• #1

Sexuelle Aktivitäten und Beziehung mit Mitte 50 am Boden, was nun?

Ich bin 56, meine Frau 54 und seit über 30 Jahren mit Ihr zusammen.
In unserer Beziehung gab es schon immer sexuelle Probleme,
weil das Thema Sex für meine Frau nur eine absolut untergeordnete Rolle gespielt hat.
Auch in den ersten Jahren gab es Jahre komplett ohne Sex, 3-4 mal im Jahr war schon "Luxus".
Auf meine Fragen hin warum das so sei, bekam ich nie eine schlüssige oder konkrete Antwort.
Vor ca. 16 Jahren machten wir eine Sexualtherapie mit dem Ergebnis, das sich absolut nichts änderte.
In den letzten Jahren war der Standard ca. 2x im Jahr Sex, wobei ich oft den Eindruck hatte, das es seitens
meiner Frau nur mehr oder weniger der "Statistik" diente und sie es nicht wirklich brauchte.
In all den Jahren setzte sich dadurch natürlich bei mir ein Frust durch,
warum es bei uns nicht wie bei anderen "normalen Partnern" funktionieren kann.
Ich bin nun schon mit sehr wenig zufrieden, aber mit fast nichts ist auch mir zu wenig.
Dies spiegelt sich bei mir oft im normalen Alltag wieder und vor allem bei sexuellem Verlangen irgendwelche Anstalten zu machen.
Weil ich meine Frau auch zu nichts drängen möchte was sie vielleicht nicht will, lasse ich es lieber gleich
Seit einem Jahr nun ist komplett Funkstille in Sachen Sex und Beziehung.
Unser Alltag beruht auf gegenseitigen Ansagen für den Tagesablauf und den Aufgaben und Verpflichtungen des Einzelnen.
Es ist mehr oder weniger nur noch eine Beziehung wie z.B. zwischen Arbeitskollegen.
Vor ein paar Wochen nahm ich meinen Mut zusammen und sprach das Thema wieder einmal an, auch das wir uns so noch weiter auseinander leben und verlieren werden. Ich bat darum, dass wir darüber sprechen und nach Lösungen suchen.
Die Reaktion meiner Frau war gleich Null, keinerlei Gefühlsregungen oder gar Antworten bzw. Diskussionen - bis heute nicht.
Scheinbar ist sie damit zufrieden, das wir nur noch nebeneinander her zusammen leben.
Für mich ist das absolut kein Zustand auch in Sachen Sex kann das doch noch nicht das Ende sein!
Ich weiß absolut nicht weiter wie ich mich verhalten soll.....
 
  • #2
Also ihr habt nie offen über die Gründe geredet und redet allgemein nicht so viel über persönliche Themen? Kam in der Sexualtherapie denn irgendwas zum Vorschein? Sie hat einfach kein Interesse und es gibt nichts, wie man das ändern oder beeinflussen könnte? Ist Sex ihr nur völlig egal oder findet sie ihn lästig und abstoßend? Also ist sie nur neutral-passiv-uninteressiert oder richtig dagegen? Und sie möchte da auch nicht aus Wertschätzung dir gegenüber auf dich und deine Gefühle und Bedürfnisse eingehen und mit dir zusammen an einer Lösung arbeiten? Bist du ihr egal? Liebt und schätzt ihr euch allgemein noch? Wie ist es so im Alltag? So, wie du es schilderst, wirkt ihr Verhalten lieblos auf mich.
w27
 
  • #3
Doch, es wurde drüber geredet, ja auch Sexualtherapie probiert. Ich denke, sie begehrte dich nie und es ist sinnfrei, dass du da noch drüber reden willst mit ihr. Trennung oder Öffnung der Ehe.
 
  • #4
Alte Weisheit der Indianer: wenn das Pferd tot ist, steig ab.

Was willst du noch in dieser Ehe? Es ist doch nur eine WG.
 
  • #5
Nein ich bekam nie wirklich eine Antwort auf die Frage warum sie es nicht braucht. Nur ich habe "selten Lust".
Natürlich liebe und schätze ich meine Frau noch, deshalb habe ich ja auch die ganzen Jahre an der Beziehung fest gehalten.
Und natürlich begehre ich meine Frau auch noch, sonst hätte ich bestimmt weniger ein Problem damit.
Ich wäre heute schon froh, wenn wenigsten noch irgendwelche Gefühlsregungen von ihr kommen oder es den Austausch von Zärtlichkeiten gäbe. Wenn nur irgendetwas ihrerseits kommen würde.
Ich habe den Eindruck, dass sie schon ein Problem damit hat mich zu umarmen.
 
