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  • #1

Sexuell unerfahrener Freund(38) Wird das noch oder besser trennen?

Hallo zusammen,
ich bin mit einem Mann (38) zusammen, der vor mir 2 kurze Beziehungen hatte und im Bett und in der Beziehung generell sehr unerfahren ist. Er weiß oft nicht was er wie tun soll und macht dann meist gar nichts, was mich inzwischen verzweifeln lässt: es kommt bei uns nur zum Sex, wenn ich ihn direkt darauf anspreche; streicheln und küssen und ihn eindeutig zu berühren bringen gar nichts- er versteht nicht was ich dann will. Ich muss oben liegen,denn wenn er oben sein soll, geht seine Erektion sofort zurück. Ich habe ihn öfter darauf angesprochen und gefragt, was ich tun kann. Es kommt dann meist nichts. Ich glaube er hat Druck und Angst, etwas nicht richtig zu machen. Er hat auch mal gesagt,dass er nicht so gut über Sex reden kann, weil er Scham empfindet. Ich fühle mich als Frau überhaupt nicht begehrt,ich habe es noch nie erlebt, dass ein Mann keine Lust auf Sex hat,wenn man sich meist nur am Wochenende sieht. Ich habe noch nie erlebt,dass ein Mann eine Frau nicht mal mit den Fingern befriedigen mag. Ich habe auch schon versucht ihm Druck zu nehmen, da er ja scheinbar auch nicht über Ängste und Gefühle reden kann,die ihm da seine Erektion nehmen und habe alle Versuche sein gelassen,ihn zu verführen. Aber auch das führt nicht dazu, dass er vielleicht mal ankommt. Er ist scheinbar überfordert, aber mir fällt nicht ein was ich tun kann,dass das besser wird. Er sagt, er hat Lust und begehrt mich auch- nur merke ich davon nichts.

w29
 
  • #2
Also ganz ehrlich, ich würde es ganz lassen. Ein Mann, der mit Ende 30 nur zwei kurze Beziehungen hat, hat mutmaßlich irgendeine Beziehungsstörung. Da kann ihm nur ein Therapeut helfen, keine Frau.
 
  • #3
Er scheint ein arg Verklemmter zu sein. So Männer hatten mich in der Kennenlernphase schon teilweise verzweifelt. Nicht mal aus der Situation heraus küssen ging gut. Steif wie ein Brett, kalt und am besten innerlich um Rat nach Mama gefragt. Ohje, waren tolle Männer dabei, aber ich suche Männer mit Selbstwertgefühl, Leidenschaft und gegenseitigem begehren.
Vielleicht bringt ein gemeinsamer Tantra-Kurs bei euch was? Langsames gegenseitiges Erforschen? Er soll dich mit Öl einmassieren, Körper komplett und deine Reaktionen spüren, fühlen, und dann weiß er auch, was dir gut tut. Vielleicht möchte ER darauf kommen und nicht von dir geführt werden. Er wird bestimmt in der Vergangenheit einiges falsch gemacht haben, ihm fehlt vielleicht ein Grundvertrauen. Vielleicht bist du auch etwas zu forsch. Oder zeige ihm, wie du dich verwöhnst mit den Fingern, dann kann er ja irgendwann mitmachen.
 
  • #4
Ich denk, je mehr Du das zum Problem machst, desto größer wird das Problem.

Sei doch erst mal froh, daß er nicht die Frauen wechselte wie andere die Unterwäsche. Der Rest ergibt sich mit etwas Geduld.
 
  • #5
Klingt für mich wie wenig Erfahrung kombiniert mit schwacher Libido. Am ersteren könnte man arbeiten (wenn ER das will), am zweiteren nicht. Ich fürchte, das führt nur zu mehr Frust, auf beiden Seiten.
 
  • #6
Männer haben dieses Problem manchmal, wenn sie sich zu sehr unter Druck setzen. Das ist zumindest die wahrscheinlichste Erklärung und falls diese zutrifft, löst sich das Problem mit der Zeit. Vielleicht wäre es besser, Du wartest, bis er von sich aus aktiv wird?
 
