langsam der Östrogenspiegel und deshalb kommt der Testosteronspiegel zum Tragen und Testosteron ist ja bekanntlich auch das Lusthormon.

Für die Männer, die es nicht wissen: wir Frauen haben auch geringe Mengen an Testosteron, sonst hätten wir nie Lust auf Sex und ihr habt auch bestimmte Mengen an Östrogen. Am wachsenden sexuellen Libido und Lust jenseits 40 sind die sexuellen Veränderungen verantwortlich. Und Frauen, welche mit der Pille verhüten haben auch mehreren Studien zufolge eine Verminderung des Sexualtriebs. Die Männer haben bis etwa 45 - 47 ihr Zenit erreicht und danach nimmt ihr Sexualtrieb ab, weil eurer Testosteronspiegel sinkt und dann die Östrogene wirksamer werden.

Keine Hexerei Männer! Für alles gibt es eine Erklärung.
 
  • #54
1. Woher kommen die 1% und 20% Wahrscheinlichkeit?
Sie lassen sich in erster Näherung wie folgt plausibilisieren:
Nehmen wir also etwas vereinfachend an (in Einklang mit allem, was darüber bekannt ist):
a) Zirka 20% der Frauen leben promisk.
b) Zirka 5% der Frauen haben ein histrionische Persönlichkeit(sstörung).
c) Zirka 80% aller Histrionikerinnen leben mehr oder weniger promisk (brauchen die Aufmerksamkeit, die Bestätigung, den Kick usw.).
Dann kann jede(r) Forist(in) selbst eine Vierfeldertafel aufstellen und das vorgenannte Ergebnis ablesen.

2. Das ist längst noch nicht alles:
a) Einige andere nicht völlig unwahrscheinliche Schätzchen habe ich bereits aufgeführt. Dazu kommen noch die nicht ganz seltenen Impulskontrollstörungen (Störungen im Dopaminstoffwechsel, etwa bei ADHS).
b) Die sog. soziosexuelle Orientierung von Menschen (wieder: nicht nur von Frauen!) ist ein erstaunlich stabiles Merkmal im Zeitverlauf. Damit und mit (1) hängt die deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit zusammen, dass Beziehungen scheitern (vor allem, aber nicht nur durch Fremdgehen und allgemeiner Unzufiredenheit und Unstetheit).

3. Was folgt daraus?
a) Soziale Ächtung ist unangemessen und tritt, wenn, dann vorwiegend unter Frauen auf. Gründe wurden bereits von Anderen diskutiert.
b) Männer haben in nder Regel nichts gegen den Umgang mit promisken Frauen. Sie werden aber in eine Beziehung mit einer potentiell unzuverlässigen / illoyalen Frau wenig(er) oder nicht(s) investieren.

Das alles ist wenig überraschend. Es wäre auch gar kein Problem, wären die ca. 20% beiderlei Geschlechts mit Neigung zu Promiskuität ehrlich und blieben auf dem "Partnerschaftsmarkt" unter sich. (Das wollen aber viele Frauen nicht, die - wie die FS - für eine Beziehung dann doch einen soliden Partner präferieren - dem man dann halt die Wahrheit nicht "zumutet" ...)
 
  • #55
Hier noch ein Nachtrag, weil ich ein Missverständnis provoziert habe.

Der FS unterstelle ich nicht "Promiskuität". Ich hätte besser durchgängig von einer "unrestriktiven soziosexuellen Orientierung" geschrieben (die freilich oft mit "Promiskuität" verknüpft ist). Das Gegenteil ist eine "restriktive soziosexuelle Orientierung", die sich dadurch auszeichnet, dass Sexualität von der betreffenden Person als Teil einer liebevollen, auf Dauer angelegten Partnerschaft angesehen wird. Das geht dann natürlich nicht mit "Promiskuität" einher.

@ Mandoline: Zum Zusammenhang mit Depression: nicht alles muss gleichzeitig ("synchron") auftreten; nicht selten alternieren promiske und depressive Phasen bei den Betroffenen.
Aber auch hier: das ist ein statistischer Zusammenhang - nicht auf jede(n) trifft der zu...
 