  • #6
Doch, es wurde drüber geredet, ja auch Sexualtherapie probiert.
Damit ist eigentlich alles ausgereizt was innerhalb der Ehe möglich ist.
Rein sexuell scheint das so gewesen zu sein wie FS es beschreibt.
und es ist sinnfrei, dass du da noch drüber reden willst mit ihr. Trennung oder Öffnung der Ehe.
Er kann ankündigen, dass er sich demnächst trennt oder aus der Ehe heraus sucht.

Aber das bedeutet nicht, dass sich die sexuelle Situation für ihn in absehbarer Zeit ändert.
Sie bietet wahrscheinlich abgesehen von der Sexualität eine gewisse Komfortzone und eine Trennung ist immer mit Kosten verbunden
Bei begrenzten Ressourcen bietet eine WG heute ihre eigenen spezifischen Vorteile.
Ich wäre heute schon froh, wenn wenigsten noch irgendwelche Gefühlsregungen von ihr kommen oder es den Austausch von Zärtlichkeiten gäbe. Wenn nur irgendetwas ihrerseits kommen würde.
Ich habe den Eindruck, dass sie schon ein Problem damit hat mich zu umarmen.
Ihr lebt einfach nur noch nebeneinander her. Sich fremde Nachbarn in der gleichen Wohnung.

Hat sie sich in der Sexualtherapie geäußert ob sie dich unabhängig vom Sex attraktiv findet, dieses nicht umarmen wollen deutet eher auf Ekel hin, und wie sie überhaupt grundsätzlich unabhängig von dir zu Sex steht?
 
  • #7
Ihr wart ja sehr jung, als ihr zusammen kamt. Seid ihr jeweils die ersten Sexualpartner füreinander oder gab es andere? Findet sie dich vielleicht von Anfang an körperlich unattraktiv oder den Sex unangenehm? Wie lief denn euer weniger Sex immer so ab? Vielleicht findet sie den Sex von Anfang an nicht gut und hat durch mangelnde Erfahrung mit anderen dadurch niemals im Leben Freude und Spaß am Sex kennengelernt oder entwickeln können, sondern Sex allgemein als unangenehm oder uninteressant abgestempelt. Theoretisch hätte man darüber reden können, ob etwas am Ablauf ihr nicht gefällt oder an dir stört, aber dadurch muss natürlich eine Bereitschaft da sein, sich mit dem Thema zu befassen.
w27
 
  • #8
Ich wäre heute schon froh, wenn wenigsten noch irgendwelche Gefühlsregungen von ihr kommen oder es den Austausch von Zärtlichkeiten gäbe.
Bitte erzähl mal, wie ihr beide zusammengekommen seid. War sie schon immer so distanziert und schwach im Gefühlsausdruck? Wenn nein, wie hat sich das dahin entwickelt? Habt ihr Kinder? Hat sich das mit den eventuellen Kindern geändert?
Danke vielmals!
ErwinM, 53
 
  • #9
Theoretisch hätte man darüber reden können, ob etwas am Ablauf ihr nicht gefällt oder an dir stört, aber dadurch muss natürlich eine Bereitschaft da sein, sich mit dem Thema zu befassen.
w27
Das war aber nicht möglich.

Ich vermute daher, dass diese Frau sich entweder vor dem FS oder dem Sex mit ihm, vielleicht auch Beiden, ggf. auch Sex insgesamt ekelt.

Was genau dafür die Gründe sind kann sie vielleicht noch nicht einmal selbst benennen und war deswegen in der Therapie so schmallippig.

Passend dazu hat ihr Sex vielleicht nie einen Funken Spaß gemacht.

Irgendwelche Trauma oder Glaubenssätze die sie vor 30 Jahren mit in die Ehe brachte können da eine Rolle spielen.

Oder sie ist ohne jede Bewertung einfach nur asexuell und hat sich möglichst wenig dem Erhalt der Beziehung wegen ihm hingegeben.

Der FS könnte dazu verraten wie aktiv sie während des seltenen Sexes in beider Jugend war.