  • #7
Danke für eure Ratschläge. Das Ganze geht schon ein dreiviertel Jahr so und ich glaube,er empfindet keine Lust dabei,mich anzufassen. Meine Geduld ist irgendwie am Ende,weil ich Sex auch irgendwie brauche,um zufrieden zu sein. Er meint das wird alles werden und dass es ja schon besser klappt als ganz zu Anfang- da bekam er gar keine Erektion.
Ja,vielleicht bin ich zu forsch, deshalb habe ich mich komplett zurück genommen. Aber das hat ihn auch nicht dazu verleiten können von sich aus etwas zu tun.
Dass er wenig Selbstvertrauen hat,weiß ich. Auch,dass er nicht der leidenschaftliche Typ ist. Dennoch meint er immer wieder, es wird alles besser und gut werden. Ich zweifle daran,dennoch liebe ich ihn. Ich habe hier schon oft gelesen, dass manche Frauen nicht Pionierarbeit an den Männern leisten wollen,die es (noch) nicht draufhaben. Meint ihr, das ist vergebene Liebesmüh und eine andere Art Frau als ich würde dann vielleicht besser zu ihm passen?
 
  • #8
Meint ihr, das ist vergebene Liebesmüh und eine andere Art Frau als ich würde dann vielleicht besser zu ihm passen?
Eine Frau mit sehr schwacher Libido würde definitiv besser zu ihm passen. Was soll er denn sagen - außer "das wird schon"...... er kann es ja selbst nicht ändern, und vielleicht will er auch nicht.
Sexuelle Inkompatibilität ist eben ein Riesenthema in der Beziehung, bitte unterschätze das keinesfalls. Ich denke nicht, daß ihr zusammenpasst.
 
  • #9
Sex und Spaß, gehört für mich optimaler Weise zusammen!
Wichtig ist wie die FS sieht. ..unbedeutende Nebensache oder schöne und wichtige Nebensache

Im Moment scheint es sich eher im Kreis zu drehen.
Klappt es nicht gut, will man drüber reden, will Mann nicht drüber reden, das alles erzeugt Druck und mit dem klappt es nicht gut!
Vielleicht solltest man eine Sexpause einlegen. ...sich Informationen wie Ratgeber einholen. Mit einem Brief der nett ist von dir ausgewählte Anregungen bei ihm einwerfen.
Nur bitte nicht so, dass er meint bis zum nächsten Treffen muss er es drauf haben.
Vielleicht reicht es aber ,dass er sich für ein Gespräch öffnet.

Oder Du entscheidest Dich für eine einfachere Variante : Gehen weil es so keine Grundlage gibt. Bleiben weil Du die positiven Eigenschaften höher bewertest
 
  • #10
Moin liebe FS,

es gibt auch Krankheitsbilder, bei denen Unlust die Nebenwirkung ist.

Zum Beispiel glaube ich mich richtig zu erinnern, wenn ich sage, dass es für Autisten unmöglich ist, Emotionen einzuschätzen. Ich komme auf diesen Gedanken, weil Du schriebst, dass er bei eindeutigen Berührungen Deinerseits nicht "weiß", was Du möchtest.

Zudem kann Unlust auch die Nebenwirkung bestimmter Tabletten sein. Nicht nur Antidepressiva, sondern auch andere.

Zu guter Letzt gibt es auch asexuelle Männer.

Hmm.

Möglichkeit 1: medikamentenbedingte Unlust.

Der kann man entgegenwirken, indem die Medizin gewechselt wird.

Möglichkeit 2: Unlust gehört zu seiner Persönlichkeit, egal ob durch Krankheit oder tatsächlich einfach nur Unlust.

Entweder ist Dir der Sex so wichtig (was vollkommen ok wäre), dass Du Dich von ihm trennst. Oder ihr führt eine Art offene Beziehung, die natürlich absolute Ehrlichkeit verlangt und Du holst Dir mit seiner Erlaubnis (und in seinem Beisein?) die sexuelle Erfüllung, die Du suchst.

Ich denke nicht, dass "es" bei einem Mann in diesem Alter "noch kommt". Die Scham ist (wie Du schreibst) sehr groß, daraus resultierend auch die Unsicherheit. Das ist ein Kreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn Sex und Scham keine Rolle mehr spielen.
 