P

Provence

Gast
  • #56
Liebe Angela, ich kann dein »wildes Sexualleben« nach deiner langen Beziehung sehr gut verstehen. Ich habe mich damals auch ausgetobt, brauchte das für mich.

Allerdings habe ich mit niemandem darüber geredet. Wohl wissend, dass die, die sich das für sich (heimlich) auch wünschen würden, sich aber nicht trauen, sofort die Moralkeule schwingen würden. Ich habe auch jeden Mann in dem Glauben gelassen, er sei der »King«, der Einzige, der mich lockt. Das half ihm - und mir, denn »Gerede« blieb aus.

Zieh dich nicht zurück, denn das wäre das Eingeständnis, dass du nicht hinter deinem Handeln stehst. Und die Jahre vergehen … wäre doch schade, so ganz ohne Vergnügen (bei dem frau, mit etwas Glück, auch irgendwann auf den Richtigen trifft. Oder wartest du darauf, dass dich dein Bäcker von der Ecke anspricht? Macht er nicht!). Aber: genieße, ohne darüber zu reden!
 
A

Angela5

Gast
  • #57
Hallo hier die FS

Ich bin sehr happy, dass viele Frauen so fühlen wie ich.

Es gibt die Liebe in der man ganz von alleine und ganz freiwillig absolut treu ist und Mann/ Frau Niemand andern begehrt. Auch in weniger guten Zeiten bleibt man beim Partner und möchte auch nur ihn/sie.

Und es kann Zeiten geben, wo das Bedürfnis, sich auszuleben da ist. Für mich ist es eine Tatsache, dass Frauen natürlich genauso heiß auf guten Sex sind wie Männer. Tendenziell ist ein umfassendes Lustempfinden bei Frauen sogar ausgeprägter als beim Mann und aufgeklärte Männer, ich meine wirklich aufgeklärte!, wissen das mittlerweile auch:)

Prägung/ Erziehung entscheiden, wie wir damit umgehen und was wir zulassen. Wenn z.B. eine Frau in einem konservativen Umfeld aufgewachsen ist, kann es sein, dass sie die eigene Lust unbewusst unterdrückt, sie wird nur in einer „abgemilderten Form“ herausgelassen.

Genauso wie viele Männer durch Konventionen gelernt haben, dass Frau sich nicht so schnell auf „sowas“ einlässt, ansonsten ist sie eine…

Letztendlich geht es um Macht, denn man merkt den männlichen Schreibern hier ihre Befürchtung an, dass die Frauen es mit der Emanzipation übertreiben.

Eine Frau die Affären hat als unmoralisch oder schlimmer darzustellen (wie der gute Sigfried, der ein exemplarisches Beispiel des extrem angstbehafteten Mannes darstellt) ist natürlich lächerlich.

Ich habe eine sexuell ultrageile wilde Zeit hinter mir und habe ein Patenkind in Pakistan das ich monalt. finanziell unterstütze, ich unterstütze weiterhin monatl. eine Organisation die sich für vergewaltigte Frauen weltweit einsetzt, ich unterstütze seit Jahren die Kinderkrebsstiftung und ich bin die aufopferungsvollste Mutter die man sich vorstellen kann, denn für mein Kind lebe ich und würde ich ohne mit der Wimper zu zucken sterben wenn es sein müsste.

Liebe Grüße an Euch
 
  • #58
@ Mandoline: Zum Zusammenhang mit Depression: nicht alles muss gleichzeitig ("synchron") auftreten; nicht selten alternieren promiske und depressive Phasen bei den Betroffenen.
Aber auch hier: das ist ein statistischer Zusammenhang - nicht auf jede(n) trifft der zu...
Nicht bei der Major Depression bzw. bei der unipolaren, sondern bei der manischen Depression (Himmel hoch jauchzend <--> zu Tode betrübt). Diese Phasen können Wochen und Monaten andauern und dann kommt es wieder zum Wechsel. Wie viel Prozent der Bevölkerung an einer bipolaren Störung erkrankt ist mir nicht bekannt.
 