@J1966 habt ihr eigentlich gemeinsame Kinder?

Der richtige Augenblick zur Trennung wäre eigentlich vor 16 Jahren nach der erfolglosen Sexualtherapie gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Auch in den ersten Jahren gab es Jahre komplett ohne Sex, 3-4 mal im Jahr war schon "Luxus".

Was soll man dir da raten? Eine Zeitreise?

Ich kann irgendwie noch nachvollziehen, dass man sowas, aus welchen Gründen auch immer, in Kauf nimmt, aber warum schreibst du jetzt darüber?

Eure Degression ist jedenfalls ganz normal! Normalfrequente Paare haben mit 20 vier Mal Sex in einer Nacht, wenn sie z.B. vom Tanzen kommen; 15 Jahre später nur noch 4 mal pro Woche und nach 30 Jahren nur noch 4 mal pro Monat.

Bei euch ist es eben wie bei der Verdünnung von Hochpotenzen nach Hannemann. Irgendwann ist kein einziges Atom des Wirkstoffs mehr nachweisbar!

Beides ist aber gleichermaßen absehbar und keiner Erwähnung wert!

V.m52
 
  • #12
Nein ich bekam nie wirklich eine Antwort auf die Frage warum sie es nicht braucht. Nur ich habe "selten Lust".
Das ist auch nicht wirklich zu beantworten, wenn außer man halt wenig Lust auf Sex, nichts weiter dahintersteckt.
Wenn alles gut ist, einen nicht an der Beziehung oder am Partner stört, man einfach nur nicht so viel Lust auf Sex hat, was soll man dann sagen?
Ich brauche auch wenig Sex, könnte sogar ganz ohne auskommen. Aber so bin ich einfach. Meine Frau ist perfekt, die Ehe ist perfekt, also gäbe es keine Gründe die ich anführen könnte, würde meine Frau fragen.
Zum Glück ist meine Frau da auch so, nehme ich einfach mal an. Wir haben da nie drüber gesprochen warum wir sehr selten Sex haben,wenn wir haben einfach wenig und fertig. Da keiner diesbezüglich fragt, gehe ich davon aus das sie ebenso zufrieden mit dem Status quo ist wie ich.

Aber wir haben einen sehr zärtlichen, liebevollen und zugewandten Umgang miteinander. Da weicht keiner dem anderen aus oder ähnliches. So wie es deine Frau ja macht.
Da denke ich auch steckt noch etwas mehr dahinter als nur keine Lust zu haben. Und für eine Vermeidungsstrategie, um keine Nähe aufkommen zu lassen und somit auch keine Situation woraus mehr werden könnte, klingt das etwas zu schroff.
Tja, Aber wenn sie nichts rauslässt, wirds natürlich schwer für dich.
 
  • #13
Wenn man Sex mag, ist doch einmal im Quartal auch schon extrem wenig. Wieso macht man das mit?
Vielleicht hatte sie noch andere Qualitäten, auch ohne oder mit wenig Sex kann die Person ja nett und die Beziehung an sich gut sein. War vielleicht mal so, jetzt schon länger nicht mehr:
Seit einem Jahr nun ist komplett Funkstille in Sachen Sex und Beziehung.
Unser Alltag beruht auf gegenseitigen Ansagen für den Tagesablauf und den Aufgaben und Verpflichtungen des Einzelnen.
Es ist mehr oder weniger nur noch eine Beziehung wie z.B. zwischen Arbeitskollegen.
Vor ein paar Wochen nahm ich meinen Mut zusammen und sprach das Thema wieder einmal an, auch das wir uns so noch weiter auseinander leben und verlieren werden. Ich bat darum, dass wir darüber sprechen und nach Lösungen suchen.
Die Reaktion meiner Frau war gleich Null, keinerlei Gefühlsregungen oder gar Antworten bzw. Diskussionen - bis heute nicht.
w27
 
  • #14
Wir haben einen Sohn.
Ich schreibe jetzt darüber um evtl. eine Meinung/Rat zu bekommen. Leider habe ich sonst niemanden mit dem man darüber sprechen kann.

Vielleicht finde ich doch noch eine Frau die ähnliches erlebt hat, mit der man auf einer Wellenlänge ist.
Das Leben kann ja noch nicht vorbei sein.....
 