  • #11
jeder weiß, dass es am Anfang nicht so leicht ist. Wer er nun eben erst mit 38 "erlöst" wurde, dann sollte die FS auch ein bischen Geduld mitbringen, solange sie auch für ihn etwas empfindet.
Onaniert er denn? Vielleicht sollte die FS mal eine bischen Ursachneforschung betreiben.
 
  • #12
Ich hatte mal einen ähnlichen Thread eröffnet mit genau dem gleichen Problem.
Er brachte es einfach nicht ...angeblich aus Aufregung. Also gab ich ihm Zeit (das hatten hier viele geraten) - es hat sich jedoch nichts verändert. Ganz im Gegenteil - irgendwann war ich so frustriert das ich unter einem Vorwand Schluss machte.
 
  • #13
Danke für eure Ratschläge. Das Ganze geht schon ein dreiviertel Jahr so und ich glaube,er empfindet keine Lust dabei,mich anzufassen. Meine Geduld ist irgendwie am Ende,weil ich Sex auch irgendwie brauche,um zufrieden zu sein.

Dass er wenig Selbstvertrauen hat,weiß ich. Auch,dass er nicht der leidenschaftliche Typ ist.

Warum machst du das solange mit, liebe FS? Warum Sex mit einem Mann der dir das nicht geben kann, was für dich wichtig ist? Wie ist dein eigenes Selbstvertrauen? Warum beendest du nicht den Kontakt?

Achte bei einem Mann immer auf seine Taten/Handlungen niemals auf seine Worte.

w
 
  • #14
Liebe FS,

Wenn das schon dreiviertel Jahr so geht, glaube ich, dass Zeit hier nicht mehr viel bewirkt. Er schiebt das Problem von sich weg und hofft, dass es sich von selbst erledigt. Diese Strategie ist aber nicht sehr effizient.
Ich habe hier schon oft gelesen, dass manche Frauen nicht Pionierarbeit an den Männern leisten wollen,die es (noch) nicht draufhaben.
Mir kommt der Verdacht, dass du als 9 Jahre jüngere Frau mit der Zeit eine bemutternde und überlegene, vielleicht bald auch verächtliche Rolle einnehmen wirst, wenn das so weiter geht und du das Gefühl hast, du musst einem fast 10 Jahre älteren Mann mühsamst Nachhilfeunterricht erteilen.
Jedenfalls würde es mir so gehen. Ein bisschen Situationskomik und Unsicherheit, gelegentliche Erektionsprobleme, kleine Missverständnisse.. das alles ist doch normal. Aber nicht mal darüber reden können, macht die Entwicklung eines lustvollen Liebeslebens doch schier unmöglich.
 
  • #15
Hilfe, hier wird einem normal gesunden und mit 38 Jahren sicherlich nicht alten Tattergreis gleich irgendwelche sexuelle Störungen oder mangelnde Erfahrung vorgeworfen, nur weil er nicht den Hengst macht - da fass ich mir an den Kopf.

Dass die FS das Übel sein könnte, sieht hier niemand. Sie baut erstens Druck auf, nichts törnt mehr ab beim Sex als Druck - jetzt mach doch endlich mal - da wär ich auch sofort ab durchs Fenster.

Dann gehe ich ohnehin davon aus, das besagter Mann völlig normal ist und sicherlich eine normale Libido hat, aber eben nicht bei dieser Frau, sie erregt ihn einfach nicht richtig, er will ihr wohl zuliebe was mitmachen, was ihm im innern stört - will sagen - er begehrt sie null, will nur eine Art "Freundschaft" mit ihr, hat sich aber, auch sein Fehler, schon zu weit in eine Art Beziehung begeben, er hätte vorher Tacheles reden sollen, nun hockt er da als "gebrandmarkter" Sexhansi, ohne Erfahrung.

Was für mich Blödsinn ist, jeder Mann kann ein super Lover sein, bei der Frau die ihn voll begeistert, die er begehrt, die er unbedingt will, auch der sonst zurückhaltende kann da nicht mehr an sich halten.

Sorry, aber die FS lässt den Typen einfach kalt, das ist es leider, die beiden quälen sich da nur was ab.
 