G

Gast

Gast
  • #59
Hier wird häufig die klassische, monogame Beziehung als Nonplusultra propagiert. Bewegst du dich - vor allem als Frau - nicht auf diesen tugendhaften Pfaden, dann schlägt dir eine Welle der Empörung entgegen. Ich kenne Frauen, die häufig mit verschiedenen Männern (und/oder Frauen) schlafen und sehr glücklich sind. Lass dir von der sog. Gesellschaft nicht erklären, wie dein (Liebes-) Leben aussehen sollte. Manche bevorzugem häufige neue Bekanntschaften, andere wechseln mongame Beziehungen mit experimentierfreudigen Phasen ab. Als Mann kann ich dir sagen, dass es genauso viele verständnisvolle Menschen wie undifferenzierte Kritiker gibt. In meinem Freundeskreis würden dich weder Männer noch Frauen für deine Lebensweise kritisieren. Wenn überhaupt würden sie dir von ihren Abenteuern erzählen, dich anfeuern oder zusammen mit dir Lachen. Wer dich aufgrund deiner Neigungen ausgrenzt, obwohl sich deine Beziehung zu diesen Menschen (deinen Freunden) nicht geändert hat, dann solltest du froh sein, solche krass oberflächlichen Menschen los zu sein. Wenn mir eine Frau sagt sie war seit 10 Jahren Single, dann würde ich sofort denken, dass irgendwas nicht mit ihr stimmen kann. Da würde ich einen großen Bogen machen. Eine Frau die ihren Spaß hatte und zu ihren Neigungen steht, sich nicht anpasst und ihr Leben genießt ist da 1000 Mal attraktiver. Lass dir nichts einreden. Leb auch weiterhin so, wie du das willst. Was andere sagen spielt keine Rolle. ;-)
Großen Dank!!! Vielen Dank!!! Auch ich bin eine Frau Mitte 30, auch ich war lange (10 Jahre) treu in einer Beziehung, davon mind. 4 Jahre nahezu ohne Sex und dennoch treu. Und auch ich habe nach der Trennung zwei Affären gehabt. Leider war auch ich zu offen mit meiner Sexualität und habe im Zuge eines offenen Gesprächs darüber gerder, was ich heute zutiefst bereuhe... Ich danke Dir für diese Worte, sie nehmen mich vor mir selbst in Schutz. Denn Sex zu haben finde ich toll, darüber zu reden hat mich in eine tiefe Krise gestürzt. Ich hatte seitdem keine Affäre mehr und hab auch alles abgebrochen. Zu tief sitzt die Scham...

W35
 
  • #60
Diese, deine moderne Einstellung zur Sexualität ist erst möglich, seit es Verhütungsmittel gibt, also seit ca. 40 Jahren. Die biologischen Sexualitäts-Muster bei Männlein und Weiblein gibt es aber schon seit Millionen von Jahren. Auch schon vor den ersten Menschen. Gehe nicht davon aus, dass sich biologisch gefestigte Verhaltensmuster in so kurzer Zeit verändern.

Soviel ich weiss, ist es biologisch eher so, dass das Weibchen mit möglichst vielen Männchen Sex haben möchte, um möglichst gesunden Nachwuchs zu bekommen, also dass sich der stärkste, genetisch beste Samen durchsetzt.

Will sagen: Eine sexuell aktive und ungenierte Frau ist...

Warum ist eine sexuell sehr aktive Frau "ungeniert"...? als wäre sie unanständig. Also ich kenne viel sexuell äußerst aktive Menschen die sehr sozial engagiert und hochmoralisch sind.


Du kennst doch das Sprichwort: Ein Kavalier genießt und schweigt. Das gilt natürlich auch für eine Lady.


hmmm, klar, man sollte nicht prahlen...aaaber: Frau sollte das Thema vielleicht ruhig öfter mal offen! ansprechen, damit auch wir Frauen frei sein können. Frei und voll akzeptiert in eben "freien" Lebensphasen;)
 
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