  • #15
Auf meine Fragen hin warum das so sei, bekam ich nie eine schlüssige oder konkrete Antwort.
Ach komm: Du kennst die Antwortet und die lautet: "sie stand nie auf Dich und jetzt auch nicht".

Vor ca. 16 Jahren machten wir eine Sexualtherapie mit dem Ergebnis, das sich absolut nichts änderte.
Hast Du denn was verändert, damit sie auf Dich stehen kann? Die meisten Sexualtherapeuten taugen nichts, weil sie sich mit der wirklichen Ursache nicht befassen wollen. Das gäbe nämlich nur eine kostenpflichtige Sitzung und danach läge die Wahrheit für alle offen da und hätte Konsequenzen, die alle Beteiligten nicht wollen.

Ich bat darum, dass wir darüber sprechen und nach Lösungen suchen.
Die Reaktion meiner Frau war gleich Null
Damit hast Du gemacht, was Du musstest - versuchen, sie zu beteiligen.
Sie hat kein Problem mit dem Ist-Zustand, nur Du hast eines und das scheint sie nicht zu interessieren - nicht schön in einer Partnerschaft, aber ist halt so bei euch.

Damit ist klar: nur Du bist dafür verantwortlich für Dich eine Lösung zu suchen. Sag ihr das und geh es an. Dein Problem interessiert sie nicht, damit hat sie auch kein Mitspracherecht zu Deiner Lösungsfindung.
Wenn Du weißt, wie die Lösung für Dich aussieht, kannst Du ihr das sagen, damit sie sehen kann, ob für sie ein Folgeproblem (Prositutierte kosten Geld, eine andere Frau könnte Dich zum abwandern aus der ehe überzeugen) daraus entsteht.

Für mich ist das absolut kein Zustand auch in Sachen Sex kann das doch noch nicht das Ende sein!
Muss es ja auch nicht. Möglicherweise musst Du aber ein Leben ohne Deine Frau in Erwägung ziehen, wenn Du Sex haben willst. Offensichtlich willst Du das seit über 30 Jahren nicht, denn:
Unser Alltag beruht auf gegenseitigen Ansagen für den Tagesablauf und den Aufgaben und Verpflichtungen des Einzelnen.
Es ist mehr oder weniger nur noch eine Beziehung wie z.B. zwischen Arbeitskollegen.
das scheint Dir wichtiger zu sein, als ein aktives Sexleben.

Gib jeden Gedanken auf, dass sich bei Deiner Frau noch was ändern wird. Wenn Du anders leben willst, musst Du für Dich einen anderen Weg suchen.
 
  • #16
Wir haben einen Sohn.
Ich schreibe jetzt darüber um evtl. eine Meinung/Rat zu bekommen. Leider habe ich sonst niemanden mit dem man darüber sprechen kann.

Vielleicht finde ich doch noch eine Frau die ähnliches erlebt hat, mit der man auf einer Wellenlänge ist.
Das Leben kann ja noch nicht vorbei sein.....
Klar. Dann musst du dich jetzt real auf die Suche machen.
 
  • #17
Ich rate Dir eine Gespräch mit der Ehefrau zu führen und über die Öffnung der Ehe auch für andere Partner zu verhandeln.

Ich vermute sie fand Dich noch niemals wirklich sexuell attraktiv. Das ist schade, aber sicherlich noch änderbar.

Den Leben ist noch nicht vorbei, das können noch 10-20 Jahre mit erfülltem Sexleben sein.
Aber nicht mit Deiner Frau.
 
  • #18
Fühlst du dich ungeliebt und suchst du doch nach einer neuen Partnerin . Ich würde von deiner Frau erwarten dass sie endlich spricht, was bei ihr im Argen liegt . Das ist die die nach 30 Jahren schuldig . Ich würde eine Trennung erwägen sollte sie nicht endlich mit offenen Karten spielen .
 
  • #19
In welche Vergangenheit soll er reisen? Er schreibt, dass Sex bereits zum Beziehungsbeginn eher rar war. Jedenfalls nicht viermal in der Nacht und auch nicht in der Woche.
Eure Degression ist jedenfalls ganz normal! Normalfrequente Paare haben mit 20 vier Mal Sex in einer Nacht, wenn sie z.B. vom Tanzen kommen; 15 Jahre später nur noch 4 mal pro Woche und nach 30 Jahren nur noch 4 mal pro Monat.
Ich gebe dir ja oft recht mit deinen Zahlen.