  • #16
Ich danke euch für die Kommentare.

Ich versuche auf Ursachenforschung zu gehen. Ich bin schon auf ganz abstruse Ideen gekommen, dass er vielleicht gar nicht auf Frauen steht und das selbst noch nicht so richtig weiß.

Er sagt zumindest, dass es beim Onanieren bei ihm klappen würde. Ich habe schon überlegt,ob ich das nicht mal bei ihm versuchen sollte,aber ich habe immer das Gefühl, dass er weder von mir an den Genitalien berührt werden möchte, noch mich dort anfassen will. Es scheint für ihn eher eine Aufgabe zu sein, die er mir erfüllen soll,als dass er Lust und Spaß empfindet.

Ich bin mit ihm zusammen,weil ich ihn liebe. Wir haben uns auf einer anderen Plattform kennen gelernt. Ich bin hin- und hergerissen mit allem, weil ich das so noch nie erlebt habe. Er weiß halt auch nicht wie es ist mit jemandem zu leben. Da sind auch noch andere Sachen,die mich an ihm sehr verwundern und die ich bei einem ''erfahreneren'' Mann als Dreistigkeit empfinden würde,bei ihm aber weiß, dass er darüber einfach nicht nachdenkt. Er ist ein Kopfmensch,aber ich habe bisher immer gedacht,ich kann das alles eine Zeit lang kompensieren,bis er quasi auftaut. Ich schätze ihn sehr. Er redet nicht viel,weshalb ich mich an seine Taten klammere,die mich erkennen lassen,er liebt mich auch. Er sagt das auch manchmal.

Ich glaube nicht,dass er Medikamente nimmt,die einen Libidoverlust bewirken. Ich habe so im Gefühl,dass es an seiner Erziehung liegt,dass über Sex nicht gesprochen wird, etc. Manchmal denke ich,er hat ganz schön viel verpasst im Leben.
Dass ich in den Bemutterungsmodus fallen könnte, ist auch meine Angst.

Bisher wollte ich mich nicht trennen,weil er wirklich ein sehr lieber Mensch ist und ich mir vorstellen kann, bei ihm zu bleiben, wenn es besser würde. Deshalb überlege ich hin und her,ob das überhaupt passieren kann und wenn überhaupt ja,was ich dann dafür tun kann.
 
  • #17
Zum Beispiel glaube ich mich richtig zu erinnern, wenn ich sage, dass es für Autisten unmöglich ist, Emotionen einzuschätzen. Ich komme auf diesen Gedanken, weil Du schriebst, dass er bei eindeutigen Berührungen Deinerseits nicht "weiß", was Du möchtest

Das ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen. Wenn man sein Gegenüber begehrt, dann klappt das irgendwie mit dem Anfassen - auch wenn man keine Erfahrung hat. Vielleicht ist er tatsächlich Autist, das würde sein Verhalten erklären.
Warum bist du denn mit ihm zusammengekommen? Was hat dir an ihm gefallen?
 
  • #18
So ein bisschen Fairness, wäre angebracht...den extrem herabwürdigend hat sich die FS selber hier nicht geäußert.
Wenn eine Frau keine ausgeprägte Libido hat oder unerfahren ist, ist der Wunsch nach einem liebevollen, abholen-wo-man-steht-Partner doch auch da!
ZU lesen: die Frau brachte es nicht...würde ein enormes Echo haben!

Wir haben schließlich alle einmal angefangen.

Mein Exfreund war damals solo und nach 4 Jahren Handarbeit hat es auch etwas gedauert bis es rund lief. Reden ging allerdings und ein kleiner Trick hat geholfen. Danach war von, vielleicht steht er nicht auf mich oder Durststrecke auch nichts mehr zu merke.
Hier sind eindeutig die Männer gefragt, was hilft Euch?
Wie kann man den Druck rausnehmen und trotzdem offen reden?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #19
Das Problem scheint mir nach doch längerer Anlaufzeit nicht in der mangelnden Erfahrung bedingt zu sein..? Denn ein offener, einfühlsamer und begehrender Mann hätte in dieser Zeit dazugelernt (ich hatte sehr junge und unerfahrene Partner, die eben gerade wegen ihrer mangelnden Prägung wunderbare Liebhaber wurden, da wir uns einander annäherten).
Entweder er begehrt Dich eher seelisch als körperlich (vielleicht stellt er Dich auch auf ein zu hohes Podest?), oder es liegt eine tiefergreifende Angst vor. Ist nur mein Eindruck..
 