Aber diese hier dürften nicht wirklich den Durchschnitt repräsentieren. Teile mal die letzten beiden Werte durch 4, daher wöchentlich bzw. monatlich dann hast du immer noch ein relativ aktives Paar.
 
  • #20
Wir haben einen Sohn.
Ich schreibe jetzt darüber um evtl. eine Meinung/Rat zu bekommen. Leider habe ich sonst niemanden mit dem man darüber sprechen kann.

Vielleicht finde ich doch noch eine Frau die ähnliches erlebt hat, mit der man auf einer Wellenlänge ist.
Das Leben kann ja noch nicht vorbei sein.....
Hey, tue dir selbst den Gefallen uns brich aus. Du alleine bist für dein Leben verantwortlich. Deine Frau nutzt dich nur aus. Sie holt sich den Sex sicher außerhalb der Ehe (falls sie wirklich asexuell ist, wäre das Resultat das gleiche. Du leidest).

An deiner Stelle würde ich das auch tun und nachfolgend Nägel mit Köpfen machen und sie verlassen. Schlimmer als jetzt, kann's für dich nicht werden.
 
  • #21
Ach komm: Du kennst die Antwortet und die lautet: "sie stand nie auf Dich und jetzt auch nicht".


Hast Du denn was verändert, damit sie auf Dich stehen kann? Die meisten Sexualtherapeuten taugen nichts, weil sie sich mit der wirklichen Ursache nicht befassen wollen. Das gäbe nämlich nur eine kostenpflichtige Sitzung und danach läge die Wahrheit für alle offen da und hätte Konsequenzen, die alle Beteiligten nicht wollen.


Damit hast Du gemacht, was Du musstest - versuchen, sie zu beteiligen.
Sie hat kein Problem mit dem Ist-Zustand, nur Du hast eines und das scheint sie nicht zu interessieren - nicht schön in einer Partnerschaft, aber ist halt so bei euch.

Damit ist klar: nur Du bist dafür verantwortlich für Dich eine Lösung zu suchen. Sag ihr das und geh es an. Dein Problem interessiert sie nicht, damit hat sie auch kein Mitspracherecht zu Deiner Lösungsfindung.
Wenn Du weißt, wie die Lösung für Dich aussieht, kannst Du ihr das sagen, damit sie sehen kann, ob für sie ein Folgeproblem (Prositutierte kosten Geld, eine andere Frau könnte Dich zum abwandern aus der ehe überzeugen) daraus entsteht.


Muss es ja auch nicht. Möglicherweise musst Du aber ein Leben ohne Deine Frau in Erwägung ziehen, wenn Du Sex haben willst. Offensichtlich willst Du das seit über 30 Jahren nicht, denn:

das scheint Dir wichtiger zu sein, als ein aktives Sexleben.

Gib jeden Gedanken auf, dass sich bei Deiner Frau noch was ändern wird. Wenn Du anders leben willst, musst Du für Dich einen anderen Weg suchen.
Super Antwort. Genau die richtige Härte! Lies dir das mehrmals durch.

Werde wütend. Wütend auf dich, dass du so etwas mit dir machen lässt. Und dann nutze deine Wut und verändere dich positiv und lebe dein Leben.
 
  • #22
Dass es Phasen gibt, wo man weniger Lust auf Sex im Speziellen hat - das gibt es durchaus und kann natürlich in 30 Jahren passieren. Aber bei deiner Frau war das doch immer so, die Beziehung hat also auf anderen Ebenen funktioniert. Hier hilft Nichts mehr und einen Rat weiß ich auch nicht. Ich denke für deine Frau ist das okay so, für dich anscheinend nicht. Aber glaubst du nicht, sie wär sehr verletzt, wenn du jetzt
"doch noch eine Frau die ähnliches erlebt hat, mit der man auf einer Wellenlänge ist", findest?

W37
 
  • #23
Das liest sich insgesamt recht traurig von dir. Und deine ungewollt ohne Sexleben existierenden Jahre sind jetzt eigentlich ein Grund schon innerhalb der ersten Monate zu gehen.