  • #20
Er ist ein Kopfmensch, aber ich habe bisher immer gedacht, ich kann das alles eine Zeit lang kompensieren, bis er quasi auftaut.

hmm ... dann wird sein Kopf genauestens drauf achten was Dich geil macht.

Beispiel: Er streichelt dir sagen wir mal die Fingerkuppen auf der rechten Hand in der Hoffnung es erregt Dich. Es kommt aber kein besonderes Signal Deinerseits und so sagt er "hmm ... undefiniert".

Vielleicht hat es Dich ja erregt daß er Dich genau da gestreichelt hat aber er sagt (mangels Signal) "nee ich muß was anderes probieren" ... und so will er nur das beste, daß Du erst mal geil wirst und damit "befriedet bzw befriedigt" bist ....

aber je mehr der Kopf zur Geltung kommt desto mehr blockierts die Erregung und damit kommt er an einen Punkt wo das Ziel - daß du geil wirst - gerade nicht erreicht wirst.

Das Problem liegt wohl in zwei Aspekten:

1) Treib ihm das Nachdenken beim Sex aus - er darf einfach keine Zeit mehr haben zum Nachdenken

2) Und "einfach machen" is besser als Perfektion unter Maximierung des intellektuellen Potenzials zu erreichen - das geht nämlich immer schief

und

zeig ihm alles was Dich geil macht - ich bin sicher daß er mit seinem schädel alles (Bewegung, Atmung, Dein Erwidern indem du ihn ebenfalls an der gleichen Stelle anfaßt oder ihm sonst zeigst daß du geiler wirst, Stöhnen) genauestens analysiert. Sex ist - leider - bei Kopfmenschen auch eine andere Art der intellektuellen Kommunikation.
 
  • #21
Er ist ein Kopfmensch,aber ich habe bisher immer gedacht,ich kann das alles eine Zeit lang kompensieren,bis er quasi auftaut.
Aber weisst du.. vielleicht "taut" da nichts. Vielleicht ist er einfach so und möchte so belassen werden. Das wäre, wie wenn er hoffen würde, dass du dein grundlegendes Temperament veränderst und plötzlich aufhörst, über deine Gefühle zu sprechen oder Sex zu wollen.
Bisher wollte ich mich nicht trennen,weil er wirklich ein sehr lieber Mensch ist und ich mir vorstellen kann, bei ihm zu bleiben, wenn es besser würde.
Vielleicht wärt ihr besser Freunde? Dann könntest du Zeit mit ihm verbringen, ohne dass ihr euch gegenseitig auf der sexuellen Ebene frustriert.
 
  • #22
Also ganz ehrlich, ich würde es ganz lassen. Ein Mann, der mit Ende 30 nur zwei kurze Beziehungen hat, hat mutmaßlich irgendeine Beziehungsstörung. Da kann ihm nur ein Therapeut helfen, keine Frau.

Das halte ich für eine sehr gewagte Aussage. Ich denke nicht, dass es ein goldenes Regelbuch gibt das beinhaltet wieviele Beziehungen man gelebt haben muss um nicht als mutmaßlich beziehungsgestört betitelt zu werden.
Es gibt erfahrungsgemäß Männer die einige Frauen im Bett hatten und dennoch schlecht sind. Es gibt Männer die einige Beziehungen hatten und trotzdem keine gute Partner sind. Es gibt Männer die mit Anfang bis Ende 30 weder Sex noch Beziehungen hatten und trotzdem liebevoll sind und in Sachen Sexualität vielleicht einfach ein wenig Unterstützung brauchen. Soll sich jeder selbst an sein erstes Mal erinnern und ob man da gerade wie eine Pornoqueen durch die Betten geturnt ist, ich glaube eher nicht. Im Fall der Fragestellerin würde ich mir Kommunikation und Rücksichtnahme behelfen und wenn das ein so störender Faktor ist dann würde ich die Beziehung klar beenden.
 