Darüber zu spekulieren warum sie auf Sex verzichtet ist jetzt insgesamt müßig. Wenn ich mit meinem ersten Freund damals sexuell "Pech " gehabt hätte, denn ich hatte Glück, wer weiß wie einen das dann auf das Thema gestimmt hätte. Jedenfalls konnte ich auch schon früh erfahren wie viel es mir gab und ich hab dann auch unpassende Kandidaten aussortiert. Sex wollten die alle haben, aber der Bewegungsablauf hat nicht harmonisch funktioniert und war somit für mich unpassend.

Rein technisch gesehen, sollten zwei auch zusammen passen, es kommt nicht alleine darauf an das beide wollen.

Und daher denke ich das bei euch beiden schon früher zu viel den Bach runter gegangen ist als das man da jetzt über Gespräche was richten kann.

Zu schönem Sex gehört, wie beim Tanzen, zwei aufeinander eingestimmte Körper, vertraut sein und meistens auch Liebe.
 
  • #24
In welche Vergangenheit soll er reisen? Er schreibt, dass Sex bereits zum Beziehungsbeginn eher rar war. Jedenfalls nicht viermal in der Nacht und auch nicht in der Woche.

Genau in diese Zeit sollte er reisen und es dort schon abbrechen!

Ich gebe dir ja oft recht mit deinen Zahlen.

Aber diese hier dürften nicht wirklich den Durchschnitt repräsentieren. Teile mal die letzten beiden Werte durch 4, daher wöchentlich bzw. monatlich dann hast du immer noch ein relativ aktives Paar.

Vielleicht lag es daran, dass es beim ersterem Intervall (nach 15 Jahren) auf uns zutraf, dass wir zu dem Zeitpunkt erst Anfang und Mitte 30 waren. Paare, die sich später im Leben kennenlernen und nach 15 Jahren schon älter sind, haben vermutlich schon eine andere Frequenz. Die "nach 30 Jahren" war nur geschätzt, denn da war meine Frau schon lange tot. (das wäre ja jetzt gerade erst)

V.m52
 
  • #25
Wäre es bei euch wie bei @Duckula, daß zwar kaum Sex stattfindet, der Umgang zwischen euch aber herzlich ist, könnte man auf wenig Sexbedürfnis bei deiner Frau schließen und ihr eigentlich keinen Vorwurf machen. Da sie aber auch Zärtlichkeiten ablehnt, ist die Sache eindeutig: deine Frau liebt dich nicht, sie begehrt dich nicht und vielleicht wäre sie sogar froh, wenn sie dich nicht um sich hätte. Sie erträgt dich jedoch, weil es so bequemer ist. Ändern wird sie sich nicht, warum sollte sie? Du bleibst doch auch unter den widrigen Umständen bei ihr und fügst dich drein.

Ich bin nicht eine vom schnellen Trennen, aber diese mißliche Lage geht doch schon viel zu lange. Du bist 56 und nicht 76 und selbst ein gesunder 76jähriger möchte noch körperliche Liebe, so er kann. Du kannst bleiben und resignieren oder gehen und dir eine passende liebe Frau suchen. Die findest du allemal. Ich glaube nicht, daß deine Frau einer Öffnung der Ehe zustimmen würde. Da werden solche Frauen oft plötzlich eifersüchtig, aber nicht aus Liebe.
 
  • #26
Ist mein Eindruck richtig, dass im grunde gar keine Gemeinsamkeiten, überhaupt keine gemeinsamen Aktivitäten mehr da sind ?
War das mal anders ?
Ich gebe zu - eure Frequenz ist für mich mit "Null" zwar nicht mathematisch, aber von unserer Frequenz her beschreibbar.

Ich würde es mal anders angehen - lade sie zum Essen gehen ein. Versuche, lebensfreude zu wecken - und wenn es mit dem gemeinsamen besuch eines Weihnachtsmarktes ist. Ein Spaziergang ? Oder mal in die Shopping Mall ?

Will sie gar nix mit dir machen, ist sie froh, dass du Fussball schauen kannst und sie ihre Ruhe hat - dann manifestiere die WG und schau dich um - es gibt so viele liebenswerte und freundliche, attraktive und lebenslustige Frauen in den 50 ern - Mann muss sie nur sehen wollen.
 
  • #27
Was willst du noch in dieser Ehe? Es ist doch nur eine WG.
Das ist echt schlimm.
Ich weiß gar nicht wie @J1966 das 30 !!!
lange Jahre ausgehalten hat…

Auch in den ersten Jahren gab es Jahre komplett ohne Sex, 3-4 mal im Jahr war schon "Luxus".
Das hätte ich NIE UND NIMMER mitgemacht. Da wäre bei mir schon nach einigen Monaten Schluss gewesen.