  • #23
Wir sind zusammen,weil wir zusammen lachen können, wir genießen unsere Zeit anderweitig als mit dem Sex sehr. Ich bin stolz auf ihn,weil ich glaube,dass er seinen Job sehr gut macht. Er ist lustig und sehr intelligent, wir haben ähnliche Wertvorstellungen,er ist auf seine Art aufmerksam und liebevoll. Ich hab bisher gedacht,er hat nicht so sehr das emotionale Kommunizieren drauf,aber das haben viele Männer nicht.
Dass ich das Problem sein könnte,habe ich auch schon gedacht. Er sagt zumindest,er findet mich attraktiv und begehrt mich. Aber was soll er auch anderes sagen,wenn ich frage,ob ich ihn einfach nicht heiß mache.

Ich versuche wirklich mich zurückzunehmen,habe damals gesagt ''weißt du was,wir haben alle Zeit der Welt, wenn es wirklich nicht an mangelnder Lust liegt,dann wird das werden''. Ich merke nur selbst,dass wenn es nicht geklappt hat,ist mir manchmal zum Heulen zumute und ich will nicht,dass er das merkt und dann noch mehr Druck hat.

Das Sprechen darüber ist schon etwas besser als noch am Anfang,aber ich frage mich,ob jemand überhaupt irgendwann frei darüber reden kann, der es nie konnte. Ich glaube weniger, dass sein Verhalten autisrische Züge hat. Im Job geht er auch viel mit Menschen um und das klappt m.E. sehr gut. Meine Theorie war mal,dass er schlechte Erfahrungen gemacht hat in Bezug auf Sexualität.

Welcher Trick hat euch im Bett geholfen?
 
G

Ga_ui

Gast
  • #24
Solche Muster wiederholen sich ja immer wieder, also nichts neues. Also bin ich stark davon überzeugt, das wird so bleiben.

Du kannst nichts machen, außer zufrieden sein mit dem, was du jetzt hast! Es könnte nämlich noch schlimmer kommen! Nämlich gar kein Sex! Machst du Druck, stellt er den Sex komplett ein. Und mehr und besser wird es meiner Erfahrung mit dem Sex auch nach 10 Jahren Übung nicht!


Ehrlich gesagt bist du auch zu jung für ihn! Ein unerfahrener Mann in diesem Alter braucht eine ältere, erfahrenere Frau, die dann eben den aktiven Partn übernimmt und Spaß daran hat.

Und ich denke, wenn du ihn zu Sexualbüchern, Aufklärung und Pornos nötigst, kränkst du ihn noch mehr, so dass er bald keine Lust mehr auf Sex hat.

Er ist so wie er ist. Akzeptiere ihn so! Oder trenne dich! Jeder Mensch hat Makel. Und mal ehrlich: Selbst 90 % aller sexuell erfahrener Männer sind genauso schlecht im Bett!
Überlege, was du überhaupt an diesem Mann liebst, denn das ist die Basis eurer Beziehung! Sex ist nie die Basis. Sex kann nicht nur schlecht sein, sondern auch abstumpfen. Sexprobleme sind heute so immens, dass sich bald jedes Paar deswegen trennt.
 
  • #25
Du schreibst, dass es schon Probleme beim gegenseitigen Berühren gibt.
Mein Vorschlag dazu wäre, regelmäßig gemeinsam etwas zu machen, bei dem ihr euch berührt. Von Massage über bodypaint, tanzen bis hin zum spielerischen rangeln fällt mir da einiges ein. Oder einfach nur zusammen in der Badewanne liegen. Wie kommt er mit solchen Situationen klar? Damit könntet ihr ev. den Druck rausnehmen.
 
  • #26
Meines Erachtens ist der wichtigste "Trick" Vertrauen und Offenheit. Und keinen (!) Druck.
FS, Du bist doch eine erfahrene Frau? Dann kannst Du es nicht langsam, ohne Druck angehen lassen? Es gibt so viele Möglichkeiten...
Alternativ wäre schon möglich, dass er (wie Herakles vermutet hat) Dich aus irgendwelchen Gründen weniger attraktiv findet als Du denkst. Letztes wäre vermutlich der k.o. für Euch.
 
  • #27
Ich bin schon auf ganz abstruse Ideen gekommen, dass er vielleicht gar nicht auf Frauen steht und das selbst noch nicht so richtig weiß.

Ganz ehrlich, so abstrus finde ich diese Idee nicht, auch wenn ich sonst nicht viel davon halte, sexuell unbeholfenen oder desinteressierten Männern homosexuelle Neigungen anzudichten.

Hier gibt es in meinen Augen einiges, was dafür spricht. z.B. die Tatsache, dass er "unten" liegen muss, also scheinbar nur die passive Rolle erregend findet. Das könnte auch auf heterosexuell-devote Neigungen hindeuten; allerdings würden solche Neigungen nicht erklären, warum er dich ungern genital stimuliert und es auch an sich selbst nicht mag.

Es könnte auch sein wie von Herakles vermutet - dass er einfach dich nicht wirklich begehrt. Aber wo wäre dann der Zusammenhang zur Bevorzugung passiver Stellungen? Warum sollte er dann überhaupt Sex mit dir haben, dabei aber genitale Berührungen vermeiden? Ich denke, ein Mann, der eine Frau als Gesamtpaket nicht wirklich begehrt, sondern nur körperlich erträglich findet, würde sich gerade auf die absoluten Schlüsselreize - sprich: die primären Geschlechtsmerkmale und deren Stimulation - fokussieren.

Wenn aber deren Berührung oder vielleicht sogar Anblick vermieden wird, ist das meiner Erfahrung nach ein generelles Problem und nicht personengebunden. Und es ist in meinen Augen für einen heterosexuellen Mann nicht normal.

Ich vermute ehrlich gesagt, dass er sich beim Sex mit dir in ein Homo-Szenario hineinfantasiert. Das klappt ganz gut, solange er unten liegen kann (vielleicht mit geschlossenen Augen?) - aber nicht mehr, wenn er die typisch heteronormative Männerrolle einnehmen oder dich manuell oder gar oral stimulieren soll. Seine Phantasiewelt und damit seine Erektion bricht in sich zusammen, wenn er nicht mehr länger ausblenden kann, dass der Mensch, mit dem er da gerade im Bett liegt, eine Vagina und keinen Penis hat.

Asexualität muss man natürlich auch in Betracht ziehen, aber da sehe ich wieder den Zusammenhang zu seinen Stellungs-Präferenzen nicht.

Dass es nur an fehlender Erfahrung/Unsicherheit/Schamgefühlen liegt, glaube ich leider in diesem Fall nicht.
 
  • #28
Also, FS, nach allem, was du bisher geschrieben hast, scheint mir, wird das Problem nicht einfach mit einem "Trick" zu lösen sein.
Für mich hört sich das auch eher sehr nach Autismus bei ihm an. Du schreibst zwar zuletzt, dass du das nicht denkst, aber Autismus kann die verschiedensten Formen und Ausprägungen haben. Im Job (wir wissen zwar nicht, was er arbeitet) ist das eine andere Sache. Dort sind Beziehungen meistens pragmatisch und klar definiert, man muss sogar eine Distanz wahren, eine zu große körperliche und emotionale Nähe ist dort eher nicht "zu befürchten". Dieser Rahmen kann solchen Menschen Sicherheit geben und deshalb haben sie dort scheinbar keine größeren zwischenmenschlichen Probleme.

Die andere Überlegung wäre: Vielleicht ist er als Kind sexuell missbraucht worden. Aber ein komplettes Ablehnen bzw. Nicht-Genießen-Können, bzw. fehlendes Bedürfnis jeder körperlichen Berührung und Zärtlichkeit, so wie du es im Prinzip bei ihm wahrnimmst, wäre selbst in dem Fall nicht unbedingt typisch.