Und das sage ich dir als Frau!!!
Ohne Sex und körperliche Berührungen würde ich niemals eine Beziehung/Ehe lange aushalten.
Das fehlt mir schon nach einer Woche!

Hast du jahrelang nur Selbstbefriedigung gemacht, oder hast du dir den Sex anderweitig geholt?

Deine Frau ist - sorry - dumm und naiv.
Ein Ehepartner, der dem anderen den Sex verweigert, muss doch irgendwann befürchten bzw. damit rechnen, dass er/sie sich den Sex anderweitig holt.

Richtig unverschämt finde ich das von deiner Frau.
KEIN Mann hätte das so lange mitgemacht und ertragen!

Habt ihr Kinder?
Wenn ja, müssten die schon lange erwachsen sein.
Oder nein? Keine Kinder?

Dann SOFORT Trennung.
Deine Frau geht gar nicht.
Ist sie finanziell von dir abhängig?
Dann bleibt sie nur wegen dem Geld.

Sei ein Mann und geh.
Sie behandelt dich respektlos und ekelt sich womöglich mit dir Sex zu haben.

Ich würde sofort ausziehen.
Such dir eine kleine Wohnung, und reiche in einem Jahr die Scheidung ein.

Und das rate ich dir als Frau 👩🏼.
 
  • #28
Niemals würde und könnte ich in einer solchen lieblosen, paarlosen und rein zweckorientierten Beziehung bleiben und verharren und erst recht keine 30 Jahren! Mein Leben hat für mich viel mehr wert! Ich würde letztmalig ein 4 Augen Gespräch führen mit Ankündiging einer Veränderung, wenn sich das Paarleben in den nächsten paar Wochen nicht positiv verändert! So nebeneinander herleben geht gar nicht!
 
  • #29
Jemand der 30(!) Jahre einer fast sexlosen Ehe mitmacht ist ja kein Opfer. Erwachsene Menschen reden miteinander und die Angaben des FS scheinen mir etwas dürftig. Wenn die Ehe sonst gut lief, was sie anscheinend tat, hat der FS in der Ehe nicht gelitten, sonst hätte er viel früher was verändert. Jetzt kann er sich entweder sauber trennen oder eben doch noch schauen, ob seine Frau noch was ändern kann! Ich verstehe nicht, ob sie asexuell ist, ob sie noch was, außer dem reinen Sex im Sinne von Penetration, an Praktiken zugelassen hat oder komplett alles abblockte? Und auch nicht unwichtig - hatte sie denn je Spaß am Sex? Orgasmen usw? Der FS wird nach 30 Jahren Ehe, wenn es da sexuell wirklich immer so miserabel lief, doch kaum ein guter aufmerksamer Liebhaber sein können. Abgesehen davon, dass er ja noch eine Frau suchen muss, die mit ihm auf diese (Entdeckungs)reise geht.

W37
 
  • #30
Es ist doch ganz einfach, bisschen Spekulation nach vielen Threads hier.
Der FS war mal ein Kompromissmann, der Sex war nie besonders toll, aber irgendwas konnte er bieten, ein Kind haben sie, und sicher auch einen gewissen Lebensstandard.
Viel Liebe war da nie, und dann verschwindet mit der Zeit die Lust auf einen Mann, den man eh nie so attraktiv fand, ihre Libido wird sich schlafen gelegt haben, genug Menschen arrangieren sich mit kaum oder wenig Sex.
Sie ist nicht Single, auch das etwas, was genug nicht sein wollen, dann lieber irgendwen, alles andere passt, und körperliche Nähe meidet sie, weil dies zu Sex führen könnte, den sie mit ihm nicht will, dass sie bei der Therapie nicht sagt, hey, ich fand Dich eh nie so toll, aber Kompromiss, ist klar.
Er mault ab und zu, dass man man aussitzen und der Status Quo, mit dem sie gut leben kann, hält schon 30 Jahre.
Die Ehe ist schon lange durch, und war von Anfang an ohne tragfähige Basis, das hätte er auch merken können, wenn er gewollt hätte, warum wählt man eine Partnerin, wo es sexuell so gar nicht passt?!
 
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