So oder so - vieles, was du von ihm beschreibst, ist absolut nicht "normal", da braucht man sich nichts vorzumachen! Das hat gravierendere Ursachen, als zufällig nur ein bisschen Unerfahrenheit und Verklemmtheit, auch wenn es sehr schön und wirklich liebevoll klingt, wie du die Seiten, die du an und mit ihm magst, beschreibst.
Da ist guter Rat wirklich teuer, denn eine so wertvolle Beziehung will (und sollte) man nicht einfach aufgeben.
Ich würde an deiner Stelle wahrscheinlich mal eine Körper- oder Sexualtherapeutische Beratung aufsuchen.

w50
 
  • #29
Ich sehe drei Dinge:
- Wenn man in Bezug auf Sexualität nicht so frei aufgewachsen ist, fällt einem das Reden und auch das Anfassen oft schwer. Seine eigene Erregung frei zu zeigen, kostet viel Überwindung, da man evtl. eine innere Verbotsschranke in Bezug auf Sexualität hat. Bezieh das bitte nicht auf dich, damit machst du alles nur noch komplizierter. Ich denke, das Reden darüber, wie man aufgewachsen ist, was einen geprägt hat, was genau schambesetzt ist und die Rückmeldung, wie der andere das so sieht, kann schon dabei helfen, lockerer zu werden. Das Gespräch muss aber auf die wunden Punkte kommen und nicht nur drumherum geführt werden.
- Manche Dinge kann man nur schwer alleine lösen. Vielleicht kann ein Therapeut weiterhelfen. Die haben es oft drauf, die richtigen Fragen zu stellen und einen ins Nachdenken zu bringen. So können innere Einstellungen geändert und Blockaden evtl. gelöst werden. "Wegschmeißen" würde ich die Beziehung von vornherein nicht, aber ich würde schon erwarten, dass sich der andere seinem Problem stellt und evtl. professionelle Hilfe in Anspruch nimmt.
- Sexualität hat immer auch etwas mit Aggression zu tun. Aus deinen Postings lese ich heraus, dass er im Alltag sehr liebevoll und nett mit dir umgeht. Vielleicht liegt da der Hase im Pfeffer. Zum Gefühlsspektrum des Menschen gehören liebevolle, aber auch aggressive Gefühle und wenn man nicht gelernt hat, seine Aggressionen sozial verträglich mal rauszulassen, hat das auch Auswirkungen auf die Sexualität. Gerade wo du davon schreibst, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt und Erektionsprobleme hat... Da können übrigens Therapeuten auch wunderbar weiterhelfen...
Soweit mal meine Gedanken. Alles Gute für dich und deinen Freund.
 
  • #30
Liebe FS es wurden viele Gründe genannt, weshalb dein Freund keine sexuelle Lust und Leidenschaft verspürt. Von fehlender Libido naturgegeben oder bedingt durch die Medikamente bis zur Asexualität.

Das alles kann möglich sein aber auch noch etwas anderes, worüber niemand geschrieben hat. Dein Freund könnte vielleicht ein Fetisch haben zum Beispiel ein Fussfetisch oder Schuhfetisch o.ä. und, dass er nur auf diese Art eine Erektion bekommt. Falls das so ist, so kannst du davon ausgehen, dass die Männer sich dafür schämen und es nicht offen sagen können.

Das herauszufinden, kannst du einfach beginnen ein Gespräch zu führen - eine Art Monolog ohne im Druck zu machen oder Vorwürfe - und zu erwähnen, dass es Männer gibt die nur Sex oder regt werden wenn ins erotisches Spiel Schuhe oder nein und Strümpfe oder nur Füsse kommen wurde aber vom Geruch vom Leder oder Latex.

Falls er unbedingt ein Fetisch braucht um sexuell erregt zu werden, so könnte er sich vielleicht öffnen und dir davon erzählen. Übrigens ein Fussfetisch ist - glaub ich - gar nicht so selten bei den Männern. Hatte schon mit einem Mann gechattet, der über 40 Jahre alt war und noch nie den Geschlechtsakt hatte und mir gestand er sei ein Fussfetisch ist. Ich kannte persönlich auch einen anderen von dem ich auch annahm er sei ein Fussfetisch ist weil er nur so von Füssen in Sandalen geschwärmt hatte und auch von meinen schönen Stiefeln, ich einmal im Winter trug. Und er sagte, dass er sehr gerne Füsse streicheln.

Probiere irgendwie herauszufinden, ob dein Freund ein Fetisch hat und berichte uns davon.
 
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